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Ba­rack Oba­mas un­hei­li­ge Al­li­anz: Ei­ne Ro­man­ze mit dem Is­la­mis­mus

Da­ni­el Green­field, 25.6.2015, FrontpageMag.com

Da­ni­el Green­fiel­ds neu­es Pam­phlet zeigt, wie Oba­mas Schwä­che für den Is­lam Ame­ri­kas Si­cher­heit ka­ta­stro­phal un­ter­gräbt.

Wir wis­sen, dass Ba­rack Oba­ma ge­sagt hat, dass ei­ner der süs­ses­ten Tö­ne der mus­li­mi­sche Auf­ruf zum Abend­ge­bet sei. Wir wis­sen, dass er wie­der­holt ge­sagt hat, dass der Is­lam ei­ne Re­li­gi­on des Frie­dens sei und – dä­ni­sche Ka­ri­ka­tu­ris­ten bei­sei­te wi­schend, die jetzt um ihr Le­ben fürch­ten müs­sen – der UNO sag­te, dass die Zu­kunft nicht de­nen ge­hö­ren dür­fe, die den Pro­phe­ten des Is­lams ver­leum­den.

Wir wis­sen, dass Oba­ma ein Be­für­wor­ter der Idee ist, dass „Is­la­mo­pho­bie” ein ab­scheu­li­ches Ver­ge­hen ist, ver­gleich­bar mit der Rassen- und Ge­schlech­terhass. Wir wis­sen, dass der Prä­si­dent meh­re­ren Per­so­nen mit Ver­bin­dun­gen zur Muslim-​Bruderschaft er­laubt hat, Jobs in sei­ner Ver­wal­tung ein­zu­neh­men, und dass er prak­tisch als ein­zi­ger un­ter den Füh­rern der west­li­chen Welt, nicht nach Pa­ris ging, um ge­gen das Ge­met­zel in den Bü­ros von Char­lie Heb­do und in ei­nem jü­di­schen ko­sche­ren Re­stau­rant zu pro­tes­tie­ren.

Was wir über Oba­mas Hal­tung ge­gen­über Mus­li­men und der is­la­mi­schen Welt wis­sen, mit an­de­ren Wor­ten, ist schlimm ge­nug. Aber was wir nicht über ihn wis­sen, ist noch schlim­mer, und das ist das The­ma des neu­en Free­dom Cen­ter Pam­phlets von Shill­man Fel­low Da­ni­el Green­field: „Ba­rack Oba­mas Un­hei­li­ge Al­li­anz: Ei­ne Ro­man­ze mit dem Is­la­mis­mus.

Green­fiel­ds Bro­schü­re ist ein Werk tie­fen Stu­di­ums und le­gi­ti­mer Em­pö­rung. Es er­forscht er­schöp­fend Ba­rack Oba­mas Ver­hält­nis zum Is­lam – sei­ne zereb­ra­le Be­zie­hung eben­so wie sei­ne po­li­ti­schen In­itia­ti­ven in der mus­li­mi­schen Welt. Dar­über hin­aus ver­folgt Green­field, wie Oba­mas Schwä­che für den Is­lam sich ka­ta­stro­phal aus­ge­wirkt hat auf Ame­ri­kas Fä­hig­keit, sich vor ei­nem Feind zu ver­tei­di­gen – dem ra­di­ka­len Is­lam -, der uns ver­nich­ten will. Le­sen Sie da­her „Ba­rack Oba­mas Un­hei­li­ge Al­li­anz” und rech­nen Sie da­mit, sich zu fürch­ten, sehr zu fürch­ten.

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Ba­rack Oba­mas Un­hei­li­ge Al­li­anz: Ei­ne Ro­man­ze mit dem Is­la­mis­mus.

Von Da­ni­el Green­field

Ge­gen En­de Sep­tem­ber 2012 kam Ba­rack Oba­ma end­lich nach New York Ci­ty, nach­dem die Stadt wäh­rend des 911 Jah­res­tags über­sprun­gen hat­te. Er hat­te es in der Wo­che vor­her in die Stadt ge­schafft für ein Ce­le­bri­ty Fund­rai­sing und ei­nen Auf­tritt bei Let­ter­man[1] und dann noch­mals für die Auf­zeich­nung für The View, wäh­rend er ein Tref­fen mit Ne­tan­ja­hu ab­sag­te, der kei­ne Talk­show und kei­nen mit Geld ge­füll­ten Um­schlag vor­wei­sen konn­te.[2]

Am nächs­ten Tag, wäh­rend min­des­tens ei­ner der in Ben­gasi ge­tö­te­ten Ame­ri­ka­ner erst noch be­gra­ben wer­den muss­te,[3] er­klär­te er vor der UNO-​Vollversammlung, „Die Zu­kunft darf nicht je­nen ge­hö­ren, die den Pro­phe­ten des Is­lam ver­leum­den.”[4]

Die­se Er­klä­rung um­fasst auch die Agen­da der Ben­ga­zi Mör­der, die Ter­ro­ris­ten, die Char­lie Heb­do an­grei­fen wür­den und den „Zeich­nen Sie den Propheten”-Wettbewerb in Te­xas zu­sam­men mit all den mör­de­ri­schen Zen­so­ren Mo­ham­meds, die ent­schie­den da­für sind, dass die Zu­kunft nicht je­nen ge­hö­ren darf, die ih­ren hei­li­gen Kriegs­herrn ver­leum­den.

Es war Oba­mas ein­zi­ge Er­wäh­nung des „Is­lam” in ei­ner Re­de über die bru­ta­le Er­mor­dung von vier Ame­ri­ka­nern durch is­la­mi­sche Ter­ro­ris­ten in ei­ner Ter­ror­kam­pa­gne, die auf ame­ri­ka­ni­sche di­plo­ma­ti­sche Ein­rich­tun­gen ziel­te am Jah­res­tag der ur­sprüng­li­chen 9/​11-​Angriffe in Ben­ga­zi. Die 9/​11-​Angriffe, wie so vie­le an­de­re, hat­ten mit ei­nem Schrei von „Al­la­hu Ak­bar” an­ge­fan­gen[5]

Als das Tö­ten in Ben­ga­zi fer­tig war, hin­ter­lies­sen die Dschi­ha­dis­ten den Slo­gan „Al­la­hu Ak­bar” oder „Al­lah ist grös­ser”, ge­krit­zelt an die Wän­de der ame­ri­ka­ni­schen Ge­bäu­de.[6] Das wa­ren die glei­chen Wor­te, die Oba­ma „mit ei­nem aus­ge­zeich­ne­ten Ak­zent” für Ni­cho­las Kris­tof von der New York Times re­zi­tiert hat­te. Oba­ma hat­te es „ei­nen der schöns­ten Klän­ge auf der Er­de” ge­nannt.[7] Auch dar­über stimm­ten die Mör­der von vier Ame­ri­ka­nern mit ihm über­ein.

Je­ne, die nicht ein­ver­stan­den wa­ren, und de­nen kei­ne Zu­kunft ge­stat­tet wer­den soll­te, um­fass­ten Mark Bas­se­ley Yous­sef, ein kop­ti­scher Christ, des­sen YouTube-​Trailer für ei­nen is­lam­kri­ti­schen Film von der Obama-​Administration für die An­schlä­ge ver­ant­wort­lich ge­macht wur­de.

Zwei Ta­ge nach Oba­mas Re­de vor der UNO wur­de Yous­sef fest­ge­nom­men und oh­ne Kau­ti­on fest­ge­hal­ten. Der Auf­trag für sei­ne Fest­nah­me kam von ganz oben. Aus­sen­mi­nis­te­rin Hil­la­ry Clin­ton hat­te zu Charles Woods, dem Va­ter des er­mor­de­ten SE­ALs Ty­ro­ne Woods ge­sagt: „Wir wer­den die­se Per­son, die das Vi­deo ge­macht hat, fest­neh­men und straf­recht­lich ver­fol­gen.”[8]

Die ACLU, die tie­fe is­la­mis­ti­sche Ver­bin­dun­gen ent­wi­ckelt hat­te,[9] dank­te Hil­la­ry Clin­ton in ei­nem Brief für ih­re Un­ter­stüt­zung der Mei­nungs­frei­heit.[10]

Die „Wun­der­ent­schei­dung”[11] des Obers­ten Ge­richts­hofs hat­te ein Ver­bot der Got­tes­läs­te­rung für Fil­me ver­wor­fen, aber Oba­mas neu­es in­of­fi­zi­el­les Blas­phe­mie­ver­bot ziel­te nur auf die Fil­me, die den Is­lam be­lei­di­gen. Die Re­gie­rung schloss sich den Ter­ro­ris­ten an bei ih­rem Be­mü­hen, sol­chen Fil­men und ih­ren Schöp­fern ei­ne Zu­kunft zu ver­wei­gern.

Bei den Ver­ein­ten Na­tio­nen hat­te Oba­ma die Fil­me­ma­cher mit den Ter­ro­ris­ten ver­gli­chen. Er hat­te ein Gandhi-​Zitat ver­wen­det, um zu be­haup­ten, dass „In­to­le­ranz selbst ei­ne Form von Ge­walt” ist.[12] Ame­ri­ka­ner, die die ge­walt­tä­ti­gen Ten­den­zen des Is­lams kri­ti­sie­ren, könn­te als so übel wie mus­li­mi­sche Ter­ro­ris­ten be­trach­tet wer­den, und wenn In­to­le­ranz des Is­lam ei­ne Form von Ge­walt war, dann könn­te sie kri­mi­na­li­siert und un­ter­drückt wer­den. Das wur­de zur Prio­ri­tät der Re­gie­rung.

