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Steht Schwe­den ei­ner neu­en Mi­gran­ten­in­va­si­on ge­gen­über?

Ein Mo­nat Is­lam und Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus in Schwe­den: März 2016

In­grid Karl­qvist, 21. 4. 2016, Gatestone In­sti­tu­te


  • Schwe­di­sches Recht er­laubt der Re­gie­rung nur je­weils 6 Mo­na­te lang Grenz­kon­trol­len zu be­trei­ben, und es gibt ei­ne zwei­wö­chi­ge War­te­zeit, be­vor die Kon­trol­len wie­der ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Die zwei­wö­chi­ge War­te­zeit ist für den 04. – 17. Ju­li ge­plant; Vie­le be­fürch­ten, dass Zehn­tau­sen­de von Mi­gran­ten die Ge­le­gen­heit nut­zen wer­den, wäh­rend die­ser Zeit Schwe­den zu be­tre­ten.
  • Ein neu­er Re­port über Mi­gran­ten in Schwe­den, ba­sie­rend auf In­ter­views mit 1’100 Stu­den­ten in Stock­holm (90% der Be­frag­ten wa­ren Mus­li­me) stell­te fest, dass Ju­gend­li­che mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund in ei­ner an­de­ren Welt le­ben als ih­re schwe­di­schen Kol­le­gen. 83% der Mäd­chen ist es nicht er­laubt, männ­li­che Freun­de zu ha­ben, 62% der Jun­gen ist es nicht er­laubt, weib­li­che Freun­de zu ha­ben.
  • Nach meh­re­ren se­xu­el­len Über­grif­fe auf Frau­en in Ös­ter­sund gab die ört­li­che Po­li­zei ei­ne War­nung her­aus, dass Frau­en nach Ein­bruch der Dun­kel­heit draus­sen nicht si­cher sind. Seit dem 20. Fe­bru­ar wur­den acht Frau­en in der Stadt se­xu­ell an­ge­grif­fen oder ver­ge­wal­tigt.
  • Ein Bus­fah­rer wur­de vom Dienst sus­pen­diert, nach­dem er Bei­trä­ge auf Face­book ge­teilt hat­te, die die Ein­wan­de­rung kri­ti­sier­ten. Ei­ne Wel­le der öf­fent­li­chen Kri­tik an der Bus­ge­sell­schaft führ­te dann da­zu, dass sie die Ent­schei­dung rück­gän­gig mach­te. Das Un­ter­neh­men räum­te ein, dass der Fah­rer noch nie je­man­den schlecht be­han­delt hat­te.
  • Der schwe­di­sche Si­cher­heits­dienst hat min­des­tens 60 Asyl­be­wer­ber als Ter­ro­ris­ten und Be­dro­hung für das Land iden­ti­fi­ziert. Al­ler­dings wei­gert sich die Ein­wan­de­rungs­be­hör­de, sie ab­zu­schie­ben.

An­fangs März kün­dig­te die schwe­di­sche Re­gie­rung an, dass die stren­ge­ren Grenz­kon­trol­len des Lan­des an der Öresund-​Brücke für die ab­seh­ba­re Zu­kunft in Kraft blei­ben kön­nen, und dass sie so­gar dau­er­haft in Kraft tre­ten könn­ten. Das Pro­blem ist je­doch, dass in die­sem Som­mer ein zwei­wö­chi­ger Un­ter­bruch auf­tre­ten wird. Nach dem der­zei­ti­gen Ge­setz kann die Re­gie­rung Grenz­kon­trol­len nur ma­xi­mal 6 Mo­na­te lang be­trei­ben, und es gibt ei­ne zwei­wö­chi­ge War­te­frist, be­vor die Kon­trol­len neu ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Die Lü­cke tritt am 4. bis 17. Ju­li ein, mit­ten in der eu­ro­päi­schen Ur­laubs­zeit. Vie­le Men­schen be­fürch­ten, dass Zehn­tau­sen­de von Mi­gran­ten die Ge­le­gen­heit nut­zen wer­den, Schwe­den wäh­rend die­ser Zeit zu be­tre­ten. Als die Mi­gra­ti­ons­wel­le im Herbst 2015 ih­ren Hö­he­punkt er­reich­te, er­hielt Schwe­den 9’000 Mi­gran­ten pro Wo­che. In die­sem Jahr hat sich die Zahl bis­her bei kon­stant 600 – 700 pro Wo­che ge­hal­ten.

Pre­mier­mi­nis­ter Ste­fan Löf­ven er­klär­te kürz­lich: „Die Zahl der nach Schwe­den kom­men­den Men­schen hat sich dra­ma­tisch ver­rin­gert. Mehr be­an­tra­gen in der EU um Asyl. Das war das Ziel.”

Nach An­ga­ben der Re­gie­rung wä­re die „öf­fent­li­che Ord­nung und in­ne­re Si­cher­heit von Schwe­den” im­mer noch ge­fähr­det, wenn die Grenz- und Iden­ti­täts­kon­trol­len ein­ge­stellt wür­den.

Der Mi­nis­ter für Jus­tiz und Mi­gra­ti­on, Mor­gan Jo­hans­son, wies dar­auf hin, dass die Auf­recht­erhal­tung der Grenz­kon­trol­len ein wich­ti­ges Si­gnal an die hal­be Mil­li­on Mi­gran­ten in Deutsch­land sen­det, die dort nicht um Asyl er­sucht ha­ben. Kei­ner der bei­den Mi­nis­ter sag­te et­was dar­über, wie es Schwe­den ver­mei­den will, wäh­rend dem zwei­wö­chi­gen Un­ter­bruch der Grenz­kon­trol­len von die­sen Men­schen über­flu­tet zu wer­den.

2. März: Ei­ne Mei­nungs­um­fra­ge des Ini­zio Um­fra­ge­in­sti­tuts, in Auf­trag ge­ge­ben von der Zei­tung Af­ton­bla­det, zeig­te, dass sich 46% der schwe­di­schen Frau­en un­si­cher füh­len, wenn sie Abends al­lein in den Aus­gang ge­hen. Frau­en, die es trotz ih­rer Ängs­te wa­gen, Abends raus zu ge­hen, sa­gen, dass sie auf ih­ren Mo­bil­te­le­fo­nen in stän­di­gem Kon­takt blei­ben mit ei­nem Freund oder Ver­wand­ten.

