Con Coughlin, 28. August 2026, Gatestone Institute
aus dem Englischen von Martin Christen
- Die anhaltende finanzielle Unterstützung der Türkei für die Hamas und die Gewährung eines sicheren Hafens für Hamas-Terroristen verstärken in Israel die Sichtweise, dass die Türkei ein feindseliger Akteur ist. Diese Haltung wird durch Erdoğans ständige antisemitische und anti-israelische Rhetorik in Wahlkämpfen und offiziellen Mitteilungen weiter befeuert. Im Juni rief beispielsweise der türkische Innenminister zur „Befreiung Jerusalems“ auf.
- Israels Geheimdienstapparat legte den USA jedoch Beweise dafür vor, dass Erdoğan noch andere Ambitionen verfolgt. Dazu gehört der Ausbau und die Konsolidierung der militärischen Präsenz der Türkei auf syrischen Stützpunkten, die zuvor von den iranischen und russischen Verbündeten des Assad-Regimes genutzt wurden.
- Darüber hinaus erklärte Erdoğan, dass „Jerusalem uns gehört“, und verlangte erst am 30. März 2025: „Möge der Herr das zionistische Israel zerstören und verwüsten.“
- Erdoğan veröffentlichte ein 758-seitiges Dokument, das seinen langfristigen, phasenweisen Plan zur Übernahme von „Israel, dem Nahen Osten und der freien Welt“ skizziert.
- Amichai Chikli, Israels Minister für Diaspora-Angelegenheiten, erklärte: „Ahmed al-Scharaas Militär ist Erdoğans Militär. Al-Scharaas Ideologie ist Erdoğans Ideologie. Erdoğans und al-Scharaas Ideologie ist die Ideologie von Al-Qaida und dem IS“, und verwies auf die von ihm beschriebene barbarische Behandlung nicht-muslimischer Minderheiten in der Region.
- Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Erdoğan seine expansionsorientierten Ziele in Syrien nicht weiter verfolgen darf – und dass er auf keinen Fall F-35-Tarnkappen-Kampfflugzeuge erhält.

Israel sorgt sich zunehmend über die Versuche des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, seinen Einfluss im benachbarten Syrien auszubauen. Dort spielte er eine Schlüsselrolle dabei, dem islamistischen Präsidenten des Landes, Ahmed al-Scharaa, beim Sturz des Assad-Regimes und der Machtübernahme im Dezember 2024 zu helfen. Im Bild: Erdoğan, 5. März 2020. (Foto: kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons)







