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Wenn GANZ Is­ra­el „Die Sied­lun­gen” sind

Ra­chel Wah­ba, 9. 9. 2015, Times of Is­ra­el Blogs

Ra­chel Wah­ba lebt im Ge­biet der San Fran­cis­co Bucht, ist Schrift­stel­le­rin, Psy­cho­the­ra­peu­tin und Co-​Gründerin von Oli­via Tra­vel. Als ägyptisch-​irakische Jü­din ist Ra­chel in In­di­en ge­bo­ren und staa­ten­los auf­ge­wach­sen in Ja­pan. Die vie­le Di­men­sio­nen ih­res Exils und ih­rer Um­zü­ge sind ein kon­stan­tes The­ma ih­rer be­ruf­li­chen Ar­beit, so­wohl ih­res Ak­ti­vis­mus als be­ra­ten­des Vor­stands­mit­glied für JIMENA (Je­ws In­di­ge­nous to the Midd­le East and North Af­ri­ca).

Gibt es ir­gend ei­ne Fra­ge? Für je­ne, die un­er­bitt­lich Krieg füh­ren ge­gen den jü­di­schen Staat seit dem ers­ten Tag ist ganz Is­ra­el „Die Sied­lun­gen”.

Wenn wir un­se­re Köp­fe aus dem Sand zie­hen ist es schmerz­haft of­fen­sicht­lich; die ein­zi­ge „Sied­lung”, die de­mon­tiert wer­den muss, ist Is­ra­el. Po­li­ti­scher und ra­di­ka­ler Is­lam las­sen kei­nen Raum für ei­nen sou­ve­rä­nen jü­di­schen Staat in „ih­rer” Mit­te. Mit Aus­nah­me von Is­ra­el ist der gröss­te Teil des Na­hen Os­tens und von Nord­afri­ka heu­te ju­den­frei, nach ei­ne Prä­senz aus der Zeit vor dem Is­lam. Es wür­de Hit­ler nei­disch ma­chen.

Wenn wir wol­len, dass Is­ra­el über­lebt, dann müs­sen wir un­se­re Köp­fe aus dem Sand neh­men. Wenn nicht, kön­nen wir wei­ter­hin Is­ra­el ver­ur­tei­len da­für, dass es in je­dem Krieg um Krieg um Krieg zu­rück­schlägt. Wir kön­nen wei­ter­hin ver­sa­gen­de „Frie­dens­ge­sprä­che” mit Ha­mas und Fa­tah ar­ran­gie­ren, wäh­rend Ha­mas und Fa­tah of­fen Selbst­mord­at­ten­tä­ter züch­ten und als „Mär­ty­rer” fei­ern.

Das „zio­nis­ti­sche Ge­bil­de” muss ver­schwin­den, egal was es kos­tet. Es ist Ji­had. Von al­len Sei­ten, Ha­mas, His­bol­lah, die ge­dul­di­ge Mus­lim­bru­der­schaft und die ira­ni­schen Aya­tol­lahs war­ten dar­auf, auf Is­ra­els Grab zu tan­zen.

Wol­len wir so tun als ob? Wol­len wir so tun, als wenn nur Is­ra­el dies ge­ben wür­de oder je­nes Stück zu­rück gä­be, net­ter wä­re, je­ne Mau­er ent­fern­te, tä­te, was die Welt von Is­ra­el ver­langt, dass dann Frie­de wä­re? Dass es an Is­ra­el liegt, dass Frie­den pas­sie­ren kann? Es gibt nur ei­ne Sa­che zu tun für Is­ra­el: zu über­le­ben.

Is­ra­el ist an der Front ei­ner schreck­li­chen Schlacht. Die freie Welt muss Is­ra­el fei­ern, nicht ver­ur­tei­len.

Wir kön­nen ISIS nicht tren­nen von an­de­ren is­la­mi­schen Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen. Ha­mas, His­bol­lah, Al-​Qaida, Bo­ko Ha­ram, Al Shaba­ab, PLO /​ Fa­tah sind Frak­tio­nen der glei­chen Ideo­lo­gie. Sie pre­di­gen is­la­mi­sche Herr­schaft durch Ji­had. Es ist an­schei­nend nicht wich­tig ge­nug, wie oft sie uns auch sa­gen, dasss sie Is­ra­el zer­stö­ren wol­len und den Rest von uns kon­ver­tiert oder tot se­hen. Es ist nicht wich­tig ge­nug, wie vie­le Mäd­chen ver­ge­wal­tigt, ge­kauft und ver­kauft wer­den, und wie­vie­le Frau­en ge­zwun­gen wer­den, sich von Kopf bis Fuss zu be­de­cken.

