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Ver­ehr­ter Mr. Net­anya­hu: Es ist ein Po­grom des 21. Jahr­hun­derts, kei­ne Intifada

Dia­ne We­ber  Be­der­mann, 10.10.2015, Blogs.TimesOfIsrael.com

Ver­ehr­ter Mr. Net­anya­hu: Es ist ein POGROM, kei­ne Intifada
“Die An­we­sen­heit der Sied­ler ist il­le­gal, und des­halb ist je­de Mass­nah­me ge­gen sie le­gi­tim und legal.”

Ein wei­te­res Po­grom des 21sten Jahr­hun­dert fin­det statt – in Is­ra­el, dem jü­di­schen Staat. Es grün­det auf der jüngs­ten Ver­leum­dung – dass die Ju­den den Tem­pel­berg mit ih­ren dre­cki­gen Füs­sen entweihen.

Ab­bas und die PA-Füh­rung sen­den “ei­ne Bot­schaft an die Pa­läs­ti­nen­ser, dass es in Ord­nung ist, jü­di­sche El­tern vor ih­ren Kin­dern zu er­mor­den, oder Ju­den, die auf dem Weg zur West­mau­er sind, um zu beten.”

Ich fürch­te, Is­ra­el ver­hält sich, als ob es in Gei­sel­haft der Ter­ro­ris­ten wä­re. Die letz­ten zwan­zig Jah­re hat Is­ra­el all das aus­ge­hal­ten:  Bus­se, die in die Luft ge­sprengt wer­den, Selbst­mord­at­ten­ta­te ge­gen Piz­ze­ri­as, Nacht­klubs und Su­per­märk­te, Ra­ke­ten auf is­rae­li­sche Zi­vi­lis­ten, Schies­se­rei­en, Mes­ser­ste­che­rei­en, Ent­füh­run­gen, Au­tos zum Über­fah­ren von Pas­san­ten, Stei­ne so töd­lich wie Ku­geln, und Be­läs­ti­gung von Ju­den an re­li­giö­sen Stätten.

Wenn Ju­den nicht ein­mal in Is­ra­el si­cher sein kön­nen, wo kön­nen wir dann si­cher sein? Wenn Ju­den im jü­di­schen Staat nicht ag­gres­siv ver­tei­digt wer­den, wer wird uns verteidigen?

War­um gibt es die­se Po­li­tik der Zu­rück­hal­tung, aus Angst, je­mand zu be­lei­di­gen? Wen be­lei­di­gen? Die EU?  Die Aus­sen­po­li­tik­be­auf­trag­te der EU, Fe­de­ri­ca Mo­g­her­i­ni, sag­te, Is­ra­el müs­se “ei­ne gründ­li­che Un­ter­su­chung” zu den Um­stän­den, die zu “den To­ten Pa­läs­ti­nen­sern an den Hän­den der is­rae­li­schen Si­cher­heits­kräf­te” ge­führt ha­ben, durch­füh­ren. Die UNO? Der Mann im Weis­sen Haus? Der mo­ra­li­sche Re­la­ti­vist? Der Spre­cher des Weis­sen Hau­ses, Josh Ear­nest, sag­te, dass die USA “Ge­walt ge­gen Is­rae­lis und pa­läs­ti­nen­si­sche Zi­vi­lis­ten auf das Schärfs­te ver­ur­teilt.” Das sind die­sel­ben Leu­te, die Is­ra­el da­zu ge­drängt ha­ben, sich un­ter ei­nen ira­ni­schen Bus zu wer­fen. Die­sel­ben, die Is­ra­el der An­stif­tung beschuldigen.

Fürch­ten wir, die Ara­ber zu be­lei­di­gen, die heim­lich ver­sucht ha­ben, un­se­re Ge­schich­te aus­zu­lö­schen und sie durch ein Mär­chen zu er­set­zen, das ih­ren Glau­ben, dass der Tem­pel­berg ih­nen ge­hört, ent­hält, dass sie das ein­ge­bo­re­ne Volk von Judäa/​Samaria sei­en, wo doch al­le Fak­ten über­ein­stim­mend sa­gen, dass das das Land der Ju­den ist?

