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Kin­di­sche Lin­ke und Is­la­mo­pho­bie

Ka­cem El Ghazz­a­li, 2. Mai 2013, atheistica.com

Der rech­te Flü­gel will die Prä­va­lenz der dunk­len Sei­te der Re­li­gi­on (ei­ne be­dau­er­li­che Tat­sa­che) nut­zen, um sei­ne Zie­le zu er­rei­chen: Die Ver­trei­bung al­ler Im­mi­gran­ten und die „Rei­ni­gung” des Lan­des.

Der lin­ke Flü­gel, an­geb­lich Be­schüt­zer der Men­schen­rech­te und der uni­ver­sel­len Wer­te, neh­men den ge­gen­tei­li­gen Stand­punkt ein und igno­rie­ren den Ele­fan­ten im Raum, und wie­der­ho­len lie­ber im­mer und im­mer wie­der die­sel­be Lei­er über den „Is­lam, die fried­li­che Re­li­gi­on”, und dass die­je­ni­gen, die ge­gen Is­la­mis­ten sind, nur is­la­mo­phob, frem­den­feind­lich und so wei­ter sei­en, sie igno­rie­ren das ei­gent­li­che Pro­blem und ver­gra­ben lie­ber den Kopf im Sand in ih­rer Vogel-​Strauss-​Politik, als der Sa­che ins Ge­sicht zu se­hen.
Ih­re Po­si­ti­on stammt wahr­schein­lich aus der nai­ven Vor­stel­lung, dass, wenn der rech­te Flü­gel et­was sagt, dann das Ge­gen­teil da­von wahr sein muss.

Und der rech­te Flü­gel, lei­der, ent­spre­chend ih­rer Grund­sät­ze und Zie­le, wä­re der ers­te, der er­war­tungs­ge­mäss ei­ne Be­dro­hung für die In­te­gri­tät ih­rer „ge­lieb­ten Na­ti­on” be­mer­ken müss­te, und so wür­den wir er­war­ten, dass der rech­te Flü­gel sei­ne Po­si­ti­on als ers­tes ein­nimmt, und dass die Lin­ke ein­fach dar­auf re­agiert. Was sie sich nicht be­wusst sind, ist, dass sie in ei­nem ge­wis­sen Sin­ne durch die Rech­te ma­ni­pu­liert wer­den und in die Fal­le tap­pen (ob das nun von An­fang an so ge­meint ist oder nicht), weil, je mehr die von Is­la­mis­ten ver­ur­sach­ten Pro­ble­me wach­sen, des­to mehr Men­schen wer­den im­mer we­ni­ger im­mun ge­gen den Dis­kurs des rech­ten Flü­gels.

Al­so soll­te sich die Lin­ke für ei­nen Mo­ment hin­set­zen und ei­ge­ne, un­ab­hän­gi­ge An­sich­ten de­fi­nie­ren auf­grund von ei­nem ra­tio­na­len Ver­ständ­nis der Si­tua­ti­on, und nicht nur emo­tio­nal und kin­disch als Re­ak­ti­on auf den Dis­kurs des rech­ten Flü­gels. Als ich zum ers­ten Mal in die Schweiz kam, ha­be ich ver­sucht, mit dem lin­ken Flü­gel zu ar­bei­ten, aber in ih­ren Au­gen war ich ein jun­ger Is­la­mo­pho­be, als ob mich zu ver­tei­di­gen ge­gen die­je­ni­gen, die uns tot se­hen wol­len, Is­la­mo­pho­bie ist?


Dies ist ei­ne Über­set­zung des Ar­ti­kels „Chil­dish Left and Is­la­mo­pho­bia” von Ka­cem El Ghazz­a­li auf atheistica.com.

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