Die Ad­mi­nis­tra­ti­on brauch­te Jah­re bis zur ers­ten Ver­haf­tung ei­nes Bengazi-​Täters,[13] aber nur we­ni­ge Ta­ge, um Goog­le zu drän­gen, das Vi­deo Die Un­schuld der Mus­li­me zu ent­fer­nen[14] und Wo­chen, um den Mann da­hin­ter zu ver­haf­ten.

In et­was mehr als ei­ner Wo­che gab es be­reits ein Ent­schul­di­gungs­vi­deo des Sta­te De­part­ments, das in Pa­ki­stan aus­ge­strahlt wur­de.[15] Es dau­er­te bis zum nächs­ten Mo­nat, bis die Ver­ei­nig­ten Staa­ten über­haupt Zu­gang zum Bengazi-​Areal er­hiel­ten.[16] Statt in die Of­fen­si­ve zu ge­hen ge­gen die An­grei­fer, ging Oba­ma in die Of­fen­si­ve ge­gen Is­lam­kri­ti­ker.

Sei­ne Re­gie­rung gab die Schuld ei­nem YouTube-​Video, nicht nur um von sei­nem Ver­sa­gen in Ben­ga­zi ab­zu­len­ken, son­dern um die Kri­se da­zu aus­zu­nut­zen, die Wahr­heit über den is­la­mi­schen Ter­ro­ris­mus zu un­ter­drü­cken.

Oba­ma hat­te il­le­gal ei­nen Krieg zur Un­ter­stüt­zung is­la­mi­scher Ter­ro­ris­ten ge­führt und ver­deck­te sei­ne Rol­le bei der Is­la­mi­sie­rung von Li­by­en durch die Mus­lim­bru­der­schaft, Al-​Qaida[17] und schliess­lich so­gar ISIS.[18] Er nutz­te ei­nen Ter­ror­an­schlag ge­gen Ame­ri­ka­ner, der von sei­ner Is­la­mi­sie­rung Li­by­ens ver­ur­sacht war, um die Is­la­mi­sie­rung Ame­ri­kas vor­an­zu­trei­ben.

Das neue is­la­mi­sier­te Li­by­en, wo Chris­ten ent­haup­tet und Kir­chen bom­bar­diert wur­den,[19] war so, wie ei­ne Na­ti­on, die die Zu­kunft für die­je­ni­gen, die den Pro­phe­ten des Is­lam nicht an­ge­nom­men ha­ben, be­stritt, wirk­lich aus­sah.

Oba­mas is­la­mis­ti­scher Régime-​Wechsel hat­te Chris­ten und Nicht-​Muslimen Li­by­ens ei­ne Zu­kunft ver­wei­gert. Un­ter den Nicht-​Muslimen, die ih­re Zu­kunft in Li­by­en ver­lo­ren, wa­ren vier er­mor­de­te Ame­ri­ka­ner.

Am Na­tio­na­len Ge­bets­früh­stück griff Oba­ma das Chris­ten­tum für die Kreuz­zü­ge an in An­we­sen­heit des Aus­sen­mi­nis­ters des Su­dan, ei­nem Völkermord-​Régime, de­ren Mus­lim­bru­der­schafts­füh­rer so vie­le Chris­ten und an­de­re mas­sa­kriert hat­ten, dass es vom In­ter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hof für Ver­bre­chen ge­gen die Mensch­lich­keit an­ge­klagt wor­den war.[20][21] Und er sag­te den Chris­ten, dass sie ver­pflich­tet sei­en, Be­lei­di­gun­gen des Is­lams zu ver­ur­tei­len.[22]

Ei­ni­ge ver­folg­te Chris­ten konn­ten nach Ame­ri­ka flie­hen, aber wo­hin sol­len sie flie­hen, wenn Oba­ma be­ginnt, ei­ne Zu­kunft für die­je­ni­gen, die die mo­ra­li­sche und re­li­giö­se Au­to­ri­tät des Pro­phe­ten des Is­lam nicht an­ge­nom­men ha­ben, zu leug­nen?

Ben­ga­zi war nicht der ers­te is­la­mi­sche Ter­ror­an­schlag ge­gen Ame­ri­ka­ner, aber es war das ers­te Mal, dass un­se­re Re­gie­rung in der is­la­mi­schen Art und Wei­se re­agier­te durch das Ein­sper­ren ei­nes Chris­ten für die Läs­te­rung ge­gen den Is­lam.

Das Vi­deo zu be­schul­di­gen ver­wan­del­te ein PR-​Desaster in ei­nen po­li­ti­schen Sieg. Die Schuld wur­de von Oba­mas Un­ter­stüt­zung für den is­la­mis­ti­schen Régime-​Wechsel in Li­by­en zu Is­lam­kri­ti­kern ver­scho­ben. Nicht nur war die Ur­sa­che für den An­griff ver­tuscht, son­dern Oba­mas ideo­lo­gi­sche Agen­da wur­de ge­för­dert durch ei­nen An­griff, des­sen Ur­sa­che er mit­be­grün­det hat­te.

Bei­stand für die Mus­li­me

Un­ser ak­tu­el­ler Kon­flikt mit is­la­mi­schen Ter­ro­ris­ten ist nicht durch Ar­beits­lo­sig­keit, Ar­mut, Kli­ma, Dik­ta­to­ren oder ei­ne der an­de­ren ver­trau­ten Aus­re­den ver­ur­sacht. Statt­des­sen ist er durch die un­hei­li­ge Al­li­anz zwi­schen dem Is­lam und der po­li­ti­schen Lin­ken ver­ur­sacht.

Oba­ma ver­kör­pert die­se un­hei­li­ge Al­li­anz wie kein an­de­rer In­ha­ber des Oval Of­fice seit Car­ter.

Bei der Dis­kus­si­on mus­li­mi­scher Be­schwer­den über FBI Anti-​Terror-​Operationen glaub­te Oba­ma, dass sie Zu­si­che­run­gen brau­chen, wie: „Ich wer­de ih­nen bei­ste­hen, soll­te der po­li­ti­sche Wind sich in ei­ne häss­li­che Rich­tung dre­hen.”[23] Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung mit sei­ner Be­to­nung auf das Auf­de­cken von Plots und po­ten­zi­el­len Ter­ro­ris­ten griff Mus­li­me her­aus. Sei­ne be­vor­zug­te Form der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung stärk­te Is­la­mis­ten, wäh­rend die Schuld den Ame­ri­ka­nern zu­ge­scho­ben wur­de.

Mus­li­me muss­ten nicht än­dern, wer sie wa­ren, um Ter­ro­ris­mus ab­zu­leh­nen. Statt­des­sen muss­ten sich Ame­ri­ka­ner is­la­mi­sie­ren. Die Quel­le der Span­nun­gen war nicht mus­li­mi­scher Ter­ro­ris­mus, son­dern ame­ri­ka­ni­sche Igno­ranz und Vor­ur­tei­len ge­gen­über dem Is­lam.

Oba­ma be­ton­te, dass die Ame­ri­ka­ner sich über den Is­lam in­for­mie­ren müss­ten, weil ihr Land „ei­nes der gröss­ten mus­li­mi­schen Län­der der Welt” sei. Nicht nur war die­se Be­haup­tung falsch,[24] son­dern sie im­pli­zier­te auch, dass Ame­ri­ka vom Is­lam de­fi­niert wer­den muss und dass die Ame­ri­ka­ner den Is­lam in ih­re ei­ge­ne Iden­ti­tät in­te­grie­ren müs­sen.

Wie er es in Kai­ro aus­drück­te: „Der Is­lam ist seit je­her ein Teil der ame­ri­ka­ni­schen Ge­schich­te.”[25]

Das Obama-​Modell ver­lang­te nicht, dass die Ame­ri­ka­ner Mus­li­me wer­den müs­sen, son­dern dass sie den Is­lam zu ei­nem Teil ih­rer Kul­tur ma­chen, so dass sie, wie er, in der La­ge sein wür­den, den Ko­ran zu zi­tie­ren oder den is­la­mi­sche Ge­bets­auf­ruf zu re­zi­tie­ren.

Oba­ma lehn­te die welt­li­chen Ge­mein­sam­kei­ten, die von eu­ro­päi­schen Re­pu­bli­ken ver­foch­ten wer­den. Sä­ku­la­ris­mus war in Ame­ri­ka ver­wen­det wor­den, um die An­we­sen­heit von Chris­ten­tum und Ju­den­tum im öf­fent­li­chen Le­ben zu be­gren­zen, aber die Lin­ke hat die Lo­gik der neu­tra­len Räu­men nicht ak­zep­tiert, wenn es um den Is­lam ging. Der Is­lam wur­de als Kul­tur und nicht als Re­li­gi­on be­han­delt. Das Chris­ten­tum aus­zu­schlies­sen, schloss ei­nen Glau­ben aus. Den Is­lam aus­zu­schlies­sen, schloss in­ak­zep­ta­bler­wei­se ei­ne Kul­tur und ei­ne Ras­se aus. Die neue di­ver­se ame­ri­ka­ni­sche Iden­ti­tät, die von der Lin­ken kon­stru­iert wird, wä­re nicht wirk­lich viel­fäl­tig oh­ne den Is­lam.

Wenn Frank­reich dar­auf be­steht, ei­ne lai­zis­ti­sche Re­pu­blik zu sein, so wird Ame­ri­ka zu­min­dest teil­wei­se ein mus­li­mi­sches Land wer­den.

