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Wenn Jour­na­lis­ten zu Ter­ro­ris­ten werden

Ba­ron Bo­dis­sey, 7.6.2017, Gates of Vienna

Wenn Sie die­sen Ar­ti­kel mö­gen, drü­cken Sie Ih­re Wert­schät­zung bit­te in Form ei­ner Spen­de an den Au­tor Fjord­man aus. Spen­de­mög­lich­keit am En­de des Artikels.

Lei­der ist es nicht un­be­kannt, dass ge­wis­se Jour­na­lis­ten Sym­pa­thi­en für mi­li­tan­te Or­ga­ni­sa­tio­nen oder Ter­ro­ris­ten aus­drü­cken. Es ist für Jour­na­lis­ten al­ler­dings un­ge­wöhn­lich, selbst zu Ter­ro­ris­ten zu wer­den. Wir ha­ben jetzt ei­nen sol­chen Fall.

Am 6. Ju­ni 2017 griff ein Hammer-​schwingender al­ge­ri­scher Stu­dent Po­li­zei­be­am­te vor der be­rühm­ten Ka­the­dra­le Notre-​Dame in Pa­ris an. Fa­rid Ik­ken, 40, brach­te ei­nen der Be­am­ten zu Bo­den und ver­wun­de­te ihn, be­vor an­de­re Po­li­zis­ten zwei Ku­geln auf ihn ab­feu­ern konn­ten. Ik­ken führ­te ne­ben ei­nem Ham­mer auch noch Kü­chen­mes­ser mit sich.

Die Anti-​Terror-​Polizei, die spä­ter Ik­kens Woh­nung durch­such­te, fand ein Vi­deo von ihm, in dem er dem is­la­mi­schen Staat (ISIS) sei­ne Treue schwor. Der fran­zö­si­sche In­nen­mi­nis­ter be­stä­tig­te, dass Ik­ken „Das ist für Sy­ri­en!” schrie, als er auf den Po­li­zei­be­am­ten ein­schlug.[1] Laut der Nach­rich­ten­agen­tur AFP sag­te ein Spre­cher der fran­zö­si­schen Re­gie­rung, der Mann ha­be vor­her kei­ne An­zei­chen ei­ner Ra­di­ka­li­sie­rung ge­zeigt. Der An­griff wird da­her als „iso­lier­ter Vor­fall” be­han­delt. [2]

Es scheint vie­le sol­cher „iso­lier­ten Vor­fäl­le” wäh­rend des Ra­ma­dans zu ge­ben, von Ägyp­ten bis England.

Die un­ab­hän­gi­ge schwe­di­sche Nach­rich­ten­web­site Fria Ti­der ent­hülls­te bald, dass der ver­mu­te­te Ter­ro­rist aus Pa­ris zu­vor als Jour­na­list in Schwe­den ge­ar­bei­tet hat­te, auch für den na­tio­na­len öffentlich-​rechtlichen Rund­funk­sen­der Ra­dio Schwe­den (Sve­ri­ges Ra­dio). [3] Ra­dio Schwe­den be­stä­tig­te schließ­lich, dass er 2010 für sie ge­ar­bei­tet hat­te. [4] Ik­ken war meh­re­re Jah­re lan frei­er Jour­na­list für ver­schie­de­ne Me­di­en in Schweden.

Im Jahr 2009 ge­wann Fa­rid Ik­ken ei­ne Aus­zeich­nung der EU für Jour­na­lis­mus „ge­gen Dis­kri­mi­nie­rung”. [5] Er ist so­mit ein preis­ge­krön­ter Jour­na­list und Ter­ro­rist. Der Ar­ti­kel, für den er die­se Aus­zeich­nung er­hielt, be­fass­te sich mit Asyl­be­wer­bern, die nicht be­rech­tigt sind, kos­ten­lo­se me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung zu be­zie­hen, die sie aber den­noch er­hal­ten, mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung der ört­li­chen Steu­er­pflich­ti­gen. Ik­ken freu­te sich, dass wich­ti­ge The­men wie Dis­kri­mi­nie­rung und Viel­falt von der EU po­si­tiv auf­ge­nom­men wur­den. [6]

Ik­ken hat­te an der Uni­ver­si­tät von Stock­holm stu­diert und soll wäh­rend sei­ner Zeit dort ei­ne schwe­di­sche Frau ge­hei­ra­tet ha­ben. Im Jahr 2017 hat er sich als Dok­to­rand an der Uni­ver­si­tät von Metz in Ost­frank­reich ein­ge­schrie­ben, spe­zia­li­siert auf Kom­mu­ni­ka­ti­on. Arn­aud Mer­cier, sein Dok­tor­va­ter, stell­te fest, dass er durch den An­griff völ­lig be­täubt sei, da Herr Ik­ken „sehr an jour­na­lis­ti­sche Idea­le glaub­te.” Pro­fes­sor Mer­cier be­haup­tet, dass er kei­nen Bart hat­te und er kei­ne be­son­de­re Klei­dung trug. Der schwe­di­sche Si­cher­heits­dienst (Sä­po) hat­te kei­ne vor­he­ri­ge Ak­te über Ik­ken. [7] Ein be­kann­ter fran­zö­si­scher Medien- und Jour­na­lis­mus­for­scher hat ihn als „sanft­mü­tig wie ein Lamm” beschrieben.

