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Mus­li­me igno­rie­ren ih­ren ei­ge­nen Ko­ran, der sagt, dass der jü­di­sche Tem­pel auf dem Tem­pel­berg stand

LidBlog.com, 26.10.2015

Am Sonn­tag sag­te der Gross­muf­ti von Je­ru­sa­lem, der mus­li­mi­sche geist­li­che Lei­ter der Al-​Aqsa-​Moschee, dass es noch nie ei­nen jü­di­schen Tem­pel auf dem Tem­pel­berg gab, und, dass die Stät­te die Hei­mat ei­ner Mo­schee sei „seit der Er­schaf­fung der Welt.” Er sag­te, auf der Ober­sei­te des Ber­ges Mo­riah gab es ei­ne Mo­schee „vor 3000 Jah­ren, und vor 30’000 Jah­ren” und sie sei dort ge­we­sen „seit der Er­schaf­fung der Welt.”

Der Muf­ti echot die Pro­pa­gan­da von Pa­läs­ti­nen­ser­prä­si­dent Ab­bas und der Mus­li­me im Na­hen Os­ten. Aber wäh­rend er die­sen Un­sinn aus­spuckt, igno­riert er die Tat­sa­che, dass die al­ten Grie­chen, Rö­mer, Chris­ten, und selbst die al­ten Mus­li­me be­rich­te­ten, dass Je­ru­sa­lem und der Tem­pel­berg jü­di­sches Land sind.

Nach dem Bar-​Kochba-​Aufstand im Jah­re 135 n.Chr. be­straf­ten die Rö­mer die Ju­dä­er (Ju­den) für die neu­er­li­che Re­vol­te, in­dem Sie den Na­men des Lan­des von Ju­däa nach Sy­ria Pa­la­e­s­ti­na än­der­ten (nach den Phi­lis­tern, dem al­ten jü­di­schen Feind, der nicht mehr exis­tier­te). Zur glei­chen Zeit än­der­ten sie den Na­men der hei­li­gen Stadt von Je­ru­sa­lem nach Ae­lia Ca­pi­to­li­na (wört­lich Ka­pi­tol des Hau­ses Aelius).

Doch für die an­ti­ken grie­chi­schen und rö­mi­schen heid­ni­schen Au­to­ren war Je­ru­sa­lem de­fi­ni­tiv ei­ne jü­di­sche Stadt. Ei­ne Un­ter­su­chung ih­rer Tex­te zeigt die ein­stim­mi­ge Ei­nig­keit, dass Je­ru­sa­lem jü­disch war auf­grund der Tat­sa­che, dass sei­ne Ein­woh­ner Ju­den wa­ren, es wur­de von Ju­den ge­grün­det und der Tem­pel in Je­ru­sa­lem war das Zen­trum der jü­di­schen Religion.

Die­se al­ten Tex­te wi­der­le­gen die jüngs­ten Ver­su­che von Mus­li­men und an­de­ren, die his­to­ri­sche Ver­bin­dung des jü­di­schen Vol­kes zu Je­ru­sa­lem und zur La­ge des Tem­pels in Je­ru­sa­lem durch Fäl­schun­gen und Lü­gen zu ver­wei­gern. Im Fol­gen­den sind nur ei­ni­ge Bei­spie­le aus grie­chi­schen und rö­mi­schen Zei­ten, die im No­vem­ber 2008 in ei­nem Be­richt des JCPA ver­öf­fent­licht wor­den sind:

  • Ei­ni­ge Au­to­ren er­in­nern an un­ver­wech­sel­ba­re jü­di­sche Bräu­che, wie das Feh­len von Dar­stel­lun­gen der Gott­heit, die männ­li­che Be­schnei­dung, Spei­se­ge­set­ze und die Ein­hal­tung des wö­chent­li­chen Ru­he­tags, des Sab­bat. In der Tat ver­lang­te der grie­chi­sche Se­leu­ci­den­kö­nig An­tio­chus IV im Jah­re 167 v.Chr., dass die Ju­den ein Bild­nis von Zeus im Tem­pel plat­zie­ren, ver­bot die Be­schnei­dung, for­der­te die Op­fe­rung von Schwei­nen und ver­bot die Be­fol­gung des Sab­bat (I Mak­ka­bä­er 1: 41 – 50). Er wünscht al­so die­se ein­zig­ar­ti­gen Ei­gen­schaf­ten der jü­di­schen Re­li­gi­on, die von heid­ni­schen Au­to­ren no­tiert wor­den wa­ren, zu beseitigen.
  • In ei­nem Be­richt von He­ka­tai­os von Ab­de­ra (c. 300 v.Chr.) wird Je­ru­sa­lem zum Ab­schluss sei­ner Gegen-​Exodus-​Erzählung und vor sei­ner Be­schrei­bung der jü­di­schen Ge­sell­schaft und Prak­ti­ken er­wähnt. Er führt die Ver­trei­bung der Ju­den auf die Pest zu­rück, für die die Ägyp­ter die Schuld der An­we­sen­heit von Frem­den ga­ben, nicht nur Ju­den, die die Ein­hei­mi­schen in ih­rer Re­li­gi­ons­aus­übung wan­ken lies­sen. „Des­halb wur­den die Frem­den aus dem Land ge­trie­ben.” Wäh­rend ei­ni­ge nach Grie­chen­land gin­gen, lan­de­ten die meis­ten „dort, wo jetzt Ju­däa ist … da­mals völ­lig un­be­wohnt … und nah­men das Land in Be­sitz, wo er [Mo­ses] ne­ben an­de­ren ei­ne Stadt grün­de­te, die die be­kann­tes­te von al­len ist, na­mens Je­ru­sa­lem. Dar­über hin­aus eta­blier­te er den Tem­pel, den sie in gröss­ter Ver­eh­rung hal­ten, in­sti­tu­tio­na­li­sier­te ih­re For­men des Got­tes­diens­tes und Ri­tua­le, ent­warf ih­re Ge­set­ze und ord­ne­te ih­re po­li­ti­schen Institutionen.”
  • Meh­re­re der aus­ge­wähl­ten Tex­te in Ge­gen Api­on, zu de­nen die Anti-​Exodus-​Erzählung ge­hört, ent­hal­ten auch Be­schrei­bun­gen des Innen- und Aus­sen­be­reichs des Tem­pels und ei­ni­ger sei­ner Ri­tua­le. Zum Bei­spiel sagt He­ca­ta­eus, dass in der Mit­te der Stadt ei­ne Um­frie­dung ist, wo es „ei­nen qua­dra­ti­schen Al­tar aus auf­ge­schüt­te­ten Stei­nen, un­be­hau­en und roh ver­baut, gibt.” Der Tem­pel selbst ist „ein gros­ses Ge­bäu­de, ent­hal­tend ei­nen Al­tar und ei­nen Lam­pen­stän­der, bei­de aus Gold … über ih­nen ist ein Licht, das nie­mals aus­ge­löscht wird … es gibt nicht ei­ne ein­zi­ge Sta­tue oder Weih­ge­schenk, kei­ne Spur von ei­nem Werk in Form ei­nes hei­li­gen Hains, oder der­glei­chen.” He­ca­ta­eus „über die Ju­den”, in Ge­gen Api­on I, 198 – 199; Stern, I, V, No.12, 36 – 37
  • Und in sei­nem Be­richt über Ti­tus’ Be­la­ge­rung Je­ru­sa­lems be­schreibt Ta­ci­tus den Tem­pel als „… wie ei­ne Zi­ta­del­le er­rich­tet, mit ei­ge­nen Wän­den … die­se Ko­lon­na­den sor­gen für ei­ne herr­li­che Ver­tei­di­gung. In­ner­halb des Ge­vierts gibt es ei­ne nie ver­sie­gen­de Quel­le” [Ta­ci­tus, His­to­riae V:12:1 (Stern, II, XCII, Nr 281) 22,30.
  • Ne­ben phy­si­schen Be­schrei­bun­gen er­wäh­nen die Au­to­ren auch den re­li­giö­sen As­pekt des Tem­pels, der sich ra­di­kal vom grie­chi­schen und rö­mi­schen Hei­den­tum un­ter­schied. Im Text, den Di­odor er­hal­ten hat­te, er­wähn­te He­ka­tai­os die Pries­ter und ih­re Pflich­ten im Tem­pel und be­schreibt ei­nen Got­tes­dienst und auch ein Op­fer. Eben­so be­merkt der rö­mi­sche His­to­ri­ker des ers­ten Jahr­hun­derts, Li­vi­us, dass die Ju­den nicht an­ge­ben, „wel­cher Gott­heit der Tem­pel zu Je­ru­sa­lem an­ge­hört, noch ist dort ein Bild­nis zu fin­den, weil sie nicht glau­ben, dass der Gott an jeg­li­cher Fi­gur teil­hat.” He­ka­tai­os, in Di­odo­rus, Ae­gyp­tia­ca, Bi­blio­the­ca His­to­ri­ca XL, 3, 4 – 6; Stern, I, V, No. 11, 26 – 28.