4. März: In ei­nem Asyl­be­wer­ber­heim in dem klei­nen länd­li­chen Dorf Storå er­hielt ein 19-​jähriger Mann ei­ne töd­li­che Stich­wun­de an der Keh­le. Die Po­li­zei ver­haf­te­te drei Ver­däch­ti­ge, al­le drei Be­woh­ner des­sel­ben Heims wie der ver­letz­te Asyl­be­wer­ber, wo­von ei­ner seit­her in Ge­wahr­sam ver­blieb. Der Mord ver­ur­sach­te gros­se Be­sorg­nis un­ter den Be­woh­nern des Dor­fes. „Ich sor­ge mich um al­les. Ich ge­he Abends nicht aus”, sag­te ei­ne Frau dem öffentlich-​rechtlichen Ra­dio­sen­der Sve­ri­ges Ra­dio.

4. März: Der Mi­nis­ter für Jus­tiz und Mi­gra­ti­on, Mor­gan Jo­hans­son, er­klär­te, dass Asyl­be­wer­ber, de­ren An­trä­ge ab­ge­lehnt wer­den, nicht län­ger An­spruch auf kos­ten­lo­se Un­ter­kunft und ein täg­li­ches Ta­schen­geld ha­ben. „Wir müs­sen si­cher­stel­len, dass sie wie­der nach Hau­se ge­hen”, war die stren­ge Nach­richt des Mi­nis­ters. Der­zeit sind et­wa 4’000 Men­schen von den neu­en Re­geln be­trof­fen, und wenn die Ent­schei­dung um­ge­setzt wird, wer­den 2’000 von ih­nen ih­ren Platz in Asyl­be­wer­ber­woh­nun­gen ver­lie­ren. „Wir brau­chen die­se Plät­ze für an­de­re, die Asyl su­chen, und das be­deu­tet, dass wir si­cher­stel­len müs­sen, dass die­je­ni­gen, die ab­ge­lehnt wur­den, sich be­we­gen und wie­der nach Hau­se ge­hen”, sag­te Jo­hans­son. Be­vor die Ent­schei­dung in Kraft tre­ten kann, muss der ge­setz­ge­ben­de Rat noch sein Mit­spra­che­recht aus­üben.

5. März: Ein neu­er Re­port über die Le­bens­wei­se von Mi­gran­ten in Be­zug auf den is­la­misch ge­präg­ten Be­griff der Eh­re, ba­sie­rend auf In­ter­views mit 1’100 jun­gen Men­schen aus Schu­len in den süd­li­chen Vor­or­ten von Stock­holm (90% der Be­frag­ten wa­ren Mus­li­me), be­stä­tig­te die Er­geb­nis­se frü­he­rer Stu­di­en – dass ju­gend­li­che Im­mi­gran­ten in ei­ner an­de­ren Welt le­ben als ih­re schwe­di­schen Kol­le­gen. 83% der Mäd­chen ist es nicht er­laubt, männ­li­che Freun­de zu ha­ben, 62% der Jun­gen ist es nicht ge­stat­tet, weib­li­che Freun­de zu ha­ben, 51% ha­ben ge­hei­me Be­zie­hun­gen ge­habt, 30% dür­fen sich nicht mit ei­ner Per­son ei­ner an­de­ren eth­ni­schen Zu­ge­hö­rig­keit tref­fen, und 65% sag­ten, dass ih­re El­tern be­reits mit ih­nen über die Ehe ge­spro­chen ha­ben.

Ami­neh Ka­ka­ba­veh, Prä­si­dent der Or­ga­ni­sa­ti­on, die die In­ter­views durch­führ­te, sag­te der Lo­kal­zei­tung Sö­dra Si­dan, dass das al­les an pa­tri­ar­cha­len Struk­tu­ren liegt: „Aber war­um soll­ten wir dies in Schwe­den ak­zep­tie­ren, wenn wir von Ge­set­zes we­gen glei­che Rech­te ha­ben? Es ist är­ger­lich, dass so we­nig pas­siert ist seit 2005, als wir das The­ma [das letz­te Mal] un­ter­such­ten.”

6. März: Die bri­ti­sche Zei­tung Dai­ly Mail be­schul­dig­te sein schwe­di­sches Pen­dant Af­ton­bla­det, ei­ne Sto­ry über ei­nen An­griff auf ma­rok­ka­ni­sche Stras­sen­kin­der auf dem Stock­hol­mer Haupt­bahn­hof am 29. Ja­nu­ar er­fun­den zu ha­ben. Trotz Af­ton­bla­dets va­ger In­for­ma­tio­nen über ei­nen „ge­walt­tä­ti­gen Mob von 200 Men­schen” und der Un­fä­hig­keit der Po­li­zei, nach­zu­prü­fen, ob über­haupt et­was pas­siert ist, reis­te die Nach­rich­ten rasch um den gan­zen Pla­ne­ten. Daily-​Mail–Re­por­te­rin Sue Reid flog nach Schwe­den, um die Ge­schich­te zu un­ter­su­chen, und fand, dass sie völ­lig un­ver­hält­nis­mäs­sig auf­ge­bla­sen wor­den war. „Dies wirft die be­un­ru­hi­gen­de Fra­ge auf, ob der Anti-​Migranten-​Amoklauf je­mals in der be­schrie­be­nen Art und Wei­se statt­fand,” schrieb Reid.

Der Ar­ti­kel ver­ur­sacht wahr­schein­lich der schwe­di­schen Bot­schaft in Lon­don noch grös­se­re Sor­ge – die Bot­schaft hat­te im Fe­bru­ar Un­zu­frie­den­heit zum Aus­druck ge­bracht mit der Daily-​Mail-​Berichterstattung über Schwe­den, als die Bot­schaft be­haup­te­te, dass die Zei­tung ei­ne „Kam­pa­gne ge­gen Schwe­den und die schwe­di­sche Ein­wan­de­rungs­po­li­tik” fah­re, und so­mit ein ne­ga­ti­ves Bild von der La­ge der Din­ge in Schwe­den ver­mitt­le.

6. März: Nach meh­re­ren se­xu­el­len Über­grif­fen auf Frau­en in Ös­ter­sund gab die ört­li­che Po­li­zei ei­ne War­nung her­aus, dass Frau­en nach Ein­bruch der Dun­kel­heit im Frei­en nicht si­cher sind. Seit dem 20. Fe­bru­ar wur­den acht Frau­en in der Stadt se­xu­ell an­ge­grif­fen oder ver­ge­wal­tigt, des­halb die­se sehr un­ge­wöhn­li­che und dras­ti­sche War­nung der Po­li­zei. Die Ent­schei­dung wur­de hef­tig kri­ti­siert. Ös­ter­sunds Bür­ger­meis­te­rin Ann So­fie An­ders­son sag­te zum Bei­spiel, dass sie über­zeugt sei, dass die Po­li­zei und die Ge­mein­de an­de­re Mit­tel zur Ver­fü­gung ha­be, und dass die Po­li­zei „zu­erst zu uns kom­men soll­te, be­vor sie ei­ne der­ar­ti­ge Aus­sa­ge macht.” Nach der War­nung wur­den wei­te­re Straf­an­zei­gen ein­ge­reicht, und jetzt kon­zen­triert sich die Po­li­zei auf neun Fäl­le, in de­nen meh­re­re Tä­ter in­vol­viert wa­ren – die mög­li­cher­wei­se al­le zur sel­ben Grup­pe ge­hö­ren.

