StartseiteNaher OstenDie Nakba: Fakten versus Fiktionen

Lev Zhi­avev, 24. Mai 2015, The Israeli Per­spec­tive

Die Zeit­en, in denen wir leben, aufer­legen uns gewisse Spiel­regeln, ob wir es wollen oder nicht. Eine dieser Regeln ist das “Nar­ra­tiv,” und das Zeital­ter, das sie uns aufer­legt, ist die Post­mod­erne. The­o­retisch macht sie gel­tend, dass jede Per­spek­tive auf die Tat­sachen, die Chronolo­gie zu der sie stattge­fun­den haben, gang­bar ist. Auf den ersten Blick scheint es, dass das eine völ­lig legit­ime Beobach­tung sei. Aber prak­tisch bedeutet es für zu viele zu häu­fig, dass Begriffe wie Fak­ten und Chronolo­gie ver­al­ten und belan­g­los wer­den. Nicht die Per­spek­tive auf die Fak­ten ändert sich, son­dern die Fak­ten ändern, um sich der eige­nen Per­spek­tive anzu­passen. Fra­gen wie: – Wer ist der Aggres­sor? Wer hat zuerst ange­grif­f­en? Wer hat den Krieg begonnen? Warum wurde er begonnen? Wie ist die tat­säch­liche Abfolge der Ereignisse? Welch­es ist die Ursache und Wirkung? Wer ist ein Ter­ror­ist und wer ein Frei­heit­skämpfer? – Alles ver­liert an Bedeu­tung.

Wenn jed­er Stand­punkt akzept­abel ist, dann ist nie­mand ein Lügn­er. Wenn jed­er seine eigene Wahrheit hat, dann gibt es über­haupt keine Wahrheit. Keine Fak­ten, keine Wahrheit – kein richtig oder falsch. Lassen wir das auf dem Gewis­sen der Men­schen las­ten, die für das Töten von Wahrheit als ein Konzept durch die Ein­führung der Post­mod­erne in unser Leben ver­ant­wortlich sind – die Wis­senschaft.

Die Nak­ba, der “palestinän­sis­che” Trauertag, nach dem Gre­go­ri­an­is­chen Kalen­der am Tag der Aus­ru­fung der Grün­dung des Staates Israel gefeiert, ist das ulti­ma­tive Beispiel für ein durchgek­nalltes “Nar­ra­tiv”. “Die Katas­tro­phe”, “das Desaster” der “Palästi­nenser” hat alle wesentlichen Merk­male des typ­is­chen post­mod­er­nen moralis­chen und his­torischen “Rel­a­tivis­mus”; Geschichte ignori­eren, Ursache und Wirkung ver­tauschen, Ereignisse über alle Pro­por­tio­nen hin­aus auf­blasen, jeden Kon­text aus dem Fen­ster schmeis­sen, Ersatzthe­o­rie anwen­den, und, natür­lich, Einzel­heit­en her­auszu­greifen und mit zweier­lei Mass zu messen.

Was aus der Nakba-Farce heute gewor­den ist, kann wie fol­gt auf den Punkt gebracht wer­den:
Böse zion­is­tis­chen Juden kamen aus Europa im Jahr 1948 in ein ihnen völ­lig fremdes Palästi­na, flüch­t­end vor den Holo­caust (der in der Regel eben­falls ver­leugnet wird), beset­zten es, began­nen einen bru­tal­en Völk­er­mord an der unschuldigen zivilen ein­heimis­chen palästi­nen­sis­che Bevölkerung (der bis heute andauert! ) und das zion­is­tis­che Israel auf den Ruinen von Palästi­na grün­de­ten. Diejeni­gen, die nicht geschlachtet wur­den, wur­den bru­tal in einem bösen Akt der eth­nis­chen Säu­berung aus ihren Häusern aus­gestossen und sind bis heute Flüchtlinge (zusam­men mit all ihren Nachkom­men!). Dies ist als das grösste Ver­brechen in der Geschichte der Men­schheit anzuse­hen, Israel sollte als das let­zte Kolo­nial­pro­jekt wahrgenom­men wer­den, der Zion­is­mus sollte als Ras­sis­mus und beispiel­los­es Übel zu sehen sein.

