«

»

Der is­la­mis­ti­sche Kul­tur­kampf hat sein Au­ge auf die Multi-​Millionen-​Dollar-​Schönheitsindustrie ge­wor­fen

Shire­en Qudo­si, 28.3.2017, Gatestone In­sti­tu­te

  • Das lan­ge Spiel der west­li­chen Mus­li­me, die nichts für west­li­che Wer­te üb­rig ha­ben, war weit­ge­hend un­be­rührt von ei­ner ver­än­der­ten po­li­ti­schen Land­schaft, als sie zu ei­ner neu­en Kampf­are­na über­gin­gen: Der Kul­tur.
  • „Mo­de ist ei­ner der Ka­nä­le, in de­nen wir die­se kul­tu­rel­le Ver­schie­bung in der heu­ti­gen Ge­sell­schaft be­gin­nen kön­nen, um den Hi­jab in Ame­ri­ka zu nor­ma­li­sie­ren.” – Me­la­nie El­turk, CEO von Hau­te Hi­jab.
  • Die schö­ne Nura Afia ist in ei­ner Wer­be­kam­pa­gne ei­ne viel at­trak­ti­ve­re und ver­brau­cher­freund­li­che­re Al­ter­na­ti­ve zu CAIRs Ni­had Awad oder der po­li­ti­schen Kom­ple­xi­tät der Mus­lim­bru­der­schaft. Das Ge­sicht hat sich ge­än­dert, doch die Bot­schaft bleibt die­sel­be.
  • Hier ha­ben Sie die bei­den Ge­sich­ter des is­la­mis­ti­schen Den­kens, ei­nes, das den My­thos des Frie­dens un­ter­streicht, wäh­rend es die ab­wei­chen­den Stim­men als un­wis­send, ras­sis­tisch oder bi­gott an­schwärzt. Mitt­ler­wei­le hal­ten Co­ver­Girl und an­de­re Mar­ken, den Hi­jab als neu­en Maß­stab der Schön­heit hoch und igno­rie­ren die häss­li­chen Ur­sprün­ge des Hi­jabs.

Links: Marks & Spen­cers Pais­ley Pos­ter­dru­cke Bur­ki­ni. Rechts: Ein Out­fit aus der Dol­ce & Gab­ba­na Abaya- und Hijab-​Kollektion.

Als sich das Jahr 2016 sei­nem En­de zu­neig­te, wa­ren vie­le Leu­te auf das Kom­men­de ge­spannt, nach ei­ner de­fi­nie­ren­den Prä­si­dent­schafts­wahl zwi­schen ei­ner Aus­wahl (Clin­ton), die für den Sta­tus quo stand, und der an­de­ren (Trump), die als Vor­bo­te ei­nes ent­schlos­se­nen Sie­ges ge­gen den ra­di­ka­len Is­lam ge­se­hen wur­de. Für vie­le Mus­li­me gab es ei­ne drit­te Wahl. Nicht ge­bun­den an die wech­seln­den Ge­zei­ten von Wah­len, war das lan­ge Spiel der west­li­chen Mus­li­me, die nichts für west­li­che Wer­te üb­rig ha­ben, weit­ge­hend un­be­rührt von ei­ner ver­än­der­ten po­li­ti­schen Land­schaft, als sie zu ei­ner neu­en Kampf­are­na über­gin­gen: Der Kul­tur.

Im Jahr 2016 lan­cier­te das Elite-​Modelabel Dol­ce und Gab­ba­na ei­ne „Abaya- und Hijab-​Kollektion”. Mo­na­te spä­ter, an der New York Fa­shion Week, ei­nem Mek­ka der Ele­ganz, sah man den ers­ten Cat­walk, auf dem die Schwein­wer­fer Mo­dels be­leuch­te­ten, die in vol­le Hi­jabs ge­klei­det wa­ren.

Der is­la­mis­ti­sche Ein­fluss nutzt nun west­li­che Kul­tur, um die is­la­mis­ti­schen Wer­te in den be­gehr­ten Krei­sen der Ge­sell­schaft zu ver­fes­ti­gen: Mo­de und Schön­heit.

Me­la­nie El­turk, CEO von Hau­te Hi­jab, ei­ner füh­ren­den US-​amerikanischen Hijab-​Marke, teil­te of­fen­bar ei­nen weit ver­brei­te­ten Glau­ben mit, als sie sag­te, dass „Mo­de ei­ner der Ka­nä­le ist, in dem wir die­se kul­tu­rel­le Ver­schie­bung in der heu­ti­gen Ge­sell­schaft be­gin­nen kön­nen, um den Hi­jab in Ame­ri­ka zu nor­ma­li­sie­ren.”

