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Je­ru­sa­lem in Fo­tos von 1862: Kei­ne Mo­sche­en, kei­ne Pa­läs­ti­nen­ser, nur Geis­ter­städ­te von mas­sa­krier­ten Chris­ten­re­gio­nen

10.11.2014, Pa­lesti­ne Is­ra­el Con­flict

Ei­ne Fo­to­aus­stel­lung in Lon­don folgt der Rei­se, die Eng­lands Prinz von Wales (spä­ter Kö­nig Ed­ward VII) im Jah­re 1862 ge­macht hat, als er ei­ne vier­mo­na­ti­ge Tour durch den Na­hen Os­ten un­ter­nahm.

Und wie üb­lich, kei­ne Spur von Mo­sche­en oder ak­ti­ver pa­läs­ti­nen­si­scher Prä­senz, wie das Jahr­zehn­te al­te Ar­gu­ment der pa­läs­ti­nen­si­schen Sei­te, um die Sa­ge auf­recht­zu­er­hal­ten, für die sie kämp­fen und be­set­zen, im In­ter­es­se des Ji­had und der aus­län­di­schen Hil­fe.

In der Aus­stel­lung fin­den wir mehr Fo­tos von Je­ru­sa­lem im Jah­re 1862, als die so ge­nann­ten „Pa­läs­ti­nen­ser” an­geb­lich be­reits ei­ne Be­völ­ke­rung von 1 Mil­li­on im Land stell­ten, von der sie be­haup­ten, sie hät­ten sie ein paar Jahr­zehn­te spä­ter „an die jü­di­sche Be­sat­zung ver­lo­ren”. Das ein­zi­ge Pro­blem mit die­sem Ar­gu­ment ist, dass, wie bei al­len Auf­nah­men bis zur zwei­ten De­ka­de des 20sten Jahr­hun­derts, gibt es nur sel­ten ir­gend­wel­che Mus­li­me oder Mo­sche­en zu fin­den auf all den Fo­tos. Die ein­zi­ge Mo­schee – und be­schlag­nahm­te Syn­ago­ge, nach der mus­li­mi­schen In­va­si­on um­ge­wan­delt – ist der Fel­sen­dom auf dem Tem­pel­berg, und sie steht in al­len Bil­dern durch die 1800 und An­fangs 1900 leer (oh­ne Mus­li­me), was die Falsch­heit des pa­läs­ti­nen­si­schen Ar­gu­men­tes be­weist. Es gibt mehr Be­wei­se und Über­res­te der Mas­sa­ker, die Mus­li­me an Chris­ten ver­übt hat­ten, als al­le Le­bens­zei­chen der Mus­li­me selbst. Im Ver­gleich ver­fü­gen an­de­re Städ­te mit ei­ner le­ben­den mus­li­mi­schen Be­völ­ke­rung, die auf Fo­to­gra­fi­en wäh­rend der Mit­te und En­de 1800er Jah­re do­ku­men­tiert wur­den, im­mer über ei­ne Men­ge von Mo­sche­en.

Kai­ro bis Kon­stan­ti­no­pel: Frü­he Pho­to­gra­phi­en des Na­hen Os­tens

Die kö­nig­li­che Ga­le­rie, Buck­ing­ham Pa­lace

Frei­tag, 7. No­vem­ber 2014 bis Sonn­tag, 22 Fe­bru­ar 2015

Die Aus­stel­lung folgt dem Weg, den der Prinz von Wales (spä­ter Kö­nig Ed­ward VII) im Jah­re 1862 ge­macht hat­te, als er ei­ne vier­mo­na­ti­ge Tour durch den Na­hen Os­ten un­ter­nahm.

Ge­se­hen durch die Fo­to­gra­fi­en von Fran­cis Bed­ford (1815−1894), der ers­te Fo­to­graf auf ei­ner kö­nig­li­chen Tour, er­forscht er die kul­tu­rel­le und po­li­ti­sche Be­deu­tung, die das vik­to­ria­ni­sche Eng­land die­ser Re­gi­on bei­mass, die da­mals so kom­plex und be­strit­ten war wie heu­te noch.