7. März: Es wur­de be­rich­tet, dass der jun­ge Sy­rer, der den 15-​jährigen Ar­mi­nas Pi­l­eck­as an der Göin­gesko­lan Schu­le in Bro­by er­mor­det hat­te, nicht we­gen Mor­des an­ge­klagt wird, noch sonst in ir­gend­ei­ner Wei­se be­straft wird – auch wenn die Un­ter­su­chung zeigt, dass er den Mord be­gan­gen hat. Das Al­ter der Straf­mün­dig­keit in Schwe­den ist 15, und der Mör­der be­haup­tet, er sei 14. Ar­mi­nas Pi­l­eck­as, des­sen Fa­mi­lie aus Li­tau­en nach Schwe­den emi­grier­te, war of­fen­bar sehr be­liebt. Sei­ne Er­mor­dung schür­te Emo­tio­nen, nicht zu­letzt, weil sich her­aus­stell­te, dass er ein Mäd­chen in sei­ner Klas­se vor den un­er­wünsch­ten se­xu­el­len Avan­cen des Sy­rers ge­schützt hat­te. Af­ton­bla­det in­ter­view­te den Va­ter des Mör­ders, der die Schu­le da­für be­schul­dig­te, dass sein Soh­nes Ar­mi­nas ein Mes­ser in den Rü­cken steck­te:

„Die Schu­le hat nichts ge­tan, um ihm zu hel­fen oder sei­ne Eh­re wie­der­her­zu­stel­len [weil das Op­fer sei­ne se­xu­el­len Avan­cen stör­te]. Statt­des­sen muss­te mein Sohn ihn [Ar­mi­nas] je­den Tag in der Schu­le se­hen. Das är­ger­te ihn sehr.”

Links: Nach Schwe­dens gel­ten­dem Recht kann die Re­gie­rung Grenz­kon­trol­len ma­xi­mal 6 Mo­na­te be­trei­ben, und es gibt ei­ne zwei­wö­chi­ge War­te­zeit, be­vor die Kon­trol­len wie­der ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Rechts: Der fünf­zehn Jah­re al­te Ar­mi­nas Pi­l­eck­as wur­de in der Schu­le er­sto­chen, aber der jun­ge Sy­rer, der ihn er­mor­det hat, wird we­der an­ge­klagt noch be­straft. Das Al­ter der Straf­mün­dig­keit in Schwe­den ist 15, und der Mör­der be­haup­tet, er sei 14. Der Va­ter des Mör­ders macht die Schu­le ver­ant­wort­lich, in­dem er sag­te, dass sie „nichts tat, um ihm zu hel­fen oder sei­ne Eh­re wie­der­her­zu­stel­len [weil das Op­fer ihn bei sei­nen se­xu­el­len Avan­cen stör­te]. Statt­des­sen muss­te mein Sohn ihn [Ar­mi­nas] je­den Tag in der Schu­le se­hen. Das är­ger­te ihn sehr.”

7. März: Ein Bus­fah­rer in Dalar­na wur­de vom Dienst sus­pen­diert, nach­dem er Bei­trä­ge auf Face­book ge­teilt hat­te, die kri­tisch wa­ren ge­gen­über der Im­mi­gra­ti­on. Sein Ar­beit­ge­ber be­haup­te­te, dass er sich dar­um sor­ge, dass der Bus­fah­rer die Pas­sa­gie­re ge­nau­so un­gleich be­han­deln wür­de. Ei­ne Wel­le der öf­fent­li­chen Kri­tik an der Bus­ge­sell­schaft brach­te sie dann da­zu, die Ent­schei­dung rück­gän­gig zu ma­chen, und der Fah­rer durf­te am nächs­ten Tag wie­der ar­bei­ten. Das Un­ter­neh­men gab zu, dass der Fah­rer noch nie je­man­den schlecht be­han­delt ha­be, und räum­te ein, dass Schwe­den, im­mer­hin, die Re­de­frei­heit in der Ver­fas­sung ga­ran­tiert.

7. März: Das „un­be­glei­te­te Flücht­lings­kind” aus Af­gha­ni­stan, das am 9. De­zem­ber 2015 ein Asyl­be­wer­ber­heim in Upp­sa­la, wo er leb­te, nie­der­ge­brannt hat­te, wur­de zu Ju­gend­ar­rest ver­ur­teilt. Das Feu­er ver­ur­sach­te mehr als fünf Mil­lio­nen Kro­nen (615.000 $) Scha­den; das Ge­bäu­de wur­de voll­stän­dig zer­stört. Der Af­gha­ne, der 16 Jah­re alt zu sein be­haup­tet, hat­te so­gar vor dem Feu­er im Heim Cha­os pro­du­ziert, in­dem er un­ter an­de­rem Sa­chen nach den Mit­ar­bei­tern warf. In der Nacht des Feu­ers war ihm die Er­laub­nis ver­wei­gert wor­den, spät in der Nacht raus zu ge­hen, um Süs­sig­kei­ten zu kau­fen. Wü­tend droh­te er, den Fern­se­her zu zer­stö­ren, was die Mit­ar­bei­ter da­zu brach­te, den Fern­se­her in ein Bü­ro zu brin­gen. Er droh­te dann, „al­les zu zer­stö­ren, wenn ich mei­nen Wil­len nicht be­kom­me.” Früh am nächs­ten Mor­gen steck­te er das Ge­bäu­de in Brand; Mit­ar­bei­ter und an­de­re Be­woh­ner rann­ten um ihr Le­ben.

