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Be­richt: Mus­li­mi­sche Bru­der­schaft be­zahlt Men­schen, in Eu­ro­pa zu demonstrieren

El­liott Fried­land, 16.8.2017, Cla­ri­on Project.org

De­mons­tran­ten, die das Rabia-​Zeichen zei­gen in So­li­da­ri­tät mit den Op­fern des Rabaa-​Massakers vom Au­gust 2013 bei ei­nem Pro-​Mursi-​Sit-​In in Kai­ro. (Bild: Wi­ki­me­dia Commons)

Die deut­sche Po­li­zei ver­haf­te­te ei­nen ägyp­ti­schen Jour­na­lis­ten der Op­po­si­ti­on am Ber­li­ner Flug­ha­fen Schö­ne­feld auf­grund ei­nes Interpol-​Haftbefehls von Ägyp­ten, der am Diens­tag aus­ge­stellt wor­den war.

Ab­dul­rah­man Ezz wur­de in Ab­we­sen­heit von ägyp­ti­schen Ge­rich­ten zu 20 Jah­ren Ge­fäng­nis ver­ur­teilt. Er wur­de der Auf­sta­che­lung zu Ge­walt, ei­ne Po­li­zei­sta­ti­on an­ge­grif­fen und Men­schen ver­haf­tet und ge­fol­tert zu ha­ben nach dem vom Volk un­ter­stütz­ten Putsch, beim dem Ge­ne­ral Si­si den Prä­si­den­ten aus der Mus­lim­bru­der­schaft Mu­ham­med Mor­si absetzte.

Un­ter­stüt­zer der Mus­lim­bru­der­schaft star­te­ten an­geb­lich so­fort ei­ne Kam­pa­gne, um Ezz frei­zu­krie­gen, laut dem ägyp­ti­schen Me­di­um Al-​Bawaba.

Die ägyptisch-​deutsche Ko­ali­ti­on, die der Mus­lim­bru­der­schaft na­he­ste­hen soll, schick­te zwei ih­rer Mit­glie­der zum Flug­ha­fen in Ber­lin, um mit den deut­schen Be­hör­den zu ver­han­deln, Ezz frei­zu­las­sen. Ei­ne Quel­le sag­te Al-​Bawaba, dass die Ko­ali­ti­on sich mit Am­nes­ty ko­or­di­nie­re und dass sie ei­nen Ver­tre­ter zum Flug­ha­fen in Ber­lin schi­cken werden.

Ezz wur­de nach we­ni­gen Stun­den Be­fra­gung frei­ge­las­sen. Die deut­sche Re­gie­rung sag­te, Ägyp­ten ha­be nicht ge­nü­gend Be­wei­se vor­ge­legt, um ihn auszuliefern.

Die Mus­lim­bru­der­schaft be­treibt an­geb­lich in­ter­na­tio­na­le Kam­pa­gnen ge­gen die ägyp­ti­sche Re­gie­rung, auch in Städ­ten wie Lon­don, New York, Pa­ris und Syd­ney, so El-​Nada.

Am Diens­tag hiel­ten sie in Kap­stadt, Süd­afri­ka, ei­ne Kon­fe­renz ab.

Die MB hat viel Geld bud­ge­tiert für Ak­ti­vi­tä­ten in die­sen ver­schie­de­nen Städ­ten und nutzt ih­re Ver­bin­dun­gen mit den Ge­heim­diens­ten der Län­der, die Ägyp­ten feind­lich ge­gen­über­ste­hen, um die Or­ga­ni­sa­ti­on die­ser Ak­ti­vi­tä­ten zu er­leich­tern. Ob­wohl El-​Nahda be­rich­tet, dass die Bru­der­schaft De­mons­tran­ten $ 1.000 /​ Tag zahlt, zu­sätz­lich zu Rei­se­spe­sen und Un­ter­kunft, er­scheint die­se Zahl als ab­surd hoch.

