«

»

Frank­reich: Die ti­cken­de Zeit­bom­be der Islamisierung

Yves Ma­mou, 3.10.2016, Gatestone Institute

  • Die letz­te Grup­pe, de­fi­niert als die „Ul­tras”, re­prä­sen­tie­ren 28% der be­frag­ten Mus­li­me mit dem au­to­ri­tärs­ten Pro­fil. Sie sa­gen, dass sie es vor­zie­hen, oh­ne re­pu­bli­ka­ni­sche Wer­te zu le­ben. Für sie kom­men is­la­mi­sche Wer­te und das is­la­mi­sche Recht, oder Scha­ria, zu­erst, vor dem all­ge­mei­nen Recht der Re­pu­blik. Sie bil­li­gen Po­ly­ga­mie und das Tra­gen von Ni­qab oder Burka.
  • „Die­se 28% hal­ten sich an den Is­lam in sei­ner rück­schritt­lichs­ten Form, die für sie ei­ne Art Iden­ti­tät ge­wor­den ist. Der Is­lam ist die tra­gen­de Säu­le ih­rer Re­vol­te; und die­se Re­vol­te wird ver­kör­pert durch ei­nen Is­lam der Brü­che, der Ver­schwö­rungs­theo­ri­en und des An­ti­se­mi­tis­mus”, laut Ha­mid el Ka­roui in ei­nem In­ter­view mit dem Jour­nal du Di­man­che.
  • Noch wich­ti­ger, exis­tie­ren die­se 28% über­wie­gend bei den Jun­gen (50% sind un­ter 25 Jah­re). Mit an­de­ren Wor­ten, ei­ner von zwei jun­gen fran­zö­si­schen Mus­li­men ist ein Sala­fist der ra­di­kals­ten Art, auch wenn er nicht ei­ner Mo­schee angehört.
  • Es ist un­glaub­lich, dass die ein­zi­gen Werk­zeu­ge, die uns zur Ver­fü­gung ste­hen, un­pas­sen­de Mei­nungs­um­fra­gen sind. Oh­ne Wis­sen ist kei­ne po­li­ti­sche Ak­ti­on – oder an­de­re Maß­nah­men – mög­lich. Es ist ei­ne Si­tua­ti­on, die ag­gres­si­ven po­li­ti­schen Is­la­mis­ten un­er­mess­lich zu­gu­te kommt.
  • Vor­sätz­li­che Blind­heit ist die Mut­ter des kom­men­den Bür­ger­krie­ges – es sei denn, die Fran­zo­sen ent­schei­den sich da­für, sich dem Is­lam kampf­los zu unterwerfen.

Ha­mid el Ka­roui sag­te in ei­nem In­ter­view mit dem Jour­nal du Di­man­che über die Mei­nun­gen der fran­zö­si­schen Mus­li­me: „Die­se 28% hal­ten sich an den Is­lam in sei­ner rück­schritt­lichs­ten Form, die für sie ei­ne Art Iden­ti­tät ge­wor­den ist. Der Is­lam ist die tra­gen­de Säu­le ih­rer Re­vol­te; und die­se Re­vol­te wird ver­kör­pert durch ei­nen Is­lam der Brü­che, der Ver­schwö­rungs­theo­ri­en, und des Antisemitismus.”

Kürz­lich sind zwei wich­ti­ge Stu­di­en über fran­zö­si­sche Mus­li­me in Frank­reich ver­öf­fent­licht wor­den. Die ers­te, op­ti­mis­tisch be­ti­telt mit „Ein fran­zö­si­scher Is­lam ist mög­lich”, wur­de un­ter der Schirm­herr­schaft des In­sti­tut Mon­tai­gne ver­öf­fent­licht, ei­nem un­ab­hän­gi­gen fran­zö­si­schen Think Tank.