Schreck­lich, nicht wahr?
Aus der Sicht des progressiv-liberal-postmodernen Rel­a­tivis­ten ist das alles legit­im und so fühlbar wie jede andere Geschichte. Wenn es in der Tat so wäre, dann wäre Israel eine Inkar­na­tion Satans und all die Boykotte, Vorurteile und unver­hält­nis­mäs­sige Obses­sio­nen wären gerecht­fer­tigt.
Aus der Sicht eines nor­malen Men­schen? Nicht ganz so.

Mit der “Feier” des Nak­ba Day erst let­zte Woche, am 15. Mai, ist es von entschei­den­der Bedeu­tung, die Sache richtig zu stellen und einen entschei­den­den Stand­punkt einzunehmen: Lügen sind kein Nar­ra­tiv.
Lassen Sie uns die Nak­ba Farce ent­lar­ven und die Lügen, auf denen sie aufge­baut ist:

Mythos 1: “Juden kamen 1948 nach Israel / Israel wurde nur wegen des Holocaust gegründet!”

Abge­se­hen von der alten Geschichte, der Reli­gion, der Bibel und dem Koran, diese Lüge ignori­ert den Auf­bau von Israel durch europäis­che Juden für einige 50 Jahre vor dem Zweit­en Weltkrieg. Es ignori­ert die erste und die zweite “Aliyah” – Wellen jüdis­ch­er Rück­führun­gen nach Israel 1882–1902 und 1904–1914, lange vor dem Zweit­en Weltkrieg oder dem Holo­caust. Sie ignori­ert die Grün­dung der zion­is­tis­chen Bewe­gung – der Nation­al­be­we­gung des jüdis­chen Volkes – im 19. Jahrhun­dert. Sie ignori­ert weit­er­hin die ursprüngliche Rück­führung der jemeni­tis­chen Juden nach Israel im 19. Jahrhun­dert gle­ichzeit­ig und unab­hängig von der ersten Ali­jah.

Mythos 2: “Juden haben “Palästina” besetzt!”

Nie, zu keinem Zeit­punkt in der Geschichte gab es einen unab­hängi­gen Staat namens “Palästi­na”, den die Juden hät­ten beset­zen kön­nen. “Palästi­na” war nur ein von aus­ländis­chen Besatzern für ein geo­graphis­ches Gebi­et  gegeben­er Name; Römer, Türken, Briten. Der Name kommt vom hebräis­chen Wort “Plish­tim”, was …“Ein­drin­glinge” bedeutet (hop­pla!), und wurde einem frem­den, alten griechis­chen Stamm gegeben, der vom Meer her in das Land ein­drang. Es gab nie eine poli­tis­che Ein­heit namens “Palästi­na”. Es gab nie ein einzi­gar­tiges Volk der “Palästi­nenser”, eigen­ständig und getren­nt vom Rest der Araber des Nahen Ostens.

Mythos 3: ““Palästinenser” sind das eingeborene Volk Israels”!

Mit der Grün­dung der UNRWA wur­den einige ganz neue Kri­te­rien für ara­bis­che Flüchtlinge aus britisch Palästi­na etabliert, einzi­gar­tig und ver­schieden von den Kri­te­rien für alle anderen Flüchtling im Uni­ver­sum. Im Gegen­satz zu allen anderen Flüchtlin­gen dieser Welt, die den Sta­tus erhal­ten, wenn sie aus ihrem Heimat­land ver­trieben wur­den, erhiel­ten die ara­bis­chen Flüchtlinge aus Britisch Palästi­na den Sta­tus, wenn sie seit …zwei Jahren in Britisch Palästi­na geleebt hat­ten. (Zusam­men mit ihren Kindern. Und ihren Kinde­skindern. Und der Kinder der Kinder…)
Warum war dieses einzi­gar­tige Kri­teri­um notwendig? Offen­sichtlich deshalb, weil der uni­verselle Stan­dard nicht auf die Araber von Britisch Palästi­na zutrifft. Während die genauen Zahlen unter den Gelehrten umstrit­ten sind, ist offen­sichtlich ein sig­nifikan­ter Anteil der­er, die heute “Palästi­nenser” genan­nt wer­den, in kein­er Weise in Israel heimisch. Kinder aus­ländis­ch­er Arbeit­nehmer, die durch die Osma­n­en herge­bracht wur­den, durch die Migra­tion von Stäm­men, während der ara­bis­chen Revolte hergekommene Ban­den. Ihr Anspruch ist in kein­er Weise ursprünglich­er, als der Juden der ersten und zweit­en Aliyahs. Nicht zu vergessen der his­torische Anspruch auf Israel, spez­i­fisch für die Juden.