9. März: In Pa­nik ver­setz­te Shop­per in der Hal­lun­da Mall lie­fen in De­ckung, als ein mas­kier­ter Ein­bre­cher ei­ne au­to­ma­ti­sche Waf­fe auf sie rich­te­te. Ei­ne Grup­pe von Räu­bern steu­er­te ein Au­to in ein Ju­we­lier­ge­schäft und war da­mit be­schäf­tigt, es zu plün­der­ten, als ein äl­te­rer Mann zu in­ter­ve­nie­ren ver­such­te: „Ich ging zu ei­nem von ih­nen, aber er schlug mich nie­der und be­droh­te mich mit ei­ner Waf­fe”, sag­te der Mann der Nachrichten-​Website Ny­he­ter Idag. Meh­re­re Schüs­se wur­den ab­ge­feu­ert, aber nie­mand wur­de ver­letzt. Bis­her gab es kei­ne Ver­haf­tun­gen.

10. März: Ein ira­ki­scher Mann mit schwe­di­scher Staats­bür­ger­schaft wur­de zu ei­nem Jahr Ge­fäng­nis ver­ur­teilt für den Miss­brauch sei­ner Frau und sei­nes Kin­des. Der Mann ver­such­te, sei­ne Frau und sei­ne Toch­ter zu zwin­gen, ei­nen Schlei­er zu tra­gen; als sie sich wei­ger­ten, schlug er sie und droh­te ih­nen mit ei­nem Mes­ser.

10. März: Zwei Asyl­be­wer­ber Fa­mi­li­en wa­ren so un­zu­frie­den mit der Un­ter­brin­gung, die ih­nen an der ge­ho­be­nen Ny­ga­tan Stras­se im Zen­trum von Norr­kö­ping an­ge­bo­ten wur­de, dass sie sich wei­ger­ten, aus dem Bus aus­zu­stei­gen. Des­halb war der Ver­kehr auf der Stras­se blo­ckiert. Die Po­li­zei sag­te zur lo­ka­len Ta­ges­zei­tung Norr­kö­pings Tid­nin­gar:

„Wir blei­ben auf dem Schau­platz der Sze­ne, weil die Din­ge jetzt dort ein we­nig wirr sind. Die Fa­mi­li­en sind un­zu­frie­den mit dem Stan­dard der Woh­nun­gen, wes­halb sie sich zu­nächst wei­ger­ten, aus dem Bus aus­zu­stei­gen. Wir spre­chen jetzt mit den Fa­mi­li­en und ver­wei­sen sie an das So­zi­al­amt auf der Drott­ning­gatan oder an den Im­mi­gra­ti­ons­dienst.”

10. März: Der Stras­sen­künst­ler Dan Park, der mehr­fach we­gen „Hass­re­de” ver­ur­teilt wor­den war, wur­de er­neut ver­haf­tet. Nach An­ga­ben der Staats­an­walt­schaft sind die dies­mal zur Last ge­leg­ten Straf­ta­ten im Mai, Ju­ni und Sep­tem­ber 2015 auf so­zia­le Me­di­en be­gan­gen wor­den, als er „her­ab­las­sen­de Be­mer­kun­gen ge­gen Per­so­nen in Be­zug auf ih­re eth­ni­sche Zu­ge­hö­rig­keit ge­macht hat­te.”

Die schwe­di­sche Jus­tiz, die Ver­ge­wal­ti­ger häu­fig mit ei­nem „Klaps aufs Hand­ge­lenk” ent­lässt, ist voll los­ge­stürmt in ih­rer Kam­pa­gne ge­gen den Künst­ler und sei­ne pro­vo­zie­ren­den Bil­der von Ro­ma, Schwar­zen und Mus­li­men. Im Ok­to­ber 2014 wur­de er zu fünf Mo­na­ten Haft ver­ur­teilt – da­für, dass er sei­ne Ar­bei­ten in ei­ner Kunst­ga­le­rie aus­stell­te.

Der ein­zi­ge schwe­di­sche Künst­ler, der für Dan Parks Recht, sich als Künst­ler aus­zu­drü­cken, auf­ge­stan­den war, ist Lars Vilks, der im­mer noch un­ter stän­di­ger To­des­dro­hung lebt, seit er 2007 den mus­li­mi­schen Pro­phe­ten Mo­ham­med als im Kreis ren­nen­den Hund ge­zeich­net hat­te. Es gab meh­re­re ver­ei­tel­te Mord­kom­plot­te ge­gen Herrn Vilks, und im Fe­bru­ar 2015 wur­de er zum Ziel ei­nes Ter­ror­an­schlags in Ko­pen­ha­gen, in dem zwei Men­schen er­mor­det wur­den. Vilks selbst blieb un­ver­letzt – vor al­lem auf­grund der ent­schlos­se­nen Re­ak­ti­on sei­ner Leib­wäch­ter.

In Dä­ne­mark hat Dan Park ei­ne ganz an­de­re Be­hand­lung durch die Me­di­en und das Es­ta­blish­ment er­fah­ren. Der öffentlich-​rechtliche Fern­seh­sen­der Dan­marks Ra­dio strahl­te vor kur­zem ei­ne ein­stün­di­ge Do­ku­men­ta­ti­on über den Künst­ler aus, der selbst das Ge­fühl hat, dass Schwe­den das NS-​Konzept Ent­ar­te­te Kunst an­wen­det, wo der Staat Künst­ler ein­sperrt, die „an­stös­si­ge” Kunst pro­du­zie­ren.

10. März: In den letz­ten zwei Jah­ren hat der schwe­di­sche Si­cher­heits­dienst min­des­tens 60 Asyl­be­wer­ber als Ter­ro­ris­ten und ei­ne Be­dro­hung für das Land iden­ti­fi­ziert. Al­ler­dings wei­gert sich der Im­mi­gra­ti­on Ser­vice, sie aus­zu­schaf­fen – weil das die Ter­ro­ris­ten in töd­li­che Ge­fahr brin­gen wür­de: „Wir ha­ben kei­ne To­des­stra­fe in Schwe­den, und wir schi­cken kei­ne Men­schen in den Tod,” sag­te Im­mi­gra­ti­on Ser­vice Chief Ope­ra­ting Of­fi­cer Mi­ka­el Rib­ben­vik dem öffentlich-​rechtlichen Fern­se­hen Sve­ri­ges Te­le­vi­si­on.

Die in Fra­ge ste­hen­den Men­schen sind be­stä­tig­te Ter­ro­ris­ten, ei­ni­ge mit Ver­bin­dun­gen zu is­la­mis­ti­schen Grup­pen wie dem Is­la­mi­schen Staat (ISIS), Kriegs­ver­bre­cher und Spio­ne, die für aus­län­di­sche Ge­heim­diens­te ar­bei­ten.