Vom zwei­ten Tem­pel, War­nung in Grie­chisch, die ei­nen Ab­schnitt des Tem­pel­kom­ple­xes ab­trennt, der für Hei­den ver­bo­ten war.

Es ist be­mer­kens­wert, dass ei­ne frü­he­re Er­obe­rung Je­ru­sa­lems durch den griechisch-​ägyptischen Kö­nig Pto­le­mai­os, Sohn des La­gos, ei­ne Ge­le­gen­heit ist für den ob­sku­ren Agathar­chi­des von Kni­dos (zwei­tes Jahr­hun­dert v.Chr.), ei­ne Be­mer­kung zu ma­chen über die Tat­sa­che, dass „die als Ju­den be­kann­ten Men­schen, die die am stärks­ten ver­stärk­te Stadt be­wohn­ten, von den Ein­hei­mi­schen Je­ru­sa­lem ge­nannt,” ih­re Stadt ver­lo­ren, weil sie sie nicht am Sab­bat ver­tei­dig­ten. Jo­se­phus schliesst die­se Aus­wahl in Ge­gen Api­on mit ein als ei­ne der frü­hen heid­ni­schen Kri­ti­ken des jü­di­schen Sab­bat, der von Agathar­chi­des als „Tor­heit”, „Träu­me” und „tra­di­tio­nel­le Vor­stel­lun­gen über das Ge­setz” be­ur­teilt wurde.

Die Pa­läs­ti­nen­ser wei­sen auf die Tat­sa­che hin, dass es nur we­nig ar­chäo­lo­gi­sche Be­wei­se gibt, dass ei­ner der Tem­pel exis­tier­te, igno­rie­ren aber die sehr prak­ti­sche Tat­sa­che, dass kei­ne Gra­bun­gen er­laubt sind auf dem Tem­pel­berg aus Rück­sicht auf sei­ne Hei­lig­keit für Mus­li­me. Und als die Mus­li­me ei­nen Teil des Tem­pel­bergs aus­gru­ben, um ih­re Mo­schee aus­zu­bau­en, de­po­nier­ten sie die Ton­nen von Er­de mit Ar­te­fak­ten aus­ser­halb der hei­li­gen Stadt:

Die is­la­mi­sche Waqf von Je­ru­sa­lem, die Ver­wal­tungs­in­sti­tu­ti­on des al-​Aqsa-​Moschee-​Areals, führ­te Gra­bun­gen durch auf dem Tem­pel­berg zwi­schen 1996 und 1999 im Rah­men des Baus ei­ner un­ter­ir­di­schen Mo­schee in ei­nem Ge­biet, das als Stäl­le Sa­lo­mos be­kannt ist. Zehn­tau­sen­de von Ton­nen Er­de – rund 400 LKW-​Ladungen – wur­den von schwe­ren Ma­schi­nen aus­ge­gra­ben, oh­ne die Auf­sicht von Ar­chäo­lo­gen, und wur­den aus­ser­halb der Alt­stadt abgeladen.

