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Frie­den für Pa­läs­ti­na, oder wie ver­han­delt man mit „Taqiya”?

Ya­kov M, 21. Mai 2015, My Dai­ly Kvetch

Der fran­zö­si­sche Aus­sen­mi­nis­ter Lau­rent Fa­bi­us drängt vor­an mit Frank­reichs Nahost-​Friedensinitiative. Der fran­zö­si­sche Plan ver­langt die Bil­dung ei­nes pa­läs­ti­nen­si­schen Staa­tes in den vor-1967-„Linien”, mit Land­tausch von ge­gen­sei­tig ver­ein­bar­ten Land­stü­cken ähn­li­cher Grös­se, un­ter Be­rück­sich­ti­gung der is­rae­li­schen Si­cher­heits­be­dürf­nis­se. Die Fran­zo­sen su­chen, ei­ne „ge­rech­te, lang­fris­ti­ge und glo­ba­le Lö­sung” für den Kon­flikt zu er­rei­chen. Zu­oberst al­ler­dings gibt die im­pli­zi­te Dro­hung, dass„Wenn ei­ne Zwei­staa­ten­lö­sung nicht bis zum En­de von 18 Mo­na­ten von Ver­hand­lun­gen er­reicht ist, dann wird Frank­reich ver­kün­den, dass es den Staat Pa­läs­ti­na of­fi­zi­ell an­er­kennt.

Nun lasst uns zu­rück­schau­en auf zwei vor­an­ge­gan­ge­ne „Mei­len­stei­ne” in der trau­ri­gen Ge­schich­te der Ver­su­che, mit den Fa­lesti­nen­sern Frie­den zu er­rei­chen. Wäh­rend wir das tun, wol­len wir die schreck­li­che Nai­vi­tät der Füh­rer der west­li­chen Welt von da­mals und be­son­ders  von Heu­te im Um­gang mit dem „Ori­ent” aus­zu­lo­ten ver­su­chen.

Ich will mit dem Vers des Ko­rans be­gin­nen, der sich mit dem Be­griff „Wahr­heit” aus­ein­an­der setzt.

„O die ihr glau­bet! Wenn ein schlech­ter Mensch zu euch kommt mit jeg­li­cher Nach­richt, er­mit­telt die Wahr­heit, da­mit ihr nicht un­be­wusst den Men­schen scha­det und spä­ter vol­ler Reue seid für das, was ihr ge­tan habt. (Ko­ran, Su­re 49: 6)”

Jetzt zur Fra­ge; „War­um hat der Füh­rer der PLO, bes­ser be­kannt als FLNO (Falestinensische-​Verlierer-​der-​Nakbah-​Organization), Jas­sir Ara­fat, plötz­lich 1988 ent­schie­den, dass Is­ra­el ein Exis­tenz­recht hat?”

Wel­ches war die ech­te Wahr­heit?

Die plötz­li­che An­er­ken­nung von Is­ra­el durch Ara­fat 1988 war ein per­fek­tes Bei­spiel für die is­la­mi­sche Me­tho­de der Täu­schung. West­ler, die die is­la­mi­sche Täu­schung ver­ste­hen, be­zie­hen sich auf „Taqiya” oft als die Tak­tik des Lü­gens, um den Glau­ben zu be­wah­ren. Apo­lo­ge­ten der sun­ni­ti­schen Mus­li­me ent­geg­nen, dass „Taqiya” ei­ne shii­ti­sche Dok­trin sei, „Taqiya”  (تقیة taqiyyah/​taqīyah) sei ei­ne Form re­li­giö­ser Lü­ge. Wäh­rend Shii­ten als Volks­ver­het­zer be­schul­digt wer­den, die “mut’a” (Ehe zum Ver­gnü­gen) sank­tio­nie­ren, was nichts an­de­res als Pro­sti­tu­ti­on ist. Ein ähn­li­ches Kon­zept im sun­ni­ti­schen Is­lam heisst dort id­ti­rar (إضطرار) „Nö­ti­gung”. Ein ver­gleich­ba­res Kon­zept ist als kit­man „Ver­heim­li­chung; Ver­stel­lung durch Un­ter­las­sung” be­kannt. Eben­falls ver­wandt ist das Kon­zept der „ḥiy­al”, le­ga­lis­ti­schen Täu­schung, die nicht not­wen­di­ger­wei­se in re­li­giö­sem Kon­text prak­ti­ziert wird, son­dern um po­li­ti­sche oder le­ga­lis­ti­sche Vor­tei­le zu ge­win­nen.

Wir kön­nen in heu­ti­gen Pres­se­ver­laut­ba­run­gen durch eu­ro­päi­sche Re­gie­run­gen deut­lich er­ken­nen, dass Ara­fat über­ra­gen­den Er­folg hat­te mit „Taqiya”, wie in sei­nem „Plan zur Ne­gie­rung Is­ra­els” dar­ge­legt, wo er die ech­te Wahr­heit aus­drück­te von sei­nen In­ten­tio­nen und der­je­ni­gen der Fa­lesti­nen­ser in sei­ner Re­de an die UNO-​Generalversammlung am 13. No­vem­ber 1974.