12. März: Ei­ni­ge El­tern, de­ren Kin­der die Schu­le Cen­trals­ko­lan in Kris­ti­an­stad be­su­chen, be­hal­ten ih­re Kin­der zu Hau­se, nach­dem die Kin­der kör­per­lich durch neu an­ge­kom­me­nen Mi­gran­ten­schü­ler miss­braucht wor­den wa­ren. Die Kin­der wur­den ge­schla­gen, ge­tre­ten, ge­würgt, und an­de­ren Ar­ten von Miss­brauch in der Schu­le aus­ge­setzt, wel­che vor kur­zem erst ei­ne gros­se An­zahl neu­er Mi­gran­ten­schü­ler auf­ge­nom­men hat. Der Schul­lei­ter und die Leh­rer ha­ben die schwe­di­schen Stu­den­ten auf­ge­for­dert, „ein­fach weg­zu­ge­hen”, wenn Kämp­fe oder Kon­flik­te mit den Mi­gran­ten­kin­dern los­ge­hen.

12. März: Meh­re­re Schwe­den wur­den aus ih­ren Hei­men in Öre­bro ver­trie­ben, als das Haus, in dem sie le­ben, ver­kauft und in ein Asyl­be­wer­ber­heim um­ge­wan­delt wur­de. Den Mie­tern wur­de brief­lich mit­ge­teilt, dass sie ih­re Woh­nun­gen in­ner­halb von drei Mo­na­ten zu räu­men hät­ten – oder die Voll­stre­ckungs­be­hör­de wür­de für ih­re Ver­trei­bung sor­gen. „Ich ha­be seit vier Jah­ren hier ge­lebt, be­zahl­te mei­ne Mie­te und al­les. Aber jetzt wer­de ich raus­ge­wor­fen,” sag­te ein Mie­ter, Ro­ger Lund, der lo­ka­len Ta­ges­zei­tung Ne­ri­kes Al­le­han­da. Der Ver­mie­ter sagt, dass die Mie­ter, die in dem Ge­bäu­de le­ben, so ge­nann­te „Abriss-​Mietverträge” hät­ten, und da­her könn­ten ih­re Miet­ver­trä­ge kurz­fris­tig ge­kün­digt wer­den.

14. März: Den ka­ta­stro­pha­len Ab­sturz, den schwe­di­sche Schü­ler in den Pisa-​Tests (Pro­gramm für In­ter­na­tio­na­le Schü­ler As­sess­ments, die Prü­fung der Fä­hig­kei­ten und Kennt­nis­se der 15-​jährigen Schü­ler) in den letz­ten Jah­ren er­lebt ha­ben, ist im We­sent­li­chen auf die Zu­wan­de­rung aus Län­dern der Drit­ten Welt zu­rück­zu­füh­ren, ge­mäss ei­nem Be­richt der na­tio­na­len Agen­tur für Bil­dung (Skol­ver­ket). Et­wa 85% des Nie­der­gangs an High School För­der­fä­hig­keit er­weist sich auf­grund zu­neh­men­der Zah­len von Schü­lern, die nach Be­ginn des Schul­jah­res ein­tra­ten, und die so­mit ei­ne schlech­te­re Leis­tung ha­ben als die an­de­ren Schü­ler.

14. März: Ein 25-​jähriger Ein­wan­de­rer aus Nord­afri­ka wur­de zu Ge­fäng­nis und Ab­schie­bung ver­ur­teilt, weil er ei­ne schwe­di­sche Frau ver­ge­wal­tigt hat­te. Der Mann mas­sier­te die Frau, als er plötz­lich ih­re Oh­ren zu le­cken be­gann und sie dann ver­ge­wal­tig­te. Die Ehe­frau des Ver­ge­wal­ti­gers be­zeug­te vor Ge­richt, dass ihr Mann ein per­fek­ter Gen­tle­man sei.

Wäh­rend der Ver­hand­lung be­stritt der Ver­ge­wal­ti­ger ve­he­ment, dass er se­xu­el­le Avan­cen in Rich­tung der Frau ge­macht ha­be: „Gott al­lein weiss, wie mei­ne DNA in ih­re Oh­ren ge­langt ist”, sag­te er.

14. März: Ei­ne Bür­ger­wehr, die sich die Sol­da­ten von Odin nennt, hat be­gon­nen, in schwe­di­schen Städ­ten zu pa­trouil­lie­ren, mit dem er­klär­ten Ziel, Ver­ge­wal­ti­gun­gen und an­de­re An­grif­fe zu ver­hin­dern. Die Po­li­zei, die sich stän­dig be­schwert, dass sie so un­ter­be­setzt ist, dass sie nicht über die Mit­tel ver­fügt, auf den Stras­sen den Bür­gern zu hel­fen, fand plötz­lich die Mit­tel, um die Grup­pe an­zu­hal­ten und ih­re Mit­glie­der zu durch­su­chen.

Sol­di­ers of Odin wur­de im Jahr 2015 in Finn­land ge­grün­det, als Re­ak­ti­on auf die Ver­zehn­fa­chung der Ein­wan­de­rung im letz­ten Jahr. Ihr Grün­der, Mi­ka Ran­ta, soll ein­mal ei­ner Neonazi-​Organisation an­ge­hört ha­ben. In sehr kur­zer Zeit sind die Sol­da­ten von Odin ex­po­nen­ti­ell ge­wach­sen und ha­ben jetzt Ver­tre­ter in rund 20 schwe­di­schen Städ­ten. In ei­nem In­ter­view mit der Online-​Nachrichten-​Website Fria Ti­der sag­te der Spre­cher der Grup­pe, Mi­ka­el Jo­hans­son, dass die Mit­glie­der wünsch­ten, die Po­li­zei hät­te die Mit­tel, um die „Ar­beit” zu tun, die sie jetzt tun.

17. März: Ein 19-​jähriger So­ma­li wur­de für ei­ne Rei­he von bru­ta­len Über­fäl­len auf äl­te­re Schwe­den vor Ge­richt ge­stellt. Ei­ni­ge der Op­fer wur­den bei den Über­fäl­len ver­letzt. Ei­ne 76-​jährige Frau wur­de in die Hand ge­bis­sen. Sie war eben auf der Bank ge­we­sen und hat­te 10’000 Kro­nen (et­wa $ 1’100) ab­ge­ho­ben, oh­ne zu be­mer­ken, dass der Dieb ihr folg­te. Als sie in ei­nen La­den ging und ih­re Brief­ta­sche er­griff, ver­such­te er sie ihr zu ent­reis­sen. Als die Frau nicht los­las­sen woll­te, biss er sie. Der Mann wur­de in fünf Fäl­len schwe­ren Rau­bes ver­ur­teilt – al­le von ih­nen ge­gen Men­schen im Al­ter von 75 – 85. Ei­ner von ih­nen ver­lor 15’000 Kro­nen ($ 1’700).

