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„Deal“?: Irans IRGC-Regime und seine Terror-Proxys feiern

Majid Rafizadeh, 20. Juni 2026, Gatestone Institute
aus dem Englischen von Martin Christen

Die Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU), die am 17. Juni von US-Präsident Donald J. Trump und dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian unterzeichnet wurde, verlängert einen Waffenstillstand um 60 Tage; hebt die US-Blockade auf; öffnet die Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt; erlaubt dem Iran, die Ölexporte wieder aufzunehmen und sein angereichertes Uran zu behalten; und verspricht dem Iran 300 Milliarden Dollar für Wiederaufbau und Investitionen – wen kümmert es, von wem – sowie Verhandlungen über alles andere. Im Bild: Präsident Trump verkündet am 17. Juni 2026 am G7-Gipfel in Evian, wo er das Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnete, den Deal (Bild: Weisses Haus, gemeinfrei, via Wikimedia)

Wie die Regierung Trump zweifellos weiß, kann man dem iranischen Regime bei keiner Vereinbarung vertrauen.

Immer wieder hat das iranische Regime Abkommen unterzeichnet oder sich mündlich dazu verpflichtet – sei es in nuklearen Fragen, bei der regionalen Deeskalation oder bei wirtschaftlichen Versprechungen –, nur um dann im Verborgenen seine eigene Agenda weiterzuverfolgen. Ob es nun heimlich Uran anreichert, terroristische Stellvertreter unterstützt oder seine ideologischen Ziele vorantreibt: Das Regime sagt oder unterschreibt alles, was nötig ist, um Erleichterungen zu erlangen, und tut danach genau das, was es will. Sein Muster aus Täuschung und dem Umgehen von Verpflichtungen ist mittlerweile legendär.

Das Regime, seine Stellvertreter und Terrorgruppen feiern und sind begeistert, die Bemühungen des „Großen Satans“, Zugeständnisse zu erzwingen, vereitelt zu haben.

Die Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU), die am 17. Juni von US-Präsident Donald J. Trump und dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian unterzeichnet wurde, verlängert einen Waffenstillstand um 60 Tage; hebt die US-Blockade auf; öffnet die Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt; erlaubt dem Iran, die Ölexporte wieder aufzunehmen und sein angereichertes Uran zu behalten; und verspricht dem Iran 300 Milliarden Dollar für Wiederaufbau und Investitionen – wen kümmert es, von wem – sowie Verhandlungen über alles andere.

Die Absichtserklärung umfasst auch den Libanon, ein souveränes Land, das nichts mit dem Iran zu tun hat. Das MOU ist eine Vereinbarung, um über ein Abkommen zu verhandeln. Kein Wunder, dass Irans Regime feiert. Sie bekommen ihr Uran, unbestimmte Verzögerungen, Hunderte von Milliarden Dollar und einen Weg zur Erholung, um „die Revolution zu exportieren“ und die Welt erneut zu terrorisieren, sobald Trump aus dem Amt scheidet. Trump hatte die brutale Militärdiktatur des Iran auf den Knien; jetzt hat er ihr ein langes, reiches Leben geschenkt. Das war die Antwort der USA auf Erpressung und Terrorismus. Genau in dem Moment, als die USA auf der Gewinnspur waren, wählten sie einmal mehr den Wechsel auf die Verliererspur.

Es ist wahrlich kein Geheimnis, was das iranische Regime mit seinen Milliarden, dem aufgehobenen Druck und dem Spielraum tun wird, den Trump ihm gewährt. Das Regime hat sich nicht grundlegend verändert. „Irans neuer rationaler Führer“ ruft zur „Befreiung von Jerusalem“ auf. Das Regime ist ein System, das tief im Antiamerikanismus, Antisemitismus und der Feindseligkeit gegenüber dem eigenen Volk verwurzelt ist – und Trump erlaubt ihm nicht nur, an der Macht zu bleiben, sondern seine Krallen noch tiefer einzuschlagen. Im Iran gehen die Hinrichtungen von Dissidenten unvermindert weiter. Selbst elementare symbolische Gesten der Normalisierung mit den Vereinigten Staaten – wie direktes Händeschütteln oder Verpflichtungen zur Eröffnung von Botschaften – fehlen völlig. Das Regime hat nicht ein einziges Signal gesendet, dass es beabsichtigt, vom Konfrontationskurs abzuweichen.

Der Iran bekräftigt nach wie vor seine Unterstützung für die sogenannte „Achse des Widerstands“. Er wird Gruppen wie die Hisbollah, die Hamas und die Huthi weiterhin mit Geldern, Waffen und logistischer Anleitung unterstützen.

