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Un­garn will Ver­fas­sung än­dern, um den EU-​Migranten-​Plan zu blockieren

So­e­ren Kern, 9.10.2016, Gatestone Institute

  • Die Tsche­chi­sche Re­pu­blik, Po­len und die Slo­wa­kei, al­les ehe­ma­li­ge kom­mu­nis­ti­sche Län­der, leis­ten Wi­der­stand ge­gen den EU-​Plan, 160.000 „Asyl­be­wer­ber” um­zu­tei­len, wo­von sie sa­gen, es sei ein „EU-​Diktat”, das die na­tio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät verletze.
  • „Ei­nes der Prin­zi­pi­en, die dem Sys­tem zu­grun­de lie­gen, ist der Vor­rang des EU-​Rechts.” – Mar­ga­ri­tis Schi­nas, Chef­spre­cher der Eu­ro­päi­schen Kommission.
  • „Im Früh­herbst des Jah­res 2015 ha­ben wir ei­nen Zaun er­rich­tet an der äu­ße­ren grü­nen Gren­ze der Eu­ro­päi­schen Uni­on und dem Schengen-​Raum. Dies dien­te da­zu, die gröss­te Er­run­gen­schaft der Eu­ro­päi­schen Uni­on zu schüt­zen: die Frei­zü­gig­keit in­ner­halb des ge­mein­sa­men Be­rei­ches des Bin­nen­mark­tes .… Wir wol­len nicht die Mi­gra­ti­ons­be­las­tung auf ganz Eu­ro­pa ver­tei­len, wir wol­len sie be­sei­ti­gen, ihr ein En­de set­zen.” – Der un­ga­ri­sche Prä­si­dent Vik­tor Or­bán, 11. Ju­li 2016.
  • „Wir mö­gen nicht die Fol­gen des­sen, ei­ne gro­ße An­zahl von mus­li­mi­schen Ge­mein­schaf­ten zu ha­ben, die wir in an­de­ren Län­dern se­hen … Das ist ei­ne his­to­ri­sche Er­fah­rung für uns.” – Der un­ga­ri­sche Prä­si­dent Vik­tor Or­bán, 3. Sep­tem­ber 2015.
  • „Wir ver­lie­ren un­se­re eu­ro­päi­schen Wer­te und die Iden­ti­tät auf die­sel­be Art und Wei­se, wie Frö­sche in heis­sem Was­ser lang­sam ge­kocht wer­den. Ganz ein­fach, lang­sam wer­den es mehr und mehr Mus­li­me sein, und wir wer­den Eu­ro­pa nicht wie­der­erken­nen.” – Der un­ga­ri­sche Prä­si­dent Vik­tor Or­bán, 30. Sep­tem­ber 2016.

Mi­gran­ten pro­tes­tie­ren im Bu­da­pes­ter Ke­leti Bahn­hof, 4. Sep­tem­ber 2015 (Bild­quel­le : Ms­tys­lav Cher­nov /​ Wi­ki­me­dia Commons)

Der un­ga­ri­sche Pre­mier­mi­nis­ter Vik­tor Or­bán hat die Än­de­rung der Ver­fas­sung vor­ge­schla­gen, um zu ver­hin­dern, dass die Eu­ro­päi­sche Uni­on oh­ne Zu­stim­mung des Par­la­ments Mi­gran­ten nach Un­garn schi­cken kann.

In ei­ner Re­de vom 4. Ok­to­ber sag­te Or­bán, die Än­de­rung wür­de am 10. Ok­to­ber dem Par­la­ment vor­ge­legt, und, wenn ge­neh­migt, am 8. No­vem­ber in Kraft treten.

Un­ga­ri­sche Wäh­ler ha­ben den ver­pflich­ten­den Mi­gran­ten­um­la­ge­rungs­plan der Eu­ro­päi­schen Uni­on in ei­nem Re­fe­ren­dum am 2. Ok­to­ber über­wäl­ti­gend ab­ge­lehnt, sind aber nicht in aus­rei­chen­der Zahl an der Ur­ne er­schie­nen, um das Re­fe­ren­dum rechts­ver­bind­lich zu machen.