In der Ver­gan­gen­heit ist der so­ma­li­sche Dieb be­reits des schwe­ren Rau­bes, schwe­ren Dieb­stahls, Dro­gen­de­lik­ten, tät­li­chen An­griff auf ei­nen Po­li­zei­be­am­ten und Wi­der­stand ge­gen sei­ne Ver­haf­tung für schul­dig be­fun­den wor­den. Er ist ein schwe­di­scher Staats­bür­ger und lebt von So­zi­al­hil­fe.

18. März: Die aus­tra­li­sche TV-​Show 60 Mi­nu­ten strahl­te ei­ne Sen­dung aus, die ge­filmt wur­de, als sie den Stock­hol­mer Vor­ort Rin­ke­by be­such­te – und an­ge­grif­fen wur­de. Die Nach­richt des An­griffs auf das aus­tra­li­sche Film­team kam ei­ni­ge Wo­chen vor­her her­aus, wur­de aber lä­cher­lich ge­macht und in Fra­ge ge­stellt, weil 60 Mi­nu­ten in Rin­ke­by vom schwe­di­schen Ein­wan­de­rungs­kri­ti­ker Jan Sjun­nes­son von der al­ter­na­ti­ven Medien-​Website Av­pixlat her­um­ge­führt wor­den war. Nun konn­te je­der sel­ber se­hen, wie die Fil­mer an­ge­grif­fen wur­den, so­bald sie aus ih­rem Au­to stie­gen, und dass die Po­li­zei sich wei­ger­te, sie zu be­glei­ten, weil das „die Be­woh­ner in der Ge­gend pro­vo­zie­ren” könn­te.

18. März: Die Re­gie­rung kün­dig­te an, dass in die­sem Herbst ei­ne Al­ters­prü­fung von „un­be­glei­te­ten Flücht­lings­kin­dern” ein­ge­führt wer­de. Vie­le Jah­re lang ha­ben schwe­di­sche Po­li­ti­ker be­haup­tet, dass es un­mög­lich sei, ei­ne sol­che Al­ters­prü­fung durch­zu­füh­ren , ei­ne Po­li­tik, die da­zu ge­führt hat, dass of­fen­sicht­lich er­wach­se­ne Män­ner als Kin­der durch­gin­gen.

21. März: Drei Ein­wan­de­rer aus dem Na­hen Os­ten wur­den für meh­re­re Brand­stif­tun­gen ge­gen So­zi­al­ar­bei­ter in Bot­kyr­ka ver­ur­teilt. Das Feu­er brach in fünf ver­schie­de­nen Räum­lich­kei­ten aus, die al­le zu den so­zia­len Diens­ten ge­hö­ren, und bei der Pri­vat­re­si­denz ei­nes So­zi­al­ar­bei­ter in Värm­dö. Der Grund da­für war of­fen­bar, dass ein jün­ge­rer be­hin­der­ter Bru­der ei­nes der An­ge­klag­ten von den so­zia­len Diens­te in Ob­hut ge­nom­men wor­den war. Das Amts­ge­richt ent­schied, dass die Brän­de Teil ei­ner „ge­plan­ten und sys­te­ma­ti­schen Kam­pa­gne ge­gen die So­zi­al­diens­te in Bot­kyr­ka” wa­ren. Zwei der drei wur­den zu 18 Mo­na­ten Ge­fäng­nis ver­ur­teilt; ei­ner er­hielt Be­wäh­rung.

22. März: In Soll­ef­teå ent­deck­te die Ge­mein­de plötz­lich et­was, das vie­len Schwe­den seit lan­gem klar war: dass er­wach­se­ne Asyl­be­wer­ber be­haup­ten, „un­be­glei­te­te Flücht­lings­kin­der” zu sein. Drei Men­schen wur­den aus kom­mu­na­lem Wohn­raum für Kin­der ver­trie­ben, als klar wur­de, dass sie tat­säch­lich Er­wach­se­ne wa­ren.

Ma­jed Sa­faee, von der Ge­mein­de­ver­wal­tung von Soll­ef­teå, kom­men­tier­te ge­gen­über Sve­ri­ges Te­le­vi­si­on, dass „wir nicht nur über ein paar Jah­re hier oder dort re­den. Wir ar­gu­men­tie­ren, dass es hier um Er­wach­se­ne geht, die kei­nen Platz in ei­nem Haus für un­be­glei­te­te Kin­der ha­ben. Un­ser Emp­fangs­be­trieb muss funk­tio­nie­ren, und er funk­tio­niert nicht, wenn Er­wach­se­ne mit Kin­dern le­ben.”

Die Ent­schei­dung wur­de so­fort vom Re­por­ter kri­ti­siert: „Der Scha­den ist für die drei Flücht­lings­kin­der be­reits an­ge­rich­tet. Sie sind ih­rer Bei­stän­de be­raubt und ha­ben ihr Recht auf fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung nach dem So­zi­al­hil­fe­ge­setz ver­lo­ren, so­bald sie als äl­ter als 18 Jah­re be­trach­tet wur­den. Jetzt sind sie sich selbst über­las­sen.”

23. März: Die Ein­wan­de­rungs­be­hör­de gab zu, zu­min­dest bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad, dass in schwe­di­schen Asyl­be­wer­ber­hei­men Chris­ten von Mus­li­men ver­folgt wer­den. Die Ein­wan­de­rungs­be­hör­de sag­te, dass – viel­leicht – et­was da­ge­gen un­ter­nom­men wer­de. Bis­her hat sich die Ein­wan­de­rungs­be­hör­de ge­wei­gert, Chris­ten und Mus­li­me zu tren­nen, weil „ge­trenn­te Asyl­be­wer­ber­häu­ser ge­gen die schwe­di­schen de­mo­kra­ti­schen Wer­te ge­hen wür­den.”

