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Pro-​Peace zu sein, be­deu­tet, Pro-​Israel zu sein

Fred Ma­roun, 21.10.2015, Times of Is­ra­el Blogs

Fred Ma­roun ist Ka­na­di­er ara­bi­schen Ur­sprungs, der im Li­ba­non leb­te bis 1984, ein­schliess­lich wäh­rend 10 Jah­ren Bür­ger­krieg. Fred un­ter­stützt Is­ra­els Exis­tenz­recht als jü­di­scher Staat, und er un­ter­stützt ei­nen li­be­ra­len und de­mo­kra­ti­schen Na­hen Os­ten, wo al­le Re­li­gio­nen und Na­tio­na­li­tä­ten, ein­schliess­lich der Pa­läs­ti­nen­ser, in Frie­den ko­exis­tie­ren kön­nen mit ein­an­der und mit Is­ra­el, und wo Men­schen­rech­te re­spek­tiert wer­den. Fred ist Athe­ist, So­zi­al­li­be­ral, und ein Ad­vo­kat von glei­chen Rech­ten für LGBT-​Menschen über­all. Wei­te­re Blogs von Fred Ma­roun fin­den sich auf http://www.jpost.com/Blogger/Fred-Maroun und http://fredmaroun.blogspot.com/.

Als ein Ara­ber, der Is­ra­el un­ter­stützt, wer­de ich be­schul­digt, nicht mit mei­nen pa­läs­ti­nen­si­schen Brü­dern und Schwes­tern so­li­da­risch zu sein. Mei­ne Ant­wort ist, dass ich die Pa­läs­ti­nen­ser un­ter­stüt­ze, und tue das, in­dem ich Is­ra­el unterstütze.

Ich ha­be die Ara­ber an­ge­pran­gert für die Ab­leh­nung des 1947er UNO-​Teilungsplans, den die Ju­den an­ge­nom­men und der den Pa­läs­ti­nen­sern be­reits im Jah­re 1948 ei­nen ei­ge­nen Staat ge­ge­ben hät­te. So ge­nann­te „pro-​palästinensische” Ak­ti­vis­ten fin­den Aus­re­den für die­sen un­halt­ba­ren ara­bi­schen Feh­ler, wei­gern sich zu ak­zep­tie­ren, dass das von An­ti­se­mi­tis­mus ge­trie­ben war.

Ich ha­be die Ara­ber an­ge­pran­gert da­für, kei­nen pa­läs­ti­nen­si­schen Staat de­kla­riert zu ha­ben zwi­schen 1948 und 1967, als Is­ra­el kei­ne Prä­senz in der West­bank und im Ga­za­strei­fen hat­te. So ge­nann­te „pro-​palästinensische” Ak­ti­vis­ten über­se­hen, dass das Ver­sa­gen auf die ara­bi­sche Ab­leh­nung, die Nie­der­la­ge von 1948 zu ak­zep­tie­ren, zu­rück geht, un­ter Miss­ach­tung der Not­wen­dig­keit der Pa­läs­ti­nen­ser nach ei­nem ei­ge­nen Staat.

Ich ha­be die ara­bi­sche Ag­gres­si­on an­ge­pran­gert, die den Sechs­ta­ge­krieg von 1967 aus­lös­te und die Is­ra­el er­laub­te, die West­bank und Ga­za zu er­obern. So ge­nann­te „pro-​palästinensische” Ak­ti­vis­ten ver­ur­tei­len die is­rae­li­sche Be­set­zung des West­jor­dan­lan­des und die is­rae­li­sche Blo­cka­de des Ga­za­strei­fens, aber sie wei­gern sich auf ir­ra­tio­na­le Wei­se, die ara­bi­sche an­ti­se­mi­ti­sche Ra­se­rei, die da­zu ge­führt hat, anzuprangern.

Ich ha­be die ara­bi­schen Staa­ten an­ge­pran­gert für die Hal­tung der Pa­läs­ti­nen­ser in La­gern mit ein­ge­schränk­ten Rech­ten seit sie­ben Jahr­zehn­ten. Pa­läs­ti­nen­ser wer­den wei­ter­hin als Bau­ern­op­fer durch die ara­bi­schen Ré­gime ver­wen­det, doch so ge­nann­te „pro-​palästinensische” Ak­ti­vis­tin­nen er­mu­ti­gen sie zu die­sem Missbrauch.

Ich ha­be Ter­ro­ris­ten wie die Ha­mas an­ge­pran­gert, die Ge­gen­an­grif­fe durch Is­ra­el mut­wil­lig ver­ur­sa­chen, was zu Zer­stö­rung und Tod für die Pa­läs­ti­nen­ser führt, und die da­zu füh­ren, dass Is­rae­lis Angst vor ei­nem pa­läs­ti­nen­si­schen Staat. Ter­ro­ris­ti­sche Ge­walt, die ent­we­der un­ter­stützt oder von „pro-​palästinensischen” Ak­ti­vis­ten igno­riert wird, ist nicht nur un­mo­ra­lisch, son­dern auch in­ef­fek­tiv und kontraproduktiv.

Ich ha­be den pa­läs­ti­nen­si­schen Füh­rer an­ge­pran­gert, der rou­ti­ne­mäs­sig lügt, sich hart­nä­ckig wei­gert, mit Is­ra­el über Frie­den zu ver­han­deln, und selbst zu Ge­walt auf­wie­gelt. Er ver­langt wie ein Idi­ot ein Ein­frie­ren der Sied­lun­gen als Vor­be­din­gung für Ver­hand­lun­gen, wo es doch of­fen­sicht­lich ist, dass der Man­gel an ei­nem Frie­dens­ab­kom­men zu mehr Sied­lun­gen führt. So ge­nann­te „pro-​palästinensische” Ak­ti­vis­ten stel­len Ab­bas als mo­de­rat dar, der nur Frie­den will.

