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Su­ha Ara­fat räumt ein, ihr Mann ha­be die In­ti­fa­da vor­sätz­lich ge­plant und her­bei­ge­führt

Je­ru­sa­lem Post, 29.12.2012

Zwar schon ei­ne Wei­le her, aber trotz­dem nach wie vor in­ter­es­sant:

Im In­ter­view sagt Pa­läs­ti­nen­ser­füh­rer Ara­fats Wit­we, er ha­be sich ent­schie­den die In­ti­fa­da nach Camp Da­vid zu star­ten, ge­mäss ei­nem For­schungs­in­sti­tut.

Der verstorbene PLO-Vorsitzende Jassir Arafat

Jas­sir Ara­fat. (Fo­to­quel­le: REUTERS)

Ara­fats Wit­we Su­ha räum­te in ei­nem In­ter­view mit Du­bai TV zu Be­ginn die­ses Mo­nats ein, dass der ver­stor­be­ne Pa­läs­ti­nen­ser­füh­rer die zwei­te In­ti­fa­da ge­plant hat­te, ge­mäss ei­ner Über­set­zung des Midd­le East Me­dia Re­se­arch In­sti­tu­te (MEMRI).

„Un­mit­tel­bar nach dem Schei­tern von [den Ver­hand­lun­gen in] Camp Da­vid, traf ich ihn in Pa­ris bei sei­ner Rück­kehr … Camp Da­vid war ge­schei­tert, und er sag­te zu mir: „Ihr soll­tet in Pa­ris blei­ben.” Ich frag­te ihn, war­um, und er sag­te: „Weil ich ei­ne In­ti­fa­da be­gin­nen wer­de. Sie wol­len, dass ich die pa­läs­ti­nen­si­sche Sa­che ver­ra­te. Sie wol­len, dass ich un­se­re Prin­zi­pi­en auf­ge­be, und ich wer­de das nicht tun’”, wie das For­schungs­in­sti­tut Su­ha über­setzt.

https://youtube.com/watch?v=r6I5fCCp4x4

„‚Ich will nicht, dass Zahwa’s [Ara­fats Toch­ter] Freun­de in Zu­kunft sa­gen, dass Jas­sir Ara­fat die pa­läs­ti­nen­si­sche Sa­che und Prin­zi­pi­en auf­ge­ge­ben hat. Ich könn­te ge­mär­tyrt wer­den, aber ich wer­de un­ser his­to­ri­sches Er­be an Zah­wa und die Kin­der Pa­läs­ti­nas ver­er­ben,’” zi­tiert Su­ha, 49, ih­ren ver­stor­be­ner Ehe­mann.

Ih­re Kom­men­ta­re lau­fen Be­haup­tun­gen zu­wie­der, dass der be­rüch­tig­te Be­such des ehe­ma­li­gen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Ari­el Sharon  auf dem Tem­pel­berg die In­ti­fa­da aus­lös­te, die im Sep­tem­ber 2000 ins Le­ben ge­ru­fen wur­de.

Jas­sir Ara­fat starb in ei­nem Pa­ri­ser Mi­li­tär­kran­ken­haus im Jahr 2004 und zu Be­ginn die­ses Jah­res for­der­te Su­ha ei­ne Aut­op­sie, um nach Spu­ren ei­ner gif­ti­gen Sub­stanz zu su­chen.

Sie sag­te Al Ja­ze­e­ra im Ju­li, dass ein Schwei­zer La­bor in Ara­fats Klei­dung, die seit sei­nem Tod 2004 ge­la­gert wird, ho­he Kon­zen­tra­tio­nen des ra­dio­ak­ti­ven Iso­top Po­lo­ni­um ent­deckt hat­te. Pa­läs­ti­nen­ser hat­ten Is­ra­el be­schul­digt, an Ara­fats Tod be­tei­ligt zu sein, ob­wohl kei­ne schlüs­si­gen Be­wei­se öf­fent­lich prä­sen­tiert wur­den. Is­ra­el be­strei­tet, ihn ge­tö­tet zu ha­ben.

Ara­fat, der die Pa­läs­ti­nen­si­sche Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on grün­de­te, starb in ei­nem Fran­zö­sisch Kran­ken­haus im Al­ter von 75. Ärz­te des Per­cy Mi­li­tär­hos­pi­tals in Cla­mart, Frank­reich, sag­ten, er litt an ei­ner Ge­hirn­blu­tung und fiel ins Ko­ma, be­vor er starb. Er ist un­ter ei­nem Glas­grab ne­ben den Bü­ros sei­nes Nach­fol­gers, Mah­mud Ab­bas, in Ra­mal­lah, be­gra­ben.

Im ver­gan­ge­nen Mo­nat nah­men fo­ren­si­schen Ex­per­ten Pro­ben von Ara­fats Über­res­ten in dem Be­mü­hen, zu be­stim­men, ob er mit dem schwer nach­zu­wei­sen­den ra­dio­ak­ti­ven Gift er­mor­det wur­de. Sie sag­ten, der Pro­zess wür­de meh­re­re Mo­na­te dau­ern.

Reu­ters und Bloom­berg ha­ben zu die­sem Be­richt bei­ge­tra­gen.

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