Spä­ter in die­sem Jahr kün­dig­te Co­ver­Girl, ei­ne be­lieb­te er­schwing­li­che Make-​up-​Linie, die mus­li­mi­sche Schön­heits­blog­ge­rin Nura Afia als sei­ne neu­es­te „Marken-​Botschafterin” an. Als 23-​jährige Frau und Mut­ter mo­de­riert Afia ei­nen YouTube-​Kanal mit über 200.000 Abon­nen­ten für Hijab- und Make-​up-​Tutorials. Sie steht nun ne­ben Pro­mi­nen­ten wie Co­ver­Girls ers­tem männ­li­chen Make-​up-​Model Ja­mes Charles; dem Star aus Mo­dern Fa­mi­ly So­fia Ver­ga­ra und der Pop-​Sängerin Ka­ty Per­ry, in ei­ner Kam­pa­gne, die Make-​Up-​Marken be­wirbt, die auf Kund­schaft aus­ge­rich­tet ist, die ober­fläch­li­cher „Viel­falt” und „Gleich­heit” ap­plau­diert.

Es po­sier­ten zu­sam­men für ei­ne CoverGirl-​Kampagne zur Dar­stel­lung von „Di­ver­si­ty”: ein männ­li­ches Make-​up-​Model, ei­ne „Hi­ja­bi”, ein weib­li­cher Latina-​TV-​Star und ei­ne Pop-​Sängerin. Es han­delt sich um ein vi­su­el­les Ta­bleau, das ver­sucht, an ein Pu­bli­kum zu ap­pel­lie­ren, das „Viel­falt” schätzt – ei­ne, die auf ei­ner „Gleich­heit” ba­siert, die ganz auf Er­schei­nung statt auf Wer­ten oder in­trin­si­schem Wert ba­siert. An­statt den Markt der Ide­en zu er­for­schen, wie es mit Iden­ti­tät, Glau­be und ame­ri­ka­ni­schen Wer­ten aus­sieht, ha­ben wir jetzt Wer­be­kam­pa­gnen, die kon­kur­rie­ren­de Ide­en im Trich­ter des Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus ho­mo­ge­ni­sie­ren. In die­sem Fall wer­den ei­ne be­kann­te Pop-​Sängerin und ein TV-​Star als Gate­ways be­nutzt, um den Hi­jab als nor­mal und viel­leicht so­gar be­geh­rens­wert zu eta­blie­ren.

Be­son­ders die Schönheits- und Mo­de­bran­che bie­tet ei­ne Form, in der  in­tel­lek­tu­el­ler Dis­kurs und kul­tu­rel­ler Kom­men­tar bei­sei­te ge­wischt wird, um Mei­nung zu pro­pa­gie­ren. Die­se Mei­nung wird dann ge­formt, ver­packt und als Pro­dukt ei­ner Be­völ­ke­rungs­grup­pe auf­ge­drängt, die be­reits für sol­che Bot­schaf­ten emp­fäng­lich ist. Mit Co­ver­Girls neu­er „Mar­ken­bot­schaf­te­rin” Nura Afia wie­der­spie­gelt die Bot­schaft das Man­tra der Hardline-​islamistischen Grup­pen, die seit der Prä­si­dent­schafts­wahl ei­nen Groß­teil ih­res po­li­ti­schen Bo­dens ver­lo­ren ha­ben. Der ver­lo­re­ne Bo­den wird nun in neu­en Sphä­ren durch Per­sön­lich­kei­ten wie Afia wie­der­ge­won­nen, oh­ne je­de Ver­bin­dung zu po­li­ti­schen Par­tei­en.

Die schö­ne Nura Afia in ei­ner Wer­be­kam­pa­gne ist ei­ne viel at­trak­ti­ve­re und ver­brau­cher­freund­li­che Al­ter­na­ti­ve zu CAIRs Ni­had Awad oder der po­li­ti­schen Kom­ple­xi­tät der Mus­lim­bru­der­schaft. Das Ge­sicht hat sich ge­än­dert, doch die Bot­schaft bleibt die­sel­be.