Die so ge­nann­ten „pro-​palästinensischen” Ak­ti­vis­ten be­haup­ten, ein En­de der is­rae­li­schen Be­sat­zung und die Schaf­fung ei­nes pa­läs­ti­nen­si­schen Staa­tes zu wol­len, aber sie ar­bei­ten un­er­müd­lich ge­gen die­se ei­ge­nen Zie­le, und ih­re Be­mü­hun­gen sind er­folg­reich. Je­den Tag ist die Mög­lich­keit ei­nes pa­läs­ti­nen­si­schen Staa­tes wei­ter ent­fernt. Ihr Hass auf den jü­di­schen Staat führt zur Blind­heit ge­gen­über der Ab­sur­di­tät ih­rer ei­ge­nen Taktik.

Man er­war­tet von mir, dass ich mei­ne Un­ter­stüt­zung der Pa­läs­ti­nen­ser durch hass­erfüll­te Rhe­to­rik ge­gen Is­ra­el de­mons­trie­re. Man er­war­tet, dass ich Is­ra­el als Apartheid-​Staat ver­ur­tei­le und Is­ra­els Re­gie­rung be­schul­di­ge, ge­gen Frie­den und ei­nen pa­läs­ti­nen­si­schen Staat zu sein. Ich wer­de kei­ne sol­chen Din­ge zu tun, weil die­se Be­haup­tun­gen Lü­gen sind. Is­ra­el ist ei­ne blü­hen­de De­mo­kra­tie für Ju­den und Ara­ber, und es war be­reit für den Frie­den seit sei­ner Un­ab­hän­gig­keit im Jah­re 1948. Al­les, was Is­ra­el im Ge­gen­zug be­kom­men hat, war Ge­walt und Hass. Es soll­te be­wun­dert und un­ter­stützt wer­den, nicht dä­mo­ni­siert, und ich will kei­nen An­teil an die­ser Dä­mo­ni­sie­rung haben.

Als Ara­ber un­ter­stüt­ze ich Is­ra­el vol­ler stolz, und ich glau­be, dass es die Pflicht ei­nes je­den ver­nunft­be­gab­ten Men­schen ist, Is­ra­el zu un­ter­stüt­zen. Ich ha­be gros­sen Re­spekt für die jü­di­sche Kul­tur, und ich glau­be an das Recht der Ju­den auf Un­ab­hän­gig­keit in ei­nem Land, wo sie län­ge­re kon­ti­nu­ier­li­che Prä­senz hat­ten als je­de an­de­re Grup­pe. Ich un­ter­stüt­ze aus­ser­dem vol­ler Stolz das Ziel ei­nes de­mo­kra­ti­schen und fried­li­chen pa­läs­ti­nen­si­schen Staates.

Nicht nur gibt es kei­nen Wi­der­spruch zwi­schen die­sen bei­den Zie­le, son­dern weil ich glau­be, dass Is­ra­el von der Exis­tenz ei­nes fried­li­chen pa­läs­ti­nen­si­schen Staa­tes pro­fi­tie­ren wür­de (sie­he „Die Ein-​Staaten-​Selbsttäuschung”), weiss ich, dass die Schaf­fung ei­nes sol­chen Staa­tes da­von ab­hängt, dass Pa­läs­ti­nen­ser die Exis­tenz des jü­di­schen Staa­tes voll akzeptieren.

Ei­ni­ge Ara­ber und so­gar ei­ni­ge Pa­läs­ti­nen­ser ver­ste­hen das. Der pa­läs­ti­nen­si­sche Men­schen­recht­ler Bas­sem Eid schrieb: „Trotz al­lem, was wir uns sa­gen, Is­ra­el ist hier, um zu blei­ben. Da­zu kommt, dass es ein Recht hat, zu exis­tie­ren. Es ist die Na­ti­on der Ju­den, und auch ei­ne Na­ti­on für is­rae­li­sche Ara­ber, die dort ein bes­se­res Le­ben ha­ben als Ara­ber in al­len an­de­ren ara­bi­schen Län­dern. Wir müs­sen die­se Tat­sa­chen ak­zep­tie­ren und wei­ter­ma­chen. Der An­ti­se­mi­tis­mus der von Ha­mas, Fa­tah und der BDS-​Bewegung ge­för­dert wird, ist nicht die Ant­wort für uns Pa­läs­ti­nen­ser.” Lei­der gibt es nur we­ni­ge Ara­ber wie Eid.

Pa­läs­ti­nen­si­schen Schlä­ger, die der­zeit in An­grif­fen auf Ju­den in Is­ra­el ver­wi­ckelt sind, bau­en kei­nen pa­läs­ti­nen­si­schen Staat. Sie sind das Pro­dukt ei­ner pa­läs­ti­nen­si­schen Hass­kul­tur, und ih­re Hand­lun­gen gra­ben die­se Hass­kul­tur noch tie­fer ein und stos­sen den Traum ei­nes pa­läs­ti­nen­si­schen Staa­tes noch wei­ter in die Ferne.

Um Frie­den und schliess­lich die Wür­de und Sou­ve­rä­ni­tät für die Pa­läs­ti­nen­ser zu er­rei­chen, gibt es ei­nen Weg, und nur die­sen ei­nen Weg, und er be­steht dar­in, den Ter­ro­ris­mus zu ver­ur­tei­len und un­miss­ver­ständ­lich Is­ra­el zu unterstützen.

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