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Die Kri­ti­ker des Is­lam ha­ben Recht: Ei­ne Ent­schul­di­gung an Ay­a­an Hirsi Ali, Sam Har­ris, Bill Ma­her und an­de­re so ge­nann­te Is­la­mo­pho­be

Mi­ke Dob­bins , Gast­au­tor, christianpost.com

Der Krieg des radikalen Islam gegen Christen

Der Krieg des ra­di­ka­len Is­lam ge­gen Chris­ten

Jah­re­lang war ich ein Apo­lo­get des Is­lam, wie lei­der vie­le noch im­mer. Ich las nur Bü­cher und glaub­te nur je­nen, die den Is­lam in ei­nem fried­li­chen, glü­hen­des Licht mal­ten. Ich ent­schul­dig­te ra­di­ka­le Mus­li­me und leb­te in ei­ner Wel­le des Ab­strei­tens, dass re­li­giö­se Leh­ren im­mer noch, in der heu­ti­gen Zeit von Droh­nen und Klo­nen, ei­ne Per­son da­zu mo­ti­vie­ren kön­nen, Bö­ses zu be­ge­hen. Ich kri­ti­sier­te die zahl­rei­chen Athe­is­ten, dar­un­ter Ay­a­an Hirsi Ali, Sam Har­ris, Bill Ma­her, die vor den Ge­fah­ren warn­ten, die in­hä­rent in den is­la­mi­schen Leh­ren ste­cken, und ha­be sie leicht­fer­tig is­la­mo­phob ge­schimpft.

Heu­te schrei­be ich, um zu sa­gen, dass es mir leid tut, dass ich mich ent­schul­di­ge und um Ver­ge­bung bit­te. Ich ha­be blind­lings den Is­lam ver­tei­digt und nann­te euch is­la­mo­phob und be­fand mich in ei­nem tra­gi­schen Irr­tum.

Mein Stand­punkt be­gann sich als ers­tes zu ver­än­dern als ich letz­ten Mai ein In­ter­view von Sam Har­ris mit Ay­a­an Hirsi Ali las, in dem sie vom fal­schen Ge­brauch des Be­grif­fes Is­la­mo­pho­bie re­de­te. Die­ser Ar­ti­kel, zu­sam­men mit den Sa­men, die Athe­is­ten über die Jah­re ge­pflanzt hat­ten, die mich auf­for­der­ten, mehr nach­zu­for­schen, mo­ti­vier­ten mich, mehr in die Re­li­gi­on ein­zu­tau­chen. Ich las den Ko­ran, vie­le Ha­di­then, die Bio­gra­phie von Mo­ham­med, die Ge­schich­te des Ji­had und des is­la­mi­schen Ge­set­zes. Das ha­be ich ge­lernt:

Die Kri­ti­ker des Is­lam ha­ben recht. Der Is­lam ist in sich er­schre­ckend ge­walt­tä­tig, hass­erfüllt und un­ter­drü­cke­risch auf ei­ner Ska­la grös­ser als al­le an­de­ren gros­sen Re­li­gio­nen zu­sam­men. Zu sa­gen, dass ra­di­ka­le Is­la­mis­ten mo­ti­viert sind, Gräu­el­ta­ten zu be­ge­hen und Un­ter­drü­ckung zu um­ar­men aus re­li­giö­ser Leh­re ist die Un­ter­trei­bung des Jahr­hun­derts.

Wie die meis­ten Ver­tei­di­ger des Is­lam, war ich igno­rant, na­iv, und in Ab­leh­nung ver­haf­tet. Ich nahm fälsch­li­cher­wei­se an, dass al­le hei­li­gen Bü­cher ge­nü­gend gu­te Bot­schaf­ten  ha­ben, um die schlech­ten zu kom­pen­sie­ren. Ich nahm fälsch­li­cher­wei­se an, dass Mo­ham­med, wie Je­sus, Frie­den, Lie­be und Ge­walt­lo­sig­keit pro­pa­giert. Ich nahm fälsch­li­cher­wei­se an, dass Kri­tik am Is­lam gleich Kri­tik an al­len Mus­li­men ist.

