Spal­tet sich die AfD?

Wer die heu­ti­ge Pres­se­kon­fe­renz und den un­or­tho­do­xen Ab­gang von Frau­ke Pe­try ge­se­hen hat [1], dürf­te im ers­ten Mo­ment eben­so über­rum­pelt und rat­los ge­schaut ha­ben wie ih­re sprich­wört­lich zu­rück­ge­las­se­nen Par­tei­kol­le­gen. „Das war nicht hilf­reich”, könn­te ei­ner der Ge­dan­ken ge­we­sen sein, die sich dem ei­nen oder an­de­ren da­bei spon­tan auf­dräng­ten. Mir ging es so. Was um al­ler Welt hat sie da geritten?

Wei­ter­le­sen »

Die christ­li­che Echokammer

Der EKD-​Ratsvorsitzende Hein­rich Bedford-​Strohm hat den Er­folg der AfD bei der Bun­des­tags­wahl als „Weck­ruf für al­le“ be­zeich­net […] des­halb müss­ten jetzt al­le zu­sam­men hel­fen, „dass aus­gren­zen­de und hass­erfüll­te Stim­men nicht das Le­ben in un­se­rem Land vergiften“.

Amen. Ein­sicht ist der ers­te Schritt zur Bes­se­rung! Fehlt noch das State­ment von Imam Woel­ki, aber das wird nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen. Ganz ehr­lich, wä­re ich Gott, wür­de ich die zwei Ra­dau­brü­der mal zum Mit­ar­bei­ter­ge­spräch ein­be­stel­len. Wo­bei, wenn ich Gott wä­re… dann wür­de als ers­te Amts­hand­lung Mer­kel der Blitz beim Schei­ßen treffen. 

Quel­le: http://www.focus.de/regional/hannover/wahlen-bedford-strohm-afd-erfolg-weckruf-fuer-alle_id_7633493.html

Skan­di­na­vi­en: Ver­schie­bung in der Immigrationsdebatte

Bruce Ba­wer, 19.9.2017, Gatestone Institute

  • Bis vor kur­zem wur­de die Vor­stel­lung, dass ei­ni­ge eu­ro­päi­sche Nach­bar­schaf­ten „No-​Go” -Zo­nen sei­en, von Po­li­ti­kern und Kom­men­ta­to­ren auf bei­den Sei­ten des At­lan­tiks ve­he­ment als My­thos, Lü­ge, bös­ar­ti­ge Ver­leum­dung der Rech­ten ab­ge­tan. Doch selbst wäh­rend schwe­di­sche Be­am­te die Exis­tenz sol­cher Zo­nen im ei­ge­nen Land leug­ne­ten, kar­to­gra­fier­ten sie sie heim­lich und über­wach­ten die Be­frei­ungs­be­mü­hun­gen der Polizei.
  • Die Schwe­den­de­mo­kra­ten sind auf dem Vor­marsch, weil die Wäh­ler end­lich das Aus­maß und die Be­deu­tung des Scha­dens be­grei­fen, den ih­re Eli­ten ih­rem Land zu­ge­fügt ha­ben – und die Eli­ten, so­wohl in den Me­di­en als auch in der Re­gie­rung, brin­gen sich auf Li­nie, um an der Macht zu bleiben.
  • In ge­wis­ser Wei­se mö­gen sich die Win­de in Skan­di­na­vi­en dre­hen, aber es scheint nicht so, als ob Stang­hel­le und sei­ne Leu­te im Be­griff sind, die gan­ze Wahr­heit über den Is­lam aus­zu­spre­chen oder sich für ih­re un­ent­schuld­ba­ren Über­grif­fe ge­gen die­je­ni­gen, die es ge­tan ha­ben, zu entschuldigen.

Wei­ter­le­sen »

An­lei­tung zur Ausgrenzung

Dem ein oder an­de­ren mag es schon nicht be­ha­gen, wenn im ei­ge­nen Stadt­be­zirk be­son­ders vie­le AfD-​Wähler le­ben. Doch wie sieht es ei­gent­lich mit dem Freun­des­kreis aus? […] Kaum stan­den die ers­ten Er­geb­nis­se der Wahl fest, ging auf Face­book ein Link her­um, mit dem man her­aus­fin­den kann, wer aus der Freun­des­lis­te den Like-​Button bei der AfD ge­klickt hat. […] Die­se Per­so­nen soll­te man an­schlie­ßend ent­freun­den. […] Wer dar­auf­hin den Freun­des­kreis aus­mis­ten will, soll­te es sich viel­leicht noch ein­mal über­le­gen. […] blah blah blah […] In je­dem Fall lohnt es sich, zu­nächst ein Ge­spräch mit den Be­tref­fen­den zu su­chen – statt sich vor­schnell zu entfreunden.

