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Mus­li­mi­scher An­ti­se­mi­tis­mus ist im Glau­ben ver­an­kert, dass Ju­den für al­le Krie­ge ver­ant­wort­lich sind

15.12.2016, Blog First One Through

Es gibt kei­nen Man­gel an An­ti­se­mi­tis­mus in der Welt.

Die Anti-​Defamation-​Liga (ADL) führ­te im Jahr 2014 Um­fra­gen durch (et­was ak­tua­li­siert im Jahr 2015), die zeig­ten, dass vie­le Men­schen das Ge­fühl ha­ben, dass die Ju­den zu viel Kon­trol­le über die Medien-​und Fi­nanz­märk­te ha­ben. Ei­ni­ge Be­frag­te glaub­ten, dass Ju­den zu pom­pös wa­ren oder sich an Ak­ti­vi­tä­ten be­tei­lig­ten, die Men­schen da­zu ver­an­laß­ten, sie zu has­sen.

Die is­la­mi­schen Län­der wa­ren am an­ti­se­mi­tischs­ten. Die Rang­lis­te:

  • West­bank & Ga­za: 93% der Ge­bie­te sind An­ti­se­mi­ten
  • Irak: 92%
  • Je­men: 88%
  • Li­by­en: 87%
  • Al­ge­ri­en: 87%
  • Tu­ne­si­en: 86%
  • Ku­wait: 82%
  • Bah­rain 81%
  • Jor­da­ni­en: 81%
  • Ka­tar: 80%
  • Ma­rok­ko: 80%
  • Ver­ei­nig­te Ara­bi­sche Emi­ra­te: 80%

Sie ver­ste­hen, wie der Ha­se läuft.

Die­se Pro­zent­sät­ze schrump­fen in nicht­mus­li­mi­schen Län­der wie Ja­pan auf 23%, Ita­li­en 20% und Bra­si­li­en 16%.

Ei­ne wei­te­re Ana­ly­se er­gab ei­ne Spal­tung in der Na­tur der an­ti­se­mi­ti­schen Ge­füh­le. So­gar Län­der, die ei­ne Nei­gung zum Ju­den­haß zeig­ten, schätz­ten, daß Ju­den nicht für die Krie­ge in der Welt ver­ant­wort­lich wa­ren. Das war ei­ne Mei­nung, die aus­schliess­lich Mus­li­me hat­ten.

Be­trach­ten wir die Tür­kei und Grie­chen­land. Die bei­den Nach­bar­län­der ha­ben ei­ne lan­ge und an­ge­spann­te Be­zie­hung zu­ein­an­der, vor al­lem we­gen Ter­ri­to­ri­um und re­li­giö­sen An­ge­le­gen­hei­ten (die Tür­kei ist mus­li­misch und Grie­chen­land ist christ­lich). In­ter­es­san­ter­wei­se ha­ben die Län­der fast iden­ti­sche ne­ga­ti­ve Ge­füh­le ge­gen­über Ju­den, mit der Tür­kei und Grie­chen­land bei 70% bzw. 67% an­ti­se­mi­ti­schen Ein­stel­lun­gen. Al­ler­dings wa­ren die Grün­de für den Hass in bei­den Län­dern sehr ver­schie­den.

Im Jahr 2015 ga­ben 76% der Tür­ken an, dass die Ju­den zu viel Macht auf den Fi­nanz­märk­ten hat­ten, wäh­rend 85% der Grie­chen die­se Mei­nung ver­tra­ten (man be­ach­te, dass Grie­chen­land ernst­haf­te fi­nan­zi­el­le Pro­ble­me durch­mach­te). Rund 63% der Tür­ken wa­ren der Mei­nung, dass Ju­den zu viel Kon­trol­le über die glo­ba­len Me­di­en hat­ten, wäh­rend 58% der Grie­chen das glei­che emp­fin­den. Und 55% der Tür­ken fühl­ten, dass Ju­den den Ho­lo­caust zu sehr dis­ku­tier­ten, wäh­rend 70% der Grie­chen das glei­che emp­fan­den.

