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Deutsch­lands Suizid

Gui Mil­liè­re, 26.12.2016, Gatestone Institute

  • Von den 1,2 Mil­lio­nen Mi­gran­ten, die 2014 und 2015 in Deutsch­land an­ka­men, fan­den nur 34.000 ei­nen Arbeitsplatz.
  • An­ge­la Mer­kel leg­te am Schau­platz des Weih­nachts­markt­an­griffs in Ber­lin wei­ße Ro­sen nie­der. Tau­sen­de Deut­sche ta­ten das­sel­be. Vie­le brach­ten Ker­zen und wein­ten. Doch Wut und der Wil­le zur Be­kämp­fung der Be­dro­hung blie­ben weit­ge­hend aus.
  • Nichts be­schreibt den ge­gen­wär­ti­gen Zu­stand Deutsch­lands bes­ser als das trau­ri­ge Schick­sal von Ma­ria Lan­den­bur­ger, ei­nem 19-​jährigen Mäd­chen, das An­fang De­zem­ber er­mor­det wur­de. Als Mit­glied ei­ner Flücht­lings­hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on ge­hör­te Lan­den­bur­ger zu den­je­ni­gen, die Mi­gran­ten im Jahr 2015 will­kom­men hie­ßen. Sie wur­de ver­ge­wal­tigt und von ei­nem der Men­schen er­mor­det, die sie un­ter­stütz­te. Ih­re Fa­mi­lie bat je­den, der ih­rer Toch­ter Tri­but zah­len woll­te, an Flücht­lings­ver­bän­de zu spen­den, da­mit mehr Flücht­lin­ge nach Deutsch­land kom­men können.
  • Das Ge­setz ge­gen Volks­ver­het­zung, ver­mut­lich da­zu ge­dacht, ei­ne Rück­kehr zu Nazi-​Ideen zu ver­hin­dern, wird wie ein Schwert über je­ne ge­hal­ten, die zu hart über die wach­sen­de Is­la­mi­sie­rung des Lan­des sprechen.
  • Die gro­ße Mehr­heit der Deut­schen will nicht se­hen, daß Deutsch­land im Krieg ist, weil ein gna­den­lo­ser Feind ih­nen den Krieg er­klärt hat. Sie wol­len nicht se­hen, dass der ge­sam­ten west­li­chen Zi­vi­li­sa­ti­on der Krieg er­klärt wor­den ist. Sie ak­zep­tie­ren die Nie­der­la­ge und tun füg­sam, was Dschi­ha­dis­ten wol­len: sie un­ter­wer­fen sich.
  • Wenn An­ge­la Mer­kel den Un­ter­schied zwi­schen Ju­den, die von den Na­zis ver­nich­tet wur­den, und Mus­li­men, die Chris­ten, Ju­den und an­de­re Mus­li­me zu ver­nich­ten dro­hen, nicht sieht, dann ist sie noch ah­nungs­lo­ser als es scheint.


Der An­schlag in Ber­lin am 19. De­zem­ber 2016 war vor­her­seh­bar. Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel schuf die Be­din­gun­gen, die ihn mög­lich mach­ten. Sie trägt ei­ne über­wäl­ti­gen­de Ver­ant­wor­tung. Ge­ert Wil­ders, Mit­glied des Par­la­ments in den Nie­der­lan­den und ei­ner von Eu­ro­pas ein­zi­gen kla­ren Po­li­ti­ker, be­schul­dig­te sie, Blut an ih­ren Hän­den zu ha­ben. Er hat recht.

Als sie be­schloss, Deutsch­lands Tü­ren Hun­dert­tau­sen­den von Mus­li­men aus dem Na­hen Os­ten und wei­ter ent­fern­ten Län­dern zu öff­nen, muss­te sie ge­wusst ha­ben, dass Dschi­ha­dis­ten un­ter den her­ein­flu­ten­den Men­schen ver­bor­gen sein wür­den. Sie muss­te auch ge­wusst ha­ben, dass die deut­sche Po­li­zei kei­ne Mög­lich­keit der Kon­trol­le der an­kom­men­den Mas­sen, ha­ben wür­de und schnell von der An­zahl der Men­schen, die sie kon­trol­lie­ren soll­te, über­wäl­tigt wer­den wür­de. Sie tat es trotzdem.