In ei­nem frü­he­ren Refinery29-In­ter­view hat­te Afia die­se Bot­schaft mit­zu­tei­len:

„Der Is­lam ist ei­ne so schö­ne Re­li­gi­on, er ist fried­lich und al­le an­de­ren ver­dre­hen ihn, selbst die aus un­se­rem ei­ge­nen Glau­ben. Wenn ich nur schon in die so­zia­len Me­di­en schaue, so se­he ich, wie Mus­li­me auf Mus­li­me ein­prü­geln, al­so wenn das pas­siert, kann ich nicht glau­ben, dass wir er­war­ten, dass Nicht­mus­li­me nicht das­sel­be tun. So sind Men­schen wohl ein­fach, schät­ze ich. Es hat gar nichts mit Re­li­gi­on zu tun.”

Doch in ei­nem Facebook-​Posting ei­nen knap­pen Mo­nat vor­her, teil­te Afia auch die­ses:

„Wenn du fest­stellst, dass du nicht mehr mein FB-​Freund bist, dann liegt es dar­an, dass du ei­nen di­rekt igno­ran­ten, ras­sis­ti­schen oder bi­got­ten [Schimp­wort] ge­teilt oder ge­pos­tet hast.”

Hier ha­ben wir die bei­den Ge­sich­ter des is­la­mis­ti­schen Den­kens. Das PR-​freundliche Ge­sicht des is­la­mis­ti­schen Den­kens un­ter­streicht den My­thos des Frie­dens, wäh­rend auf der an­de­ren Sei­te der Is­la­mis­mus ab­wei­chen­de Stim­men als un­wis­send, ras­sis­tisch oder bi­gott ins Ab­seits stellt.

Mitt­ler­wei­le hal­ten Co­ver­Girl und an­de­re Mar­ken den Hi­jab als neu­en Maß­stab der Schön­heit hoch und igno­rie­ren die häss­li­chen Ur­sprün­ge des Hi­jabs. Ei­ne Hand­voll is­la­mi­scher Ge­lehr­ter glaubt, dass die Pra­xis des Hi­jab aus Aus­gren­zungs­prak­ti­ken her­vor­ge­gan­gen ist, um zwi­schen „gläu­bi­gen” Frau­en (Mus­li­men) und „un­gläu­bi­gen” Frau­en (Nicht-​Muslimen) zu un­ter­schei­den. Die is­la­mi­sche Kul­tur be­grüsst die Pie­tät, in­dem sie den Kör­per der mus­li­mi­schen Frau­en ver­schlei­ert, wäh­rend sie gleich­zei­tig nicht­mus­li­mi­sche Frau­en ih­rer Wür­de be­raubt, in­dem sie als Ei­gen­tum und Kriegs­beu­te ge­se­hen wer­den, um sie zu ver­tei­len und zu be­nut­zen – ei­ne vom Glau­ben zu­ge­las­se­ne Pra­xis.

Der Ur­sprung der Hijab-​Tradition im Is­lam da­tiert wahr­schein­lich von vor dem Ko­ran und kommt aus der frü­hen is­la­mi­schen Ge­sell­schaft. Der Ko­ran, ein Buch, das das zi­vi­le und mi­li­tä­ri­sche Le­ben bis auf die kleins­ten De­tails um­reißt, bie­tet kei­ne Dok­trin, die ex­pli­zit das Haar zu be­de­cken for­dert. Der Ko­ran­vers (33:59), von dem man glaubt, dass er den Hi­jab ver­langt, lau­tet:

„O Pro­phet, sag dei­nen Gat­tin­nen und dei­nen Töch­tern und den Frau­en der Gläu­bi­gen, sie sol­len et­was von ih­rem Über­wurf über sich her­un­ter­zie­hen. Das ist eher ge­eig­net, daß sie er­kannt und so nicht be­läs­tigt wer­den. Und Al­lah ist All­ver­ge­bend und Barm­her­zig.”

Die Pra­xis, die Haa­re zu be­de­cken, wuchs aus ei­ner skla­ven­be­sit­zen­den Ge­sell­schaft. Beim Re­den über Su­re 33: 59 – 60, die den gläu­bi­gen Frau­en rät, ih­re Kör­per zu be­de­cken, äus­sert Pro­fes­sor Bar­las ei­ne weit ver­brei­te­te An­sicht un­ter den Aka­de­mi­kern:

„Das sind eher ein­fa­che Ver­se: Wenn die mus­li­mi­schen Frau­en ein Ober­be­klei­dungs­stück (jil-​bab) an­zie­hen, wer­den die nicht-​muslimischen Män­ner sie als sol­che er­ken­nen und sie nicht be­läs­ti­gen. In den frü­hen skla­ven­be­sit­zen­den Ge­sell­schaf­ten wie Ara­bi­en trenn­te das „Ge­setz des Schlei­ers” freie Frau­en von Skla­vin­nen und da­her Frau­en, die aus­ser­halb der Reich­wei­te wa­ren ge­gen­über je­nen, die ‚Frei­wild’ wa­ren (Ler­ner in Ah­med 1992:15). Das war die Ge­sell­schaft, in der sich die ers­te mus­li­mi­sche Ge­mein­schaft form­te und die an­schei­nend da­mals un­ter Be­la­ge­rung stand.”

