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Der ho­he Preis da­für, die Wahr­heit über den Is­lam zu sa­gen

Wie ei­nen Film über die Ver­tei­di­gung des Rechts der Mus­li­me, in Ame­ri­ka ei­ne Mo­schee zu bau­en, zu dre­hen mei­ne Welt­an­schau­ung ver­än­dert hat.

Eric Al­len Bell, 9.2.2012, Frontpagemag.com

Neu­lich pas­sier­te mir et­was selt­sa­mes, als ich am Fe­deral Buil­ding in Los An­ge­les vor­bei­fuhr. Da wa­ren ei­ne Men­ge Leu­te mit Schil­dern, auf de­nen es hiess, Is­ra­el sei ei­ne ag­gres­si­ve Ge­walt im Na­hen Os­ten, und auf dem Iran wer­de her­um­ge­hackt. Als ich an ei­ner ro­ten Am­pel an­hielt, hör­te ich ei­nen Mann mit ei­nem Me­ga­fon die De­mons­tra­ten mit ei­nem Sing­sang an­füh­ren, der Oba­ma des Völ­ker­mor­des be­schul­dig­te. Ich sah vie­le jun­ge Men­schen und meh­re­re mus­li­mi­sche Frau­en mit be­deck­ten Köp­fen. Es war ei­ne Anti-​Kriegs-​Demonstration, die ich wahr­schein­lich vor ei­nem Jahr un­ter­stützt hät­te. Aber ob­wohl ich nicht für mi­li­tä­ri­schen Ak­tio­nis­mus bin, weiss ich, dass der Iran nicht ein wei­te­rer Irak ist, und dass in der Tat mehr läuft, als die­ses über­mäs­sig ver­ein­fach­te Bild, das die De­mons­tran­ten mal­ten, wäh­rend Au­tos hu­pend vor­bei­fuh­ren, um ih­re Un­ter­stüt­zung aus­zu­drü­cken. Als die Am­pel auf Grün sprang, fiel mei­nem Au­ge ein wei­te­res Schild auf – ein Bild der bren­nen­den Twin Towers, auf dem zu le­sen war: „9/​11 war ein Insider-​Job”. Als ich auf das Meer pa­läs­ti­nen­si­scher Fah­nen und Trom­meln schla­gen­der College-​Kids schau­te, emp­fand ich ei­ne ge­wis­se Frus­tra­ti­on – Frus­tra­ti­on, die auf ei­ner Rei­he von Er­eig­nis­sen fuss­te, die mein Welt­bild ver­än­dert ha­ben.

Im Som­mer 2010, ge­ra­de Hol­ly­wood, Ka­li­for­ni­en, ent­kom­men um ei­ne drin­gend be­nö­tig­te Pau­se von mei­nem Be­ruf als Fil­me­ma­cher zu ma­chen, war ich in mei­nem Au­to un­ter­wegs und hör­te mir ei­ne Ge­schich­te auf NPR an. Es scheint, dass die Men­schen in mei­nem neu­en Zu­hau­se von Mur­frees­bo­ro we­gen des ge­plan­ten Baus ei­ner 5000-​Quadratmeter-​Mega-​Moschee in Auf­ruhr wa­ren, die in ih­rer klei­nen Stadt in der Mit­te des ame­ri­ka­ni­schen Bi­bel­gür­tels ge­baut wer­den soll­te.

Ich hör­te den Ton­schnip­seln de­rer, von de­nen, die sich in ei­ner Bür­ger­ver­samm­lung zeig­ten, um ih­ren Wi­der­stand zu äus­sern, auf­merk­sam zu und, als je­mand, der ziem­lich neu im Sü­den war, wur­de ich von dem, was ich da hör­te, über­rascht. „Ame­ri­ka ist ei­ne christ­li­che Na­ti­on, und es gibt nur ei­nen Gott, und sein Na­me ist nicht Al­lah und sein Sohn ist Je­sus Chris­tus” und „Ame­ri­ka ist ei­ne christ­li­che Na­ti­on” und „Die Mus­li­me tei­len nicht mei­ne Wer­te, und ich will sie nicht in mei­nem Hin­ter­hof”. Auf­ge­wach­sen in Süd-​Kalifornien, hat­te ich so et­was noch nie zu­vor in mei­nem Le­ben ge­hört. Und ich be­gann, die Ge­schich­te mit gros­sem In­ter­es­se zu ver­fol­gen.

Am äus­se­ren Rand der Stadt, an ei­ner klei­nen Land­stras­se, gab es ein gros­ses Grund­stück, di­rekt ne­ben ei­ner Bap­tis­ten­kir­che, mit ei­nem gros­sen Schild mit der Auf­schrift, „Zu­künf­ti­ges Heim des Is­la­mi­schen Cen­ters von Mur­frees­bo­ro”. Im Lau­fe der letz­ten 6 Mo­na­te war das Schild zwei­mal ver­schan­delt wor­den. Das ei­ne Mal war es ent­zwei­ge­bro­chen und ein an­de­res Mal wur­den die Wor­te „Nicht Will­kom­men” dar­über ge­sprayt.

Ru­t­her­ford Co­un­ty, in dem Mur­frees­bo­ro liegt, hat nur knapp mehr als 100’000 Ein­woh­ner, und doch hat die Ge­gend fast 200 christ­li­che Kir­chen auf­zu­wei­sen. Nach­dem ich we­der ein gros­ser Fan des Is­lam, noch des Chris­ten­tums, noch von Re­li­gi­on im All­ge­mei­nen bin (und das ist noch mil­de aus­ge­drückt) be­trach­te­te ich dies als so et­was wie ei­ne David-​gegen-​Goliath-​Geschichte – mit fa­na­ti­schen Evan­ge­li­ka­len, die ei­ne fried­li­che mus­li­mi­sche Be­völ­ke­rung mob­ben, die seit über 30 Jah­ren in der Ge­mein­de ge­we­sen war, oh­ne dass es je­mals ir­gend­wel­che Pro­ble­me gab. Und nach­dem ich ge­hört hat­te, dass es im Ju­li ei­ne gros­se Pa­ra­de die Haupt­stras­se run­ter zum Stadt­platz ge­ben soll­te, um ge­gen den Bau die­ser neu­en Mo­schee zu de­mons­trie­ren, ent­schied ich, dass es wirk­lich je­man­den braucht, der ei­nen Do­ku­men­tar­film über die­se Sa­che macht. Und selbst wenn ich nach Mur­frees­bo­ro ge­gan­gen war, um der Film­welt für ei­ne Wei­le zu ent­kom­men, schien es ziem­lich klar, dass, wenn ich das nicht in ei­nem Film do­ku­men­tier­te, es nie­mand sonst tun wür­de. Ich woll­te der Welt zei­gen, was ich sah. Al­so ha­be ich ei­ne klei­ne Film­crew zu­sam­men­ge­stellt und be­gann mit der Pro­duk­ti­on an ei­nem Do­ku­men­tar­film, den ich „Nicht Will­kom­men” be­ti­teln wür­de.