Nun, wenn wir uns die von der UNRWA genan­nte ursprüngliche Zahl von 711’000 Flüchtlin­gen anschauen (auch wenn sie heute auf der offiziellen Web­site dreist “etwa 750′000″ behaupten!), dann wer­den wir auch eine Über­raschung erleben. Prof. Karshs akribis­che Forschung hat bewiesen, dass die Schätzung “palästi­nen­sis­ch­er” ara­bis­ch­er Flüchtlinge nur auf max­i­mal 609’000 zu ste­hen kommt. Das bedeutet, dass rund 100.000 benach­barte nicht-“palästinensissche” Araber aufge­sprun­gen sind, um an den grosszügi­gen Tit­ten der Welt­ge­mein­schaft zu saugen.

Mythos 4: “Zionisten haben “Palästinenser” hinausgeworfen! Sie haben begonnen! “Palästinensischer” Terrorismus ist nur eine Reaktion auf die zionistische Aggression!”

Hier kommt jene nervtötende-kleine-unbedeutende-veraltete Beläs­ti­gung namens “Chronolo­gie” ins Spiel.
Fünf ara­bis­che Armeen grif­f­en die Juden im Mai 1948 an, bevor sie über­haupt jeman­den “rauswar­fen”. Worauf haben sie dann “reagiert”?
Araber ermorde­ten rund 300 Juden während der ara­bis­chen Revolte von 1936–1939. Bevor die Juden irgend jeman­den “rauss­chmis­sen” oder “beset­zten”. Worauf haben sie denn “reagiert”?
Araber schlachteten 18 Juden in Safed und 67 in Hebron 1929. Worauf genau haben sie da “reagiert”?
Die Liste lässt sich beliebig weit­er­führen.
Haben Sie immer noch das Gefühl islamis­chen Ter­ror­is­mus recht­fer­ti­gen und ratio­nal­isieren zu müssen?

Nun, ohne auch nur auf die Zahlen der (nicht uner­he­blichen) Frage einzuge­hen, wie viele Araber tat­säch­lich physisch von Juden ver­trieben wur­den, wie viele auf eige­nen Antrieb flo­hen und wie viele ihre Häuser ver­liessen auf­grund der Auf­forderung von ara­bis­chen Gen­erälen (unter Ver­nach­läs­si­gung der Bit­ten der jüdis­chen Führung, zu bleiben und zusam­men ein Leben aufzubauen), damit sie die Juden rasch eli­m­inieren und ihnen die Rück­kehr “in zwei Wochen” ermöglichen kön­nen, erin­nern wir uns doch zunächst an ein paar grundle­gende Fak­ten:
# 1: Es waren Araber, die Juden angrif­f­en; fünf aus­ländis­che Armeen sowie lokale Ban­den.
# 2. Deren aus­drück­lich­es Ziel war die Ver­nich­tung der Juden und Völk­er­mord.
# 3. Sie began­nen den Krieg. Sie planten Völk­er­mord. Sie ver­loren. Wo ist der “Nak­ba Day” der Nazis?

Mythos 5: “Zionisten haben Genozid an den “Palästinensern” begangen! / Die Nakba ist der Holocaust der “Palästinenser”!”

Der Holo­caust ist nicht eine Frage der Per­spek­tive.
Ein Völk­er­mord ist nicht ein Prob­lem des Nar­ra­tivs.
Sie kön­nen ihre Nieder­lage im Jahr 1949 nicht einen “Holo­caust” nen­nen, nur weil es “ein Holo­caust für Sie” ist.

Die Lüge des durch Israelis verübten Völk­er­mords ist eine Lüge mon­strös­er Grösse, mit einem meta­ph­ysis­chen Zweck. Ihr Ziel ist es, zu beweisen: “Die Juden sind doch die Bösen” – dadurch die Befreiung des West­ens von der Schuld des Holo­caust, und dass “was die Nazis ihnen ange­tan haben, sie jet­zt ger­ade den Palästi­nensern antun”, was Zion­is­mus in mod­er­nen Nation­al­sozial­is­mus ver­dreht und ganz Israel in eine Art Freud­schen Kom­plex. Der einzig denkbare Grund dafür, dass diese Dreistigkeit irgend welchen Erfolg haben kann, ist, anzunehmen, dass Hitlers Pro­pa­gan­dat­e­ch­nik der Grossen Lüge funk­tion­iert: “Lügen Sie so kolos­sal, dass nie­mand glauben würde, dass jemand die Ruchlosigkeit haben kann, die Wahrheit der­massen infam zu verz­er­ren”.

