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Nach wei­te­ren Tun­nel­ein­stür­zen wei­gern sich Hamas-​Mitglieder, zu gra­ben

Be­hind the news, 4.3.2016 

Die Mit­glie­der der Kassam-​Brigaden, mi­li­tä­ri­scher Flü­gel der Ha­mas, ha­ben Angst, le­ben­dig be­gra­ben zu wer­den und ha­ben Be­feh­le ver­wei­gert, un­ter­ir­di­sche Tun­nel zu be­tre­ten, die auf mys­te­riö­se Wei­se ei­ner nach dem an­de­ren in den letz­ten Mo­na­ten kol­la­biert sind. So sieht, nach pa­läs­ti­nen­si­schen Be­rich­ten, die Si­tua­ti­on aus für die Ha­mas im Ga­za­strei­fen, wäh­rend sie den Aus­bau ih­rer Terror-​Tunnel Fä­hig­kei­ten ge­gen Is­ra­el ver­folgt.

Am Don­ners­tag ist auf ei­nem of­fe­nen Feld öst­lich von Khan You­nis ein Tun­nel, der durch die Kassam-​Brigaden ge­gra­ben wur­de, ein­ge­bro­chen und hat den 31-​jährigen Mu­ham­mad Musa al Astal ge­tö­tet, sag­te Ha­mas.

Pa­läs­ti­nen­si­sche Me­di­en zi­tier­ten hoch­ran­gi­ge Be­am­te der Ha­mas, die be­stä­tig­ten, dass wei­te­re fünf Tun­nel­grä­ber fehl­ten und ihr Zu­stand un­be­kannt war. Der Tun­nel­zu­sam­men­bruch vom Don­ners­tag war der sieb­te sol­che Vor­fall in den letz­ten Mo­na­ten, die zu Dut­zen­den von Ver­letz­ten ge­führt ha­ben.

Die Ha­mas ist über­zeugt, dass Is­ra­el hin­ter den weit ver­brei­te­ten Ein­stür­zen steht, und dass es spe­zi­el­le De­tek­to­ren ent­lang der Gren­ze ein­setzt.

Nach dem Zu­sam­men­bruch des Tun­nels in Khan You­nis be­gan­nen Fo­tos von „fort­ge­schrit­te­ner Tech­no­lo­gie für die Er­ken­nung von Tun­neln” auf pa­läs­ti­nen­si­schen Web­sei­ten auf­zu­tau­chen, wo­bei ei­ne Hamas-​Webseite be­haup­te­te, dass die „Zio­nis­ten be­sorgt sind, dass es Tun­nels un­ter ih­ren Ge­mein­den in der Nä­he des Grenz­zauns gibt.”

Der Hamas-​Führer in Ga­za, Is­mail Ha­niy­eh, hat mehr­fach ge­sagt, dass Is­ra­el dar­an ar­bei­tet, die Un­ter­grund­fä­hig­kei­ten der Ha­mas zu zer­stö­ren, und schwor, dass das Gra­ben fort­ge­setzt wür­de. Die Ter­ror­grup­pe hat aber nie of­fi­zi­ell ge­sagt, dass Is­ra­el ver­ant­wort­lich ist, denn je­der kol­la­bier­te Tun­nel kos­tet nicht nur Le­ben, son­dern un­ter­gräbt die Mo­ral der­je­ni­gen, die zum gra­ben der „Tun­nel des To­des” ge­schickt wer­den, wie sie jetzt ge­nannt wer­den, ge­mäss ei­nem Hamas-​Mitglied, das mit Is­ra­el Hayom sprach.

Der Mann sag­te zu Is­ra­el Hayom, dass hoch­ran­gi­ge Be­am­te der Ha­mas sich der Sor­gen und Ängs­te von Mit­glie­dern des mi­li­tä­ri­schen Flü­gels, die ge­be­ten wur­den, die Tun­nel zu gra­ben, be­wusst sei­en.

„Die Zio­nis­ten sind ner­vös. Sie ha­ben Angst, dass Tun­nels un­ter ih­ren Häu­sern sind, und we­gen ih­rer Angst be­nut­zen sie sehr fort­schritt­li­che Werk­zeu­ge, um die Tun­nels aus­fin­dig zu ma­chen und zu kol­la­bie­ren”, sag­te die Quel­le. „Ich weiss von de­nen, die für ih­re Ver­wei­ge­rung des [Tunneltrieb-] Ef­forts zu har­ten Stra­fen ver­ur­teilt wur­den. Dies ist ei­ne schwe­re Straf­tat, und die Stra­fe da­für ist ex­trem schwer.”

Un­ter­des­sen sag­te ein Ver­wand­ter ei­nes Kassam-​Brigaden-​Mitglieds zu Is­ra­el Hayom, dass trotz der ho­hen Ge­heim­hal­tung in­ner­halb des mi­li­tä­ri­schen Flü­gels Ge­rüch­te über die Wei­ge­rung sei­ner Mit­glie­der, die Tun­nel zu be­tre­ten, sich in der ge­sam­ten Küs­te­nen­kla­ve ver­brei­ten. Ge­mäss dem Ver­wand­ten ist „le­ben­dig be­gra­ben zu wer­den, [] ei­ne schreck­li­che Art zu ster­ben. Je­der hat die Ge­schich­ten von Kassam-​Brigade-​Mitgliedern ge­hört, die har­te Stra­fen dem Tunnel-​graben vor­zo­gen. Die zio­nis­ti­sche Be­sat­zung fin­det die Tun­nels und kol­la­biert sie über je­dem, der drin ist. Das ist nicht, Shahid [Mär­ty­rer] zu sein. Das ist ein Glücks­spiel mit dem ei­ge­nen Le­ben.”

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