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Re­so­lu­ti­on 1373 des UNO-​Sicherheitsrates (2001)

Bat-​Zion Susskind-​Sacks, 13. De­zem­ber 2015, Blogs der Times of Israel.

Es war erst ges­tern, als ich Frau Ca­ro­li­ne Glick sie er­wäh­nen hör­te, in der Europa-​Israel-​Diskussionsrunde wäh­rend der di­plo­ma­ti­schen Kon­fe­renz der Je­ru­sa­lem Post in Je­ru­sa­lem, dass ich auf ei­ne sol­che Re­so­lu­ti­on über­haupt auf­merk­sam wurde.

An­ders als Re­so­lu­tio­nen der UNO Voll­ver­samm­lung, die mehr als An­ge­le­gen­heit der po­li­ti­schen Zweck­mäs­sig­keit be­trach­tet wer­den, sind Si­cher­heits­rats­re­so­lu­tio­nen ei­ne ernst­haf­te Sa­che, Sa­chen, die zu Sank­tio­nen und so­gar mi­li­tä­ri­schen Re­ak­tio­nen füh­ren können.

Un­ter den Pa­ra­gra­phen der Re­so­lu­ti­on 1373 hat der UNO Si­cher­heits­rat „ent­schie­den, dass al­le Staa­ten die Fi­nan­zie­rung von Ter­ro­ris­mus vor­beu­gen und un­ter­bin­den, als auch die vor­sätz­li­che Be­reit­stel­lung oder Samm­lung von Geld­mit­teln für sol­che Ta­ten un­ter Stra­fe stel­len sol­len. Die Geld­mit­tel, fi­nan­zi­el­le Ak­ti­va und öko­no­mi­schen Res­sour­cen von je­nen, die ter­ro­ris­ti­sche Ak­te be­ge­hen oder zu be­ge­hen ver­su­chen, oder die die Be­ge­hung von ter­ro­ris­ti­schen Ak­ten er­leich­tern, und von Per­so­nen und En­ti­tä­ten, die im Na­men von Ter­ro­ris­ten han­deln, sol­len un­ver­züg­lich ein­ge­fro­ren werden.

Der Rat hat eben­falls ent­schie­den, dass Staa­ten ih­ren Bür­gern oder Per­so­nen oder En­ti­tä­ten auf ih­rem Ter­ri­to­ri­um ver­bie­ten sol­len, Geld­mit­tel, fi­nan­zi­el­le Ak­ti­va oder öko­no­mi­sche Res­sour­cen, ob fi­nan­zi­ell oder an­der­wei­ti­ge Diens­te Per­so­nen be­reit­zu­stel­len, die Ter­ror­ak­te be­ge­hen, zu be­ge­hen ver­su­chen, sie er­leich­tern, oder bei der Vor­be­rei­tung teil­neh­men. Aus­ser­dem sol­len Staa­ten da­von ab­se­hen, ir­gend­ei­ne Art von Un­ter­stüt­zung an En­ti­tä­ten oder Per­so­nen zu ge­ben, die in Ter­ror­ak­te ver­wi­ckelt sind; die not­wen­di­gen Schrit­te un­ter­neh­men, um die Vor­be­rei­tung von Ter­ror­hand­lun­gen zu ver­hin­dern; kein si­che­rer Ha­fen zu sein für je­ne, die Ter­ror­ak­te fi­nan­zie­ren, pla­nen, un­ter­stüt­zen, be­ge­hen und die sel­ber si­che­re Ha­fen zur Ver­fü­gung stellen.

http://www.un.org/press/en/2001/sc7158.doc.htm

War­um, dann, ist die­se Re­so­lu­ti­on, ein­stim­mig an­ge­nom­men, im­mer noch ei­nes der best­ge­hü­tets­ten Geheimnisse?

Weil, wenn sie kein Ge­heim­nis ist, wie kommt es dann, dass die Welt wei­ter­hin Mil­li­ar­den an Dol­lars an ter­ro­ris­ti­sche En­ti­tä­ten lei­tet wie bei­spiels­wei­se die Ha­mas? War­um um­armt die UNO wei­ter­hin Län­der wie Qa­tar, wie die Tür­kei, die ei­nen si­che­ren Ha­fen bie­ten für be­kann­te Ter­ro­ris­ten und Un­ter­stüt­zer­or­ga­ni­sa­tio­nen, die Ter­ro­ris­ten­grup­pen hel­fen? Und wie kommt es, dass nie­mand über das of­fen­sicht­li­che spricht, dass Land über Land sein bes­tes tut, sich nicht an die­ses bin­den­de in­ter­na­tio­na­le Ge­setz zu hal­ten, das sie so un­an­ge­nehm finden?