Kha­led Abou To­a­meh schrieb

“Die Kam­pa­gne der An­stif­tung er­reich­te kürz­lich ih­ren Hö­he­punkt, als Ab­bas zi­tiert wur­de, wie er die Ju­den be­schul­dig­te, “die Aqsa-​Moschee mit ih­ren dre­cki­gen Füs­sen [zu] ent­wei­hen.” Ab­bas kün­digt eben­falls an, dass “je­der Trop­fen Blut, der in Je­ru­sa­lem ver­gos­sen wird, rei­nes Blut ist…Die flam­men­de Anti-​Israel-​Rhetorik der pa­läs­ti­nen­si­schen Au­to­no­mie­be­hör­de hat zu ei­ner Wel­le von ter­ro­ris­ti­schen At­ta­cken ge­führt, die leicht in ei­ne drit­te In­ti­fa­da um­schla­gen könnten.”

Ei­ne drit­te In­ti­fa­da? Das ist kei­ne In­ti­fa­da – ein ab­schüt­teln – der Ju­den. Die­se Leu­te sind in Stim­mung für ein an­de­res Fres­sen und sie wol­len, dass die Welt sie un­ter­stützt dar­in, uns zu tö­ten, wes­halb sie das Wort In­ti­fa­da be­nut­zen, um auf den Emo­tio­nen der west­li­chen Lin­ken zu spie­len, die sich da­für ent­schei­den, die Ara­ber als Op­fer zu se­hen, statt als die Aggressoren.

Und es funk­tio­niert. Mainstream-​Medien, wie die CBC in Ka­na­da, schreiben:

“Ei­ne neue Ge­ne­ra­ti­on von wü­ten­den, des­il­lu­sio­nier­ten Pa­läs­ti­nen­sern treibt die ak­tu­el­le Wel­le der Zu­sam­men­stös­se mit den Is­rae­li­schen Si­cher­heits­kräf­ten an: Zu jung, um sich an das har­te Le­ben wäh­rend dem is­rae­li­schen ri­go­ro­sen Durch­grei­fen des letz­ten grös­se­ren Auf­stan­des zu er­in­nern, ha­ben sie das Ver­trau­en in die Ei­gen­staat­lich­keit durch Ver­hand­lun­gen ver­lo­ren, miss­trau­en ih­ren po­li­ti­schen Füh­rern und glau­ben, dass Is­ra­el nur die Spra­che der Ge­walt versteht.”

Und

“Ein wich­ti­ger Schrein in Je­ru­sa­lem, der für die na­tio­na­le Iden­ti­tät bei­der Sei­ten wich­tig ist, und der grös­se­re Ge­walt­aus­brü­che aus­ge­löst hat, steht eben­falls hoch über den auf­stei­gen­den Spannungen.”

Die ein­zi­ge Span­nung auf dem Tem­pel­berg geht von den Mus­li­men aus: Die Mura­b­i­tun und Mura­bi­tat; ih­re Spe­zi­al­ein­heit, die Ju­den und Chris­ten be­läs­ti­gen. Und es ist in ei­nen vol­len An­griff auf das jü­di­sche Volk übergegangen.

Ei­ne weib­li­che pa­läs­ti­nen­si­sche Ter­ro­ris­tin er­schos­sen, nach­dem sie ei­nen jü­di­schen Mann er­sto­chen hat in der jüngs­ten Je­ru­sa­le­mer At­ta­cke. Is­rae­li­sches Paar in der West­bank ge­tö­tet durch Ge­wehr­schüs­se, 4 Kin­der ent­kom­men un­ver­letzt. Ter­ro­rist tö­tet zwei Män­ner, ver­wun­det Klein­kind und Mut­ter in der Alt­stadt der Hauptstadt.

An­grei­fer sticht in Ki­ryat Gat auf IDF-Sol­dat ein im Ver­such, sei­ne Waf­fe zu stehlen.

Pe­tah Tik­va Mes­ser­ste­cher­at­ta­cke: Ter­ro­rist ist ein 30-​jähriger Ein­woh­ner der Re­gi­on Hebron.