Ähn­li­che Hal­tun­gen al­lent­hal­ben und ein Trend, der dar­auf hin­deu­ten wür­de, dass die Grie­chen noch an­ti­se­mi­ti­scher wa­ren als die Tür­ken.

Als je­doch die Fra­ge ge­stellt wur­de: „Sind Ju­den für die meis­ten Krie­ge der Welt ver­ant­wort­lich?” ant­wor­te­ten 53% der Be­völ­ke­rung in der Tür­kei mit ja, wäh­rend nur 33% der Be­völ­ke­rung in Grie­chen­land zu­stimm­ten. Ein gro­ßer Un­ter­schied.

Au­ßer­halb der mus­li­mi­schen Welt glaub­ten nur we­ni­ge Län­der, dass Ju­den für die Welt­krie­ge ver­ant­wort­lich sei­en, selbst un­ter den An­ti­se­mi­ten.

  • In Po­len, mit 37% an­ti­se­mi­tisch, glaub­ten nur 14%, dass Ju­den mit Krie­gen zu tun hät­ten
  • In der Ukrai­ne (32% an­ti­se­mi­tisch), glaub­ten nur 14%, dass Ju­den mit Krie­gen in Ver­bin­dung ste­hen
  • In Spa­ni­en (29% an­ti­se­mi­tisch) glaub­ten 11% an ei­ne jü­di­sche Ver­bin­dung zu Krie­gen
  • Lett­land (28% an­ti­se­mi­tisch) ver­band zu 12% Ju­den mit Krieg
  • Ar­gen­ti­ni­en (24% an­ti­se­mi­tisch) und 14% Ver­bin­dun­gen von Ju­den mit Krie­gen

Die ADL be­gann, die Be­frag­ten ei­ni­ger eu­ro­päi­scher Län­der mit ei­ner si­gni­fi­kan­ten mus­li­mi­schen Be­völ­ke­rung zu seg­men­tie­ren. Die Mus­li­me wa­ren deut­lich an­ti­se­mi­ti­scher als ih­re Mit­bür­ger.

  • In Frank­reich glaub­ten nur 4% und 6% der Athe­is­ten und Chris­ten, dass Ju­den für Krie­ge ver­ant­wort­lich sei­en. Der Pro­zent­satz be­trug 24% für Mus­li­me in Frank­reich.
  • Im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich glaub­ten 6% der Athe­is­ten und Chris­ten, dass Ju­den für Krie­ge ver­ant­wort­lich sei­en, je­doch ver­tre­ten 34% der Mus­li­me in Groß­bri­tan­ni­en die­se An­sicht.

Da die nicht­mus­li­mi­sche Welt die mus­li­mi­sche Welt in Sy­ri­en, Je­men und an­ders­wo mit sich selbst kämp­fen sieht, ist sie zu dem Schluss ge­kom­men, dass Ju­den nichts mit An­ar­chie, Tod und Zer­stö­rung zu tun ha­ben. Aber die is­la­mi­sche Welt wen­det sich an ei­nen al­ten be­kann­ten Sün­den­bock und be­schul­digt die Ju­den.

Schau­en Sie sich die an­ti­se­mi­tischs­ten Re­gio­nen der Welt noch ein­mal an. Die Pa­läs­ti­nen­si­sche Au­to­no­mie­be­hör­de, der Irak, der Je­men und Li­by­en ste­hen auf der Lis­te. Es gibt we­ni­ger Ju­den im Irak, Je­men und Li­by­en zu­sam­men­ge­nom­men, als in ei­nem ein­zi­gen New-​Yorker U-​Bahn-​Wagen. Und doch sind die­se Län­der – im Krieg – die an­ti­se­mi­tischs­ten.

Sie glau­ben, dass die Ur­sa­che ih­res Un­glücks nicht ih­re ei­ge­nen un­fä­hi­gen Re­gie­run­gen oder Co-​Religionisten sind. Es sind die Ju­den.

