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Wird Thai­land das nächs­te Myan­mar, da An­grif­fe ge­gen Bud­dhis­ten von „Je­maah Is­la­miyah” in­ten­si­viert werden?

Un­be­kann­ter Au­tor, 31.8.2017, Re­li­gi­on Mind, über­setzt aus dem Englischen

Wäh­rend über Zwi­schen­fäl­le be­rich­tet wird, ge­walt­tä­ti­ge An­grif­fe in Süd­thai­land es­ka­lie­ren, ist es un­er­läss­lich, die Ge­schich­te der is­la­mi­schen An­grif­fe auf Thai­land dar­zu­le­gen, um jeg­li­che Miss­ver­ständ­nis­se, die dem bur­me­si­schen Bei­spiel äh­neln, zu vermeiden.

We­nig wis­sen die Leu­te von der Aus­brei­tung ex­tre­mis­ti­scher An­grif­fe auf Bud­dhis­ten in der Re­gi­on, be­son­ders auf die we­ni­gen ver­blie­be­nen bud­dhis­ti­schen Na­tio­nen in der Region.

Wie die Bud­dhis­ten Thai­lands die mo­ra­li­schen Skru­pel, die ih­nen der Bud­dhis­mus in Sa­chen voll­stän­di­ger Ge­walt­ver­zicht auf­er­leg­te, vor­über­ge­hend über­wan­den und ei­ne Ge­gen­of­fen­si­ve ge­gen die Dschi­ha­dis ein­lei­te­ten, die im 17. Jahr­hun­dert den Sü­den Thai­lands zu ver­wüs­ten be­gon­nen hat­ten, ist nicht be­kannt. Nur um wie­der in die Apa­thie der Ge­walt­lo­sig­keit zu­rück­zu­däm­mern, um ei­ne wei­te­re An­griffs­run­de der mus­li­mi­schen Ma­lai­en seit den 1980er Jah­ren ein­zu­la­den, die vor al­lem nach dem 11. Sep­tem­ber es­ka­liert sind. Doch die Thais ha­ben den Dschi­had zu­rück­ge­schla­gen, um Thai­land als bud­dhis­ti­sche In­sel in­mit­ten ei­nes mus­li­mi­schen Oze­ans zu erhalten.

Muslimische militante Extremisten der Jemaah Islamiyah töten Buddhisten in Thailand

Mus­li­mi­sche mi­li­tan­te Ex­tre­mis­ten der Je­maah Is­la­miyah tö­ten Bud­dhis­ten in Thailand

Kampf der Ge­gen­sät­ze – Bud­dhis­mus und Is­lam in Thailand

Thai­land ist heu­te ei­ne bud­dhis­ti­sche Na­ti­on, im Ge­gen­satz zu sei­nen mus­li­mi­schen Nach­barn wie Ma­lay­sia und In­do­ne­si­en. Thai­land ist heu­te bud­dhis­tisch auf­grund des weit­ge­hend ver­ges­se­nen Kamp­fes der sia­me­si­schen (thai­län­di­schen) Kö­ni­ge ge­gen die mus­li­mi­schen Dschi­ha­dis, die ab dem 13. Jahr­hun­dert in Süd­ost­asi­en ein­mar­schier­ten. Wie Thai­land wa­ren auch die Men­schen Ma­lay­si­as und In­do­ne­si­ens eben­falls vor al­lem Hin­dus und Bud­dhis­ten, be­vor sie vom Is­lam über­rannt wurden.

Tat­säch­lich hat­ten die heu­ti­gen ASEAN-​Staaten bis ins 15. Jahr­hun­dert ei­ne ge­mein­sa­me Re­li­gi­on (ei­ne Mi­schung aus Hinduismus-​Buddhismus-​Animismus) und ei­ne ge­mein­sa­me Kul­tur. Sie sa­hen sich nicht als ver­schie­de­ne Län­der an. Ein Groß­teil des heu­ti­gen Ma­lay­sia war zeit­wei­se Teil des Kö­nig­reichs Si­am (Thai­land). Und Ma­lay­sia und In­do­ne­si­en stan­den zeit­wei­se un­ter der Herr­schaft ei­ner ein­zi­gen Dy­nas­tie (Sri Vi­ja­ya, Shai­len­dra, Mataram und Majapahit).

Die Bas Re­li­efs von Boro­bu­dur in In­do­ne­si­en und die al­te in­di­sche Spra­che (Sans­krit) sind die ein­zi­gen Er­in­ne­run­gen an die bud­dhis­ti­sche und hin­du­is­ti­sche Ver­gan­gen­heit der ge­gen­wär­ti­gen mus­li­mi­schen Be­völ­ke­rung Ma­lay­si­as und In­do­ne­si­ens. Das Auf­ein­an­der­pral­len der sanf­ten Vor­fah­ren der Thais, Ma­laii­en und In­do­ne­si­er mit den ge­walt­tä­ti­gen Mus­li­men ist ein Kampf der Gegensätze.

Das ist so, weil es kei­nen grö­ße­ren Ge­gen­satz gibt als den zwi­schen Bud­dhis­mus und Is­lam. Wäh­rend der Bud­dhis­mus an sich nicht ge­walt­tä­tig ist und uni­ver­sell, ist der Is­lam ei­ne ge­walt­tä­ti­ge, grau­sa­me und mör­de­ri­sche Pa­ra­noia, wie wir es in 9/11,7/7,3/11 und zahl­rei­chen an­de­ren Er­eig­nis­sen der jün­ge­ren Ge­schich­te er­lebt ha­ben. Die lan­ge Ge­schich­te des Is­lam im 14. Jahr­hun­dert war eben­so ge­walt­tä­tig wie blu­tig und grausam.

Die Ge­gen­über­stel­lung zwi­schen Is­lam und Bud­dhis­mus ist ei­ne Stu­die von ex­trem star­ken Ge­gen­sät­zen, wie z. B. Ak­tio­nen, ge­folgt von ver­que­ren Re­ak­tio­nen, ge­folgt von Ge­gen­re­ak­tio­nen. Ver­wir­rend, nicht wahr? Las­sen Sie mich das er­klä­ren. Bit­te le­sen Sie weiter.

Die uni­ver­sel­le Ge­walt­lo­sig­keit des Bud­dhis­mus ge­gen die ver­dor­be­ne Grau­sam­keit des Islam

Die Bud­dhis­ten leh­ren ih­re An­hän­ger, un­ge­ach­tet der Pro­vo­ka­ti­on äu­ßerst ge­walt­frei zu sein, wäh­rend der Is­lam sei­ne An­hän­ger lehrt, äu­ßerst grau­sam, mör­de­risch, täu­schend (Taqiya) und sa­dis­tisch zu sein. Als die Bud­dhis­ten zum ers­ten Mal den Mus­li­men in Zen­tral­asi­en und Af­gha­ni­stan be­geg­ne­ten (er­in­nern Sie sich an die Bud­dhas von Ba­miyan?), war die bud­dhis­ti­sche Re­ak­ti­on gar kei­ne Re­ak­ti­on. Die Bud­dhis­ten un­ter­war­fen sich den Mus­li­men auf zahms­te Wei­se. Nein, sie ha­ben den Is­lam nicht mas­sen­haft um­armt, sie ha­ben sich nur auf­ge­ge­ben, so­dass sie von den Mus­li­men mas­sen­wei­se ge­schlach­tet wur­den. Die Bud­dhis­ten wa­ren ei­ne der we­ni­gen Re­li­gio­nen, die die To­des­op­ti­on aus dem An­ge­bot der Mus­li­me, ent­we­der den Is­lam oder den Tod an­zu­neh­men, akzeptierten.

Folg­lich sind die Bud­dhis­ten ganz ein­fach im ers­ten Strom des mus­li­mi­schen An­griffs un­ter­ge­gan­gen. Vie­le Bud­dhis­ten lern­ten nie, den Mus­li­men Wi­der­stand zu leis­ten. Selbst als die Mus­li­me be­rühm­te bud­dhis­ti­sche Uni­ver­si­tä­ten wie Na­lan­da in der in­di­schen Pro­vinz Bihar über­fie­len, star­ben die Bud­dhis­ten mas­sen­haft, als die mus­li­mi­schen Schwert­kämp­fer sie schlach­te­ten, als ob Hyä­nen ei­ne Rei­he von Ka­nin­chen in ei­nem Kä­fig ver­schlin­gen wür­den. Auch un­ter­nah­men die Bud­dhis­ten kei­nen Ver­such, ih­ren Mör­dern zu ent­kom­men. Sie ak­zep­tier­ten den Tod mit ei­nem Hauch von Fa­ta­lis­mus und Schick­sal. Und des­halb sind sie heu­te nicht mehr da, um ih­re Ge­schich­te zu erzählen.

