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Nor­we­gen for­dert von der PA die Geld­spen­de für ein Frau­en­zen­trum be­nannt nach ei­ner Ter­ro­ris­tin zu­rück

Os­lo for­dert au­ßer­dem die Ent­fer­nung des Lo­gos des Lan­des von der Ge­denk­ta­fel zu Eh­ren von Dalal Mu­ghrabi, und sagt, es wer­de in Zu­kunft kei­ne Pro­jek­te un­ter den ak­tu­el­len Be­din­gun­gen mehr un­ter­stüt­zen.

27.5.2017, Times of Is­ra­el

Pa­läs­ti­nen­ser hal­ten in Ra­mal­lah am 16. Ju­li 2008 Pla­ka­te, die Dalal Mu­ghrabi zei­gen, ei­ne pa­läs­ti­nen­si­sche Ter­ro­ris­tin, die am Küstenstraßen-​Massaker von 1978 be­tei­ligt war, in dem 38 Is­rae­lis ge­tö­tet wur­den. (Is­sam Ri­ma­wi /​ Flash90)

Nor­we­gens Au­ßen­mi­nis­ter hat am Frei­tag die Pa­läs­ti­nen­si­sche Au­to­no­mie­be­hör­de ver­ur­teilt für die Be­nen­nung ei­nes Frau­en­zen­trums im West­jor­dan­land, das zum Teil vom skan­di­na­vi­schen Land fi­nan­ziert wur­de, nach ei­ner Ter­ro­ris­tin.

„Die Ver­herr­li­chung ter­ro­ris­ti­scher An­grif­fe ist völ­lig un­an­nehm­bar, und ich be­dau­re Ent­schei­dung auf das Schärfs­te. Nor­we­gen wird sich nicht mit In­sti­tu­tio­nen as­so­zi­ie­ren, die auf die­se Wei­se die Na­men von Ter­ro­ris­ten ver­ein­nah­men. Wir wer­den die Ver­wen­dung der nor­we­gi­schen Hilfs­mit­tel für sol­che Zwe­cke nicht ak­zep­tie­ren „, sag­te der nor­we­gi­sche Au­ßen­mi­nis­ter Bor­ge Bren­de in ei­ner Er­klä­rung.

Bren­des Kom­men­ta­re er­folg­ten in Be­zug auf ein neu­es Frau­en­zen­trum, das An­fang die­ses Mo­nats in der Westbank-​Stadt Bur­qa er­öff­net wur­de. Das Zen­trum wur­de nach Dalal Mu­ghrabi be­nannt, die am Küstenstraßen-​Massaker von 1978 teil­nahm. Mu­ghrabi und ei­ni­ge an­de­re Fatah-​Terroristen lan­de­ten an ei­nem Strand in der Nä­he von Tel Aviv, ent­führ­ten ei­nen Bus auf der Küs­ten­stra­ße Is­ra­els und tö­te­ten 38 Zi­vi­lis­ten, 13 von ih­nen Kin­der, und ver­wun­de­ten über 70.

Bren­de sag­te, dass Nor­we­gen die Ent­schei­dung, das Zen­trum nach Mu­ghrabi zu be­nen­nen, nicht be­wusst ge­we­sen sei. Er for­der­te, dass der Na­me sei­nes Lan­des aus dem Zen­trum ent­fernt wer­de und dass die Mit­tel, die es für den Bau ge­ge­ben hat­te, zu­rück­ge­ge­ben wer­den.

Der nor­we­gi­sche Au­ßen­mi­nis­ter Bor­ge Bren­de in Os­lo, 2015. (Bjo­ert­ve­dt /​ Wi­ki­me­dia /​ CC BY-​SA 4.0)

„Wir ha­ben dar­um ge­be­ten, dass das Lo­go des nor­we­gi­schen Re­prä­sen­ta­ti­ons­bü­ros so­fort aus dem Ge­bäu­de ent­fernt wird und dass die Fi­nan­zie­rung, die dem Zen­trum zu­ge­wie­sen wur­de, zu­rück­be­zahlt wird”, sag­te er.

Er sag­te auch, dass Nor­we­gen nicht mehr an ähn­lich ge­la­ger­ten Pro­jek­ten teil­neh­men wer­de, bis das Land Zu­si­che­run­gen er­hält, „dass nichts der­ar­ti­ges wie­der ge­schieht.”

„Wir wer­den kei­ne neu­en Ver­ein­ba­run­gen mit der Pa­läs­ti­nen­si­schen Wahl­kom­mis­si­on oder den UNO-​Frauen in pa­läs­ti­nen­si­schen Ge­bie­ten ab­schlie­ßen, bis zu­frie­den­stel­len­de Ver­fah­ren vor­han­den sind, um si­cher­zu­stel­len, dass nichts der­ar­ti­ges wie­der pas­siert”, sag­te er.

Is­ra­el be­grüss­te die Ak­ti­on von Os­lo, zu der der Spre­cher des Au­ßen­mi­nis­te­ri­ums Em­ma­nu­el Nahshon sag­te: „Nor­we­gen hat den rich­ti­gen Schritt ge­macht – ei­ne har­te Li­nie ge­gen die Me­mo­ria­li­sie­rung von Ter­ro­ris­ten ist ein in­te­gra­ler Be­stand­teil der in­ter­na­tio­na­len Be­mü­hun­gen, Ter­ror zu be­sei­ti­gen. Wir emp­feh­len, dass die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft gründ­li­che Schrit­te un­ter­nimmt, um zu über­prü­fen, wo das Geld, das sie in die PA in­ves­tiert, hin­geht.”

