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Frank­reich: Der kom­men­de Bür­ger­krieg

Yves Ma­mou, 16.7.2016, Gates­to­ne In­sti­tu­te

  • Für den fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten François Hol­lan­de ist der Feind ei­ne Abs­trak­ti­on: „Ter­ro­ris­mus” oder „Fa­na­ti­ker”.
  • Statt­des­sen be­stä­tigt der fran­zö­si­sche Prä­si­dent sei­ne Ent­schie­den­heit für mi­li­tä­ri­sche Ak­tio­nen im Aus­land: „Wir wer­den un­se­re Ak­tio­nen in Sy­ri­en und im Irak ver­stär­ken,” sag­te der Prä­si­dent nach der Nizza-​Attacke.
  • Wenn man kon­fron­tiert ist mit die­sem Ver­sa­gen un­se­rer Eli­te, die da­zu ge­wählt wor­den ist, un­ser Land durch na­tio­na­le und in­ter­na­tio­na­le Ge­fah­ren zu füh­ren, wie über­ra­schend ist es dann, dass sich pa­ra­mi­li­tä­ri­sche Grup­pen zu or­ga­ni­sie­ren be­gin­nen, um sich zu weh­ren?
  • In Frank­reich ha­ben die glo­ba­len Eli­ten ei­ne Wahl ge­trof­fen. Sie ha­ben ent­schie­den, dass die „schlech­ten” Wäh­ler in Frank­reich un­ver­nünf­ti­ge Men­schen sind, zu dumm, die Schön­hei­ten ei­ner Ge­sell­schaft zu se­hen, die of­fen ist für Men­schen, die sich häu­fig nicht as­si­mi­lie­ren wol­len, die Sie um­ge­kehrt as­si­mi­lie­ren wol­len, und die dro­hen, Sie zu tö­ten, wenn Sie das un­ter­las­sen. Die Eli­te hat sich ge­gen ih­re ei­ge­nen Al­ten und Ar­men ge­stellt, weil die­se Leu­te nicht mehr für sie stim­men wol­len. Sie ha­ben auch ei­ne Wahl ge­trof­fen, den Is­la­mis­mus nicht zu be­kämp­fen, weil Mus­li­me kol­lek­tiv für die­se glo­ba­le Eli­te stim­men.

„Wir ste­hen am Ran­de ei­nes Bür­ger­krie­ges.” Die­ses Zi­tat ist nicht von ei­nem Fa­na­ti­ker oder Wahn­sin­ni­gen ge­kom­men. Nein, es kam vom Kopf der fran­zö­si­schen DGSI (Di­rec­tion gé­né­ra­le de la sé­cu­rité in­té­ri­eu­re), Pa­trick Cal­var. Er hat in der Tat vie­le Ma­le über die Ge­fahr ei­nes Bür­ger­krie­ges ge­spro­chen. Am 12. Ju­li warn­te er ei­ne Kom­mis­si­on von Mit­glie­dern des Par­la­ments, die zu­stän­dig ist für ei­ne Über­sicht über die Ter­ror­an­schlä­ge von 2015, da­vor.

Fran­zö­si­sche Po­li­zei er­schießt ei­nen in Tu­ne­si­en ge­bo­re­nen is­la­mis­ti­schen Ter­ro­ris­ten, der am 14. Ju­li 2016 in Niz­za 84 Men­schen er­mor­det. (Bild­quel­le: Sky News Video-​Screenshot)

Im Mai 2016 lie­fer­te er fast die glei­che Bot­schaft an ei­ne an­de­re Kom­mis­si­on von Par­la­ments­mit­glie­dern, die­ses Mal zu­stän­dig für die na­tio­na­le Ver­tei­di­gung. „Eu­ro­pa”, sag­te er, „ist in Ge­fahr. Ex­tre­mis­mus ist über­all auf dem Vor­marsch, und wir wen­den jetzt un­se­re Auf­merk­sam­keit ei­ni­gen weit rechts ste­hen­den Be­we­gun­gen zu, die ei­ne Kon­fron­ta­ti­on vor­be­rei­ten”.