Ja, das steht da wirk­lich. Und bit­te: Ver­zich­tet ein­fach auf das the­ra­peu­ti­sche Ge­spräch. Ich ha­be kei­nen Be­darf für „Freun­de”, die sich erst­mal ver­si­chern, ob ich nicht viel­leicht nur ver­se­hent­lich die AfD „ge­lik­ed” ha­be. Das ha­be ich nicht. Es war Ab­sicht. In mei­nem Freun­des­kreis ist Platz für Vie­les, aber si­cher nicht für geis­ti­ge Dünn­brett­boh­rer und in­to­le­ran­te Arsch­lö­cher. Die dür­fen gern schleu­nigst ge­hen und wer­den nicht ver­misst. Und sie brau­chen dann auch nicht wie­der­kom­men, wenn sie sich ir­gend­wann ein­sam fühlen.

Quel­le: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.facebook-freundeslisten-nach-afd-anhaengern-durchforsten.41eada23-0091 – 4d53-9b3b-3d74016f86de.html

Ist die 13 ei­ne AfD-Glückszahl?

13 Lan­des­par­la­men­te und 13 Pro­zent im Bun­des­tag [1], das scheint ein gu­tes Omen zu sein. Die Zah­len sind um die­se Zeit noch nicht in Stein ge­mei­ßelt, wer­den sich aber ver­mut­lich nicht mehr dra­ma­tisch än­dern. Leu­te, das ist ei­ne erst­klas­si­ge An­sa­ge! „Ein­fach so” aus dem Stand die so­li­de dritt­stärks­te Kraft zu wer­den, das muss man erst mal hin­be­kom­men. Mei­nen herz­li­chen Glück­wunsch dazu!

Wei­ter­le­sen »

Ein Bild sagt mehr als tau­send Worte

Quel­le: ARD /​ In­fra­test di­map. Stand: Sonn­tag, 18:35 Uhr.

Wie An­ti­se­mi­tis­mus und Anti-​Israelismus über­lap­pen und ver­floch­ten sind

Man­fred Gers­ten­feld, 29.5.2017, Ka­pi­tel 1 sei­nes Bu­ches „The War of a Mil­li­on Cuts – The Strugg­le Against the De­le­gi­ti­mi­za­ti­on of Is­ra­el and the Jews, and the Growth of New Anti-Semitism”
mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Au­tors, aus dem Eng­li­schen von Da­ni­el Heiniger

Wenn man über An­ti­se­mi­tis­mus dis­ku­tiert, muss man erst ein­mal de­fi­nie­ren, was ihn cha­rak­te­ri­siert. Ei­ne häu­fig ver­wen­de­te und klas­si­sche De­fi­ni­ti­on ist: „Feind­se­lig­keit ge­gen­über oder Dis­kri­mi­nie­rung von Ju­den als re­li­giö­se, eth­ni­sche oder so­zia­le Grup­pe.” [1]

Die­se De­fi­ni­ti­on war für die bei­den klas­si­schen For­men des An­ti­se­mi­tis­mus ge­eig­net, die re­li­giö­se und national-​ethnische Va­ri­an­ten. Al­ler­dings passt sie nicht zur neue­ren, post­mo­der­nen Form des­sel­ben Has­ses, Anti-​Israelismus. Meh­re­re Au­to­ren ha­ben dies vor al­lem seit Be­ginn des 21. Jahr­hun­derts er­kannt, da der An­ti­se­mi­tis­mus in Eu­ro­pa mit ei­ner In­ten­si­tät aus­ge­bro­chen ist, die seit dem En­de des Zwei­ten Welt­kriegs nicht mehr zu be­ob­ach­ten war. Die­se Au­to­ren ha­ben ver­sucht, den An­ti­se­mi­tis­mus neu zu de­fi­nie­ren und die an­ti­is­rae­li­sche Ka­te­go­rie aufzunehmen.