Gut, engagieren wir uns in geistigem Selb­st­miss­brauch: Ein Völk­er­mord ist die sys­tem­a­tis­che Zer­störung der gesamten oder eines wesentlichen Teils ein­er ras­sis­chen, eth­nis­chen, religiösen oder nationalen Gruppe – mit fre­undlich­er Genehmi­gung von Wikipedia.
Beispiel 1: Während des armenis­chen Völk­er­mords schlachteten die Türken rund 1,5 Mil­lio­nen der 2 Mil­lio­nen Arme­nier im Osman­is­chen Reich ab. Das sind rund 75% der armenis­chen Bevölkerung im Osman­is­chen Reich. Das ist ein Völk­er­mord.
Beispiel 2: Während des Holo­caust sind rund 6 Mil­lio­nen der 9,5 Mil­lio­nen europäis­chen Juden abgeschlachtet wor­den. Das ist rund 63% der jüdis­chen Bevölkerung. Das ist ein Völk­er­mord.
Beispiel 3: Während des Genozids in Ruan­da wur­den rund 500’000 von den 770’000 Tut­sis geschlachtet. Das sind etwa 65% der Tutsi-Bevölkerung. Das ist ein Völk­er­mord.
Diese Liste lässt sich weit­er­führen.

Jet­zt zu Israel und den Arabern, von den 711’000 (Zahlen der UNO) ver­drängten “Palästi­nenser” (nicht der gesamten ara­bis­chen Bevölkerung des britis­chen Palästi­na, wohlge­merkt) wur­den rund 13’000 Men­schen getötet. Das sind rund 1,8% der ara­bis­chen Bevölkerung. Ich habe absichtlich die Zahlen mit dem Siegel der Zus­tim­mung des “palästi­nen­sis­chen Nar­ra­tivs” ver­wen­det, auch wenn sie umstrit­ten und aufge­blasen sind.
Sog­ar ihre eige­nen Zahlen bele­gen ohne Zweifel, dass es nie einen Völk­er­mord gegeben hat.

Mythos 6: “Gut, kein Völkermord, aber die Zionisten haben Palästina ethnisch gesäubert! Geheime zionistische Dokumente beweisen, dass das die ganze Zeit ihre Absicht war!”

Egal, wie viel bes­timmte progressive-liberal-postmodern-relativistischen “Gelehrte” ver­suchen, bes­timmte Phrasen oder Zitate zu ver­drehen, sie aus dem Zusam­men­hang zu reis­sen und sie aus ihrem his­torischen Kon­text her­auszulösen ver­suchen, gab es einen bre­it­en Kon­sens der Oppo­si­tion zu ein­er Vertrei­bung der Araber über die gesamte jüdis­che poli­tis­che Land­karte, links und rechts.

Nach­dem das gesagt ist, lasst uns auch fes­thal­ten, dass “eth­nis­che Säu­berung” die Art des post­mod­er­nen His­torik­ers ist, Bevölkerung­sum­sied­lun­gen zu dämon­isieren. In den Jahren nach dem Zweit­en Weltkrieg (d.h. in den fraglichen Jahren) waren Bevölkerung­sum­sied­lun­gen mit dem Ziel der Schaf­fung homo­gen­er Nation­al­staat­en die inter­na­tionale Norm, von der inter­na­tionalen Gemein­schaft im All­ge­meinen und speziell in Israel genehmigt und gefördert (sog­ar von eini­gen ara­bis­chen Führern!). Sich­er, die eigene Woh­nung zu ver­lassen ist immer eine Tragödie, aber das geschah, trau­riger­weise, auf der ganzen Welt und in viel (viel) höheren Zahlen. Alle diese Aus­tausche wur­den auf tragis­che Weise auch von grossen Ver­lus­ten an Men­schen­lebens begleit­et.