Wel­che Art von Kon­fron­ta­ti­on? „In­ter­kom­mu­na­le Kon­fron­ta­tio­nen”, sag­te er – höf­lich aus­ge­drückt für „ei­nen Krieg ge­gen Mus­li­me.” „Ein oder zwei wei­te­re Ter­ror­an­schlä­ge,” füg­te er hin­zu, „und wir kön­nen gut auch ei­nen Bür­ger­krieg er­le­ben.”

Im Fe­bru­ar 2016 sag­te er vor ei­ner für Ge­heim­dienst­in­for­ma­tio­nen zu­stän­di­gen Se­nats­kom­mis­si­on er­neut: „Wir be­ob­ach­ten jetzt weit rechts ste­hen­de Ex­tre­mis­ten, die nur auf noch mehr Ter­ror­an­schlä­ge war­ten, um sich in ge­walt­tä­ti­ger Kon­fron­ta­ti­on zu en­ga­gie­ren”.

Nie­mand weiß, ob der LKW-​Terrorist, der am 14. Ju­li das Na­tio­nal­fei­er­tags­pu­bli­kum in Niz­za um­pflüg­te und mehr als 80 Men­schen tö­te­te, der Aus­lö­ser für ei­nen fran­zö­si­schen Bür­ger­krieg sein wird, aber es könn­te hel­fen, an­zu­schau­en, was die Ge­fahr ei­nes sol­chen in Frank­reich und an­de­ren Län­dern wie Deutsch­land oder Schwe­den schafft.

Der Haupt­grund da­für ist das Ver­sa­gen des Staa­tes.

1. Frank­reich ist im Krieg, aber der Feind wird nie be­nannt.

Frank­reich ist das Haupt­ziel der wie­der­hol­ten An­grif­fe von Is­la­mis­ten; die wich­ti­ge­ren islamistisch-​terroristischen Blut­bä­der fan­den statt im Ma­ga­zin Char­lie Heb­do und dem Su­per­markt Hy­per­cacher von Vin­cen­nes (2015); dem Thea­ter Bat­a­clan, den na­he­ge­le­ge­nen Re­stau­rants und dem Sta­di­on Sta­de de Fran­ce, (2015); dem ge­schei­ter­ten An­griff auf den Thalys-​Zug; der Ent­haup­tung von Her­vé Corn­a­ra (2015); der Er­mor­dung von zwei Po­li­zis­ten in Ma­gnan­vil­le im Ju­ni (2016), und nun der LKW-​Vorfall in Niz­za, am Tag, der an die fran­zö­si­sche Re­vo­lu­ti­on von 1789 er­in­nert.

Die meis­ten die­ser An­grif­fe wur­den von fran­zö­si­schen Mus­li­men be­gan­gen: Bür­ger auf ih­rem Weg zu­rück aus Sy­ri­en (die Kou­achi Brü­der Char­lie Heb­do) oder fran­zö­si­sche Is­la­mis­ten (La­ros­si Ab­bal­la, der ei­ne Po­li­zis­ten­fa­mi­lie in Ma­gnan­vil­le im Ju­ni 2016 tö­te­te), die spä­ter ih­re Treue zum is­la­mi­schen Staat (ISIS) be­haup­te­ten. Der LKW-​Mörder in Niz­za war Tu­ne­si­er, aber mit ei­ner fran­zö­si­schen Frau ver­hei­ra­tet, mit der er drei Kin­der hat­te und ru­hig in Niz­za leb­te, bis er be­schloss, mehr als 80 Men­schen zu er­mor­den und Dut­zen­de mehr zu ver­let­zen.

Nach je­der die­ser tra­gi­schen Er­eig­nis­se wei­ger­te sich Prä­si­dent François Hol­lan­de, den Feind zu be­nen­nen, wei­ger­te sich den Is­la­mis­mus zu be­nen­nen – und wei­ger­te sich vor al­lem, fran­zö­si­sche Is­la­mis­ten zu be­nen­nen – und als Fein­de der fran­zö­si­schen Bür­ger zu be­zeich­nen.