Die Tour führ­te den Prin­zen nach Ägyp­ten, Pa­läs­ti­na und ins Hei­li­ge Land, Sy­ri­en, Li­ba­non, die Tür­kei und Grie­chen­land, wo er Herr­scher, Po­li­ti­ker und an­de­re no­ta­ble Fi­gu­ren traf, und in ei­ner Art und Wei­se reis­te, die nicht Roya­li­tät as­so­zi­iert ist – mit Pferd und in Zel­ten cam­pie­rend.

Nach der Rück­kehr der kö­nig­li­chen Rei­se­grup­pe nach Eng­land wur­de Fran­cis Bed­fords Ar­beit aus­ge­stellt in, was als „die wich­tigs­te Fo­to­aus­stel­lung, die bis­her vor der Öf­fent­lich­keit prä­sen­tiert wur­de” be­schrie­ben wur­de.

Kai­ro bis Kon­stan­ti­no­pel: Frü­he Fo­to­gra­fi­en aus dem Na­hen Os­ten wird ne­ben Gold prä­sen­tiert in der Queen’s Gal­le­ry, im Buck­ing­ham Pa­lace.

The Mount of Olives and Garden of Gethsemane

Der Öl­berg und Gar­ten Geth­se­ma­ne [Je­ru­sa­lem]
Künst­ler: Fran­cis Bed­ford (1815−94) (Fo­to­graf)

Er­stel­lungs­da­tum: 2. April 1862

Ma­te­ria­li­en: Al­bu­min­ab­zug, auf Kar­ton auf­ge­zo­gen

Di­men­sio­nen: 23.4 x 28.5 cm
RCIN 2700922

Er­wer­ber: Kö­nig Ed­ward VII, Kö­nig des ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs (1841−1910), als Al­bert Ed­ward, Prinz von Wales (1841−63)

Her­kunft: Er­wor­ben vom Prin­zen von Wales (spä­ter Kö­nig Ed­ward VII), 1862

Be­schrei­bung:

Der Öl­berg er­hebt sich im Os­ten von Je­ru­sa­lem. Die Mau­ern auf der rech­ten Sei­te um­schliesst die Städ­te, die als Gar­ten von Geth­se­ma­ne iden­ti­fi­ziert wird. Nach dem letz­ten Abend­mahl ging Je­sus in den Gar­ten, wo er be­te­te, be­glei­tet vom hei­li­gen Pe­trus, Jo­han­nes und Ja­ko­bus dem Äl­te­ren. Je­sus wur­de in der Fol­ge im Gar­ten von Ju­das ver­ra­ten und ver­haf­tet.

Das Fo­to ist si­gniert, be­schrif­tet und da­tiert (fälsch­li­cher­wei­se als 2. März 1862) auf dem Ne­ga­tiv, ‚F Bed­ford Je­ru­sa­lem’. Die Num­mer in der Day & Son-​Serie ist 63.

Hasbeiya - scene of the massacre [Syria]

Has­beiya – Sze­ne des Mas­sa­kers [Has­ba­ya, Li­ba­non]

Künst­ler: Fran­cis Bed­ford (1815−94) (pho­to­gra­pher)

Er­stel­lungs­da­tum:  26. April 1862

Ma­te­ria­li­en: Al­bu­min­ab­zug

Di­men­sio­nen:  23.2 x 29.0 cm
RCIN  2700954

Er­wer­ber: Kö­nig Ed­ward VII, Kö­nig des ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs (1841−1910), als Al­bert Ed­ward, Prinz von Wales (1841−63)

Her­kunft: Er­wor­ben vom Prin­zen von Wales (spä­ter Kö­nig Ed­ward VII), 1862

De­scrip­ti­on:

Auf ih­rem Weg in Rich­tung Da­mas­kus, hielt die kö­nig­li­che Run­de an ei­ni­gen der Städ­te und Dör­fer in der Nä­he der libanesisch-​syrischen Gren­ze, in de­nen  wäh­rend des Kon­flik­tes von 1860 ge­kämpft wor­den war. Die ers­te Stadt, die sie er­reich­ten, war Has­ba­ya. Dem Prin­zen wur­de ge­sagt, dass zwi­schen 800 und 1000 Chris­ten hier durch die Dru­sen [mus­li­mi­sche schii­ti­sche Min­der­heit] ge­tö­tet wor­den sei­en.

