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Die Rech­te Is­ra­els, klar aus­ge­spro­chen

Ar­le­ne Kush­ner, is­rae­land­s­tuff

Durch die An­wen­dung von Taqiy­ya und Goebbels-​ähnlicher Pro­pa­gan­da hat die Welt be­stimm­te Trug­schlüs­se zu ak­zep­tie­ren ge­lernt, et­wa „Pa­läs­ti­nen­ser” oder „Be­setz­te Ge­bie­te” oder „Il­le­ga­le Sied­lun­gen”.

Und nun zu den Fak­ten…

Die­se Be­spre­chung, mit ju­ris­ti­schem und his­to­ri­schem Hin­ter­grund, der es­sen­ti­ell ist zum Ver­ständ­nis der jü­di­schen Rech­te im Land, ist kurz ge­fasst und prä­gnant, mit Links zu wei­ter­füh­ren­den Sei­ten für die­je­ni­gen, die mehr dar­über wis­sen wol­len.

Es ist wich­tig, die­ses Ma­te­ri­al zu si­chern und zu tei­len, weil es Da­ten ent­hält, die kri­tisch sind für die sau­be­re Ver­tei­di­gung Is­ra­els. Be­stimm­te Schlüs­sel­sät­ze wur­den be­son­ders her­vor­ge­ho­ben.

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Mit der Zer­stö­rung des zwei­ten Tem­pels im Jah­re 70 ad ist das zwei­te jü­di­sche Reich zu ei­nem En­de ge­kom­men. Von da­mals bis zur heu­ti­gen Zeit war das, was Ju­däa hiess, und von den Rö­mern in Pa­läs­ti­na um­be­nannt wor­den war, nur ein An­häng­sel des ei­nen oder an­de­ren Rei­ches, und nie­mals mehr ein ei­gen­stän­di­ges Land.

San Re­mo

Die le­ga­len jü­di­schen Rech­te auf das Land in der mo­der­nen Zeit be­gan­nen mit der Kon­fe­renz von San Re­mo und als Re­sul­tat der Re­so­lu­ti­on von San Re­mo, die auch die jü­di­sche Ma­gna Char­ta ge­nannt wor­den ist.

Jahr­hun­der­te­lang war Pa­läs­ti­na ein Teil des (tür­ki­schen, mus­li­mi­schen) ot­to­ma­ni­schen Rei­ches. Mit dem En­de des ers­ten Welt­krie­ges wur­de das Ge­biet die­ses Rei­ches von den Al­li­ier­ten über­nom­men. Gross­bri­tan­ni­en, Frank­reich, Ita­li­en und Ja­pan, mit den USA als Be­ob­ach­ter, hat­ten sich in San Re­mo, Ita­li­en, ge­trof­fen, um zu ent­schei­den, wie es auf­ge­teilt wer­den soll­te. Pa­läs­ti­na wur­de un­ter bri­ti­sche Man­dats­herr­schaft ge­stellt.

http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/san_remo.html

Er­klä­rung von Bal­four

In San Re­mo wur­de ent­schie­den, die Er­klä­rung von Bal­four in das bri­ti­sche Man­dat zu in­te­grie­ren. Die Er­klä­rung, in Form ei­nes Brie­fes, war ei­ne An­er­ken­nung der bri­ti­schen Re­gie­rung für die Eta­blie­rung ei­ner jü­di­schen Heim­statt in Pa­läs­ti­na. 1917 ge­schrie­ben durch den bri­ti­schen Aus­lands­se­kre­tär Lord Bal­four, und an Lord Roth­schild ge­schickt, be­sag­te sie:

„Die Re­gie­rung Ih­rer Ma­jes­tät fa­vo­ri­siert die Grün­dung ei­ner na­tio­na­len Heim­statt für das jü­di­sche Volk in Pa­läs­ti­na, und wird sei­ne bes­ten Be­mü­hun­gen un­ter­neh­men, um die Er­rei­chung die­ses Zie­les zu er­mög­li­chen.”

Gan­zer Text des Brie­fes: http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/balfour.html

“Recht­mäs­sig”

Im Ju­ni 1922 schrieb Winston Chur­chill, da­mals bri­ti­scher Staats­se­kre­tär für die Ko­lo­ni­en, in ei­nem po­li­ti­schen Pa­pier, dass:

„…da­mit die­se Ge­mein­de die bes­ten Aus­sich­ten auf freie Ent­wick­lung hat, und um dem jü­di­schen Volk die vol­le Ge­le­gen­heit zu ge­ben, sei­ne Fä­hig­kei­ten zu zei­gen, ist es es­sen­ti­ell, dass es weiss, dass es auf­grund ei­nes Rech­tes in Pa­läs­ti­na ist und nicht nur ge­dul­det.

http://www.mideastweb.org/1922wpcor.htm

Völ­ker­bund for­ma­li­siert das Man­dat

Im Ju­li 1922 hat der Völ­ker­bund, Vor­gän­ger der UNO, das bri­ti­sche Man­dat für Pa­läs­ti­na for­mal an­ge­nom­men – mit ei­nem ju­ris­tisch bin­den­den Do­ku­ment, das von al­len 51 Mit­glie­dern des Völ­ker­bun­des an­ge­nom­men wor­den ist.

Man ist über­ein­ge­kom­men, dass:

„Der Man­dats­trä­ger (Gross­bri­tan­ni­en) ver­ant­wort­lich sein soll für die Um­set­zung der Er­klä­rung, die ur­sprüng­lich am 2. No­vem­ber 1917 ge­macht wor­den ist [die Er­klä­rung von Bal­four], durch die Re­gie­rung Ih­rer Bri­tan­ni­schen Ma­jes­tät und an­ge­nom­men von er­wähn­ten Mäch­ten, zu­guns­ten der Grün­dung ei­ner na­tio­na­len Heim­stät­te für das jü­di­sche Volk in Pa­läs­ti­na…”

Und es wur­de an­er­kannt:

die his­to­ri­sche Ver­bin­dung des jü­di­schen Vol­kes mit Pa­läs­ti­na und auf der Ba­sis der Re­kon­sti­tu­ie­rung ih­rer na­tio­na­len Hei­mat in die­sem Land.

Der Be­griff „Re­kon­sti­tu­ie­rung” an­er­kennt auch die Tat­sa­che, dass es zu ei­nem frü­he­ren Zeit­punkt ei­ne jü­di­sche Na­ti­on gab in Pa­läs­ti­na.