Nach dem Mas­sa­ker von Char­lie Heb­do setz­te Oba­mas Ver­säum­nis, den Ein­heits­marsch zu be­su­chen, is­la­mis­ti­sche Ge­füh­le vor die Re­de­frei­heit. Statt­des­sen ver­such­te sei­ne Re­gie­rung, die Auf­merk­sam­keit auf ei­nen Gip­fel zur Be­kämp­fung von ge­walt­tä­ti­gem Ex­tre­mis­mus zu len­ken, als be­vor­zug­te Re­ak­ti­on auf den is­la­mi­schen Ter­ro­ris­mus, an dem auch Is­la­mis­ten teil­nah­men .[26] [27]

Das Weis­se Haus hat­te zu­vor Heb­dos Mohammed-​Karikaturen kri­ti­siert.[28] Wäh­rend er im­mer noch Lip­pen­be­kennt­nis­se für die Re­de­frei­heit ab­gab, kam der Is­lam in Pa­ris, Ben­ga­zi und Gar­land[29] vor uni­ver­sel­len Frei­hei­ten.

Wäh­rend der Kairo-​Rede hat­te Oba­ma aus­drück­lich die fran­zö­si­sche sä­ku­la­re For­mel ab­ge­lehnt, und er­klärt: „Es ist wich­tig, dass die west­li­chen Län­dern ver­mei­den, mus­li­mi­sche Bür­ger da­bei zu be­hin­dern, ih­re Re­li­gi­on aus­zu­üben, wie sie für rich­tig hal­ten – zum Bei­spiel durch Vor­schrif­ten, wel­che Klei­dung ei­ne mus­li­mi­sche Frau tra­gen soll­te.”

„Eben­so kön­nen wir nicht Feind­se­lig­keit ge­gen­über je­der be­lie­bi­gen Re­li­gi­on hin­ter dem Vor­wand des Li­be­ra­lis­mus ver­ber­gen”, füg­te er hin­zu.[30]

Chris­ten, de­ren Fä­hig­keit, ih­re Re­li­gi­on aus­zu­üben, un­ter sei­ner Re­gie­rung bei­spiel­los an­ge­grif­fen wur­de, könn­ten die­se Aus­sa­ge un­auf­rich­tig ge­fun­den ha­ben, aber es war ei­ne Aus­nah­me, die aus­schliess­lich Mus­li­men galt. Sei­ne Re­gie­rung könn­te das Chris­ten­tum ver­drän­gen, aber nie­mals den Is­lam. Wäh­rend es Chris­ten der Dis­kri­mi­nie­rung be­schul­digt, kämpf­te sie für das is­la­mi­sche Recht, Frau­en zu dis­kri­mi­nie­ren.

Oba­ma hat nicht die is­la­mi­sche Ge­walt und Re­pres­si­on ge­gen Frau­en be­stä­tigt, die die wah­re Grund­la­ge für Frank­reichs Burka-​Verbot ist. Ei­ne Um­fra­ge hat­te fest­ge­stellt, dass 77 Pro­zent der Mäd­chen in Frank­reich, die den Hi­jab tra­gen, dies we­gen Be­dro­hun­gen durch is­la­mis­ti­sche Grup­pen ta­ten.[31] Er igno­rier­te auch das wach­sen­de Pro­blem der mus­li­mi­schen Eh­ren­mor­de[32] und die weib­li­che Ge­ni­tal­ver­stüm­me­lung (FGM) in den USA. Die hal­be Mil­li­on Mäd­chen und Frau­en in die­sem Land, die dem Ri­si­ko ei­ner FGM aus­ge­setzt sind,[33] zähl­ten we­ni­ger als die Durch­set­zung is­la­mis­ti­scher Stan­dards für die Be­de­ckung von Frau­en.

Wäh­rend sei­ne Re­gie­rung kräf­tig auf je­den Ar­beit­ge­ber oder je­de Schu­le, die mit dem Tra­gen des Hi­jab in­ter­fe­rier­te, ziel­te,[34] [35] zeig­te sie kein ver­gleich­ba­res En­ga­ge­ment in Kam­pa­gnen ge­gen FGM oder Eh­ren­mor­de von Frau­en.

Wie die sau­di­sche Re­li­gi­ons­po­li­zei, die lie­ber Mäd­chen im Teen­ager­al­ter ver­bren­nen las­sen woll­te, an­statt es ih­nen zu er­mög­li­chen, auch oh­ne kor­rek­te is­la­mi­sche Be­de­ckung zu ent­kom­men,[36] stell­te Oba­ma den Hi­jab über das Le­ben der mus­li­mi­schen Frau­en und Mäd­chen.

Die Ver­wal­tung hat­te die Ent­schei­dung ge­trof­fen, is­la­mi­schen Se­xis­mus zu schüt­zen, und nicht mus­li­mi­sche Frau­en.

Wäh­rend die Re­gie­rung hart ge­gen Non­nen vor­ging, ver­klag­te sie Städ­te we­gen bau­recht­li­cher Vor­schrif­ten, die den Bau von Mega-​Moscheen stör­ten.[37] [38] [39] Auch wenn die Vor­schrif­ten nicht aus­schliess­lich ge­gen Mo­sche­en oder den Is­lam ge­rich­tet wa­ren, trat die Ver­wal­tung ins­be­son­de­re dann in Ak­ti­on, wenn Is­la­mis­ten Ame­ri­ka­ner schicka­nie­ren woll­ten.

Wenn die Fran­zo­sen sich noch an die Idee ei­ner sä­ku­la­ren Re­pu­blik klam­mer­ten, ent­schied sich Oba­ma da­für, Ame­ri­ka zu is­la­mi­sie­ren. Wer Wi­der­stand leis­te­te, sah sich mit ho­hen Geld­stra­fen und so­gar Ge­fäng­nis kon­fron­tiert. Ame­ri­ka ist viel­leicht nicht ei­nes der welt­gröss­ten mus­li­mi­schen Län­der, aber un­ter Oba­ma fing es an, sich mehr wie Saudi-​Arabien oder der Iran zu ver­hal­ten.

In Kai­ro hat­te Oba­ma er­klärt: „Ich hal­te es für ei­nen Teil mei­ner Ver­ant­wor­tung als Prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, ge­gen ne­ga­ti­ve Ste­reo­ty­pen des Is­lam, wo im­mer sie er­schei­nen, an­zu­kämp­fen.”[40]

Er hat­te sich ver­pflich­tet, ei­nen stän­di­gen Kampf zu füh­ren ge­gen je­ne, die sich ge­gen den Is­lam aus­spra­chen.

Zu der Zeit, als die Bengazi-​Angriffe statt­fan­den, war das Mus­ter der Is­lam­för­de­rung, den is­la­mi­schen Ter­ro­ris­mus zu leug­nen und Kri­ti­ker der Re­gie­rung zum Schwei­gen zu brin­gen, zur ver­dreh­ten Ver­si­on der Ter­ror­be­kämp­fung die­ser Re­gie­rung ge­wor­den.

Die­se Sor­te von Ter­ror­be­kämp­fung be­stand dar­auf, dass die gröss­te Be­dro­hung nicht die Ter­ro­ris­ten wa­ren, son­dern die Wahr­heit. Die Iden­ti­fi­zie­rung von is­la­mis­ti­schen Ter­ro­ris­ten als sol­che wür­de die mus­li­mi­sche Ent­frem­dung und Re­kru­tie­rung von Ter­ro­ris­ten er­hö­hen. Es gab nichts Ge­walt­tä­ti­ges am Is­lam und doch soll­ten dem Is­lam ge­gen­über of­fen­si­ve Vi­de­os und Car­toons nicht to­le­riert wer­den, weil sie zu Ge­walt füh­ren; ei­ne Ge­walt, de­ren is­la­mi­sche Na­tur in­brüns­tig be­strit­ten wur­de.

Mus­li­mi­sche Ter­ror­grup­pen, von ISIS ab­wärts, wur­den als un­is­la­misch be­zeich­net. Einsamer-​Wolf-​Angreifer wur­den cha­rak­te­ri­siert als un­wis­send über den Is­lam. Da­mit nicht ein­ver­stan­den zu sein, be­deu­te­te, die Ter­ro­ris­ten zu un­ter­stüt­zen, wie Oba­mas Hel­fer sug­ge­rier­ten.[41] Ter­ror­be­kämp­fung ver­kam da­zu, über den Is­lam zu lü­gen. Je­der, der das Pro­blem de­fi­nier­te, könn­te, wie die „Zeichne-den-Propheten”-Karikaturisten in Te­xas oder Mark Bas­se­ley Yous­sef, be­schul­digt wer­den, das Pro­blem zu ver­ur­sa­chen.

Die Lü­ge durf­te nicht in Fra­ge ge­stellt wer­den, sonst könn­ten die Bom­ben in die Luft ge­hen. Sa­gen Sie die Wahr­heit, und die Ter­ro­ris­ten ge­win­nen.

Be­kämp­fung von ge­walt­tä­ti­gem Ex­tre­mis­mus („Coun­tering Vio­lent Ex­tre­mism”, oder CVE), die Al­ter­na­ti­ve der Re­gie­rung zur eu­ro­päi­schen In­te­gra­ti­on, la­ger­te Ter­ror­be­kämp­fungs­po­li­tik aus zu den Tarn­or­ga­ni­sa­tio­nen der Muslim-​Bruderschaft und ver­wan­del­te die An­bie­de­rung an sie in den Kern un­se­rer hei­mi­schen Anti-​Terror-​Strategie.[42]

Ge­walt­tä­ti­ger Ex­tre­mis­mus war ein va­ger und un­de­fi­nier­ter Be­griff. Ihn zu be­kämp­fen wur­de ei­ne noch va­ge­re und un­be­stimm­te­re Po­li­tik, die weit we­ni­ger mit der te­le­fo­ni­schen Durch­ga­be von Tipps ans FBI zu tun hat­te, ein Akt, ge­gen den CAIR, ein füh­ren­der Muslimbruderschaft-​Verbündeter un­se­rer Re­gie­rung, sich aus­ge­spro­chen hat­te,[43] als mit der För­de­rung des Is­lams.