Als am ver­gan­ge­nen Sil­ves­ter Hun­der­te von Ver­ge­wal­ti­gun­gen und se­xu­el­len Über­grif­fen in Köln und an­de­ren Städ­ten Deutsch­lands ge­scha­hen, sag­te sie, dass die Tä­ter „un­ab­hän­gig von ih­rer Her­kunft” be­straft wer­den soll­ten, aber sie ver­än­der­te ih­re Po­li­tik nicht. Als An­grif­fe in Han­no­ver, Es­sen, Würz­burg und Mün­chen statt­fan­den, war­te­te sie mit Kom­men­ta­ren, sprach dann be­rei­nig­te Sät­ze über die Not­wen­dig­keit, Ver­bre­chen und Ter­ror zu be­kämp­fen. Aber sie än­der­te die Po­li­tik nicht.

Sie än­der­te ih­re Po­si­ti­on erst kürz­lich, wie es scheint, weil sie 2017 wie­der kan­di­die­ren will und ih­re Po­pu­la­ri­tät schrump­fen sah.

Die Kom­men­ta­re, die sie un­mit­tel­bar nach den An­schlä­gen vom 19. De­zem­ber mach­te, wa­ren ver­stö­rend. Sie sag­te, „wenn der Tä­ter ein Flücht­ling ist”, wird es „sehr schwer zu er­tra­gen” sein und „be­son­ders wi­der­lich für al­le Deut­schen, die Flücht­lin­gen auf täg­li­cher Ba­sis helfen.”

Sol­che Be­mer­kun­gen könn­ten als ein­fach na­iv an­ge­se­hen wer­den, wenn je­mand nicht in­for­miert wä­re, doch An­ge­la Mer­kel kann sich nicht so her­aus­re­den. Sie konn­te nicht die War­nun­gen von deut­schen und US-​Nachrichtendiensten igno­rie­ren, die sag­ten, dass Ter­ro­ris­ten des Is­la­mi­schen Staa­tes, die sich un­ter den Flücht­lin­gen ver­ste­cken, be­ab­sich­tig­ten, Lkws in An­grif­fen ein­zu­set­zen, die mit Weih­nach­ten im Zu­sam­men­hang ste­hen. Die Si­tua­ti­on der Deut­schen ist seit über ei­nem Jahr ex­trem schwer zu er­tra­gen. Die Ver­bre­chens­ra­te schnell­te in die Hö­he; Krank­hei­ten, die seit Jahr­zehn­ten aus­ge­stor­ben sind, wur­den ins Land ge­bracht, oh­ne dass Imp­fun­gen – längst nicht mehr her­ge­stellt – zur Ver­fü­gung ste­hen wür­den, sie zu be­han­deln; Zweit­woh­nun­gen wer­den von der Re­gie­rung oh­ne Ent­schä­di­gung be­schlag­nahmt, um Mi­gran­ten zu be­her­ber­gen, und so wei­ter. Es brauch­te nicht lan­ge, bis klar war, dass der Haupt­ver­däch­ti­ge im Ber­li­ner An­griff ein in ei­nem Flücht­lings­heim le­ben­der Asyl­su­chen­der war.

In ei­nem an­de­ren Lan­de wä­re Mer­kel viel­leicht zum Rück­tritt ge­zwun­gen wor­den; In Deutsch­land tritt sie zur Wie­der­wahl an.

Die deut­sche Be­völ­ke­rung ist ge­al­tert und die Ge­bur­ten­ra­te ist ge­fähr­lich nied­rig: 1,38 Kin­der pro Frau. Die Ein­wan­de­rer er­set­zen die deut­sche Be­völ­ke­rung, die nach und nach ver­schwin­det. Die Deut­schen, die ver­schwin­den, sind Chris­ten oder, häu­fi­ger, nicht­re­li­giö­se Sä­ku­la­ris­ten. Wie über­all in Eu­ro­pa ver­schwin­det das Chris­ten­tum; Die Im­mi­gran­ten, die die Deut­schen er­set­zen, sind Muslime.

