«

»

Gab star­tet Kar­tell­kla­ge ge­gen Google

Das so­zia­le Netz­werk Gab.ai be­schul­digt Goog­le des Ver­sto­ßes ge­gen die Bundes-​Kartellrechtsgesetze, nach­dem der Technologie-​Gigant Gab aus dem Goog­le Play Store ge­wor­fen hat. Dies geht aus der am Don­ners­tag ein­ge­reich­ten Kla­ge her­vor. „Goog­le ist die größ­te Be­dro­hung für den frei­en In­for­ma­ti­ons­aus­tausch”, äu­ßer­te Gabs Ge­schäfts­füh­rer An­drew Tor­ba da­zu. „Gab be­gann den Kampf ge­gen die gro­ßen Technologie-​Firmen auf dem frei­en Markt, und ihr mo­no­po­lis­ti­sches Ver­hal­ten hat uns ge­zwun­gen, die­sen Kampf in den Ge­richts­saal zu tra­gen.” In ei­ner Stel­lung­nah­me be­zeich­ne­te Goog­le die Kla­ge als „halt­los” und be­kun­de­te, sei­ne Ent­schei­dung not­falls vor Ge­richt zu ver­tei­di­gen. „Um im Play Store zu sein, müs­sen Apps so­zia­ler Netz­wer­ke ein aus­rei­chen­des Maß an Mo­de­ra­ti­on vor­wei­sen, ein­schließ­lich für In­hal­te, die zu Ge­walt oder Hass ge­gen Grup­pen von Men­schen auf­ru­fen”, teil­te Goog­le mit. „Der Ent­wick­ler kann ger­ne ge­gen die Ent­fer­nung Ein­spruch er­he­ben, wenn er die Ver­stö­ße ge­gen un­se­re Nut­zungs­be­din­gun­gen be­ho­ben hat und sich an un­se­re Entwickler-​Richtlinien hält.”

Die­ser Kom­men­tar ent­behrt na­tür­lich nicht ei­ner ge­wis­sen Süf­fi­sanz, wenn man be­denkt, dass Gab als so­zia­les Netz­werk mit dem Leit­mot­to Mei­nungs­frei­heit an­ge­tre­ten ist. Als Kon­kur­renz zu den im­mer zen­sur­wü­ti­ge­ren, markt­be­herr­schen­den Platt­for­men wie Twit­ter, Face­book, Goog­le /​ You­Tube, etc. Da­bei ist auch Gab kei­nes­wegs ein rechts­frei­er Raum, wie ein­deu­tig aus sei­nen Richt­li­ni­en hevor­geht. [1] Gab be­wegt sich le­dig­lich nä­her an der von der US-​amerikanischen Ver­fas­sung ga­ran­tier­ten Mei­nungs­frei­heit. Da­mit ha­ben ei­ni­ge sen­si­ble Leu­te ein Pro­blem. Was egal wä­re, wenn es nicht die sel­ben Leu­te wä­ren, die ih­re er­drü­cken­de Markt­macht im­mer hem­mungs­lo­ser aus­nut­zen wür­den, um miss­lie­bi­ge Mei­nun­gen aus­zu­mer­zen… Al­so das wird in­ter­es­sant, um es mal vor­sich­tig zu for­mu­lie­ren. Denk­bar wä­re durch­aus, dass Gab den Pro­zess ver­liert, das Ge­richt aber Goog­le da­zu ver­knackt, auf die Mit­be­wer­ber (in­klu­si­ve sich selbst) die sel­ben stren­gen Re­geln an­zu­wen­den. Und dann müss­te es sich selbst löschen.

Quel­le: https://www.washingtonpost.com/news/the-switch/wp/2017/09/15/gab-is-suing-google-for-allegedly-violating-antitrust-laws/

[1] https://gab.ai/about/guidelines

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

css.php