Doch ih­re geist­lo­se Ab­schlach­tung be­schwor ei­ne an­de­re und äu­ßerst ent­ge­gen­ge­setz­te Re­ak­ti­on ei­ner an­de­ren Grup­pe von Bud­dhis­ten. Das war auch die bis­lang dra­ma­tischs­te: Die mon­go­li­sche In­va­si­on Irans und Iraks durch Dschin­gis Khan und sei­nen Sohn Hul­agu Khan. Die­se Mon­go­len hat­ten ei­ne Art bud­dhis­ti­schen Glau­ben, de­ren Hei­mat sechs Jahr­hun­der­te lang un­ter den Ver­wüs­tun­gen der Mus­li­me litt (ab 651 n. Chr. bis 1200 n. Chr.) als die bud­dhis­ti­schen Mon­go­len be­schlos­sen, dass es ge­nug war und es den Mus­li­men mit ih­rer ei­ge­nen Mün­ze heim­zah­len woll­ten, mit an­ge­mes­se­nem Auf­preis! Die Mon­go­len schlach­te­ten die Mus­li­me von Iran und Irak mit un­er­müd­li­cher Grau­sam­keit ab.

Die Mon­go­len ver­wüs­te­ten das Land, brann­ten Städ­te nie­der, tö­te­ten mas­sen­haft die mus­li­mi­sche Be­völ­ke­rung, ein­schließ­lich des Ka­li­fen selbst!

Erst die­se un­er­war­te­te Um­keh­rung des Stand­punk­tes der mon­go­li­schen Bud­dhis­ten führ­te da­zu, dass die zer­stö­re­ri­schen Mus­li­me von ei­ner un­end­lich bar­ba­ri­sche­ren Macht als die Mus­li­me selbst ver­wüs­tet wur­den. Und nur dies könn­te zum Sieg über die Mus­li­me füh­ren. Dies, wer­te Le­ser, ist die Mo­ral un­se­rer Ge­schich­te, wenn wir ver­su­chen, die mus­li­mi­schen An­grif­fe auf die Bud­dhis­ten Thai­lands zu ver­ste­hen und zu ver­ste­hen, wie die Mus­li­me im fort­lau­fen­den Krieg ge­gen den Ter­ror be­siegt wer­den können.

Die Phy­sik sagt uns, dass im­mer dann, wenn ei­ne Ak­ti­on statt­fin­det, es auch ei­ne glei­che und ent­ge­gen­ge­setz­te Re­ak­ti­on gibt. In der Welt der Hu­man­psy­cho­lo­gie wird die­se Re­gel ver­zerrt in Ab­hän­gig­keit von der ethisch-​moralischen Denk­wei­se der be­tei­lig­ten Par­tei­en. Die Mus­li­me ha­ben Un­ter­schied­li­che Stär­ken an Wi­der­stand er­lebt in ih­rer Ge­schich­te des Wü­tens, die sich über die drei Kon­ti­nen­te Eu­ro­pa, Asi­en und Afri­ka bis ins 20. Jahr­hun­dert er­streck­te. Ein Wü­ten, das sich im 21. Jahr­hun­dert auf dra­ma­ti­sche Wei­se nach Ame­ri­ka (9÷11) und Aus­tra­li­en (Bali-​Angriffe) ausbreitete.

Die mus­li­mi­schen Plün­de­rer be­gan­nen ih­ren Amok­lauf (Dschi­had), in­dem sie ih­re theo­lo­gisch in­spi­rier­te, mör­de­ri­sche Men­ta­li­tät im 7. Jahr­hun­dert ge­gen die mi­li­tä­ri­sche Dis­zi­plin der zoro­as­tri­schen Per­ser, ge­folgt von der mi­li­tä­ri­schen Dis­zi­plin der by­zan­ti­ni­schen Chris­ten, mas­sen. Be­ach­ten Sie hier, dass es die mi­li­tä­ri­sche Dis­zi­plin der Per­ser und By­zan­ti­ner war, die ge­gen die theo­lo­gisch in­spi­rier­te mör­de­ri­sche Men­ta­li­tät der Mus­li­me ent­kernt wur­de. Die­se Ge­gen­über­stel­lung selbst war un­fair, da die theo­lo­gisch in­spi­rier­te mör­de­ri­sche Men­ta­li­tät die mi­li­tä­ri­sche Dis­zi­plin leicht über­win­den konn­te. Die In­spi­ra­ti­on der Mus­li­me be­stand dar­in, ih­re Fein­de zu ver­nich­ten, wäh­rend die der Per­ser und By­zan­ti­ner nur dar­in be­stand, die mus­li­mi­sche In­va­si­on zu be­sie­gen und zu­rück­zu­schla­gen. In die­ser Schlacht der Kampf­zie­le an sich ver­lo­ren die Per­ser und By­zan­ti­ner ge­gen die Mus­li­me. Um die Mus­li­me zu be­sie­gen, soll­te un­ser Haupt­ziel dar­in be­stehen, den Is­lam zu zer­stö­ren. Nur dann kann der Sieg über den Mus­lim resultieren!

Die mus­li­mi­sche Geis­tes­hal­tung zu un­ab­läs­si­ger Ge­walt, Grau­sam­keit und Mord be­sieg­te schließ­lich die mi­li­tä­ri­sche Dis­zi­plin der zoro­as­tri­schen Per­ser und der by­zan­ti­ni­schen Chris­ten. Bei­de Kul­tu­ren fie­len dem Vor­marsch der mör­de­ri­schen mus­li­mi­schen Plün­de­rer zum Op­fer. Die zoro­as­tri­schen Per­ser star­ben und ver­schwan­den völ­lig aus der Ge­schich­te. Aber die Chris­ten re­agier­ten an­ders. Nach vier Jahr­hun­der­ten un­er­müd­li­cher Bar­ba­rei von den Mus­li­men, die die christ­li­chen Na­tio­nen des Na­hen Os­tens (heu­te be­kannt als Sy­ri­en, Pa­läs­ti­na, Jor­da­ni­en, Tür­kei) und die christ­li­chen Na­tio­nen in Afri­ka (Ägyp­ten, Su­dan, So­ma­lia, Li­by­en, Al­ge­ri­en, Tu­ne­si­en) so­wie in Eu­ro­pa Spa­ni­en (für 800 Jah­re), Frank­reich (für 30 Jah­re), Ita­li­en (für 8 Jah­re) über­rann­ten, ent­schie­den die Chris­ten schließ­lich, dass ge­nug ge­nug war und ent­schlos­sen sich, die Bar­ba­rei der Mus­li­me mit noch grö­ße­rer und ef­fek­ti­ve­rer Bar­ba­rei zu er­wi­dern, ge­färbt mit der Ent­schlos­sen­heit, das Hei­li­ge Land von sei­nen un­gläu­bi­gen Be­sat­zern zu be­frei­en, ver­sengt, wie die Chris­ten wa­ren von vier Jahr­hun­der­ten mus­li­mi­schen Schre­ckens in den drei Kon­ti­nen­ten Asi­en, Afri­ka und Europa.

Die Thais wi­der­setz­ten sich den Mus­li­men, wenn auch nur kurz­zei­tig im 17. Jahr­hun­dert, nur um in ei­ne de­fen­si­ve Po­si­ti­on zu­rück­zu­keh­ren und im 21. Jahr­hun­dert wie­der un­ter den ma­lai­ischen Dschi­ha­dis zu leiden.

Die Ma­lai­en selbst wa­ren von ih­rem Glau­ben her bis ins 15. Jahr­hun­dert Bud­dhis­ten und Hin­dus un­ter ih­ren Kö­nig­rei­chen Sri Vi­ja­ya (Ma­lay­sia), Ma­ja­pa­hit (In­do­ne­si­en). Die­se Kö­nig­rei­che wa­ren glü­hen­de Ri­va­len und wa­ren im Krieg mit­ein­an­der und mit ih­rem nörd­li­chen Nach­barn, dem Kö­nig­reich Si­am (Thai­land), als die Mus­li­me zum ers­ten Mal auf der Büh­ne erschienen.