Vol­ler Text der Re­so­lu­ti­on: http://avalon.law.yale.edu/20th_century/palmanda.asp

“Man­dat” er­klärt

Das Man­dats­sys­tem des Völ­ker­bun­des ba­sier­te auf dem Prin­zip der al­li­ier­ten Ad­mi­nis­tra­ti­on von man­da­tier­ten Ter­ri­to­ri­en bis zum Zeit­punkt, wo sie auf ei­ge­nen Bei­nen ste­hen konn­ten. Das be­deu­tet, es war von Be­ginn weg klar, dass die Bri­ten sich letzt­lich zu­rück­zie­hen und ein eta­blier­tes jü­di­sches Hei­mat­land zu­rück­las­sen wür­den.

http://unispal.un.org/UNISPAL.NSF/0/C61B138F4DBB08A0052565D00058EE1B

Ge­biet des Man­da­tes Pa­läs­ti­na

Credit: He­broots

Das ur­sprüng­li­che Ge­biet von Pa­läs­ti­na, für wel­ches das bri­ti­sche Man­dat er­teilt war, schloss Trans­jor­da­ni­en (das heu­ti­ge Jor­da­ni­en, auf der Ost­sei­te des Jor­dan­flus­ses) mit ein.

Im Sep­tem­ber 1922, sehr bald nach der An­nah­me der Man­dats­re­so­lu­ti­on durch den Völ­ker­bund, hat Gross­bri­tan­ni­en Trans­jor­da­ni­en den hash­e­mi­ti­schen Ara­bern aus Saudi-​Arabien zu­ge­teilt. Der jü­di­sche Teil des Man­da­tes ist da­durch um über 70% re­du­ziert wor­den.

Ju­den hat­ten da­nach das Recht, sich ir­gend­wo auf den 10’000 Qua­drat­mei­len zwi­schen dem Fluss Jor­dan und dem Mit­tel­meer nie­der­zu­las­sen.

Über­tra­gung des Man­da­tes an die UNO

Credit: Fa­nack

Nach der for­ma­len Auf­he­bung des Völ­ker­bun­des im Jah­re 1946 wur­de die UNO als Nachfolge- or­ga­ni­sa­ti­on ge­grün­det. Die UNO hat die Ver­pflich­tun­gen des Völ­ker­bun­des über­nom­men: Ge­bie­te, die un­ter Man­dat stan­den, be­ka­men ei­ne „Treu­hand­schaft” – was ei­ne Fort­füh­rung des Man­dats­sys­tems des Völ­ker­bun­des war.

Ar­ti­kel 80 der UNO er­klär­te, dass „nichts in der Char­ta [der UNO] da­hin­ge­hend aus­ge­legt wer­den darf …auf ir­gend ei­ne Wei­se das Recht von jed­we­den Staa­ten oder Men­schen oder den Be­din­gun­gen von exis­tie­ren­den in­ter­na­tio­na­len In­stru­men­ten zu ver­än­dern.” Das hat das Recht der Ju­den, sich in Pa­läs­ti­na nie­der­zu­las­sen, ge­si­chert.

http://www.fsmlaw.org/miscdocs/uncharter.htm

Ge­walt in Pa­läs­ti­na

Seit der Zeit der Eta­blie­rung des Man­da­tes für Pa­läs­ti­na wa­ren die ara­bi­schen An­fech­tun­gen des­sel­ben er­heb­lich, und sie wur­den oft ge­walt­tä­tig aus­ge­drückt. Dies trotz der Tat­sa­che, dass zur sel­ben Zeit wie das Man­dat für Pa­läs­ti­na für das jü­di­sche Heim­land, gleich­zei­tig auch Man­da­te für Sy­ri­en, den Li­ba­non und Iraq eta­bliert wor­den sind, al­le für ara­bi­sche Be­völ­ke­run­gen. Ara­ber wa­ren und sind be­lei­digt von der Prä­senz ei­nes jü­di­schen Staa­tes.

Mög­li­cher­wei­se am schmerz­haf­tes­ten war das Mas­sa­ker von He­bron von 1929: Drei Ta­ge lang gin­gen Ara­ber auf ei­ne mör­de­ri­sche Ran­da­le in der Stadt, und tö­te­ten 67 Ju­den und zer­stör­ten Ei­gen­tum. Da­nach war die zweit­hei­ligs­te Stadt der Ju­den zum ers­ten Mal seit hun­der­ten von Jah­ren ju­den­frei. (Da­nach ha­ben Bri­ten Ju­den da­von ab­ge­hal­ten, in der Stadt zu le­ben, weil sie sag­ten, sie könn­ten sie nicht be­schüt­zen.)

Mehr: http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/hebron29.html

Tei­lung Pa­läs­ti­nas

1947 ha­ben die Bri­ten, die nicht län­ger in die Si­tua­ti­on in­vol­viert sein woll­ten,  ih­re Ab­sicht er­klärt, Mit­te 1948 ab­zu­zie­hen, und ga­ben das Man­dat an die UNO zu­rück. Ei­ne UNO-​Kommission be­ur­teil­te die Sa­che und Emp­fahl ei­ne Tei­lung Pa­läs­ti­nas in ei­nen Staat für die Ju­den und ei­nen Staat für die Ara­ber, wo­bei Je­ru­sa­lem zu­nächst noch un­ter in­ter­na­tio­na­ler Ver­wal­tung ste­hen soll­te.

Credit: Wi­ki­pe­dia

Die­se Emp­feh­lung wur­de der Ge­ne­ral­ver­samm­lung vor­ge­legt als Re­so­lu­ti­on 181, die am 29. No­vem­ber 1947 an­ge­nom­men wur­de mit 33 ge­gen 12 Stim­men und 10 Ent­hal­tun­gen. Die ara­bi­schen Na­tio­nen ha­ben als Block da­ge­gen ge­stimmt.

Es ist wich­tig, fest­zu­hal­ten, dass Re­so­lu­tio­nen der UNO Voll­ver­samm­lung kei­ner­lei Ge­wicht be­sit­zen im in­ter­na­tio­na­len Recht. Die­se Re­so­lu­ti­on war nur ei­ne Emp­feh­lung – sie war nicht bin­dend und hat das Man­dat für Pa­läs­ti­na im in­ter­na­tio­na­len Ge­setz nicht ab­ge­löst.

Der Text der Re­so­lu­ti­on:
http://www.yale.edu/lawweb/avalon/un/res181.htm

Ju­ris­tisch hät­te die­ser Plan nur dann ei­ne bin­den­de Kraft ent­wi­ckeln kön­nen, wenn es ei­ne Ver­ein­ba­rung zwi­schen zwei Par­tei­en ge­we­sen wä­re, al­so den Ju­den und den Ara­bern in Pa­läs­ti­na.

Je­doch, wäh­rend die jü­di­sche Be­völ­ke­rung Pa­läs­ti­nas den Vor­schlag ak­zep­tiert hat, tat das die ara­bi­sche Be­völ­ke­rung nicht: sie ha­ben die ge­sam­te Re­so­lu­ti­on ab­ge­lehnt. Des­halb wur­de der Tei­lungs­plan zu­rück­ge­zo­gen.

