«

»

Wird Eu­ro­pa ab­leh­nen, zu kni­en, wie der he­roi­sche fran­zö­si­sche Pries­ter?

Gi­ulio Meot­ti, 30.7.2016, Gatestone In­sti­tu­te

  • Ge­hen Sie in die­sen Ta­gen in Eu­ro­pa her­um: Sie wer­den kei­ne ein­zi­ge De­mons­tra­ti­on fin­den, die ge­gen den Mord an Pa­ter Jac­ques Ha­mel pro­tes­tiert. Am Tag, an dem ein 85-​jähriger Pries­ter in ei­ner fran­zö­si­schen Kir­che ge­tö­tet wur­de, sag­te nie­mand: „Wir sind al­le Ka­tho­li­ken”.
  • Selbst Papst Fran­zis­kus blieb an­ge­sichts des wich­tigs­ten anti-​christlichen Er­eig­nis­ses auf Eu­ro­pas Bo­den seit dem Zwei­ten Welt­krieg still und sag­te, dass die Is­la­mis­ten „Geld su­chen”. Der ge­sam­te va­ti­ka­ni­sche Kle­rus wei­ger­te sich, das Wort „Is­lam” aus­zu­spre­chen.
  • Ri­tu­ell wie­der­ho­len Eu­ro­pas Me­di­en und Po­li­ti­ker nach je­dem Mas­sa­ker die Ge­schich­te vom „Ver­sa­gen der Ge­heim­diens­te” – ein Fei­gen­blatt, um nicht über den Is­lam und sein Pro­jekt der Er­obe­rung Eu­ro­pas re­den zu müs­sen. Es ist der be­kann­te Ver­hal­tens­ko­dex nach je­dem is­la­mis­ti­schen An­griff.
  • Eu­ro­pa ist an­schei­nend zu ei­nem per­ma­nen­ten Be­la­ge­rungs­zu­stand ver­dammt. Aber was, wenn ei­nes Ta­ges, nach wei­te­rem Blut­ver­gie­ßen und An­schlä­gen, Eu­ro­pas Re­gie­run­gen Ver­hand­lun­gen be­gin­nen mit den Mainstream-​islamischen Or­ga­ni­sa­tio­nen über die Be­din­gun­gen für die Un­ter­wer­fung der De­mo­kra­ti­en un­ter is­la­mi­sches Scharia-​Recht? Car­toons über Mo­ham­med sind be­reits aus den eu­ro­päi­schen Me­di­en ver­schwun­den, und die Ver­ur­tei­lung Is­ra­els und der Ju­den als Sün­den­bö­cke für al­les be­gann schon vor lan­ger Zeit. Nach dem An­griff auf die Kir­che be­schlos­sen die fran­zö­si­schen Me­di­en so­gar, kei­ne Fo­tos von Ter­ro­ris­ten mehr zu ver­öf­fent­li­chen. Das ist die mu­ti­ge Ant­wort un­se­rer Mainstream-​Medien auf Dschi­had.

Pa­ter Jac­ques Ha­mel wur­de die­se Wo­che in der Kir­che von Saint-​Étienne-​du-​Rouvray von is­la­mi­schen Dschi­ha­dis­ten er­mor­det.

Stel­len Sie sich die Sze­ne vor: Die ka­tho­li­sche Mor­gen­n­mes­se in der nörd­li­chen fran­zö­si­schen Stadt Saint-​Étienne-​du-​Rouvray, ei­ne fast lee­re Kir­che, drei Pfar­rei­mit­glie­der, zwei Non­nen und ein sehr al­ter Pries­ter. Mes­ser­schwin­gen­de ISIS Ter­ro­ris­ten un­ter­bre­chen die Mes­se und schlit­zen den Hals des Pa­ters Jac­ques Ha­mel auf. Die­se herz­zer­rei­ßen­de Sze­ne be­leuch­tet den Zu­stand des Chris­ten­tums in Eu­ro­pa.

Es pas­sier­te schon frü­her. Im Jahr 1996 wur­den sie­ben fran­zö­si­sche Mön­che in Al­ge­ri­en ge­schlach­tet. Im Jahr 2006 wur­de ein Pries­ter im Irak ent­haup­tet. Im Jahr 2016 nahm die­ses schreck­li­che is­la­mi­sche Ri­tu­al Platz im Her­zen des eu­ro­päi­schen Chris­ten­tums: Die Stadt der Nor­man­die, wo Pa­ter Ha­mel er­mor­det wur­de, ist der Ort des Pro­zes­ses ge­gen Jean­ne d’Arc, der Hel­din des fran­zö­si­schen Chris­ten­tums.