Beispiel 1: 14,5 Mio. wur­den zwis­chen Indi­en und Pak­istan umge­siedelt. Es gab keinen Krieg. Im Gegen­teil wurde die Umsied­lung durchge­führt, um durch die Vere­ini­gung der Hin­dus mit den Hin­dus und der Mus­lime mit den Mus­li­men einen Krieg zu ver­hin­dern. Doch bei­de Län­der waren in jen­er Zeit nicht in der Lage, sich gebührend um die Massenum­sied­lung zu küm­mern, und es sind Mas­sak­er auf bei­den Seit­en aufge­treten. Die genaue Zahl der getöteten Men­schen als Folge der Umsied­lung ist noch umstrit­ten, wobei einige Schätzun­gen bis auf eine Mil­lion Tote gehen. Die meis­ten Gelehrten zitieren rund 500’000.
Beispiel 2: Unge­fähr 12 Mil­lio­nen eth­nis­che Deutsche aus ganz Europa wur­den nach der Nazi-Niederlage von wüten­der lokaler Bevölkerung aus ihren Häusern getrieben. Dies obwohl sie indi­gen waren zu ihrem Heimat­land, und auf keine Weise irgen­deinen Bezug zu den Nazis hat­ten. Rund 550’000 wur­den während der Vertrei­bun­gen getötet.
Beispiel # 3: Das Ende des Zweit­en Weltkriegs hat einen sig­nifikan­ten Groll zwis­chen den Polen und den Ukrain­ern hin­ter­lassen. 1,5 Mil­lio­nen wur­den aus ihren Häusern ver­trieben. Bis zu 100’000 wur­den getötet.
Diese Liste lässt sich weit­er­führen.

Ver­gle­ich weltweit­er Umsied­lun­gen. In blau: Die totale Anzahl umge­siedel­ter Men­schen. In rot: Die dabei getöteten Men­schen.

Rund 850’000 Juden (das sind 100’000 mehr als noch die aktuellen über­höht­en Zahl der UNRWA) aus ara­bis­chen Län­dern als Folge der Grün­dung des Staates Israel ver­triebene kom­men auch in den Sinn. Diese waren tat­säch­lich indi­gene Bürg­er ihrer Herkun­ft­slän­der, die dort seit Jahrhun­derten lebten. Sie waren nicht im Krieg mit der ara­bis­chen Bevölkerung ihrer Län­der. Sie haben keine Inva­sion ges­tartet aus fünf feindlichen jüdis­chen Staat­en. Sie haben nie schworen, die Araber ins Meer zu treiben.
Wis­sen Sie, kleine, unbe­deu­tende, nervtö­ten­den Unter­schiede.

Von all den Mil­lio­nen Flüchtlin­gen, die die Welt seit dem Zweit­en Weltkrieg gese­hen hat, behält nur eine Gruppe seinen Flüchtlingssta­tus bis heute und gibt ihn an ihre Nachkom­men weit­er. Nur eine hat ihre Umsied­lung zum Kern ihrer nationalen Iden­tität gemacht. Nur eine jam­mert und stöh­nt, bis zum heuti­gen Tag, über ihre “grosse Katas­tro­phe”. Ratet mal, welche.
Nach dem­sel­ben Massstab, wo ist der indis­che Nak­ba Day? Wo ist der pak­istanis­che Nak­ba Day? Wo der Deutsche? ..
Diese Liste lässt sich weit­er­führen.

Mythos 7: “Zionisten betreiben heute noch den Völkermord an den “Palästinensern”!”

Selb­st wenn Sie abso­lut nichts von Geschichte, Völk­er­recht, Poli­tik, dem Nahen Osten, dem israelisch-arabischen Kon­flikt oder son­st etwas ver­ste­hen, so müssen Sie trotz­dem immer noch hirn­tot sein, um diese Vor­würfe ernst zu nehmen.
Sie kön­nen nicht einen Völk­er­mord haben mit einem steten Wach­s­tum der Bevölkerung. (im Gegen­satz zu einem starken Rück­gang, wis­sen Sie)
Sie kön­nen nicht einen Völk­er­mord haben mit einem steten Wach­s­tum der Lebenser­wartung, höher als der Welt­durch­schnitt.
Sie kön­nen nicht einen Völk­er­mord haben mit einem steten Rück­gang der Kinder­sterblichkeit, niedriger als der Welt­durch­schnitt.
Diese Liste lässt sich weit­er­führen.

Mythos 8: “Israel ist ein kolonialistisches Projekt!”