Auf der an­de­ren Sei­te wa­ren die Kreuz­fah­rer auf­grund des Stra­te­gie­wech­sels im Kampf ge­gen die mör­de­ri­schen Mus­li­me er­staun­lich er­folg­reich und über­wäl­tig­ten die bar­ba­ri­schen Mus­li­me in ih­rem ers­ten An­sturm mit noch grö­ße­rer Bar­ba­rei. Die Kreuz­fah­rer schlach­te­ten nicht nur die Mus­li­me, son­dern gin­gen noch wei­ter, um die Mus­li­me zu bra­ten und in ei­nem gru­se­li­gen Brat­fest zu ver­spei­sen. Ei­ne Übung, die heu­te als Re­cy­cling des Geg­ners be­zeich­net wer­den kann! Wohl­ge­merkt, die­se Kreuz­rit­ter wa­ren kei­ne kan­ni­ba­li­schen Kopf­jä­ger, als sie Eu­ro­pa ver­lie­ßen. Sie ka­men aus eta­blier­ten Zi­vi­li­sa­tio­nen in Frank­reich, Eng­land, Deutsch­land, Spa­ni­en, Ita­li­en im mit­tel­al­ter­li­chen Eu­ro­pa. Doch die un­er­bitt­li­che Bar­ba­rei der Mus­li­me hat­te in den Chris­ten den Drang auf­ge­baut, ein für al­le­mal und für im­mer Schluss zu ma­chen. Das Er­geb­nis wa­ren die Kreuz­zü­ge. Und die Be­gleit­erschei­nung des Kan­ni­ba­lis­mus, der den Kreuz­fah­rern durch vier Jahr­hun­der­te bei­na­he töd­li­cher Ver­wüs­tun­gen ih­rer Län­der, Kul­tur und Zi­vi­li­sa­ti­on auf­ge­drängt wur­de. Es war nur die­se un­er­war­te­te Um­keh­rung der Hal­tung sei­tens der Kreuz­fah­rer der Ver­wüs­tung der ver­hee­ren­den Mus­li­me mit ei­ner Kraft, die bar­ba­ri­scher war als die Mus­li­me, die zur Nie­der­la­ge der Mus­li­me füh­ren konn­te. Die­se Leu­te sind die Mo­ral un­se­rer Ge­schich­te, wenn wir ver­su­chen, die mus­li­mi­schen An­grif­fe auf die Bud­dhis­ten Thai­lands zu verstehen.

Vor der An­kunft des Is­lam wa­ren Sri Vi­ja­ya und Ma­ja­pa­hit mäch­ti­ge Im­pe­ri­en vom 13. bis zum 15. Jahr­hun­dert. So­wohl die Kö­ni­ge von Sri Vi­ja­ya als auch Ma­ja­pa­hit folg­ten ei­nem eklek­ti­schen Glau­ben, der sich aus Hin­du­is­mus und Bud­dhis­mus zu­sam­men­setz­te. Die­se Kö­nig­rei­che hat­ten auch ih­re be­rühm­ten Pen­dants in La­os, Kam­bo­dscha, Thai­land und Bur­ma (Myan­mar). Sie ha­ben groß­ar­ti­ge Städ­te ge­baut. Die Rui­nen von Ang­kor sind die dra­ma­tischs­ten Zeug­nis­se ih­res Ruh­mes. Ähn­li­che Städ­te bil­de­ten Punk­te in Ma­lay­sia und In­do­ne­si­en im 12. bis 15. Jahr­hun­dert. Ihr Nie­der­gang be­gann mit dem Kom­men der ara­bi­schen Dhows (Schif­fe), die nicht nur Wa­ren, son­dern auch das Schwert des Is­lam tru­gen. Der Kö­nig, der den Is­lam zu­erst um­arm­te, wur­de Par­mes­wa­ra ge­nannt und er wur­de Op­fer der Um­stän­de, als er da­zu ver­lei­tet wur­de, ein Mus­lim zu werden.

Als die Bud­dhis­ten von den Mus­li­men an­ge­grif­fen und mas­sa­kriert wur­den, ver­such­ten sie zu­nächst nicht, ih­ren Mör­dern zu ent­kom­men. Sie ak­zep­tier­ten den Tod mit ei­nem Hauch von Fa­ta­lis­mus und Schick­sal. Und des­halb sind sie heu­te nicht mehr da, um uns ih­re Ge­schich­te zu er­zäh­len. Aber ihr geist­lo­ses Ab­schlach­ten be­schwor ei­ne an­de­re und äu­ßerst ent­ge­gen­ge­setz­te Re­ak­ti­on ei­ner an­de­ren Grup­pe von Bud­dhis­ten. Dies war auch die bis­lang dra­ma­tischs­te: Die mon­go­li­sche In­va­si­on Irans und Iraks durch Dschin­gis Khan und sei­nem Sohn Hul­agu Khan. Die­se Mon­go­len wa­ren ei­ne Art von Bud­dhis­ten im Glau­ben, de­ren Hei­mat­land seit sechs Jahr­hun­der­ten (von 651 bis 1200) un­ter den Ver­wüs­tun­gen der Mus­li­me litt, als die bud­dhis­ti­schen Mon­go­len be­schlos­sen, dass ge­nug ge­nug war und ent­schie­den, es den Mus­li­men mit ih­rer ei­ge­nen Mün­ze zu­rück­zu­zah­len, mit ent­spre­chen­dem Auf­preis! Die Mon­go­len schlach­te­ten die Mus­li­me von Iran und Irak mit un­er­müd­li­cher Grau­sam­keit ab. Die Mon­go­len ver­wüs­te­ten das Land, brann­ten Städ­te nie­der, schlach­te­ten die mus­li­mi­sche Be­völ­ke­rung mas­sen­haft ab, auch den Ka­li­fen selbst! Die Mon­go­len wur­den in ih­rer Re­ak­ti­on auf die mus­li­mi­sche Bar­ba­rei nur von den Kreuz­rit­tern er­reicht. Und in­ter­es­san­ter­wei­se wa­ren es in den letz­ten 1400 Jah­ren des Be­stehens der Mus­li­me seit 622 n. Chr. nur die Mon­go­len und Kreuz­rit­ter, die die Mus­li­me in ih­rer Hei­mat be­sieg­ten. An­de­re klei­ne­re Fehl­ent­wick­lun­gen, die den Lauf der Mus­li­me um­kehr­ten, wa­ren die Fran­ken bei Tours, die spa­ni­schen Re-​conquistadores, die Hin­dus un­ter ih­rem Kö­nig Siva­ji, die nu­bi­schen Scharf­schüt­zen und die thai­län­di­sche Rück­erobe­rung des Sul­ta­nats Pat­tani En­de des sieb­zehn­ten Jahrhunderts.

Wie der Is­lam nach Ma­lay­sia, In­do­ne­si­en und Thai­land kam

Nach die­ser läng­li­chen Prä­am­bel wer­den wir se­hen, wie die Thais den Mus­li­men, wenn auch nur kurz­zei­tig im 17. Jahr­hun­dert, Wi­der­stand leis­te­ten, nur um in ei­ne de­fen­si­ve Po­si­ti­on zu­rück­zu­keh­ren und im 21. Jahr­hun­dert wie­der un­ter den ma­lai­ischen Dschi­ha­dis zu leiden.

Die Ma­lai­en selbst wa­ren von ih­rem Glau­ben her bis ins 15. Jahr­hun­dert Bud­dhis­ten und Hin­dus un­ter ih­ren Kö­nig­rei­chen Sri Vi­ja­ya (Ma­lay­sia), Ma­ja­pa­hit (In­do­ne­si­en). Die­se Kö­nig­rei­che wa­ren glü­hen­de Ri­va­len und stan­den im Krieg mit­ein­an­der und mit ih­rem nörd­li­chen Nach­barn, dem Kö­nig­reich Si­am (Thai­land).

In­ter­es­san­ter­wei­se wur­de der Ein­tritt des Is­lam in Süd­ost­asi­en durch die­se Ri­va­li­tät und Ver­nich­tungs­krieg der drei Kö­nig­rei­che Thai­land mit Sri­Vi­ja­ya von Ma­lay­sia und Shai­len­dra und Ma­ja­pa­hit von In­do­ne­si­en er­leich­tert. Aber der letzt­end­li­che Grund für die Be­keh­rung des letz­ten Sri Vi­ja­ya Kö­nigs Par­mes­wa­ra zum Is­lam war Täu­schung, wie wir un­ten se­hen werden.

