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Die jüngs­ten Ter­ror­at­ta­cken soll­ten ei­nen Lern­pro­zess aus­lö­sen bei is­rae­li­schen Führern

Ju­dith Berg­mann, 13. 10. 2015, algemeiner.com

Pa­läs­ti­nen­ser­prä­si­dent Mahmoud Ab­bas. Fo­to: Wikipedia.

Der Ter­ro­ris­mus, der Is­ra­el plagt, ist in den Me­di­en be­schrie­ben wor­den, viel­leicht aus Man­gel an ei­nem bes­se­ren Be­griff, als „Ter­ror­wel­le.” Dies be­deu­tet, dass das, was ge­schieht, ir­gend­wie ein plötz­li­ches und un­er­war­te­tes Er­eig­nis ist, das ge­kom­men ist, um uns oh­ne Vor­war­nung heim­zu­su­chen. Das ist falsch. Die War­nun­gen wa­ren kris­tall­klar und seit Jahr­zehn­ten prä­sent, sicht­bar und er­schre­ckend ver­stö­rend für al­le, die sich ge­nü­gend Sor­gen mach­ten, um No­tiz zu nehmen.

Die Pa­läs­ti­nen­si­sche Au­to­no­mie­be­hör­de hat seit ih­rer Grün­dung mit den Oslo-​Abkommen 1993 Ju­den dä­mo­ni­siert und ent­mensch­licht. Dies war of­fen­sicht­lich für je­den, der ih­re TV-​Sendungen ge­se­hen und ih­re Zei­tun­gen ge­le­sen hat, wie It­amar Mar­cus, Di­rek­tor der NGO Pa­lesti­ni­an Me­dia Watch, seit den 1990er Jah­ren dokumentiert.


In ei­nem In­ter­view 2012 er­klär­te Mar­cus: „Die Tra­gö­die ist, dass die Pa­läs­ti­nen­ser vor den Oslo-​Abkommen viel nä­her an Frie­den mit Is­ra­el wa­ren. Seit­her hat sich ein Meer ent­wi­ckelt we­gen der För­de­rung des Has­ses durch die Pa­läs­ti­nen­si­schen Be­hör­den. „Mar­cus schätzt, dass die Chan­cen für den Frie­den im Jahr 1996 bes­ser ge­we­sen sind, als nach Jahr­zehn­ten der Kon­takt mit Is­rae­lis, als ei­ne Um­fra­ge der Pa­läs­ti­nen­ser zeig­te, dass 78% Is­ra­el als po­si­tiv in Sa­chen De­mo­kra­tie und Men­schen­rech­te be­ur­tei­len. Die­se Zahl klingt heu­te wie Science-Fiction.

Zwei Jahr­zehn­te spä­ter gibt es ei­ne Ge­ne­ra­ti­on von Men­schen, die ei­ne un­ver­fälsch­te Di­ät an Hass auf Is­ra­el und das jü­di­sche Volk zu sich ge­nom­men ha­ben, mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung von Jas­sir Ara­fat, Mah­mud Ab­bas, und ih­res­glei­chen. In Kin­der­gär­ten und Schu­len, in der ge­druck­ten und elek­tro­ni­schen Pres­se, im Fern­se­hen und vor al­lem auf Kin­der TV, wur­den Ju­den  als Af­fen und Schwei­ne, die ge­tö­tet wer­den müs­sen, be­zeich­net. Schul­bü­cher zei­gen Is­ra­el von der Land­kar­te ge­löscht, Ge­schichts­un­ter­richt leug­net die Exis­tenz der jü­di­schen Na­ti­on und lehrt nie­mals den Ho­lo­caust, Denk­mä­ler zu Eh­ren der ter­ro­ris­ti­schen Mor­de an Ju­den wer­den auf Plät­zen auf­ge­stellt, und Ter­ro­ris­ten wer­den mit fet­ten Ge­häl­tern be­lohnt. Do­ku­men­te zei­gen, dass Ter­ro­ris­ten, die für ei­ni­ge der schlimms­ten An­grif­fe auf Is­rae­lis ver­ant­wort­lich sind, ein Ge­halt von 52.000 $ bis 78.000 $ im Jahr 2013 ein­strei­chen. Der Kom­men­tar des ehe­ma­li­gen PA Ge­fan­ge­nen­mi­nis­ters Ashraf al-​Ajrami: „Sie wer­den als Hel­den ge­se­hen, und wir sind ih­rem Wohl­erge­hen ver­pflich­tet” Ist es ein Wun­der, dass die Tä­ter der Mes­ser­ste­che­rei­en und Schies­se­rei­en al­les jun­ge Ter­ro­ris­ten sind, so jung wie 15 und nicht viel äl­ter als 20, wenn es das ist, was ih­nen ihr gan­zes Le­ben lang ein­ge­trich­tert wurde?