Ich hat­te noch nie mehr ame­ri­ka­ni­sche Flag­gen an ei­nem Ort ge­se­hen, wie an die­sem heis­sen Ju­li­mor­gen, als sich die Anti-​Moschee-​Menschenmenge im Ba­sis­la­ger ver­sam­mel­te, um die Pa­ra­de vor­zu­be­rei­ten. Vie­le der De­mons­tran­ten tru­gen rot, weiss und blau. Ich hat­te 4 Ka­me­ras mit ei­ner Crew zur Ab­de­ckung des Er­eig­nis­ses bei den Links­ak­ti­vis­ten, die ei­ne Ge­gen­de­mons­tra­ti­on durch­führ­ten, und den Rest der Ka­me­ras bei mir, mit de­nen, die ge­gen die Mo­schee mar­schier­ten. Ich führ­te meh­re­re In­ter­views auf dem Schul­park­platz, wo Ein­hei­mi­sche und die­je­ni­gen, die stun­den­lang her­ge­fah­ren wa­ren, sich ver­sam­mel­ten, be­reit, ge­gen das zu mar­schie­ren, was sie nicht nur als ei­ne Be­dro­hung für ih­re Art zu le­ben sa­hen, son­dern auch als so et­was wie ei­ne Be­lei­di­gung an­ge­sichts der Er­eig­nis­se vom 11. Sep­tem­ber 2001 wahr­nah­men. Zwei Kon­gress­kan­di­da­ten tauch­ten auf, die bei­de ver­spra­chen, „das is­la­mi­sche Trai­nings­la­ger zu stop­pen” und die Ge­le­gen­heit für Wahl­kampf nutz­ten, ei­ner von ih­nen gab so­gar ei­ne Re­de über ein Me­ga­fon und mahn­te die Leu­te, für ihn zu stim­men, wenn sie ver­hin­dern woll­ten, dass die Scha­ria nach Mur­frees­bo­ro kom­me. Der Pas­tor der Bap­tis­ten­kir­che ver­sam­mel­te al­le zu­sam­men im Ge­bet, und die Pa­ra­de zog die Haupt­stras­se hin­un­ter mit Schil­dern, die „Goog­le den Ko­ran” und „Stop haus­ge­mach­ten Ter­ro­ris­mus” und je­mand in der Men­ge ver­teil­te Hun­der­te von klei­nen is­rae­li­schen Flag­gen, wäh­rend meh­re­re hun­dert Süd­staat­ler ge­gen die Mo­schee mar­schier­ten.

Et­wa sechs Mo­na­te spä­ter hat­te ich über 300 Stun­den Film­ma­te­ri­al an­ge­sam­melt, mit In­ter­views des Pa­ra­de­ver­an­stal­ters, bei­der Kon­gress­kan­di­da­ten, des Bür­ger­meis­ters, des Imams der Mo­schee und meh­re­rer ih­rer Vor­stands­mit­glie­der, zahl­rei­chen be­trof­fe­nen Be­woh­nern auf bei­den Sei­ten des Pro­blems, mus­li­mi­schen Ein­woh­nern, Stadt­rä­ten, ei­nem christ­li­chen Zionisten-​Lobbyisten, der die Op­po­si­ti­on ge­gen die Mo­schee or­ga­ni­siert hat­te – und ich hat­te so­gar wo­chen­lang das Ge­richts­ver­fah­ren ge­flimt, als ei­ne lo­ka­le Grup­pe Kla­ge ge­gen den Land­kreis ein­ge­reicht hat­te, um die Er­tei­lung der Bau­ge­neh­mi­gun­gen des Is­la­mi­schen Zen­trums zu ver­hin­dern. Das Ge­richts­ver­fah­ren war wirk­lich ein Zir­kus mit ei­nem länd­li­chen Rechts­an­walt in schril­lem An­zug mit ei­ner Flie­ge, der ar­gu­men­tier­te, dass der Is­lam kei­ne Re­li­gi­on sei, und er sei be­reit, die­se An­ge­le­gen­heit bei Be­darf bis zum Obers­ten Ge­richts­hof zu brin­gen. Die­se Kla­ge schei­ter­te, und zwar kläg­lich. Und ob­wohl vie­le der Stadt­be­woh­ner in der Tat ei­ne Rei­he von sehr be­rech­tig­ten Be­den­ken hat­ten, fühl­te ich, dass die­je­ni­gen, die sie ge­wählt hat­ten, um sie zu ver­tre­ten, nicht ih­re bes­te Wahl dar­stell­ten. In vie­ler­lei Hin­sicht für die Men­schen in Mur­frees­bo­ro, Ten­nes­see,  er­wies sich dies als ei­ne in­ter­na­tio­na­le Pein­lich­keit – an­ge­sichts der Auf­merk­sam­keit der Pres­se.

Auch ver­such­te je­mand, Feu­er an ein paar Bau­ma­schi­nen auf der Bau­stel­le der neu­en Mo­schee zu le­gen und ei­ne Stu­den­ten­ak­ti­vis­ten­grup­pe, die sich „Mitt­le­re Ten­nes­se­er für Re­li­gi­ons­frei­heit” nann­ten, stell­ten ei­ne Kerzenlicht-​Mahnwache auf die Bei­ne, wo sich Hun­der­te von Men­schen der Stadt in Un­ter­stüt­zung von To­le­ranz se­hen lies­sen. Ein paar jun­ge Män­ner ka­men in ei­nem Pick-​up-​Truck und hup­ten im­mer wie­der wäh­rend der gan­zen Mahn­wa­che. Ih­re Klei­dung schien dar­auf hin­zu­deu­ten, dass sie den Ar­beits­tag mit Tro­cken­bau­ar­bei­ten ver­bracht hat­ten. Und als sie ein rie­si­ges Schild auf der Rück­sei­te ih­res Trucks mon­tier­ten, auf dem „Kei­ne Mo­schee” zu le­sen war, mit ei­nem Schreib­feh­ler im Wort Mo­schee, zö­ger­te ich nicht, sie zu fil­men, und auch um über sie zu spot­ten, um ei­ne gu­te Re­ak­ti­on für die Ka­me­ra zu pro­vo­zie­ren . Und ich be­kam sie. Ei­ner von ih­nen sag­te, wir soll­ten die Ver­fas­sung aus­set­zen und fuhr fort, dass „Al­le die­se Mu­us­lims nach Hau­se ver­schickt wer­den soll­ten”, auch die­je­ni­gen, die hier ge­bo­ren wur­den.

Noch mehr Öl ins Feu­er war ein Vor­fall, der statt­fand, als ich ver­such­te, Ke­vin Fi­sher bei ei­ner Ver­an­stal­tung der Tea-​Party auf dem Stadt­platz zu in­ter­view­en. Mei­ner Mei­nung nach hat­ten, um Vor­wür­fe der Bi­got­te­rie zu ver­mei­den, die Geld­in­ter­es­sen (ei­ne christ­li­che zio­nis­ti­sche Or­ga­ni­sa­ti­on na­mens Pro­kla­mie­re Ge­rech­tig­keit für die Völ­ker) die ein­zi­ge far­bi­ge Per­son, die be­reits in die­ser Fra­ge be­tei­ligt war, aus­ge­wählt, die Pa­ra­de an­zu­füh­ren und Mit­klä­ger in der Kla­ge zu sein. Ke­vin Fi­sher war ein afro­ame­ri­ka­ni­scher Stu­di­en­ab­bre­cher, der als Ge­fäng­nis­wär­ter ge­ar­bei­tet hat­te und ein lei­den­schaft­li­cher Geg­ner der neu­en Mo­schee wur­de, nach­dem sei­ne Frau sich von ihm schei­den liess, und, Sie ah­nen es, zum Is­lam kon­ver­tier­te. Als ich auf dem Platz mit ei­ner Crew auf ihn zu­ging, zu der 4 Ka­me­ras ge­hör­ten und „Hal­lo, Ke­vin” sag­te, nahm er sein Han­dy und wähl­te 9−1−1 und sag­te, er wer­de „ras­sis­tisch be­läs­tigt”. Dies mach­te nicht nur Schlag­zei­len in der Lo­kal­zei­tung, der Vor­fall, ein­schliess­lich der Ton­auf­nah­me des  9 – 1-​1-​Anrufs, wur­de in je­ner Nacht in den lo­ka­len Abend­nach­rich­ten rauf und run­ter ge­spielt. Dies wur­de zu ei­ner Art Run­ning Gag. Wenn ich bei­spiels­wei­se im Su­per­markt in Mur­frees­bo­ro er­kannt wur­de, zeig­ten die Leu­te oft auf mich und sag­ten: „Hey, hör auf, mich ras­sis­tisch zu be­läs­ti­gen”, und dann lach­ten wir al­le herz­lich dar­über. Und is­la­mi­sche Blogs wie Loonwatch.com wa­ren nur zu glück­lich, ei­nen Ar­ti­kel dar­über zu brin­gen, wie ein Geg­ner der Mo­schee „die Ras­sis­ten­kar­te aus­spielt” ge­gen ei­nen Fil­me­ma­cher, der nur ver­sucht, Fra­gen zu stel­len.