Mehr als 97% der­je­ni­gen, die ih­re Stim­me zum Re­fe­ren­dum ab­ga­ben, ant­wor­te­ten mit „Nein” auf die Fra­ge: „Wol­len Sie er­lau­ben, dass die Eu­ro­päi­sche Uni­on die ob­li­ga­to­ri­sche An­sied­lung von nicht-​ungarischen Staats­bür­gern in Un­garn vor­schrei­ben kann, oh­ne die Zu­stim­mung der Nationalversammlung?”

Die Wahl­be­tei­li­gung lag nur bei 40%, bei wei­tem nicht bei den 50%, die er­for­der­lich wä­ren, um das Re­fe­ren­dum nach un­ga­ri­schem Recht gül­tig zu machen.

Or­bán war ein aus­ge­spro­che­ner Geg­ner des Plans der EU ge­we­sen, 160.000 „Asyl­be­wer­ber” aus Grie­chen­land und Ita­li­en um­zu­plat­zie­ren. Im Rah­men der Re­ge­lung wä­ren 1.294 Mi­gran­ten nach Un­garn ver­scho­ben wor­den. Die Tsche­chi­sche Re­pu­blik, Po­len und die Slo­wa­kei, al­les ehe­ma­li­ge kom­mu­nis­ti­sche Län­der, ste­hen dem EU-​Plan eben­falls ent­ge­gen, von dem sie sa­gen, es sei ein „EU-​Diktat”, das die na­tio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät verletze.

Ob­wohl das Re­fe­ren­dum für un­gül­tig er­klärt wur­de, sag­te Or­bán – des­sen eu­ro­skep­ti­sche Par­tei Fi­desz mehr Un­ter­stüt­zung hat im Volk als al­le Op­po­si­ti­ons­par­tei­en zu­sam­men –  er wer­de sich nicht ab­schre­cken las­sen. Im Ge­spräch mit An­hän­gern sag­te er nach Schlie­ßung der Wahllokale:

„Der Vor­schlag der Eu­ro­päi­schen Uni­on lau­tet, die Mi­gran­ten her­ein­zu­las­sen und sie in ver­bind­li­cher Art und Wei­se un­ter den Mit­glied­staa­ten­zu ver­tei­len und Brüs­sel über die­se Ver­tei­lung ent­schei­den zu las­sen. Die Un­garn ha­ben die­sen Vor­schlag heu­te in Be­tracht ge­zo­gen und ihn ab­ge­lehnt. Un­garn ha­ben ent­schie­den, dass nur wir Un­garn ent­schei­den kön­nen, mit wem wir zu­sam­men­le­ben wol­len. Die Fra­ge war „Brüs­sel oder Bu­da­pest” und wir be­schlos­sen, dass die­se Fra­ge aus­schließ­lich in der Kom­pe­tenz von Bu­da­pest liegt.”

In ei­ner An­spra­che an das Par­la­ment am 3. Ok­to­ber fei­er­te Or­bán die Ab­stim­mung als „gro­ßen Sieg” und wie­der­hol­te sei­nen Plan, die un­ga­ri­sche Ver­fas­sung zu än­dern, um si­cher­zu­stel­len, dass die EU kei­ne Mi­gran­ten in Un­garn an­sie­deln kann. Er sag­te:

„Kei­ne Par­tei und kein Par­tei­en­bünd­nis in der Ge­schich­te der un­ga­ri­schen De­mo­kra­tie hat je­mals ei­nen so gro­ßen Auf­trag er­hal­ten. Ich sa­ge euch mit aus­rei­chen­der Sanft­mut, dass wir nicht die Mei­nung der 3,3 Mil­lio­nen Men­schen igno­rie­ren wer­den, die mit Nein ge­stimmt haben.

„… Mit aus­rei­chen­der Be­schei­den­heit und Zu­rück­hal­tung muss ich sa­gen, dass die Un­garn ges­tern Ge­schich­te ge­macht ha­ben. Wenn es wahr ist, dass die Ge­schich­te von den Sie­gern ge­schrie­ben wird, dann hat ges­tern mit ei­nem kla­ren Sieg der „Nein”-Stimmen Un­garn gesiegt.”

