Es war kein Deal – es war ein Verbrechen
Alan M. Dershowitz, 17. Januar 2025, Gatestone Institute
aus dem Englischen von Daniel Heiniger
- Die Entscheidung der israelischen Regierung, den Hamas-Entführern erhebliche Zugeständnisse zu machen, sollte niemals als „Deal“ bezeichnet werden. Es war eine Erpressung … Die Entführung war ein Verbrechen. Und die erpresserische Forderung war ein zusätzliches Verbrechen.
- Wenn eine Terrorgruppe mit einer Demokratie „verhandelt“, hat sie immer die Oberhand. Die Terroristen sind nicht durch Moral, Gesetz oder Wahrheit eingeschränkt. Sie können nach Belieben morden, nach Belieben vergewaltigen, nach Belieben foltern und drohen, noch Schlimmeres zu tun. Die Demokratie hingegen muss sich an die Rechtsvorschriften halten und auf die Bitten der Geiselfamilien hören.
- Besonders mitschuldig und mit Blut an den Händen sind Unterstützer der Hamas auf Universitätsgeländen, die nach Intifada und Revolution rufen. Mitschuldig sind auch internationale Organisationen wie der Internationale Strafgerichtshof, die Israel und die Hamas als gleichberechtigt behandeln.
- Lassen Sie uns die Schuld für ALLE Todesfälle in Gaza dorthin schieben, wo sie hingehört: auf die Hamas und die nützlichen Idioten und nutzlosen Fanatiker, die mörderische Terroristen unterstützen.
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Die Entscheidung der israelischen Regierung, den Hamas-Entführern erhebliche Zugeständnisse zu machen, sollte niemals als „Deal“ bezeichnet werden. Es war eine Erpressung. Würden Sie es einen Deal nennen, wenn jemand Ihr Kind entführt und Sie „einwilligen“, Lösegeld zu zahlen, um es zurückzubekommen? Natürlich nicht. Die Entführung war ein Verbrechen. Und die erpresserische Forderung war ein weiteres Verbrechen. Im Bild: Ein Hamas-Terrorist hält am 7. Oktober 2023 zwei der vielen israelischen Kinder fest, die die Hamas ermordet oder verschleppt und als Gefangene in den Gazastreifen gebracht hat. (Bildquelle: Hamas/X [Twitter])
Die Entscheidung der israelischen Regierung, den Hamas-Entführern erhebliche Zugeständnisse zu machen, sollte niemals als „Deal“ bezeichnet werden. Es war eine Erpressung. Würden Sie es einen Deal nennen, wenn jemand Ihr Kind entführt und Sie „einwilligen“, Lösegeld zu zahlen, um es zurückzubekommen? Natürlich nicht. Die Entführung war ein Verbrechen. Und die erpresserische Forderung war ein weiteres Verbrechen.
Die richtige Beschreibung dessen, was geschah, wäre also, dass Israel unter dem Druck der Vereinigten Staaten vor den rechtswidrigen und erpresserischen Forderungen der Hamas kapitulierte, da dies die einzige Möglichkeit war, das Leben entführter Babys, Mütter und anderer unschuldiger, meist ziviler Geiseln zu retten.
Dies war nicht das Ergebnis einer Verhandlung auf gleicher Augenhöhe. Wenn Ihnen ein bewaffneter Räuber eine Waffe an den Kopf hält und sagt: „Geld oder Leben“, wäre Ihre Entscheidung, ihm Ihr Geld zu geben, nicht als Deal zu bezeichnen. Auch die erpresste Vereinbarung, der Israel zugestimmt hat, sollte nicht als Deal betrachtet werden. Hören wir also auf, diesen Begriff zu verwenden.
Wenn eine Terrorgruppe mit einer Demokratie „verhandelt“, hat sie immer die Oberhand. Die Terroristen sind nicht durch Moral, Gesetz oder Wahrheit eingeschränkt. Sie können nach Belieben morden, vergewaltigen, foltern und mit Schlimmerem drohen. Die Demokratie hingegen muss sich an die Rechtsvorschriften halten und auf die Bitten der Geiselfamilien hören. Das Ergebnis dieser Anstrengung war schlecht für die Sicherheit Israels, aber gut für die Geiseln, die am Leben blieben, und ihre Familien. Das Herz regiert das Gehirn, wie es oft in moralischen Demokratien der Fall ist, denen die sofortige Rettung des Lebens bekannter Personen wichtiger ist als der zukünftige Tod hypothetischer Personen, deren Identität wir nicht kennen. Dieser Kompromiss ist als mitfühlend verständlich, wenn auch nicht als zwingende Politik.