Sy­ri­sche Si­cher­heits­be­am­te sam­meln sich vor zer­stör­ten Ge­bäu­den, in de­nen Triple-​Bomben ex­plo­dier­ten am Saad­al­lah al-​Jabri Platz, in Alep­po, am 3. Ok­to­ber 2012. (AP Pho­to /​ SANA)

Die ter­ro­ris­ti­sche is­la­mi­sche Grup­pe Ha­mas macht ih­re Ge­dan­ken in ih­rer Char­ta, Ar­ti­kel 22, klar:

„Lan­ge Zeit ha­ben die Fein­de ge­schickt und prä­zi­se ge­plant, um das zu er­rei­chen, was sie er­reicht ha­ben. Sie be­rück­sich­tig­ten die Ur­sa­chen, die den Strom der Er­eig­nis­se be­ein­flus­sen. Sie be­müh­ten sich, gro­ßen und sub­stan­ti­el­len ma­te­ri­el­len Reich­tum an­zu­lo­cken, den sie der Ver­wirk­li­chung ih­res Trau­mes wid­me­ten. Mit ih­rem Geld über­nah­men sie die Welt­me­di­en, Nach­rich­ten­agen­tu­ren, Pres­se, Ver­la­ge, Rund­funk­an­stal­ten und an­de­re. Mit ih­rem Geld reg­ten sie Re­vo­lu­tio­nen in ver­schie­de­nen Tei­len der Welt an mit dem Ziel, ih­re In­ter­es­sen zu er­rei­chen und die Früch­te zu ern­ten. Sie wa­ren hin­ter der fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­on, der kom­mu­nis­ti­schen Re­vo­lu­ti­on und den meis­ten Re­vo­lu­tio­nen, die wir hier und da hör­ten und hö­ren. Mit ih­rem Geld bil­de­ten sie Ge­heim­ge­sell­schaf­ten wie Frei­mau­rer, Ro­ta­ry Clubs, die Li­ons und an­de­re in ver­schie­de­nen Tei­len der Welt zum Zweck der Sa­bo­tie­rung von Ge­sell­schaf­ten und zur Er­rei­chung zio­nis­ti­scher In­ter­es­sen. Mit ih­rem Geld konn­ten sie im­pe­ria­lis­ti­sche Län­der kon­trol­lie­ren und sie da­zu an­re­gen, vie­le Län­der zu ko­lo­ni­sie­ren, um ih­nen zu er­mög­li­chen, ih­re Res­sour­cen zu nut­zen und die Kor­rup­ti­on dort zu ver­brei­ten.

Man kann über re­gio­na­le und Welt­krie­ge re­den, so­viel man will. Sie steck­ten hin­ter dem Ers­ten Welt­krieg, als sie in der La­ge wa­ren, das is­la­mi­sche Ka­li­fat zu zer­stö­ren und fi­nan­zi­el­le Ge­win­ne ein­zu­strei­chen und Res­sour­cen zu kon­trol­lie­ren. Sie er­reich­ten die Balfour-​Erklärung, bil­de­ten den Völ­ker­bund, durch den sie die Welt re­gie­ren konn­ten. Sie steck­ten hin­ter dem Zwei­ten Welt­krieg, durch den sie rie­si­ge fi­nan­zi­el­le Ge­win­ne er­ziel­ten durch den Han­del mit Rüs­tungs­ar­ti­keln, und eb­ne­ten den Weg für die Grün­dung ih­res Staa­tes. Sie wa­ren es, die den Aus­tausch des Völ­ker­bun­des mit den Ver­ein­ten Na­tio­nen und dem Si­cher­heits­rat an­ge­stif­tet ha­ben, da­mit sie die Welt durch sie re­gie­ren kön­nen. Es gibt kei­nen Krieg, nir­gend­wo, in dem sie nicht ih­re Fin­ger drin ha­ben.

Die Welt schaut ent­setzt auf die Bru­ta­li­tät von ISIS, die je­den au­ßer­halb ih­rer en­gen is­la­mi­schen Sicht quält und schlach­tet. Die Welt ist ent­setzt über die Zer­stö­rung Alep­pos und den Mord an Zi­vi­lis­ten in Sy­ri­en. Und die Welt ver­steht es gut, dass dies ein Kampf ist, wo die Ju­den kei­ne Rol­le spie­len.

Aus­ser die mus­li­mi­sche Welt.

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