Mehr hier:
http://www.mythsandfacts.org/conflict/10/resolution-181.pdf

Auf kei­ne Art und Wei­se kön­nen die Ara­ber heu­te die­se Re­so­lu­ti­on wie­der ein­set­zen oder be­haup­ten, die Ju­den hät­ten nur ein Recht auf das, was ge­mäss die­ser zu­rück­ge­zo­ge­nen Re­so­lu­ti­on als jü­di­scher Staat de­fi­niert wor­den war.

Er­klä­rung der Grün­dung des Staa­tes Is­ra­el

Am 14. Mai 1948 (nach he­bräi­scher Zeit­rech­nung der 5. Iyar 5708) ver­sam­mel­te sich der Rat des jü­di­schen Vol­kes beim Mu­se­um von Tel Aviv und be­stä­tig­te ei­ne Be­kannt­ma­chung, die die Eta­blie­rung des Staa­tes Is­ra­el ver­kün­dig­te.

Sie er­klär­te das na­tür­li­che Recht des jü­di­schen Vol­kes, zu sein wie al­le an­de­ren Völ­ker, und Selbst­be­stim­mung in sei­nem sou­ve­r­än­den Staat aus­zu­üben, und gab die Eta­blie­rung ei­nes jü­di­schen Staa­tes na­mens „der Staat Is­ra­el” be­kannt.

Sie­he Text: http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/Dec_of_Indep.html

Es ist wich­tig, fest­zu­hal­ten, dass die ju­ris­ti­sche Le­gi­ti­mi­tät von Is­ra­el nicht vom zu­rück­ge­zo­ge­nen Tei­lungs­plan ab­ge­lei­tet wur­de – ob­wohl der Staat in je­nem Teil von Pa­läs­ti­na ge­grün­det wur­de, den die Re­so­lu­ti­on 181 dem jü­di­schen Staat zu­ge­teilt hat­te.

Er wur­de nach in­ter­na­tio­na­len Nor­men eta­bliert: Ba­sie­rend auf ei­ner Un­ab­hän­gig­keits­er­klä­rung von sei­nem Volk und der Ein­set­zung ei­ner or­dent­li­chen Re­gie­rung in­ner­halb von Ter­ri­to­ri­um, das un­ter sei­ner sta­bi­len Kon­trol­le stand.

Je­ner Teil von Pa­läs­ti­ne, auf dem Is­ra­el nicht aus­ge­ru­fen wur­de, wur­de zu un­be­an­spruch­tem Man­dats­land. Nichts im in­ter­na­tio­na­len Recht hat den Sta­tus die­ses Lan­des als Man­dats­land ab­ge­löst.

Un­ab­hän­gig­keits­krieg

Bin­nen ei­nes Ta­ges nach der Aus­ru­fung des Staa­tes Is­ra­el ist er von den Staa­ten der ara­bi­schen Li­ga an­ge­grif­fen wor­den, mit der kla­ren, of­fen aus­ge­spro­che­nen Ab­sicht, den neu­en Staat zu zer­stö­ren.

Credit: buil­der­sof­zi­on

Als der Krieg 1949 en­de­te, kon­trol­lier­te Is­ra­el mehr Ter­ri­to­ri­um als zum Zeit­punkt der Un­ab­hän­gig­keits­er­klä­rung. Ägyp­ten kon­trol­lier­te Ga­za, und Jor­da­ni­en kon­trol­lier­te Ju­däa und Sa­ma­ria (das es in West­bank um­tauf­te). Der west­li­che Teil von Je­ru­sa­lem war in is­rae­li­scher Hand, und der öst­li­che Teil Je­ru­sa­lems war in jor­da­ni­scher Hand.

Waffenstillstandsvereinba-​rungen wur­den zwi­schen Is­ra­el und den ara­bi­schen Staa­ten, die am Krieg be­tei­ligt ge­we­sen wa­ren, un­ter­schrie­ben. Waffen-​stillstandslinien – tem­po­rä­re Waf­fen­still­stands­gren­zen – wur­den in die­sen Ver­ein­ba­run­gen de­fi­niert. Sie wer­den oft als Grü­ne Li­nie be­zeich­net.

Die­se Waffenstillstands-​Demarkationslinien ha­ben kei­ne per­ma­nen­te Gren­ze für Is­ra­el dar­ge­stellt. Die Ver­ein­ba­rung zwi­schen Is­ra­el und Jor­da­ni­en ent­hält die­sen Satz:

„Die Waffenstillstands-​Demarkationslinien, die in die­ser Ver­ein­ba­rung de­fi­niert sind, wur­den von den Par­tei­en ver­ein­bart oh­ne Prä­ju­diz für zu­künf­ti­ge ter­ri­to­ria­le Sied­lun­gen oder Staats­gren­zen…”

Das ist aus­ser­ge­wöhn­lich wich­tig, weil die PLO/​PA be­haup­tet, dass die­se Li­ni­en die „ech­ten” Gren­zen sei­en und dass sich Is­ra­el auf die­se Gren­zen zu­rück­zie­zen müs­se. Das ist schlicht nicht der Fall.

Sechs­ta­ge­krieg

Vom 5. Ju­ni bis zum 10. Ju­ni 1967 hat Is­ra­el ei­nen De­fen­siv­krieg ge­gen ara­bi­sche Kräf­te aus Ägyp­ten, Sy­ri­en und Jor­da­ni­en aus­ge­foch­ten.

De­tails hier: http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/67_War.html

Als er vor­über war hat­te Is­ra­el die Kon­trol­le über ganz Je­ru­sa­lem, das un­ter is­rae­li­scher Sou­ve­rä­ni­tät ver­ei­nigt wur­de; über die Go­lan­hö­hen, auf die das is­rae­li­sche Zi­vil­recht an­ge­wandt wur­de; den Si­nai, der spä­ter als Teil des Frie­dens­ver­tra­ges mit Ägyp­ten zu­rück­ge­ge­ben wur­de; Ga­za, das beim Rück­zug 2005 zu­rück­ge­ge­ben wur­de, so­wie Ju­däa und Sa­ma­ria.

242

Im No­vem­ber 1967 ver­ab­schie­de­te der Si­cher­heits­rat die Re­so­lu­ti­on 242, die sich mit der Si­tua­ti­on be­fass­te.

Die Re­so­lu­ti­on ver­lang­te nicht von Is­ra­el, sich auf die Grü­ne Li­nie zu­rück­zu­zie­hen. Statt­des­sen an­er­kann­te sie das Recht von je­dem Staat in der Re­gi­on „im Frie­den zu Le­ben in­ner­halb von si­che­ren und an­er­kann­ten Gren­zen, frei von Be­dro­hun­gen oder Ge­walt­ak­ten.”