Wäh­rend ich mich bei je­nen ent­schul­di­ge, die ich fälsch­li­cher­wei­se als is­la­mo­phob be­zeich­net ha­be, so gilt mei­ne gröss­te Ent­schul­di­gung den Mus­li­men. Mus­li­me ha­ben un­nö­tig ge­lit­ten un­ter un­ter­drü­cke­ri­scher is­la­mi­scher re­li­giö­ser und po­li­ti­scher Dok­trin wäh­rend tau­sen­de un­in­for­mier­te Ver­un­glimp­fer wie ich selbst sich dar­auf stürz­ten, die Kri­ti­ker des Is­lam zu ver­ur­tei­len und zum Schwei­gen zu brin­gen. In­dem sie die is­la­mi­sche Ver­bin­dung zu ra­di­ka­ler Ge­walt und Hass nicht an­er­kann­ten, ha­ben Ver­leum­der un­wis­sent­lich zu­ge­las­sen, dass sie sich aus­brei­ten. Die Ver­leum­der , Leug­ner und Nai­ven ha­ben, un­wis­send, den mo­de­ra­ten Mus­li­men und ei­nem re­for­mier­ten, fried­li­chen Is­lam den Rü­cken ge­kehrt.

Wir, die wir sorg­los mit dem Eti­kett Is­la­mo­pho­bie um uns war­fen, ein­schliess­lich Glen Green­wald, Re­za As­lan, und Ka­ren Arm­strong, soll­ten un­se­re Köp­fe beu­gen in Scham und Schuld. Nur we­ni­ge Din­ge sind mo­ra­lisch so ver­werf­lich, wie je­man­den an­zu­grei­fen, der den Is­lam kri­ti­siert (Ay­a­an Hirsi Ali), statt die is­la­mi­schen Apostasie- und Blas­phe­mie­ge­set­ze an­zu­grei­fen, die Mus­li­me leh­ren, dass sie sie tö­ten sol­len. Wir müs­sen jetzt mit dem Wis­sen le­ben, dass wir un­se­re Prin­zi­pi­en ver­las­sen und ver­ra­ten ha­ben. Ob­wohl wir uns den Man­tel der Men­schen­rech­te, Re­de­frei­heit und Gleich­heit um­hän­gen, fehlt uns der Mut un­se­rer Über­zeu­gun­gen, wenn sie je­man­den be­lei­di­gen. Wir sor­gen da­für, dass der fei­ge Lö­we wie Chur­chill aus­sieht.

In der Rea­li­tät sind die­je­ni­gen, die den Is­lam kri­ti­sie­ren, be­son­ders re­for­me­ri­sche Mus­li­me, die Mu­tigs­ten der Mu­ti­gen. Sie be­ge­ben sich tat­säch­lich in Le­bens­ge­fahr durch den ein­fa­chen Akt der Kri­tik am Ko­ran, Mo­ham­med und der Scha­ria.

Es sind die Kri­ti­ker des Is­lam, die stand­haft für Gleich­heit und Men­schen­rech­te auch für Mus­li­me ein­tre­ten, wäh­rend wir Apo­lo­ge­ten in Ver­nei­nung wa­ten.

Wäh­rend wir Ver­leum­der be­ses­sen da­von wa­ren, den Is­lam vor Kri­tik zu schüt­zen, sind so ge­nann­te Is­la­mo­pho­be mu­tig auf­ge­stan­den ge­gen die un­ter­drü­cke­ri­sche is­la­mi­sche Leh­re und ih­re Prak­ti­ken. Wäh­rend wir Ver­leum­der un­wis­sent­lich die Öf­fent­lich­keit fehl­in­for­mier­ten und uns sel­ber täusch­ten, in­dem wir die Ver­bin­dung zwi­schen is­la­mi­schen re­li­giö­sen Leh­ren und is­la­mi­schem Hass und Ge­walt nicht her­stell­ten, ha­ben so ge­nann­te Is­la­mo­pho­be die Punk­te mit­ein­an­der ver­bun­den und nach Lö­sun­gen ge­sucht. Wäh­rend wir Ver­leum­der da­mit be­schäf­tigt wa­ren, Kri­ti­ker als Fa­na­ti­ker und Ras­sis­ten zu de­nun­zie­ren, wa­ren so ge­nann­te Is­la­mo­pho­be da­mit be­schäf­tigt, die Frei­heit von Frau­en, Schwu­len und Min­der­hei­ten zu ver­tei­di­gen, ha­ben Re­de­frei­heit und Re­li­gi­on ge­schützt, und stan­den für ein En­de der grau­sa­men und un­üb­li­chen Stra­fen ein.