In Brüs­sel sag­te Mar­ga­ri­tis Schi­nas, Vor­stands­spre­cher der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on, dem mäch­ti­gen Ver­wal­tungs­or­gan der Eu­ro­päi­schen Uni­on, dass un­ab­hän­gig von dem Re­fe­ren­dum EU-​Recht im­mer noch Vor­rang ha­be vor un­ga­ri­schem Recht. Er sag­te:

„Über das Re­fe­ren­dum, wenn es recht­lich gül­tig ge­we­sen wä­re, wä­re un­ser Kom­men­tar ge­we­sen, dass wir es zur Kennt­nis neh­men. Da es von der un­ga­ri­schen Wahl­kom­mis­si­on für ju­ris­tisch nich­tig er­klärt wur­de, kön­nen wir nun sa­gen, dass wir auch das zur Kennt­nis neh­men. … Ei­nes der Prin­zi­pi­en, die dem Sys­tem zu­grun­de lie­gen, ist der Vor­rang des EU-Rechts.”

Die un­nach­gie­bi­ge Hal­tung der EU und Or­báns an­hal­ten­de Opp­si­ti­on da­ge­gen im­pli­ziert, dass der in­ner­eu­ro­päi­sche Kampf dar­über, was mit den Hun­dert­tau­sen­den von Mi­gran­ten aus Afri­ka, Asi­en und dem Na­hen Os­ten zu tun ist, noch lan­ge nicht vor­bei ist.

Et­wa 400.000 Mi­gran­ten sind 2015 durch Un­garn ge­zo­gen auf dem Weg in Rich­tung West­eu­ro­pa. Seit­dem hat Un­garn Zäu­ne ge­baut an den Gren­zen zu Ser­bi­en und Kroa­ti­en, was ef­fek­tiv die so­ge­nann­te west­li­che Bal­kan­rou­te ab­ge­schnit­ten hat, die für Mi­gran­ten die Haupt­land­rou­te durch Ost­eu­ro­pa dar­stell­te, die die EU von der Tür­kei über Grie­chen­land und Bul­ga­ri­en betraten.

Or­bán, der als Fah­nen­trä­ger der eu­ro­päi­schen Op­po­si­ti­on ge­gen die Mi­gra­ti­ons­po­li­tik der „of­fe­nen Tür” der deut­schen Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel an die Ober­flä­che ge­spült wor­den ist, hat die Kri­tik an den Zäu­nen zu­rück­ge­wie­sen. In ei­nem Ar­ti­kel in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung vom 11. Ju­li 2016 schrieb er:

„Im Som­mer 2015, un­ter völ­li­ger Miss­ach­tung der eu­ro­päi­schen Re­geln, ka­men mehr als zehn­tau­send Mi­gran­ten pro Tag an der ungarisch-​serbischen Gren­ze an. Die­se Men­schen wa­ren be­reits auf Ter­ri­to­ri­um ei­nes an­de­ren Mit­glied­staa­tes: So­wohl auf EU-​Territorium, als auch in Schengen-​Raum. Da es in der Ver­ant­wor­tung ei­nes Lan­des an der Schengen-​Außengrenze ist, si­cher­zu­stel­len, dass der Üb­ger­gang über die­ser Au­ßen­gren­ze kon­trol­liert wird, hat­te Un­garn kei­ne an­de­re Wahl als ei­ne phy­si­sche Bar­rie­re zu errichten.

„Deutsch­land, und ein be­trächt­li­cher Teil der deut­schen öf­fent­li­chen Mei­nung, war nicht in der La­ge zu be­grei­fen – und ei­ni­ge Leu­te sind es im­mer noch nicht – dass Un­garn, das Land, das den Ei­ser­nen Vor­hang nie­der­ge­ris­sen hat­te, auf ei­ne sol­che Maß­nah­me zu­rück­grei­fen könnte.