Im­pli­zit hier war das Ver­ständ­nis, dass die Grü­ne Li­nie kei­ne si­che­re Gren­ze war. Is­ra­el litt un­ter ei­nem Man­gel an stra­te­gi­scher Tie­fe in­ner­halb der Grü­nen Li­nie – an sei­ner schmals­ten Stel­le nur neun Mei­len breit – die zu An­grif­fen ein­lud und die Ver­tei­dung zu Kriegs­zei­ten äus­serst schwie­rig mach­te. (Des­we­gen nann­te der is­rae­li­sche Staats­mann Ab­bab Eban die Grü­ne Li­nie die „Auschwitz-​Grenze.”)

Des­halb rief die Re­so­lu­ti­on Is­ra­el da­zu auf, sich aus „Ge­bie­ten, die im kürz­li­chen Kon­flikt be­setzt wur­den” zu­rück­zu­zie­hen. „Ter­ri­to­ri­en”, nicht „die Ter­ri­to­ri­en” oder „al­le Ter­ri­to­ri­en,” was den Rück­zug von *ei­ni­gen aber nicht al­len Be­rei­chen von Ju­däa und Sa­ma­ria mein­te. Es gibt ei­ne ju­ris­ti­sche Ge­schich­te von lan­gen De­bat­ten über die­se Wort­wahl, auf­grund ih­rer Wich­tig­keit. Kein vol­ler Rück­zug, weil das Is­ra­el kei­ne si­che­re Gren­zen ge­ben wür­de.

(Von Is­rae­land­S­tuff hin­zu­ge­füg­te Her­vor­he­bung:

Die drei Ter­ri­to­ri­en, die im De­fen­siv­krieg vom Ju­ni 1967 er­obert wur­den, wa­ren

  1. Die Ter­ri­to­ri­en, die als Go­lan­hö­hen be­kannt sind, von Sy­ri­en – Ein Ab­schnitt der Go­lan­hö­hen ist an Sy­ri­en zu­rück­ge­ge­ben wor­den.
  2. Die Ter­ri­to­ri­en, die als Ju­däa und Sa­ma­ria oder West­bank be­kannt sind, von Jor­da­ni­en
  3. Die Ter­ri­to­ri­en, die als Si­nai be­kannt sind, von Ägyp­ten – voll­stän­di­ge Rück­ga­be an Ägyp­ten.

Da­her:
ES GIBT KEINEN GRUND, IRGEND EINEN TEIL ZURÜCKZUGEBEN von Ju­däa und Sa­ma­ria.

Da die „Ter­ri­to­ri­en” > (plu­ral), die Sy­ri­en und Ägyp­ten ge­hö­ren, zu­rück­ge­ge­ben wor­den sind, er­füllt das die le­ga­len Ver­pflich­tun­gen.)

Wir se­hen da­her noch ein­mal, dass die Be­haup­tung der PLO/​PA, Is­ra­el „müs­se” sich auf die Grü­ne Li­nie zu­rück­zie­hen, auf kei­nen Tat­sa­chen grün­det.

Zu gu­ter Letzt rief die Re­so­lu­ti­on zu „ei­ner fried­li­chen und ak­zep­tier­ten Be­sied­lung in Über­ein­stim­mung mit den Pro­vi­sio­nen und Prin­zi­pi­en in die­ser Re­so­lu­ti­on” auf. Ins­be­son­de­re ver­lang­te sie Ver­hand­lun­gen zur Be­stim­mung der fi­na­len Gren­zen von Is­ra­el.

Es gab kei­ne An­for­de­rung, dass sich Is­ra­el zu­rück­zie­hen müs­se, be­vor es Ver­hand­lun­gen ge­ben kann. Und die­se Ver­hand­lun­gen wur­den nie ge­führt. Zur Zeit der Re­so­lu­ti­on nahm man an, dass die Ver­hand­lun­gen mit Jor­da­ni­en ge­führt wer­den wür­den. Heu­te hat sich die Si­tua­ti­on ge­än­dert.

De­tail­lier­te­re Er­klä­run­gen und der Text der Re­so­lu­ti­on:
http://www.mythsandfacts.org/conflict/10/resolution-242.pdf

“Be­set­zung”

In der Re­so­lu­ti­on 242 gibt es nichts, was die Er­stel­lung von Sied­lun­gen in Ju­däa und Sa­ma­ria durch Is­ra­el ver­bie­ten wür­de. Da die­ses The­ma heu­te kri­tisch ist, müs­sen wir uns das et­was ge­nau­er an­schau­en:

Is­ra­el ist kein „Be­set­zer” in Ju­däa und Sa­ma­ria.

Das Wort „Be­set­zer wird re­gel­mäs­sig kol­por­tiert. Die PA/​PLO hat die Idee von Is­ra­el als „Be­set­zer” zum Man­tra ge­macht, und ein gros­ser Teil der Welt hat das ak­zep­tiert. Doch die Fak­ten sa­gen uns et­was an­de­res.

  • Ju­däa und Sa­ma­ria wa­ren (und sind noch im­mer) un­be­an­spruch­tes Man­dats­land, auf das Is­ra­el den stärks­ten An­spruch hat.
  • Ju­ris­tisch ge­schieht ei­ne Be­set­zung nur dann, wenn ei­ne Na­ti­on in das Ter­ri­to­ri­um ei­ner an­de­ren Na­ti­on ein­dringt. Doch es gab kei­ne na­tio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät in Ju­däa und Sa­ma­ria vor 1967 – die jor­da­ni­sche Prä­senz war nicht le­gal.
    http://legal-dictionary.thefreedictionary.com/Belligerent+occupation
  • Es gibt star­ke ju­ris­ti­sche Prä­ze­denz­fäl­le für den An­spruch, ein in ei­nem Ver­tei­di­gungs­krieg er­ober­tes Land be­hal­ten zu kön­nen.
  • Wie Ste­ven Schwie­bel, ehe­ma­li­ger Rich­ter am in­ter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hof, schrieb:“…die is­rae­li­sche Er­obe­rung von ara­bi­schem und von Ara­bern ge­hal­te­nem Ter­ri­to­ri­um war ei­ne de­fen­si­ve, kei­ne of­fen­si­ve Er­obe­rung.
    “…dar­aus folgt dass Än­de­run­gen der Waf­fen­still­stands­li­ni­en von 1949 …le­gal sind …ob die­se Än­de­run­gen, in Se­kre­tär Roger’s Wor­ten, ‚nicht-​substantiellen Än­de­run­gen er­for­der­lich für die ge­gen­sei­ti­ge Si­cher­heit’ oder sub­stan­ti­el­le­re Än­de­run­gen – wie die An­er­ken­nung der Sou­ve­rä­ni­tät Is­ra­els über ganz Je­ru­sa­lem.” (Her­vor­he­bung hin­zu­ge­fügt)
    http://www.2nd-thoughts.org/id248.html
  • Bei al­lem obi­gen soll­te nicht ver­ges­sen wer­den, dass die Be­rei­che hin­ter der Grü­nen Li­ni­en, in Ost­je­ru­sa­lem und in Ju­däa und Sa­ma­ria, das Herz des jü­di­schen Er­bes re­prä­sen­tie­ren: Vom Tem­pel­berg; zu He­bron und den Höh­len von Mach­pelah, wo Ma­tri­ar­chen un Pa­tri­ar­chen be­gra­ben sind; bis Shi­lo, wo­hin das Ta­ber­na­kel ge­bracht wor­den war. Wie kön­nen Ju­den „Be­set­zer” sein in ih­rem ur­ei­ge­nen his­to­ri­schen Land?