 

Es wa­ren ara­bi­sche Händler-​Dschihadis, die den letz­ten Sri Vijaya-​König Pa­ra­mes­wa­ra (heu­te Ma­lay­sia) ge­täuscht hat­ten, um ei­ne mus­li­mi­sche Jung­frau zu hei­ra­ten und ihn zum Is­lam zu be­keh­ren, in­dem er ihm Hil­fe im Kampf ge­gen sei­ne Ri­va­len aus Thai­land ver­sprach. Ab 1402 wur­de Par­mes­wa­ra zu­neh­mend ab­hän­gig von den Ara­bern, um die Ver­su­che der Thais und die ter­ri­to­ria­len Am­bi­tio­nen sei­nes an­de­ren Ri­va­len Ma­ja­pa­hit von In­do­ne­si­en ab­zu­weh­ren. Die ara­bi­schen Händler-​Soldaten, de­ren Stel­lung am Hof von Par­mes­wa­ra im­mer stär­ker wur­de, bo­ten an, ihm mehr Streit­kräf­te zur Sei­te zu stel­len, wenn er zum Is­lam kon­ver­tier­te. Pa­ra­mes­wa­ra lehn­te die­ses An­ge­bot an­fangs ver­ächt­lich ab. Aber als der Kampf mit Thai­land und Ma­ja­pa­hit wei­ter­ging, wur­de sei­ne Po­si­ti­on im­mer pre­kä­rer. Zu die­sem Zeit­punkt be­schenk­ten ihn die ara­bi­schen Kauf­leu­te mit ei­ner Prin­zes­sin von Pa­sai, die ei­ne ge­mischt­ras­si­ge Nach­fah­rin ei­ner ara­bi­schen und in­do­ne­si­schen Ni­kah Mu’tah Hei­rat war (Ei­ne Ni­kah Mu’tah ist ei­ne vor­über­ge­hen­de Hei­rat für Mus­li­me, durch den Ko­ran erlaubt).

Vor der An­kunft des Is­lam wa­ren Sri Vi­ja­ya, Shai­len­dra, Mataram und Ma­ja­pa­hit mäch­ti­ge Im­pe­ri­en vom 13. bis zum 15. Jahr­hun­dert. Die Kö­ni­ge von Sri Vi­ja­ya, Shai­len­dra und Ma­ja­pa­hit folg­ten ei­nem eklek­ti­schen Glau­ben, der sich aus Hin­du­is­mus und Bud­dhis­mus zu­sam­men­setz­te. Die­se Kö­nig­rei­che hat­ten auch ih­re be­rühm­ten Pen­dants in La­os, Kam­bo­dscha, Thai­land und Bur­ma (Myan­mar). Sie ha­ben groß­ar­ti­ge Städ­te ge­baut. Die Rui­nen von Ang­kor Vat und Boro­bu­dur sind die dra­ma­tischs­ten Zeug­nis­se ih­res Ruh­mes. Ähn­li­che Städ­te bil­de­ten Punk­te in Ma­lay­sia und In­do­ne­si­en im 12. bis 15. Jahr­hun­dert. Ihr Nie­der­gang be­gann mit der An­kunft ara­bi­scher Dhows (Schif­fe), die nicht nur Wa­ren, son­dern auch das Schwert und die mör­de­ri­sche Men­ta­li­tät des Is­lam mit sich führten.

Der indonesisch-​malaiische Hindu-​König, der den Is­lam zu­erst um­arm­te, wur­de Par­mes­wa­ra ge­nannt und wur­de Op­fer der Um­stän­de, als er da­zu ver­lei­tet wur­de, Mus­lim zu wer­den. Pa­ra­mes­wa­ra war ein Nach­kom­me der Sri Vi­ja­ya Dy­nas­tie und herrsch­te von Pa­lem­bang aus. Doch wäh­rend der Zeit Pa­ra­mes­wa­ras war Sri Vi­ja­ya im Nie­der­gang be­grif­fen und Ma­ja­pa­hit war der Ober­herr von Sri Vi­ja­ya ge­wor­den. Pa­ra­mes­wa­ra hat­te ei­nen Streit mit dem Herr­scher von Ma­ja­pa­hit und war ge­zwun­gen, sei­ne Haupt­stadt von Pa­lem­bang auf die re­la­tiv si­che­re­re Temasek-​Insel – heu­te Sin­ga­pur – zu ver­le­gen. Dort tö­te­te Pa­ra­mes­wa­ra wäh­rend ei­nes Ge­fechts mit den Trup­pen von Ma­ja­pa­hit Prinz Te­ma­gi von Si­am, der mit Ma­ja­pa­hit ver­bün­det war. Dies führ­te zu ei­ner wei­te­ren Rei­he von Kämp­fen zwi­schen Sri Vi­ja­ya ge­gen Si­am und Ma­ja­pa­hit, in de­nen Pa­ra­mes­wa­ra ge­plün­dert wur­de und er muss­te aus sei­ner neu­en Haupt­stadt, der In­sel Te­ma­sek (Sin­ga­pur) flie­hen, und zu­nächst Zu­flucht in Mu­ar su­chen, be­vor er wei­ter nach Ma­lak­ka floh und be­schloss, es zu sei­ner neu­en Haupt­stadt zu ma­chen im Jah­re 1402.

Ara­ber täu­schen und ty­ran­ni­sie­ren den letz­ten Sri Vi­ja­ya Kö­nig Pa­ra­mes­wa­ra, da­mit er ein mus­li­mi­sches Mäd­chen hei­ra­tet und zum Is­lam konvertiert.

Ma­lak­ka war ein Han­dels­ha­fen, der von den Ara­bern be­sucht wur­de, wo sie ei­ne Ko­lo­nie ge­grün­det hat­ten. In Ma­lak­ka ver­spra­chen die Ara­ber Kö­nig Pa­ra­mes­wa­ra Hil­fe im Kampf ge­gen sei­ne Ri­va­len aus Thai­land. Ab 1402 wur­de Par­mes­wa­ra zu­neh­mend von den Ara­bern ab­hän­gig, um Ver­su­che der Thais ab­zu­weh­ren, die die Er­mor­dung ih­res Prin­zen und die ter­ri­to­ria­len Be­stre­bun­gen Ma­ja­pa­hits rä­chen woll­ten. Die ara­bi­schen Händler-​Soldaten, de­ren Stel­lung am Hof von Par­mes­wa­ra im­mer stär­ker wur­de, bo­ten an, ihm mehr Streit­kräf­te zur Sei­te zu stel­len, wenn er zum Is­lam kon­ver­tier­te. Pa­ra­mes­wa­ra lehn­te die­ses An­ge­bot an­fangs ver­ächt­lich ab. Aber als der Kampf mit Thai­land wei­ter­ging, wur­de sei­ne Po­si­ti­on im­mer pre­kä­rer. Zu die­sem Zeit­punkt be­schenk­ten ihn die ara­bi­schen Kauf­leu­te mit ei­ner Prin­zes­sin von Pa­sai, ei­ne ge­mischt­ras­si­ge Nach­fah­rin der ara­bi­schen und in­do­ne­si­schen Ni­kah Mu’tah Ehen (ei­ne Ni­kah Mu’tah ist ei­ne vor­über­ge­hen­de Hei­rat, die Mus­li­men vom Ko­ran er­laubt ist).

Pa­sai war ur­sprüng­lich be­kannt als Samudera-​Pasai, spä­ter um­be­nannt in Sa­mu­de­ra Darus­sa­lam. Pa­sai war ein blü­hen­des Ha­fen­reich an der Nord­küs­te Su­ma­tras im 13. bis 15. Jahr­hun­dert n. Chr. Auf­grund sei­nes Reich­tums hat­te Pa­sai ara­bi­sche Händ­ler an­ge­zo­gen, die im Lau­fe der Zeit ein­hei­mi­sche Frau­en hei­ra­te­ten, um ei­ne mus­li­mi­sche Ge­mein­schaft zu grün­den, die halb ara­bisch und halb in­do­ne­sisch war, da die Nach­kom­men die­ser Ehen als Mus­li­me auf­ge­wach­sen wa­ren. Das Ge­biet von Pa­sai liegt in der heu­ti­gen in­do­ne­si­schen Pro­vinz Aceh.

Üb­ri­gens glaubt man, dass der Be­griff „Pa­sai” ab­ge­lei­tet ist von Par­si oder Parsen-​Immigranten von der in­di­schen West­küs­te, na­ment­lich Gu­ja­rat, die teil­wei­se für Han­dels­ak­ti­vi­tä­ten nach Nord­su­ma­tra in die heu­ti­ge Pro­vinz Aceh aus­ge­wan­dert sind. Ara­bi­sche und in­di­sche Mus­li­me hat­ten auch in In­do­ne­si­en und Chi­na vie­le Jahr­hun­der­te lang Han­del ge­trie­ben. Ein mos­le­mi­scher Grab­stein in Ost­ja­va trägt ein Da­tum, das 1082 ent­spricht. Doch erst En­de des 13. Jahr­hun­derts be­ginnt in Nord­su­ma­tra ein sub­stan­ti­el­ler Be­leg für den Is­lam in In­do­ne­si­en. Zwei klei­ne mus­li­mi­sche Han­dels­kö­nig­rei­che exis­tier­ten zu die­ser Zeit in Pa­sai und Peure­u­lak oder Perlak.