Nach den meis­ten Be­rich­ten scheint Ik­ken vor die­sem An­griff kei­ne äu­ße­ren An­zei­chen ei­ner so­ge­nann­ten Ra­di­ka­li­sie­rung auf­ge­wie­sen zu ha­ben. Die Mas­sen­me­di­en und die Be­hör­den be­to­nen die­sen Fakt, schein­bar in ei­nem Ver­such, Men­schen zu be­ru­hi­gen. Ha­ben sie die Mög­lich­keit in Be­tracht ge­zo­gen, dass das die Din­ge schlim­mer macht, nicht besser?

Der An­griff vor Not­re Da­me scheint ein Fall des­sen zu sein, was der Au­tor Da­ni­el Pipes als „plötz­li­ches Jihad-​Syndrom” be­zeich­net hat. [8] Die­ser Be­griff gilt für Mus­li­me, die, oh­ne zu­vor deut­li­che Zei­chen des Dschi­ha­dis­mus ge­zeigt zu ha­ben, plötz­lich an­grei­fen. Wenn Fa­rid Ik­ken in der Tat ein so ge­nann­ter „ge­mä­ßig­ter Mus­lim” war, dann ver­deut­licht sein Bei­spiel, dass auch so ge­nann­te ge­mä­ßig­te Mus­li­me uns phy­sisch an­grei­fen können.

Die simp­le Wahr­heit ist, dass ei­ni­ge an­geb­lich ge­mä­ßig­te Mus­li­me lü­gen. Die Kon­zep­te von taqiy­ya und kit­man er­lau­ben es den Mus­li­men, zu lü­gen und zu täu­schen und ih­re Ab­sich­ten ge­gen­über Nicht­mus­li­men zu ver­schlei­ern. Die­se Stra­te­gie wird von is­la­mi­schen Ter­ro­ris­ten weit­her­um benutzt.

Ei­ne an­de­re Mög­lich­keit ist, dass ein mo­de­ra­ter Mus­lim plötz­lich in­ner­halb kur­zer Zeit mi­li­tant wer­den kann. Die­se plötz­li­che Ver­än­de­rung kann durch po­li­ti­sche oder per­sön­li­che Er­fah­run­gen, auch tri­via­le, aus­ge­löst werden.

Als Science-​Fiction-​Fan ha­be ich den Is­lam bis­her mit dem Film The Ma­trix von 1999 ver­gli­chen. Im Film kann je­der, der mit der Ma­trix ver­bun­den ist, je­der­zeit Agent des Sys­tems wer­den und die­je­ni­gen tö­ten, die als Be­dro­hung für das Sys­tem wahr­ge­nom­men wer­den . Das ist ei­ne gu­te Ana­lo­gie für den Is­lam. Wer sich mit dem Is­lam iden­ti­fi­ziert, kann plötz­lich Agent des Is­lam wer­den und die­je­ni­gen tö­ten, die als Be­dro­hung für das Sys­tem wahr­ge­nom­men werden.

In der Rea­li­tät be­deu­tet dies, dass wir uns nicht auf so ge­nann­te mo­de­ra­te Mus­li­me ver­las­sen kön­nen. Sie kön­nen sich plötz­lich und oh­ne Vor­war­nung ge­gen uns wen­den und uns an­grei­fen. Die ein­zi­gen, de­nen wir in ge­wis­sem Ma­ße ver­trau­en kön­nen, sind Ex-​Muslime, In­di­vi­du­en, die den Is­lam voll­stän­dig ver­las­sen und sich öf­fent­lich vom Is­lam di­stan­ziert haben.

An­mer­kun­gen:

1. Vi­deo­ma­te­ri­al zeigt den Mo­ment, wo der ISIS-​unterstützende al­ge­ri­sche Stu­dent „Das ist für Sy­ri­en” brüllt, als er ei­nen fran­zö­si­schen Po­li­zei­be­am­ten mit ei­nem Ham­mer an­greift, be­vor er an­ge­schos­sen und ver­wun­det wird. 7. Ju­ni 2017.

2. Man ar­rested over Pa­ris at­tack li­ved in Swe­den. 7. Ju­ni 2017.

3. “Svensk” ter­ro­rist som an­grep fransk po­lis med hamma­re var känd SR-​journalist. 7. Ju­ni 2017.

4. Man­nen som sköts i Pa­ris har levt i Sve­ri­ge. 7. Ju­ni 2017.

5. Fa­rid Ik­ken mis­stänks för Paris-​attacken. 7. Ju­ni 2017.

6. De vann jour­na­list­pris mot dis­kri­min­ering 29. Ok­to­ber 2009

7. Pa­ris ham­mer at­tack su­spect worked as a jour­na­list in Swe­den: Re­port. 7. Ju­ni 2017.

8. Sud­den Ji­had Syn­dro­me — It’s Now Of­fi­ci­al von Da­ni­el Pipes, 2. Ja­nu­ar 2008.


Spen­den an Fjordman:

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