Doch als der Vor­ste­her der syrisch-​orthodoxen Kir­che, Mor (S:t) Aphrem Ka­rim II, ei­nen Brief schrieb an die schwe­di­sche Mi­nis­te­rin für Mi­gra­ti­on und den Ge­ne­ral­di­rek­tor der Im­mi­gra­ti­ons­diens­te, mit der Bit­te, dass Schwe­den be­son­de­re Hei­me für die Chris­ten und an­de­re Asyl­be­wer­ber, die von Mus­li­men be­droht wer­den, an­bie­ten mö­ge, war die Ant­wort:

„Wir prü­fen der­zeit die Mög­lich­kei­ten, ei­ne be­grenz­te An­zahl von spe­zi­el­len Hei­men für Per­so­nen an­zu­bie­ten, die sich an dem Ort, an dem sie sich auf­hal­ten, un­si­cher füh­len auf­grund des Ver­hal­tens an­de­rer. Die­se Ein­rich­tun­gen wä­ren für je­der­mann of­fen, der ei­nen si­che­re­ren Ort be­nö­tigt, un­ab­hän­gig von sei­ner Na­tio­na­li­tät oder re­li­giö­sen Über­zeu­gung.”

23. März: In der star­ken Ein­wan­de­rungs­stadt Mal­mö wur­den im Ver­lauf ei­nes Abends meh­re­re Men­schen an­ge­schos­sen in Vor­fäl­len, die als nicht mit­ein­an­der ver­bun­den be­trach­tet wer­den. Im Lindän­gen Be­zirk fand die Po­li­zei zwei an­ge­schos­se­ne Män­ner und ei­nen schwer zu­sam­men­ge­schla­ge­nen Mann, in Ro­sen­gård be­rich­te­te ein Ta­xi­fah­rer, dass je­mand auf ei­ne Per­son ge­schos­sen hat­te, die er ab­zu­ho­len ge­schickt wor­den war, und spä­ter wur­de ein Mann mit Schuss­wun­den in ei­ner Woh­nung in Au­gus­ten vor­ge­fun­den. Glück­li­cher­wei­se über­leb­ten al­le.

25. März: Dan Eli­as­son, der um­strit­te­ne na­tio­na­le Po­li­zei­chef, ent­schied uni­la­te­ral, 700 neue Po­li­zis­ten ein­zu­stel­len, ob­wohl das Par­la­ment noch nicht ent­schie­den hat, Mit­tel für neue Re­kru­ten zu spre­chen. Dass der höchs­te Po­li­zei­be­am­te im Land das Ge­setz in die ei­ge­nen Hän­de nimmt, ist ziem­lich un­or­tho­dox, aber Eli­as­son er­klär­te, dass er ein­fach kei­ne Zeit ha­be, auf grü­nes Licht von der Re­gie­rung zu war­ten, und dass der Be­darf an zu­sätz­li­chem Per­so­nal drin­gend ist:

„Ich ha­be die Ent­schei­dung des Par­la­men­tes vor­weg­ge­nom­men und die Re­gio­nen ge­be­ten, mehr Leu­te ein­zu­stel­len, auch wenn sie das Geld da­für ge­ra­de nicht ha­ben. Ich glau­be und hof­fe, dass das Par­la­ment und die Re­gie­rung den Ernst der La­ge er­ken­nen und uns das Geld ge­ben wird, nach­dem wir Tat­sa­chen ge­schaf­fen ha­ben.”

29. März: „Ne­ger” ist jetzt of­fi­zi­ell ein ver­bo­te­nes Wort in Schwe­den. In kur­zer Zeit sind meh­re­re Leu­te der „Hass­re­de” schul­dig ge­spro­chen wor­den, nach­dem sie die­ses Wort ge­sagt oder ge­schrie­ben hat­ten. Im März wird ein Mann in den Drei­ßi­gern zu ei­ner Be­wäh­rungs­stra­fe ver­ur­teilt und ge­zwun­gen, sich ei­nem schwe­di­sches Gefängnis- und Bewährungs-​Behandlungsprogramm zu un­ter­zie­hen. Er wird für schul­dig be­fun­den „sich in ei­ner ab­fäl­li­gen Art und Wei­se aus­ge­drückt und Ver­ach­tung ge­gen die­se eth­ni­sche Grup­pe im In­ter­net­fo­rum Flash­back ver­brei­tet zu ha­ben,” wo er „Be­grif­fe wie Ne­ger und an­de­re ab­fäl­li­ge Be­mer­kun­gen und Kom­men­ta­re” be­nutzt hat­te.

Da al­le Be­nut­zer des Fo­rums Flash­back an­onym sind, und die Ser­ver sich im Aus­land be­fin­den, ist es in der Re­gel ri­si­ko­frei, dort zu schrei­ben, was man will. Doch in die­sem Fall hat­te die Po­li­zei ei­nen an­ony­men Hin­weis be­kom­men – den sie mit gröss­ter Ernst­haf­tig­keit ver­folg­ten – über den Mann. Sie stürm­ten sei­ne Woh­nung und hat­ten das Glück, sei­nen Com­pu­ter vor­zu­fin­den, ein­ge­schal­tet und ein­ge­loggt auf Flash­back un­ter dem in Fra­ge ste­hen­den Be­nut­zer­na­men. Die Po­li­zei be­schlag­nahm­te den Com­pu­ter, Spei­cher­kar­ten, Fest­plat­ten, ein Mo­bil­te­le­fon und „Pro­pa­gan­da” von der Par­tei der Schwe­den­de­mo­kra­ten.

Im Ok­to­ber letz­ten Jah­res wur­den drei 15-​jährige Jun­gen vom Be­ru­fungs­ge­richt für das un­te­re Norr­land ver­ur­teilt, nach­dem sie in der Schu­le „das Wort ‚Ne­ger’ mehr­mals ge­äus­sert” hat­ten. Im Jahr 2014 wur­de ein 17 Jah­re al­tes Mäd­chen we­gen Be­lei­di­gung ei­ner 29-​jährigen Afri­ka­ne­rin ver­ur­teilt, die sie als Ne­ge­rin be­schimpft hat­te. Die Tat­sa­che, dass die Be­lei­di­gung folg­te, nach­dem die Afri­ka­ne­rin sie und ih­re Freun­din als „f ** king Schwe­din­nen” be­schimpft hat­te, war kein mil­dern­der Um­stand, laut dem Ge­richt. Schwar­ze dür­fen Weis­se of­fen­bar nen­nen, wie sie wol­len; straf­bar ist nur, wenn die Weis­sen an­geb­lich un­an­ge­mes­se­ne Wor­te ge­gen Schwar­ze ver­wen­den.