Zu­rück zu die­ser Prin­zes­sin aus Pa­sai, die aus die­ser Halb­blut­fa­mi­lie arabisch-​indonesischer Mus­li­me stamm­te und ei­ne Jung­frau von ex­tre­mer Schön­heit war. Der mi­li­tä­risch ge­schwäch­te Kö­nig Pa­ra­mes­wa­ra fiel auf sie her­ein, was sei­ne Po­si­ti­on ge­gen­über den Ara­bern noch pre­kä­rer mach­te. Pa­ra­mes­wa­ra hat­te üb­ri­gens kei­nen Er­ben von sei­ner Kö­ni­gin, aber sei­ne neue Lie­be sag­te ihm, dass sie sein Kind trug. Der lie­bes­kran­ke Pa­ra­mes­wa­ra, der zu­neh­mend mi­li­tä­risch schwach wur­de, woll­te ver­zwei­felt ei­nen Er­ben. In die­ser Ver­zweif­lung und sei­ner blin­den Lie­be zu sei­ner neu­en Liebs­ten mach­te er ihr ei­nen Hei­rats­an­trag, nur um ge­sagt zu be­kom­men, dass die Ehe nur un­ter mus­li­mi­schen Ri­ten mög­lich sei, für die er sich zum Is­lam be­keh­ren müs­se. Um ei­nen Er­ben zu be­kom­men, stimm­te Pa­ra­mes­wa­ra zu und re­zi­tier­te die Shaha­da, be­vor er sei­ne neue Lie­be als sei­ne recht­mä­ßi­ge Kö­ni­gin aus dem Ha­rem in sei­nen Pa­last brin­gen konn­te. Doch laut Ge­richts­ak­ten in Sri Vi­ja­ya war das Kind, von dem ihm sei­ne mus­li­mi­sche Hu­re sag­te, sie tra­ge es von ihm, nicht seins, son­dern wur­de von ei­nem Ara­ber ge­zeugt, da Par­mes­wa­ra von sei­nen Ärz­ten als im­po­tent dia­gnos­ti­ziert wur­de. Aber der Drang, ein nor­ma­ler Mensch zu wer­den und ei­nen Er­ben zu ha­ben, war für Pa­ra­mes­wa­ra über­wäl­ti­gend, und die­ser Drang zwang ihn da­zu, sei­ne an­ge­stamm­te Re­li­gi­on auf­zu­ge­ben und zum Is­lam zu konvertieren.

Das hin­du­is­ti­sche Kö­nig­reich Sri Vi­ja­ya ver­wan­del­te sich nach dem letz­ten hin­du­is­ti­schen Kö­nig Pa­ra­mes­wa­ra in das Sul­ta­nat Ma­lak­ka und um­arm­te den Islam

So kon­ver­tier­te Pa­ra­mes­wa­ra 1414 aus Grün­den der Lie­be und Ver­zweif­lung zum Is­lam, nach­dem er die Prin­zes­sin aus Pa­sai ge­hei­ra­tet hat­te. Nach sei­ner Be­keh­rung nahm er den Ti­tel Sul­tan Iskan­dar Shah an. Nach sei­ner Be­keh­rung er­mu­tig­te auch sei­ne halb ara­bi­sche Kö­ni­gin sei­ne Un­ter­ta­nen, den Is­lam an­zu­neh­men, und so wur­de Ma­lak­ka zum Sul­ta­nat. So war Ma­lak­ka das ers­te, das den Mus­li­men an­heim fiel.

Die­se Be­keh­rung führ­te zu Be­keh­rungs­wel­len in Ma­lay­sia und In­do­ne­si­en, von de­nen die meis­ten Men­schen zum neu­en Glau­ben kon­ver­tier­ten, au­ßer in der Fer­ne von Ba­li, wo sie bis heu­te Hin­du blie­ben. Die Nach­fah­ren von Pa­ra­mes­wa­ra grün­de­ten die ers­te mus­li­mi­sche Dy­nas­tie und er­wei­ter­ten das Sul­ta­nat Ma­lak­ka. Auf sei­nem Hö­he­punkt um­fass­te das Sul­ta­nat den größ­ten Teil der mo­der­nen Halb­in­sel Ma­lay­sia, die Stät­te des heu­ti­gen Sin­ga­pur und ei­nen gro­ßen Teil Ost-​Sumatras und Bor­ne­os. Der Gou­ver­neur von Bor­neo trenn­te sich spä­ter von Ma­lak­ka und grün­de­te das un­ab­hän­gi­ge Sul­ta­nat Bor­neo. Ma­lak­ka blieb lan­ge Zeit das Zen­trum des Is­lam im ma­lai­ischen und in­do­ne­si­schen Ar­chi­pel (Aceh, Ri­au, Pa­lem­bang und Su­la­we­si). Es war aus Ma­lak­ka, wo Ima­me und Us­ta­zes nach ganz Ma­lay­sia und In­do­ne­si­en reis­ten, um über Re­li­gi­on und Ähn­li­ches zu dis­ku­tie­ren. Die Sul­ta­ne von Ma­lak­ka ent­sand­ten auch mus­li­mi­sche Mis­sio­na­re, um den Is­lam in den hin­du­is­ti­schen und bud­dhis­ti­schen Ge­mein­den des Ma­lai­ischen Ar­chi­pels zu ver­brei­ten, wie z. B. auf Ja­va, Bor­neo und den Phil­ip­pi­nen (Mind­anao). Der größ­te Teil Süd­ost­asi­ens war da­mals hinduistisch-​buddhistisch, mit Aus­nah­me der Phil­ip­pi­nen, wo die Be­völ­ke­rung ani­mis­tisch war.

Im 15. Jahr­hun­dert zer­stör­te das Sul­ta­nat Ma­lak­ka das an­de­re hin­du­is­ti­sche Kö­nig­reich Ma­ja­pa­hit in In­do­ne­si­en und schwäch­te Thailand

Die wich­tigs­ten re­gio­na­len Kon­kur­ren­ten des Sul­ta­nats wa­ren wei­ter­hin Thai­land im Nor­den und das schwin­den­de Majapahit-​Imperium im in­do­ne­si­schen Ar­chi­pel (Aceh, Ri­au, Pa­lem­bang und Su­la­we­si) im Sü­den. Aber in­ner­halb des Ar­chi­pels konn­te Ma­ja­pa­hit die Sul­ta­ne von Ma­lak­ka nicht mit ih­rem neu ent­deck­ten Ei­fer für den Is­lam kon­trol­lie­ren oder mit ihm kon­kur­rie­ren und kam schließ­lich im spä­te­ren 15. Jahr­hun­dert zu ei­nem En­de. Nach dem Un­ter­gang des Kö­nig­reichs Ma­ja­pa­hit und der Be­keh­rung der meis­ten sei­ner Be­woh­ner zum Is­lam kon­zen­trier­ten sich die Sul­ta­ne von Ma­lak­ka zu­sam­men mit ih­ren ara­bi­schen Ver­bün­de­ten auf die Er­obe­rung Thai­lands mit dem an­geb­li­chen Ziel, die Thais zum Is­lam zu be­keh­ren. Die in Ma­lak­ka an­säs­si­gen Ara­ber und ih­re Neu­be­kehr­ten, die ma­lai­ischen Mus­li­me von Ma­lak­ka, grif­fen Thai­land wie­der­holt an und ei­ne Zeit­lang schien es, als wür­den sie den schma­len Isth­mus von Kra hin­auf­stür­men und bis in die thai­län­di­sche Haupt­stadt Ayutt­ha­ya vor­drin­gen, die auch von den Bur­me­sen aus dem Nor­den stän­dig be­droht war.