Da is­la­mi­scher Ter­ro­ris­mus un­is­la­misch sei, war die För­de­rung des Is­lams das bes­te Mit­tel zur Be­kämp­fung der is­la­mi­schen Ra­di­ka­li­sie­rung. Die Ter­ro­ris­ten hat­ten den Is­lam „per­ver­tiert” und man muss­te ih­nen mit dem au­then­ti­schen Is­lam ent­ge­gen­wir­ken.[44] Ra­di­ka­li­sie­rung wur­de durch mus­li­mi­sche Ent­frem­dung ver­ur­sacht und die ein­zi­ge Hei­lung da­ge­gen war die Is­la­mi­sie­rung Ame­ri­kas.

CVE konn­te un­wahr­schein­li­che Agen­tu­ren der Re­gie­rung der USA is­la­mi­sie­ren durch ei­ne Um­schich­tung ih­rer Prio­ri­tä­ten. Als Oba­ma dem NASA-​Verwalter sag­te, dass ei­ne sei­ner obers­ten Prio­ri­tä­ten sein müs­se, da­für zu sor­gen, dass Mus­li­me „ein gu­tes Ge­fühl über ih­ren his­to­ri­schen Bei­trag zur Wis­sen­schaft, Ma­the­ma­tik und Tech­nik” ha­ben, dann war das CVE in vol­ler Ak­ti­on.[45]

Ei­ne CVE-​Konferenz am Tag nach Beng­ha­zi warb für ei­ne Tour von mus­li­mi­schen Rap­pern, die mit ei­ner Muslimbruderschaft-​Frontgruppe as­so­zi­iert sind, die vom Aus­sen­mi­nis­te­ri­um ge­spon­sert wur­de.[46] [47] [48] [49] Geld, das für den Schutz von Ame­ri­ka­nern, die in Ben­ga­zi in Ge­fahr wa­ren, hät­te ver­wen­det wer­den sol­len, wur­de für is­la­mis­ti­sche Ei­gen­wer­bung ver­schwen­det.

Es wur­de spe­ku­liert, dass viel­leicht Hun­der­te von Mil­lio­nen von Dol­lars für CVE-​Aktivitäten aus­ge­ge­ben wur­den.[50] Und CVE ist nicht nur an sei­ner Mis­si­on ge­schei­tert, son­dern hat die schlimms­ten Ele­men­te des Is­lam hof­fä­hig ge­macht.

Durch die post-​Hebdo CVE-​Konferenz ist das Zen­trum für stra­te­gi­sche Ter­ror­be­kämp­fungs­kom­mu­ni­ka­ti­on über­ge­ben wor­den[51] an Ras­had Hus­sain, ein mit den Mus­lim­brü­dern ver­bun­de­ner Funk­tio­när,[52] und es dau­er­te nicht lan­ge, bis sein „Think Again Turn Away” Twitter-​Account al­les pro­mo­te­te, vom An­ti­se­mi­tis­mus bis zu Al-​Qaida.[53] [54] [55]

In der Zwi­schen­zeit, im Wie­der­hall von Oba­mas Man­dat, „uns ef­fek­ti­ver über den Is­lam zu in­for­mie­ren”[56] wur­de das Bil­dungs­sys­tem um­ge­bo­gen, um ame­ri­ka­ni­schen Kin­dern die Aus­übung des Is­lam nä­her zu brin­gen.[57]

El­tern im gan­zen Land ent­deck­ten, dass Schu­len ih­re Kin­der in Mo­sche­en brach­ten, wo ih­nen ge­lehrt wur­de, am is­la­mi­schen Got­tes­dienst teil­zu­neh­men.[58] Nach­dem ame­ri­ka­ni­sche Sol­da­ten ge­kämpft hat­ten, um die af­gha­ni­schen Frau­en zu be­frei­en, wur­den ame­ri­ka­ni­sche Mäd­chen in die­sem Land in Bur­kas ge­klei­det.[59]

Oba­ma hat­te ei­nem Kai­ro­er Pu­bli­kum, das die Mus­lim­bru­der­schaft ein­schloss, ge­sagt, dass er das fran­zö­si­sche Mo­dell zum Schutz von Frau­en vor is­la­mi­schem Zwang ab­lehnt. Statt­des­sen hat­ten die Ver­ei­nig­ten Staa­ten das Mo­dell der Bru­der­schaft an­ge­nom­men, ame­ri­ka­ni­sche Frau­en zu drän­gen, is­la­mis­ti­sche Prak­ti­ken zu über­neh­men.

Sei­ne Idee, den Mus­li­men bei­zu­ste­hen, ver­wan­del­te die Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung in ein Werk­zeug der Is­la­mi­sie­rung.

Die Re­gie­rung der Bru­der­schaft

Im Au­gust 2013 be­schul­dig­te Al-​Wafd, ei­ne Zei­tung, die mit Ägyp­tens li­be­ra­len Par­tei­en, die Gleich­be­rech­ti­gung von Frau­en und Chris­ten un­ter­stüt­zen, ver­knüpft ist, Oba­ma der en­gen Ver­bin­dun­gen zu den Mus­lim­brü­dern. [60]

Ein Jahr zu­vor hat­te das Ro­se El-​Youssef-Ma­ga­zin, von ei­ner frü­hen ägyp­ti­schen Fe­mi­nis­tin ge­grün­det, ei­ne Lis­te von sechs Muslimbruderschafts-​Mitarbeitern in der Ad­mi­nis­tra­ti­on zu­sam­men­ge­stellt.[61] [62]

Nebst Hu­ma Abe­din, Hil­la­rys en­ge Ver­trau­te und Be­ra­te­rin um­fass­te die Lis­te: Arif Alik­han, Hilfs­se­kre­tär von Home­land Se­cu­ri­ty für die Po­li­ti­k­ent­wick­lung; Mo­ham­med Eli­bia­ry, ein Mit­glied des Home­land Se­cu­ri­ty Be­ra­ter­gre­mi­ums; Ras­had Hus­sain, dem ehe­ma­li­gen US-​Sondergesandten für die Or­ga­ni­sa­ti­on der Is­la­mi­schen Kon­fe­renz und zur Zeit der Ko­or­di­na­tor für die Stra­te­gi­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung; Sa­lam al-​Marayati, Mit­be­grün­der des mus­li­mi­schen Pu­blic Af­fairs Coun­cil (MPAC); Imam Mo­ha­med Mag­id, Prä­si­dent der is­la­mi­schen Ge­sell­schaft von Nord­ame­ri­ka (ISNA) und Eboo Pa­tel, ein Mit­glied von Prä­si­dent Oba­mas Bei­rat der Glaubens-​basierten Nachbarschafts-​Partnerschaften.

Dies wa­ren die Art von Vor­wür­fen, die die Me­di­en eher ab­wei­send mit der Rech­ten as­so­zi­ie­ren, aber bei­de ägyp­ti­sche Pu­bli­ka­tio­nen wa­ren auf der an­de­ren Sei­te des Spek­trums.

Ägyp­ti­sche Lin­ke wa­ren es, die Pla­ka­te ei­nes bär­ti­gen Ker­ry in Taliban-​Kleidung schwan­gen, oder ei­nen pho­to­shopp­ten Oba­ma mit ei­nem Salafisten-​Bart. Die De­mons­tran­ten, die Oba­ma an­geb­lich mit der For­de­rung nach Mu­ba­raks Rück­tritt zu un­ter­stüt­zen ver­sucht hat­te, gin­gen nun auf die Stras­sen und be­schul­dig­ten ihn der Un­ter­stüt­zung von Ter­ro­ris­ten.

Was brach­te die ägyp­ti­sche Lin­ke, die Ame­ri­ka als ih­ren Ver­bün­de­ten bei der Ver­fol­gung von Re­form ge­se­hen hat­ten, da­zu, es nun als Feind an­zu­se­hen? Die wü­ten­den ägyp­ti­schen De­mons­tran­ten be­schul­dig­ten Oba­ma, ei­nen Dik­ta­tor zu un­ter­stüt­zen; die Erb­sün­de der ame­ri­ka­ni­schen Aus­sen­po­li­tik, auf de­ren Ab­leh­nung sei­ne Re­de in Kai­ro und der Ara­bi­sche Früh­ling auf­ge­baut hat­ten.

Die pro­gres­si­ve Kri­tik an der ame­ri­ka­ni­schen Aus­sen­po­li­tik be­stand dar­auf, dass wir we­gen un­se­rer Un­ter­stüt­zung von Dik­ta­to­ren ver­hasst wa­ren. Jetzt wur­de ihr ei­ge­ner Mann, in der Tat, we­gen sei­ner Un­ter­stüt­zung ei­nes Muslimbruderschafts-​Diktators ge­hasst.

