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Bill Clin­ton: ‚Ich ha­be mir ei­nen Arm und ein Bein aus­ge­ris­sen, um den Pa­läs­ti­nen­sern ei­nen Staat zu ge­ben’

„Ich hat­te ei­nen Deal, den sie ab­ge­lehnt ha­ben, der ih­nen ganz Ga­za ge­ge­ben hät­te”, sag­te Bill Clin­ton.

Bri­an­na Gur­ci­ullo, 13.5.2016, politico.com

 

Bill Clin­ton ging zur Ver­tei­di­gung sei­ner Ver­diens­te im israelisch-​palästinensischen Kon­flikt über, so­wie der­je­ni­gen sei­ner Frau, nach­dem ihn ein Zu­schau­er an ei­ner Frei­tag­nach­mit­tags­kam­pa­gnen­ver­an­stal­tung wie­der­holt da­nach ge­fragt hat­te.

Clin­ton war dar­an, in Ewing Town­ship, New Jer­sey, die Po­li­tik sei­ner Frau zu er­klä­ren, als ein Zu­schau­er schrie: „Was ist mit Ga­za?”

„Sie und der Muslimbruder-​Präsident von Ägyp­ten stopp­ten den lau­fen­den Krieg zwi­schen Is­ra­el und der Ha­mas in Ga­za”, ant­wor­te­te Clin­ton.

„Sie sag­te, dass Neu­tra­li­tät kei­ne Op­ti­on sei”, sag­te der Zu­schau­er und pro­vo­zier­te Buh­ru­fe aus dem Pu­bli­kum, doch Clin­ton sag­te ih­nen, sie soll­ten auf­hö­ren.

„Kommt dar­auf an, ob es Ih­nen egal ist, was mit den Pa­läs­ti­nen­sern ge­schieht, im Ge­gen­satz zur Hamas-​Regierung und den Men­schen mit Lenk­flug­kör­pern”, ant­wor­te­te der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent.

„Das wa­ren Men­schen in Ga­za,” sag­te der Zu­schau­er.

„Ja, das wa­ren sie”, sag­te Clin­ton. „Und die Ha­mas ist wirk­lich schlau. Wenn sie sich ent­schlie­ßen, Is­ra­el mit Ra­ke­ten zu be­schies­sen, dann ver­ste­cken sie sich in den Kran­ken­häu­sern, in den Schu­len, in den be­völ­ke­rungs­rei­chen Ge­bie­ten, und sie sind schlau.”

Das gab ei­nen Ap­plaus, und er fuhr fort: „Sie sag­ten, dass sie ver­su­chen, die Is­rae­lis in die La­ge zu ver­set­zen, sich ent­we­der nicht selbst zu ver­tei­di­gen oder Un­schul­di­ge zu tö­ten. Sie sind gut dar­in. Sie sind schlau. Sie ma­chen das schon lan­ge so.”

„Ich ha­be mir ein Arm und ein Bein aus­ge­ris­sen, um den Pa­läs­ti­nen­sern ei­nen Staat zu ge­ben. Ich hat­te ei­nen Deal, den sie ab­ge­lehnt ha­ben, der ih­nen ganz Ga­za ge­ge­ben hät­te”, sag­te Clin­ton.

Dann lob­te er Hil­la­ry Clin­ton, die von 2009 bis 2013 als Aus­sen­mi­nis­te­rin dien­te, für das Ar­ran­gie­ren von Tref­fen zwi­schen dem is­rae­li­schen Pre­mier­mi­nis­ter Ben­ja­min Net­anya­hu und dem pa­läs­ti­nen­si­schen Prä­si­den­ten Mah­mud Ab­bas.

„Es gibt nie­man­den, der im Na­hen Os­ten oh­ne Feh­ler ist, aber wir kön­nen nicht wirk­lich ei­nen grund­le­gen­den Un­ter­schied im Na­hen Os­ten ma­chen, es sei denn, die Is­rae­lis den­ken, dass wir uns in­ter­es­sie­ren da­für, ob sie le­ben oder ster­ben. Wenn sie das tun, dann ha­ben wir ei­ne Chan­ce, wei­ter nach Frie­den zu drän­gen,” sag­te Clin­ton, „und das ist ih­re Po­si­ti­on. Nicht mit der is­rae­li­schen Re­gie­rung in al­lem ein­ver­stan­den zu sein, nicht zu be­haup­ten, dass kei­ne Un­schul­di­gen ster­ben, nicht vor­zu­täu­schen, dass mehr pa­läs­ti­nen­si­sche Kin­der nicht ster­ben als is­rae­li­sche Kin­der. Aber dass wir nicht er­rei­chen kön­nen, wenn sie nicht glau­ben, dass wenn die Kar­ten auf dem Tisch lie­gen, wenn sie je­mand an­greift wer­den wir nicht zu­las­sen, dass sie aus­ge­löscht und Teil des Müll­ei­mers der Ge­schich­te wer­den.”

 

1 Ping

  1. Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

    […] (Po­li­ti­sches aus der Schweiz):  – Bill Clin­ton: ‚Ich ha­be mir ei­nen Arm und ein Bein aus­ge­ris­sen, um den Pa­läs­ti­nen­sern ei­nen Staat…– Das mus­li­mi­sche Schwei­gen, ei­ne Evo­lu­ti­on oder ei­ne Lö­sung für den […]

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