Die zwei­te Stu­die mit dem Ti­tel „Ar­beit, die Ge­sell­schaft und die re­li­giö­se Fra­ge” ist die vier­te jähr­li­che ge­mein­sa­me Stu­die des Rand­stad In­sti­tu­te (ei­nem Per­so­nal­ver­mitt­lungs­un­ter­neh­men), zu­sam­men mit der Be­ob­ach­tungs­stel­le für re­li­giö­se Er­fah­rung bei der Ar­beit (Ob­ser­va­toire du fait re­li­gieux en en­tre­pri­se, Of­re), ei­nem Forschungsunternehmen.

Über bei­de Stu­di­en, die ein gro­ßes Wis­sens­de­fi­zit über re­li­giö­se und eth­ni­sche De­mo­gra­phie fül­len, wur­de in den Me­di­en aus­führ­lich be­rich­tet. Frank­reich ist ein Land, das gut aus­ge­stat­tet ist mit De­mo­gra­phen, Wis­sen­schaft­lern, Pro­fes­so­ren und For­schungs­in­sti­tu­ten, aber al­le of­fi­zi­el­len Da­ten oder Sta­tis­ti­ken über Ras­se, Her­kunft oder Re­li­gi­on sind ge­setz­lich verboten.

Frank­reich hat 66,6 Mio. Ein­woh­ner, laut ei­nem Be­richt vom 1. Ja­nu­ar 2016 des Na­tio­na­len In­sti­tuts für Sta­tis­tik (In­see). Doch Volks­zäh­lungs­fra­ge­bö­gen ver­bie­ten je­de mög­li­che Fra­ge über Ras­se, Her­kunft oder Re­li­gi­on. Des­halb ist es in Frank­reich un­mög­lich zu wis­sen, wie vie­le Mus­li­me, Schwar­ze, wei­ße Men­schen, Ka­tho­li­ken, Ara­ber, Ju­den usw. im Land leben.

Die­ses Ver­bot ba­siert auf ei­nem al­ten und ehe­mals ge­sun­den Prin­zip, je­de Dis­kri­mi­nie­rung im Land zu ver­mei­den, wo „As­si­mi­la­ti­on” die Re­gel ist. As­si­mi­lie­rung im fran­zö­si­schen Stil be­deu­tet, dass je­der Aus­län­der, der im Land le­ben will, den Ver­hal­tens­ko­dex der lo­ka­len Be­völ­ke­rung zu ko­pie­ren hat und rasch ei­ne Ein­hei­mi­sche hei­ra­ten soll­te. Die­ses As­si­mi­la­ti­ons­mo­dell funk­tio­nier­te per­fekt für Men­schen spa­ni­scher, por­tu­gie­si­scher oder pol­ni­scher Ab­stam­mung. Aber mit Ara­bern und Mus­li­men en­det das.

Nun aber ist trotz al­ler gu­ten Ab­sich­ten die Re­gel, die das Sam­meln von Da­ten ver­bie­tet, die zu ei­ner Dis­kri­mi­nie­rung füh­ren könn­ten, zu ei­nem na­tio­na­len Si­cher­heits­pro­blem geworden.

Wenn ei­ne Grup­pe von Men­schen, die un­ver­blümt auf der Grund­la­ge ih­rer Re­li­gi­on oder eth­ni­schen Zu­ge­hö­rig­keit han­deln, hef­tig die Grund­la­gen der Ge­sell­schaft, in der sie le­ben, zu be­kämp­fen be­gin­nen, dann wird es not­wen­dig – in der Tat drin­gend – zu wis­sen, wel­cher Re­li­gio­nen und Eth­ni­en die­se an­ge­hö­ren und wie vie­le Men­schen die­se vertreten.