Ar­chäo­lo­gen ha­ben sich seit Jah­ren durch die Er­de ge­siebt (das Pro­jekt wird das Tempelberg-​Sieben-​Projekt ge­nannt) und es wur­den Ar­te­fak­te aus den hei­li­gen Tem­peln ge­fun­den. 2005 zum Bei­spiel fan­den die Ar­chäo­lo­gen, was jetzt als Gaalyahu-​Siegel be­kannt ist, was auf He­brä­isch Gaa­ly­a­hu Sohn von Imer heisst. Das Haus von Imer war ei­ne be­kann­te Pries­ter­fa­mi­lie zum En­de der Zeit des Ers­ten Tem­pels, et­wa aus dem 7. bis 6. Jahr­hun­dert v.Chr.

gaalyahu-seal

 

Es gibt Re­fe­ren­zen auf den jü­di­schen Tem­pel in den hei­li­gen mus­li­mi­schen Tex­ten, die der Gross­muf­ti igno­riert, wie von der Jü­di­schen Vir­tu­el­len Bi­blio­thek be­rich­tet:

Der Ko­ran re­fe­ren­ziert die Exis­tenz bei­der Tem­pel im Vers 17:7. In die­ser Pas­sa­ge be­schäf­tigt sich der Ko­ran mit der Stra­fe Got­tes für die Kin­der Is­ra­els für ih­re Überschreitungen:

 

(Wir ha­ben eu­ren Fein­den erlaubt)
Ih­re Ge­sich­ter zu entstellen,
Und den Tem­pel zu betreten
Wie sie ihn frü­her be­tre­ten hatten,
Und mit Zer­stö­rung zu besuchen
Al­les, was in ih­re Macht fiel.

Das Wort, das als „Tem­pel” über­setzt wur­de von Ab­dul­lah Yus­uf Ali (und dem ein­fluss­rei­chen Über­set­zer Mar­m­a­du­ke Pickt­hall vor ihm) ist mas­jid. Die­ses Wort, das in der Re­gel als Mo­schee über­setzt wird, hat die Be­deu­tung ei­nes Hei­lig­tums, wo im­mer es in ei­nem vor-​islamischen Kon­text er­scheint. Die üb­li­che mus­li­mi­sche Aus­le­gung des Ver­ses (ein­schliess­lich der von Ab­dul­lah Yus­uf Ali) be­sagt, dass es sich auf die Zer­stö­rung des Ers­ten und Zwei­ten Tem­pels bezieht.

Mus­li­mi­sche Tra­di­ti­on ist be­son­ders un­nach­gie­big be­züg­lich der Exis­tenz des Ers­ten Tem­pels, den Sa­lo­mo bau­te, der im Ko­ran als Pro­phet und Aus­bund an Weis­heit er­scheint. Vers 34:13 ist ein Be­richt dar­über, wie Sa­lo­mon Dschinns (Geis­ter) rief, um den Tem­pel zu bau­en:

Sie ar­bei­te­ten für ihn
Wie er woll­te, (bau­ten) Bögen,
Bil­der, Becken
So gross wie Quellen,
Und (Koch-) Kes­sel fixiert
(an ih­ren Orten)

Found By the Southern Wall of the Temple Mount-From Second Temple Inscribed, "To the Place of Trumpeting." The spot where the Priests blew the Shofar to announce the Beginning and end of the Sabbath and Holidays.

Der ex­ak­te Vers im Ko­ran, der den Tem­pel­berg für Mus­li­me hei­lig macht, be­weist, dass der Ort vom jü­di­schen Tem­pel be­legt war:

Die is­la­mi­sche Hei­lig­keit von Ha­ram al-​Sharif [wie die Mus­li­me den Tem­pel­berg nen­nen] ba­siert auf Vers 17:1:

Ruhm für (Al­lah)
Der sei­nen Die­ner genommen
Zu ei­ner Rei­se in der Nacht
Von der hei­li­gen Moschee
Zur ent­fern­tes­ten Moschee