Die Juden sind nicht nach Israel gekom­men mit der Fahne von Polen, Rus­s­land, Marokko oder dem Jemen. Sie sind nicht gekom­men, um die “Reichtümer” und die “indi­gene Bevölkerung” Israels für eine anderes Heimat­land zu miss­brauchen. Sie kamen, um sich in Israel niederzu­lassen, ein ver­fol­gtes Volk, alles hin­ter sich zurück­lassend, um ein neues, jüdis­ches Leben in ihrer neuen Heimat aufzubauen. Um das Land zu bear­beit­en, um die Städte zu bauen, um ihre eigene, unab­hängige, jüdis­che Kul­tur zu entwick­eln. Zion­is­mus ist nicht Kolo­nial­is­mus, noch ist es Ras­sis­mus. Es ist die Bürg­er­rechts­be­we­gung des jüdis­chen Volkes.

Zurück­k­om­mend auf die “Zeit des Nar­ra­tivs”, sich­er ist der Sieg des einen Men­schen eines anderen Men­schen Tragödie. Gewährt. Auch wenn es völ­lig selb­stver­schuldet ist. Zugegeben, jed­er Ver­lust, jede Umsied­lung ist ein tragis­ches Ereig­nis für die betrof­fe­nen Men­schen. Zugegeben, wenn es keine Kriege auf der Welt gäbe, dann wäre sie ein besser­er Ort. Keine Frage. Nun, nehmen wir an, dass Sie diesen Ver­lust in einen entschei­den­den Moment in Ihrer Geschichte ver­wan­delt haben, in einen Grund­stein Ihrer nationalen Iden­tität (beispiel­los, wirk­lich). Nehmen wir an, dass Sie das Elend zum Beruf gemacht haben. Sagen wir, dass Sie das Lei­den (der Nachkom­men) Ihrer Flüchtlinge verewigt haben. Sagen wir, dass Ihre nationale Idee auf­fal­l­end neg­a­tiv ist, in ein­er abso­lut einzi­gar­ti­gen Art und Weise gegenüber der glob­alen Prax­is.

Betra­cht­en Sie fol­gen­des, der israelis­che Vize-Botschafter in Nor­we­gen, George Deek (der zufäl­lig ein israelis­ch­er Araber ist), brachte diese Frage auf: Warum wird der Nak­ba am Tag der israelis­chen Unab­hängigkeit­serk­lärung gedacht? Warum nicht, sagen wir, am Tag diese Vertrei­bung oder jenes Mas­sak­ers, oder dieser Nieder­lage? Was hat es mit der palästi­nen­sis­chen “Katas­tro­phe” auf sich? Ihr Ver­lust? Ihrer Vertrei­bung? Ihre Dias­po­ra? Oder ist es unser Sieg, der die Haup­tur­sache ihrer Trauer ist?

Darum geht es am Ende. Das Wesen des gesamten Kon­flik­ts. Haupt­prob­lem der Palästi­nenser ist nicht ein Man­gel an einem Staat, es ist die Exis­tenz von unserem. Keine andere Nation hat die Menge der Möglichkeit­en der Palästi­nenser gehabt, ihren eige­nen Staat zu etablieren. Es ist nicht eine Frage des Ter­ri­to­ri­ums. Solange ein jüdis­ch­er Staat über­all im his­torischen Israel existiert, wird die palästi­nen­sis­che “Nak­ba” nicht zu Ende sein.

Lassen Sie sich nicht das Gehirn waschen von “Nar­ra­tiv­en”.
Beste­hen Sie um jeden Preis darauf, Ihr Gehirn zu benutzen.


Kommentare

Die Nakba: Fakten versus Fiktionen — 3 Kommentare

  1. Super zusam­menge­fasst. Kön­nte man das nicht an alle Medi­en und Parteien schick­en? Sie müssen antworten, auch wenns dann nur zu ein­er Stan­dar­d­ant­wort reicht.

  2. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  3. Eine sehr schöne Samm­lung von Mythen. Wür­den die PalAraber und die anderen Araber ihre sprudel­nde Fan­tasie für etwas Kon­struk­tives ver­wen­den, wür­den sie in viel­er, wenn
    nicht in jed­er Hin­sicht weit­er hal­ten. Wirtschaftlich, poli­tisch usw. Vielle­icht würde dann ihr tiefer Haß auf Israel und den West­en aufhören.
    lg
    caru­so

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