Bis zum Jahr 2014 moch­ten 85% der Ägyp­ter Ame­ri­ka nicht. Nur 10% be­wer­te­ten Ame­ri­ca nach wie vor po­si­tiv.[63] Es war ei­ne Ver­schie­bung von den stür­mi­schen Ta­gen des ara­bi­schen Früh­lings, als Ame­ri­ka zum ers­ten Mal in po­si­ti­ve Zah­len  ge­schlit­tert war.[64]

Oba­ma hat­te sich fürs Prä­si­den­ten­amt be­wor­ben mit dem Ver­spre­chen, un­ser Image im Aus­land zu re­pa­rie­ren. Als Kan­di­dat hat­te er be­haup­tet, dass an­de­re Län­der glaub­ten, dass „Ame­ri­ka ein Teil von dem ist, was falsch in un­se­rer Welt falsch ge­lau­fen ist.” Und doch war die wah­re Falsch­heit in der­sel­ben Re­de drin, als er „ei­ne neue Mor­gen­däm­me­rung im Na­hen Os­ten” for­der­te.[65]

Die­ses Mor­gen­grau­en kam mit dem Licht der bren­nen­den Kir­chen in den Hän­den der Un­ter­stüt­zer der Mus­lim­bru­der­schaft. Un­ter Oba­ma ist Ame­ri­ka wirk­lich ein Teil von dem ge­wor­den, was falsch ge­lau­fen war, durch die Un­ter­stüt­zung der Mus­lim­brü­der. Es ist ein Ver­bre­chen, das Oba­ma nicht zu­gibt, und über das die Me­di­en nicht be­rich­ten wer­den.

Die Mus­lim­bru­der­schaft wur­de aus Ägyp­ten ge­bo­ren, und doch wird der ägyp­ti­sche Blick auf sie von den Me­di­en zu­rück­ge­wie­sen. Trotz der end­gül­ti­gen Or­gie der Bru­ta­li­tät der ägyp­ti­schen Mus­lim­bru­der­schaft, als sich Prä­si­dent Mo­ham­med Mor­si an die Macht klam­mer­te, trotz der bren­nen­den Kir­chen und ge­fol­ter­ten De­mons­tran­ten, wird sie im­mer noch als „mo­de­rat” be­schrie­ben.

Mor­si, der die Ägyp­ter da­zu auf­ge­for­dert hat­te, ih­ren Kin­dern den Ju­den­hass mit der Mut­ter­milch ein­zu­ge­ben,[66] war ein mo­de­ra­ter. Sheikh Ra­chid al-​Ghannouchi, der Füh­rer der En­nah­da, der tu­ne­si­schen Va­ri­an­te der Mus­lim­bru­der­schaft, der zur Ver­nich­tung der Ju­den „Mann, Frau und Kin­der” auf­ge­ru­fen hat­te[67] war auch „mo­de­rat”. Scheich Yus­uf al-​Qaradawi, der geis­ti­ge Füh­rer der Mus­lim­bru­der­schaft, ging noch ei­nen Schritt wei­ter mit ei­ner Fat­wa, die selbst den Mord an Un­ge­bo­re­nen Ju­den gut hiess.[68] Qa­ra­dawi war ein wei­te­rer mo­de­ra­ter.[69]

Der ein­zi­ge Füh­rer der Mus­lim­bru­der­schaft, der nicht als mo­de­rat be­schrie­ben wor­den ist, ist Su­dans Omar al-​Bashir, der vom ICC für Völ­ker­mord und Ver­bre­chen ge­gen die Mensch­lich­keit an­ge­klagt wor­den ist.[70]

Aber wenn die Mus­lim­bru­der­schaft kei­ne mo­de­ra­te Or­ga­ni­sa­ti­on ist, wenn sie in der Tat ge­walt­tä­tig und bi­gott ist, war­um hat Oba­ma dann die Ägyp­ter und an­de­re in der Re­gi­on ent­frem­det durch sei­ne Un­ter­stüt­zung der­sel­ben? Die wü­ten­den Ägyp­ter auf der Stras­se hat­te ei­ne Er­klä­rung, aber sie hat­ten nicht ver­stan­den, wie tief die In­fil­tra­ti­on wirk­lich ging.

Die Muslimbruderschafts-​Frontgruppen, wie bei­spiels­wei­se die MSA und CAIR, hat­ten sich so mit der Lin­ken ver­strickt, dass es un­mög­lich war für letz­te­re, sich die Hän­de von den ers­te­ren zu wa­schen. Nicht nur die Re­gie­rung, son­dern auch ih­re po­li­ti­schen Ver­bün­de­ten auf der lin­ken Sei­te, wie das Cen­ter for Ame­ri­can Pro­gress[71] und die ACLU[72], wa­ren von Is­la­mis­ten un­ter­wan­dert. Die In­fil­tra­ti­on der Re­gie­rung war ein Sym­ptom des Pro­blems, nicht sei­ne Ur­sa­che.

Oba­ma sitzt im Zen­trum ei­nes Net­zes von ver­schlun­ge­nen pro­gres­si­ven Or­ga­ni­sa­tio­nen. Die­ses Netz hat die Re­gie­rung in­fil­triert und die­ses wie­der­um wur­de von der Mus­lim­bru­der­schaft in­fil­triert.

Be­trach­ten wir den Fall Faiz Sha­kir, der von der Har­vard Is­la­mic So­cie­ty, wo er beim Fund­rai­sing für ei­ne Muslimbruderschaft-​Frontgrupe half, die Geld an die Ha­mas wei­ter­lei­tet, der lo­ka­len Muslimbruderschafts-​Franchise, zum Chef­re­dak­tor und Vi­ze­prä­si­dent am Cen­ter for Ame­ri­can Pro­gress über­ging, wo er das Ner­ven­zen­trum des Nach­rich­ten­ap­pa­ra­tes der Lin­ken lei­te­te, zu ei­nem wich­ti­gen Be­ra­ter für die De­mo­kra­ti­sche Füh­re­rin des Hou­se, Nan­cy Pe­lo­si und da­nach des Min­der­heits­füh­rers im Se­nat, Har­ry Reid wur­de.[73] Der nächs­te Schritt da­nach war das Weis­se Haus.

Das Ma­ga­zin Time be­zeich­ne­te das Cen­ter for Ame­ri­can Pro­gress als Oba­mas Ide­en­fa­brik, schrieb ihm die For­mung sei­ner Ge­sprächs­the­men und sei­ner Re­gie­rung zu.[74] In ei­ner Re­gie­rung der lin­ken Ak­ti­vis­ten re­sul­tier­te die In­te­gra­ti­on der Mus­lim­bru­der­schaft und der lin­ken Sei­te in ei­ner Po­li­tik der pro-​Bruderschaft.

Ägyp­ti­sche Lin­ke hat­ten er­war­tet, dass sie vom Ent­zug der Un­ter­stüt­zung für Mu­ba­rak durch die US-​Regierung pro­fi­tie­ren wür­den, aber die ame­ri­ka­ni­sche Lin­ke war viel nä­her an der Mus­lim­bru­der­schaft als bei ih­nen. Statt dass sie den Lin­ken ge­hol­fen hät­te, half sie der Bru­der­schaft. Die ägyp­ti­schen Lin­ken wa­ren ei­ne Welt ent­fernt, wäh­rend die Bru­der­schafts­ak­ti­vis­ten in den Bü­ros der Lin­ken sas­sen und im Na­men al­ler Mus­li­me in Ame­ri­ka spra­chen.

Die Lin­ke hat­te ge­mein­sa­me Sa­che mit den schlimms­ten Ele­men­ten der mus­li­mi­schen Welt ge­macht. Sie bil­de­te Al­li­an­zen mit Grup­pen der Mus­lim­bru­der­schaft, ak­zep­tier­te sie als die ein­zig gül­ti­ge Ver­tre­te­rin der mus­li­mi­schen Ge­mein­schaft, wäh­rend sie ih­re Kri­ti­ker, mus­li­mi­sche und nicht-​muslimische, als is­la­mo­phob de­nun­zier­te.

Die Ka­ta­stro­phe des ara­bi­schen Früh­lings, von der Bru­ta­li­tät der Mus­lim­bru­der­schaft in Ägyp­ten und Tu­ne­si­en, über den blu­ti­gen Bür­ger­krieg in Li­by­en, bis zum Auf­stieg der ISIS in Sy­ri­en und dem Irak, war die Frucht die­ses ver­dor­be­nen rot-​grünen Bünd­nis­ses.

Die vier in Ben­ga­zi er­mor­de­ten Ame­ri­ka­ner, die ame­ri­ka­ni­schen Gei­seln von ISIS zu­sam­men mit den zahl­lo­sen Chris­ten, Jes­si­den und an­de­ren ge­schlach­te­ten, ver­ge­wal­tig­ten und ver­sklav­ten sind Op­fer der Un­ter­stüt­zung der Lin­ken für die po­li­ti­schen Am­bi­tio­nen, Ty­ran­nei­en und hei­li­ge Krie­ge der Bru­der­schaft ge­wor­den.

Der Bruderschafts-​Frühling

„Was wir in die­sen Ta­gen auf­ein­an­der­fol­gen­der Re­vo­lu­tio­nen er­le­ben, ist ei­ne gros­ses und herr­li­ches Er­eig­nis, und es ist der Rea­li­tät und Ge­schich­te nach sehr wahr­schein­lich, dass sie mit dem Wil­len Al­lahs den Gross­teil der is­la­mi­schen Welt um­fas­sen, und Dank Al­lah wer­den die Din­ge stark in die Rich­tung ge­hen, dass die Mus­li­me nicht mehr un­ter der Kon­trol­le von Ame­ri­ka ste­hen,” schrieb Osa­ma bin La­den über den ara­bi­schen Früh­ling.[75]

„Der Fall der üb­rig ge­blie­be­nen Ty­ran­nen in der Re­gi­on wur­de zu ei­nem Muss mit dem Wil­len Al­lahs, und es war der Be­ginn ei­ner neu­en Ära für die gan­ze Na­ti­on”, füg­te er hin­zu.[76]

Was ge­schah hat­te we­ni­ger mit dem Wil­len Al­lahs zu tun, son­dern mehr mit dem Wil­len von Oba­ma.