29. März: Ei­ne be­son­ders bru­ta­le Ver­ge­wal­ti­gung ge­gen ei­ne Frau in Lud­vi­ka im Au­gust führ­te da­zu, dass fünf eri­trei­sche Män­ner zu acht Mo­na­ten Ge­fäng­nis ver­ur­teilt wur­den, und ein Mann zu fünf Jah­ren. Die Frau wur­de in ei­ne Woh­nung ge­lockt, in der acht Män­ner wa­ren; ei­ner von ih­nen ver­ge­wal­tig­te sie, wäh­rend die an­de­ren sie fest­hiel­ten. Sie ent­kam da­durch, dass sie aus ei­nem Fens­ter im zwei­ten Stock sprang. Im De­zem­ber sprach ein Be­zirks­ge­richt zwei der Män­ner frei, wäh­rend fünf zehn Mo­na­te Ge­fäng­nis we­gen schwe­rer Ver­ge­wal­ti­gung er­hiel­ten, und ei­ner fünf Jah­re. Die Staats­an­walt­schaft be­trach­te­te die Män­ner als Flücht­lin­ge, und ver­lang­te des­halb kei­ne Ab­schie­bung. Das Be­ru­fungs­ge­richt ak­zep­tier­te die Fünf-​Jahres-​Strafe ge­gen den 21-​jährigen, senk­te aber die Sät­ze der an­de­re auf acht Mo­na­te – we­gen „Un­ter­las­sung, ein Ver­bre­chen zu mel­den.”

30. März: Zwei Män­ner, die im Jahr 2014 in Sy­ri­en an Hin­rich­tun­gen teil­ge­nom­men hat­ten, wur­den zu le­bens­läng­lich ver­ur­teilt vom schwe­di­schen Be­ru­fungs­ge­richt, das da­mit die Über­zeu­gung des Göteborg-​Bezirksgerichts aus dem letz­ten Jahr be­stä­tigt. Ei­ner der Rich­ter, Ni­klas Wåg­nert, er­klär­te dem schwe­di­schen öffentlich-​rechtlichen Ra­dio­sen­der Sve­ri­ges Ra­dio:

„Das Be­ru­fungs­ge­richt ist fer­ner der Auf­fas­sung, dass der Zweck der Mor­de die Ein­flös­sung ernst­haf­ter Angst in die­je­ni­gen, die nicht die Mei­nung der An­ge­klag­ten tei­len, war und dass die Ta­ten der­art sind, dass ge­sagt wer­den kann, dass dem Staat Sy­ri­en ernst­haf­ter Scha­den zu­ge­fügt wur­de. Das Ge­richt teilt die Auf­fas­sung des Land­ge­richts, dass Ta­ten wie die­se ein Le­ben im Ge­fäng­nis recht­fer­ti­gen.”

Das Ur­teil ist un­ge­wöhn­lich – es hat bis­her nur ei­nen sol­chen Fall in Schwe­den ge­ge­ben, in dem so­wohl das Be­zirks­ge­richt als auch die Be­ru­fungs­ge­rich­te je­man­den ter­ro­ris­ti­scher Ver­bre­chen schul­dig ge­spro­chen ha­ben; das war im Jahr 2005 und be­trifft die Fi­nan­zie­rung von An­schlä­gen im Irak.

30. März: Drei afri­ka­ni­sche Män­ner wur­den zu vier Jah­ren Ge­fäng­nis und Ab­schie­bung ver­ur­teilt nach ei­ner Grup­pen­ver­ge­wal­ti­gung ei­ner Schwe­din in Lud­vi­ka im Ok­to­ber 2015. Die Män­ner ver­folg­ten die Frau in der gan­zen Stadt, und hol­ten sie in ei­ner Gas­se ein, wo sie ei­nen Ring um sie bil­de­ten. Sie zo­gen ih­re Un­ter­wä­sche nach un­ten und hiel­ten sie nie­der, da­mit sie sie va­gi­nal und anal ver­ge­wal­ti­gen konn­ten. Die Ver­ge­wal­ti­gung dau­er­te min­des­tens 15 Mi­nu­ten, und die Frau schrie die gan­ze Zeit um Hil­fe. Schliess­lich er­schien ein schwe­di­scher Mann auf der Bild­flä­che, was die Ver­ge­wal­ti­ger ab­lenk­te und zum weg­ren­nen brach­te.

Die Po­li­zei fand die Ver­ge­wal­ti­ger durch DNA-​Tests ei­ner Rei­he von Ver­däch­ti­gen. Zwei der Män­ner sind aus Eri­trea und ha­ben Dau­er­auf­ent­halts­sta­tus in Schwe­den seit 2015. Der drit­te Mann ist ein Asyl­be­wer­ber aus dem Su­dan. Das Ur­teil be­sagt, dass „an­ge­sichts der Si­tua­ti­on in Eri­trea” Ab­schie­bun­gen in die­ses Land nicht er­zwun­gen wer­den kön­nen – was be­deu­tet, dass die Ver­ge­wal­ti­ger für die ab­seh­ba­re Zu­kunft in Schwe­den blei­ben wer­den.

30. März: Ei­ne wei­te­re Grup­pen­ver­ge­wal­ti­gung fand an Bord ei­ner Fäh­re nach Finn­land statt. Ins­ge­samt sechs jun­ge Män­ner wer­den in die­sem Fall ver­däch­tigt. Fünf von ih­nen ha­ben ei­nen Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund; der sechs­te hat ei­ne schwe­di­sche Mut­ter und ei­nen so­ma­li­schen Va­ter.

Die Ver­ge­wal­ti­gung er­eig­ne­te sich, als ei­ne gros­se Grup­pe von jun­gen Men­schen auf der M/​S Ga­la­xy se­gel­te, um ihr Ab­itur zu fei­ern. Zwei der an­ge­klag­ten Ver­ge­wal­ti­ger, jetzt in Haft, er­wie­sen sich auch als Ver­däch­ti­ge in ei­ner frü­he­ren Mord­un­ter­su­chung. Aber weil der Staats­an­walt sich nicht da­für ent­schied, sie im Zu­sam­men­hang mit je­ner Un­ter­su­chung in Un­ter­su­chungs­haft zu neh­men, wa­ren sie frei, mit der Fäh­re mit­zu­fah­ren und of­fen­bar ei­ne wei­te­res schwe­res Ver­bre­chen zu be­ge­hen.

In­grid Carl­qvist ist in Schwe­den le­ben­de Jour­na­lis­tin und Au­to­rin, und Dis­tin­guis­hed Se­ni­or Fel­low des Gatestone In­sti­tu­te.

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© 2016 Gatestone In­sti­tu­te. Al­le Rech­te vor­be­hal­ten. Der Ori­gi­nal­text wur­de von mir auf Deutsch über­setzt. Die Erst­pu­bli­ka­ti­on mei­ner Über­set­zung er­folg­te durch das Gatestone In­sti­tu­te. Wie­der­ge­ge­ben mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone In­sti­tu­te.

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