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Deut­scher Mi­nis­ter­prä­si­dent über­gibt BDS-​Hassprediger aus Beth­le­hem €30,000

Ben­ja­min Wein­thal, 15.4.2017, Je­ru­sa­lem Post

Pas­tor „för­dert den theo­lo­gi­schen An­ti­se­mi­tis­mus”, laut NGO Mo­ni­tor.

Pa­läs­ti­nen­ser ge­hen an ei­nem Schild vor­bei, das zum Boy­kott von Is­ra­el auf­for­dert, das in Beth­le­hem an ei­ne Mau­er ge­malt wur­de. (Fo­to Kre­dit: AFP FOTO)

Der grü­ne Mi­nis­ter­prä­si­dent von Baden-​Württemberg, Win­fried Kret­sch­mann, über­reich­te En­de März per­sön­lich ei­nem lu­the­ri­schen Pfar­rer im West­jor­dan­land, der die Zer­stö­rung Is­ra­els be­für­wor­tet, ei­nen Scheck über € 30.000.

„[der Pas­tor aus Beth­le­hem] Mitri Ra­heb ver­fass­te das „Kairos-​Palästina-​Dokument der Chris­ten in Pa­läs­ti­na”… Die deutsch-​israelische Freund­schafts­ge­sell­schaft hat das Pa­pier be­reits zum Zeit­punkt sei­ner Ver­öf­fent­li­chung im Jahr 2010 kri­ti­siert, weil es wirt­schaft­li­che Sank­tio­nen ge­gen Is­ra­el for­dert… und sich ge­gen sein Exis­tenz­recht aus­spricht”, schrieb die Stutt­gar­ter Sek­ti­on der Freund­schafts­ge­sell­schaft in ei­nem öf­fent­li­chen Brief an Kret­sch­mann am 9. April. Die Stutt­gar­ter Sek­ti­on sag­te, dass das Kairos-​Papier „Pro­pa­gan­da ge­gen Is­ra­el be­treibt mit zwei­fel­haf­ten theo­lo­gi­schen Ar­gu­men­ten”.

Die 30.000 € sol­len für So­lar­ener­gie­tech­nik für das Dar Al Ka­li­ma Uni­ver­si­täts­kol­leg und Kul­tur Beth­le­hem von Ra­heb ge­nutzt wer­den.

Ne­ben der fi­nan­zi­el­len Un­ter­stüt­zung von Ra­heb be­such­te Kret­sch­mann Is­ra­el mit ei­ner De­le­ga­ti­on von Un­ter­neh­men, um wirt­schaft­li­che Kon­tak­te zu knüp­fen.

Bär­bel Il­li, die im Auf­trag der Stutt­gar­ter Sek­ti­on schrieb, frag­te in dem Brief: „Wie geht die wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit mit Is­ra­el zu­sam­men mit ei­nem Is­rael­boy­kott?”

Prof. Ge­rald Stein­berg von der Je­ru­sa­le­mer Or­ga­ni­sa­ti­on NGO-​Monitor sag­te: „Wir be­grü­ßen den Brief der deutsch-​israelischen Freund­schafts­ge­sell­schaft aus Stutt­gart und be­glei­ten die Über­ga­be öf­fent­li­cher Gel­der von Mi­nis­trpä­si­dent Kret­sch­mann an Mitri Ra­heb. Ra­heb hat ei­ne lan­ge Ge­schich­te der un­mo­ra­li­schen Auf­het­zung ge­gen Is­ra­el und ge­gen den Frie­dens­pro­zess, ein­schließ­lich sei­ner Rol­le als Co-​Autor des be­rüch­tig­ten Kai­ros Palästina-​Dokuments, das BDS för­dert und auch Ge­walt ge­gen is­rae­li­sche Bür­ger ver­herr­licht. Die­ses Do­ku­ment be­haup­tet, dass „Wi­der­stand ein Recht und ei­ne Pflicht ist für Chris­ten und al­le Pa­läs­ti­nen­ser”.

Stein­berg fuhr fort: „Ra­heb be­tei­ligt sich an Er­eig­nis­sen wie ‚Chris­tus am Check­point’, die The­men pro­mo­ten, die den theo­lo­gi­schen An­ti­se­mi­tis­mus wi­der­spie­geln, ein­schließ­lich der Ver­wei­se auf die DNA is­rae­li­scher Ju­den, die von ei­nem ost­eu­ro­päi­schen Stamm stam­men, der im Mit­tel­al­ter zum Ju­den­tum be­kehrt hat. Wir stim­men ein in die Bit­te an Herrn Kret­sch­mann, sei­ne Un­ter­stüt­zung für Hass und Ge­walt zu­rück­zu­zie­hen.”