Al­lah war nicht nach Kai­ro ge­kom­men, um ara­bi­sche Ver­bün­de­te los­zu­schnei­den, noch hat er Sitz­plät­ze re­ser­viert für die Mus­lim­bru­der­schaft oder ei­nen Re­gime­wech­sel er­zwun­gen.[77] Osa­ma schrieb es Al­lah gut, aber er soll­te sich ei­gent­lich bei Oba­ma be­dan­ken.

Oba­ma und Osa­ma wa­ren sich bei­de ei­nig über die Not­wen­dig­keit, die ak­tu­el­len Füh­rer der ver­bün­de­ten ara­bi­schen Re­gie­run­gen zu ent­fer­nen, und bei­de Män­ner sa­hen den ara­bi­schen Früh­ling als Be­stä­ti­gung ih­rer Vi­sio­nen für die Zu­kunft. Aber die Wel­le der neu­en is­la­mis­ti­schen Re­gie­run­gen, die Ter­ro­ris­ten ge­gen­über freund­lich wa­ren, die über die ge­sam­te Re­gi­on feg­ten, be­stä­tig­ten Osa­ma, nicht Oba­ma.

In Tu­ne­si­en, dem Ge­burts­ort des Ara­bi­schen Früh­lings, kam Scheich Ra­shid al-​Ghannouchi, der Füh­rer der is­la­mis­ti­schen Ennahda-​Partei, der ein­mal er­klärt hat­te, dass „der Kreuz­züg­ler Ame­ri­ka” ein „Feind des Is­lam”[78] sei, in die Vol­len. In der Ver­gan­gen­heit war ihm ein Vi­sum für die Ein­rei­se in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten ver­wei­gert wor­den,[79] aber im Zeit­al­ter von Oba­ma wur­de er bei ei­ner Ver­an­stal­tung ge­fei­ert, an der, un­ter an­de­rem, der Haupt-​Stellvertretende-​Staatssekretär teil­nahm.[80]

Nur we­ni­ge Jah­re zu­vor hat­te er fest­ge­stellt, dass der Ara­bi­sche Früh­ling „die Aus­lö­schung Is­ra­els be­dro­hen” wür­de.[81]

„Der ara­bi­sche Raum wird vom Ba­zil­lus Is­ra­el be­freit. Scheich Ah­med Jas­sin, der Füh­rer der Ha­mas, sag­te, dass Is­ra­el bis zum Jahr 2027 ver­schwin­den wer­de. Ich sa­ge, dass die­ses Da­tum mög­li­cher­wei­se zu weit weg ist, und Is­ra­el ver­schwin­det viel­leicht schon vor­her.”[82]

Der Scheich hat­te be­reits zum Mas­sen­mord an Ju­den auf­ge­ru­fen, in­dem er sag­te: „Es gibt kei­ne Zi­vi­lis­ten in Is­ra­el. Die Be­völ­ke­rung – Män­ner, Frau­en und Kin­der – sind Armee-​Reserve-​Soldaten, und kön­nen da­her ge­tö­tet wer­den.”[83]

Ein­mal an der Macht, ent­schied sich En­nah­da, die Au­gen vor der is­la­mis­ti­schen Ge­walt zu ver­schlies­sen.[84] Am 11. Sep­tem­ber 2012, als die dschi­ha­dis­ti­schen An­grif­fe auf ame­ri­ka­ni­sche Bot­schaf­ten und di­plo­ma­ti­schen Ver­tre­tun­gen in der gan­zen mus­li­mi­schen Welt hin­weg feg­ten, wur­de auch die Bot­schaft in Tu­nis an­ge­grif­fen. Und Hil­fe kam nicht von der En­nah­da Re­gie­rung.

Statt des­sen war Aus­sen­mi­nis­te­rin Hil­la­ry Clin­ton ge­zwun­gen, ei­nen drin­gen­den An­ruf beim sä­ku­la­ren Prä­si­den­ten zu tä­ti­gen, ei­ner ze­re­mo­ni­el­len Po­si­ti­on in Tu­ne­si­en, der sei­ne ei­ge­ne Prä­si­den­ten­gar­de ent­sand­te, um die Bot­schaft zu schüt­zen.[85] Ei­ne un­dank­ba­re Hil­la­ry lob­te dann in ei­ner Re­de die Is­la­mis­ten und dank­te der is­la­mis­ti­schen Re­gie­rung und nicht dem Prä­si­den­ten, der sei­ne ei­ge­ne Si­cher­heit aufs Spiel ge­setzt hat­te, um die Bot­schaft zu schüt­zen.[86]

Der An­griff und die Re­ak­ti­on der tu­ne­si­schen is­la­mis­ti­schen Re­gie­rung hät­te er­war­tet wer­den kön­nen.

In der Ver­gan­gen­heit hat­te Scheich Ra­shid al-​Ghannouchi ge­for­dert: „Wir müs­sen un­auf­hör­li­chen Krieg ge­gen die Ame­ri­ka­ner füh­ren, bis sie das Land des Is­lam ver­las­sen, oder wir ver­bren­nen und zer­stö­ren al­le ih­re In­ter­es­sen in der ge­sam­ten is­la­mi­schen Welt.”[87]

Das war ge­nau das, was die Dschi­ha­dis­ten ver­sucht hat­ten am 11. Sep­tem­ber 2012 in Tu­nis und in der ge­sam­ten Re­gi­on mit der Kom­pli­zen­schaft der neu­en Re­gie­run­gen des ara­bi­schen Früh­lings, die Oba­ma an die Macht zu brin­gen mit­ge­hol­fen hat­te.

Ein ähn­li­ches Mus­ter der Kom­pli­zen­schaft ent­stand in Ägyp­ten, wo die An­grei­fer die Wän­de der ame­ri­ka­ni­schen Bot­schaft in Kai­ro er­klet­tern durf­ten.[88] Wäh­rend die schlimms­ten An­grif­fe an die­sem Tag in Ben­ga­zi statt­fan­den, wo Dschi­ha­dis­ten die Kon­trol­le über die Stadt in­ne hat­ten, wa­ren in Tu­nis und Cai­ro ei­ne an­de­re Ras­se von Dschi­ha­dis­ten an der Re­gie­rung, die we­nig In­ter­es­se an der Ver­tei­di­gung ame­ri­ka­ni­schen Le­bens oder Ei­gen­tums hat­ten.

Wäh­rend ein Gross­teil der Kon­tro­ver­se über die Er­mor­dung von vier Ame­ri­ka­nern in Ben­ga­zi sich um die Nicht-​Sicherung der di­plo­ma­ti­schen Mis­si­on durch das Sta­te De­part­ment dreh­te, ka­men die­ser An­griff und vie­le an­de­re aus ei­nem vo­la­ti­len Um­feld, ge­schaf­fen durch die Stär­kung der Rol­le der Is­la­mis­ten durch den ara­bi­schen Früh­ling.

Nir­gends stand mehr auf dem Spiel für Oba­mas „New Be­gin­ning” mit den Is­la­mis­ten als in Kai­ro, aber, in­dem er die Hand zur ägyp­ti­schen Mus­lim­bru­der­schaft aus­streck­te, kam er Al-​Qaida ge­fähr­lich na­he.

Die stra­te­gi­sche Be­wer­tung des Aus­sen­mi­nis­te­ri­ums von 2008 er­klär­te, dass: „Ob­wohl Osa­ma bin La­den das ideo­lo­gi­sche Aus­hän­ge­schild der Grup­pe blieb, hat sich Za­wa­hi­ri als stra­te­gi­scher und ope­ra­ti­ver Pla­ner von AQ her­vor­ge­tan.”[89] So­gar Osa­ma bin La­den war ein Mit­glied der Mus­lim­bru­der­schaft,[90] aber nach sei­nem Tod wur­de die Füh­rung der Or­ga­ni­sa­ti­on ei­ne mehr rein ägyp­ti­sche Muslimbruderschaft-​Angelegenheit.

Saif al Adel, der Emir ad-​interim von Al-​Qaida, und Ay­man al-​Zawahiri, der ak­tu­el­le Al-​Qaida-​Führer, wa­ren Pro­duk­te der ägyp­ti­schen Mus­lim­bru­der­schaft und de­ren Split­ter­grup­pe, Ägyp­ti­scher Is­la­mi­scher Ji­had. Der Bru­der des Al-​Qaida-​Chefs Mo­ham­med al-​Zawahiri, half bei der Or­ga­ni­sa­ti­on des An­griffs auf die ame­ri­ka­ni­sche Bot­schaft in Kai­ro[91] und be­schäf­tig­te sich in Ge­sprä­chen mit Mo­ham­med Mor­si über ein Bünd­nis mit Al-​Qaida.[92]

Der ägyp­ti­sche Is­la­mi­sche Ji­had, ei­ne Split­ter­grup­pe der Mus­lim­bru­der­schaft, die mit Al-​Qaida zu­sam­men­ge­führt wur­de, ist spä­ter wie­der zum Vor­schein ge­kom­men un­ter neu­er Füh­rung als die Is­la­mi­sche Par­tei, wäh­rend die Ter­ror­grup­pe Ga­maa Is­la­miya oder die is­la­mi­sche Grup­pe die Aufbau- und Ent­wick­lungs­par­tei for­mier­te und sich mit Mor­si ver­bün­de­te.