Je­den Kri­ti­ker des Is­lam als Is­la­mo­phob hin­zu­stel­len, hat die Glaub­wür­dig­keit der Ver­leum­der ernst­haft be­schä­digt. In­dem wir va­li­de Kri­tik am Is­lam in die­sel­be Schub­la­de ein­sor­tier­ten wie Fröm­me­lei, ha­ben wir die Be­deu­tung der Is­la­mo­pho­bie ver­wäs­sert und er­schei­nen als grau­sam und re­pres­siv ge­gen­über der Re­de­frei­heit.

Den Ko­ran und Mo­ham­med zu kri­ti­sie­ren be­deu­tet nicht, die mus­li­mi­sche Min­der­heit zu kri­ti­sie­ren oder zu ste­reo­ty­pi­sie­ren, so we­nig wie Das Buch Mor­mon und Jo­seph Smith zu kri­ti­sie­ren das­sel­be ist, wie die mor­mo­ni­sche Min­der­heit zu ste­reo­ty­pi­sie­ren. Wenn Leu­te das hei­li­ge Buch der Mor­mo­nen oder ih­ren Pro­phe­ten zu recht kri­ti­sie­ren, dann gibt es kei­nen Ver­such, den Mor­mo­nis­mus vor Kri­tik zu schüt­zen, oder de­ren Kri­ti­ker als Mor­mo­no­pho­be zu ver­un­glimp­fen.

Kei­ne Re­li­gi­on, kein Buch, kein Pro­phet, kein Ge­setz oder Gott, wie hei­lig sie auch im­mer für ih­re Jün­ger sind, dür­fen von Kri­tik aus­ge­nom­men wer­den. Kein re­li­giö­ser Glau­be oder Dok­trin be­kommt ei­ne Vor­zugs­be­hand­lung in der frei­en Ge­sell­schaft. Ent­we­der sind al­le Re­li­gio­nen, Bü­cher und Pro­phe­ten of­fen für Kri­tik, oder kei­ne. Ent­we­der le­ben wir in ei­ner frei­en Ge­sell­schaft oder in ei­ner ty­ran­ni­schen.

Der Is­lam ist ei­ne men­schen­ge­mach­te Re­li­gi­on (mit Be­to­nung auf dem männ­li­chen Teil), und wie al­le men­schen­ge­mach­te Re­li­gio­nen hat sie ernst­haf­te mo­ra­li­sche Schwach­stel­len und er­for­dert ri­go­ro­se Kri­tik. Statt Selbst­zen­sur und Be­fol­gung der is­la­mi­schen Blas­phe­mie­ge­set­ze soll­ten wir die Wich­tig­keit von Re­de­frei­heit ver­tei­di­gen und den Is­lam da­zu er­mu­ti­gen, sich zu rei­ni­gen von sei­nen Blas­phe­mie­ge­set­zen und die Vor­tei­le, die die Re­de­frei­heit dem Is­lam brin­gen kann, vor­füh­ren.