Frank­reich hat­te wie­der­holt ge­warnt: Eu­ro­pas Chris­ten wird das glei­che Schick­sal tref­fen wie ih­re öst­li­chen Brü­der. Aber Frank­reich wei­ger­te sich, Eu­ro­pas Chris­ten, noch die­je­ni­gen im Os­ten, zu schüt­zen. Als vor ei­nem Jahr der Rek­tor der Gro­ßen Mo­schee von Pa­ris, Da­lil Bou­bakeur, vor­schlug, lee­re fran­zö­si­sche Kir­chen in Mo­sche­en um­zu­wan­deln (wie die­je­ni­ge in Saint-​Étienne-​du-​Rouvray), un­ter­zeich­ne­ten nur ein paar we­ni­ge fran­zö­si­sche In­tel­lek­tu­el­le, an­ge­führt von Alain Fin­kiel­kraut und Pas­cal Bruck­ner, die Pro­test­no­te mit dem Ti­tel „rühr’ mei­ne Kir­che nicht an” („Tou­ché pas à mon ég­li­se”) zur Ver­tei­di­gung des fran­zö­si­schen christ­li­chen Er­bes. Lau­rent Joff­rin, Di­rek­tor der Ta­ges­zei­tung Li­bé­ra­ti­on, führ­te ei­ne lin­ke Kam­pa­gne ge­gen die Pro­test­no­te und be­schrieb die Un­ter­zeich­ner als „al­ters­schwach und fa­schis­tisch”.

Seit Jah­ren ha­ben die fran­zö­si­schen so­zia­lis­ti­schen Bür­ger­meis­ter in der Tat den Ab­riss von Kir­chen oder de­ren Um­wand­lung in Mo­sche­en ge­neh­migt (das glei­che Ziel wie ISIS, aber durch an­de­re, „fried­li­che­re” Mit­tel). Au­ßer im Saint-​Germain-​des-​Prés-​Viertel von Pa­ris und in ei­ni­gen schö­nen Ge­bie­ten wie dem Fes­ti­val von Avi­gnon er­lebt Frank­reich ei­ne dra­ma­ti­sche Iden­ti­täts­kri­se.

Wäh­rend die Be­mü­hun­gen, Frank­reichs Kir­chen zu ret­ten, dä­mo­ni­siert oder igno­riert wor­den wa­ren, er­lit­ten ge­fähr­de­te Ost­chris­ten, die durch ISIS aus­ge­rot­tet wer­den, das­sel­be Schick­sal. „Es ist nicht mehr mög­lich, die­se eth­ni­sche und kul­tu­rel­le Säu­be­rung zu igno­rie­ren”, liest sich ein Auf­ruf, un­ter­zeich­net von den üb­li­chen kämp­fe­risch „is­la­mo­pho­ben” In­tel­lek­tu­el­len wie Eli­sa­beth Bad­in­ter, Jac­ques Jul­li­ard und Mi­chel On­fray. Im März warf die Zei­tung Le Fi­ga­ro der Re­gie­rung von Ma­nu­el Valls vor, die Chris­ten, die von ISIS mit dem Tod be­droht wer­den, im Stich zu las­sen durch die Wei­ge­rung, ih­nen Vi­sa zu ge­wäh­ren.

Ge­hen Sie in die­sen Ta­gen in Eu­ro­pa her­um: Sie wer­den kei­ne ein­zi­ge De­mons­tra­ti­on fin­den, die ge­gen die Tö­tung von Pa­ter Ha­mel pro­tes­tiert. Im Ja­nu­ar 2015, nach dem mör­de­ri­schen An­griff auf Char­lie Heb­do, gin­gen die Fran­zo­sen auf die Stra­ße, um „Je su­is Char­lie” zu sa­gen. Nach dem 26. Ju­li 2016, am Tag an dem in ei­ner Kir­che ein 85-​jähriger Pries­ter er­mor­det wur­de, sag­te nie­mand: „Wir sind al­le Ka­tho­li­ken”. Selbst Papst Fran­zis­kus blieb im An­ge­sicht des wich­tigs­ten anti-​christlichen Er­eig­nis­ses auf Eu­ro­pas Bo­den seit dem Zwei­ten Welt­krieg still und sag­te, dass die Is­la­mis­ten „Geld su­chen”. Die ge­sam­te Geist­lich­keit des Va­ti­kans wei­ger­te sich, das Wort „Is­lam” zu sa­gen oder zu schrei­ben.

Wahr­heit kommt nur von ganz we­ni­gen Au­to­ren. „Re­li­gio­nen über­win­den an­de­re Re­li­gio­nen; Po­li­zei hilft we­nig, wenn man kei­ne Angst vor dem Tod hat.” Mit die­sen Wor­ten, sechs Mo­na­te nach dem Mas­sa­ker von Char­lie Heb­do, sprach der Schrift­stel­ler Mi­chel Hou­el­le­becq mit der Re­vue des Deux Mon­des. Un­se­re Eli­te soll­te es nach je­dem Mas­sa­ker le­sen, be­vor sie Sei­ten füllt mit dem „Ver­sa­gen der Ge­heim­diens­te.”