CNN weh­te durch die Stadt und pro­du­zier­te ei­nen schnel­len Hau-​Drauf-​Bericht, in­dem sie al­le Mo­schee­geg­ner als un­ge­bil­de­te Red­necks dar­stell­ten und die is­la­mi­sche Ge­mein­schaft als nor­ma­le All­tags­men­schen, die zu Un­recht ver­folgt wur­den. Der Pro­du­zent von So­le­dad O’Brien bot mir an, ei­ni­ge mei­ner Auf­nah­men zu kau­fen, mit dem aus­drück­li­chen Ver­spre­chen, dass ihr Be­richt den Na­men „Is­lam: In Ame­ri­ca” tra­gen wür­de und der sich nicht mehr als ein paar Mi­nu­ten auf Mur­frees­bo­ro fo­kus­sie­ren wür­de. Nach ei­nem Ge­heim­tipp, dass die­ser Pro­du­zent mich an­lü­ge, kon­fron­tier­te ich ihn und be­kam ei­ni­ge ziem­lich va­ge Ant­wor­ten. Al­so lehn­te ich es ab, ihm ir­gend­wel­ches Ma­te­ri­al von mir zu li­zen­zie­ren. Und tat­säch­lich, die CNN Do­ku­men­ta­ti­on kon­zen­trier­te sich aus­schliess­lich auf Muf­rees­bo­ro und hieß „Nicht Will­kom­men: Die Mus­li­me von ne­ben­an”. Ir­gend­wie hat­te Hol­ly­wood es mit sei­nen üb­li­chen hin­ter­häl­ti­gen Tricks ge­schafft, mich in mei­nem Ver­steck in Ten­nes­see zu fin­den.

Ich hat­te ei­ne Men­ge gu­tes Film­ma­te­ri­al an­ge­sam­melt. Das, kom­bi­niert mit der zu­neh­men­den Zahl von phy­si­schen Dro­hun­gen ge­gen mei­ne Per­son wäh­rend der Dreh­ar­bei­ten in gros­sen Men­schen­men­gen, und Mord­dro­hun­gen, die per E-​Mail ein­tru­del­ten (was mich da­zu brach­te, über­all über die Schul­ter schau­en, wo im­mer ich hin ging, und es er­for­der­lich mach­te, ein klei­nes Ver­mö­gen für pri­va­te Si­cher­heits­diens­te aus­zu­ge­ben) sag­ten mir, dass es Zeit war. Die Schrift stand an der Wand. Es war Zeit für mich, Mur­frees­bo­ro zu ver­las­sen, ei­nen pro­fes­sio­nel­len Edi­tor ein­zu­stel­len, und mein Ma­te­ri­al zu ei­ner Do­ku­men­ta­ti­on in Spiel­film­län­ge für den Ki­no­ver­leih zu­sam­men­zu­stel­len.

Be­vor ich wei­ter­ma­che, soll­te ich er­wäh­nen, dass ich mich, wäh­rend all dies ge­schah, von der Ge­schich­te hat­te mit­reis­sen las­sen. Ich nahm Stel­lung. Ich er­griff die Sei­te der is­la­mi­schen Ge­mein­schaft in ih­rem Rechts­an­spruch dar­auf, ein Got­tes­haus zu bau­en, und wenn ich von den lo­ka­len Zei­tun­gen in­ter­viewt wur­de (schliess­lich war es in ei­ner so klei­nen Stadt nicht all­täg­lich, dass je­mand ei­nen Do­ku­men­tar­film dreht), und ge­fragt, wie ich sel­ber zum The­ma ste­he, ha­be ich nie ge­zö­gert, mei­nen Stand­punkt zum Bes­ten zu ge­ben. Nach ei­ni­ger Zeit wur­de mei­ne Sicht auch von grös­se­ren Zei­tun­gen und meh­re­re lo­ka­len und syn­di­zier­ten Radio-​Programmen nach­ge­fragt – die meist kon­ser­va­tiv wa­ren und mei­nen Stand­punkt meist pro­ble­ma­tisch fan­den. Und ich wur­de auch ein­ge­la­den, meh­re­re Be­rich­te für Mi­cha­el Moo­res Blog zu schrei­ben.

Ob­wohl ich die Stadt ver­las­sen hat­te, um zu ar­bei­ten, gab es wei­ter­hin Le­ser­brie­fe in ein paar lo­ka­len Zei­tun­gen, die sag­ten, dass ich Ten­nes­see ver­las­sen und da­hin zu­rück­keh­ren soll­te, wo­her ich ge­kom­men war. Ich konn­te kaum glau­ben, auf wel­che pri­mi­ti­ve Art die­je­ni­gen, die ge­gen die Mo­schee wa­ren, ih­ren Fall vor­tru­gen. Ich fühl­te mich auf der rech­ten Sei­te die­ser Sa­che – ab­so­lut si­cher. Aber in Wirk­lich­keit lag ich falsch.

Al­les, was ich Ih­nen bis jetzt er­zählt ha­be – die­se Ver­si­on mei­ner Ge­schich­te – ist ge­nau das, wie ich die Din­ge sah, bis sich et­was ver­än­der­te. Ich ging nach Hau­se nach Los An­ge­les, zeig­te ei­ni­gen Dis­tri­bu­to­ren und Geld­ge­bern mei­ne 25-​Minuten-​Kurzversion des Do­ku­men­tar­films und mach­te den üb­li­chen Wer­be­zir­kus, der im­mer so gut funk­tio­niert hat­te, um Geld zu sam­meln für an­de­re Film­pro­jek­te, an de­nen ich in der Ver­gan­gen­heit be­tei­ligt war. Und tat­säch­lich sag­te je­mand, sie wür­den die Fer­tig­stel­lung des Films fi­nan­zie­ren. Es wur­de be­schlos­sen, dass der Schwer­punkt auf „dem Feind zu Hau­se” sein wür­de, den wir das „Apo­ka­lyp­ti­sche Chris­ten­tum” nen­nen wür­den (weil es Be­sorg­nis gab über die Ver­wen­dung des Wor­tes „Zio­nis­mus” in „christ­li­cher Zio­nis­mus”). Das Murfreesboro-​Problem soll­te so et­was wie ein Aus­gangs­punkt sein, um ei­nen Blick auf den sich aus­deh­nen­den Ein­fluss der Lob­by der Endzeit-​Evangelikalen in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu wer­fen und wie sie ih­ren Ein­fluss zu nut­zen, um Zu­stim­mung für die Bom­bar­die­rung der öl­rei­chen is­la­mi­schen Län­der her­zu­stel­len und die Po­li­tik in so­zia­len Fra­gen zu be­ein­flus­sen. Der Film wür­de sich auf die Pro­ble­me kon­zen­trie­ren, die wir in Ame­ri­ka mit un­se­ren ei­ge­nen re­li­giö­sen wahn­sin­ni­gen Rän­dern ha­ben, an­statt auf ei­ne fried­li­che Grup­pe von Nicht-​Christen, die nur ei­nen Ort der An­be­tung bau­en woll­ten.