Is­rae­li­sche di­plo­ma­ti­sche Quel­len in Ber­lin sag­ten der Je­ru­sa­lem Post im Jahr 2012, dass „Ra­heb mit ei­nem Do­ku­ment – ‚Kai­ro Pa­läs­ti­na’ – ver­bun­den ist, das Is­ra­el als Apart­heid­staat be­zeich­net und ei­nen Is­rael­boy­kott for­dert. Es ist ein ex­tre­mis­ti­sches und ras­sis­ti­sches Do­ku­ment, das nicht zur Ver­söh­nung und zum Frie­den zwi­schen den Pa­läs­ti­nen­sern und den Is­rae­lis bei­trägt. Wir be­dau­ern, dass ei­ner sei­ner Au­to­ren in Deutsch­land ei­ne An­er­ken­nung er­hält.”

Da­mals lob­ten die deut­sche Medien-​NGO und der ehe­ma­li­ge deut­sche Prä­si­dent Ro­man Her­zog die Ar­beit von Ra­heb bei ei­ner Ze­re­mo­nie in Ber­lin.

Kret­sch­manns Pres­se­bü­ro sag­te der Post, dass „wir we­gen des Kar­frei­tags, der Os­ter­fe­ri­en und der Ur­laubs­si­tua­ti­on lei­der nicht kurz­fris­tig auf Ih­re Fra­ge ‚be­züg­lich Ra­heb’ ant­wor­ten kön­nen.

Vol­ker Beck, ein Ab­ge­ord­ne­ter der Grü­nen Par­tei, der die Deutsch-​Israel-​Fraktion im Bun­des­tag lei­tet, sag­te der Post: „Ich bin mir si­cher, dass der baden-​württembergische Mi­nis­ter­prä­si­dent ei­nen Boy­kott von Is­ra­el und Ver­glei­che von Is­ra­el mit dem süd­afri­ka­ni­schen Apart­heid­re­gime ab­lehnt.”

Beck sag­te, er sei nicht si­cher, ob Kret­sch­mann von den Po­si­tio­nen von Ra­heb und sei­ner Rol­le im Kairos-​Palästina-​Dokument Kennt­nis ha­be.

Seit April 2016 von der Post mehr­mals über die Po­si­ti­on von Kret­sch­mann be­züg­lich BDS ge­fragt, wei­ger­te sich sein Spre­cher Ru­di Hoogvliet, Fra­gen über BDS und de­ren an­geb­li­che an­ti­se­mi­ti­sche Na­tur zu be­ant­wor­ten.

Das Land Baden-​Württemberg (10,8 Mil­lio­nen Ein­woh­ner) be­sitzt fast 25% der Lan­des­bank Baden-​Württemberg (LBBW), die ein Kon­to führt für ei­ne der ak­tivs­ten BDS-​Gruppen Deutsch­lands, dem Palästina-​Komitee Stutt­gart. Kret­sch­mann hat sich ge­wei­gert, im letz­ten Jahr Post-An­fra­gen in Be­zug auf das Kon­to zu be­ant­wor­ten. Die deutsch-​israelische Freund­schafts­ge­sell­schaft in Stutt­gart schloss ih­re bei­den Kon­ten mit der LBBW, weil sie sich wei­ger­te, das Israel-​Boykott-​Konto zu sal­die­ren.

Drei deut­sche Ban­ken – Com­merz­bank, Bank für So­zi­al­wirt­schaft und DAB – ha­ben im ver­gan­ge­nen Jahr BDS-​Konten ge­schlos­sen.

Das Israel-​Festival in Stutt­gart fin­det nächs­ten Mo­nat un­ter der Schirm­herr­schaft von Kret­sch­mann statt.

Die is­rae­li­sche Bot­schaft ant­wor­te­te nicht so­fort auf ei­ne Post-An­fra­ge wäh­rend der Pas­sah­wo­che.

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  1. Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

    […] (Po­li­ti­sches aus der Schweiz): – Deut­scher Mi­nis­ter­prä­si­dent über­gibt BDS-​Hassprediger aus Beth­le­hem €30,000 – Des Wes­tens ideo­lo­gi­scher Sumpf – 1967 | Nas­sers an­ti­se­mi­ti­scher Krieg ge­gen Is­ra­el […]

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