Mor­si be­gna­dig­te Mosta­fa Ham­za,[93] der bei Ga­maa Is­la­miya das Luxor-​Massaker be­stellt hat­te, bei dem Ter­ro­ris­ten eu­ro­päi­sche und ja­pa­ni­sche Be­su­cher ver­stüm­melt und aus­ge­wei­det hat­ten. Das Mas­sa­ker wur­de Be­rich­ten zu­fol­ge von Ay­man al-​Zawahiri an­ge­ord­net und von Osa­ma Bin La­den fi­nan­ziert.[94] Mor­sis Bünd­nis mit der Ter­ror­grup­pe brach­te ihn so­gar da­zu, zu ver­su­chen, ein Mit­glied von Ga­maa Is­la­miya als Gou­ver­neur von Lu­xor zu er­nen­nen.[95]

Ob­wohl Ga­maa Is­la­miya noch als ter­ro­ris­ti­sche Grup­pe ge­führt wur­de, er­hielt ei­ner ih­rer Ge­setz­ma­cher, Ha­ni Nour El­din, ein Vi­sum für die Ein­rei­se in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten und traf sich mit hoch­ran­gi­gen Ver­tre­tern der Obama-​Regierung, ein­schliess­lich der da­ma­li­gen stell­ver­tre­ten­den na­tio­na­len Si­cher­heits­be­ra­ter und dem ak­tu­el­len Stabs­chef des Weis­sen Hau­ses, De­nis Mc­Do­nough.[96]

Der Ter­ro­rist bat Mc­Do­nough um die Frei­las­sung Scheich Omar Abdel-​Rahmans, dem be­rüch­tig­ten blin­den Scheich, der der Füh­rer der Ga­maa Is­la­miya war, der ei­ne le­bens­lan­ge Haft­stra­fe für die Pla­nung von An­schlä­gen in New York Ci­ty ab­sass, nach­dem sei­ne An­hän­ger das World Tra­de Cen­ter bom­bar­diert hat­ten.[97] Kurz dar­auf sag­te Mor­si ei­ner ju­beln­den Men­ge dass er dar­an ar­bei­te, Rah­man zu be­frei­en. Das Aus­sen­mi­nis­te­ri­um hat den Deal Be­rich­ten zu­fol­ge in Er­wä­gung ge­zo­gen.[98]

Die dün­ne Brand­mau­er zwi­schen den an­geb­li­chen Ex­tre­mis­ten und den Ge­mäs­sig­ten, zwi­schen den po­li­ti­schen Is­la­mis­ten und den Ter­ro­ris­ten, zwi­schen der Mus­lim­bru­der­schaft und Al-​Qaida war so dünn ge­wor­den, dass sie kaum noch vor­han­den war. Statt­des­sen führ­ten Mit­glie­der ter­ro­ris­ti­scher Grup­pen Ägyp­ten und wand­ten sich of­fen an die Ver­ei­nig­ten Staa­ten mit der Bit­te, die Fi­gur zu be­frei­en, die am engs­ten mit den World Tra­de Cen­ter Bom­ben in den Köp­fen der Ame­ri­ka­ner as­so­zi­iert ist.

Und trotz der Fol­ter und Tö­tung von De­mons­tran­ten durch die Mus­lim­bru­der­schaft, ih­rer Aus­rich­tung mit ih­ren Freun­den der Hamas-​Terroristen in Ga­za und ih­rem Flirt mit Al-​Qaida und dem Iran, un­ter­stütz­te Oba­ma sie wei­ter­hin.

Nach­dem Vi­de­os auf­ge­taucht wa­ren, in de­nen Mor­si die Ver­nich­tung Is­ra­els for­der­te und zum Hass auf Ju­den als ei­ne Form der An­be­tung Al­lahs dräng­te, ver­tei­dig­te Staats­se­kre­tär John Ker­ry die Lie­fe­rung von F-​16-​Kampfjets an sein Ré­gime.

„Nicht al­les eig­net sich für ei­ne ein­fa­che Klas­si­fi­zie­rung, schwarz oder weiss”, sag­te Ker­ry. „Wir ha­ben wich­ti­ge In­ter­es­sen mit Ägyp­ten.”[99]

Aus­sa­gen wie „Wi­der­stand ist der rich­ti­ge und ein­zi­ge Weg, um das Land vom Schmutz der Ju­den zu be­frei­en”[100] hät­ten ein­fach zu klas­si­fi­zie­ren sein sol­len, doch der An­ti­se­mi­tis­mus der Mus­lim­bru­der­schaft wur­de ei­ne An­ge­le­gen­heit von Mehr­deu­tig­kei­ten und Nu­an­cen für ei­ne Re­gie­rung, die es dar­auf ab­ge­se­hen hat­te, wei­ter­hin ei­ner Ter­ror­grup­pe zu hel­fen.

„Prä­si­dent Mur­si hat zwei Er­klä­run­gen ab­ge­ge­ben”, sag­te Ker­ry, „um je­ne Kom­men­ta­re zu klä­ren und wir hat­ten ei­ne Grup­pe von Se­na­to­ren, die sich kürz­lich mit ihm tra­fen, die ei­nen gu­ten Teil des Ge­sprächs in re­la­tiv hit­zi­ger Dis­kus­si­on mit ihm dar­über ver­brach­ten.”[101]

Ker­ry ver­gass, zu er­wäh­nen, dass Mor­si wäh­rend der „hit­zi­gen Dis­kus­si­on” ver­mu­tet hat­te, dass die Kri­tik nur des­halb statt­fin­det, weil die ame­ri­ka­ni­schen Me­di­en un­ter der Kon­trol­le der Ju­den ste­hen.[102]

Wäh­rend Ker­ry da­mals dar­auf be­stand, dass die Waf­fen­trans­fers not­wen­dig sei­en, um die ame­ri­ka­ni­schen In­ter­es­sen in Ägyp­ten zu si­chern und so­gar Is­ra­el zu hel­fen, als ein neu­er Volks­auf­stand Mor­si stürz­te und ihn durch ei­ne neue nicht-​islamistische Re­gie­rung er­setz­te, wur­de die Lie­fe­rung der Jets auf Eis ge­legt.[103] [104] Die­ser Schritt mach­te deut­lich, dass Oba­ma und Ker­ry nicht Jets nach Ägyp­ten lie­fern woll­ten, son­dern der Mus­lim­bru­der­schaft.

Der Ara­bi­sche Früh­ling war als Ve­hi­kel ge­dacht, die Mus­lim­bru­der­schaft und ih­re ver­bün­de­ten Is­la­mis­ten an die Macht zu brin­gen, nicht nur in Tu­ne­si­en und Ägyp­ten,  son­dern in der gan­zen Re­gi­on.

Rü­cken­de­ckung für Gad­da­fis Sturz war durch die Ver­schie­bung der Li­by­schen Is­la­mi­schen Kampf­grup­pe von al-​Qaida auf die Mus­lim­bru­der­schaft un­ter der Schirm­herr­schaft des Bruderschafts-​Scheichs Qa­ra­dawi ge­kauft wor­den.[105] [106] Als die Mis­si­on in Ben­ga­zi Schutz be­nö­tig­te, wur­de die Auf­ga­be der Bru­der­schaft­li­chen Mär­ty­rer­bri­ga­de des 17. Fe­bru­ar über­ge­ben,[107] [108] die vom na­tio­na­len Über­gangs­rat ein­ge­setzt wor­den war.[109]

Eng ver­bun­den mit An­sar Al-​Sharia,[110] den Dschi­ha­dis­ten, die den An­griff auf die Mis­si­on in Ben­ga­zi ge­star­tet hat­ten, ist die Mär­ty­rer Bri­ga­de des 17. Fe­bru­ar der Mit­tä­ter­schaft beim An­griff be­schul­digt wor­den.[111]

Der NTC war Oba­mas Wahl für ei­nen Re­gime­wech­sel[112] und ihr Ver­fas­sungs­ent­wurf be­sag­te, dass die Scha­ria Li­by­ens Recht­sys­tem wer­den soll­te.[113] Der Bengazi-​Angriff war ei­ne frü­he War­nung vor ei­nem grös­se­ren Kon­flikt, der da­für sor­gen wür­de, dass die Mus­lim­bru­der­schaft und ih­re dschi­ha­dis­ti­schen Ver­bün­de­ten die Kon­trol­le über Li­by­ens Haupt­stadt über­neh­men wür­den.[114] Es war ei­ne Schlacht in ei­nem grös­se­ren Krieg.

Im Na­hen Os­ten ern­te­te die Bru­der­schaft die po­li­ti­sche Ern­te des Ara­bi­schen Früh­lings.

In Ma­rok­ko brach­te der Ara­bi­sche Früh­ling die mit der Muslim-​Bruderschaft ver­bun­de­ne Gerechtigkeits- und Ent­wick­lungs­par­tei (PJD) an die Macht.[115] Ab­de­li­lah Ben­ki­ra­ne, ihr Re­gie­rungs­chef, war ein ehe­ma­li­ges Mit­glied der Cha­b­i­ba Is­la­mia. ei­ne is­la­mis­ti­sche Grup­pe, die auf ei­nen is­la­mi­schen Staat hin­ar­bei­te­te, de­ren Mit­glie­der spä­ter zum Teil der mit Al-​Qaida ver­knüpf­ten Ma­rok­ka­ni­schen Is­la­mi­schen Kämp­fer­grup­pe bei­tra­ten.