Pro­fes­sor Barlas’s Ein­schät­zung wird von ei­ni­gen is­la­mi­schen Ge­lehr­ten auf­grund, ih­rer Mei­nung nach, un­zu­rei­chen­der Be­wei­se dis­ku­tiert; An­de­re is­la­mi­sche Ge­lehr­te, dar­un­ter Pro­fes­sor Kha­leel Mo­ham­med, ar­gu­men­tie­ren, dass der An­spruch ei­ni­ges für sich hat.

Der wich­ti­ge­re Punkt ist: Skla­ve­rei war zu je­ner Zeit üb­li­che Pra­xis. Sie ge­dieh kul­tu­rell durch Ak­te so­zia­ler und re­li­giö­ser Ab­gren­zun­gen, wie der Hi­jab, der für vie­le Mus­li­me zum Zei­chen der Ober­ho­heit ih­rer Klas­se wur­de, wäh­rend Frau­en, die nicht ver­schlei­ert wa­ren, be­läs­tigt und an­ge­grif­fen wur­den und wer­den [1]:

„…au­ßer ge­gen­über ih­ren Gat­tin­nen oder was ih­re rech­te Hand (an Skla­vin­nen) be­sitzt, denn sie sind (hier­in) nicht zu ta­deln,” (Su­re 70:30)

Der Is­lam hat, was für ihn spricht, vie­le An­rei­ze ge­schaf­fen, sich von ei­ner Skla­ven­be­sit­zer­ge­sell­schaft zu ent­fer­nen, in­dem er es ein­fach mach­te, Skla­ven in die Frei­heit zu ent­las­sen. Nach dem Ha­dith (Sa­hih Buk­ha­ri Band 3, Buch 46, Nr. 693) wer­den zum Bei­spiel Mus­li­me im Jen­seits für den Akt der Be­frei­ung ei­nes Skla­ven be­lohnt; Den Kör­per ei­nes Skla­ven zu be­frei­en ist wie die Frei­ga­be des ei­ge­nen Kör­pers aus dem Höl­len­feu­er. Den­noch, wäh­rend der Is­lam die Skla­ve­rei nicht er­fun­den hat, und wäh­rend er We­ge schuf, um aus der Pra­xis her­aus­zu­kom­men, hat der Glau­be nie­mals das Recht al­ler Men­schen, frei zu sein, ver­tei­digt.

Die­ses Ver­sa­gen ist weit­ge­hend ver­ant­wort­lich für die heu­ti­ge Skla­ve­rei in Mau­re­ta­ni­en, ei­nem Land, in das from­me Mus­li­me in Scha­ren strö­men, um den Is­lam in ei­ner von west­li­chen Ein­flüs­sen frei­en Um­ge­bung zu stu­die­ren. Die­ses Ver­sa­gen hat aus­ser­dem auch Ver­ge­wal­ti­gun­gen er­laubt. Die­se fin­den statt nicht nur wäh­rend der Krie­ge vom Su­dan bis nach Sy­ri­en und der schreck­li­chen heu­ti­gen of­fe­nen Ver­skla­vung von jes­si­di­schen Frau­en und Kin­dern durch ISIS und bei in­ter­na­tio­na­len Skla­ven­auk­tio­nen in Nach­bar­län­dern wie Saudi-​Arabien, son­dern auch, wie es scheint, durch ver­schie­de­ne Mi­gran­ten in Eu­ro­pa.

Es ist dann al­so ei­ne ex­tre­me Deh­nung der Phan­ta­sie, wenn Mar­ken wie Co­ver­Girl ver­su­chen, den Ver­brau­chern ei­ne Ver­bin­dung zwi­schen „Gleich­heit” und „Viel­falt” mit Hi­jabs und Make-​up na­he­zu­le­gen. Es spie­gelt auch nicht den „Is­lam des Frie­dens”, den vie­le Mus­li­me zu be­to­nen ver­su­chen.

