Khaled Abu Toameh, 21. September 2026, Gatestone Institute
Aus dem Englischen von Martin Christen
- Azaiza enthüllte Details darüber, wie Journalisten unter der Herrschaft der Hamas arbeiteten. Er beschrieb ein Umfeld, in dem Journalisten unter Druck gesetzt wurden, Kritik an der Hamas zu unterdrücken und in einigen Fällen das Filmen einzustellen, wenn Palästinenser ihre Wut auf die Terrorgruppe äußerten.
- Dies sind keine Anschuldigungen eines israelischen Regierungsvertreters oder einer pro-israelischen Interessenvertretung. Es sind Geständnisse eines palästinensischen Journalisten, der durch die Dokumentation des Krieges international bekannt wurde.
- Wenn Palästinenser Israel die Schuld gaben, liefen die Kameras weiter. Wenn Palästinenser der Hamas die Schuld gaben, wurden die Kameras ausgeschaltet.
- Er räumte ein, dass das Verlassen dieses Rahmens Journalisten heftigen Reaktionen aussetzt – einschließlich organisierter Online-Kampagnen, Vorwürfen des Verrats und physischer Einschüchterung innerhalb Gazas.
- Er gab offen zu, dass er anfänglich damit rang, ob er Material veröffentlichen sollte, das Palästinenser bei der Kritik an der Hamas zeigt. Er sagte, er habe noch nie erlebt, dass ein Journalist in Gaza solches Material veröffentlicht habe. Er enthüllte auch, dass er mit Unterstützung für die Hamas aufgewachsen sei und dass die Ideologie der Hamas sowie die Kultur des „Widerstands“ Teil seines kindlichen Umfelds waren.
- Dies ist ein bemerkenswertes Eingeständnis. Es hilft zu erklären, warum die Außenwelt aus Gaza relativ wenig über die Verantwortung der Hamas für das Leid der Palästinenser unter ihrer Herrschaft gehört hat. Es wirft auch eine offensichtliche Frage auf: Wie viel von der Berichterstattung aus Gaza wurde nicht nur dadurch geprägt, was Journalisten sahen, sondern auch dadurch, was sie glaubten, was ihnen zu zeigen erlaubt sei?
- Azaizas Schilderung sollte daher Medienorganisationen, die seine Arbeit – und die Arbeit anderer in Gaza ansässiger Journalisten sowie von Journalisten, die über andere Terrorgebilde und deren Geldgeber berichten – genutzt haben, dazu veranlassen, ihre eigene Berichterstattungspraxis zu überprüfen. Wer lieferte die Informationen? Wer war bei der Beschaffung anwesend? Welches Material wurde nicht veröffentlicht? Wurden Journalisten unter Druck gesetzt? Wurden Interviews frei geführt? Durften Palästinenser die Hamas vor der Kamera kritisieren? Und am wichtigsten: Haben internationale Medienorganisationen Behauptungen aus einem von einer Terrororganisation kontrollierten Gebiet unabhängig überprüft?
- Azaizas Interview ist letztlich eine Warnung vor den Gefahren, das Narrativ irgendeiner Seite ungeprüft zu übernehmen… Es sollte ein Weckruf sein.
- Die Frage ist nicht mehr bloß, was die Kameras zeigen. Sie lautet auch, was sie nicht zeigen.

Der palästinensische Journalist und Fotograf Motaz Azaiza enthüllte vor Kurzem Details darüber, wie Journalisten unter der Herrschaft der Hamas arbeiteten. Er beschrieb ein Umfeld, in dem Journalisten unter Druck gesetzt wurden, Kritik an der Hamas zu unterdrücken und in einigen Fällen das Filmen einzustellen, wenn Palästinenser ihre Wut auf die Terrorgruppe äußerten. Im Bild: Azaiza besucht den Gaza 5k Event der UNRWA-USA am 28. September 2024 in Dallas. (Foto: FeaturingDallas, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)


Im Westjordanland gibt es jüdische Fabriken, Supermärkte, Restaurants, Weingüter und andere Unternehmen, in denen Palästinenser und Israelis zusammenarbeiten. Diese Arbeitsplätze stellen zwar kein politisches Friedensabkommen dar, aber sie verkörpern etwas, das Boykottkampagnen zerstören: normalen menschlichen Kontakt und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Im Bild: Die Sodastream-Fabrik in Mischor Adumim, östlich von Jerusalem, die wegen des BDS-Boykotts schliessen musste und in die Negev-Wüste umzog, fotografiert am 19. Februar 2014. (Foto: L-BBE, 



