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Palästinensische Führer lehnen Israels Existenzrecht weiterhin ab

Khaled Abu Toameh, 14. Mai 2026, Gatestone Institute
aus dem Englischen von Martin Christen

Wenn palästinensische Führer vom „Recht auf Rückkehr“ sprechen, meinen sie damit nicht die Wiederansiedlung von Flüchtlingen in einem künftigen palästinensischen Staat im Westjordanland oder im Gazastreifen. Das eigentliche Ziel besteht darin, Israel mit Millionen von Palästinensern zu überschwemmen und die Juden im eigenen Land in eine Minderheit zu verwandeln. Im Bild: Protestmarsch in London vom 10. Oktober 2022, wo Flaggen geschwenkt und „Schlüssel der Rückkehr“ herumgetragen und Parolen wie „Wir erleben jeden Tag eine neue Nakba“ und „Wir werden das Recht auf Rückkehr niemals vergessen“ skandiert werden. (Foto: Alisdare Hickson aus Woolwich, UK, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons)

Am 11. und 12. Mai organisierte die Palästinensische Autonomiebehörde im gesamten Westjordanland Massenkundgebungen im Gedenken an die „Nakba“ („Katastrophe“) – jenen Begriff, mit dem Palästinenser die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 beschreiben.

Hunderte von Palästinensern marschierten durch die Straßen von Ramallah, der De-facto-Hauptstadt der Palästinenser. Sie schwenkten Flaggen, trugen „Schlüssel der Rückkehr“ und skandierten Parolen wie „Wir erleben jeden Tag eine neue Nakba“ und „Wir werden das Recht auf Rückkehr niemals vergessen“.

Hochrangige palästinensische Funktionäre, darunter Spitzenpolitiker der regierenden Fatah-Fraktion und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), nahmen an der Veranstaltung teil und bekräftigten einmal mehr ihr Bekenntnis zur palästinensischen Flüchtlingsfrage und dem sogenannten „Recht auf Rückkehr“.

Wasel Abu Yousef, Mitglied des PLO-Exekutivkomitees, erklärte, dass die „Besatzung“ [Israel] auch nach 78 Jahren versuche, „das heilige Recht auf Rückkehr zu untergraben“.

Er fügte hinzu, dass das „Recht auf Rückkehr“ für Flüchtlinge „eine historische Konstante bleiben wird, die durch den Lauf der Zeit nicht verwirkt werden kann“.

Auf den ersten Blick mag das „Recht auf Rückkehr“ humanitär und symbolisch klingen. In der Realität stellt es jedoch eine der extremsten Forderungen im israelisch-palästinensischen Konflikt dar.

Wenn palästinensische Führer vom „Recht auf Rückkehr“ sprechen, meinen sie nicht die Wiederansiedlung von Flüchtlingen in einem künftigen palästinensischen Staat im Westjordanland oder im Gazastreifen. Sie fordern, dass sich Millionen von Palästinensern, die als „Flüchtlinge“ eingestuft werden – einschließlich der Nachkommen der ursprünglichen Flüchtlinge aus den Jahren 1948/49 – im Kernland Israels selbst ansiedeln dürfen. Das Ziel ist es, Israel mit Millionen von Palästinensern zu überschwemmen und die Juden in ihrem eigenen Land zur Minderheit zu machen.

Keine israelische Regierung – ob links, rechts oder der Mitte zugehörig – könnte jemals einem solchen nationalen Selbstmord zustimmen.

Aus diesem Grund ist das „Recht auf Rückkehr“ seit der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens zwischen Israel und der PLO im Jahr 1993 eines der zentralen Hindernisse bei Friedensverhandlungen geblieben.

Die anhaltende Verherrlichung der „Nakba“ und das Beharren auf dem „Recht auf Rückkehr“ zeigen, dass viele Palästinenser ihren langfristigen Traum, Israel zu ersetzen, anstatt friedlich an seiner Seite zu leben, keineswegs aufgegeben haben.

Im Westen wird der „Nakba-Tag“ oft als ein Tag der Trauer und des Gedenkens an die palästinensischen Flüchtlinge dargestellt, die während des arabisch-israelischen Krieges 1948/49 ihre Heimat verloren haben. Was dabei jedoch häufig ignoriert wird, ist die politische Botschaft hinter diesen Gedenkfeiern und die gefährlichen Implikationen, die sie für jeden künftigen Frieden zwischen Palästinensern und Israelis bergen.

Indem die palästinensische Führung Israels Gründung als „Katastrophe“ definiert, vermittelt sie ihrem Volk unmissverständlich, dass die Existenz Israels an sich illegitim ist. Das ist nicht die Sprache der Versöhnung, der Koexistenz oder des Kompromisses. Es ist die Sprache der Verweigerung und des Extremismus.

Stellen Sie sich vor, eine Konfliktpartei würde jedes Jahr die Gründung des Landes der Gegenseite als eine Katastrophe zelebrieren, die rückgängig gemacht werden muss. Würde irgendjemand ernsthaft glauben, dass eine solche Rhetorik die Menschen auf Frieden und Kompromisse vorbereitet?