Das Fo­to ist si­gniert, be­schrif­tet und da­tiert auf dem Ne­ga­tiv, ‚F Bed­ford Has­beiya’. Die Num­mer in der Day & Son-​Serie ist 90.

Garden of Gethsemane

Gar­ten Geth­se­ma­ne [Je­ru­sa­lem]

Künst­ler: Fran­cis Bed­ford (1815−94) (Fo­to­graf)

Er­stel­lungs­da­tum:  2. April 1862

Ma­te­ria­li­en: Al­bu­min­ab­zug, auf Kar­ton auf­ge­zo­gen

Di­men­sio­nen:  21.1 x 29.1 cm
RCIN  2700924

Er­wer­ber: Kö­nig Ed­ward VII, Kö­nig des ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs (1841−1910), als Al­bert Ed­ward, Prinz von Wales (1841−63)

Her­kunft: Er­wor­ben vom Prin­zen von Wales (spä­ter Kö­nig Ed­ward VII), 1862

Be­schrei­bung:

Der Gar­ten Geth­se­ma­ne ist seit je­her als Oli­ven­hain iden­ti­fi­ziert. Hier sind die sorg­fäl­tig ge­pfleg­ten, jahr­hun­der­te­al­ten Oli­ven­bäu­men leicht zu er­ken­nen.

Das Fo­to ist si­gniert, be­schrif­tet und da­tiert (fälsch­li­cher­wei­se als 2. März 1862) auf dem Ne­ga­tiv, „F Bed­ford Geth­se­ma­ne.” Die Num­mer in der Day & Son-​Serie ist 68.

Rasheiya [Syria]

Ras­heiya [Ras­ha­ya, Li­ba­non]
Künst­ler: Fran­cis Bed­ford (1815−94) (Fo­to­graf)

Er­stel­lungs­da­tum:  27. April 1862

Ma­te­ria­li­en: Al­bu­min­ab­zug

Di­men­sio­nen:  23.6 x 29.0 cm
RCIN  2700955

Er­wer­ber: Kö­nig Ed­ward VII, Kö­nig des ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs (1841−1910), als Al­bert Ed­ward, Prinz von Wales (1841−63)

Her­kunft: Er­wor­ben vom Prin­zen von Wales (spä­ter Kö­nig Ed­ward VII), 1862

Be­schrei­bung:

Ras­ha­ya, ei­ne meist von Dru­sen be­wohn­te Stadt [schii­ti­sche Sek­te], war der Schau­platz des Kon­flikts im Ju­ni 1860. Der Prinz schrieb: „In die­ser Stadt wur­den 400 bis 500 Chris­ten mas­sa­kriert und wir sa­hen noch die Res­te der ver­brann­ten Häu­ser.” Im Ju­li dehn­te sich der Kon­flikt aus die­ser Re­gi­on nach Da­mas­kus aus.

Das Fo­to ist si­gniert, be­schrif­tet und da­tiert auf dem Ne­ga­tiv, ‚F Bed­ford Ras­heiya’. Die Num­mer in der Day & Son-​Serie ist 92.