Wei­ter­le­sen »

Es geht um mein Existenzrecht

Spürt ihr das, Freun­de? Vor­freu­de liegt in der Luft an die­sem mil­den Samstag-​Vorabend der Schick­sals­wahl. Mor­gen kön­nen wir al­le was Schö­nes in die Ur­ne wer­fen und – mit et­was Glück – den ers­ten grö­ße­ren Mei­len­stein Rich­tung 2021 ein­tü­ten. Wir ho­len uns un­ser Land zu­rück. Stück für Stück für Stück, ge­nau so, wie sie es uns weg­ge­nom­men ha­ben. Aber, da­mit die­ser Abend nicht zu ent­spannt wird, hat sich wohl die ZEIT ge­dacht, sie scheißt mir ein­fach noch mal kurz­fris­tig auf den Tep­pich. Mit ei­nem schö­nen Ar­ti­kel na­mens „Es geht um mein Exis­tenz­recht”. [1] Gut. Um meins auch. Re­den wir mal drüber…

Wei­ter­le­sen »

Forsa-​Güllner ras­tet wie­der aus

Man­fred Güll­ner ist Chef des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts For­sa. […] Güll­ner qua­li­fi­zier­te die AfD als „im Kern durch und durch rechts­ra­di­kal, von ih­rem Pro­gramm über ih­re Kan­di­da­ten bis hin zu den Wählern“.

Seufz. Zum Glück lei­tet der Güll­ner nur ein dritt­klas­si­ges Meinungs„forschungs”-Institut und nicht den Ver­fas­sungs­schutz. Es muss ihn ziem­lich wur­men, dass nicht mal sein ei­ge­ner La­den die AfD-​Prognose un­ter 11% und da­mit deut­lich dritt­stärks­te Kraft weg­fäl­schen kann. Wenn man be­denkt, dass Güll­ners Hass die AfD in Forsa-„Umfragen” durch­gän­gig ein paar Pro­zent­punk­te kos­tet, stimmt ei­nen das äu­ßert op­ti­mis­tisch. Ge­nau sol­che hirn­lo­se Het­ze hat der Al­ter­na­ti­ve in den letz­ten zwei Wo­chen noch mal or­dent­lich Sym­pa­thi­en bei den Un­ent­schlos­sen ver­schafft. 15%+ sind schaff­bar. Weitermachen!

Quel­le: https://www.welt.de/politik/deutschland/article168953120/Forsa-Chef-prophezeit-AfD-aehnliches-Schicksal-wie-der-NPD.html

Mut­tis Sitzordnung

Mer­kel […] zieht die Re­de durch, wirft aber im­mer wie­der ir­ri­tier­te Bli­cke zu den Grup­pen von Pro­tes­tie­ren­den, die man von der Büh­ne aus kaum se­hen kann. Denn ganz vorn ist ein gro­ßer Be­reich ab­ge­trennt, in dem nur ih­re Si­cher­heits­leu­te ste­hen – man­che mit Re­gen­schir­men, viel­leicht, um To­ma­ten­wür­fe ab­zu­weh­ren. Da­hin­ter kommt der Pres­se­be­reich, da­ne­ben und da­hin­ter ste­hen und sit­zen ge­la­de­ne CSU-​Gäste, da­hin­ter die Bür­ger. Un­ter und hin­ter ih­nen dann die Protestgruppen.

In­ter­es­sant. Und die­se Pro­test­grup­pen be­stehen nicht aus Bür­gern? Oder nur Bür­ger zwei­ter Klas­se? Mir ist nicht ganz klar, was uns die­ser Satz sa­gen will… Ver­mut­lich der treu­doo­fen An­ja Will­ner auch nicht, die die­sen spei­chel­le­cke­ri­schen FOCUS-​Artikel ver­fasst hat. Da ist dann völ­lig un­iro­nisch von „Er­fol­gen” die Re­de, von ei­ner „be­wäl­tig­ten” Flücht­lings­kri­se; und von gu­ten Ide­en, die von gars­ti­gen Zeit­ge­nos­sen ein­fach so nie­der­ge­pfif­fen wer­den. So vie­le Steil­vor­la­gen, und dann so ein Artikel.

Mal un­ter uns al­ten Kriegs­wit­wen, An­ja, ich weiß nicht, ob Du Dei­nen Grips an der Gar­de­ro­be ab­ge­ge­ben hast oder ob das ei­ne gut be­zahl­te Auf­trags­ar­beit war, egal: Es ist im Grun­de wurscht, ob Mer­kel re­det oder nicht. Sie lügt, so­bald sie den Mund öff­net. Okay, bis auf das ei­ne Mal, als sie ge­sagt hat, dass sie lügt. Und dar­an än­dern auch die her­an­ge­karr­ten Auf­trags­klat­scher nichts. 

Quel­le: http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl_2017/gellende-pfiffe-aber-auch-lauter-applaus-merkel-rede-in-muenchen-in-einem-moment-zeigt-sich-wie-polarisiert-deutschland-ist_id_7628282.html

Ältere Beiträge «

Mehr Einträge abrufen

css.php