Die deut­sche Wirt­schaft ist im­mer noch stark, ver­liert aber an Zug­kraft. Die Ren­di­ten auf das in­ves­tier­te Ka­pi­tal sin­ken. In ei­ner Zeit, in der das Hu­man­ka­pi­tal die Haupt­er­werbs­quel­le ist, ist das deut­sche Hu­man­ka­pi­tal zu­sam­men­ge­bro­chen: Men­schen aus un­ter­ent­wi­ckel­ten Län­dern kön­nen die hoch­ge­bil­de­ten Deut­schen nicht ein­fach er­set­zen. Die meis­ten ha­ben kei­ne markt­fä­hi­gen Fä­hig­kei­ten; die Neu­an­kömm­lin­ge blei­ben lan­ge ar­beits­los und ab­hän­gig. Von den 1,2 Mil­lio­nen Mi­gran­ten, die 2014 und 2015 in Deutsch­land an­ka­men, fan­den nur 34.000 Men­schen Ar­beit. Wenn die Ar­beits­lo­sen­quo­te nied­rig ist, liegt es an ei­nem wach­sen­den Ar­beits­kräf­te­man­gel: Heu­te sind 61% der Deut­schen zwi­schen 20 und 64 Jah­re alt. Es wird er­war­tet, dass die Zahl bis Mit­te des Jahr­hun­derts auf 41% fal­len wird.

Po­li­tisch kor­rek­te Propaganda-​Reden, die in Deutsch­land wie im üb­ri­gen Eu­ro­pa an­dau­ernd aus­ge­strahlt wer­den, spre­chen nie von De­mo­gra­phie. Statt­des­sen wi­der­le­gen sie je­den Be­weis, dass die deut­sche Wirt­schaft nicht gut läuft. Sie sa­gen auch, dass Is­lam und Chris­ten­tum gleich­wer­tig sind; sie sind hart­nä­ckig blind für die Tat­sa­che, dass der Is­lam mehr ist als ei­ne Re­li­gi­on: Er ist ein po­li­ti­sches, öko­no­mi­sches und mo­ra­li­sches Sys­tem, das al­le As­pek­te des Le­bens um­fasst und nie­mals lan­ge oder fried­lich mit ei­ner an­de­ren Kul­tur ko­exis­tiert hat. Die­se Re­den igno­rie­ren fast völ­lig den Auf­stieg des ra­di­ka­len Is­lam und des ji­ha­dis­ti­schen Ter­ro­ris­mus; Statt­des­sen ar­gu­men­tie­ren sie, dass ra­di­ka­ler Is­lam ein Rand­kult ist und dass ji­ha­dis­ti­scher Ter­ro­ris­mus nur ein­sa­me Wöl­fe oder psy­chisch Kran­ke re­kru­tiert. Vor al­lem wie­der­ho­len sie im­mer wie­der, dass je­de Kri­tik an Mi­gra­ti­on oder Is­lam schänd­lich und ras­sis­tisch sei.

Die deut­sche Be­völ­ke­rung ist ein­ge­schüch­tert vor Angst, so­wohl durch das an­ti­so­zia­le Ver­hal­ten vie­ler Mi­gran­ten als auch durch die Re­de­po­li­zei ih­rer ei­ge­nen Re­gie­run­gen. Vie­le Deut­sche wa­gen es nicht ein­mal, den Mund auf­zu­ma­chen. Die­je­ni­gen, die öf­fent­li­che Ver­kehrs­mit­tel be­nut­zen, re­si­gnie­ren ge­gen­über Be­lei­di­gun­gen. Sie beu­gen ih­ren Kopf und lau­fen zur Zu­flucht in ih­re Häu­ser. Die Be­su­che von Re­stau­rants und Thea­tern sind stark rück­läu­fig. Frau­en re­si­gnie­ren und tra­gen nur noch „be­schei­de­ne” Out­fits und sind dar­auf be­dacht, nicht al­lei­ne her­um­zu­lau­fen. Pro­tes­te von Pe­gi­da (pa­trio­ti­sche Eu­ro­pä­er ge­gen die Is­la­mi­sie­rung des Wes­tens) ha­ben nie mehr als ein paar tau­send Men­schen an­ge­zo­gen, nach­dem ein Fo­to sei­nes Grün­ders ver­öf­fent­licht wur­de, in dem er als Hit­ler ge­stylt war.

Die Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD), die die mus­li­mi­sche Ein­wan­de­rung nach Deutsch­land stop­pen will und im­mer mehr Stim­men ge­winnt, bleibt ei­ne Min­der­heit. Das Ge­setz ge­gen Volks­ver­het­zung, ver­mut­lich da­für ge­dacht, ei­ne Rück­kehr zu Nazi-​Ideen zu ver­hin­dern, wird wie ein Schwert be­nutzt ge­gen je­den, der zu hart von der wach­sen­den Is­la­mi­sie­rung des Lan­des spricht.