Es ist nicht so, dass ein zu­sätz­li­ches fran­zö­si­sches Gen­dar­me­rie­fahr­zeug den Is­la­mis­ten, der 84 Per­so­nen in Niz­za schlach­te­te, hät­te stop­pen kön­nen. Viel­leicht. Könn­te sein. Aber das ist nicht der Punkt. Ri­tu­ell wie­der­ho­len Eu­ro­pas Me­di­en und Po­li­ti­ker nach je­dem Mas­sa­ker die Ge­schich­te vom „Ver­sa­gen der Ge­heim­diens­te”. Im Fall des An­griffs in Saint-​Étienne-​du-​Rouvray geht die Ge­schich­te um ei­nen Ter­ro­ris­ten, der un­ter Über­wa­chung ge­stellt wur­de.

Die „Geheimdienstversagen”-Theorie ist ein Fei­gen­blatt, um zu ver­mei­den, über den Is­lam und sein Pro­jekt der Er­obe­rung Eu­ro­pas re­den zu müs­sen. Es ist der be­kann­te Ver­hal­tens­ko­dex nach je­dem is­la­mis­ti­schen An­griff. Dann fü­gen sie hin­zu: „Ver­gel­tung” schafft ei­ne Spi­ra­le der Ge­walt; Man muss für den Frie­den ar­bei­ten und gu­te Ab­sich­ten zei­gen. Dann kommt in zwei oder drei Wo­chen das fa­ta­le „wir ha­ben es ver­dient”. Wo­für? Da­für, dass wir ei­ne Re­li­gi­on ha­ben, die an­ders ist als ih­re?

Wir hö­ren im­mer die glei­chen Stim­men, wie in ei­nem gro­ßen Ver­stel­lungs­spiel und kol­lek­ti­ver Des­ori­en­tie­rung, in dem nie­mand weiß, wel­cher Feind zu schla­gen ist. Aber im­mer­hin, ist es nicht viel tröst­li­cher, vom „Ge­heim­dienst” an­stel­le der Is­la­mis­ten zu re­den, die ver­su­chen, durch Ter­ror und Scha­ria die Un­ter­wer­fung von uns ar­men Eu­ro­pä­ern zu er­zwin­gen?

Eu­ro­pa ist an­schei­nend zu ei­nen per­ma­nen­ten Be­la­ge­rungs­zu­stand ver­dammt. Aber was wenn ei­nes Ta­ges, nach mehr Blut­ver­gie­ßen und An­schlä­gen, Eu­ro­pas Re­gie­run­gen be­gin­nen, mit den Mainstream-​islamischen Or­ga­ni­sa­tio­nen Ver­hand­lun­gen zu füh­ren über die Be­din­gun­gen für die Un­ter­wer­fung der De­mo­kra­ti­en un­ter is­la­mi­sches Scharia-​Recht? Car­toons über Mo­ham­med und das „Ver­bre­chen” der Blas­phe­mie sind be­reits aus den eu­ro­päi­schen Me­di­en ver­schwun­den, und die Ver­ur­tei­lung Is­ra­els und der Ju­den als Sün­den­bö­cke für al­les be­gann vor lan­ger Zeit.

Nach dem An­griff auf die Kir­che be­schlos­sen die fran­zö­si­schen Me­di­en so­gar, kei­ne Fo­tos von Ter­ro­ris­ten mehr zu ver­öf­fent­li­chen. Dies ist die mu­ti­ge Ant­wort von un­se­ren Mainstream-​Medien auf Dschi­had, die auch in der Char­lie Heb­do Kri­se töd­li­che Zei­chen der Feig­heit zeig­ten.

Die ein­zi­ge Hoff­nung kommt heu­te von ei­nem 85-​jährigen fran­zö­si­schen Pries­ter, der von Is­la­mis­ten er­mor­det wur­de nach ei­ner ein­fa­chen, no­ble Ges­te: Er wei­ger­te sich, vor ih­nen zu kni­en. Wird das ge­de­mü­tig­te und trä­ge Eu­ro­pa das Glei­che tun?

Gi­ulio Meot­ti, Kul­tur­re­dak­tor für Il Fo­glio, ist ita­lie­ni­scher Jour­na­list und Au­tor.


Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone In­sti­tuts.

1 Kommentar

  1. Karl Taraska

    Wann ka­piert Ihr es end­lich? War­um sprecht Ihr es nicht aus??Habt Ihr al­le sol­che Angst vor den Kon­se­quen­zen? Wir wer­den von Ok­kul­tis­ten re­giert. Sie wol­len al­les so! Sie tref­fen sich in Ge­heim­lo­gen und be­schlie­ßen al­les ge­nau so, wie es dann ge­schieht und wie wir es er­le­ben. Sie wol­len die NWO, sie be­rei­ten die De­sta­bi­li­sie­rung Eu­ro­pas vor usw usw, usw. Nur wenn man dem in die AUGEN SIEHT, kann man et­was da­ge­gen tun! Schaut nicht mehr weg! Bit­te!!! Es KANN nicht an­ders sein, al­les an­de­re er­gibt kei­nen Sinn. In­for­miert Euch bit­te, re­cher­chiert sel­ber, ich will nie­man­dem et­was ein­re­den – MACHT EINFACH SELBST DIE AUGEN AUF!!! Dan­ke, Karl Ta­ras­ka

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

css.php