Die bei­den in Fra­ge ste­hen­den Stu­di­en ba­sie­ren da­her nicht auf Volks­zäh­lungs­da­ten, son­dern auf Um­fra­gen. Die Stu­die des In­sti­tuts Mon­tai­gne zum Bei­spiel schreibt, dass die Mus­li­me 5,6% der Me­tro­po­litan­be­völ­ke­rung von Frank­reich dar­stel­len, oder ge­nau drei Mil­lio­nen. Al­ler­dings schrieb Mi­chè­le Tri­ba­lat, ein De­mo­graph spe­zia­li­siert auf Ein­wan­de­rungs­pro­ble­me, dass die Fünf-​Millionen-​Marke un­ge­fähr 2014 über­schrit­ten wur­de. Das Pew Re­se­arch Cen­ter schätz­te die mus­li­mi­sche Be­völ­ke­rung in Frank­reich Mit­te 2010 auf 4,7 Mil­lio­nen. An­de­re Wis­sen­schaft­ler, wie Azo­uz Be­gag, ehe­ma­li­ger Mi­nis­ter für Gleich­stel­lung (er ver­liess die Re­gie­rung im Jahr 2007), schätzt die Zahl der Mus­li­me in Frank­reich eher auf 15 Millionen.

Stu­die des In­sti­tut Mon­tai­gne: Die Se­zes­si­on der fran­zö­si­schen Muslime

Die Stu­die wur­de vom In­sti­tut Mon­tai­gne am 18. Sep­tem­ber ver­öf­fent­licht und ba­siert auf ei­ner Um­fra­ge, die Ifop (Fran­zö­si­sches Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut) durch­führ­te, für die 1029 Mus­li­me be­fragt wur­den. Der Au­tor der Stu­die ist Ha­kim el Ka­roui, ein ehe­ma­li­ger Be­ra­ter des da­ma­li­gen Pre­mier­mi­nis­ters Jean-​Pierre Raf­fa­rin (2002−2005).

Drei wich­tigs­te mus­li­mi­sche Pro­fi­le wur­den herausgearbeitet:

Zu­erst wa­ren die so ge­nann­ten „sä­ku­la­ren” (46%). Die­se Leu­te sag­ten, sie sei­en „völ­lig sä­ku­lar, auch wenn die Re­li­gi­on ei­nen wich­ti­gen Platz in ih­rem Le­ben ein­nimmt.” Ob­wohl sie sä­ku­lar zu sein be­haup­ten, ge­hö­ren vie­le von ih­nen auch zu der Grup­pe, die ger­ne al­le mus­li­mi­schen Frau­en ei­nen Hi­jab tra­gen se­hen möch­ten (58% der Män­ner und 70% der Frau­en). Sie über­schnei­den sich auch (60%) mit der Grup­pe, die ei­nen Hi­jab in der Schu­le zu tra­gen un­ter­stüt­zen, ob­wohl der Hi­jab seit 2004 in Schu­len ver­bo­ten ist. Vie­le die­ser „Sä­ku­la­ren” ge­hö­ren eben­falls zu den 70% der Mus­li­me, die „im­mer” Halal-​Fleisch kau­fen (nur 6% kau­fen das nie). Laut der Stu­die wer­den ei­nen Hi­jab zu tra­gen und nur-​Halal-​Fleisch zu es­sen für Mus­li­me selbst als be­deu­ten­de „Mar­ker” der mus­li­mi­schen Iden­ti­tät betrachtet.

Ei­ne zwei­te Grup­pe von Mus­li­men, die „Is­la­mic Pri­de Grup­pe”, re­prä­sen­tiert ein Vier­tel (25%) der rund tau­send be­frag­ten Men­schen. Sie de­fi­niert sich in ers­ter Li­nie als Mus­li­me und ver­lan­gen ihr Recht, ih­ren Glau­ben (in ers­ter Li­nie re­du­ziert auf Hi­jab und Hal­al) in der Öf­fent­lich­keit aus­zu­üben. Sie leh­nen je­doch den Ni­qab und Po­ly­ga­mie ab. Sie sa­gen, sie re­spek­tie­ren Sä­ku­la­ris­mus und die Ge­set­ze der Re­pu­blik, aber die meis­ten von ih­nen sa­gen, dass sie das Hijab-​Verbot in der Schu­le nicht akzeptieren.