Die­se tie­fe­ren Kon­ver­sa­tio­nen ge­hen ver­lo­ren, wenn der Markt, durch den Afia hin­durch­greift, weit­ge­hend un­in­ter­es­siert ist an Ge­schich­te, Fak­ten oder ir­gend­wel­chen an­de­ren Be­wei­sen, die Nach­for­schun­gen oder Re­fle­xi­on er­for­dern.

Für Is­la­mis­ten stel­len Afia und Co­ver­Girl her­vor­ra­gen­de Stell­ver­tre­ter dar in ih­rem An­sin­nen, die Starr­heit im Sys­tem des Is­lams zum Nor­mal­zu­stand zu ent­wi­ckeln, in­dem sie es da­hin brin­gen, dass es „schick ist, Un­ter­drü­ckung zu fei­ern”. Im Ge­gen­satz zu den heu­ti­gen Phan­ta­si­en des Hi­jab als „Bar­rie­ren bre­chend” wur­de der Hi­jab his­to­risch als so­zia­le Bar­rie­re ge­nutzt.

Den Hi­jab nor­mal zu ma­chen ver­stärkt die Bot­schaft, dass, wenn frau nicht be­deckt ist, frau nicht re­spek­ta­bel und da­her nicht ak­zep­ta­bel ist. Das ist der Un­ter­grund der is­la­mi­schen Kul­tur: Er kon­trol­liert Ge­dan­ken und Be­we­gun­gen, be­vor er ver­sucht, an­de­re Frau­en in die Un­ter­wer­fung zu trei­ben un­ter der ein­ge­löf­fel­ten Il­lu­si­on von „Viel­falt” und „Gleich­heit”.

Shire­en Qudo­si, Di­rek­to­rin für mus­li­mi­sche An­ge­le­gen­hei­ten bei Ame­ri­ca Mat­ters, ist ei­ne ame­ri­ka­ni­sche Mus­li­min, die auf drei Kon­ti­nen­ten auf­ge­wach­sen ist. Sie schreibt ihr ers­tes Buch, die Ur­sprungs­ge­schich­te des Is­lam.


[1] Der is­la­mi­sche Ge­lehr­te Dr. Ta­w­fik Ha­mid schrieb auch ei­nen über­zeu­gen­den Auf­satz, „Hi­jab, so­gar der amerikanische-​Flagge-​Hijab, un­ter­stützt das his­to­ri­sche Skla­ven­sys­tem.” Un­ter Be­rück­sich­ti­gung meh­re­rer is­la­mi­scher Quel­len als Be­weis ent­hüllt Dr. Ha­mid, wie der „Hi­jab ei­ne Klei­der­ord­nung im Is­lam ist, die ent­wor­fen wur­de, um ‚freie’ von ‚ver­sklav­ten’ Frau­en zu un­ter­schei­den.” An­de­re mo­der­ne is­la­mi­sche Den­ker wie As­ra No­ma­ni und Ha­la Ara­fa fü­gen hin­zu, dass Su­re 33:59 kei­ne An­wei­sung war, ei­ne neue Stoff­schicht hin­zu­zu­fü­gen, son­dern um den Jil­bab (ein lan­ges, über­flies­sen­des Ge­wand), der da­mals üb­lich war, nä­her an sich zu zie­hen. No­ma­ni und Ara­fa zi­tie­ren auch die acht Mal, die der „Hi­jab” oder ei­ne Va­ria­ti­on da­von im Ko­ran vor­kommt; Je­des Mal geht es nicht um ei­nen Be­zug zur Fröm­mig­keit, son­dern um zu un­ter­schei­den und Gren­zen zu zie­hen zwi­schen zwei Din­gen:

Das Wort Hi­jab oder ei­ne Ab­lei­tung da­von er­scheint nur acht­mal im Ko­ran als „Hin­der­nis” oder „Trenn­wand” (7:46), ein „Vor­hang” (33:53), „ver­steckt” (38:32) ei­ne blos­se „Trenn­wand” (41: 5, 42:52, 17:45), „Ver­ste­cken” (19:14) und „ver­hin­der­ter” oder „ver­wei­ger­ter Zu­gang zu Gott” (83,15). ”

Meh­re­re Re­fe­ren­zen, so­wohl pri­mä­rer als auch se­kun­dä­rer Quel­len, deu­ten auf den Ur­sprung des Hi­jab nicht als ei­nes Ak­tes der Fröm­mig­keit hin, son­dern als ein Akt der Vor­herr­schaft und Dis­kri­mi­nie­rung, der es ei­nem Skla­ven­sys­tem leich­ter mach­te, zu ge­dei­hen.


Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone In­sti­tuts.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

css.php