Da­lia Zia­da ist Ko­or­di­na­to­rin der Kam­pa­gne zur An­er­ken­nung der Mus­lim­bru­der­schaft als welt­wei­te Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on. Sie ar­gu­men­tiert, dass die mus­li­mi­sche Bru­der­schaft glaubt, dass dies der rich­ti­ge Zeit­punkt ist, um ih­re in­ter­na­tio­na­len Ko­ali­tio­nen wie­der zu öff­nen, um auf die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft Ein­fluss zu neh­men. Sie sagt, sie be­kom­men Hil­fe von Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen wie Am­nes­ty, um Pro­tes­te in eu­ro­päi­schen Haupt­städ­ten zu or­ga­ni­sie­ren und Ge­neh­mi­gun­gen für die­se De­mons­tra­tio­nen zu er­hal­ten. Die­se Or­ga­ni­sa­tio­nen ha­ben in der Ver­gan­gen­heit Frei­wil­li­ge ge­sam­melt, um un­ter den Slo­gans der Frei­heit und der Men­schen­rech­te zu demonstrieren.

„Die Mus­lim­bru­der­schaft hat ein Netz von Dut­zen­den von Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tio­nen und Frau­en­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen und nutzt sie, um frei zu han­deln. Sie be­nut­zen die Leu­te, die die­sen Or­ga­ni­sa­tio­nen und an­ge­hö­ren und ih­re Frei­wil­li­gen. Sie be­zah­len auch Leu­te, um sie zu un­ter­stüt­zen, vor al­lem ar­me Men­schen in is­la­mi­schen Ge­mein­schaf­ten. Dar­über hin­aus sa­gen sie ih­nen, dass der Zweck die­ser De­mons­tra­tio­nen ist, den Is­lam und die Scha­ria zu ver­tei­di­gen. Mil­lio­nen von Dol­lars wer­den aus­ge­ge­ben. Ei­ne De­mons­tra­ti­on kann $ 50.000 kos­ten. Die Leu­te, die die­se Pro­tes­te fi­nan­zie­ren, sind in der Re­gel Ge­schäfts­leu­te aus Ka­tar oder der Tür­kei, die als un­ab­hän­gi­ge Ge­ber für die MB-​Organisationen in Ame­ri­ka und Eu­ro­pa er­schei­nen, aber tat­säch­lich wer­den sie von den Re­gie­run­gen in der Tür­kei und Ka­tar be­zahlt, um die­se Un­ter­stüt­zung durch ei­nen in­di­rek­ten Ka­nal auszurichten.”

His­ham a-​Najjar, ein is­la­mi­scher For­scher, stimmt zu. Er sagt, dass die­je­ni­gen hin­ter den Pro­tes­ten dar­an in­ter­es­siert sind, die Mus­lim­bru­der­schaft ak­tiv zu hal­ten, um zu be­wei­sen, dass sie im­mer noch exis­tiert, be­son­ders in eu­ro­päi­schen Län­dern. Er denkt, das ist nö­tig, da­mit die­se Län­der kei­ne Ent­schei­dun­gen tref­fen, die den In­ter­es­sen Ka­tars und an­de­ren Län­dern ent­ge­gen­lau­fen, die Ter­ror unterstützen.

Ah­mad al-​Enani, ein Mit­glied des ägyp­ti­schen Ra­tes für aus­wär­ti­ge An­ge­le­gen­hei­ten, sagt, dass die Haupt­för­de­rer die­ser Ko­ali­tio­nen Ka­tar und die Tür­kei sind. Er be­schul­digt sie, das Ré­gime in Ägyp­ten zu ver­leum­den und füg­te hin­zu, dass sie von der Mus­lim­bru­der­schaft in Ägyp­ten un­ter­stützt werden.

Er sag­te auch, dass die Bru­der­schaft aus­län­di­sche Un­ter­neh­men für PR ein­setzt und die­se Ak­ti­vi­tä­ten ko­or­di­niert. Er glaubt, dass die­se Un­ter­neh­men ka­ta­ri­schen und tür­ki­schen Ge­schäfts­leu­ten ge­hö­ren und mit ih­ren Re­gie­run­gen Ver­bin­dun­gen haben.

Er be­haup­tet, dass Mil­li­ar­den von Dol­lars aus­ge­ge­ben wer­den, um in­ter­na­tio­na­le Pro­pa­gan­da für die der Mus­lim­bru­der­schaft an­ge­schlos­se­nen Ko­ali­tio­nen zu machen.

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