Nach Ara­fats er­folg­rei­cher UNO-​Rede for­mu­lier­te der Aus­sen­mi­nis­ter Hen­ry Kis­sin­ger 1975 die ur­sprüng­li­che Po­li­tik der US-​Regierung ge­gen­über der PLO, die dar­in be­stand, Ver­hand­lun­gen mit der PLO ab­zu­leh­nen, bis sie be­stimm­te Be­din­gun­gen er­fül­len wür­de. Die­se Be­din­gun­gen für US-​Kontakt mit den Fa­lesti­nen­sern wur­den von Kis­sin­ger in ei­nem US-​Israelischen Me­mo­ran­dum 1975 ge­setzt. Kis­sin­ger ver­sprach, dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten:

„die PLO nicht an­er­ken­nen oder mit ihr ver­han­deln wer­den, so­lan­ge die PLO das Exis­tenz­recht Is­ra­els nicht an­er­kennt und die Si­cher­heits­rats­re­so­lu­tio­nen 242 und 338 nicht an­nimmt.”

Die­ses Me­mo­ran­dum von 1975 – und spä­ter die Über­ein­kunft von Camp Da­vid – kon­di­tio­nier­ten die Teil­nah­me je­des Teil­neh­mers an ei­ner künf­ti­gen Frie­dens­kon­fe­renz auf „die Zu­stim­mung al­ler an­fäng­li­chen Teil­neh­mer.” Die­se Ak­ti­on wur­de durch­ge­führt, da­mit Is­ra­el ge­gen die Prä­senz der PLO ein Ve­to ein­le­gen konn­te. In spä­te­ren Jah­ren be­kräf­tig­ten US-​Präsidenten die­se Ver­pflich­tung re­gel­mäs­sig. Im Jahr 1985 ver­ab­schie­de­te der Kon­gress, und Prä­si­dent Rea­gan un­ter­zeich­ne­te, ein Ge­setz zur Ko­di­fi­zie­rung der­sel­ben und füg­te hin­zu, dass die Fa­lesti­nen­ser auf den Ein­satz von Ter­ro­ris­mus ver­zich­ten müss­ten, be­vor die Ver­ei­nig­ten Staa­ten sie an­er­kennt oder mit [ih­nen] ver­han­delt. Et­was, was Aus­sen­mi­nis­ter John Ker­ry und die Obama-​Administration ganz be­quem über­se­hen ha­ben.

Die Füh­rer der west­li­chen Re­gie­run­gen be­trach­te­ten die­se Vor­aus­set­zun­gen als ein Mit­tel, um ei­ne ra­di­ka­le, ter­ro­ris­ti­sche Or­ga­ni­sa­ti­on aus al­len Ver­hand­lun­gen aus­zu­schlies­sen und die USA als He­bel zu nut­zen, um das fa­lesti­nen­si­sche Volk in Rich­tung Mo­de­ra­ti­on zu zwin­gen. Ihr Ziel war es, dass die fa­lesti­nen­si­sche Füh­rung zeigt, dass sie wirk­lich ih­re Po­si­ti­on ver­än­dert, um da­mit mög­lich zu ma­chen, sie in künf­ti­ge Ge­sprä­che für ei­ne er­folg­rei­che und sta­bi­le Bei­le­gung mit ein­zu­be­zie­hen. Doch Ara­fat und die fa­lesti­nen­si­sche Füh­rung hat­te wie üb­lich kein In­ter­es­se an der Ver­än­de­rung ih­rer pri­mä­ren Ar­beits­wei­se, da sie wei­ter­hin hef­ti­ge bar­ba­ri­sche, kalt­blü­ti­ge Er­mor­dung von Zi­vi­lis­ten ein­setz­te, was der Grund­stein fa­lesti­nen­si­schen Ter­ro­ris­mus ist.

In den spä­ten 1980er Jah­ren, nach de­ren schmäh­li­cher Nie­der­la­ge und Rück­zug aus dem Li­ba­non, fan­den sich die Fa­lesti­nen­ser an den Rand ge­drängt und ge­zwun­gen, aus Tu­ne­si­en her­aus zu ope­rie­ren, weit von den Gren­zen Is­ra­els ent­fernt. Dann be­gann der Auf­stand „Ers­te In­ti­fa­da” am 9. De­zem­ber 1987 im Flücht­lings­la­ger Ja­ba­lia ge­gen die is­rae­li­sche „Be­sat­zung der pa­läs­ti­nen­si­schen Ge­bie­te”. Die „Ers­te In­ti­fa­da” er­wisch­te Ara­fat und die pa­läs­ti­nen­si­sche Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on (PLO) völ­lig über­ra­schend auf dem lin­ken Fuss. Die Füh­rung der pa­läs­ti­nen­si­schen Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on im Aus­land konn­te die Er­eig­nis­se nur in­di­rekt be­ein­flus­sen. Der Auf­stand wur­de über­wie­gend von Ge­mein­de­rä­ten ge­führt; Han­an Ashra­wi, Fai­sal Huss­ei­ni und Hai­dar Abdel-​Shafithe. Die ver­ei­nig­te na­tio­nal Füh­rung des Auf­stands (UNLU) um­fass­te vie­le füh­ren­de pa­läs­ti­nen­si­sche Frak­tio­nen ein­schliess­lich der Ri­va­len der PLO, die is­la­mi­schen Or­ga­ni­sa­tio­nen Ha­mas und Is­la­mi­scher Ji­had.