Für Hol­lan­de, ist der Feind ei­ne Abs­trak­ti­on: „Ter­ro­ris­mus” oder „Fa­na­ti­ker”. Selbst wenn der Prä­si­dent „Is­la­mis­mus” als Feind zu be­nen­nen wagt, wei­gert er sich, zu sa­gen, dass er al­le sala­fis­ti­schen Mo­sche­en schließt, die Mus­lim­bru­der­schaft und sala­fis­ti­sche Or­ga­ni­sa­tio­nen in Frank­reich ver­bie­tet oder den Schlei­er für Frau­en auf der Stra­ße und an der Uni­ver­si­tät ver­bie­tet. Nein, statt­des­sen be­kräf­tigt der fran­zö­si­sche Prä­si­dent sei­ne Ent­schlos­sen­heit für mi­li­tä­ri­sche Ak­tio­nen im Aus­land: „Wir wer­den un­se­re Ak­tio­nen in Sy­ri­en und im Irak ver­stär­ken”, sag­te der Prä­si­dent nach dem An­griff in Niz­za.

Für Frank­reichs Prä­si­dent ist der Ein­satz von Sol­da­ten in der Hei­mat aus­schliess­lich für de­fen­si­ve Ak­tio­nen vor­ge­se­hen: ei­ne ab­schre­cken­de Po­li­tik, kei­ne of­fen­si­ve Auf­rüs­tung der Re­pu­blik ge­gen ei­nen in­ne­ren Feind.

Mit die­sem Feh­ler von un­se­rer Eli­te kon­fron­tiert – die ge­wählt wur­de, um das Land durch na­tio­na­le und in­ter­na­tio­na­le Ge­fah­ren zu füh­ren – wie er­staun­lich ist es dann, wenn sich pa­ra­mi­li­tä­ri­sche Grup­pen or­ga­ni­sie­ren, um sich zu weh­ren?

Wie Ma­thieu Bock-​Côté, So­zio­lo­ge in Frank­reich und Ka­na­da, in Le Fi­ga­ro sagt:

„West­li­che Eli­ten weh­ren sich mit ei­ner selbst­mör­de­ri­schen Hart­nä­ckig­keit da­ge­gen, den Feind zu be­nen­nen. Kon­fron­tiert mit An­schlä­gen in Brüs­sel oder Pa­ris, zie­hen sie es vor, sich ei­nen phi­lo­so­phi­schen Kampf zwi­schen De­mo­kra­tie und Ter­ro­ris­mus vor­zu­stel­len, zwi­schen ei­ner of­fe­nen Ge­sell­schaft und Fa­na­tis­mus, zwi­schen Zi­vi­li­sa­ti­on und Bar­ba­rei”.

2. Der Bür­ger­krieg hat be­reits be­gon­nen, und nie­mand will es zu­ge­ben.

Der Bür­ger­krieg be­gann vor sech­zehn Jah­ren mit der zwei­ten In­ti­fa­da. Als die Pa­läs­ti­nen­ser Selbst­mord­an­schlä­ge aus­führ­ten in Tel Aviv und Je­ru­sa­lem, be­gan­nen fran­zö­si­sche Mus­li­me fried­lich in Frank­reich le­ben­de Ju­den zu ter­ro­ri­sie­ren. Seit sech­zehn Jah­ren sind Ju­den – in Frank­reich – ge­schlach­tet, an­ge­grif­fen, ge­fol­tert und er­sto­chen wor­den von fran­zö­si­schen mus­li­mi­schen Bür­gern, an­geb­lich um das pa­läs­ti­nen­si­sche Volk in der West­bank zu rä­chen.

Wenn ei­ne Grup­pe fran­zö­si­scher Bür­ger, die Mus­li­me, ei­ner an­de­ren Grup­pe von fran­zö­si­schen Bür­gern, den Ju­den, den Krieg er­klärt, wie nennt man das? Für das fran­zö­si­sche Es­ta­blish­ment ist es kein Bür­ger­krieg, nur ein be­dau­er­li­ches Miss­ver­ständ­nis zwi­schen zwei „eth­ni­schen” Ge­mein­schaf­ten.