Die letz­te Grup­pe, de­fi­niert als die „Ul­tras”, re­prä­sen­tie­ren 28% der Be­frag­ten, und das au­to­ri­tärs­te Pro­fil. Sie sa­gen, dass sie es vor­zie­hen, oh­ne re­pu­bli­ka­ni­sche Wer­te zu le­ben. Für sie kom­men is­la­mi­sche Wer­te und das is­la­mi­sche Recht, die Scha­ria, zu­erst, vor dem all­ge­mei­nen Recht der Re­pu­blik. Sie bil­li­gen die Po­ly­ga­mie und den Ni­qab oder die Burka.

„Die­se 28% hal­ten sich an den Is­lam in sei­ner rück­schritt­lichs­ten Form, die für sie ei­ne Art von Iden­ti­tät ge­wor­den ist. Der Is­lam ist die tra­gen­de Säu­le ih­rer Re­vol­te; und die­se Re­vol­te ver­kör­pert sich in ei­nem Is­lam von Brü­chen, Ver­schwö­rungs­theo­ri­en und An­ti­se­mi­tis­mus”, sag­te Ha­mid el Ka­roui in ei­nem In­ter­view mit dem Jour­nal du Di­man­che.

Noch wich­ti­ger ist, dass die­se 28% über­wie­gend un­ter den Jun­gen exis­tie­ren (50% sind un­ter 25 Jah­re). Mit an­de­ren Wor­ten, ei­ner von zwei jun­gen fran­zö­si­schen Mus­li­men ist ein Sala­fist der ra­di­kals­ten Art, auch wenn er nicht ei­ner Mo­schee angehört.

Die Fra­ge ist: Wie vie­le wer­den sie in fünf Jah­ren, zehn Jah­ren, 20 Jah­ren sein? Es ist wich­tig, zu fra­gen, weil Um­fra­gen im­mer ei­ne Mo­ment­auf­nah­me dar­stel­len, ein Stand­bild ei­ner Si­tua­ti­on. Wenn wir wis­sen, dass die Ein­schrän­kun­gen in Sa­chen Schlei­er und Halal-​Nahrung von „gro­ßen Brü­dern” der gan­zen Fa­mi­lie auf­er­legt wer­den, müs­sen wir ver­ste­hen, dass ein Pro­zess statt­fin­det, ei­ne Se­zes­si­ons­pro­zess, auf­grund der Re-​Islamisierung der ge­sam­ten mus­li­mi­schen Ge­mein­schaft durch die Jungen.

Der Jour­na­list und Au­tor Eli­sa­beth Schem­la schrieb in Le Fi­ga­ro:

Um zu ver­ste­hen, was Re-​Islamisierung be­deu­tet, müs­sen wir ei­ne De­fi­ni­ti­on des Is­la­mis­mus ge­ben. Die ge­nau­es­te ist die De­fi­ni­ti­on von ei­nem sei­ner sehr glü­hen­den Be­für­wor­ter, Staats­rat Thier­ry Tuot, ei­ner der drei Rich­ter, die die­sen Som­mer ent­schie­den, den Bur­ki­ni am Strand (…) nicht zu ver­bie­ten. Is­la­mis­mus, schreibt er, ist der „öf­fent­li­che An­spruch ei­nes so­zia­len Ver­hal­tens, das als gött­li­che For­de­rung prä­sen­tiert wird, und das in die Öf­fent­lich­keit und Po­li­tik durch bricht.” Im Lich­te die­ser De­fi­ni­ti­on zeigt der Be­richt von Al Ka­roui, dass der Is­la­mis­mus sich un­ab­än­der­lich ausbreitet.

Is­lam bei der Ar­beit; Is­la­mis­mus in Bewegung

Die­se ti­cken­de Zeit­bom­be ar­bei­tet laut­los …bei der Arbeit.