Nun müs­sen wir Ver­leum­der die ver­lo­re­ne Zeit und die ver­lo­re­nen Chan­cen auf­ho­len. Wir müs­sen un­se­re Kräf­te ver­dop­peln, mit de­nen wir die is­la­mi­schen Prak­ti­ken, Dok­tri­nen und Ré­gime kri­ti­sie­ren und Re­for­men ver­lan­gen. Wir müs­sen Mus­li­me will­kom­men heis­sen, die wirk­lich mo­de­rat sind, die die Män­gel des Is­lam an­er­ken­nen, und die für Ko­exis­tenz, Frie­den, Gleich­heit, Men­schen­rech­te, Mei­nungs­frei­heit und Re­li­gi­ons­frei­heit ein­tre­ten. Al­le nicht-​Muslime kön­nen Mus­li­me am bes­ten un­ter­stüt­zen, in­dem sie das­sel­be tun.

Aber auf kei­nen Fall neh­men Sie ein­fach mein Wort da­für. Sie schul­den es sich selbst, Ih­re ei­ge­nen Nach­for­schun­gen an­zu­stel­len und zu se­hen, ob sie eben­falls ei­ne Ver­bin­dung zwi­schen der is­la­mi­schen Leh­re und der is­la­mi­schen Ge­walt und dem Hass her­stel­len kön­nen. Ich for­de­re al­le auf, vor al­lem Ver­leum­der, den Ko­ran, Bio­gra­phi­en von Mo­ham­med, die Ge­schich­te des Ji­had, und die po­li­ti­sche Ideo­lo­gie des Is­lam zu le­sen.

Viel­leicht be­mer­ken auch Sie das wie­der­keh­ren­de The­ma des Has­ses ge­gen Un­gläu­bi­ge und die Wüs­te in der Ab­senz von lie­ben­den und ein­schlies­sen­den Pas­sa­gen, die die nie­der­träch­ti­gen und ge­walt­tä­ti­gen kom­pen­sie­ren könn­ten.

Viel­leicht be­mer­ken auch Sie, wie das ge­walt­tä­ti­ge Le­ben des Mo­ham­med das Le­ben von Mit­glie­dern des is­la­mi­schen Staa­tes wie­der­spie­gelt, und dass es ge­fähr­lich wä­re für je­den Men­schen, in Mo­ham­meds Fuss­spu­ren zu tre­ten.

Viel­leicht be­mer­ken auch Sie, dass es kei­ne Tren­nung zwi­schen Kir­che und Staat gibt im Is­lam, und dass is­la­mi­sche Re­gie­run­gen das is­la­mi­sche Recht über das sä­ku­la­re Recht stel­len.

Es wä­re ei­ne Sa­che, wenn die is­la­mi­sche Dok­trin sa­gen wür­de, Mus­li­me soll­ten nicht-​Muslime lie­ben und auch ih­re Fein­de lie­ben. Es wä­re ei­ne Sa­che, wenn der Pro­phet Mo­ham­med Ge­walt­lo­sig­keit pre­di­gen wür­de. Es wä­re ei­ne Sa­che, wenn das is­la­mi­sche Ge­setz Gleich­wer­tig­keit für Frau­en, Min­der­hei­ten, Mei­nungs­frei­heit un­ter­stüt­zen und Men­schen­rech­te wert­schät­zen wür­de. Es wä­re ei­ne Sa­che, wenn der Ko­ran die gol­de­ne Re­gel leh­ren wür­de.

Es ist weil sie das ge­naue Ge­gen­teil tun, wes­we­gen ich heu­te spre­che.

1 Kommentar

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  1. Irene Reindl

    So, und jetzt sind Sie auch ein Is­la­mo­pho­ber. 😉
    Wo­bei der Be­griff an sich ja schon völ­li­ger Un­sinn ist. Ei­ne Pho­bie ist ei­ne un­be­grün­de­te, krank­haf­te Angst und ich bin si­cher, dass je­der, der den Is­lam kri­ti­siert, die­se Kri­tik sehr gut be­grün­den kann, vor al­lem ist Kri­tik nicht gleich­be­deu­tend mit Angst. Ge­nau­ge­nom­men wer­den Is­lam­kri­ti­ker durch die Ver­un­glimp­fung mit dem Be­griff „is­la­mo­phob” als geis­tes­krank hin­ge­stellt.

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