Bis­her woll­te nie­mand ei­ne Ver­bin­dung her­stel­len zwi­schen die­sen An­grif­fen und dem mör­de­ri­schen An­griff in Niz­za ge­gen Men­schen, die nicht un­be­dingt Ju­den wa­ren – und es nen­nen, wie es ge­nannt wer­den soll­te: ei­nen Bür­ger­krieg .

Für das sehr po­li­tisch kor­rek­te fran­zö­si­sche Es­ta­blish­ment be­ginnt die Ge­fahr ei­nes Bür­ger­krie­ges erst, wenn je­mand ge­gen fran­zö­si­sche Mus­li­me zu­rück­schlägt; so­lan­ge sich ein­fach je­der ih­ren For­de­run­gen fügt, ist al­les in bes­ter Ord­nung. Bis­her dach­te nie­mand dar­an, dass die Ter­ror­an­schlä­ge ge­gen Ju­den durch fran­zö­si­sche Mus­li­me; ge­gen die Jour­na­lis­ten von Char­lie Heb­do von fran­zö­si­schen Mus­li­men; ge­gen ei­nen Un­ter­neh­mer, der vor ei­nem Jahr von ei­nem fran­zö­si­schen Mus­lim ent­haup­tet wur­de; ge­gen den jun­gen Ilan Ha­li­mi von ei­ner Grup­pe von Mus­li­men; ge­gen Schul­kin­der in Tou­lou­se von ei­nem fran­zö­si­schen Mus­lim; ge­gen die Pas­sa­gie­re im Thalys-​Zug von ei­nem fran­zö­si­schen Mus­lim, ge­gen die un­schul­di­gen Men­schen in Niz­za von ei­nem fast fran­zö­si­schen Mus­lim, die Sym­pto­me ei­nes Bür­ger­krie­ges wa­ren. Die­se Blut­bä­der wer­den al­le, bis zum heu­ti­gen Tag, als so et­was wie ein tra­gi­sches Miss­ver­ständ­nis an­ge­se­hen.

3. Das fran­zö­si­sche Es­ta­blish­ment be­trach­tet die Ar­men, die Al­ten und die Ent­täusch­ten als den Feind.

Wer be­klagt sich in Frank­reich am meis­ten über die mus­li­mi­sche Ein­wan­de­rung? Wer lei­det am meis­ten un­ter dem lo­ka­len Is­la­mis­mus? Wer trinkt am liebs­ten ein Glas Wein oder isst ger­ne ein Schinken-​und-​Butter-​Sandwich? Die Ar­men und Al­ten, die in der Nä­he mus­li­mi­scher Ge­mein­den le­ben, weil sie nicht das Geld ha­ben, wo­an­ders­hin um­zu­zie­hen.

Heu­te sind im Er­geb­nis Mil­lio­nen von Ar­men und Al­ten in Frank­reich be­reit, Ma­ri­ne Le Pen, Prä­si­den­tin der Par­tei des rech­ten Flü­gels Front Na­tio­nal, zur nächs­ten Prä­si­den­tin der Re­pu­blik zu wäh­len, aus dem ein­fa­chen Grund, dass die ein­zi­ge Par­tei, die wil­lens ist, die il­le­ga­le Ein­wan­de­rung zu be­kämp­fen, der Front Na­tio­nal ist.

Da je­doch die­se fran­zö­si­schen Al­ten und Ar­men für den Front Na­tio­nal stim­men wol­len, sind sie zum Feind des fran­zö­si­schen Es­ta­blish­ments ge­wor­den, den Rech­ten und den Lin­ken. Was sagt der Front Na­tio­nal die­sen Men­schen? „Wir wer­den Frank­reich als ei­ne Na­ti­on von fran­zö­si­schen Men­schen wie­der­her­stel­len”. Und die Ar­men und Al­ten glau­ben es – weil sie kei­ne an­de­re Wahl ha­ben.