Nach­dem ich ein paar Ar­ti­kel für Mi­cha­el Moo­re ge­schrie­ben hat­te, schrieb ich auch für ei­nen Lin­ken Blog na­mens Ge­mein­sa­me Träu­me („Com­mon Dreams”) und mehr als hun­dert Ar­ti­kel für den Dai­ly Kos, ei­nen lin­ken Blog, der so be­liebt ist, dass er mehr als ei­ne Mil­li­on Be­su­cher pro Tag hat. Ich hat­te das Ge­fühl, die Un­der­dogs zu schüt­zen und ge­gen die Ty­ran­nen vor­zu­ge­hen. Ich glaub­te, dass ich auf der rich­ti­gen Sei­te die­ser Sa­che ste­he.

Aber et­was nag­te an mir aus dem Bauch her­aus. Et­was an all dem fühl­te sich nicht ganz rich­tig an. Der ara­bi­sche Früh­ling, den ich un­ter­stütz­te, be­gann, in den is­la­mis­ti­schen Win­ter zu ent­ar­ten und ich wur­de im­mer be­sorg­ter. Ich flog zu­rück nach Nash­ville, um ei­ne Kon­fe­renz dar­über zu fil­men, ob der Is­lam mit de­mo­kra­ti­schen Wer­ten ver­ein­bar ist, und auf dem Weg zu mei­nem Ho­tel­zim­mer hör­te ich, dass mein Ta­xi­fah­rer aus Ägyp­ten war. Ich frag­te ihn, was er für Ge­füh­le über den Sturz Mu­ba­raks hat­te, ei­nem Dik­ta­tor mit über $ 70 Mil­li­ar­den Dol­lar in der Ta­sche, wäh­rend so vie­le in sei­nem Land in Ar­mut leb­ten, und er sag­te mir, er sei be­sorgt. Be­sorgt? War das denn nicht ei­ne gu­te Nach­richt? Der Ta­xi­fah­rer war ein kop­ti­scher Christ, und er er­zähl­te mir, dass er um sei­ne Fa­mi­lie Zu­hau­se fürch­te­te. „Wenn die Mus­li­me die Kon­trol­le über­neh­men, und das wer­den sie, dann wird es sehr ge­fähr­lich für mei­ne El­tern und mei­ne Schwes­tern. Ich ha­be jetzt schon Angst um sie.” Nach die­sem Ge­spräch be­gann ich, mehr Auf­merk­sam­keit auf die Nach­rich­ten aus der is­la­mi­schen Welt im Na­hen Os­ten zu len­ken.

In den kom­men­den Mo­na­ten be­ob­ach­te­te ich, wie die Mus­lim­bru­der­schaft die po­li­ti­sche Macht in Ägyp­ten ge­wann. Ich sah die schlimms­ten Be­fürch­tun­gen des Ta­xi­fah­rers wahr wer­den, wie kop­ti­sche Chris­ten von is­la­mi­schen Mobs an­ge­grif­fen wur­den. Ich sah Tu­ne­si­en die Scha­ria ein­füh­ren, das bru­ta­le is­la­mi­sche Ge­setz. Nach dem Fall von Li­by­en führ­te auch die dor­ti­ge Über­gangs­re­gie­rung das is­la­mi­sche Recht ein. Die nu­kle­ar­be­waff­ne­te is­la­mi­sche Re­gie­rung von Pa­ki­stan ver­haf­te­te und be­straf­te die­je­ni­gen, die mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten bei der Tö­tung Osa­ma bin La­dens zu­sam­men­ge­ar­bei­tet hat­ten. Ei­ne Frau un­ter der is­la­mi­schen Re­gie­rung Af­gha­ni­stans sah sich für das Ver­bre­chen, ver­ge­wal­tigt wor­den zu sein, mit der To­des­stra­fe kon­fron­tiert. Ähn­li­che Nach­rich­ten ka­men aus dem Iran. Ein Mann, der in In­do­ne­si­en, dem gröss­ten is­la­mi­schen Land der Welt, „Es gibt kei­nen Gott” in sei­nen Facebook-​Status tipp­te, wur­de we­gen Blas­phe­mie fest­ge­nom­men.

Meh­re­re mus­li­mi­sche Män­ner wur­den in Lon­don für das Ver­tei­len von Flug­blät­tern ver­haf­tet, die for­der­ten, dass Ho­mo­se­xu­el­le auf­grund ih­res Le­bens­stils we­gen Ver­stos­ses ge­gen is­la­mi­sches Recht durch Er­hän­gen exe­ku­tiert wer­den soll­ten .

Und es fiel mir wie Schup­pen von den Au­gen. Auch wenn die­se wü­ten­den Städ­ter in Muf­rees­bo­ro, Ten­nes­see ihr An­lie­gen nicht sehr gut ar­ti­ku­lier­ten, so la­gen sie doch nur zur Hälf­te falsch. Ich er­in­ner­te mich, wie ich Frank Gaff­ney traf, um ihn vor dem Ge­richts­ge­bäu­de zu in­ter­view­en und ihn zu fra­gen, ob er wirk­lich glaub­te, dass die fried­li­chen Mus­li­me hier tat­säch­lich ei­ne ech­te Be­dro­hung für Ame­ri­ka dar­stell­ten, und er sag­te nein. Das über­rasch­te mich, so dass ich frag­te, ob er wirk­lich dach­te, dass es ei­ne glaub­wür­di­ge Be­dro­hungs­la­ge sei, dass ei­ne Ge­mein­schaft, die ge­ra­de mal ein Pro­zent der Be­völ­ke­rung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten aus­macht, sich plötz­lich ei­nes Ta­ges er­he­ben könn­te und ver­su­chen wür­de, das Land zu über­neh­men und uns al­len die Scha­ria auf­zu­zwin­gen. Wie­der sag­te er Nein. Dann sag­te er mir, dass ich die fal­schen Fra­gen stel­le. Er un­ter­stell­te, dass ich nur sol­che Ant­wor­ten such­te, die die Schluss­fol­ge­run­gen, zu de­nen ich be­reits ge­langt war, un­ter­stüt­zen wür­den. Er sag­te, er sei nach vie­len Nach­for­schun­gen zu ei­nem an­de­ren Satz von Schluss­fol­ge­run­gen ge­langt, und er for­der­te mich auf, ein we­nig tie­fer zu su­chen. Er gab mir ei­nen Be­richt zu le­sen und vie­le, vie­le Mo­na­te spä­ter ha­be ich ihn tat­säch­lich an­ge­schaut.

Es war zu die­ser Zeit, dass ich zu mei­nen Geld­ge­bern ging und ih­nen sag­te, dass wir kei­nen ehr­li­chen Do­ku­men­tar­film mach­ten. Ich fühl­te, dass al­les, was ich in die 25-​minütige Kurz­ver­si­on ge­steckt hat­te (die, die ich für die Geld­be­schaf­fung für die Fer­tig­stel­lung ge­macht hat­te), zwar wahr war, aber nur die hal­be Wahr­heit. Es war wich­tig, dass wir auch die sehr rea­len Be­dro­hun­gen zei­gen, die in­ner­halb des Is­lam exis­tie­ren. Wir muss­ten zei­gen, dass das, was die­ser klei­nen Ge­mein­de fried­li­cher Mus­li­me in Ame­ri­ka ge­schieht, die Aus­nah­me von der Re­gel ist. Ich woll­te zei­gen, was in Län­dern pas­siert, wenn sie ei­ne mus­li­mi­sche Mehr­heit ge­win­nen, wie Frau­en be­han­delt wer­den, dass Ho­mo­se­xu­el­le hin­ge­rich­tet wer­den, dass die Mei­nungs­frei­heit nicht mehr exis­tiert, dass das er­zwun­ge­ne is­la­mi­sche Recht nicht im Ein­klang steht mit de­mo­kra­ti­schen Wer­ten – al­les und je­des, von dem ich mir aus­mal­te, dass es bei ei­ner Lin­ken Denk­wei­se ei­ne Sai­te an­schlägt. Und die Ant­wort, die ich er­hielt, war, „Eric Sie be­gin­nen, is­la­mo­phob zu klin­gen. Wir wol­len kei­nen Film, der Angst macht. Las­sen Sie uns ein­fach am be­stehen­den Plan fest­hal­ten, okay? ”