Die jährlichen Nakba-Feiern bringen nicht bloß die Trauer über historische Ereignisse zum Ausdruck. Sie zementieren das Narrativ, dass Juden ausländische Kolonisatoren seien, die keine legitime historische oder nationale Verbindung zu diesem Land haben. Dieses Narrativ löscht Jahrtausende jüdischer Geschichte in Jerusalem, Hebron, Judäa, Safed, Tiberias und an anderen Orten in Israel einfach aus.

Die Botschaft, die die Palästinenser von ihren Führern hören, ist eindeutig: Israel wurde in Sünde geboren, hat kein Existenzrecht und sollte eines Tages verschwinden. Diese systematische Erziehung erklärt, warum die Friedensbemühungen in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gescheitert sind.

Eines der größten Friedenshindernisse war schon immer das Versagen der palästinensischen Führung, ihr Volk auf einen Kompromiss mit Israel vorzubereiten. Um es ganz unverblümt zu sagen: Es gibt nicht den geringsten Willen dazu. Während man im Westen weiterhin von einer „Zwei-Staaten-Lösung“ spricht, erziehen die palästinensischen Führer ihr Volk unentwegt in dem Glauben, ganz Israel sei „besetztes Palästina“.

Palästinensische Schulbücher, offizielle Medien, Reden und öffentliche Veranstaltungen bereiten die Palästinenser nicht auf den Gedanken vor, dass die Juden ein legitimes Volk mit nationalen Rechten im Nahen Osten sind. Stattdessen wird den Palästinensern beigebracht, Israel als ein temporäres, illegitimes Gebilde zu betrachten. Auf den Landkarten in Geografie- und Geschichtsbüchern wird der Staat Israel in der Regel komplett verschwiegen. Die gesamte Region zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer ist als „Palästina“ deklariert; israelische Städte werden entweder ausgelöscht oder in palästinensische Orte umbenannt.

Was die jüngsten Nakba-Ereignisse besonders brisant macht, ist ihr Timing.

Diese Kundgebungen fallen in eine Zeit, in der die Regierung Trump von der Palästinensischen Autonomiebehörde Reformen fordert – insbesondere in den Bereichen Bildung, Aufwiegelung und Regierungsführung.

Seit Jahren drängen westliche Regierungen die Palästinensische Autonomiebehörde, ihre Lehrpläne zu überarbeiten, die Hetze gegen Israel zu stoppen, den Antisemitismus zu bekämpfen und die Palästinenser auf eine friedliche Koexistenz vorzubereiten. Palästinensische Funktionäre reagieren darauf meist mit dem Versprechen von Reformen und Mäßigung.

Die Bilder aus Ramallah und anderen palästinensischen Städten sprechen jedoch eine völlig andere Sprache.

Wie kann eine Führung, die Israels Gründung als „Katastrophe“ zelebriert, es mit dem Frieden ernst meinen? Wie können Führer, die weiterhin das Trugbild eines „Rechts auf Rückkehr“ propagieren, von sich behaupten, sie würden die Koexistenz unterstützen? Wie kann die internationale Gemeinschaft echte Reformen erwarten, während die palästinensische Führung ihr Volk weiterhin mit Narrativen der Ablehnung und der Opferrolle indoktriniert?Oder erwartet die internationale Gemeinschaft gar keine Reformen und hofft insgeheim, dass die Palästinenser das „Judenproblem“ für sie erledigen, ohne dass sie sich selbst die Hände schmutzig machen müssen?

Die Regierung Trump und die westlichen Geberländer sollten sehr genau auf die Signale achten, die aus Ramallah kommen. Das Problem sind nicht nur die Hamas oder der Palästinensische Islamische Dschihad. Das Problem sitzt weitaus tiefer und ist weitaus weiter verbreitet.

Selbst die vermeintlich „moderaten“ Führer der Palästinensischen Autonomiebehörde fördern weiterhin Narrative, die Israels Existenz auslöschen und die historischen Rechte der Juden leugnen.

Eine Führung, die den Frieden sucht, würde ihr Volk zu Kompromissbereitschaft, gegenseitiger Anerkennung, Respekt und Koexistenz erziehen. Sie würde den Palästinensern vermitteln, dass Juden keine ausländischen Invasoren sind, sondern ein Volk mit fast 4.000 Jahre alten, tiefen historischen Wurzeln in diesem Land. Darüber hinaus würde sie die Palästinenser darauf vorbereiten, ihre eigene Zukunft aufzubauen, anstatt davon zu träumen, den Ausgang des Krieges von 1948 rückgängig zu machen. Stattdessen erinnert die palästinensische Führung weiterhin an Israels Geburt als Tragödie und verspricht, dass der Kampf gegen dessen Existenz noch nicht vorbei ist. Solange dieses Narrativ die palästinensische politische Kultur dominiert, wird ein Frieden unmöglich bleiben.

Khaled Abu Toameh ist ein preisgekrönter Journalist mit Sitz in Jerusalem.


Erstveröffentlichung bei Gatestone Institute. Reproduktion mit freundlicher Genehmigung.

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