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Jü­di­sche Grup­pe warnt, dass Is­la­mis­ten in Frank­reich ver­su­chen könn­ten, die pa­läs­ti­nen­si­schen Mes­ser­ste­cher zu imi­tie­ren, nach­dem in Mar­seil­le 3 in an­ti­se­mi­ti­scher At­ta­cke ver­wun­det wur­den

24. 10. 2015, The Algemeiner.com

Ein fran­zö­si­sches Po­li­zei­fahr­zeug. Fo­to­quel­le: Wi­ki Com­mons

Ein Rab­bi und zwei an­de­re wur­den in ei­nem an­ti­se­mi­ti­schen Messerstecher-​Angriff am Sams­tag­mor­gen in der Nä­he ei­ner Syn­ago­ge in Mar­seil­le, Frank­reich ver­wun­det, be­rich­te­ten lo­ka­le Me­di­en.

Nach An­ga­ben der Eu­ro­pean Je­wish Press, ist ei­nes der Op­fer, ei­ne Frau in den Fünf­zi­gern, zwei­mal in den Bauch ge­sto­chen und schwer ver­letzt wor­den. Die Ärz­te sa­gen, ih­re Wun­den sei­en nicht le­bens­be­droh­lich. Un­mit­tel­bar nach dem An­griff flo­hen die Op­fer zur na­he ge­le­ge­nen Syn­ago­ge, wo ih­re Wun­den be­han­delt wur­den.

Der An­grei­fer, ein nord­afri­ka­ni­scher Mann in sei­nen 30ern, war zu hö­ren, wie er an­ti­se­mi­ti­sche Be­lei­di­gun­gen wäh­rend und nach dem Zwi­schen­fall schrie, und wur­de kurz da­nach in der Nä­he der Sze­ne des An­griffs fest­ge­nom­men. Laut der fran­zö­si­schen Ta­ges­zei­tung Le Fi­ga­ro war er der Po­li­zei be­kannt und er war schwer be­trun­ken. Es wur­de auch be­rich­tet, dass er ei­ne Ge­schich­te von psy­chi­schen Er­kran­kun­gen hat.

Der fran­zö­si­sche Antisemitismus-​Beobachter Na­tio­na­les Bü­ro zur Wach­sam­keit ge­gen­über An­ti­se­mi­tis­mus (BNVCA) dank­te der Po­li­zei für ih­re schnel­le Re­ak­ti­on und sag­te, dass dem Tä­ter in kei­ner Wei­se Nach­sicht we­gen sei­nes men­ta­len Zu­stand ge­währt wer­den soll­te. Die Grup­pe wies dar­auf hin, dass der An­grei­fer die Geis­tes­ge­gen­wart hat­te, Ju­den zu iden­ti­fi­zie­ren, sie an­zu­grei­fen und an­ti­se­mi­ti­sche Be­lei­di­gun­gen zu schrei­en.

BNVCA warn­te auch, dass is­la­mis­ti­sche Ex­tre­mis­ten in Frank­reich sich be­mü­hen könn­ten, die Wel­le der Messerstecher- und Au­to­at­ta­cken, die jetzt über Is­ra­el fegt, nach­zu­ah­men, und zu rief zu zu­sätz­li­cher Wach­sam­keit in­ner­halb der jü­di­schen Ge­mein­schaft auf. Der Ruf nach An­grif­fen, die von pa­läs­ti­nen­si­schen Füh­rern und is­la­mis­ti­schen Pre­di­gern ver­foch­ten wird, hat sich in Social-​Media-​Kreisen weit ver­brei­tet, die auch von fran­zö­si­schen Is­la­mis­ten fre­quen­tiert wer­den, sag­te die Grup­pe.

Frank­reich hat ei­nen An­stieg der an­ti­se­mi­ti­schen An­grif­fen in den letz­ten Jah­ren er­lebt, dar­un­ter ei­ne Gei­sel­na­me und Schies­se­rei im Ja­nu­ar, die vier To­te hin­ter­liess und ein wei­te­rer töd­li­cher An­griff auf ei­ne jü­di­sche Schu­le in Tou­lou­se im Jah­re 2012.

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