Israe­li ernst­haft ver­letzt in Ter­ror­at­ta­cke in der Nä­he von He­bron: IDF ver­folgt pa­läs­ti­nen­si­schen Ver­däch­ti­gen, der ei­nen 25-​jährigen Mann in den Rü­cken stach aus­ser­halb der West­bank­sied­lung von Ki­ryat Arba.

Und, und, und…

Am Mitt­woch in Judäa/​Samaria in der Nä­he der Ge­mein­de Te­koa hat ein pa­läs­ti­nen­si­scher Mob die Wind­schutz­schei­be des Au­tos von Ri­vi Ohay­on zer­schla­gen, das Fahr­zeug um­zin­gelt, die Tü­re ge­öff­net, und ver­sucht, sie her­aus­zu­zer­ren. Sechs an­de­re Fahr­zeu­ge sind vom stei­ne­wer­fen­den Mob ge­trof­fen wor­den; Is­rae­lis in der Re­gi­on ha­ben auf die An­grei­fer ge­schos­sen und ei­nen pa­läs­ti­nen­si­schen Teen­ager übel verletzt.

Ein pa­läs­ti­nen­si­scher Ju­gend­li­cher wur­de von Si­cher­heits­kräf­ten im Je­ru­sa­le­mer Abu-​Tor-​Quartier nach dem Her­aus­zie­hen ei­nes Mes­sers  kalt­ge­stellt. Es gab noch ei­nen Zwi­schen­fall auf der Au­to­bahn Jerusalem-Ma’ale Adu­mim – ein of­fen­sicht­li­cher Ver­such ei­nes pa­läs­ti­nen­si­schen Au­to­fah­rers, Sol­da­ten an ei­ner Stras­sen­sper­re zu rammen.

Ein jü­di­scher Mann ist am Don­ners­tag in Je­ru­sa­lem in den Ober­kör­per ge­sto­chen wor­den, in der drit­ten Mes­ser­ste­cher­at­ta­cke in nur 24 Stun­den. Zu­sätz­lich wur­den ei­ne vier­te Mes­ser­ste­cher­at­ta­cke und ein fünf­ter ver­mu­te­ter Ter­ror­an­griff am Mitt­woch Abend vereitelt.

As­raa Zi­dan Ta­w­fik von Na­za­reth ist von Si­cher­heits­kräf­ten am Frei­tag mor­gen in der nörd­li­chen Stadt Afu­la er­schos­sen wor­den, nach­dem er ver­sucht hat­te, ei­nen Wach­mann zu er­ste­chen. Sie­ben wei­te­re Is­rae­lis wur­den ver­letzt in At­ta­cken in He­bron, Ki­ryat Ar­ba und Afula.

In Jaf­fa gibt es Auf­stän­de.

Und, und, und…

Das ist ein Po­grom. Ei­nes von zu vie­len in un­se­rer Ge­schich­te. Und im Na­hen Os­ten ha­ben die schon vor lan­ger Zeit be­gon­nen. Muf­ti Haj Amin al Huss­ei­ni von Je­ru­sa­lem, ein Hitler-​Kollaborateur, wird als “seit An­fang des 20sten Jahr­hun­derts gros­sen­teils ver­ant­wort­lich für or­ga­ni­sier­te Anti-​Jüdische Po­gro­me in ganz Pa­läs­ti­na” (al­so dem zu­künf­ti­gen jü­di­schen Staat) Wir kön­nen nicht ein­fach da­ne­ben ste­hen und zu­las­sen, dass je­der nach Lust und Lau­ne Ju­den um­bringt; ganz be­son­ders nicht im jü­di­schen Staat. Als wir kein Land hat­ten, wa­ren wir der Gna­de der Ju­den­has­ser aus­ge­lie­fert. Wir muss­ten nied­ri­ges Pro­fil hal­ten, still sein, und mit Zu­rück­hal­tung durch­hal­ten. Jetzt ha­ben wir ein Land.

Mr. Net­anya­hu – be­en­den Sie die­ses Po­grom.

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