Die Nakba: Fakten versus Fiktionen

Lev Zhi­avev, 24. Mai 2015, The Israeli Per­spec­tive

Die Zeit­en, in denen wir leben, aufer­legen uns gewisse Spiel­regeln, ob wir es wollen oder nicht. Eine dieser Regeln ist das “Nar­ra­tiv,” und das Zeital­ter, das sie uns aufer­legt, ist die Post­mod­erne. The­o­retisch macht sie gel­tend, dass jede Per­spek­tive auf die Tat­sachen, die Chronolo­gie zu der sie stattge­fun­den haben, gang­bar ist. Auf den ersten Blick scheint es, dass das eine völ­lig legit­ime Beobach­tung sei. Aber prak­tisch bedeutet es für zu viele zu häu­fig, dass Begriffe wie Fak­ten und Chronolo­gie ver­al­ten und belan­g­los wer­den. Nicht die Per­spek­tive auf die Fak­ten ändert sich, son­dern die Fak­ten ändern, um sich der eige­nen Per­spek­tive anzu­passen. Fra­gen wie: – Wer ist der Aggres­sor? Wer hat zuerst ange­grif­f­en? Wer hat den Krieg begonnen? Warum wurde er begonnen? Wie ist die tat­säch­liche Abfolge der Ereignisse? Welch­es ist die Ursache und Wirkung? Wer ist ein Ter­ror­ist und wer ein Frei­heit­skämpfer? – Alles ver­liert an Bedeu­tung.

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