In­ter­na­tio­na­les Recht

Die Leu­te ha­ben den Ein­druck, dass „in­ter­na­tio­na­les Recht” ein klar de­fi­nier­ter Rechts­kör­per ist. In Tat und Wahr­heit, wäh­rend ei­ni­ge in­ter­na­tio­na­le Rech­te in for­ma­len Do­ku­men­ten eta­bliert sind, so sind an­de­re As­pek­te im Fluss. Ge­nau das ist der Fall bei „Be­set­zung”. Es gibt ei­ne Ten­denz, die­sen Be­griff po­li­tisch auf­zu­la­den, so­dass Is­ra­el im­mer wie­der an­ge­klagt wird, „in­ter­na­tio­na­les Recht zu ver­let­zen.” Sei­en Sie äus­serst vor­sich­tig, wenn Sie das hö­ren.

Und dann gibt es An­ge­le­gen­hei­ten, in wel­chen „in­ter­na­tio­na­les Recht” für Is­ra­el so in­ter­pre­tiert wird und für an­de­re Län­der an­ders.

Ein fas­zi­nie­ren­des Bei­spiel hat mit der vier­ten Gen­fer Kon­ven­ti­on, Ar­ti­kel 49(6) zu tun, die be­sagt, dass „die Be­sat­zungs­macht nicht sei­ne ei­ge­ne zi­vi­le Be­völ­ke­rung oder Tei­le da­von in das Ter­ri­to­ri­um de­por­tie­ren oder trans­fe­rie­ren soll.” Viel­leicht ha­ben Sie An­kla­gen ge­hört, dass Is­ra­el die­sen Ar­ti­kel ver­letzt auf­grund sei­ner „Sied­ler.”

Es gibt dar­auf zwei of­fen­sicht­li­che Ant­wor­ten: Zu­nächst ist Is­ra­el kein Be­sat­zer, und zwei­tens de­por­tiert oder trans­fe­riert Is­ra­el nicht Tei­le sei­ner ei­ge­nen Zi­vil­be­völ­ke­rung – die Men­schen ge­hen aus ei­ge­nem frei­en Wil­len da­hin.

Eu­ge­ne Kon­to­ro­vich je­doch forscht ge­ra­de für ein Pa­pier und ent­deckt noch et­was an­de­res: Es gibt vie­le Bei­spie­le von Um­zü­gen von zi­vi­ler Be­völ­ke­rung in die be­setz­ten Ge­bie­te. Je­doch, wäh­rend in­ter­na­tio­na­le An­wäl­te sa­gen, dass Is­ra­el der zi­vi­len Mi­gra­ti­on ak­tiv Wi­der­stand leis­ten muss, den Sied­ler kei­ne Diens­te leis­ten darf, usw., so ist un­ter an­de­ren Um­stän­den die Re­ak­ti­on viel ru­hi­ger. Will heis­sen, die an­ge­nom­me­nen Er­for­der­nis­se des „in­ter­na­tio­na­len Rechts” wer­den se­lek­tiv auf Is­ra­el an­ge­wen­det.

http://www.volokh.com/2012/11/27/other-countries-settlements/

VERWANDTE THEMEN

Ver­trä­ge von Os­lo

Die Ver­trä­ge von Os­lo, ur­sprüng­lich von Shi­mon Pe­res, Yossi Bei­lin und an­de­ren un­ter­stützt, grün­den auf der An­nah­me, die sich als ernst­haft und ge­fähr­lich feh­ler­haft er­wie­sen hat, dass Frie­den er­reicht wer­den kann zwi­schen Is­ra­el und der PLO, die als of­fi­zi­el­le Re­prä­sen­ta­ti­on des pa­läs­ti­nen­si­schen ara­bi­schen Vol­kes be­trach­tet wur­de. Am 13. Sep­tem­ber 1993 wur­de ei­ne Er­klä­rung der Prin­zi­pi­en un­ter­schrie­ben zwi­schen dem is­rae­li­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Yitz­hak Ra­bin und Yas­sir Ara­fat, dem Vor­sit­zen­den der PLO.

Die PLO hat die­se Ver­trä­ge nie rich­tig ra­ti­fi­ziert, ob­wohl sie den An­schein da­von zu er­we­cken ver­such­te. Noch wich­ti­ger war, dass sich die PLO ver­pflich­tet hat, je­ne Klau­seln in ih­rer Char­ta ab­zu­än­dern, die die Zer­stö­rung Is­ra­els for­dern. Er­neut wur­de der An­schein da­von zu er­we­cken ver­sucht – ein Ko­mi­tee zur Aus­ar­bei­tung die­ser Än­de­run­gen wur­de ge­bil­det – doch nichts ist ge­sche­hen. Die PLO-​Charta von 1968, die die Zer­stö­rung von Is­ra­el for­dert, ist im­mer noch in Kraft.

Sie be­sagt, dass Pa­läs­ti­na, wie durch das Man­dat de­fi­niert, un­teil­bar ist und dass „be­waff­ne­ter Kampf der ein­zi­ge Weg zur Be­frei­ung Pa­läs­ti­nas ist.”

http://www.iris.org.il/plochart.htm

Am 4. Mai 1994 wur­de die ers­te Ver­ein­ba­rung un­ter­zeich­net, die ei­nen be­grenz­ten Rück­zug der is­rae­li­schen Trup­pen aus Ga­za und Je­ri­cho vor­sah, und wo die PLO die­se Be­rei­che über­neh­men soll­te. Zu jen­der Zeit wur­de die pa­läs­ti­nen­si­sche Au­to­no­mie­be­hör­de ge­grün­det als in­te­ri­mis­ti­sche ad­mi­nis­tra­ti­ve Au­to­ri­tät wäh­rend ei­ner Pe­ri­ode von fünf Jah­ren.