Ich kämpf­te und kämpf­te. Ich zeig­te ih­nen ein Buch mit dem Ti­tel „Die Wahr­heit über Mo­ham­med”, das wur­de aber ab­ge­wie­sen, da der Au­tor ein Mann na­mens Ro­bert Spen­cer war und mei­ne Geld­ge­bern dar­auf hin­wie­sen, dass das Sou­thern Po­ver­ty Law Cen­ter sei­ne Web­sei­te „Ji­had Watch” als Teil ei­ner Hass­grup­pe be­zeich­ne­te. Ich bat sie, ei­nen Do­ku­men­tar­film na­mens „Is­lam: Was der Wes­ten wis­sen muss” an­zu­se­hen und wies dar­auf hin, dass ich un­ab­hän­gig re­cher­chiert und die Wahr­heit des­sen, was dort prä­sen­tiert wur­de, über­prüft hat­te, aber sie woll­ten sich die­sen Do­ku­men­tar­film nicht ein­mal an­schau­en, weil sie si­cher wa­ren, dass es nur „Hass­re­de” und „Pro­pa­gan­da, um Angst zu ver­brei­ten” sei. Es ver­steht sich wohl von selbst, dass ich mitt­ler­wei­le sehr frus­triert war. Ich zeig­te mei­nen neu­en Geld­ge­bern meh­re­re Ver­se aus dem Ko­ran, die zur Tö­tung der Un­gläu­bi­gen auf­ru­fen, und mir wur­de ge­sagt, dass die­se Ver­se wahr­schein­lich aus dem Zu­sam­men­hang ge­ris­sen sei­en. Ich zeig­te ih­nen ei­nen Vi­deo­clip von MEMRI TV von ei­nem jun­gen, ägyp­ti­schen Kind, das ei­nen Ha­dith re­zi­tiert, der zur Tö­tung von Ju­den auf­ruft und mir wur­de ge­sagt, dass „Sie MEMRI nicht ver­trau­en kön­nen, weil sie ei­ne Agen­da ha­ben.”

Ich er­wähn­te die be­lieb­te Islamophobie-​Watchdog-​Website „Loon­watch” und wie ich ein Mus­ter der Ab­len­kung al­ler Kri­tik am ra­di­ka­len und ge­walt­tä­ti­gen Is­lam be­ob­ach­tet hat­te, in­dem al­le, die öf­fent­lich Be­den­ken äus­sern, als „Blöd­män­ner” be­ti­telt wur­den, und ich das Ge­fühl hat­te, dass das ei­ne ge­ziel­te An­stren­gung war, ei­ne Ne­bel­wand für die Ter­ro­ris­ten auf­zu­bau­en. Ich ha­be auch fest­ge­stellt, dass al­les, was Loon­watch sag­te, im Ein­klang mit dem Rat über amerikanisch-​islamische Be­zie­hun­gen (CAIR) stand und dass CAIR jetzt ein nicht an­ge­klag­ter Mit­ver­schwö­rer war bei der Ver­fol­gung der Ho­ly Land Foun­da­ti­on – ein­mal die gröss­te is­la­mi­sche Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­ti­on, von der man her­aus­fand, dass sie Gel­der an is­la­mi­sche Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen flies­sen liess. Ich ha­be auch fest­ge­stellt, dass CAIR Ver­bin­dun­gen so­wohl zur Ha­mas, als auch zur Mus­lim­bru­der­schaft hat­te, und dass Al-​Qaida aus der Mus­lim­bru­der­schaft ent­stan­den war. Ich äus­ser­te mei­ne Be­den­ken, dass der ägyp­ti­sche Imam des Is­la­mi­schen Zen­trums Mur­frees­bo­ro Ver­bin­dun­gen zu den MB ha­ben könn­te, et­was, was ich ord­nungs­ge­mäss zu un­ter­su­chen ver­säumt hat­te. Aber da CAIR die Un­ter­stüt­zung von Glenn Green­walds und Amy Good­mans Sen­dung „De­mo­cra­cy Now” hat­te, wur­de mir ge­sagt, dass ich mit mei­nen Fak­ten völ­lig falsch lie­gen wür­de. Es wur­de auch dar­auf hin­ge­wie­sen, wenn CAIR an­geb­lich ei­ne Art von ter­ro­ris­ti­scher Front sei,  war­um ha­ben sie dann noch ei­nen be­son­de­ren Steu­er­sta­tus und war­um exis­tie­ren sie dann über­haupt noch? Als ich sag­te, ich weiss nicht, aber es ist mög­lich, dass die Re­gie­rung es viel­leicht vor­zieht, auf of­fe­nem Feld auf sie auf­zu­pas­sen, als dass sie in den Un­ter­grund ge­hen, da wur­de mit ge­sagt, dass mein Ur­teil im­mer we­ni­ger klar klingt, und dass ich viel­leicht ei­ne Wei­le von dem Pro­jekt zu­rück­tre­ten soll­te.

Als letz­ten Ver­such zeig­te ich ih­nen Auf­nah­men vom Imam in Mur­frees­bo­ro, der Stei­ni­gung dul­det, weil Mo­ham­med je­mand zu To­de ge­stei­nigt hat­te, der sagt, dass Frau­en kein Geld an­ver­traut wer­den kann, weil sie ir­ra­tio­nal sind. Dann wies ich dar­auf hin, dass ge­gen ein Vor­stands­mit­glied des Is­la­mi­schen Zen­trums Mur­frees­bo­ro auf­grund von Bil­dern er­mit­telt wird, die auf sei­ner MySpace-​Seite auf­tauch­ten und star­ke Sym­pa­thi­en für die Ha­mas ver­mu­ten lies­sen. Ich wur­de dar­an er­in­nert, dass die Ha­mas auch ei­ne po­li­ti­sche Par­tei sei, die de­mo­kra­tisch ge­wählt wur­de und dass ich mich ent­schei­den soll­te – ent­we­der beim ur­sprüng­li­chen Plan zu blei­ben oder das Geld zu­rück­ge­ben und ei­nen neu­en Spon­sor fin­den. Al­so tat ich das. Ich ging. Wenn ich kei­nen ehr­li­che Do­ku­men­tar­film ma­chen kann, dann bin ich im fal­schen Ge­schäft. Ich woll­te nicht mehr zu dem Lärm, der da draus­sen ist, hin­zu­fü­gen – ich woll­te et­was ma­chen, das die Wahr­heit sag­te, auch wenn die­se Wahr­heit schwer zu schlu­cken ist.

Es ist schon ko­misch, weil ich ei­ne Web­site na­mens Glo­bal One TV be­trei­be, die bis­her et­wa 23 Mil­lio­nen Be­su­cher hat­te, und das The­ma die­ses Blogs ist „In­ne­re Re­vo­lu­ti­on er­zeugt äus­se­re Re­vo­lu­ti­on”. Und hier war ich und muss­te mei­ne ei­ge­ne Me­di­zin schlu­cken. Mei­ne ei­ge­ne in­ne­re Re­vo­lu­ti­on – die Hin­ter­fra­gung der ei­ge­nen Schluss­fol­ge­run­gen auf der Su­che nach ei­ner tie­fe­ren Wahr­heit – hat­te mich an ei­nen sehr selt­sa­men Ort ge­führt. Ich dach­te an das be­rühm­te Nietzsche-​Zitat, in dem es heisst: „Und wenn du lan­ge in ei­nen Ab­grund blickst, blickt der Ab­grund auch in dich hin­ein.” Und da ich nichts mehr zu ver­lie­ren hat­te, nutz­te ich mei­ne Stel­lung bei Dai­ly Kos, um die Wahr­heit zu sa­gen.

