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Kommentare

Elfenbeinturm-​Antisemiten — 4 Kommentare

  1. [Das sind aber auch im­mer Reiz­the­men hier. ;-)]

    Mi­cha Dan­zig hat ein wun­der­ba­res Schrei­ben ver­fasst, sei­ne Ar­gu­men­ta­ti­on ist über­aus bril­lant, struk­tu­riert und be­grün­det. Lei­der wird sich nicht ei­ner die­ser Voll­pfos­ten aus den ge­nann­ten Tür­men (aus ech­tem Elfenbein-​Imitat!) von Ar­gu­men­ten be­ein­dru­cken lassen.

    Wenn ich so in ver­schie­de­nen Fo­ren un­ter­wegs bin und mir nach Mög­lich­keit Kom­men­ta­re ver­knei­fe – Le­bens­zeit ist end­lich –, drängt sich im­mer wie­der die Fra­ge auf, was die­se Men­schen wirk­lich im In­nern antreibt? 

    Ei­nes ist für mich mehr als deut­lich: Die so­ge­nann­te Bil­dung spielt da­bei kei­ne Rol­le. Manch­mal ha­be ich so­gar den Ein­druck, das Ge­gen­teil ist der Fall. Doch ist es nur mit ab­grund­tie­fer Dumm­heit, Em­pa­thie­lo­sig­keit und tief­sit­zen­dem An­ti­se­mi­tis­mus er­klär­bar, was sich da in bös­ar­ti­gen Ra­tio­na­li­sie­run­gen austobt? 

    Was mir wei­ter auf­ge­fal­len und was sehr oft an­zu­tref­fen ist, ist ei­ne pseu­do­mo­ra­li­sche Hal­tung, die ge­ra­de­zu da­nach giert, sich mit ver­meint­lich Schwä­che­ren ge­mein zu ma­chen – ge­gen ei­nen star­ken Ag­gres­sor. Die­ses kri­tik­lo­se, fast schon un­ter­wür­fi­ge Sich-​Gemein-​Machen mit ei­nem „Op­fer“ muss in ir­gend­ei­ner Form ei­ne tie­fe in­ne­re Be­frie­di­gung nach sich ziehen.

    Das ist al­les oft­mals so kli­schee­haft, dass man sich in ei­ner ab­sur­den Ko­mö­die wähnt. Lei­der kann man sich dar­über nur be­grenzt amüsieren.

    • Lie­ber Nussknacker56

      Ich freue mich im­mer wie­der über dei­ne Kom­men­ta­re, die wohl durch­dacht sind. 

      Mei­ne Pu­bli­ka­tio­nen sind nicht auf mei­nem Mist ge­wach­sen, ich über­set­ze nur mei­ner Mei­nung nach in­ter­es­san­te Bei­trä­ge aus eng­lisch­spra­chi­gen Quel­len, die mir über den Weg lau­fen. Of­fen­bar ha­be ich gu­te Freun­de, die mich auf sol­che Sa­chen auf­merk­sam machen.

      Um­so­mehr freut es mich, wenn mei­ne Über­set­zun­gen ein Pu­bli­kum und Be­ach­tung finden.

      Aber rich­tig ist si­cher auch, dass die Aus­wahl der The­men mei­ne per­sön­li­chen An­sich­ten wiederspiegelt.

  2. Lie­ber Daniel,

    ich be­su­che ganz ger­ne dei­nen Blog weil mir die Mi­schung der aus­ge­wähl­ten Bei­trä­ge und das Ni­veau sehr gut ge­fällt. Ich hof­fe, dass du die­ses Le­vel hal­ten kannst. 

    Es sind ver­mut­lich nicht so vie­le, die sich hier­her ver­ir­ren. Doch das soll­te dich nicht ver­drieß­lich stim­men: Qua­li­tät geht vor Quan­ti­tät. Wenn ich da­zu mit ein paar lau­ni­schen Be­mer­kun­gen dei­ne Über­set­zungs­freu­de mo­ti­vie­ren kann, um­so besser.

  3. Ein sehr gu­ter, sehr klar ge­schrie­be­ner Ar­ti­kel, der die rich­ti­gen Fra­gen stellt.
    Ei­ne klei­ne Er­gän­zung nur, wenn ich darf:
    An­ti­se­mi­tis­mus ist nicht ein­fach Ras­sis­mus son­dern zu­gleich Welterklärung:
    Hin­ter al­lem was in der Welt schief läuft ste­hen im­mer die Juden.
    lg
    caruso

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