Fe­mi­nis­tin­nen, Leu­te, die ich mei­ne Freun­de nann­te, sind mehr dar­an in­ter­es­siert, in anti-​israelischen Vi­de­os zu po­sie­ren, die Is­ra­el ver­ur­tei­len statt der Ha­mas. Sie ha­ben Angst, sich Aya­an Hir­si Alis „Die Ehren-​Tagebücher” (The Ho­nor Dia­ries) an­zu­schau­en. Sie be­vor­zu­gen es, ih­re Köp­fe in den Sand zu ste­cken, an­statt die vor­wie­gend mus­li­mi­schen Frau­en in den west­li­chen Län­dern vor Ge­ni­tal­ver­stüm­me­lung, Zwangs­hei­rat und Selbst­mord zu schüt­zen und zu un­ter­stüt­zen.

Die Re­ak­ti­on auf Is­ra­els jüngs­ten Krieg in Ga­za führ­te mich zu­rück zu den frü­hen 1980er Jah­ren, als ei­ne Frau in ei­ner jü­di­schen Fe­mi­nis­tin­nen­kon­fe­renz er­klär­te: „Is­ra­el soll­te nicht exis­tie­ren, wenn ein ein­zi­ger Pa­läs­ti­nen­ser in die­sem Pro­zess ge­tö­tet wer­den muss.” Es war das ers­te Mal, dass ich ei­ne Grup­pe von in­tel­li­gen­ten ame­ri­ka­ni­schen jü­di­schen Fe­mi­nis­tin­nen dar­über spre­chen hör­te, wie sie „Zio­nis­tin­nen wa­ren”, und jetzt ver­such­ten, die­je­ni­gen von uns zu „er­leuch­ten”  die „noch” Zio­nis­tin­nen wa­ren.

Heu­te ist die glei­che Men­ta­li­tät of­fen­sicht­lich in Aus­stel­lun­gen die­ser Ge­mein­schaft der ex­tre­men Sym­pa­thie für „Ga­za” mit ei­ner häss­li­chen Wut ge­gen­über Is­ra­el, an­statt die Ha­mas für ihr Blut­bad zur Ver­ant­wor­tung zu zie­hen.

Es gibt ein ara­bi­sches Sprich­wort: „Wenn das Ka­mel sei­nen Hö­cker se­hen könn­te, dann wür­de es vor Scham ster­ben.” Be­schä­men­der­wei­se den­ken die­se An­ti­zio­nis­ten, dass sie fort­schritt­lich sind, wäh­rend sie die re­pres­sivs­ten und bru­tals­ten Kräf­te in un­se­rer Zeit un­ter­stüt­zen und das jü­di­sche Volk und das ein­zi­ge Land in der Re­gi­on, wo ei­ne LGBT-​Gemeinschaft exis­tie­ren kann und Fe­mi­nis­tin­nen ge­dei­hen kön­nen, ver­ra­ten.

Wenn wir un­se­re Köp­fe aus dem Sand zie­hen, dann se­hen wir, wie Ju­den eth­nisch aus den meis­ten mus­li­mi­schen Na­tio­nen im Na­hen Os­ten und in Nord­afri­ka im letz­ten Jahr­hun­dert ge­rei­nigt wor­den sind. Und heu­te se­hen wir jes­si­di­sche Mäd­chen und Frau­en ver­ge­wal­tigt und in die se­xu­el­le Skla­ve­rei ver­kauft, ih­re Fa­mi­li­en, ih­re Jun­gen, ih­re Män­ner hilf­los ge­fan­gen, ge­fol­tert und bru­tal von is­la­mi­schen Fun­da­men­ta­lis­ten er­mor­det. Wir be­ob­ach­ten mit Ent­set­zen, wie die­se al­te Ge­mein­de ver­sucht, zu flie­hen, um nir­gends de­zi­miert wer­den. Die an Ji­ha­dis­ten ver­kauf­ten Mäd­chen, die Fa­mi­li­en, die zu­schau­en, wie sie ge­gen­sei­tig ab­ge­schlach­tet wer­den, die un­vor­stell­ba­ren Schre­cken, die ge­ra­de pas­sie­ren.