Sa­ri Nussei­beh er­fasst die Ge­burt des UNLU in ei­nem Ar­ti­kel 1989: -

„Zwei Wo­chen lang wü­te­te das Feu­er [der Re­vol­te] in fast un­er­gründ­li­chen Pro­por­tio­nen. Auch die lo­ka­len Ba­sis­ko­mi­tees, Ak­ti­vis­ten und Füh­rer wur­den über­rum­pelt … Die ers­ten Un­ter­grund­bro­schü­ren der In­ti­fa­da mach­ten ei­nen schüch­ter­nen Auf­tritt … Die Com­mu­ni­qués No. 2 der In­ti­fa­da er­schie­nen. Ge­rüch­ten zu­fol­ge war es in die­sem Sta­di­um, durch Kon­sul­ta­tio­nen mit, und mit der Hil­fe und dem Se­gen von Abu Ji­had [Fa­tah Stell­ver­tre­ter Kha­lil Wa­zir], dass die ver­ei­nig­te Füh­rung kon­zi­piert und er­stellt wur­de … Com­mu­ni­qués No. 3 mit der Ver­an­ke­rung der Ge­burt der ver­ei­nig­ten Füh­rung er­schie­nen. Die Flug­blät­ter des Auf­stan­des nah­men plötz­lich ein be­son­de­res For­mat an, das bis heu­te fort­be­steht. „Frie­dens­ver­hand­lun­gen wa­ren in der Luft, aber die Teil­nah­me Ara­fats und der FLNO er­for­der­te, dass sie die Vor­aus­set­zun­gen der Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu er­fül­len hat­ten.”

Wäh­rend der Shultz-​Friedensplan-​Initiative An­fang 1988 wa­ren die USA stand­haft bei der Blo­ckie­rung der fa­lesti­nen­si­schen Teil­nah­me bis die Mi­ni­mal­be­din­gun­gen er­füllt wä­ren. Es be­stand die Ge­fahr für die PLO, dass Jor­da­ni­en die Fa­lesti­nen­ser bei den vor­ge­schla­ge­nen Ge­sprä­chen an­füh­ren wür­de. Ara­fat wirk­te an zwei Fron­ten: er sorg­te da­für, dass kei­ne Fa­lesti­nen­ser an den Shultz-​Gesprächen teil­neh­men, und er be­gann ei­nen Pro­zess, der die Be­din­gun­gen der USA er­fül­len wür­de. Bis En­de 1988 nahm Jas­sir Ara­fat an, dass im Na­hen Os­ten oh­ne die USA nichts pas­sie­ren wür­de, und, et­was über­trie­ben, glaub­te er, dass die USA Is­ra­el zu ei­nem Ver­trag drän­gen könn­ten, den sie sonst nicht ak­zep­tie­ren wür­den.

Jas­sir Ara­fat und die fa­lesti­nen­si­sche Füh­rung stürz­te sich dar­auf, ge­hei­me Ka­nä­le und Zwi­schen­händ­ler für den Kon­takt mit der Füh­rung der USA auf­zu­bau­en. Mü­de von den stän­di­gen Strei­te­rei­en mit den Fa­lesti­nen­sern, die un­ter sei­nes Gross­va­ters Kö­nig Ab­dul­lah ge­schei­ter­tem Ver­such, das Ge­biet zu an­nek­tie­ren be­gon­nen hat­ten, und um Ver­such der An­er­ken­nung von 1948 bis 1967, be­schloss Kö­nig Hus­sein von Jor­da­ni­en sei­ne Hän­de von der „West­bank rein­zu­wa­schen”. Da­her ver­kün­de­te er im Jahr 1988 die ad­mi­nis­tra­ti­ve und recht­li­che Tren­nung der West­bank von Jor­da­ni­en, wo­durch ein ernst­haf­tes recht­li­ches Va­ku­um ent­stand für die Fa­lesti­nen­ser be­züg­lich des Ei­gen­tums am Man­dats­ge­biet, das von den Ju­den als Ju­däa und Sa­ma­ria be­an­sprucht wur­de.

