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Drei­er­pack: Wah­len in Absurdistan

Den Spit­zen­kräf­ten der FDP man­gelt es kurz vor der Bun­des­tags­wahl ei­ner neu­en Forsa-​Umfrage zu­fol­ge an Be­kannt­heit. Rund die Hälf­te der Be­frag­ten konn­te oh­ne Na­mens­vor­ga­be spon­tan kei­nen ein­zi­gen FDP-​Politiker nen­nen, teil­te das Ma­ga­zin «Stern» mit. Grund sei, dass die Par­tei in der ver­gan­ge­nen Le­gis­la­tur­pe­ri­ode nicht im Bun­des­tag ver­tre­ten war. Des­halb sä­hen es eben­falls knapp die Hälf­te der Be­frag­ten gern, wenn die FDP nach der Wahl wie­der ins Par­la­ment ein­zie­hen würde.

Ich hof­fe ja in­stän­dig, dass es nicht die sel­be Hälf­te der Be­frag­ten war, die „des­halb” gern die FDP im Bun­des­tag sä­he. Ein­fach mal auf gut Glück wäh­len, um da­nach im Par­la­ment ein paar neue Leu­te ken­nen­zu­ler­nen, wä­re in der Tat ein be­sorg­nis­er­re­gen­des de­mo­kra­ti­sches Kon­zept… Üb­ri­gens, wie schaut es ei­gent­lich mit dem Be­kann­ten­heits­grad von AfD-​Politikern aus? Die­se Par­tei war noch nie im Bun­des­tag ver­tre­ten. Ich fürch­te fast, dass die Ant­wort dar­auf für die FDP so pein­lich aus­fällt, dass For­sa gar nicht erst da­nach ge­fragt hat.

Quel­le: http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/fdp-spitzenpersonal-kaum-bekannt-15196350.html

Das Bun­des­amt für Si­cher­heit in der In­for­ma­ti­ons­tech­nik (BSI) schlägt trotz der Ge­fahr von Ha­cker­an­grif­fen die Ab­schaf­fung der Stimm­zet­tel auf Pa­pier vor. Statt­des­sen soll auf elek­tro­ni­schem We­ge ab­ge­stimmt wer­den. Be­hör­den­chef Ar­ne Schön­bohm sag­te dem „Han­dels­blatt”: „Wenn wir das The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung ernst neh­men, dann dür­fen wir da­bei nicht ein­zel­ne Be­rei­che aus­blen­den. Die elek­tro­ni­sche Wahl soll­te The­ma in der nächs­ten Le­gis­la­tur­pe­ri­ode sein.” Na­tür­lich müs­se die Si­cher­heit da­bei im Vor­der­grund stehen.

Na­tür­lich. Und die Vor­tei­le lie­gen auf der Hand: Wer schon mal ver­sucht hat, ei­nen Wahl­be­ob­ach­ter in ei­nem Com­pu­ter un­ter­zu­brin­gen, ahnt, dass da­mit die­ser läs­ti­ge Stör­fak­tor im Hin­ter­grund elemi­niert wer­den kann. Fällt das Er­geb­nis nicht wie ge­wünscht aus, er­scheint zu­dem die Er­klä­rung „rus­si­sche Ha­cker” deut­lich plau­si­bler. Aber das ist ei­gent­lich al­les zu um­ständ­lich: War­um stim­men wir nicht ein­fach die Fra­ge „Wer da­für ist, dass An­gie noch mal vier Jah­re dran­hängt, hebt jetzt die Hand” ab? Da kön­nen dann auch un­bü­ro­kra­tisch al­le mit­ma­chen, die grad hier leben.

Quel­le: http://www.stern.de/politik/deutschland/wahl-2017 – kuenstler-​und-​autoren-​rufen-​zur-​wahl-​von-​schulz-​auf – 7428928.html

Die AfD-​Spitzenkandidatin Ali­ce Wei­del ließ an ih­rem Schwei­zer Wohn­sitz in Biel ei­ne Asyl­be­wer­be­rin aus Sy­ri­en schwarz für sich ar­bei­ten. […] Im Jahr 2015 ar­bei­te­te ei­ne Stu­den­tin der Is­lam­wis­sen­schaf­ten als Haus­halts­hil­fe für Wei­del, da­nach gab die­se den Job an die Frau aus Sy­ri­en wei­ter. […] Wie die ZEIT aus dem pri­va­ten Um­feld Wei­dels er­fuhr, be­zahl­te die AfD-​Spitzenkandidatin den Frau­en das Ge­halt bar auf die Hand – 25 Fran­ken pro Stun­de, was für Schwei­zer Ver­hält­nis­se üb­lich ist. Es gab dem­nach we­der ei­nen schrift­li­chen An­stel­lungs­ver­trag noch wur­den die Frau­en um Rech­nungs­stel­lung gebeten.

Okay, das ist mal halb­wegs ori­gi­nell. Aus wel­chem Jahr stamm­te ei­gent­lich ih­re ver­meint­li­che „Reichsbürger-​eMail”? 2013? In­ter­es­sant an die­sen ab­sur­den An­schul­di­gun­gen ist vor al­lem, dass da Men­schen „aus dem pri­va­ten Um­feld” of­fen­bar jah­re­lang sol­che In­for­ma­tio­nen zu­rück­hal­ten, nur für den Fall, dass Frau Wei­del mal ver­se­hent­lich in den Bun­des­tag will. Wie vie­le Ver­bre­chen wer­den wohl nie „auf­ge­klärt”, nur weil die Schul­di­gen für nichts kan­di­die­ren? Mei­ne Pro­gno­se, was als Nächs­tes kommt: Es mel­det sich ein schwar­zer Schwarz­ar­bei­ter, der als Skla­ve 2008 in ih­rem Kel­ler ei­ne Hanf­plan­ta­ge un­ter Peit­schen­hie­ben be­treu­en muss­te. Und zwar gratis…

Quel­le: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017 – 09/​afd-​alice-​weidel-​asylbewerberin-​schwarzarbeit

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