Im Ja­nu­ar 2012 schrieb ich drei auf­ein­an­der­fol­gen­de Ar­ti­kel für den Dai­ly Kos. Der ers­te trug den Ti­tel „Loonwatch.com und ra­di­ka­ler Is­lam”. Hier wies ich dar­auf hin, wie Loon­watch nur ab­lenkt von der Kri­tik am ra­di­ka­len Is­lam. Ich war auch kri­tisch ge­gen­über der is­la­mi­schen Theo­lo­gie, wäh­rend ich aber im­mer wie­der dar­auf hin­wies, dass die meis­ten Mus­li­me fried­lich wa­ren. Der Kom­men­tar­be­reich beim Dai­ly Kos gab mir das Ge­fühl, als wür­de ich mei­ner ei­ge­nen Be­er­di­gung bei­woh­nen. Es war wie ei­ne öf­fent­li­che Stei­ni­gung. Es gab kaum Re­ak­tio­nen auf ei­nen der in mei­nem Ar­ti­kel dar­ge­leg­ten Punk­te, son­dern Hun­der­te von Kom­men­ta­ren, die mich be­schul­dig­ten, ein „Rech­ter”, ein „Frömm­ler” und „Ei­fe­rer” so­wie „is­la­mo­phob” zu sein. Das war ent­täu­schend.

Am nächs­ten Tag er­hielt ich ei­ne Email von Loonwatch.com mit ei­nem Ar­ti­kel, der mei­nen Na­men und ein Fo­to von mei­nem Ge­sicht ent­hielt, der in den Gross­teil der is­la­mi­schen Welt hin­aus­ging und mich als der „Gros­se Blöd­mann”  be­zeich­ne­te. Die­ser Ar­ti­kel wur­de von IslamophobiaToday.com und TheAmericanMuslim.org auf­ge­nom­men – spä­ter von zahl­rei­chen is­la­mi­schen Blogs auf der gan­zen Welt wei­ter­ver­brei­tet, ein­schliess­lich an den Or­ten der Welt, von de­nen al­le wis­sen, was je­man­dem pas­siert, der als Feind Al­lahs wahr­ge­nom­men wird, oder der ei­ne „Be­lei­di­gung” des Is­lam wagt.

Mein nächs­ter Ar­ti­kel ver­such­te, mei­nen Punkt  in Be­zug auf die­se Wöl­fe im Schafs­pelz wei­ter zu un­ter­mau­ern, die sich „Is­la­mo­pho­bie Watchdog-​Sites” nen­nen, und auf de­ren ers­te Ver­tei­di­gungs­li­nie hin­zu­wei­sen, ei­ner Blo­go­sphä­re Lin­ker un­gläu­bi­ger Lem­min­ge, die vor­pro­gram­miert sind, das Wort „ISLAMOPHOBIE” auf ein Stich­wort hin her­aus­zu­plat­zen. Die­ser Ar­ti­kel hiess „Wie und war­um Loon­watch ein Netz­werk mit ter­ro­ris­ti­schem Dreh ist”. Und wie Sie viel­leicht schon er­ra­ten ha­ben, wur­de die­sem Text mit der glei­chen Mob-​Mentalität de­rer be­geg­net, die, an­statt den Ar­ti­kel zu le­sen und zu kri­ti­sie­ren und ihn in der Sa­che zu tref­fen, statt­des­sen mit der An­kla­ge der „Is­la­mo­pho­bie” auf den Über­brin­ger der Bot­schaft schies­sen. Es gab auch zwei Daily-​Kos-​Artikel zur Ant­wort, die mich per­sön­lich an­grif­fen, ei­nen wei­te­ren Loonwatch-​Artikel, in dem je­mand vor­schlug, ich müs­se aus Ten­nes­see sein, sei un­ge­bil­det und ha­be kei­ne Ah­nung usw. Und noch ein­mal wur­de durch ein Netz­werk von is­la­mi­schen Blogs mein Na­me auf der Stras­se aus­ge­brei­tet, ein­schliess­lich der Ein­stiegs­sei­te von CAIR, mit ei­ner Form von is­la­mi­scher Dop­pel­zün­gig­keit, die für je­den ernst­haf­ten Dschi­ha­dis­ten über­setzt „Feind Al­lahs” und „Be­lei­di­gung des Is­lam” heisst.

An­ge­sichts der un­glaub­li­chen Ver­bohrt­heit des be­lieb­ten Lin­ken Geis­tes, dass die Le­ser mei­ner Ar­ti­kel nicht in der La­ge wa­ren, zu se­hen, dass die Über­zeu­gun­gen des Is­lam in di­rek­tem Kon­flikt mit Men­schen­rech­ten, Rech­ten der Ho­mo­se­xu­el­len, Frau­en­rech­ten und de­mo­kra­ti­schen Grund­wer­ten stand, schrieb ich ei­nen letz­ten Ar­ti­kel mit dem Ti­tel, „Sind Sie für Men­schen­rech­te?” und der hat mir na­tür­lich die Ver­ban­nung vom Dai­ly Kos ein­ge­bracht. Es soll­te be­ach­tet wer­den, dass in ei­nem der Loonwatch.com-Artikel der Au­tor, ei­ne Per­son, die sich ein­fach „Da­ni­os” nann­te, von DKOS for­der­te, mich zum Schwei­gen zu brin­gen und ei­nen Link für sei­ne Le­ser brach­te, der die Re­dak­ti­on des Dai­ly Kos per E-​Mail auf­for­der­te, die­sen „Is­la­mo­pho­ben” zu zen­sie­ren. Und es hat funk­tio­niert – was wie­der ein­mal die Öl- und Wasser-​Beziehung zwi­schen Is­lam und To­le­ranz für freie Mei­nungs­äus­se­rung be­weist.

Von da an wur­den die Din­ge noch selt­sa­mer. Ro­bert Spen­cer selbst schrieb mir ei­ne Email und wir führ­ten ei­nen ziem­lich in­ter­es­san­ten Dia­log. Es wur­de fast so­fort deut­lich, dass an die­sem Mann nichts auch nur im ent­fern­tes­ten hass­erfüll­tes war. Als al­so Ro­bert Spen­cer mich frag­te, ob ich nichts da­ge­gen hät­te, wenn er mei­ne Email-​Antworten auf sei­ne Emails auf Ji­had Watch brin­gen wür­de, sag­te ich: „Klar, war­um nicht?” So­bald die­se auf­ge­taucht wa­ren, fiel der Freun­de­zäh­ler auf mei­ner Facebook-​Fanseite plötz­lich. Freun­de und Be­kann­te sag­ten mir, ich sei ein Has­ser ge­wor­den, ein Angst­ver­brei­ter und Is­la­mo­pho­ber. Ich wies dar­auf hin, dass ein Is­la­mo­pho­ber je­mand ist mit ei­ner ir­ra­tio­na­len Angst vor dem Is­lam, aber es gab kei­ne ver­nünf­ti­ge Dis­kus­si­on mit Leu­ten, die so tief von der Ty­ran­nei der po­li­ti­schen Kor­rekt­heit in­dok­tri­niert sind.