Die Re­ak­tio­nen der is­rae­li­schen Re­gie­run­gen auf die fa­lesti­nen­si­sche Wei­ge­rung, ei­nen Frie­den zu ver­han­deln, führ­te zu ver­stärk­tem is­rae­li­schem Bau von Wohn­sied­lun­gen, die von de­nen, die nichts vom wah­ren Zu­stand der Ge­gend ver­ste­hen, „Sied­lun­gen” ge­nannt wer­den. Das Ge­biet von Ju­däa und Sa­ma­ria, die „West­bank”, wur­de von Jor­da­ni­en 1947 il­le­gal er­obert und an­nek­tiert. Und nach Völ­ker­recht, da es er­obert und von 1947 bis 1967 von Jor­da­ni­en be­setzt ge­hal­ten wur­de, war es ter­ra nul­li­us oder „Land, das nie­man­dem ge­hört”. Da­her hat­ten die „Pa­läs­ti­nen­ser” nie die Sou­ve­rä­ni­tät über die „West­bank” oder Ost-​Jerusalem. Was eben­falls ver­nach­läs­sigt wird, ist, dass die Re­gi­on als ce­s­tui sue trust für die jü­di­sche Heim­stät­te im April 1922 im Ver­trag von Sèv­res (Ab­schnitt VII, Art 94 – 97) von 52 Län­dern an der San Re­mo Kon­fe­renz an­er­kannt wor­den war, wel­cher das Palästina-​Mandat an Gross­bri­tan­ni­en über­gab. Der Völ­ker­bund er­teil­te Gross­bri­tan­ni­en das Man­dat of­fi­zi­ell am 24. Ju­li 1922. Jü­di­sche Ge­mein­den, die in der West­bank und im Ga­za­strei­fen vor 1919 exis­tier­ten, wur­den als le­gi­tim an­er­kannt ge­mäss der Re­so­lu­ti­on des Völ­ker­bunds für die Er­rich­tung des Man­dats für Pa­läs­ti­na. An­ge­sichts des Rück­zugs von Jor­da­ni­en im Jahr 1988 hat sich die jü­di­sche „Siedler”-Bevölkerung in der West­bank fast al­lein von 35’000 im Jahr 1984 auf 64’000 im Jahr 1988 ver­dop­pelt und er­reich­te 130.000 in der Mit­te der neun­zi­ger Jah­re. Ein frü­he­rer is­rae­li­scher Mi­nis­ter für Wirt­schaft und Fi­nan­zen, Gad Ya’acobi, hat ein­mal fest­ge­stellt, dass „ein schlei­chen­der Pro­zess der De-​facto-​Annexion” zur wach­sen­den Mi­li­tanz in der pa­läs­ti­nen­si­schen Ge­sell­schaft bei­trug.

Die ge­hei­men Ka­nä­le wur­den nun von gros­ser Be­deu­tung für die zu­künf­ti­gen For­de­run­gen der Fa­lesti­nen­ser auf ih­ren Teil der „Man­dats­ge­bie­te” über die Grü­ne Li­nie des Rhodes-​Waffenstillstands 1949 und den Waf­fen­still­stands­li­ni­en vom Ju­ni 1967 hin­aus. Die­se di­plo­ma­ti­schen Li­ni­en wur­den ver­wen­det, um ak­zep­ta­ble Spra­che de­fi­nie­ren, die die PLO ver­wen­den konn­te, um die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu­frie­den zu stel­len. Ara­fats nächs­ter Ver­such, öf­fent­lich die Be­din­gun­gen der USA zu er­fül­len, war in der Er­klä­rung von Al­gier des pa­läs­ti­nen­si­schen Na­tio­nal­rats im No­vem­ber 1988, ein Do­ku­ment auf der Grund­la­ge der Po­li­tik­än­de­run­gen in der Kai­ro­er Er­klä­rung vom 7. No­vem­ber 1985. Nach dem Stu­di­um der Er­klä­rung von Al­gier fol­ger­te die US-​Regierung, dass sie die Er­for­der­nis­se ver­fehl­te, da das Do­ku­ment nicht aus­drück­lich Is­ra­els Exis­tenz­recht an­er­kennt und auch nicht ein­deu­tig war be­züg­lich der An­nah­me der bei­den UNO-​Resolutionen und des Ter­ro­ris­mus. Am 26. No­vem­ber 1988 lehn­te Shultz Ara­fats An­trag auf ein Vi­sum ab, um sich an die UNO in New York zu wen­den, we­gen des fort­ge­setz­ten En­ga­ge­ments der PLO in Ter­ro­ris­mus ge­gen Ame­ri­ka­ner.

