«

»

Chi­na stoppt den Bau von Wind­tur­bi­nen, weil die meis­te En­er­gie ver­schwen­det wird

An­drew Fol­lett, 29.3.2016, DailyCaller.com

Wind­ener­gie­an­la­gen, die zur Strom­erzeu­gung ver­wen­det wer­den, sind bei ei­nem Wind­park in Guaz­hou, 950 km (590 Mei­len) nord­west­lich von Lanz­hou, Pro­vinz Gan­su, am 15. Sep­tem­ber 2013 zu se­hen. REUTERS /​ Car­los Bar­ria

Die chi­ne­si­sche Re­gie­rung baut kei­ne neu­en Wind­ener­gie­an­la­gen mehr, weil der Groß­teil des neu­en Stroms ver­schwen­det wer­den muss, was zu schwe­ren Schä­den am Strom­netz des Lan­des führt.

Die Re­gie­rung hat An­fang die­ses Mo­nats auf­ge­hört, neue Wind­kraft­pro­jek­te in den win­digs­ten Re­gio­nen des Lan­des zu ge­neh­mi­gen, ent­spre­chend ei­ner Er­klä­rung der na­tio­na­len En­er­gie­be­hör­de. Die­se Re­gio­nen ha­ben bis­her fast 71 Gi­ga­watt Wind­kraft­an­la­gen in­stal­liert, mehr als der Rest von Chi­na kom­bi­niert. Ein ein­zi­ges Gi­ga­watt Strom reicht aus, um 700.000 Häu­ser zu ver­sor­gen. Re­gie­rungs­sta­tis­ti­ken zei­gen, dass im Jahr 2015 al­lei­ne 339 Mil­li­ar­den Ki­lo­watt­stun­den Wind­kraft oder et­wa 15 Pro­zent al­ler chi­ne­si­schen Wind­ener­gie ver­schwen­det wur­den.

„Auch wenn Chi­na kei­ne neu­en Pro­jek­te ge­neh­mi­gen wird, ist das Aus­maß der be­stehen­den Wind­kraft­an­la­gen rie­sig und lässt das Strom­netz schwer kämp­fen, um da­mit fer­tig zu wer­den”, sag­te Xie Guo­hui, ein Ana­ly­ti­ker aus ei­nem chi­ne­si­schen Think Tank, dem Umwelt-​Blog In­si­de­Cli­ma­te News am Mon­tag. „Im Best-​Case-​Szenario wird die­se Po­li­tik da­zu bei­tra­gen, dass Chi­nas Windkraft-​Kürzung das glei­che Ni­veau wie im letz­ten Jahr bei­be­hält.”

Die von ei­ner Wind­tur­bi­ne er­zeug­te Elek­tri­zi­täts­men­ge ist sehr schwan­kend und stimmt nicht mit den Ta­ges­zei­ten über­ein, wenn die Leis­tung am drin­gends­ten be­nö­tigt wird. Dies stellt für die Netz­be­trei­ber ei­ne enor­me Her­aus­for­de­rung für die Netz­werk­si­cher­heit dar und macht Strom­net­ze weit­aus zer­brech­li­cher als frü­her.

„Chi­na ist nicht das ein­zi­ge Land, das so viel Wind­kraft auf­ge­baut hat, dass sein Strom­netz die wil­den Pro­duk­ti­ons­schwan­kun­gen nicht be­wäl­ti­gen kann, und es wird nicht das letz­te sein”, sagt My­ron Ebell, Di­rek­tor des Zen­trums für En­er­gie und Um­welt im Com­pe­ti­ti­ve En­ter­pri­se In­sti­tut, zur Dai­ly Cal­ler News Foun­da­ti­on. „Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten soll­ten aus die­sen un­glaub­lich teu­ren Feh­lern ler­nen. Statt­des­sen pflügt Oba­mas EPA wei­ter Re­gu­lie­run­gen vor, die die schlimms­ten Re­sul­ta­te wie­der­ho­len wer­den – ex­plo­die­ren­de Prei­se für elek­tri­schen Strom, zu­sam­men mit un­vor­her­seh­ba­ren An­ge­bots­un­ter­brü­chen.”