Wäh­rend des gröss­ten Teils des 15. Jahr­hun­dert rich­te­te sich Ayutt­ha­yas En­er­gie weit­ge­hend auf die ma­lai­ische Halb­in­sel, wo der gro­ße Han­dels­ha­fen Ma­lak­ka sei­ne Sou­ve­rä­ni­täts­an­sprü­che an­focht. Da die eins­ti­gen hinduistisch-​buddhistischen Staa­ten Ma­lak­kas zu­sam­men mit an­de­ren ma­lai­ischen Staa­ten süd­lich von Tam­bralin­ga zu Be­ginn des Jahr­hun­derts mus­li­misch ge­wor­den wa­ren, dien­te ein wie­der­auf­le­ben­der und ag­gres­si­ver Is­lam als Sym­bol der ma­lai­ischen So­li­da­ri­tät ge­gen die Thais und es schien ei­ne Zeit­lang so, als müss­ten sich auch die Thais dem Is­lam un­ter­wer­fen. Doch ab dem 17. Jahr­hun­dert ver­bün­de­ten sich die thai­län­di­schen Kö­ni­ge mit den See­fah­rer­na­tio­nen der West­mäch­te – den Por­tu­gie­sen und den Nie­der­län­dern – und konn­ten die is­la­mi­sche Be­dro­hung durch die mus­li­mi­schen Ma­lai­en und ih­re ara­bi­schen Ober­her­ren abwehren.

Die An­kunft der Spa­ni­er und Por­tu­gie­sen war ei­ne Ver­schnauf­pau­se für das be­la­ger­te thai­län­di­sche Königreich.

Für Thai­land war die An­kunft der Spa­ni­er und Por­tu­gie­sen ei­ne Ver­schnauf­pau­se. Die Thai­län­der ver­bün­de­ten sich ge­schickt mit den Por­tu­gie­sen, um das Sul­ta­nat Ma­lak­ka wäh­rend der Re­gie­rungs­zeit des letz­ten Sul­tans von Ma­lak­ka, Sul­tan Mah­mud Shah, zu zerstören.

Es war 1509, wäh­rend der Herr­schaft des letz­ten Sul­tans von Ma­lak­ka, Sul­tan Mah­mud Schah, als die Por­tu­gie­sen die ers­te eu­ro­päi­sche Macht wa­ren, die Ma­lak­ka und ganz all­ge­mein Süd­ost­asi­en er­reich­te. Die por­tu­gie­si­sche Flot­te wur­de von Ad­mi­ral Lopez de Se­qui­ra an­ge­führt. Är­ger folg­te je­doch, nach­dem das all­ge­mei­ne Ge­fühl der Ri­va­li­tät zwi­schen Is­lam und Chris­ten­tum von ei­ner Grup­pe von Goani­schen Mus­li­men am Ho­fe des Sul­tans her­vor­ge­ru­fen wur­de, nach­dem die Por­tu­gie­sen Goa er­obert hat­ten. Bald wur­de die por­tu­gie­si­sche Flot­te von Ma­lak­ka an­ge­grif­fen und zur Flucht ge­zwun­gen. Üb­ri­gens war Goa da­mals ei­ne por­tu­gie­si­sche Ko­lo­nie in In­di­en, die von den Mus­li­men re­giert wur­de, be­vor die Por­tu­gie­sen sie eroberten.

1511 kehr­te ei­ne grö­ße­re por­tu­gie­si­sche Flot­te aus Co­chin, In­di­en, an­ge­führt vom Vi­ze­kö­nig Al­fon­so d’ Al­bu­quer­que, nach Ma­lak­ka zu­rück. Der Vi­ze­kö­nig stell­te ei­ne Rei­he von For­de­run­gen – ei­ne da­von war die Er­laub­nis, ei­ne Fes­tung als por­tu­gie­si­schen Han­dels­pos­ten in der Nä­he der Stadt zu er­rich­ten. Al­le For­de­run­gen wur­den vom Sul­tan ab­ge­lehnt. Der Kon­flikt war un­ver­meid­lich, und nach 40-​tägigen Kämp­fen fiel Ma­lak­ka am 24. Au­gust an die Portugiesen.

Sul­tan Mah­mud Shah muss­te aus Ma­lak­ka flie­hen. Der Sul­tan ver­such­te mehr­mals, die Haupt­stadt zu­rück­zu­er­obern, aber sei­ne Be­mü­hun­gen wa­ren er­folg­los. Die Por­tu­gie­sen räch­ten sich und zwan­gen den Sul­tan zur Flucht nach Pa­hang. Spä­ter se­gel­te der Sul­tan nach Bin­tan und grün­de­te dort ei­ne neue Haupt­stadt. Mit ei­ner Ba­sis, die er auf­ge­baut hat­te, ver­sam­mel­te der Sul­tan die ver­irr­ten ma­lai­ischen Streit­kräf­te und or­ga­ni­sier­te meh­re­re An­grif­fe und Blo­cka­den ge­gen die Stel­lung der Portugiesen.

Häu­fi­ge Über­fäl­le auf Ma­lak­ka ver­ur­sach­ten den Por­tu­gie­sen gro­ße Schwie­rig­kei­ten. Die Über­fäl­le ha­ben da­zu bei­ge­tra­gen, die Por­tu­gie­sen da­von zu über­zeu­gen, dass die im Exil sta­tio­nier­ten Sul­tans­trup­pen zum Schwei­gen ge­bracht wer­den müs­sen. Es gab ei­ni­ge Ver­su­che, die ma­lai­ischen Trup­pen zu un­ter­drü­cken, aber erst 1526 wur­de Bin­tan von den Por­tu­gie­sen end­gül­tig nie­der­ge­ris­sen. Der Sul­tan zog sich dann nach Kam­par auf Su­ma­tra zu­rück, wo er zwei Jah­re spä­ter starb. Er hin­ter­ließ zwei Söh­ne na­mens Muz­af­far Shah und Al­aud­din Ria­yat Shah II.

Muz­af­far Shah wur­de von den Men­schen im Nor­den der Halb­in­sel ein­ge­la­den, ihr Herr­scher zu wer­den und das Sul­ta­nat Perak zu grün­den. In­zwi­schen ist Mah­muds an­de­rer Sohn Al­aud­din Nach­fol­ger sei­nes Va­ters und bau­te ei­ne neue Haupt­stadt im Sü­den. Sein Reich war das Sul­ta­nat Joho­re, der Nach­fol­ger von Ma­lak­ka. Aber die Por­tu­gie­sen konn­ten sich den Be­sitz von Ma­lak­ka nicht lan­ge be­wah­ren, da es 1641 von den Nie­der­län­dern er­obert wur­de. Ob­wohl Ma­lak­ka den Be­sit­zer wech­sel­te, war die ret­ten­de Gna­de, dass die bar­ba­ri­schen Mus­li­me nie­mals ih­re Kral­len in Ma­lak­ka ver­sen­ken konn­ten, und dies er­mög­lich­te es, dass die Meer­enge für die nächs­ten fünf Jahr­hun­der­te für Han­dels­tä­tig­kei­ten frei blieb. Die Ne­ben­wir­kung des Kom­mens der Eu­ro­pä­er war, dass Thai­land vor der Be­dro­hung durch die Er­obe­rung durch die Mus­li­me im 15. und 16. Jahr­hun­dert si­cher war.

Die Thai­län­der star­ten ei­nen Ge­gen­an­griff ge­gen die Muslime

Un­ter Aus­nut­zung der ge­schwäch­ten Stel­lung grif­fen die Thais das Sul­ta­nat Pat­tani an und ver­such­ten, die Ge­bie­te zu­rück­zu­er­obern, die sie 1414 an die Sul­ta­ne von Ma­lak­ka ver­lo­ren hat­ten, als Pa­ra­mes­wa­ra, der Kö­nig von Sri Vi­ja­ya, den Is­lam um­armt hat­te und sei­ne Nach­fol­ger un­er­bitt­li­che Kämp­fe ge­gen Thai­land und Ma­ja­pa­hit ge­führt hat­ten. Wäh­rend sie Ma­ja­pa­hit ver­nich­ten und In­do­ne­si­en (Aceh, Ri­au, Pa­lem­bang und Su­la­we­si) in die mus­li­mi­sche Um­mah auf­neh­men konn­ten, in­dem sie die in­do­ne­si­sche hinduistisch-​buddhistische Be­völ­ke­rung zum Is­lam be­kehr­ten, konn­ten sie kei­nen ver­gleich­ba­ren Er­folg ge­gen­über ih­rem an­de­ren Ri­va­len Thai­land er­zie­len. Der zu be­ach­ten­de Punkt ist, dass der Ein­tritt des Is­lams in Süd­ost­asi­en durch die Ri­va­li­tät und die ver­nich­ten­de Kriegs­füh­rung der drei Kö­nig­rei­che von Thai­land mit Sri Vi­ja­ya von Ma­lay­sia und von Ma­ja­pa­hit von In­do­ne­si­en er­leich­tert wur­de. Der na­he­lie­gen­de Grund für die Be­keh­rung des letz­ten Sri Vi­ja­ya Kö­nigs war Täu­schung, wie wir oben ge­se­hen haben.