Am 28. Sep­tem­ber 1995 wur­de die in­te­ri­mis­ti­sche Ver­ein­ba­rung (ge­nannt Os­lo II) un­ter­zeich­net. Die­se ver­lang­te wei­te­ren ex­ten­si­ven Rück­zug aus wich­ti­gen ara­bi­schen Be­völ­ke­rungs­zen­tren, wo­bei die PA die Ver­ant­wor­tung über­neh­men soll­te. Drei Be­rei­che wur­den de­fi­niert: (A), in dem die PA vol­le Kon­trol­le hat, (B), in dem die PA zi­vi­le Kon­trol­le hat und Is­ra­el die Ver­ant­wor­tung über die Si­cher­heit bei­be­hält, und ©, wo Is­ra­el wei­ter­hin die ge­sam­te Kon­trol­le be­hält.

Al­le jü­di­schen Sied­lun­gen in Ju­däa und Sa­ma­ria sind im Be­reich ©. Es gibt nichts in der in­te­ri­mis­ti­schen Ver­ein­ba­rung, das die Eta­blie­rung oder Er­wei­te­rung von jü­di­schen Ge­mein­den in die­sem Be­reich ver­bie­tet oder ein­schränkt.

Ge­mäss den Os­lo­er Ver­trä­gen müs­sen so ge­nann­te „Endstatus-​Themen” mit­tels Ver­hand­lun­gen ge­löst wer­den: Gren­zen von Is­ra­el, po­ten­ti­el­le Auf­tei­lung von Je­ru­sa­lem, die Na­tur der paläsinensisch-​arabischen En­ti­tät, usw.

Uni­la­te­ra­le Ak­tio­nen, die ei­ne Ver­än­de­rung der Grund­si­tua­ti­on her­bei­füh­ren, wer­den als Bruch der Ver­trä­ge be­zeich­net, die Ver­hand­lun­gen er­for­dern.

BITTE BEACHTEN SIE: Die Ver­trä­ge von Os­lo ver­lan­gen nicht aus­drück­lich die Bil­dung ei­nes pa­läs­ti­nen­si­schen Staa­tes, ob­wohl das die heu­ti­ge Ar­beits­an­nah­me ist. Das Ziel, in der Er­klä­rung der Prin­zi­pi­en ge­nannt, ist „Ver­hand­lun­gen …die zu ei­nem dau­er­haf­ten Frie­den füh­ren auf­grund der Re­so­lu­ti­on 242 des Si­cher­heits­ra­tes…” (von 1967, oben dis­ku­tiert.) Das soll­ten die Ver­hand­lun­gen sein, die letzt­end­lich die dau­er­haf­ten Gren­zen von Is­ra­el Rich­tung Os­ten fest­le­gen soll­ten. Bis zu sei­nem Tod sprach Pre­mier­mi­nis­ter Yitz­hak Ra­bin von ei­ner Au­to­no­mie der pa­läs­ti­nen­si­schen Ara­ber, die kei­ne voll­stän­di­ge Ei­gen­staat­lich­keit um­fass­te. Mit die­sen Ver­hand­lun­gen soll­te Frie­den er­reicht wer­den.

De­kla­ra­ti­on der Prin­zi­pi­en:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/in_depth/middle_east/israel_and_the_palestinians/key_documents/1682727.stm

In­te­ri­mis­ti­scher Ver­ein­ba­rung
http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Peace/interim.html

Taqiy­ya

Ein­fach aus­ge­drückt han­delt es sich die mus­li­mi­sche Nei­gung zu Falsch­aus­sa­gen oder Täu­schun­gen un­ter be­stimm­ten Um­stän­den. Die­ses Ver­hal­ten ist nicht nur an­er­kannt, son­dern wird manch­mal von der Sharia (dem is­la­mi­schen Ge­setz) ver­langt, wenn es dem Is­lam zum Vor­teil ge­reicht oder Mus­li­me schützt.

Sie­he:
http://www.islam-watch.com/Warner/Taqiyya-Islamic-Principle-Lying-for-Allah.htm

Die Tat­sa­che, dass pa­läs­ti­nen­si­sche Ara­ber Taqiy­ya prak­ti­zie­ren – was der is­la­mi­sche Ge­lehr­te Ray­mond Ibri­him als Main­stream im Is­lam be­zeich­net, und …sehr vor­herr­schend in der is­la­mi­schen Po­li­tik – macht es Is­ra­el äus­serst schwer, sei­nen Fall dar­zu­le­gen.

Pa­läs­ti­nen­si­sche Ara­ber be­haup­ten bei­spiels­wei­se, dass sie die in­di­ge­ne Be­völ­ke­rung von Pa­läs­ti­na sind, Ab­kom­men der Ka­naa­ni­ten oder an­de­rer an­ti­ker Völ­ker, wäh­rend die Ju­den kei­ne Ge­schich­te hät­ten, die sie mit dem Land ver­bin­det.

Die Rea­li­tät ist, dass je­ne, die sich heu­te „Pa­läs­ti­nen­ser” nen­nen, bis vor ein paar Jahr­zehn­ten ganz ein­fach als Teil der ara­bi­schen Na­ti­on iden­ti­fi­ziert wur­den. In der Tat, vor der Grün­dung des mo­der­nen Staa­tes Is­ra­el wa­ren es die Ju­den, die als Pa­läs­ti­nen­ser be­zeich­net wur­den, nicht die Ara­ber.

Ganz ähn­lich sa­gen die pa­läs­ti­nen­si­schen Ara­ber, dass die Ju­den auf „ih­rem” Land sei­en und es ih­nen zu­rück­ge­ben müss­ten.

Die Rea­li­tät ist, dass es nie ei­nen pa­läs­ti­nen­si­schen Staat gab, auf die­sem Land oder sonst­wo. Es gibt kei­ne Ar­gu­men­te da­für, es „ihr” Land zu nen­nen.

Wei­ter sa­gen die pa­läs­ti­nen­si­schen Ara­ber, dass sie ei­ne „Zwei­staa­ten­lö­sung” und fried­lich ne­ben Is­ra­el le­ben wol­len, falls nur Is­ra­el sich auf sei­ne „Gren­zen” der Grü­nen Li­nie zu­rück­zie­hen wür­de.

Die Rea­li­tät ist, dass die PLO (Pa­läs­ti­nen­si­sche Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on) 1964 ge­grün­det wur­de, be­vor Is­ra­el Ju­däa, Sa­ma­ria und Ga­za si­cher­te. Was die PLO zu „be­frei­en” ver­such­te, war Is­ra­el in­ner­halb der Grü­nen Li­nie.