Ei­ne Um­fra­ge, die zwi­schen April und Ju­ni 2016 vom Randstad-​Institut zu­sam­men mit dem Ob­ser­va­to­ri­um der re­li­giö­sen Er­fah­rung bei der Ar­beit (Of­re) durch­ge­führt wur­de, bei der 1405 Ma­na­ger in ver­schie­de­nen Un­ter­neh­men be­fragt wur­den, er­gab, dass zwei von drei Ma­na­gern (65%) be­rich­te­ten, dass „re­li­giö­ses Ver­hal­ten” ei­ne re­gel­mä­ßi­ge Er­schei­nung am Ar­beits­platz ist – ei­ne Stei­ge­rung ge­gen­über 50% im Jahr 2015.

Pro­fes­sor Lio­nel Ho­no­ré, Di­rek­tor von OFRE und Au­tor der Stu­die, er­kennt lei­se, dass „in 95% der Fäl­le” das „re­li­giö­se Ver­hal­ten bei der Ar­beit mit Mus­li­men zu tun hat.”

Um die Be­deu­tung die­ses „sicht­ba­ren Is­lam” in fran­zö­si­schen Fa­bri­ken und Bü­ros heu­te zu ver­ste­hen, müs­sen wir wis­sen, dass tra­di­tio­nell der Ar­beits­platz als neu­tra­ler Raum be­trach­tet wur­de. Das Ge­setz ver­bie­tet zwar nicht jeg­li­che Art von re­li­giö­sem oder po­li­ti­schem Aus­druck bei der Ar­beit, son­dern die Tra­di­ti­on war so, dass Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­ge­ber der An­sicht wa­ren, dass von al­len Zu­rück­hal­tung ge­zeigt wer­den müs­se in der Aus­übung ih­rer Glaubensfreiheit.

Die Rand­stad Stu­die von 2016 zeigt, dass die­se al­te Tra­di­ti­on vor­bei ist. Re­li­giö­se Sym­bo­le wu­chern am Ar­beits­platz, und 95% die­ser sicht­ba­ren Sym­bo­le sind is­la­misch. Of­fen­kun­di­ge Aus­drü­cke und Sym­bo­le des Chris­ten­tums oder Ju­den­tums gibt es bei der Ar­beit auch, na­tür­lich, aber sie sind mi­ni­mal im Ver­gleich zum Islam.

Die Um­fra­ge be­rück­sich­tig­te zwei Ar­ten des Aus­drucks re­li­giö­sen Glaubens:

  1. Per­sön­li­che Prak­ti­ken, wie das Recht, an re­li­giö­sen Fei­er­ta­gen zu feh­len, fle­xi­ble Ar­beits­zei­ten, das Recht, in den Ar­beits­pau­sen zu be­ten, und das Recht, Sym­bo­le des re­li­giö­sen Glau­bens zu tragen.
  2. Stö­run­gen bei der Ar­beit oder Re­gel­ver­let­zun­gen, wie die Wei­ge­rung der Män­ner, mit ei­ner Frau zu ar­bei­ten oder Be­feh­le von ei­nem weib­li­chen Ma­na­ger ent­ge­gen­zu­neh­men, die Wei­ge­rung, mit Men­schen zu ar­bei­ten, die nicht Glau­bens­ge­nos­sen sind, Ab­leh­nung spe­zi­fi­scher Auf­ga­ben und Mis­sio­nie­rung wäh­rend der Arbeitszeit.

„Im Jahr 2016”, so die Stu­die, „ist das Tra­gen re­li­giö­ser Sym­bo­le [Hi­jab] der Top-​Ausdruck des re­li­giö­sen Glau­bens (21% der Fäl­le, im Ver­gleich zu 17% im Jahr 2015 und 10% im Jahr 2014) ge­wor­den. Ab­we­sen­heits­an­trä­ge we­gen re­li­giö­ser Fei­er­ta­ge blei­ben sta­bil (18%), ran­gie­ren aber jetzt auf dem zwei­ten Platz.”