Nor­we­gens Rü­ge der PA kam, nach­dem der nor­we­gi­schen Zweig­stel­le der In­ter­na­tio­na­len christ­li­chen Bot­schaft Je­ru­sa­lem am Frei­tag die Auf­merk­sam­keit des Lan­des auf die An­ge­le­gen­heit lenk­te, sag­te die Or­ga­ni­sa­ti­on in ei­ner Er­klä­rung und dank­te Bren­de für sei­ne „schnel­le und kla­re” Ant­wort.

„Die Pa­läs­ti­nen­si­sche Au­to­no­mie­be­hör­de un­ter­gräbt die Su­che nach Frie­den in die­ser Re­gi­on und ver­letzt al­le Stan­dards mensch­li­cher An­stän­dig­keit, wenn sie be­schließt, die ver­ab­scheu­ungs­wür­di­gen Ver­mächt­nis­se von Ter­ro­ris­ten wie Dalal Mu­ghrabi zu ver­herr­li­chen und zu ver­ewi­gen”, sag­te ICEJ-​Präsident Jür­gen Büh­ler. „Die nor­we­gi­sche Re­gie­rung hat rich­tig ge­han­delt, als sie die­se un­mo­ra­li­sche Hand­lung der pa­läs­ti­nen­si­schen Au­to­no­mie­be­hör­de ver­ur­teil­te.”

Pa­läs­ti­ni­an Me­dia Watch, die zu­erst die Auf­merk­sam­keit auf die Be­nen­nung des Frau­en­zen­trums lenk­te, zi­tier­te ei­nen ört­li­chen Dorf­füh­rer, der sag­te, dass „das Zen­trum sich vor al­lem auf die Ge­schich­te des Kamp­fes von Mär­ty­re­rin Dalal Mu­ghrabi kon­zen­trie­ren und es den Ju­gend­grup­pen prä­sen­tie­ren wird, und … ist der Be­ginn der Ein­füh­rung von An­rei­che­rungs­ak­ti­vi­tä­ten in Be­zug auf die Ge­schich­te des pa­läs­ti­nen­si­schen Kamp­fes. ”

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Die PA, UNO, und Nor­we­gen ste­hen hin­ter dem pa­läs­ti­nen­si­schen Ju­gend­zen­trum für Frau­en, be­nannt nach der Mör­de­rin Dalal Mu­ghrabi http://bit.ly/2qnrvou

Ne­ben dem Frau­en­zen­trum hat die PA ei­ne Rei­he von Ver­an­stal­tun­gen und Ein­rich­tun­gen zu Eh­ren von Mu­ghrabi und den an­de­ren Ter­ro­ris­ten be­nannt, die wäh­rend des Mas­sa­kers in ei­nem Feu­er­ge­fecht mit is­rae­li­schen Si­cher­heits­kräf­ten star­ben, wo­bei Fa­tah sie im­mer wie­der als „Mär­ty­rer” be­ju­bel­te.

Im März be­rich­te­te Pa­lesti­ni­an Me­dia Watch, dass die PA ein Ju­gend­la­ger in Je­ri­cho nach Mu­ghrabi be­nannt hat­te.

Im ver­gan­ge­nen Jahr, zum Ju­bi­lä­um des An­griffs, hielt ei­ne Al-​Awael Schu­le für Mäd­chen in der Re­gi­on Ra­mal­lah den „Dalal Mu­ghrabi Cup” zu Eh­ren der Mör­de­rin ab. Das Bas­ket­ball­tur­nier der Mäd­chen wur­de auch von der Al-​Razi Kultur- und So­zi­al­ver­ei­ni­gung, ei­ner pa­läs­ti­nen­si­schen NGO, or­ga­ni­siert, die mit der Anna-​Lindh-​Stiftung zu­sam­men­ar­bei­tet, um den „in­ter­kul­tu­rel­len Dia­log” zu för­dern und „Ver­trau­en auf­zu­bau­en und das ge­gen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis zu ver­bes­sern”.

Mu­ghrabi wur­de auch vor zwei Jah­ren im März von der Fa­tah ge­ehrt, als die Par­tei, sich auf ih­rer Facebook-​Seite an Is­rae­lis wand­te und ih­nen sag­te, sie soll­ten die Kör­per­tei­le der er­mor­de­ten Is­rae­lis auf­sam­meln und Is­ra­el ver­las­sen.

„Am heu­ti­gen Tag, am 11. März 1978, er­klär­ten Dalal Mu­ghrabi und ih­re Ge­fähr­ten die Ge­burt der Pa­läs­ti­nen­si­schen Re­pu­blik im Her­zen der be­setz­ten Ge­bie­te. Der Feind gab den Tod von 30 Zio­nis­ten in der Ope­ra­ti­on zu, doch nach den Be­rich­ten über­schritt die Zahl der Op­fer 80 … Ver­gel­tung nach Ver­gel­tung und die Stür­me wer­den nicht nach­las­sen”, las sich das Facebook-​Posting.

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  1. Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

    […] (Po­li­ti­sches aus der Schweiz): – Nor­we­gen for­dert von der PA die Geld­spen­de für ein Frau­en­zen­trum be­nannt nach ei­ner Ter­ro­ris­tin zur… – Der wah­re Grund für is­la­mi­schen […]

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