Dies ist der tex­tu­el­le Be­weis für den is­ra’, den ir­di­schen Ab­schnitt der nächt­li­chen Rei­se des Pro­phe­ten Mo­ham­med: über Nacht wur­de Mo­ham­med auf wun­der­ba­re Wei­se be­för­dert, hin und zu­rück, von „der hei­li­gen Mo­schee” (al-​Masjid al-​Haram), d.h. die Kaa­ba (oder ih­re Um­ge­bung) in Mek­ka – zu „der am wei­tes­ten ent­fern­te Mo­schee” (al-​Masjid al-​Aqsa). Spä­te­re mus­li­mi­sche Tra­di­tio­nen iden­ti­fi­zier­ten „die am wei­tes­ten ent­fern­te Mo­schee” mit Je­ru­sa­lem. Doch zu Mo­ham­meds Leb­zei­ten stand kei­ne Mo­schee in Je­ru­sa­lem; die Mus­li­me er­ober­ten die Stadt erst meh­re­re Jah­re nach sei­nem Tod. Ab­dul­lah Yus­uf Alis Kom­men­tar zu die­sem Vers fasst die tra­di­tio­nel­le Er­klä­rung zu­sam­men: „Die am wei­tes­ten ent­fern­te Mo­schee”, schreibt er, „muss sich an der Stel­le auf den Tem­pel Sa­lo­mos in Je­ru­sa­lem auf dem Berg Mori­ja beziehen.”

Als Mus­li­me ei­ne Mo­schee auf die­sem Hü­gel bau­ten, hält die mus­li­mi­sche Tra­di­ti­on fest, wur­de sie be­wusst auf über­prüf­ten Stät­ten frü­he­rer Hei­lig­tü­mer ge­baut. Nach mus­li­mi­scher Tra­di­ti­on, als der Ka­lif Um­ar Je­ru­sa­lem nach der Er­obe­rung be­such­te, such­te er nach Da­vids Hei­lig­tum oder Ge­bets­ni­sche (Mih­r­ab Da­wud), die im Ko­ran (38:21) er­wähnt wird. (Man glaubt, Da­vid ha­be das Ge­län­de, auf dem Sa­lo­mo bau­te aus­ge­wählt.) Als Um­ar der Mei­nung war, er ha­ben den Ort ge­fun­den, ord­ne­te er an, dass ein Ort des Ge­bets (Mus­al­la) dort auf­ge­baut wer­de. Dies ent­wi­ckel­te sich zu ei­ner Mo­schee -Vor­läu­fer der spä­te­ren Aksa-​Moschee. So be­gann die Is­la­mi­sie­rung des Kom­ple­xes, der spä­ter als der Ha­ram al-​Sharif be­kannt sein wird. Es wur­de die Tra­di­ti­on des Is­lam, dass Mus­li­me die Stät­te wie­der ih­rer frü­he­ren Funk­ti­on als Ort des Ge­bets von al­len Pro­phe­ten, ein­schliess­lich Abra­ham, Da­vid und Sa­lo­mo, zu­rück­ge­führt wurde.

Dann gibt es Ko­ran, Su­re 2:145, “Die Kuh”

„… Sie wür­den nicht dei­ner Ge­bets­rich­tung (Qi­b­la) fol­gen, noch sollst du ih­rer Ge­bets­rich­tung fol­gen; noch tat­säch­lich wer­den sie sich ge­gen­sei­tig fol­gen in der Gebetsrichtung … ”

Kom­men­ta­to­ren er­klä­ren, dass „dei­ne Qi­b­la” (Ge­bets­rich­tung für Mus­li­me) sich ein­deu­tig auf die Kaa­ba von Mek­ka be­zieht, wäh­rend „ih­re Qi­b­la” (Ge­bets­rich­tung für die Ju­den) sich auf den Tem­pel­berg in Je­ru­sa­lem bezieht.

Die­se Ko­ran­pas­sa­ge scheint zu zei­gen, dass die Hei­lig­keit von Je­ru­sa­lem ein jü­di­sches Kon­zept ist, und soll­te nicht mit ei­nem is­la­mi­schen Kon­zept ver­wech­selt wer­den, wie der aus dem 13. Jahr­hun­dert stam­men­de ara­bi­sche Bio­gra­phen und Geo­graph Yakut no­tier­te: „Mek­ka ist den Mus­li­men hei­lig, und Je­ru­sa­lem den Juden.”