„Sei kein Vo­gel Strauss”, lehr­te mich mei­ne Mut­ter wäh­rend mei­ner schwe­ren Kind­heit als staa­ten­lo­se ara­bi­sche Jü­din in Ja­pan. Ich ver­such­te, kein Vo­gel Strauss zu sein, in­dem ich den in­sti­tu­tio­na­li­sier­ten An­ti­se­mi­tis­mus in mei­ner sieb­ten Klas­se be­kämpf­te durch die Prä­sen­ta­ti­on mei­nes Be­richts in Buch­form über die Schre­cken des Ho­lo­causts. Be­vor ich zu mei­nem Platz zu­rück­kehr­te, gab ei­ne Klas­sen­ka­me­ra­din zum Bes­ten, wie ihr Va­ter ihr ge­sagt ha­be, Hit­ler sei ein gu­ter Füh­rer ge­we­sen, der gu­te Stras­sen für Deutsch­land ge­baut ha­be. Mei­ne Schwes­ter, ei­ne Fran­zis­ka­ner Mis­sio­na­rin der Mut­ter Ma­ria, ant­wor­te­te dar­auf mit ei­nem Vor­trag, wie Hit­ler, „ein ge­tauf­ter Ka­tho­lik,” am En­de schliess­lich in den Him­mel kom­men wür­de, wenn er nur „auf­rich­tig be­reu­te”, be­vor er starb. Aber ich, der reue­lo­se Ju­de, wür­de nie den Him­mel und Gott se­hen.

Ich ler­ne dau­ernd, wie schwer es es für die Ju­den ist, als ein Volk zu über­le­ben mit ei­nem Land. Statt die schreck­li­chen Wahr­heit zu ver­ste­hen, wie ein sou­ve­rä­ner jü­di­scher Staat als un­er­träg­lich er­lebt wird in der is­la­mi­schen Ideo­lo­gie. Statt­des­sen wird Is­ra­el ver­ur­teilt. Is­ra­el muss ir­gend et­was tun, um solch ir­ra­tio­na­le, bru­ta­le Heiliger-​Krieg-​Mentalität her­vor­zu­brin­gen. Es müs­sen die Sied­lun­gen sein, wir müs­sen nur die Sied­lun­gen los­wer­den und al­les wird in Ord­nung sein.

In­zwi­schen wer­den Pa­läs­ti­nen­ser wei­ter­hin be­nutzt und ma­ni­pu­liert. Als „Flücht­lin­ge” ge­hal­ten und ge­lehrt, Ter­ro­ris­ten und Selbst­mord­at­ten­tä­ter zu wer­den, züch­ten die­se Flücht­lings­la­ger, von je­dem ein­zel­nen ara­bi­schen Land ge­seg­net, mensch­li­che Mu­ni­ti­on ge­gen Is­ra­el. Und wenn Is­ra­el ge­zwun­gen ist, zu­rück­zu­schla­gen, dann er­he­ben die Straus­se und An­ti­se­mi­ten ih­re Köp­fe und schrei­en STOPP! GENOZID! HOLOCAUST!

Es ist Zeit, die töd­li­che Bot­schaft des ra­di­ka­len Is­lams ernst zu neh­men. Ji­had ist er­schre­ckend ein­fach. uns mit mensch­li­cher Mu­ni­ti­on zu bom­bar­die­ren, Ter­ror Tun­nels un­ter Is­ra­el zu bau­en, eth­nisch Rei­ni­gung von Min­der­hei­ten­grup­pen auf dem Weg da­hin, ei­nen un­aus­sprech­li­chen Schre­cken nach dem an­de­ren zu be­ge­hen und uns Vi­de­os von Ent­haup­tun­gen in al­ler Öf­fent­lich­keit zu schi­cken, ist ei­ne Bot­schaft, die wir uns nicht leis­ten kön­nen, sie zu über­se­hen.

Die Welt muss­te Hit­ler stop­pen. Die Welt wird den ra­di­ka­len Is­lam stop­pen müs­sen, oder es wird kein Is­ra­el und kei­ne „freie” Welt mehr ge­ben.

Es gä­be kei­ne Krie­ge oder Sied­lun­gen, wenn Fa­tah, Ha­mas und die ara­bi­schen Staa­ten das Recht Is­ra­els auf ei­ne Exis­tenz in Frie­den ak­zep­tie­ren wür­den. Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten und der Rest der Welt muss die Exis­tenz Is­ra­els un­ter­stüt­zen, in­dem sie von den ara­bi­schen Staa­ten for­dert, Is­ra­el zu ak­zep­tie­ren, Ga­za zu ent­mi­li­ta­ri­sie­ren, und die Pa­läs­ti­nen­ser voll­stän­dig zu in­te­grie­ren, an­statt es ih­nen zu er­mög­li­chen, zy­nisch und grau­sam wei­ter­hin schwe­len­de Flücht­lin­ge und Dschihad-​Selbstmordattentäter zu kul­ti­vie­ren.

Wenn wir un­se­re Köp­fe aus dem Sand neh­men, kön­nen wir von der Welt nichts we­ni­ger for­dern, als die voll­stän­di­ge An­er­ken­nung Is­ra­els durch die is­la­mi­sche Welt, end­lich. Bis da­hin wird nur ei­ne „Sied­lung” in Fra­ge ge­stellt: Is­ra­el.

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