Im 16. Jahr­hun­dert, nach ei­nem ein­hun­dert­jäh­ri­gen Kampf ge­gen das Sul­ta­nat Ma­lak­ka (dem Nach­fol­ger des hin­du­is­ti­schen Rei­ches Sri Vi­ja­ya), nä­her­ten sich die Thais dem En­de ih­rer Fes­se­lung. Doch oh­ne die An­kunft der Por­tu­gie­sen und Nie­der­län­der im 17. Jahr­hun­dert hät­ten die Thais den Sul­ta­nen von Ma­lak­ka er­le­gen kön­nen, wie auch ih­re Ri­va­len, das Majapahit-​Imperium von Indonesien.

In In­do­ne­si­en konn­te das Kö­nig­reich Ma­ja­pa­hit die auf­stei­gen­de Macht des Sul­ta­nats Ma­lak­ka zu­neh­mend nicht mehr un­ter Kon­trol­le hal­ten. Die Da­ten für das En­de des Ma­ja­pa­hit Im­pe­ri­ums rei­chen von 1478 bis 1527. Nach ei­ner Rei­he von Kämp­fen mit dem Sul­ta­nat De­mak muss­ten sich die letz­ten ver­blie­be­nen Höf­lin­ge von Ma­ja­pa­hit nach Os­ten in Rich­tung Kedi­ri zu­rück­zie­hen. Selbst die­ser klei­ne Staat wur­de 1527 durch den De­mak end­gül­tig aus­ge­löscht. Vie­le Höf­lin­ge, Kunst­hand­wer­ker, Pries­ter und Mit­glie­der des Kö­nigs­hau­ses zo­gen nach Os­ten auf die In­sel Ba­li, die noch im­mer von ih­ren Nach­kom­men be­herrscht wird, die ih­ren ur­sprüng­li­chen hin­du­is­ti­schen Glau­ben prak­ti­zie­ren. Aber Ma­ja­pa­hit hat­te prak­tisch auf­ge­hört, ei­ne im­pe­ria­le Macht zu sein, und An­fang des 16. Jahr­hun­derts hat­te die auf­stre­ben­de mus­li­mi­sche Macht das einst mäch­ti­ge Majapahit-​Königreich in den Schat­ten ge­stellt und vie­le ih­rer Un­ter­ta­nen im in­do­ne­si­schen Ar­chi­pel wa­ren zum Is­lam kon­ver­tiert worden.

Auch die Thais hät­ten ge­walt­sam zum Is­lam kon­ver­tiert wer­den kön­nen, wie die Ma­laii­en im 15. Jahr­hun­dert, als der Kö­nig von Sri Vi­ja­ya zum Is­lam kon­ver­tiert wur­de, wor­auf­hin das Majapahit-​Königreich In­do­ne­si­en von den Sul­ta­nen von Ma­lak­ka (Nach­fol­gern der Kö­ni­ge von Sri Vi­ja­ya, die den Is­lam an­nah­men) be­siegt und zer­stört wurde.

Als Por­tu­gie­sen und Nie­der­län­der auf die Büh­ne tra­ten, be­ka­men die Thais ei­ne Atem­pau­se und sam­mel­ten ih­re ver­blas­sen­de Kraft, um ge­mein­sam mit ih­ren por­tu­gie­si­schen Ver­bün­de­ten den Mut auf­zu­brin­gen, das Sul­ta­nat Ma­lak­ka drei­mal an­zu­grei­fen, und be­en­de­ten schließ­lich die mus­li­mi­sche Macht des Sul­ta­nats Ma­lak­ka als Be­dro­hung für sich selbst (die Thais) und die auf­stre­ben­den Han­dels­mäch­te, die Por­tu­gie­sen und Nie­der­län­der. Die Bri­ten be­en­de­ten die An­sprü­che der an­de­ren mus­li­mi­schen Hilfs­sul­tana­te, die das Sul­ta­nat Ma­lak­ka ab­ge­löst hat­ten, end­gül­tig. Da­zu ge­hör­ten das Sul­ta­nat Pat­tani, das Sul­ta­nat Joho­re und das Sul­ta­nat Borneo.

Im 18. Jahr­hun­dert hat­ten die Thais den Ehr­geiz, so­wohl das Sul­ta­nat Pat­tani als auch das Sul­ta­nat Joho­re zu über­ren­nen und die ge­sam­te ma­lai­ische Halb­in­sel durch die ver­lo­re­nen thai­län­di­schen Städ­te Li­gor (Nakhon Si Thamma­rat) und Ka­ta­ha bis nach Sin­ga­pur (frü­her be­kannt als die In­sel Te­ma­sek) zu­rück­zu­er­obern, die sie an die Mus­li­me ver­lo­ren hat­ten, als Par­mes­wa­ra der letz­te Sri Vi­ja­ya Kö­nig 1441 zum Is­lam kon­ver­tier­te. Doch es soll­te nicht sein, die Thais setz­ten die mus­li­mi­schen Be­stre­bun­gen zur Über­win­dung Thai­lands schach­matt und brach­ten den Krieg in das mus­li­mi­sche Ter­ri­to­ri­um, wie wir in den fol­gen­den Ab­sät­zen se­hen werden.

Die Thai­län­der er­obern das Sul­ta­nat Pat­tani von den Mus­li­men zurück

Im 13. bis 15. Jahr­hun­dert war Pat­tani zeit­wei­se ein Teil des bud­dhis­ti­schen Kö­nig­reichs Si­am und des hinduistisch-​buddhistischen Rei­ches Sri Vi­ja­ya. Si­am und Sri Vi­ja­ya hat­ten ei­ne hef­ti­ge Ri­va­li­tät um die Be­herr­schung des Isth­mus von Kra, um die stra­te­gi­sche Meer­enge von Ma­lak­ka be­herr­schen zu kön­nen. Das Sri Vijaya-​Königreich be­fand sich in Pa­lem­bang und war ei­ne See­kon­fö­de­ra­ti­on, die bis ins 3. Jahr­hun­dert nach Chris­tus zu­rück­reicht. Wäh­rend der vor­is­la­mi­schen Ära be­herrsch­te Sri Vi­ja­ya den Han­del am Süd­chi­ne­si­schen Meer und for­der­te von al­len Ver­kehrs­teil­neh­mern Zoll­ge­büh­ren durch die Stra­ße von Ma­lak­ka und die Pro­vinz Tam­bralin­ga (auch be­kannt als Nakhon Sri Thammarat).

Die wach­sen­de Macht von Si­am be­droh­te die­ses lu­kra­ti­ve Mo­no­pol ab dem 13. Jahr­hun­dert. Dies führ­te zu ei­ner Rei­he von Kämp­fen zwi­schen den bei­den Im­pe­ri­en, trotz der en­gen Ver­bun­den­heit in Spra­che, Kul­tur und Re­li­gi­on. Die­ser Kon­flikt war die Spal­te, die es dem Is­lam im 15. Jahr­hun­dert er­laub­te, sich nach Süd­ost­asi­en einzuschleichen.

Nach der Be­keh­rung des letz­ten Sri Vijaya-​Königs Pa­ra­mes­wa­ra zum Is­lam durch Täu­schung, und der Um­wand­lung des Kö­nig­reichs Sri Vi­ja­ya in das Sul­ta­nat Ma­lak­ka wur­de die Ri­va­li­tät mit Thai­land im­mer här­ter, da die Ant­ago­nis­ten nun ver­schie­de­nen Re­li­gio­nen an­ge­hör­ten, und mit dem Is­lam fand das eins­ti­ge Sri Vi­ja­ya (heu­te das Sul­ta­nat Ma­lak­ka) grö­ße­ren Ei­fer, sei­nen Lang­zeit­ri­va­len aus dem Nor­den, Si­am, zu pul­ve­ri­sie­ren, mit dem zu­sätz­li­chen Ziel, die Thais zum Is­lam zu konvertieren.

Suk­zes­si­ve mus­li­mi­sche Herr­scher von Pat­tani, die Stell­ver­tre­ter des Sul­tans von Ma­lak­ka wa­ren, ver­such­ten Thai­land vom Is­t­hu­mus von Kra aus anzugreifen.