Mit den neuen Einnahmen wird sich das Regime aller Voraussicht nach darauf konzentrieren, seine militärischen Kapazitäten wieder aufzustocken und aufzurüsten. Ballistische Raketen, Angriffsdrohnen und verwandte Waffensysteme, die im jüngsten Krieg beschädigt wurden, werden instand gesetzt und erweitert. Die Drohnenentwicklung wird weitere Investitionen erhalten, da sie ein hervorragendes asymmetrisches Werkzeug zur Machtprojektion des Regimes darstellt.

Ein beträchtlicher Teil der gestiegenen Einnahmen wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an die Stellvertreter des Iran fließen: die Hisbollah, die Hamas und die Huthi. Sie waren maßgeblich daran beteiligt, den iranischen Einfluss auszuweiten und direkte Kosten für Teheran zu vermeiden, während sie gleichzeitig Gegner wie Israel unter Druck setzten.

Was am kritischsten ist: Das Regime hat sich wertvolle Zeit erkauft. Das 60-Tage-Fenster, das Optionen auf Verlängerung bietet, fügt sich in ein bekanntes Muster von Verzögerungen und Verhandlungen ein, das darauf ausgelegt ist, den Druck auszusitzen. Aus der Sicht Teherans bietet das Überleben der aktuellen US-Regierung einen Weg in ein weitaus entgegenkommenderes internationales Umfeld. Das Regime glaubt, gesiegt zu haben. Es blieb von einer Großmacht unbesiegt. Die Botschaft an Terroristen lautet: Macht weiter so – es funktioniert.

Ermutigt durch seine Widerstandsfähigkeit und sein Überleben wird das Regime von Reedereien „Gebühren“ für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verlangen, was möglicherweise das Ende der weltweiten Freiheit der Meere einläutet. Wenn der Iran „Gebühren“ verlangt, warum sollten es dann nicht auch alle anderen tun? Das Regime dürfte das Gefühl haben, eine mächtige Lektion gelernt zu haben: Es kann provozierende Aktionen durchführen, durch Druck Zugeständnisse erpressen, mit Verstößen ungestraft davonkommen und dennoch fest im Sattel bleiben. Es könnte die Golfstaaten zu Zugeständnissen oder finanziellen Vereinbarungen drängen, indem es die Angst vor Störungen selbst durch begrenzte Drohnen- oder Raketenaktivitäten instrumentalisiert.

Langfristig zielt der ideologische Antrieb des Regimes nach wie vor auf Rache an den Vereinigten Staaten und Israel sowie auf eine eskalierende Aggression gegen andere vermeintliche Feinde ab, sobald die Beschränkungen erst einmal nachlassen. Die Entwicklung von Atomwaffen wird im Verborgenen wieder aufgenommen, da das Regime kalkuliert, dass kein zukünftiger amerikanischer Präsident mehr das aktuelle Maß an Entschlossenheit aufbringen wird. Indem das Regime demonstriert, dass Trotz belohnt wird, untermauert es sein eigenes Drehbuch der taktischen Geduld und der schrittweisen Aggression.

Diese Aussichten erfordern einen klaren Realismus. Überprüfbare Taten sind unerlässlich: Das Regime muss seine Bestände an angereichertem Uran vollständig abtreten, sein Atomprogramm komplett demontieren, die Produktion ballistischer Raketen einstellen und die Unterstützung für terroristische Stellvertreter vollständig einstellen. Ohne eiserne Durchsetzungsmechanismen, die über einen Zeitraum von drei Jahren hinausgehen, finanziert die Aufhebung des Drucks lediglich dasselbe gefährliche Drehbuch, das die Region seit fast 50 Jahren destabilisiert.

Das iranische Regime hat wiederholt bewiesen, dass man ihm bei keinem Abkommen vertrauen kann. Es nutzt jede Vereinbarung, um sich wieder aufzurüsten, sich selbst zu stärken und sich darauf vorzubereiten, noch härter anzugreifen. Das Regime wird unerschütterlich antiamerikanisch, antisemitisch und feindselig gegenüber der iranischen Bevölkerung bleiben. Es bezeichnet die Vereinigten Staaten und Israel weiterhin als seine Feinde. Seine Kernideologie hat sich kein bisschen verändert – und die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich ändert, dürfte gegen Null gehen.

Dr. Majid Rafizadeh ist Politikwissenschaftler, Analytiker mit Harvard-Abschluss und Vorstandsmitglied der Harvard International Review. Er ist Autor mehrerer Bücher über die US-Außenpolitik. Sie können ihn unter dr.rafizadeh@post.harvard.edu erreichen.


Erstveröffentlichung bei Gatestone Institute. Reproduktion mit freundlicher Genehmigung.

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