Al­les oben ge­nann­te wird durch west­li­che Steu­er­gel­der ge­spon­sert und fach­ge­recht mit Hil­fe der UNRWA ver­teilt. Auf die­se Wei­se un­ter­stützt und be­güns­tigt die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft ak­tiv den Ter­ror und schliess­lich die Er­mor­dung von Ju­den in Israel.

Es ist ei­ne tra­gi­sche, fast un­er­träg­li­che Iro­nie in der Tat­sa­che, dass wech­seln­de is­rae­li­sche Re­gie­run­gen die­se Dä­mo­ni­sie­rung und Ent­mensch­li­chung zu­ge­las­sen ha­ben, un­ge­hin­dert, seit Jahr­zehn­ten, mit den töd­li­chen und er­schüt­tern­den Fol­gen, die jetzt un­se­re Städ­te und Stras­sen wie­der mit Ter­ror­an­schlag auf Ter­ror­an­schlag heim­su­chen. Wie er­bärm­lich, dass die Ju­den, von al­len Men­schen, die Leh­ren ver­ges­sen ha­ben, was ei­ne en­ga­gier­te und un­er­schüt­ter­li­che Pro­pa­gan­da­ma­schi­ne, die die gröss­ten, hor­ren­den Lü­gen fa­bri­ziert und sie ih­ren Leu­ten wie­der­holt, vor al­lem ih­ren Jüngs­ten, bis zum Über­druss, bis sie zu ih­rer Wahr­heit wer­den, an­rich­ten kann. Denn das ist ge­nau das, was Jo­seph Go­eb­bels’ Pro­pa­gan­da­ma­schi­ne mit den Ju­den vor und wäh­rend der Sho­ah tat.

Dies ist die Ge­ne­ra­ti­on, von der die Welt möch­te, dass wir mit ih­nen Frie­den schlies­sen und Zu­ge­ständ­nis­se ma­chen. Wie macht man Frie­den mit Men­schen, die da­zu er­zo­gen wur­den, Sie als we­ni­ger als mensch­lich zu be­trach­ten son­dern als et­was, das ge­tö­tet wer­den sollte?

Man sagt, dass man ern­tet, was man ge­sät hat; Wir ha­ben da­zu bei­ge­tra­gen, die­se Ge­ne­ra­ti­on vol­ler Hass her­vor­zu­brin­gen, in­dem wir die Pro­pa­gan­da­ma­schi­ne, die sie ge­schaf­fen hat, nicht ge­stört ha­ben – in­dem wir ih­re Aus­sa­gen nicht ernst nah­men, in­dem wir vor­ga­ben, dass sie für un­er­klär­li­chen „Ei­gen­ver­brauch” in der PA und auf der „ara­bi­schen Stras­se” be­stimmt war. Was soll das auch be­deu­ten? Wenn die Leu­te sa­gen: „Wir wol­len dich tö­ten”, dann nimm sie beim Wort.

Die jüngs­te An­stif­tung von Mahmoud Ab­bas ver­blasst im Ver­gleich mit der stän­di­gen Het­ze, die sei­ne PA all die Jah­re führt. Is­ra­el kann das nicht rück­gän­gig ma­chen, aber al­le An­stren­gun­gen soll­ten nun dar­auf aus­ge­rich­tet sein, al­le An­stif­tung zu stop­pen, wo im­mer sie in der PA auf­taucht, so­fort. Das wird an sich nicht das ak­tu­el­le Ter­ror­pro­blem lö­sen, aber es ist ein ers­ter Schritt in Rich­tung An­er­ken­nung der Leh­re, die mit Blut und end­lo­ser Trau­er er­kauft wur­de, da­mit es sich nie­mals wiederholt.

Ju­dith Berg­man ist Schrift­stel­le­rin und po­li­ti­sche Ana­lys­tin, die in Is­ra­el lebt.

Die­ser Ar­ti­kel wur­de ur­sprüng­lich von Is­ra­el Hayom publiziert. 

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