Vier auf­ein­an­der­fol­gen­de Herr­scher von Pat­tani, be­kannt als Ra­tu Hi­jau (Die Grü­ne Kö­ni­gin), Ra­tu Bi­ru (Die Blaue Kö­ni­gin), Ra­tu Un­gu (Die Pur­pur­ne Kö­ni­gin) und Ra­tu Ku­ning (Die Gel­be Kö­ni­gin) ver­such­ten ab 1584 Thai­land zu er­obern. Doch die wirt­schaft­li­che und mi­li­tä­ri­sche Stär­ke des Pattani-​Königreichs reich­te nicht aus, um Si­am ei­gen­hän­dig zu er­obern, und die Thais wehr­ten sich ge­gen vier gro­ße In­va­sio­nen, wo­bei die letz­te das über­rann­te Pat­tani selbst be­droh­te. Da­mals ver­bün­de­ten sich die Sul­ta­ne von Pa­ta­ni mit dem ost­ma­lai­ischen Kö­nig­reich Pa­hang und den süd­li­chen ma­lai­ischen Sul­tana­ten Ma­lak­ka und Joho­re. Sie ver­such­ten ge­mein­sam, Thai­land zu besiegen.

Sie be­ka­men ei­ne ein­ma­li­ge Ge­le­gen­heit, Thai­land in den Rü­cken zu ste­chen, als 1563 ein mas­si­ver bur­me­si­scher An­griff aus dem Nor­den ge­gen das sia­me­si­sche Kö­nig­reich droh­te, die thai­län­di­sche Haupt­stadt Ayutt­ha­ya zu über­ren­nen. Bei die­ser Ge­le­gen­heit er­griff der Sul­tan von Pat­tani Muz­af­far Shah die Ge­le­gen­heit und star­te­te ei­nen An­griff auf Ayutt­ha­ya aus dem Sü­den. Die Thais er­wie­sen sich je­doch als bö­se Geg­ner, und ob­wohl sie durch ih­ren lang­wie­ri­gen Krieg mit Bur­ma ge­schwächt wa­ren, wehr­ten sie die mus­li­mi­sche In­va­si­on ab, die vom Sul­tan von Pat­tani, Muz­af­far Shah, an­ge­führt wur­de, der selbst wäh­rend der Schlacht ge­tö­tet wurde.

Doch die Thai­län­der konn­ten ih­ren Vor­teil nicht aus­nut­zen, um Pat­tani, Joho­re und Ma­lak­ka zu über­ren­nen, da sie sich noch im­mer mit der bur­me­si­schen Be­dro­hung aus dem Nor­den Thai­lands aus­ein­an­der­set­zen muss­ten. Die Bur­me­sen be­setz­ten zeit­wei­se die thai­län­di­sche Haupt­stadt Ayutt­ha­ya. Wäh­rend des 16. und 17. Jahr­hun­derts führ­ten die Thais an­dau­ern­de Ge­fech­te mit den Bur­me­sen, und in die­sen Zer­mür­bungs­kämp­fen be­setz­ten die Bur­me­sen 1767 die thai­län­di­sche Haupt­stadt Ayutt­ha­ya. Die Thais ver­leg­ten ih­re Haupt­stadt 72 Ki­lo­me­ter fluss­ab­wärts nach Sü­den nach Bang­kok und kämpf­ten wei­ter ge­gen die bur­me­si­sche In­va­si­on. Und im sel­ben Jahr nah­men die Thais Ayutt­ha­ya nach ei­nem ver­hee­ren­den Feld­zug von den Bur­me­sen zu­rück. Die Stadt wur­de in die­sem Krieg fast voll­stän­dig zer­stört und in den nächs­ten Jah­ren ab 1782 wur­de die Re­si­denz des Kö­nigs und der kö­nig­li­chen Fa­mi­lie wäh­rend der Rattanakosin-​Periode wie­der auf­ge­baut. Nach die­sem Sieg ge­lang es dem sia­me­si­schen Kö­nig Taksin, die bur­me­si­schen In­va­so­ren aus dem Rest von Si­am zu ver­trei­ben. Sein Nach­fol­ger Ra­ma I. grün­de­te die Chakri-​Dynastie, die noch heu­te Thai­land regiert.

Nach­dem die bur­me­si­sche Be­dro­hung zu­rück­ge­gan­gen war, wand­ten sich die Thais ge­gen ih­re al­ten Fein­de, die Sul­ta­ne von Pat­tani, Joho­re und Ma­lak­ka. Wie es das Schick­sal woll­te, war das Sul­ta­nat Pat­tani in die­ser Zeit des 17. Jahr­hun­derts in Un­ord­nung ge­ra­ten und be­fand sich ins­be­son­de­re wäh­rend der Herr­schaft der letz­ten Kö­ni­gin­nen, die über Pat­tani herrsch­ten, in ei­nem all­mäh­li­chen Verfall.

Die Ge­le­gen­heit beim Schopf pa­ckend über­fie­len Prinz Sura­si, Ra­ma I.‚s jün­ge­rer Bru­der und Vize-​König, Pat­tani. Pat­tanis Sul­tan Mu­ham­mad wur­de im Kampf ge­tö­tet und sei­ne Haupt­stadt dem Erd­bo­den gleich­ge­macht. Laut Quel­len aus Pat­tani wur­den et­wa 4.000 ma­lai­ische Sol­da­ten als Kriegs­ge­fan­ge­ne ver­sklavt und die mus­ku­lö­ses­ten von ih­nen da­zu ge­zwun­gen, in Thai­lands neu­er Haupt­stadt Bang­kok an ei­nem Sys­tem von Khlongs zu ar­bei­ten. Um Pat­tani wei­ter zu de­mü­ti­gen, wur­den die Sym­bo­le sei­ner mi­li­tä­ri­schen Stär­ke – die Ka­no­nen Se­ri Pa­ta­ni und Se­ri Ne­ga­ra – nach Bang­kok ge­bracht. (Die Pha­ya Tha­ni ist ei­ne ge­schätz­te Ka­no­ne, die einst dem Sul­tan von Pat­tani ge­hör­te. Die­se gi­gan­ti­sche Ka­no­ne hat ei­ne Län­ge von 6 Me­tern und steht heu­te vor dem thai­län­di­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um in Bang­kok. Die­se Ka­no­ne wur­de von thai­län­di­schen Trup­pen nach ih­rer Er­obe­rung von Pat­tani im Jah­re 1785 und der Nie­der­la­ge von Rattana­ko­sin dem Sul­tan von Pat­tani kon­fis­ziert. Die­se Ka­no­ne wur­de von den sieg­rei­chen Thais nach Bang­kok ge­bracht und dem thai­län­di­schen Kö­nig Ra­ma I. als Kriegs­beu­te überreicht.

Der Dschi­had ge­gen Thai­land heute

Doch für das Volk von Pat­tani ist die­ser Krieg noch nicht zu En­de. Die mus­li­mi­schen Kon­ver­ti­ten von Pat­tani ver­söhn­ten sich nie mit der Rück­erobe­rung durch die Thais und ter­ro­ri­sier­ten die bud­dhis­ti­sche Be­völ­ke­rung über das gan­ze 18. und 19. Jahr­hun­dert. Im 20. und 21. Jahr­hun­dert hat die­se Re­bel­li­on die Form ei­nes Auf­stands an­ge­nom­men. Und auch heu­te noch gibt es in Pat­tani ter­ro­ris­ti­sche Zwi­schen­fäl­le, bei de­nen un­schul­di­ge Schü­ler, Leh­rer und bud­dhis­ti­sche Mön­che rou­ti­ne­mä­ßig er­mor­det werden.

Leh­ren aus dem Kampf der thai­län­di­schen Bud­dhis­ten ge­gen den Islam

Die Leh­ren aus dem an­dau­ern­den Lei­den der thai­län­di­schen Bud­dhis­ten durch die mus­li­mi­schen Ma­lai­en, von de­nen nur Süd­thai­land im Ram­pen­licht steht, sind, dass die heim­tü­cki­sche und rück­sichts­lo­se Tak­tik der Mus­li­me nur da­durch über­wun­den wer­den kann, dass wir selbst heim­tü­cki­scher und rück­sichts­lo­ser sind. Das al­te eng­li­sche Sprich­wort „Al­les ist ge­recht in Lie­be und Krieg” („Ever­y­thing is fair in love and war”), hat größ­te Re­le­vanz im Kampf ge­gen die Mus­li­me. Und nur wenn wir in der nicht­mus­li­mi­schen Welt dies er­ken­nen und uns in ei­ne lis­ten­rei­che Über­macht­stel­lung ge­gen die Ter­ro­ris­ten (die al­le Mus­li­me sind) be­ge­ben und un­se­ren im­mer noch vor­han­de­nen (aber schnell schwin­den­den) Vor­teil der über­le­ge­nen Waf­fen ge­gen den Feind nut­zen, kön­nen die Mus­li­me im dro­hen­den Drit­ten Welt­krieg end­gül­tig be­siegt werden.

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