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© Ar­le­ne Kush­ner. Die­ses Ma­te­ri­al wur­de von Ar­le­ne Kush­ner pro­du­ziert als un­ab­hän­gi­ge Jour­na­lis­tin. Er­laub­nis zur Re­pro­duk­ti­on ist nur ge­ge­ben bei ent­spre­chen­der Quel­len­an­ga­be.

Falls es wie­der­ge­ge­ben wird und Her­vor­he­bun­gen hin­zu­ge­fügt wer­den, so muss dies ent­spre­chend ver­merkt wer­den.

*Von Is­rae­land­S­tuff hin­zu­ge­füg­te Her­vor­he­bung ist in ROT
Quel­le: Ar­le­ne From Is­ra­el
http://arlenefromisrael.squarespace.com/current-postings/2012/12/6/december-6 – 2012-rights-spelled-clear.html

Pu­bli­ziert am 6. De­zem­ber 2012 von Ar­le­ne

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Un­an­ge­mes­se­ner Ge­brauch der vier­ten Gen­fer Kon­ven­ti­on

Von Eli E. Hertz

Hin­ter­grund

Die Spra­che von Ar­ti­kel 49 wur­de im Ge­fol­ge des zwei­ten Welt­kriegs und der Nazi-​Besetzungen ge­schaf­fen – ei­ne Be­set­zung, die zu ei­nem Ag­gres­si­ons­krieg führ­te, bei dem Na­zi­deutsch­land sei­ne Nach­barn straf­los an­griff und ei­ne Rei­he von  Gräu­el­ta­ten ge­gen die zi­vi­le Be­völ­ke­rung be­ging, ein­schliess­lich De­por­ta­ti­on und Um­sied­lung lo­ka­ler Be­völ­ke­run­gen im be­setz­ten Eu­ro­pa. Mil­lio­nen wur­den in Zwangs­ar­beits­la­ger ge­schickt und je­ne mit be­son­de­rem eth­ni­schem Ur­sprung, ins­be­son­de­re Ju­den, wur­den in den Tod in Gas­kam­mern ge­schickt. Den Ver­fas­sern von Ar­ti­kel 49 war es wich­tig, zu­fün­ti­gen Ge­no­zid wi­der die Mensch­lich­keit zu ver­hin­dern.

Kri­ti­ker und Fein­de Is­ra­els, ein­schliess­lich Mit­glie­der der UNO und von Or­ga­nen wie dem in­ter­na­tio­na­len Ge­richts­hof (ICJ), ha­ben sich da­zu her­ab­ge­las­sen, die Gen­fer Kon­ven­ti­on als Waf­fe ge­gen Is­ra­el zu be­nut­zen, selbst wenn Aus­sa­gen von mass­geb­li­chen Ana­lys­ten, Wis­sen­schaft­lern und Ver­fas­sern des Do­ku­ments al­lem wi­der­spre­chen, was von je­nen ge­sagt wird, die die Ge­schich­te aus po­li­tisch mo­ti­vier­ten Grün­den ver­zer­ren.

Es ist all­ge­mein be­kannt, dass Is­ra­el seit sei­ner Ent­ste­hung die in­ter­na­tio­na­len hu­ma­ni­tä­ren Ge­set­ze be­folgt, oh­ne dass man es hät­te dar­auf auf­merk­sam ma­chen oder da­zu hät­te zwin­gen müs­sen.

„Be­setz­tes Ter­ri­to­ri­um”

Der Be­griff „be­setz­tes Ter­ri­to­ri­um”, der in der vier­ten Gen­fer Kon­ven­ti­on vor­kommt, ent­stand als Re­sul­tat der Be­set­zung Eu­ro­pas durch die Na­zis. Ob­wohl es all­ge­mei­ner Usus ge­wor­den ist, die West­bank und Ga­za als „be­setz­te Ge­bie­te” zu be­zeich­nen, gibt es kei­ne le­ga­le Ba­sis für die­sen Be­griff im Zu­sam­men­hang mit dem arabisch-​israelischen Kon­flikt.

Pro­fes­sor Ju­li­us Stone, ei­ne füh­ren­de Au­to­ri­tät in Sa­chen Völ­ker­recht, lehnt den Be­griff „be­setz­te Ter­ri­to­ri­en” als Be­schrei­bung der Ge­bie­te, die von Is­ra­el kon­trol­liert wer­den, ra­di­kal ab, und zwar aus fol­gen­den Grün­den:

  1. Ar­ti­kel 49 be­zieht sich auf die In­va­si­on sou­ve­rä­ner Staa­ten und ist nicht an­wend­bar, weil die West­bank kei­nem an­de­ren Staat ge­hör­te und ge­hört.
  2. Die Ent­wurfs­ge­schich­te von Ar­ti­kel 49 [Schutz von Zi­vil­per­so­nen in Kriegs­zei­ten] – al­so die Ver­hin­de­rung von „Ge­no­zi­den” muss be­rück­sich­tigt wer­den. Die­se Be­din­gun­gen sind im Fall von Is­ra­el nicht vor­han­den.
  3. Die Sied­lun­gen von Ju­den in der West­bank sind frei­wil­lig und ver­drängt kei­ne lo­ka­le Be­völ­ke­rung. Dar­über­hin­aus sagt Stone, dass „kei­ne ernst­haf­te Aus­dün­nung (und noch we­ni­ger Aus­rot­tung) von ein­hei­mi­scher Be­völ­ke­rung” [vor sich geht]; son­dern viel­mehr „ei­ne dra­ma­ti­sche Ver­bes­se­rung der öko­no­mi­schen Si­tua­ti­on der [lo­ka­len pa­läs­ti­nen­si­schen] Be­völ­ke­rung seit 1967 [ge­sche­hen ist].”

De­por­ta­ti­on und er­zwun­ge­ne Um­sied­lun­gen

Ara­bi­sche Op­po­si­ti­on zur Grün­dung von jü­di­schen Sied­lun­gen ba­siert auf dem letz­ten Pa­ra­gra­phen von Ar­ti­kel 49. Die „Be­sat­zungs­macht” dür­fe nicht „tei­le sei­ner ei­ge­nen Zi­vil­be­völ­ke­rung in die be­setz­ten Ter­ri­to­ri­en de­por­tie­ren oder um­sie­deln.”

Man kann die­se grund­lo­se ICJ-​Aussage kaum glau­ben, dass Is­ra­el, das ein­zi­ge freie und de­mo­kra­ti­sche Land im mitt­le­ren Os­ten „De­por­ta­ti­on” und „er­zwun­ge­ne Um­sied­lung” sei­ner ei­ge­nen Be­völ­ke­rung in die „be­setz­ten Ter­ri­to­ri­en” durch­führt.