Und fast wie ge­ru­fen kam die Ge­schich­te über das NYPD, das als Trai­nings­vi­deo ei­nen Do­ku­men­tar­film mit ei­nem gläu­bi­gen Mus­lim als Er­zäh­ler be­nutz­te, der ge­gen Ter­ro­ris­mus und Ji­had ist, je­mand, der Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den be­ra­ten und in der Ar­mee ge­dient hat und auch als Arzt von hoch­ran­gi­gen Mit­glie­dern der Re­gie­rung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Je­ne Do­ku­men­ta­ti­on hiess „Der Drit­te Ji­had” und die Ge­schich­te lief so, dass CAIR den Film „is­lam­feind­lich” nann­te und for­der­te, dass die NYPD ihn so­fort zu­rück­zieht, was sie na­tür­lich ta­ten. CAIR for­der­te die Ent­las­sung der Spit­ze der New Yor­ker Po­li­zei und die li­be­ra­le Blo­go­sphä­re sang die zwei­te Stim­me – vor al­lem mit Ar­ti­keln in der Huf­fing­ton Post, die „The Third Ji­had” Pro­pa­gan­da, Hass­re­den und na­tür­lich ein­mal mehr „Is­la­mo­pho­bie” nann­ten. Als ich ei­nen Link zu die­ser Do­ku­men­ta­ti­on auf mei­ner Facebook-​Seite pos­te­te, wur­de ich mit noch mehr Is­la­mo­pho­bie­vor­wür­fen ein­ge­deckt von Men­schen, die mir erst vor kur­zem er­zählt hat­ten, wie sehr sie von mei­nen Schrif­ten in­spi­riert und be­ein­flusst wor­den wa­ren.

Nach­dem Ja­mie Gla­zov von Frontpagemag.com – Teil des David-​Horowitz-​Freedom-​Center – sich an mich wand­te, um mich zu bit­ten, in sei­ner Ra­dio­show auf­zu­tre­ten (wo­mit ich mich ein­ver­stan­den er­klär­te), surf­te ich ein biss­chen im In­ter­net, um ein bes­se­res Ge­fühl da­für zu be­kom­men, wer Da­vid Ho­ro­witz war. Es wur­de ziem­lich schnell deut­lich, dass wir nicht die glei­chen po­li­ti­schen An­sich­ten tei­len, aber ei­ne Sa­che sag­te Ho­ro­witz mit er­staun­li­cher Klar­heit, näm­lich dass es ei­ne un­hei­li­ge Al­li­anz zwi­schen der Lin­ken und dem Is­lam gibt, mit de­ren Hil­fe der ra­di­ka­le Is­lam ei­ne Ne­bel­wand für sich auf­baut – ein Ort, an dem ra­di­ka­les als mo­de­rat er­scheint und Un­ter­stüt­zung von Links er­hält. Er sag­te wei­ter, dass in vie­len Uni­ver­si­tä­ten in ganz Ame­ri­ka die Stu­den­ten ra­di­ka­li­siert wür­den, von ganz Links in­dok­tri­niert. Und ich er­in­ner­te mich an et­was. Fast al­le der Or­ga­ni­sa­to­ren für die Ak­ti­vis­ten­grup­pe, die im College-​Alter wa­ren, die für die neue Mo­schee in Mur­frees­bo­ro de­mons­trier­ten, wa­ren ent­we­der So­zia­lis­ten oder Kom­mu­nis­ten. Es wa­ren Kin­der, und sie schie­nen al­le ei­nen Pro­fes­sor ge­mein­sam zu ha­ben, der so et­was wie ein Men­tor für sie war, ein So­zia­list, der im­mer auf ih­ren College-​Parties her­um­hing, ih­re so­zia­len Sze­ne in­fil­trier­te, wo­bei er die in­tel­li­gen­te­ren und ar­ti­ku­lier­te­ren un­ter sei­ne Fit­ti­che nahm, wäh­rend ih­re Campus-​Gruppe, die sich ein­fach „So­li­da­ri­tät” nann­te, an der Zahl wuchs – in der Tat  nicht we­ni­ge Stu­den­ten re­kru­tier­te, wäh­rend sie sich zu­guns­ten der Mo­schee or­ga­ni­sier­te. Huch.

Und so sind wir heu­te hier, wäh­rend Ku­wait is­la­mis­tisch wird und die NYPD auf CAIR re­agiert, den Zweig ei­ner ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung, aus lau­ter Sor­ge um po­li­ti­sche Kor­rekt­heit. Bin ich durch all das zum Kon­ser­va­ti­ven ge­wor­den? Nicht wirk­lich. Ich bin im­mer noch ge­gen die In­va­si­on des Irak. Ich füh­le im­mer noch, dass al­le Krie­ge, wenn mög­lich, ver­mie­den wer­den soll­ten. Ich den­ke im­mer noch, dass Ge­or­ge W. Bush ei­nes der schlimms­ten Din­ge war, die Ame­ri­ka in mei­nem Le­ben pas­siert sind. Ich un­ter­stüt­ze im­mer noch Ehe­gleich­stel­lung. Aber ich bin auch im­mer noch Pro-​Life. Se­hen Sie hier ei­nen Trend? Ich un­ter­stüt­ze die Men­schen­rech­te und bin ge­gen al­les, wor­in ich ei­ne Ver­let­zung der Men­schen­rech­te se­he.

Wie ste­he ich zum Is­lam? Schau­en wir uns sei­nen Grün­der an – ein Mann, der ein 9-​jähriges Mäd­chen ver­ge­wal­tig­te, ein Skla­ven­hal­ter, ei­nen Füh­rer, der an­ord­ne­te, dass Men­schen ge­fol­tert wer­den, dass Ehe­bre­cher ge­stei­nigt wer­den, dass zahl­lo­se Un­gläu­bi­ge ent­haup­tet wer­den, ein Kil­ler, ein Kriegs­trei­ber, der sei­ne „Re­li­gi­on des Frie­dens” durch das Schwert ver­brei­te­te, ein Mann, der un­ter Hal­lu­zi­na­tio­nen von Stim­men litt, die ihm er­zähl­ten, er müs­se ge­walt­tä­ti­ge Din­ge tun, ein Ty­rann, ein Amok­läu­fer, viel­leicht das Äqui­va­lent von 100’000 Osa­ma Bin La­dens. Und die­ser sa­dis­ti­sche Ir­re gilt im Is­lam als der „idea­le Mann”. Was muss noch mehr über den Is­lam ge­sagt wer­den?

Al­so in die­sem Kli­ma, in dem un­schul­di­ge Men­schen ge­tö­tet wer­den, wenn Ko­ra­ne ver­brannt wer­den, wenn es Un­ru­hen und Bom­ben­dro­hun­gen und Mor­de we­gen Ka­ri­ka­tu­ren gibt, die Mus­li­me be­lei­di­gen, wenn ein Schrift­stel­ler wie Sal­man Rush­die vom in­di­schen Nach­rich­ten­dienst dar­auf hin­ge­wie­sen wird, dass es für ihn nicht si­cher ist, in die­sem Land das welt­weit gröss­te Li­te­ra­tur­fes­ti­val zu be­su­chen, wenn die Mus­li­me aus­ser­halb des Fes­ti­vals mit Ge­walt dro­hen, so dass die Ver­an­stal­ter ent­schei­den, so­gar das Ab­spie­len ei­nes Vi­de­os von Rush­die auf der Kon­fe­renz zu un­ter­las­sen, in ei­ner Welt, wo ein Mann, Theo van Gogh, er­schos­sen, ein paar Dut­zend Mal am hell­lich­ten Tag nie­der­ge­sto­chen, und dann, auf dem Bür­ger­steig ei­ner eu­ro­pä­si­schen Stras­se, ein Schwert in sein Herz ge­rammt be­kam, ein­fach nur we­gen der Pro­duk­ti­on ei­nes 10-​Minuten-​Films über die Miss­hand­lung von mus­li­mi­schen Frau­en – in ei­ner sol­chen Welt, die stän­dig durch mi­li­tan­te Is­la­mis­ten ter­ro­ri­siert wird, de­ren Irr­sinn von ei­ner Ar­mee von Lin­ken Blog­gern ver­tei­digt wird, die Recht­fer­ti­gun­gen für sie er­fin­den – die uns sa­gen, dass 911 wohl un­se­re ei­ge­ne Schuld war – was wird aus mei­nem Do­ku­men­tar­film wer­den, wenn ich ihn zu En­de brin­ge?