Wenn jede demokratische Nation eine Politik verfolgen würde, niemals mit Terroristen zu verhandeln, könnte dies den Terrorismus eindämmen. Aber jede Nation unterwirft sich den Forderungen von Entführern und Erpressern, sodass Terrorismus und Geiselnahme zu einer Haupttaktik der schlimmsten Menschen der Welt geworden sind. Und der Rest von uns ist mitschuldig.
Besonders mitschuldig und mit Blut an den Händen sind Unterstützer der Hamas auf Universitätsgeländen, die nach Intifada und Revolution rufen. Mitschuldig sind auch internationale Organisationen wie der Internationale Strafgerichtshof, die Israel und die Hamas als gleichberechtigt behandeln. Diese Unterstützer des Terrorismus ermutigten die Hamas, viele Monate lang durchzuhalten, in der Überzeugung, dass ihre Unterstützung Israel zu weiteren Zugeständnissen zwingen würde.
Die Studenten des Terrors – die Universitätsstudenten, die die Hamas ermutigen, ihre mörderischen Methoden fortzusetzen – müssen für ihre Mitschuld am Bösen zur Rechenschaft gezogen werden. Obwohl sie möglicherweise dieselben Rechte gemäß dem Ersten Verfassungszusatz haben wie Juden, sollten sie mit derselben Verachtung behandelt werden wie Nazis, der Ku Klux Klan und rassistische Unterstützer von Gewalt. Der Erste Verfassungszusatz gibt ihnen nicht das Recht, von anständigen Arbeitgebern eingestellt zu werden.
Der Erste Verfassungszusatz gibt Arbeitgebern die Macht, die Zusammenarbeit mit Unterstützern des Nationalsozialismus, des Hamas-Terrorismus oder anderer böser Gruppen zu verweigern. Das amerikanische Gesetz kriminalisiert die materielle Unterstützung ausgewiesener terroristischer Gruppen, zu denen Hamas und Hisbollah gehören. Die Moral, im Gegensatz zum Gesetz, sollte es als unmoralisch erachten, einer Terrorgruppe wie der Hamas irgendwelche Unterstützung – materiell, politisch, wirtschaftlich oder demonstrativ – zu gewähren. Und doch forderten sowohl die Präsidentschaftskandidatin als auch der Vizepräsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei die Menschen auf, auf die Botschaften dieser Demonstranten zu hören. Das würden sie niemals über Demonstranten sagen, die das Lynchen von Schwarzen oder die Vergewaltigung von Frauen befürworten. Aber die Hamas lyncht Juden und vergewaltigt jüdische Frauen. Es gibt keinen moralischen Unterschied.
Begrüßen wir die Nachricht, dass möglicherweise 33 der 98 Geiseln freigelassen werden, einige davon lebend, im Bewusstsein, dass das, was die Hamas von Israel im Gegenzug für diese Freilassungen erpresst hat, Israels Sicherheit in der Zukunft gefährden und noch mehr unschuldige Leben kosten könnte.
Und geben wir die Schuld für ALLE Todesfälle in Gaza dorthin, wo sie hingehört: der Hamas und den nützlichen Idioten und nutzlosen Fanatikern, die mörderische Terroristen unterstützen.
Alan M. Dershowitz ist emeritierter Felix-Frankfurter-Professor für Recht an der Harvard Law School und Autor der jüngsten Bücher „War Against the Jews: How to End Hamas Barbarism“ und „Get Trump: The Threat to Civil Liberties, Due Process, and Our Constitutional Rule of Law“. Er ist Jack Roth Charitable Foundation Fellow am Gatestone Institute und moderiert außerdem den Podcast „The Dershow“.
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Erstveröffentlichung bei Gatestone Institute. Reproduktion mit freundlicher Genehmigung.
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