In Ame­ri­ka war der Bau ei­nes blos­sen 3.000-Meilen-Netzwerks von Über­tra­gungs­lei­tun­gen, die in der La­ge sind, die Leis­tung aus dem wind­rei­chem West-​Texas zu den Ver­brau­chern in Ost-​Texas zu trans­por­tie­ren, ein Auf­wand von 6,8 Mil­li­ar­den US-​Dollar, der im Jahr 2008 be­gann und im­mer noch nicht voll­stän­dig ab­ge­schlos­sen ist. Die Nach­fra­ge nach Elek­tri­zi­tät in Chi­na ist auf­grund der all­ge­mei­nen Kon­junk­tur­ab­schwä­chung des Lan­des deut­lich lang­sa­mer ge­stie­gen als er­war­tet.

Pe­king hat die Wind­be­trei­ber auf­ge­for­dert, auf­zu­hö­ren, wie in den letz­ten fünf Jah­ren ih­re Leis­tung auf das Vier­fa­che aus­zu­wei­ten, weil die un­zu­ver­läs­si­ge Wind­ener­gie das Strom­netz des Lan­des be­schä­digt und die Re­gie­rung enor­me Geld­be­trä­ge kos­tet. Die bes­ten Ge­bie­te für Wind­ener­gie­an­la­gen in Chi­na sind weit ent­fernt von den Küs­ten­pro­vin­zen, wo der gröss­te Teil sei­ner Be­völ­ke­rung lebt, und der Auf­bau der In­fra­struk­tur, um Wind­ener­gie über lan­ge Di­stan­zen zu über­tra­gen, ist enorm teu­er und könn­te ein Viel­fa­ches des Prei­ses für die Strom­erzeu­gung kos­ten.

„Wir wis­sen seit lan­gem, dass die Kos­ten­ver­glei­che die Kos­ten für Wind und So­lar un­ter­schät­zen, weil sol­che Schät­zun­gen nicht die Kos­ten für den Auf­bau neu­er Über­tra­gungs­lei­tun­gen von ent­fern­ten, wind­rei­chen Pro­duk­ti­ons­stand­or­ten zu den Be­völ­ke­rungs­zen­tren be­rück­sich­ti­gen”, sag­te Mar­lo Le­wis, ein Ana­ly­ti­ker am Com­pe­ti­ti­ve En­ter­pri­se In­sti­tu­te, zur Dai­ly Cal­ler News Foun­da­ti­on. „Aber jetzt fin­den wir her­aus, dass noch wei­te­re Kos­ten be­rück­sich­tigt wer­den müs­sen, wenn neue Über­tra­gungs­lei­tun­gen nicht ge­baut wer­den: die ver­schwen­de­te Leis­tung, die nicht aus­ge­lie­fert wer­den kann.”

Chi­na hat enor­me Geld­be­trä­ge für die Windin­dus­trie des Lan­des ver­braucht. Chi­na gab mehr als 80 Mil­li­ar­den Dol­lar aus, um al­lein im Jahr 2014 neue grü­ne En­er­gie zu bau­en, wäh­rend die USA „blo­ße” 34 Mil­li­ar­den Dol­lar ver­brauch­ten. Trotz des Stopps neu­er Wind­parks plant die chi­ne­si­sche Re­gie­rung im­mer noch, bis 2020 15 Pro­zent des elek­tri­schen Stroms des Lan­des aus der grü­nen En­er­gie zu ge­win­nen.

„Gi­gan­ti­sche Fehl­al­lo­ka­tio­nen von Ka­pi­tal wa­ren in al­len As­pek­ten des wirt­schaft­li­chen Auf­baus Chi­nas en­de­misch. Schau­en Sie sich die brand­neu­en Städ­te an, die leer sind „, fuhr Ebell fort. „Jetzt, wo Chi­nas Boom ab­ge­kühlt ist und sie nicht mehr so vie­le Bil­lio­nen Dol­lar an Bar­geld ha­ben, wer­den sie nicht in der La­ge sein, in al­les zu in­ves­tie­ren, son­dern müs­sen Ent­schei­dun­gen auf der Grund­la­ge von Ge­winn und Ver­lust tref­fen. Wind und So­lar­ener­gie sind of­fen­sicht­lich zwei der Sek­to­ren, in de­nen die In­ves­ti­tio­nen dras­tisch her­un­ter­ge­fah­ren wer­den. ”

Fol­gen Sie An­drew auf Twit­ter

Schi­cken Sie Tipps an andrew@dailycallernewsfoundation.org.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

css.php