Die Ge­sprä­che gin­gen über die ge­hei­men Ka­nä­le wei­ter wäh­rend die­sem No­vem­ber 1988. Ei­ne Bot­schaft mit ei­nem prä­si­den­ti­el­len Ver­spre­chen, ei­nen Dia­log zu star­ten, soll­te die PLO die Vor­aus­set­zun­gen von 1975 er­fül­len, wur­de vom Na­tio­na­len Si­cher­heits­be­ra­ter Co­lin Powell in Stock­holm durch ei­ne Pri­vat­per­son bei ei­nem Tref­fen mit PLO Be­am­ten über­mit­telt. Bei ei­nem dor­ti­gen Tref­fen mit amerikanisch-​jüdischen Ak­ti­vis­ten, deu­te­te Ara­fat die Be­reit­schaft an, die­se Norm zu er­fül­len.
An­fang De­zem­ber äus­ser­te Staats­se­kre­tär Ge­or­ge P. Shultz in New York, beim Be­such von Mi­chail S. Gor­bat­schow, die ame­ri­ka­ni­sche Un­zu­frie­den­heit aus und sag­te, dass die Stock­hol­mer Er­klä­rung nicht aus­rei­chend war, sag­te aber er­neut, es gä­be ei­nen un­mit­tel­ba­ren Dia­log, wenn Ara­fat es tä­te…

„Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, sag­te er, hat­ten „vor lan­ger Zeit be­stimm­te Din­ge de­fi­niert, von de­nen wir sag­ten, dass sie von der PLO ge­sagt wer­den müs­sen.” Er ha­be nur ei­nen kur­zen Be­richt über die Ta­gung in Stock­holm vor­lie­gen, sag­te er, aber „so weit mir be­rich­tet wur­de, ha­ben sie die­se Be­din­gun­gen nicht er­füllt.

Auf der Ta­gung in Al­gier woll­te Ara­fat nicht sa­gen, ob die Er­klä­rung des pa­läs­ti­nen­si­schen Ra­tes die An­er­ken­nung Is­ra­els dar­stel­le oder nicht. Ara­fat sag­te: „Sei­ne Be­deu­tung ist, dass es ei­ne ge­naue Le­sung und In­ter­pre­ta­ti­on der Er­klä­rung des Fa­lesti­nen­si­schen Na­tio­nal­rats in Al­gier ist,” er­klär­te, dass sie „klar und ein­deu­tig” sei, ob­wohl ei­ni­ge fa­lesti­nen­si­sche Hard­li­ner sag­ten, dass sie das nicht sei. Es gab kei­ne öf­fent­li­che Er­klä­rung, war­um Ara­fat be­reit war, in Stock­holm zu sa­gen, was er in Al­gier zu sa­gen ab­ge­lehnt hat­te. Es gab auch kei­nen Hin­weis dar­auf, wie sei­ne Stock­hol­mer Be­mer­kun­gen in den ara­bi­schen Län­dern auf­ge­nom­men wer­den wür­den.

Als Aus­sen­mi­nis­ter Shultz sich wei­ger­te, Jas­sir Ara­fat ein Ein­rei­se­vi­sum für die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu er­tei­len, mit der Be­grün­dung, als Vor­sit­zen­der der PLO sei er ein För­de­rer des Ter­ro­ris­mus, stimm­te die UNO-​Generalversammlung da­für, sich in Genf, Schweiz, zu tref­fen. Ara­fat sag­te heim­lich den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu, dass er die Be­din­gun­gen in sei­ner Re­de vom 13. De­zem­ber 1988 er­fül­len wür­de. Wie üb­lich brach Ara­fat die­ses Ver­spre­chen und die USA fan­den sei­ne Er­klä­rung un­be­frie­di­gend. Ara­fat ging auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz am nächs­ten Tag wei­ter, um die Ge­le­gen­heit nicht zu ver­pas­sen, und sag­te: „Un­ser Wunsch nach Frie­den ist stra­te­gisch und kei­ne vor­über­ge­hen­de Tak­tik.” Er ging dann ei­ne Check­lis­te durch mit je­nen Punk­ten, auf die sich die fa­lesti­nen­si­sche Füh­rung ge­ei­nigt hat­te:

  • Die PLO ak­zep­tiert die UNO-​Resolution 242
  • Die PLO ver­sprach An­er­ken­nung von Is­ra­el
  • Die PLO ent­sag­te dem Ter­ro­ris­mus

Ara­fat schloss:

“Wir wol­len Frie­den … wir sind dem Frie­den ver­pflich­tet, und wir wol­len in un­se­rem pa­läs­ti­nen­si­schen Staat le­ben und an­de­re le­ben las­sen.”

Ara­fat sag­te dies, weil es die Re­gie­rung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten da­von über­zeu­gen muss­te, dass sie wirk­lich ei­nem Kurs der Mäs­si­gung ein­ge­schla­gen hat­ten, und Ver­hand­lun­gen vor­zie­hen ge­gen­über Ge­walt­ta­ten, um zu al­len be­deu­ten­den Frie­dens­ge­sprä­chen ein­ge­la­den zu wer­den.