Man könn­te an­neh­men, dass der Feh­ler viel­leicht an der Spra­che, in der die Re­so­lu­ti­on ge­schrie­ben ist, liegt, die viel­leicht ei­ne Grund­la­ge für Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen oder Miss­ver­ständ­nis­se bie­tet, ob­wohl die Spra­che ziem­lich klar und um­fas­send ist, oder viel­leicht wä­re die Stimm­ent­hal­tung des ei­nen oder an­de­ren Si­cher­heits­rats­mit­glieds ei­ne Aus­re­de, doch es gab keine.

Es wird kla­rer und kla­rer, dass in der heu­ti­gen Welt die un­an­ge­neh­me Wahr­heit dik­tiert, dass ei­ne sol­che Re­so­lu­ti­on wei­ter­hin in der Schub­la­de ver­steckt ge­hal­ten wird, wo sie si­cher ge­la­gert war für die letz­ten 13 Jah­re. Sie zu ex­po­nie­ren, sie durch­zu­set­zen, un­ter­mi­niert mög­li­cher­wei­se den Sta­tus Quo ei­ner po­li­tisch kor­rek­ten Welt, die ge­lei­tet und ge­führt wird von ein paar furcht­sa­men, rück­grat­lo­sen Füh­rern, wie schreck­li­che Angst ha­ben, ge­nau je­nen En­ti­tä­ten die Fe­dern zu zau­sen, ge­gen die die­se Re­so­lu­ti­on so sorg­fäl­tig ent­wor­fen wor­den ist.

Es ist wohl die­sel­be Angst vor der un­be­que­me Wahr­heit, die die blin­de Welt da­zu ge­bracht hat, wie Frau Glick wei­ter in der De­bat­te sagt, „ima­gi­nä­re in­ter­na­tio­na­le Ge­set­ze” zu er­schaf­fen, die es „er­for­der­lich” ma­chen, jü­di­sche Pro­jek­te auf jü­di­schem Land in Ju­däa, Sa­ma­ria und Je­ru­sa­lem zu sanktionieren.

Ge­or­ge Or­well („1984”) wür­de la­chen, wenn er se­hen wür­de, wie sei­ne Ge­dan­ken im Ver­hal­ten der in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen wie­der­spie­gelt wer­den, die da­für er­schaf­fen wur­den, fried­li­che Lö­sun­gen für in­ter­na­tio­na­le Pro­ble­me zu fin­den, wie die­se sich da­für ent­schei­den, al­les um­zu­de­fi­nie­ren, um die Ty­ran­nen der Welt zu be­sänf­ti­gen, in­dem sie Ju­den, die in Frie­den le­ben und Hei­me bau­en wol­len, gleich­set­zen mit ter­ro­ris­ti­schen Mör­dern, die tau­sen­de Ra­ke­ten ab­schies­sen, um jü­di­sche Zi­vi­lis­ten um­zu­brin­gen – in Or­wells Wor­ten, die auf un­se­re heu­ti­ge Rea­li­tät an­wend­bar sind, „Krieg ist Frie­den”, „Frei­heit ist Skla­ve­rei”, und Ju­den, die ru­hig an ih­rer hei­ligs­ten Stät­te des Pla­ne­ten be­ten wol­len, sind „Ag­gres­so­ren”.

Das Di­lem­ma ist, war­um wen­den wir je­des Jahr Mil­lio­nen von Dol­lar auf für die Un­ter­stüt­zung ei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on, die Re­so­lu­tio­nen ver­ab­schie­det, aber sich nie die Zeit nimmt, sie um­zu­set­zen, die aber doch ima­gi­nä­re Ge­set­ze er­fin­det und Mil­lio­nen von Dol­lars da­für aus­gibt, sie umzusetzen?

Ich den­ke, ich ken­ne die Ant­wort. Ich glau­be, Sie, die Le­ser, ken­nen sie auch.

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