„Ich ver­ste­he, dass die deut­sche Ge­sell­schaft, die jahr­zehn­te­lang von Mau­ern und Sta­chel­draht ge­teilt wur­de, den Zaun nicht mag. Aber wenn je­mand das mo­ra­li­sche An­se­hen hat, dies ih­ren deut­schen Freun­den zu er­klä­ren, dann si­cher­lich die Un­garn. Im­mer­hin war es Un­garn, das den Ei­ser­nen Vor­hang öff­ne­te, der Eu­ro­pa – und das deut­sche Volk – ge­teilt hat­te in den Jahr­zehn­ten nach dem Zwei­ten Weltkrieg .…

„1989 ha­ben wir ei­nen Zaun ab­ge­baut, der die Völ­ker Eu­ro­pas teil­te. Im Früh­herbst des Jah­res 2015 er­rich­te­ten wir ei­nen Zaun an der äu­ße­ren grü­nen Gren­ze der Eu­ro­päi­schen Uni­on und dem Schengen-​Raum. Dies dien­te da­zu, die gröss­te Er­run­gen­schaft der Eu­ro­päi­schen Uni­on zu schüt­zen: Frei­zü­gig­keit im ge­mein­sa­men Be­reich des Bin­nen­mark­tes. Die­se Be­we­gungs­frei­heit wird ge­schützt durch das Schengen-​Abkommen, im Ein­klang mit ge­mein­sam ver­ein­bar­ten eu­ro­päi­schen Vor­schrif­ten, die vor vie­len Jah­ren ra­ti­fi­ziert wur­den. Im Er­geb­nis ha­ben wir den Le­bens­stil und das Wirt­schafts­mo­dell der eu­ro­päi­schen Men­schen ge­schützt – zu­min­dest auf dem Ab­schnitt der Au­ßen­gren­zen Eu­ro­pas, für den wir ver­ant­wort­lich sind. Und, nicht we­ni­ger ent­schei­dend, wir ha­ben ih­re Si­cher­heit geschützt .…

„Wenn ei­ni­ge Leu­te sol­che Kom­men­ta­re hö­ren, dann re­agie­ren sie au­to­ma­tisch mit dem Vor­wurf des Po­pu­lis­mus. Wie Shake­speare sa­gen wür­de, sind Po­pu­lis­ten aber Men­schen, die die Din­ge beim Na­men nen­nen. Wir Un­garn nen­nen die Din­ge beim Na­men. Dies ist Teil un­se­rer Na­tur. Wir wol­len nicht die Mi­gra­ti­ons­be­las­tun­gen auf Eu­ro­pa ver­tei­len, wir wol­len sie be­sei­ti­gen, ihr ein En­de setzen.”

Or­bán hat wie­der­holt da­vor ge­warnt, dass mus­li­mi­sche Flücht­lin­ge Eu­ro­pas christ­li­che Iden­ti­tät bedrohen.

Auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz nach ei­nem Tref­fen mit an­de­ren eu­ro­päi­schen Staats- und Re­gie­rungs­chefs in Brüs­sel sag­te Or­bán:

„Wir wol­len nicht, und ich glau­be, wir ha­ben ein Recht, zu ent­schei­den, dass wir kei­ne gro­ße An­zahl von mus­li­mi­schen Men­schen in un­se­rem Land wol­len. Wir wol­len nicht die Kon­se­quen­zen ei­ner gro­ßen An­zahl von mus­li­mi­schen Ge­mein­schaf­ten ha­ben, die wir in an­de­ren Län­dern se­hen, und ich se­he kei­nen Grund, dass ir­gend je­mand an­de­res uns zwingt, Mög­lich­kei­ten des Zu­sam­men­le­bens in Un­garn zu schaf­fen, die wir nicht se­hen wol­len. Das ist ei­ne his­to­ri­sche Er­fah­rung für uns.”

Or­bán be­zog sich auf die 150-​jährige osmanisch-​türkische Be­set­zung Un­garns, die im Jah­re 1541 mit der Be­la­ge­rung von Bu­da be­gann und mit dem Ver­trag von Kar­lo­witz 1699 en­de­te, als die Os­ma­nen Un­garn an die Habs­bur­ger­mon­ar­chie abtraten.

Die os­ma­ni­sche Er­obe­rung Un­garns be­gann ge­nau ge­nom­men in der Schlacht von Mohács im Jahr 1526, als die tür­ki­schen Streit­kräf­te un­ter Füh­rung von Sul­tan Su­lei­man I die un­ga­ri­sche Ar­mee zer­stör­ten und das Land auf­teil­ten. Rund 15.000 un­ga­ri­sche Trup­pen wur­den in der Schlacht ge­tö­tet und vie­le von de­nen, die über­leb­ten, wur­den von tür­ki­schen Trup­pen enthauptet.