Ganz ähn­lich hat­ten die Ar­men und Al­ten in Groß­bri­tan­ni­en kei­ne an­de­re Wahl, als für Brex­it zu stim­men. Sie nah­men das ers­te ih­nen an­ge­bo­te­ne Werk­zeug, um ih­re Ent­täu­schung, in ei­ner Ge­sell­schaft zu le­ben, die sie nicht mehr moch­ten, zum Aus­druck zu brin­gen. Sie ha­ben nicht ab­ge­stimmt, um zu sa­gen, „tö­tet die­se Mus­li­me, die mein Land ver­wan­deln, mei­nen Job steh­len und mei­ne Steu­ern Auf­sau­gen”. Sie ha­ben nur ge­gen ei­ne Ge­sell­schaft pro­tes­tiert, die ei­ne glo­ba­le Eli­te oh­ne ih­re Zu­stim­mung um­zu­wan­deln be­gon­nen hat­te.

In Frank­reich hat die glo­ba­le Eli­te ei­ne Wahl ge­trof­fen. Sie ent­schied, dass die „schlech­ten” Wäh­ler in Frank­reich un­ver­nünf­ti­ge Men­schen sind, zu dumm, zu ras­sis­tisch, die Schön­hei­ten ei­ner Ge­sell­schaft zu se­hen, die of­fen ist für Men­schen, die sich oft nicht as­si­mi­lie­ren wol­len, die Sie im Ge­gen­zug as­si­mi­lie­ren wol­len, und die dro­hen, Sie zu tö­ten wenn Sie es nicht tun.

Die glo­ba­len Eli­ten ha­ben noch ei­ne an­de­re Wahl ge­trof­fen: Sie stell­ten sich ge­gen ih­re ei­ge­nen Al­ten und Ar­men, weil die Leu­te sie nicht mehr wäh­len wol­len. Die glo­ba­le Eli­ten ent­schied sich auch, den Is­la­mis­mus nicht zu be­kämp­fen, weil Mus­li­me glo­bal für die glo­ba­le Eli­te stim­men. Mus­li­me in Eu­ro­pa bie­ten der glo­ba­len Eli­te aus­ser­dem ei­ne gro­ße „Ka­rot­te”: sie stim­men kol­lek­tiv.

im Jahr 2012 wähl­ten in Frank­reich 93% der Mus­li­me den der­zei­ti­gen Prä­si­den­ten, François Hol­lan­de. In Schwe­den be­rich­ten die So­zi­al­de­mo­kra­ten, dass 75% der schwe­di­schen Mus­li­me in den all­ge­mei­nen Wah­len von 2006 sie ge­wählt hat­ten; und Stu­di­en zei­gen, dass der „rot-​grüne” Block 80 – 90% der mus­li­mi­schen Wäh­ler­stim­men be­kommt.

4. Ist der Bür­ger­krieg un­ver­meid­lich? Ja!

Wenn das Es­ta­blish­ment nicht ein­se­hen will, daß der Bür­ger­krieg be­reits von ex­tre­mis­ti­schen Mus­li­men zu­erst er­klärt wor­den ist – wenn sie nicht se­hen wol­len, dass der Feind nicht der Front Na­tio­nal in Frank­reich, die AfD in Deutsch­land oder die Schwe­den­de­mo­kra­ten – son­dern der Is­la­mis­mus in Frank­reich, in Bel­gi­en, in Groß­bri­tan­ni­en, in Schwe­den ist – dann wird ein Bür­ger­krieg pas­sie­ren.

Frank­reich, wie Deutsch­land und Schwe­den, hat ein Mi­li­tär und ei­ne Po­li­zei, die stark ge­nug sind, um ge­gen ei­nen in­ne­ren is­la­mis­ti­schen Feind zu kämp­fen. Aber zu­erst muss die­ser be­nannt wer­den und Maß­nah­men ge­gen ihn müs­sen er­grif­fen wer­den. Wenn sie es nicht tun – wenn sie ih­re ein­hei­mi­schen Bür­ger in ih­rer Ver­zweif­lung al­lei­ne las­sen, oh­ne an­de­re Mit­tel als sich sel­ber zu be­waff­nen und sich zu weh­ren – ja, dann ist Bür­ger­krieg un­ver­meid­lich.

Yves Ma­mou lebt in Frank­reich und ar­bei­tet seit zwei Jahr­zehn­ten als Jour­na­list für Le Mon­de.


Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gates­to­ne In­sti­tuts.

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