Nach Ara­fats Lü­ge über öf­fent­li­che Ver­spre­chen ei­ner Än­de­rung der Po­li­tik der PLO, gab Aus­sen­mi­nis­ter Ge­or­ge Shultz rasch be­kannt, dass die Be­din­gun­gen der USA da­mit er­füllt wor­den wa­ren, was den Be­ginn ei­nes USA-​PLO-​Dialogs in Tu­nis er­lau­be. Die­se Ge­sprä­che führ­ten letzt­end­lich zur Kon­fe­renz von Ma­drid 1991.

Die An­er­ken­nungs­brie­fe der Os­lo­er Ver­trä­ge

Die Israel-​Palästinensische Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on und die Brie­fe der An­er­ken­nung:

Die­se drei Brie­fe bil­den die Büh­ne für das, was in Wirk­lich­keit die „Prä­am­bel” zu den Oslo-​Abkommen vom 13. Sep­tem­ber 1993 war. Die Os­lo­er Ab­kom­men wa­ren ei­ne „Prin­zi­pi­en­er­klä­rung über vor­über­ge­hen­de Selbstverwaltung-​Arrangements”.

War­um al­so hat der Füh­rer der PLO, der Pa­läs­ti­nen­si­schen Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on, Ara­fat plötz­lich be­schlos­sen, die­se Brie­fe aus­zu­stel­len?

Die Ant­wort ist, dass die­se Brie­fe Teil des „Plans zur Ne­ga­ti­on von Is­ra­el”, von Ara­fat im Jahr 1974 ent­wi­ckelt, wa­ren und ein wei­te­res per­fek­tes Bei­spiel für die is­la­mi­sche Me­tho­de der Täu­schung, oft als „Taquiya” be­zeich­net, oder die Tak­tik, zu lü­gen, um „die Wahr­heit zu ver­ste­cken”.

1: Brief von Jas­sir Ara­fat an Pre­mier­mi­nis­ter Ra­bin

9. Sep­tem­ber 1993

Yitz­hak Ra­bin
Pre­mier­mi­nis­ter von Is­ra­el

Herr Pre­mier­mi­nis­ter,

Die Un­ter­zeich­nung der Grund­satz­er­klä­rung mar­kiert ei­ne neue Ära … Ich möch­te die fol­gen­den PLO-​Verpflichtungen be­stä­ti­gen: Die PLO an­er­kennt das Recht des Staa­tes Is­ra­el, in Frie­den und Si­cher­heit zu exis­tie­ren. Die PLO ak­zep­tiert die Re­so­lu­tio­nen 242 und 338 des Si­cher­heits­ra­tes der Ver­ein­ten Na­tio­nen. Die PLO ver­pflich­tet sich … zu ei­ner fried­li­chen Lö­sung des Kon­flikts zwi­schen den bei­den Sei­ten und er­klärt, dass al­le noch of­fe­nen Fra­gen im Zu­sam­men­hang mit dem per­ma­nen­ten Sta­tus durch Ver­hand­lun­gen ge­löst wer­den … die PLO ver­zich­tet auf den Ein­satz von Ter­ro­ris­mus und an­de­ren Ge­walt­ta­ten und über­nimmt die Ver­ant­wor­tung über al­le PLO-​Elemente und -Per­so­nal, um die Ein­hal­tung zu ge­währ­leis­ten, Ver­stös­se zu ver­hin­dern und Über­tre­tun­gen zu dis­zi­pli­nie­ren… die PLO be­kräf­tigt, dass die­se Ar­ti­kel des pa­läs­ti­nen­si­schen Pak­tes, die das Exis­tenz­recht Is­ra­els be­strei­ten, und die Be­stim­mun­gen des Pak­tes, die im Wi­der­spruch zu den Ver­pflich­tun­gen die­ses Schrei­bens sind, nun aus­ser Funk­ti­on und nicht mehr gül­tig sind. Folg­lich ver­pflich­tet sich die PLO, dem Pa­läs­ti­nen­si­schen Na­tio­nal­rat die förm­li­che Ge­neh­mi­gung der not­wen­di­gen Än­de­run­gen im Hin­blick auf den pa­läs­ti­nen­si­schen Pakt zu be­an­tra­gen.

Hoch­ach­tungs­voll,

Jas­sir Ara­fat.

Vor­sit­zen­der der pa­läs­ti­nen­si­schen Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on.

2: Brief des Vor­sit­zen­den Ara­fat an den nor­we­gi­schen Aus­sen­mi­nis­ter

9. Sep­tem­ber 1993

Ih­re Ex­zel­lenz: Jo­han Jor­gen Holst
Aus­sen­mi­nis­ter von Nor­we­gen.