Un­ter „Stö­run­gen bei der Ar­beit” no­tiert die­se po­li­tisch kor­rek­te Stu­die, dass Kon­flik­te aus re­li­giö­sen Grün­den zwi­schen Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­ge­ber nur ge­ring sind: ein „Min­der­heits­er­eig­nis” und „nur” 9% der re­li­giö­sen Stö­run­gen im Jahr 2016. Doch die Zah­len für Kon­flik­te sind den­noch um 50% ge­stie­gen, von 6% im Jahr 2015. Kon­flik­te ha­ben sich auch seit 2014 (3%) ver­drei­facht und seit 2013 (2%) fast verfünffacht.

Eric Man­ca, ein Rechts­an­walt der Kanz­lei Au­gust & De­bou­zy, die auf Ar­beits­recht spe­zia­li­siert ist und der auf der Pres­se­kon­fe­renz un­ter­stütz­te, sag­te, dass, wenn ein Kon­flikt auf re­li­giö­ser Ba­sis zur Rechts­strei­tig­keit wird, dann ist es „im­mer ein Pro­blem mit dem Is­lam. Chris­ten und Ju­den wen­den sich nie vor Ge­richt ge­gen ih­ren Ar­beit­ge­ber auf­grund der Re­li­gi­on.” Wenn Is­la­mis­ten ih­ren Ar­beit­ge­ber ver­kla­gen, zeigt die Recht­spre­chung, dass der Vor­wurf im­mer auf „Ras­sis­mus” und „Dis­kri­mi­nie­rung” ba­siert – Vor­wür­fe, die Ar­beit­ge­ber nur be­dau­ern las­sen, dass sie den Klä­ger über­haupt erst ein­ge­stellt haben.

Auf­ge­lis­te­te Kon­flikt­quel­len sind Mis­sio­nie­rung (6%), sich wei­gern, Auf­ga­ben aus­zu­füh­ren (6%) – zum Bei­spiel dass ein Aus­trä­ger sich wei­gert, Al­ko­hol an ei­nen Kun­den zu lie­fern; Wei­ge­rung, mit ei­ner Frau oder un­ter der Lei­tung ei­ner Frau (5%) zu ar­bei­ten, und die For­de­rung, aus­schliess­lich mit Mus­li­men (1%) zu ar­bei­ten. Die­se Fäl­le sind in Bran­chen kon­zen­triert „wie Automobil-​Zulieferer, Bau, Ab­fall­ver­ar­bei­tung, Su­per­märk­te … und sind in peri-​urbanen Re­gio­nen lokalisiert.”

Schluss­fol­ge­run­gen

Das fran­zö­si­sche Mo­dell der As­si­mi­la­ti­on ist vor­bei. Wie be­reits er­wähnt, hat es für al­le au­ßer fran­zö­si­sche Mus­li­me funk­tio­niert; und öf­fent­li­che Schu­len schei­nen heu­te nicht in der La­ge, re­pu­bli­ka­ni­sche Wer­te zu ver­mit­teln, vor al­lem nicht un­ter jun­gen Mus­li­men. Laut Ha­kim el Ka­roui:

„Die Mus­li­me Frank­reichs le­ben im Her­zen von meh­re­ren Kri­sen. Sy­ri­en, na­tür­lich, das den Geist durch­schüt­telt. Aber auch die Trans­for­ma­ti­on der ara­bi­schen Ge­sell­schaf­ten, in de­nen Frau­en ei­nen neu­en Platz ein­neh­men: Stu­den­tin­nen sind zahl­rei­cher als männ­li­che Stu­den­ten, Mäd­chen sind bes­ser aus­ge­bil­det als ih­re Vä­ter. Re­li­gi­on ist in sei­ner au­to­ri­tä­ren Ver­si­on ei­ne Waf­fe der Re­ak­ti­on ge­gen die­se Ent­wick­lun­gen. … und schließ­lich gibt es die so­zia­le Kri­se: Mus­li­me, zwei Drit­tel Kin­der­ar­bei­ter und An­ge­stell­te, sind die ers­ten Op­fer der Deindustrialisierung.”