Ar­ti­kel 2 der vier­ten Gen­fer Kon­ven­ti­on

Ar­ti­kel 2 der vier­ten Gen­fer Kon­ven­ti­on be­trifft nur Kon­flik­te, die „zwi­schen zwei oder mehr ho­hen Ver­trags­par­tei­en ent­ste­hen,” wel­ches im kon­kre­ten Fall nicht der Fall ist, da Is­ra­el die ein­zi­ge be­tei­lig­te ho­he Ver­trags­par­tei (oder Staat) in die­sem Kon­flikt ist, da Jor­da­ni­en das nie war. Da­her ist die vier­te Gen­fer Kon­ven­ti­on schlicht nicht an­wend­bar.

Pro­fes­sor Ju­li­us Stone, ei­ne der füh­ren­den Au­to­ri­tä­ten des Völ­ker­rech­tes des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts be­rührt die An­wend­bar­keit von Ar­ti­kel 49 der Gen­fer Kon­ven­ti­on bei ei­ner Schrift aus dem Jah­re 1980 wie folgt:

„Dass auf­grund des ex ini­uria Prin­zips [Un­recht kann kein Recht ge­ne­rie­ren], Jor­da­ni­en in der West­bank nie­mals ei­nen ju­ris­ti­schen Ti­tel be­sass, noch heu­te be­sitzt, noch kann ir­gend ein an­de­rer Staat ei­nen sol­chen Ti­tel be­an­spru­chen. Ar­ti­kel 49 er­scheint da­her schlicht nicht an­wend­bar. Selbst wenn er es wä­re, so kann hin­zu­ge­fügt wer­den, dass die Tat­sa­chen der kürz­li­chen frei­wil­li­gen An­sied­lun­gen nicht von der In­ten­ti­on von Ar­ti­kel 49 ab­ge­deckt sind, wo es viel­mehr um er­zwun­ge­ne Um­sied­lung der krieg­füh­ren­den Be­völ­ke­rung in die be­setz­ten Ter­ri­to­ri­en geht, oder der Um­sied­lung lo­ka­ler Be­völ­ke­rung, aus an­de­ren als aus Si­cher­heits­grün­den.

Un­ter­stüt­zung für den Stand­punkt von Stone fin­det sich in der Schrift von Sir Pro­fes­sor Eli­hu Lau­ter­pacht von 1968:

Da­her ist die jor­da­ni­sche Be­set­zung der Al­stadt – und in der Tat des ge­sam­ten West­ufers des Jor­dans – kei­ner­lei le­ga­le Be­rech­ti­gung hat; und ein feh­ler­haf­tes Ver­hal­ten die­ser Art kann in kei­ner Wei­se ei­ne Ba­sis sein da­für, dass Jor­da­ni­en das Sou­ve­rä­ni­täts­va­ku­um in der Al­stadt [und dem gan­zen Ge­biet west­lich des Jor­dans] aus­fül­len könn­te.

Pro­fes­sor Eu­ge­ne Ros­tow, ver­stor­be­ner De­kan der Yale Law School, USA, Un­ter­staats­se­kre­tär für po­li­ti­sche An­ge­le­gen­hei­ten, und ei­ne der Schlüs­sel­fi­gu­ren beim Ent­wurf der UNO-​Resolution 242, hat fest­ge­stellt, dass die Vier­te Gen­fer Kon­ven­ti­on nicht an­wend­bar ist auf die Rechts­stel­lung von Is­ra­el und weist dar­auf hin:

„Die Op­po­si­ti­on ge­gen jü­di­sche Sied­lun­gen in der West­bank hat sich auch auf das le­ga­le Ar­gu­ment ge­stützt – dass sol­che Sied­lun­gen die Vier­te Gen­fer Kon­ven­ti­on ver­let­zen, die der Be­sat­zungs­macht die Um­sied­lung ei­ge­ner Bür­ger in die be­setz­ten Ge­bie­te ver­bie­tet. Doch wie die Kon­ven­ti­on auf Ju­den an­wend­bar sein soll, die be­reits ein le­ga­les Recht ha­ben, ge­schützt durch Ar­ti­kel 80 der Char­ta der UNO, in der West­bank, Ost­je­ru­sa­lem und dem Ga­za­strei­fen zu le­ben, ist nie er­klärt wor­den.” Es scheint, dass der in­ter­na­tio­na­le Straf­ge­richts­hof das eben­falls nie er­klärt hat.

Ar­ti­kel 80 der Char­ta der UNO

Die Man­da­te des Völ­ker­bun­des ha­ben ei­nen be­son­de­ren Sta­tus im in­ter­na­tio­na­len Recht. Sie wer­den als Treu­hand­schaf­ten be­trach­tet, so­gar ‚hei­li­ge Treu­hand­schaf­ten’. Ei­ne Treu­hand­schaft en­det nicht, weil der Be­treu­han­de­te stirbt [oder] zu­rück­tritt.

Ar­ti­kel 80 der UNO ist aus­drück­lich ge­schaf­fen wor­den in San Fran­cis­co am 26. Ju­ni 1945 um das jü­di­sche Recht auf Nie­der­las­sung in Pa­läs­ti­na un­ter dem Man­dat ge­gen Ero­si­on zu schüt­zen in ei­ner Welt von am­bi­tiö­sen Staa­ten. Das Recht der Ju­den auf Nie­der­las­sung über­leb­te den Bri­ti­schen Rück­zug von 1948.

Dem in­ter­na­tio­na­len Ge­richts­hof (ICJ), dem Rö­mer Sta­tut des in­ter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hofs (ICC) und der Vier­ten Gen­fer Kon­ven­ti­on fehlt die Au­to­ri­tät, auf das Be­sitz­tum der Ter­ri­to­ri­en von Ju­däa und Sa­ma­ria, auch als West­bank be­kannt, ein­zu­wir­ken.

UN Ar­ti­cle 80 was spe­ci­fi­cal­ly crea­ted in San Fran­cis­co on 26 Ju­ne 1945 to pro­tect the Je­wish right of sett­le­ment in Pa­lesti­ne un­der the man­da­te against ero­si­on in a world of am­bi­tious sta­tes. Jews le­gal rights of sett­le­ments sur­vi­ved the Bri­tish wi­th­dra­wal in 1948.

Die Quel­le (Ori­gi­nal­pu­bli­ka­ti­on) der Pu­bli­ka­ti­on auf MYTHS and FACTS von “Un­an­ge­mes­se­ner Ge­brauch der Vier­ten Gen­fer Kon­ven­ti­on” kann hier nach­ge­le­sen wer­den:
http://www.MYTHSandFACTS.org/article_view.asp?articleID=255

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