Das of­fi­zi­el­le Füh­rungs­buch für den al-​Haram Al-​Sarif des obers­ten mus­li­mi­schen Ra­tes (Waqf) von 1925 an­er­kann­te die An­we­sen­heit der jü­di­schen Tem­pel oben auf dem Berg. Un­ten zei­gen wir Ab­satz zwei auf Sei­te vier, der sagt: „Sei­ne [des Tem­pel­bergs] Iden­ti­tät mit der Stät­te des sa­lo­mo­ni­schen Tem­pels ist un­be­strit­ten.” Jetzt, 90 Jah­re spä­ter, be­strei­tet das der Lei­ter der Waqf.

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Und ver­ges­sen wir nicht, dass der jü­di­sche Tem­pel in den christ­li­chen Evan­ge­li­en er­wähnt wird, die äl­ter sind als der Is­lam. Zum Bei­spiel in Mar­kus 12:40 und Lu­kas 20:47 warf Je­sus den Tem­pel­be­hör­den Dieb­stahl vor und nann­te dies­mal Na­men ar­mer Wit­wen als ih­re Op­fer, und lie­fert den Be­weis da­für in Mar­kus 12:42 und Lu­kas 21:2. Tau­ben­ver­käu­fer ver­kauf­ten Tau­ben, die von den Ar­men, die sich kei­ne grös­se­ren Op­fer­ga­ben leis­ten konn­ten, ge­op­fert wur­den, und spe­zi­ell von Frau­en. Laut Mar­kus 11:16 er­leg­te Je­sus dann ein Ver­bot für Men­schen, die Han­dels­wa­ren durch den Tem­pel tru­gen – ei­ne Sank­ti­on, die al­len Kom­merz un­ter­bro­chen hät­te. Und im Evan­ge­li­um des Jo­han­nes 2:15 – 16 be­zieht sich Je­sus auf den Tem­pel als „Haus mei­nes Va­ters”, der­art, den An­spruch er­he­bend, der Sohn Got­tes zu sein.

Er ver­schüt­te­te die Mün­zen der Geld­wechs­ler und stiess ih­re Ti­sche um; und de­nen, die die Tau­ben ver­kauf­ten, sag­te Er: „Nimm die­se Din­ge weg; hört auf, mei­nes Va­ters Haus zu ei­nem Ort des Ge­schäf­tes zu machen.”

Was be­deu­tet das al­les? Al­ter Text, mus­li­mi­scher Text und christ­li­cher Text sind sich al­le ei­nig mit dem jü­di­schen Text, dass es ei­nen hei­li­gen Tem­pel auf dem Berg Mo­riah in Je­ru­sa­lem gab. Und so ist es Zeit für die ame­ri­ka­ni­sche Re­gie­rung und an­de­re füh­ren­de Po­li­ti­ker der Welt, auf die Bockmist-​Taste zu drü­cken ge­gen­über dem pa­läs­ti­nen­si­schen Prä­si­den­ten Ab­bas, dem Gross­muf­ti von Je­ru­sa­lem, und der UNESCO, sie auf die Wahr­heit hin­zu­wei­sen, und dass der ein­zi­ge Grund, war­um sie Men­schen we­gen Je­ru­sa­lem in Auf­ruhr ver­set­zen, ist, dass sie ver­su­chen, die Ver­bin­dung der Ju­den zur Stadt zu verneinen.

Die Ju­den glau­ben, Is­ra­el ist das Herz des jü­di­schen Vol­kes, Je­ru­sa­lem ist das Herz Is­ra­els, und der Tem­pel­berg ist das Herz von Je­ru­sa­lem, und nie­mand kann das weg­neh­men, aus­ser Gott selbst.

1 Kommentar

  1. Thomas Raffelsieper

    Ich der Mei­nung, daß der Tem­pel­berg in Je­ru­sa­lem im vol­len re­li­giö­sen und welt­li­chen Sinn al­lei­ne dem ge­sam­ten jü­di­schen Vol­ke dem Blu­te nach (al­so di­rek­te Ab­stam­mung) ge­hört, sä­ku­la­ren, ho­mo­se­xu­el­len, re­li­giö­sen und or­tho­do­xen Juden.

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