Wäh­rend der nächs­ten 150 Jah­re plün­der­ten und brand­schatz­ten die os­ma­ni­schen Kräf­te, die Un­garn be­set­zen, das Land und ver­sklav­ten mehr als ei­ne Mil­li­on Un­garn, ge­mäss Pau­lus Fre­gosi, dem Au­tor von Ji­had, ei­ner Ge­schich­te des mus­li­mi­schen hei­li­gen Krie­ges ge­gen die Christen.

In ei­nem am 3. Sep­tem­ber 2015 von der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung ver­öf­fent­lich­ten Es­say schrieb Or­bán:

„Las­sen Sie uns nicht ver­ges­sen, dass die An­rei­sen­den in ei­ner an­de­ren Re­li­gi­on auf­ge­wach­sen sind, und ei­ne ra­di­kal an­de­re Kul­tur re­prä­sen­tie­ren. Die meis­ten von ih­nen sind nicht Chris­ten, son­dern Mus­li­me. Dies ist ei­ne wich­ti­ge Fra­ge, weil Eu­ro­pa und die eu­ro­päi­sche Iden­ti­tät im Chris­ten­tum ver­wur­zelt ist. Macht es nicht al­lein schon Sor­gen, dass das eu­ro­päi­sche Chris­ten­tum jetzt kaum in der La­ge ist, Eu­ro­pa christ­lich zu be­wah­ren? Wenn wir das aus den Au­gen ver­lie­ren, könn­te die Idee von Eu­ro­pa ein Min­der­hei­ten­in­ter­es­se wer­den auf dem ei­ge­nen Kontinent.”

Bei ei­ner An­spra­che an ei­ner Kund­ge­bung am 30. Sep­tem­ber 2016 zur Un­ter­stüt­zung des Re­fe­ren­dums sag­te Or­bán:

„Wir ver­lie­ren un­se­re eu­ro­päi­schen Wer­te und die Iden­ti­tät auf die­sel­be Art und Wei­se, wie Frö­sche lang­sam in heis­sem Was­ser ge­kocht wer­den. Ganz ein­fach, lang­sam wer­den es mehr und mehr Mus­li­me sein, und wir wer­den Eu­ro­pa nicht mehr wie­der­erken­nen. Was wir bis­her von der Volks­mi­gra­ti­on ge­se­hen ha­ben war nur die Auf­wärm­run­de. Die wirk­li­che Schlacht kommt erst noch.”

Auf die Fra­ge, ob er den­ke, dass die EU un­ga­ri­sches Recht au­ßer Kraft set­zen könn­te, ant­wor­te­te Or­bán:

„Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass es ei­nen Staat in der de­mo­kra­ti­schen Ge­mein­schaft Eu­ro­pas gibt, der ein­deu­tig sagt, dass er et­was nicht wol­le, und dann ver­su­chen sie es in ei­ner an­de­ren Haupt­stadt au­ßer Kraft zu set­zen. In Brüs­sel, zum Beispiel.

„Ich den­ke, das wä­re in der Ge­schich­te der Eu­ro­päi­schen Uni­on noch nie da­ge­we­sen, des­halb glau­be ich nicht, dass es ei­ne der­ar­ti­ge Ent­schei­dung ge­ben wür­de, ei­ne Ent­schei­dung, die De­mo­kra­tie ver­ge­wal­tigt. Ich ha­be ei­ne viel bes­se­re Mei­nung von der Eu­ro­päi­schen Union.”

So­e­ren Kern ist ein Se­ni­or Fel­low am New-​Yorker Gatestone In­sti­tu­te. Er ist auch Se­ni­or Fel­low for Eu­ro­pean Po­li­tics am Ma­dri­der Gru­po de Estu­di­os Est­ra­té­gicos /​ Stra­te­gic Stu­dies Group. Fol­gen Sie ihm auf Face­book und Twit­ter.


Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone Instituts.

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