Wer­ter Mi­nis­ter Holst,

Ich möch­te Ih­nen be­stä­ti­gen, dass nach der Un­ter­zeich­nung der Grund­satz­er­klä­rung die PLO die pa­läs­ti­nen­si­sche Be­völ­ke­rung im West­jor­dan­land und im Ga­za­strei­fen er­mu­ti­gen und da­zu auf­ru­fen wird, mit­zu­ma­chen bei den Schrit­ten zur Nor­ma­li­sie­rung des Le­bens, Ge­walt und Ter­ro­ris­mus ab­zu­leh­nen, ei­nen Bei­trag zu Frie­den und Sta­bi­li­tät zu leis­ten und ak­tiv an der Ge­stal­tung von Wie­der­auf­bau, wirt­schaft­li­cher Ent­wick­lung und Zu­sam­men­ar­beit teil­zu­neh­men.

Hoch­ach­tungs­voll,

Jas­sir Ara­fat.

Vor­sit­zen­der der pa­läs­ti­nen­si­schen Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on.

3: Brief von Pre­mier­mi­nis­ter Ra­bin an den Vor­sit­zen­den Jas­sir Ara­fat

9. Sep­tem­ber 1993

Jas­sir Ara­fat
Vor­sit­zen­der der pa­läs­ti­nen­si­schen Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on.

Herr Vor­sit­zen­der,

Als Ant­wort auf Ihr Schrei­ben vom 9. Sep­tem­ber 1993 möch­te ich Ih­nen be­stä­ti­gen, dass, an­ge­sichts der in Ih­rem Schrei­ben ent­hal­te­nen PLO-​Verpflichtungen, die is­rae­li­sche Re­gie­rung be­schlos­sen hat, die PLO als Ver­tre­te­rin des pa­läs­ti­nen­si­schen Vol­kes an­zu­er­ken­nen und mit der PLO Ver­hand­lun­gen zu be­gin­nen im Rah­men des Nahost-​Friedensprozesses.

Yitz­hak Ra­bin.

Pre­mier­mi­nis­ter von Is­ra­el.

 

Es hat­te ei­ne Ar­beits­hy­po­the­se in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ge­ge­ben, dass Ara­fats Er­klä­rung vom De­zem­ber 1988, in dem er wi­der­wil­lig Is­ra­el an­er­kann­te und auf den Ter­ro­ris­mus ver­zich­te­te, ei­ne lang­fris­ti­ge Ver­än­de­rung der PLO-​Politik, und nicht nur ei­ne tak­ti­sche, be­deu­ten wür­de. Doch die flam­men­de Rhe­to­rik und ge­walt­sa­men Ak­ti­vi­tä­ten der PLO wur­den fort­ge­setzt, wäh­rend Ara­fat vom Frie­den sprach. Die US-​Regierung war sehr zu­rück­hal­tend in der öf­fent­li­chen Ver­ur­tei­lung der PLO für die­se Dop­pel­zün­gig­keit, da­mit der hart er­kämpf­te Frie­dens­pro­zess nicht ent­glei­se.

Die­se Un­wil­lig­keit der USA, nicht nur die Lü­gen und Täu­schun­gen der pa­läs­ti­nen­si­schen Füh­rung zu kon­fron­tie­ren, de­ren Vor­sit­zen­der be­haup­te­te; „… die PLO ver­zich­tet auf den Ein­satz von Ter­ro­ris­mus und an­de­ren Ge­walt­ta­ten”, son­dern dass sie „… die Ver­ant­wor­tung über al­le PLO-​Elemente und Per­so­nal über­nimmt, um die Ein­hal­tung zu ge­währ­leis­ten, Ver­stös­se zu ver­hin­dern und Über­tre­tun­gen zu dis­zi­pli­nie­ren,” hat­te die Wir­kung, dass Is­ra­el in die De­fen­si­ve ver­setzt wur­de.

Is­rae­li­schen Ak­tio­nen nicht nur ge­gen PLO Ter­ror, son­dern ge­gen Ter­ror der Ha­mas in Ga­za sind nicht im rich­ti­gen Zu­sam­men­hang ge­se­hen wor­den, weil die USA und die Eu­ro­pä­er kon­se­quent die An­er­ken­nung der fa­lesti­nen­si­schen Ver­pflich­tun­gen ab­leh­nen; „ver­zich­tet auf den Ein­satz von Ter­ro­ris­mus und an­de­ren Ge­walt­ta­ten,” wie im Brief skiz­ziert. Die von den Fa­lesti­nen­sern und der Ha­mas durch­ge­führ­ten Ak­te des Ter­ro­ris­mus sind di­rekt den von Is­ra­el ge­for­der­ten Ver­pflich­tun­gen ge­gen­über­ge­stellt, und sie sind der wich­tigs­te Punkt für den Man­gel an Ver­trau­en in je­de künf­ti­gen Frie­dens­in­itia­ti­ve.