Am 20. De­zem­ber leg­te An­ge­la Mer­kel an der Stel­le des Weih­nachts­markt­an­griffs wei­ße Ro­sen nie­der. Tau­sen­de Deut­sche ta­ten das­sel­be. Vie­le brach­ten Ker­zen und wein­ten. Aber Wut und der Wil­le zur Be­kämp­fung der Be­dro­hung blie­ben weit­ge­hend aus. Nach ein paar Wo­chen wird die Sei­te um­ge­blät­tert – bis zum nächs­ten Mal.

Nichts be­schreibt den ge­gen­wär­ti­gen Zu­stand Deutsch­lands bes­ser als das trau­ri­ge Schick­sal von Ma­ria Lan­den­bur­ger, ein neun­zehn­jäh­ri­ges Mäd­chen, das An­fang De­zem­ber er­mor­det wur­de. Ma­ria Lan­den­bur­ger, Mit­glied ei­ner Flücht­lings­hil­fe­or­ga­ni­sa­ti­on, ge­hör­te zu den­je­ni­gen, die im Jahr 2015 Mi­gran­ten will­kom­men hie­ßen. Sie wur­de von ei­nem der Men­schen ver­ge­wal­tigt und er­mor­det, die sie un­ter­stütz­te. Ih­re Fa­mi­lie bat je­den, der ih­rer Toch­ter Tri­but zah­len woll­te, Flücht­lings­ver­bän­den Geld zu spen­den, da­mit mehr Flücht­lin­ge nach Deutsch­land kom­men können.

Die gro­ße Mehr­heit der Deut­schen will nicht se­hen, daß Deutsch­land im Krieg ist, weil ein gna­den­lo­ser Feind ih­nen den Krieg er­klärt hat. Sie wol­len nicht se­hen, dass der Krieg der ge­sam­ten west­li­chen Zi­vi­li­sa­ti­on er­klärt wor­den ist.

Sie ak­zep­tie­ren die Nie­der­la­ge und tun folg­sam, was Dschi­ha­dis­ten wol­len: sie un­ter­wer­fen sich.

Bei der Ana­ly­se des An­griffs auf den Weih­nachts­markt am 19. De­zem­ber er­klär­te der deut­sche Jour­na­list Jo­sef Jof­fe, Her­aus­ge­ber der Zei­tung Die Zeit, die Ent­schei­dung von An­ge­la Mer­kel, Flücht­lin­ge zu be­grü­ßen als „Ver­söh­nungs­akt” und ein Weg, ei­ne be­droh­te Be­völ­ke­rung, sie­ben Jahr­zehn­te nach dem Ho­lo­caust, will­kom­men zu hei­ßen. Er er­klär­te auch die Pas­si­vi­tät vie­ler Deut­scher durch ein Ge­fühl kol­lek­ti­ver Schuld.

Wenn Jof­fe recht hat, wenn An­ge­la Mer­kel den Un­ter­schied zwi­schen den von den Na­zis ver­nich­te­ten Ju­den und Mus­li­men, die Chris­ten, Ju­den und an­de­re Mus­li­me zu ver­nich­ten dro­hen, nicht sieht, dann ist sie noch ah­nungs­lo­ser als es scheint.

Wenn vie­le Deut­sche so vol­ler kol­lek­ti­ver Schuld sind, dass sie das, was Deutsch­land für die Ju­den ge­tan hat durch die Auf­nah­me von Hun­dert­tau­sen­den von Mus­li­men kom­pen­sie­ren wol­len, von de­nen vie­le of­fen sa­gen, dass sie die jüdisch-​christliche Kul­tur Deutsch­lands durch den Is­lam er­set­zen wol­len, und die ih­re christ­li­che Be­völ­ke­rung durch ei­ne mus­li­mi­sche er­set­zen – die rück­sichts­lo­se Mör­der in ih­ren Rei­hen hat – so zeigt das, dass die Deut­schen sich sel­ber heu­te so sehr ver­ab­scheu­en, dass sie ih­re ei­ge­ne Zer­stö­rung wün­schen oder dass sie ein­fach den Wil­len ver­lo­ren ha­ben, sich für das zu weh­ren, was ih­nen wich­tig ist – ein Akt, der sonst als Ka­pi­tu­la­ti­on be­kannt ist.

Dr. Guy Mil­liè­re, Pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät von Pa­ris, ist Au­tor von 27 Bü­chern über Frank­reich und Europa.


Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone Instituts.

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