Wie wird „Nicht Will­kom­men” auf­ge­nom­men wer­den? Wer­den Ki­nos sich wei­gern, ihn zu zei­gen, wie die vie­len Buch­hand­lun­gen, die die dä­ni­schen Ka­ri­ka­tu­ren aus den Re­ga­len ent­fern­ten? Wer­den Film­fes­ti­vals Angst ha­ben, ihn zu zei­gen? Wird mein Le­ben in Ge­fahr sein? Wer­den ei­ni­ge ver­rück­te is­la­mi­sche Geist­li­che ei­ne Fat­wa er­las­sen, die mei­nem Tod ver­langt? Wird CAIR noch mehr po­li­ti­schen Ein­fluss ge­win­nen und in­ner­halb des Sys­tems ar­bei­ten, um ihn als „Hass­re­de” zu ver­ban­nen? Wer­den Kri­ti­ker um ihr Le­ben fürch­ten und sich da­her wei­gern, ei­ne Film­kri­tik zu schrei­ben?

Ist die lin­ke An­sicht, dass der ge­tarn­te Ji­had nur ei­ne idio­ti­sche Ver­schwö­rungs­theo­rie ist, wirk­lich wahr? Wer wird ge­win­nen – Mei­nungs­frei­heit oder die Wild­heit ei­nes wach­sen­den Mobs, der auf den Ji­had ver­ses­sen ist? Ich kann Ih­nen nur ei­nes sa­gen. Ich wer­de nicht nach­ge­ben. Ich las­se mich nicht mob­ben, be­dro­hen, zwin­gen oder durch die „Re­li­gi­on des Frie­dens” ter­ro­ri­sie­ren.

Wir ha­ben al­le ei­ne Ver­ant­wor­tung ge­gen­über den an­de­ren Men­schen auf die­sem Pla­ne­ten, und vor al­lem für die­je­ni­gen, de­nen wir die­sen Pla­ne­ten über­las­sen, nach­dem wir ge­gan­gen sind. Und das be­deu­tet manch­mal, ei­nen un­po­pu­lä­ren Stand­punkt ein­zu­neh­men, um die Rech­te un­schul­di­ger Men­schen zu schüt­zen. Loon­watch, CAIR und die an­de­ren zahl­rei­chen Ter­ror­spin­steue­rungs­netz­wer­ke – ihr habt noch nicht mein En­de ge­se­hen. Noch lan­ge nicht. Wie das Sprich­wort sagt: „Sie ha­ben ein Recht, Ih­re Fäus­te zu schwin­gen, aber das Recht en­det, wenn Ih­re Faust sich mit mei­ner Na­se ver­bin­det”.

Und üb­ri­gens glau­be ich im­mer noch, dass, wenn sie nicht ge­gen das Ge­setz ver­stos­sen, das Is­la­mic Cen­ter of Mur­frees­bo­ro ei­nen Rechts­an­spruch dar­auf hat, ihr Got­tes­haus zu bau­en. Wir müs­sen es nicht mö­gen, aber dann wie­der­um ist der ers­te Ver­fas­sungs­zu­satz nicht kon­zi­piert wor­den, um po­pu­lä­re Ide­en zu schüt­zen – die­sen Schutz brau­chen sie nicht – son­dern un­po­pu­lä­re Ide­en eben­falls zu schüt­zen. Dies ist et­was, das Sie in kei­nem is­la­mi­schen Land fin­den und es ist auch et­was, das zu schüt­zen wert ist – auch wenn die so ge­nann­te „Re­li­gi­on des Frie­dens” ver­sucht, das zu ver­hin­dern.

Frie­den,

Eric Al­len Bell

6 Kommentare

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  1. Bernd Gast

    Dan­ke für die akri­bi­sche und sehr gut nach­voll­zieh­ba­re Ge­schich­te.

    Wenn auch aus an­de­ren Grün­den – aber sehr ähn­lich war auch mein ei­ge­ner Wer­de­gang zum The­ma Is­lam.

    Ich hab das dann satirisch-​musikalisch ver­ar­bei­tet:
    „Ich kon­ver­tier jetzt zum Is­lam” – hier als YouTube-​Video: https://www.youtube.com/watch?v=ihmdvvKxAL4

  2. Daniel Anderson

    Klar, ein­fach und be­stechend! Die Lin­ke han­delt nach dem Grund­satz: Der Feind mei­nes Fein­des ist mein Freund. Sie wer­den an die­sem Gruznd­satz so­lan­ge fest­hal­ten, bis ih­re ei­ge­nen Köp­fe ab­ge­schnit­ten in ih­ren Vor­gär­ten und WG-​Fluren lie­gen – und auch dann wer­den sie im­mer noch be­haup­ten, das das al­les nichts mit dem Is­lam zu tun hat.
    Dan­ke für die­sen Ar­ti­kel. Er be­stärkt mich in mei­ner Be­ob­ach­tung der Welt, wie sie nicht sein soll­te.

    1. Müller

      In der Kür­ze liegt die Wür­ze!!!

  3. Islamkritischer Atheist

    Es ist schon ei­ne Iro­nie der Ge­schich­te das sich die Kom­mu­nis­ten und So­zia­lis­ten die frü­her ein­mal die ra­di­kals­ten Athe­is­ten wa­ren sich nun so für die Is­la­mis­ten und de­ren Re­li­giö­sen Ob­sku­ran­tis­mus ein­set­zen.

    Karl Mark, Lu­xem­burg, En­gels, Ba­ku­nin, Le­nin, wa­ren al­les Athe­is­ten, aber da­von wol­len die Lin­ken heu­te wohl nix mehr wis­sen.

  4. punctum

    Vom Sau­lus der blin­den Is­la­mo­phi­lie zum Pau­lus fun­dier­ter Is­lam­kri­tik – ei­ne Be­keh­rungs­ge­schich­te, die Mut macht!
    .
    Lei­der ist bei vie­len Lin­ken so et­was wie geis­ti­ger Fort­schritt aus­ge­schlos­sen. Sie iden­ti­fi­zie­ren sich so sehr mit ih­rem müh­sam er­lern­ten Be­griffs­ap­pa­rat, das sie des­sen Taug­lich­keit nie­mals in Fra­ge stel­len (las­sen). Wenn Be­griff und Wirk­lich­keit nicht (mehr!?) über­ein­stim­men, dann bes­sern in­tel­li­gen­te Men­schen ihr löch­ri­ges Be­griffs­netz aus. Ideo­lo­gen da­ge­gen ma­chen es sich be­quem. Stim­men Be­griff und Wirk­lich­keit nicht über­ein, sa­gen sie: Um­so schlim­mer für die Wirk­lich­keit! Is­lam KANN nur Frie­de, Freu­de, Ei­er­ku­chen be­deu­ten, denn so steht es ge­schrie­ben, das ist Par­tei­li­nie – Bas­ta!

  5. Silke

    Ge­nau so ist es!
    Auch in Eu­ro­pa! Auch in Deutsch­land!

    Trau­rig aber wahr. Und mein Kom­pli­ment an die Mu­ti­gen, wel­che sich für die Frei­heit ein­set­zen und da­für doch ge­de­mü­tigt wer­den.

    Dan­ke für die­sen Ar­ti­kel.
    Dan­ke für Dei­nen Ein­satz zur Wahr­heit.

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