„Die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft und die Me­di­en über­se­hen oft die Tat­sa­che, dass die Fa­tah ei­ne Rei­he von be­waff­ne­ten Grup­pen hat, die sich nach wie vor of­fen dem „be­waff­ne­ten Kampf” und dem Ter­ro­ris­mus wid­men als ei­ne Mög­lich­keit für „die Be­frei­ung Pa­läs­ti­nas.” Sie igno­rie­ren auch, dass „mo­de­ra­te” Fatah-​Führer, die sich für den Frie­den und die Zwei­staa­ten­lö­sung aus­spre­chen, sich nicht von die­sen Grup­pen di­stan­zie­ren. Meh­re­re Fatah-​Führer re­den in der Tat oft in eng­li­scher Spra­che von der Not­wen­dig­keit für die Wie­der­be­le­bung des Frie­dens­pro­zes­ses, wäh­rend sie auf Ara­bisch die Be­waff­ne­ten Kämp­fer der Fa­tah lo­ben und un­ter­stüt­zen. Die An­we­sen­heit be­waff­ne­ter Fatah-​Banden in der West­bank und im Ga­za­strei­fen ist ein Zei­chen für die gros­sen Her­aus­for­de­run­gen, mit der je­der Pa­läs­ti­nen­ser­füh­rer kon­fron­tiert ist, falls und wenn die Pa­läs­ti­nen­ser und Is­ra­el ein Frie­dens­ab­kom­men er­rei­chen. Of­fen­sicht­lich sind die­se Fatah-​Gruppen die ers­ten, die je­des Frie­dens­ab­kom­men ab­leh­nen wer­den, das die ge­rings­ten Zu­ge­ständ­nis­se an Is­ra­el macht. Ei­ni­ge die­ser Grup­pen sind grund­sätz­lich ge­gen Frie­den mit Is­ra­el, weil sie schlicht das Exis­tenz­recht Is­ra­els nicht an­er­ken­nen. Das ist et­was, was die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft – al­len vor­an die USA – be­rück­sich­ti­gen muss, wenn sie sich mit dem israelisch-​palästinensischen Kon­flikt be­schäf­ti­gen. Ent­schei­dungs­trä­ger müs­sen wis­sen, dass Op­po­si­ti­on ge­gen Frie­den mit Is­ra­el nicht nur von der Ha­mas kommt, son­dern auch von vie­len Grup­pen in­ner­halb der Fa­tah. Wie die be­waff­ne­ten Grup­pen sel­ber an­deu­ten, ist ihr Kampf der, den „zio­nis­ti­schen Feind” zu be­sei­ti­gen und das „Rück­kehr­recht” für Mil­lio­nen von Nach­kom­men der Flücht­lin­ge in ih­re ehe­ma­li­gen Häu­ser in­ner­halb Is­ra­els zu er­rei­chen. Einst­wei­len un­ter­neh­men Ab­bas und an­de­re Fatah-​Führer, die sich der Hand­lun­gen und Be­dro­hun­gen ih­rer Loya­lis­ten voll und ganz be­wusst sind, ihr Mög­lichs­tes, um zu ver­hin­dern, dass die Welt hört, was die Be­waff­ne­ten der Fa­tah über den Frie­den und die Zwei­staa­ten­lö­sung zu sa­gen ha­ben. Es bleibt die Fra­ge: Wie lan­ge wird die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft wei­ter­hin den Kopf in den Sand ste­cken und so tun, als ob die Fa­tah ei­ne ein­heit­li­che, mo­de­ra­te und prag­ma­ti­sche Grup­pe sei, die Frie­den und Ko­exis­tenz mit Is­ra­el im Na­men al­ler Pa­läs­ti­nen­ser sucht?” Kha­led Abu To­a­meh

Wenn die Fa­lesti­nen­ser et­was möch­ten, dann sol­len sie sich selbst und ih­ren Füh­rern die Schuld ge­ben, da sie nun an­de­re un­ter Druck da­zu zwin­gen wol­len, ih­nen zu ge­ben, was sie in Frie­den im No­vem­ber 1947 und im Jahr 1993 hät­ten ha­ben kön­nen. Vor al­lem ist es Zeit für all je­ne, die Is­ra­el in ei­nen schlech­ten Frie­den mit den Fa­lesti­ni­ans drän­gen wol­len, zu er­ken­nen, dass ein wah­rer Frie­den kei­ne Ein­bahn­stras­se ist, son­dern durch fai­re Ver­hand­lun­gen zwi­schen den bei­den Part­nern er­reicht wird. Und wie in der Ver­gan­gen­heit ge­se­hen, müs­sen die Ara­ber den Drang nach „Taqiya” igno­rie­ren und ei­ne Wahr­heit le­ben.

Wie Ab­ba Eban ein­mal nach der Gen­fer Frie­dens­kon­fe­renz mit den ara­bi­schen Län­dern (21. De­zem­ber 1973) er­klär­te; „Die Ara­ber ver­pas­sen nie ei­ne Ge­le­gen­heit, ei­ne Ge­le­gen­heit zu ver­pas­sen.” Dies wird oft falsch zi­tiert als „Die Pa­läs­ti­nen­ser ver­pas­sen nie ei­ne Ge­le­gen­heit, ei­ne Ge­le­gen­heit zu ver­pas­sen.”

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