Gateway to the Citadel, Banias, Golan

Tor zur „Met­zu­da” Zi­ta­del­le, Ba­ni­as, Go­lan

Künst­ler: Fran­cis Bed­ford (1815−94) (Fo­to­graf)

Er­stel­lungs­da­tum: 23. April 1862

Ma­te­ria­li­en: Al­bu­min­ab­zug

Di­men­sio­nen: 23.6 x 28.0 cm
RCIN  2700951

Er­wer­ber: Kö­nig Ed­ward VII, Kö­nig des ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs (1841−1910), als Al­bert Ed­ward, Prinz von Wales (1841−63)

Her­kunft: Er­wor­ben vom Prin­zen von Wales (spä­ter Kö­nig Ed­ward VII), 1862

Be­schrei­bung:

An­sicht des ver­fal­le­nen Ein­gang zur Zi­ta­del­le – Teil des Kom­ple­xes vom Schloss von Banyas. Strom fliesst durch Gra­ben im Vor­der­grund.

Das Fo­to ist si­gniert, be­schrif­tet und da­tiert auf dem Ne­ga­tiv, ‚F Bed­ford Ba­ni­as.” Die Num­mer in der Day & Son-​Serie ist 87.

Upper Bethoron

Obe­res Be­tho­ron [Beit Ur al-​Foqa und das Tal von Aja­lon]

Künst­ler: Fran­cis Bed­ford (1815−94) (Fo­to­graf)

Er­stel­lungs­da­tum:  31. März 1862

Ma­te­ria­li­en: Al­bu­min­ab­zug, auf Kar­ton auf­ge­zo­gen

Di­men­sio­nen: 23.1 x 29.0 cm
RCIN  2700913

Er­wer­ber: Kö­nig Ed­ward VII, Kö­nig des ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs (1841−1910), als Al­bert Ed­ward, Prinz von Wales (1841−63)

Be­schrei­bung:

Die kö­nig­li­che Yacht er­reicht Jaf­fa (heu­te Tel Aviv) am 29. März. Am nächs­ten Tag mach­te sich die kö­nig­li­che Grup­pe zu Pferd auf in Rich­tung Je­ru­sa­lem. Auf dem Weg be­such­ten sie Beit Ur al-​Foqa, von wo sie das Tal von Aja­lon über­bli­cken konn­ten, den Stand­ort ei­ner be­rühm­ten bi­bli­schen Schlacht, ge­kämpft von Joshua, dem Füh­rer der Is­rae­li­ten, ge­gen die Amoriter-​Könige.

Das Fo­to ist si­gniert, be­schrif­tet und da­tiert auf dem Ne­ga­tiv, ‚F Bed­ford Be­tho­ron’. Die Num­mer in der Day & Son-​Serie ist 50.

Jerusalem from Mount of Olives

Je­ru­sa­lem, vom Öl­berg

Künst­ler: Fran­cis Bed­ford (1815−94) (Fo­to­graf)

Er­stel­lungs­da­tum:  März-​April 1862

Ma­te­ria­li­en: Al­bu­min­ab­zug, auf Kar­ton auf­ge­zo­gen

Di­men­sio­nen:  22.7 x 29.1 cm
RCIN  2700915

Er­wer­ber: Kö­nig Ed­ward VII, Kö­nig des ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs (1841−1910), als Al­bert Ed­ward, Prinz von Wales (1841−63)

Her­kunft: Er­wor­ben vom Prin­zen von Wales (spä­ter Kö­nig Ed­ward VII), 1862

Be­schrei­bung:

Blick von Flan­ken und Oli­ven­hai­nen des Öl­bergs in Rich­tung der ent­fern­ten Dä­cher von Je­ru­sa­lem.
Die kö­nig­li­che Rei­se­grup­pe kam in Je­ru­sa­lem an am Abend des 31. März. Sie er­rich­te­ten ein La­ger aus­ser­halb der Stadt­mau­ern, zwi­schen dem Damaskus-​Tor und dam Tor von St. Ste­phan. Ih­ren ers­ten Abend ver­brach­ten sie zu Fuss ent­lang der Mau­ern der Stadt, den Blick auf die Stadt auf­neh­mend, un­ter der Füh­rung von Pfar­rer Dr. Stan­ley, ei­nem der Her­ren in der Rei­se­grup­pe des Prin­zen .

Das Fo­to ist un­si­gniert, un­be­schrif­tet und un­da­tiert. Die Num­mer in der Day & Son-​Serie ist 52.

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