Is­la­mi­sie­rung wächst über­all. In den Stadt­zen­tren tra­gen die meis­ten ara­bi­schen Frau­en ei­nen Schlei­er, und in den Vor­städ­ten sind Bur­kas und Ni­qabs im­mer häu­fi­ger. Auf der Ar­beit, wo nicht-​religiöses Ver­hal­ten ge­wöhn­lich die Re­gel war, ver­su­chen Ma­na­ger zu ler­nen, wie man mit is­la­mis­ti­schen For­de­run­gen um­geht. In gro­ßen Un­ter­neh­men wie Oran­ge (Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­on), ist ein „Di­rek­tor der Viel­falt” er­nannt wor­den, um For­de­run­gen und Kon­flik­te zu be­wäl­ti­gen. In klei­nen Un­ter­neh­men sind Ma­na­ger ver­wirrt. Kon­flik­te und Rechts­strei­tig­kei­ten eskalieren.

Das Schwei­gen der Po­li­ti­ker. Trotz der brei­ten Be­richt­erstat­tung in den Me­di­en um die­se bei­den Stu­di­en war ei­ne er­staun­li­che Stil­le das ein­zi­ge, was man von Po­li­ti­kern hör­te. Das ist be­un­ru­hi­gend, weil die Stu­die des In­sti­tut Mon­tai­gne auch ei­ni­ge Vor­schlä­ge um­fass­te, ei­nen „Fran­zö­si­schen Is­lam” zu bau­en, wie bei­spiels­wei­se der aus­län­di­schen Fi­nan­zie­rung von Mo­sche­en ein En­de zu set­zen, und die ein­hei­mi­sche Aus­bil­dung re­li­giö­ser und lo­ka­ler Füh­rer. An­de­re Ide­en, wie in sä­ku­la­ren Schu­len Ara­bisch zu leh­ren, um zu ver­hin­dern, dass „El­tern ih­re Kin­der in Ko­ran­schu­len schi­cken” sind ziem­lich selt­sam, weil sie die ver­sa­gen­de Stra­te­gie der In­te­gra­ti­on des Is­la­mis­mus durch In­sti­tu­tio­nen ver­ewi­gen wür­de. Jun­ge fran­zö­si­sche Mus­li­me, selbst je­ne, die in Frank­reich ge­bo­ren sind, ha­ben Schwie­rig­kei­ten beim kor­rek­ten Spre­chen und Schrei­ben der fran­zö­si­schen Spra­che. Des­halb müs­sen sie rich­tig fran­zö­sisch spre­chen und schrei­ben ler­nen, vor ir­gend et­was anderem.

Die­se bei­den Stu­di­en, ob­wohl ein An­fang, sind er­schüt­ternd un­zu­rei­chend. Po­li­ti­ker, Jour­na­lis­ten und je­der Bür­ger müs­sen mehr über den Is­lam ler­nen, sei­ne Leh­ren und Zie­le im Land. Es ist un­glaub­lich, dass die ein­zi­gen Werk­zeu­ge, die zur Ver­fü­gung ste­hen, un­zu­rei­chen­de Mei­nungs­um­fra­gen sind. Oh­ne Wis­sen ist kei­ne po­li­ti­sche Ak­ti­on – oder an­de­re Maß­nah­men – mög­lich. Es ist ei­ne Si­tua­ti­on, die ag­gres­si­ven po­li­ti­schen Is­la­mis­ten un­er­mess­lich zu­gu­te kommt.

Oh­ne mehr Wis­sen wird das Be­strei­ten der Is­la­mi­sie­rung und die Un­be­weg­lich­keit bei der Be­wäl­ti­gung der­sel­ben fort­ge­setzt. Vor­sätz­li­che Blind­heit ist die Mut­ter des kom­men­den Bür­ger­krie­ges – es sei denn, die Men­schen und ih­re Po­li­ti­ker ent­schei­den sich frei­wil­lig da­für, sich dem Is­lam kampf­los unterzuordnen.

Yves Ma­mou, aus Frank­reich, hat zwei Jahr­zehn­te als Jour­na­list für Le Mon­de gearbeitet.


Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone Instituts.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

css.php