Wie Ägyp­tens Mus­lim­bru­der­schaft und Tu­ne­si­ens En­nah­da wur­de PJD als mo­de­ra­te is­la­mis­ti­sche Grup­pe dar­ge­stellt. We­nig Er­wäh­nung wur­de von ih­ren en­gen Ver­bin­dun­gen zu Ha­mas ge­macht.[116] Ben­ki­ra­ne hat­te Is­ra­el als „feind­li­chen Staat” be­schrie­ben, lob­te Ha­mas und er­klär­te, dass Ma­rok­ka­ner Ji­had füh­ren wol­len ne­ben den völ­ker­mör­de­ri­schen Ter­ro­ris­ten.[117]

Die Platt­form der PJD von 2007 hat­te nach der Ver­hän­gung von is­la­mi­schem Recht in Ma­rok­ko ge­ru­fen und nach der Zer­stö­rung Is­ra­els.[118] Auch nach der Macht­über­nah­me, un­ter­hielt PJD wei­ter­hin en­ge Be­zie­hun­gen mit der Ha­mas. Hamas-​Führer Kha­led Meshal be­such­te ih­re ers­te Kon­fe­renz[119] und traf sich mit Ben­ki­ra­ne.[120]

Sol­che Be­zie­hun­gen zwi­schen der Ha­mas und den Mus­lim­bru­der­schafts­re­gie­run­gen wa­ren na­tür­lich und un­ver­meid­lich. Ha­mas war ei­ne Mus­lim­bru­der­schafts­re­gie­rung im Em­bryo­sta­di­um. Durch die Un­ter­stüt­zung des Auf­stiegs der Mus­lim­bru­der­schafts­re­gie­run­gen schuf Oba­ma staat­li­che Un­ter­stüt­zer für die an­ti­se­mi­ti­sche Ter­ror­grup­pe.

Im Je­men wur­de Prä­si­dent Ali Ab­dul­lah Sa­leh von der Macht ver­drängt. Wah­len mach­ten die Bruderschafts- Al-​Islah zur zweit­gröss­ten Par­tei des Lan­des.[121] Ei­ne Schlüs­sel­fi­gur der Al-​Islah war Sheikh Zinda­ni, ein Men­tor von Osa­ma Bin La­den, der von den USA als „Be­son­ders als glo­ba­ler Ter­ro­rist be­kann­te Ziel­per­son” ge­führt wur­de, der ei­ne Rol­le ge­spielt hat­te beim Ter­ror­an­griff auf die USS Co­le und Je­mens lo­ka­lem An­griff auf die US-​Botschaft vom 11. Sep­tem­ber 2012. [122] [123]

Der Ara­bi­sche Früh­ling führ­te zu po­li­ti­schen Sie­gen der Mus­lim­bru­der­schaft, was die ver­schie­de­nen Ar­me der Grup­pe auf den Weg zur Kon­trol­le von gros­sen Teil des Na­hen Os­tens brach­te. Es er­ging ih­nen je­doch schlecht, wenn sich die po­li­ti­schen Kon­flik­te ins Ge­walt­tä­ti­ge stei­ger­ten, und sie ge­gen Volks­auf­stän­de in Ägyp­ten und Tu­ne­si­en, die Hout­his im Je­men und ISIS in Sy­ri­en ver­lo­ren.

Die­se Kon­flik­te fla­cker­ten oft dann auf, wenn die Mus­lim­bru­der­schaft ihr wah­res Ge­sicht zeig­te. Die Bru­der­schaft, trotz ih­rer ge­walt­tä­ti­gen Rhe­to­rik und Wur­zeln, pro­du­zier­te bes­se­re Ma­ni­pu­la­to­ren als Krie­ger. Sie war ge­schickt im über­zeu­gen von ame­ri­ka­ni­schen Be­am­ten, der lin­ken Op­po­si­ti­on, Stam­mes­füh­rern und frei­be­ruf­li­chen Dschi­ha­dis­ten, ih­nen auf ih­rer Agen­da zu fol­gen, aber frü­her oder spä­ter rea­li­sier­ten ih­re Part­ner, dass sie die ab­so­lu­te Macht zu er­rei­chen ver­such­ten, und dass man ih­nen nicht trau­en konn­te.

Oba­ma hat das nie die Mus­lim­bru­der­schaft rea­li­siert, oder er ent­schied sich be­wusst, es nicht zu mer­ken.

Ame­ri­ka­ni­sche Schuld

Jen­seits der Mus­lim­bru­der­schaft ver­such­te Oba­ma, die Be­zie­hun­gen zu den schlimms­ten Ele­men­ten in der Re­gi­on zu pfle­gen.

Das ge­mein­sa­me Ele­ment, das ihn zur Mus­lim­bru­der­schaft und den Mul­lahs im Iran zog, ob­wohl sie auf ent­ge­gen­ge­setz­ten Sei­ten des sy­ri­schen Bür­ger­kriegs kämpf­ten, war ih­re gleich­zei­ti­ge Feind­schaft ge­gen Ame­ri­ka.

Wäh­rend die Aus­sen­po­li­tik der Rech­ten ver­sucht, na­tio­na­le In­ter­es­sen zu si­chern, so will die Aus­sen­po­li­tik der Lin­ken für na­tio­na­le Ver­bre­chen süh­nen. Es war nicht Stra­te­gie, die sei­ne zu den Fein­den un­se­res Lan­des aus­ge­streck­te Hand be­wirk­te, son­dern Schuld. Für die Lin­ken sind so­wohl die Mus­lim­bru­der­schaft und der Iran Op­fer un­se­rer Aus­sen­po­li­tik.

Die Mus­lim­bru­der­schaft hat­te ge­lit­ten we­gen un­se­rer Un­ter­stüt­zung für Sa­dat und Mu­ba­rak. Irans kle­ri­ka­le Ty­ran­nen hass­ten uns we­gen un­se­rer Un­ter­stüt­zung für den Schah.

Oba­ma hat­te sich der Sa­che der Mus­lim­bru­der­schaft schon 2002 in ei­ner Anti-​Kriegs-​Rede an­ge­nom­men, in der er ge­for­dert hat­te, dass Bush Mu­ba­raks „Un­ter­drü­ckung von Dis­sens” stop­pen müs­se.[124] Er sag­te sei­nen Iran-​Verhandlungsführern, sie müss­ten ver­ste­hen, dass der is­la­mi­sche Ter­ror­staat sich „ver­letzt­lich” fühlt we­gen der Art, wie sich Ame­ri­ka „in ih­re ers­te De­mo­kra­tie ein­ge­mischt hat und dann we­gen der Un­ter­stüt­zung des Schahs und dann we­gen der Un­ter­stüt­zung des Irak und Sad­dams wäh­rend die­ses äus­serst bru­ta­len Kriegs.”[125] Der Iran und die Bru­der­schaft wa­ren nicht un­se­re Fein­de. sie wa­ren un­se­re Op­fer.

Al­le is­la­mi­schen Feind Ame­ri­kas konn­ten auf die Sym­pa­thie der Lin­ken zäh­len und ih­re Un­ter­stüt­zung für ih­re Op­fer­rol­le.

Prä­si­dent Bushs De­nun­zia­ti­on der Ach­se des Bö­sen hat­te De­mo­kra­ten da­zu ani­miert, sich um Achsen-​Mitglieder zu sam­meln und für sie zu de­mons­trie­ren. House-​Mehrheitsführerin Nan­cy Pe­lo­si be­such­te Baschar al-​Assad in ei­ner Zeit, als die Bush-​Regierung ver­such­te, den sy­ri­schen Dik­ta­tor un­ter Druck zu set­zen, den Strom von Al-​Qaida-​Selbstmordattentätern, die ame­ri­ka­ni­sche Sol­da­ten tö­te­ten, zu un­ter­bin­den.[126] Und John Ker­ry wur­de noch be­rüch­tig­ter für sei­ne Se­ri­en­an­bie­de­rung an As­sad.[127]

Aber die bes­ten Kräf­te der Lin­ken wa­ren den schlimms­ten is­la­mi­schen Mit­glie­dern der Ach­se des Bö­sen vor­be­hal­ten.

Das Te­he­ra­ner Trio von drei Schlüs­sel­fi­gu­ren der Aus­sen­po­li­tik der Re­gie­rung, Vi­ze­prä­si­dent Joe Bi­den, Staats­se­kre­tär John Ker­ry und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Chuck Ha­gel war schon vor ih­rem Ein­tritt in die Re­gie­rung be­rüch­tigt für ih­re pro-​iranische In­ter­es­sen­ver­tre­tung.[128] [129] Die Mus­lim­bru­der­schaft hat­te das Weis­se Haus un­ter­wan­dert, aber das­sel­be hat­te auch die Iran-​Lobby ge­tan in Form des amerikanisch-​iranischen Ra­tes.

Von ame­ri­ka­ni­scher Schuld ani­miert, for­der­te die lin­ke Aus­sen­po­li­tik ei­ne stän­di­ge Su­che nach Fein­den, die sie stär­ken konn­te. Die­se ka­ta­stro­pha­le Po­li­tik war we­ni­ger pro-​muslimisch, als sie anti-​amerikanisch war. Die Bünd­nis­se, die sie mach­te, folg­ten nicht der kon­se­quen­ten Li­nie der is­la­mi­schen Theo­lo­gie, son­dern der in­kon­sis­ten­ten Li­nie der Be­schwich­ti­gung.

Je­der Feind Ame­ri­kas, egal, wie Bö­se, hat­te ei­ne Rol­le zu spie­len bei der De­mon­ta­ge un­se­rer na­tio­na­len Si­cher­heit.

Raus aus Git­mo

Bei sei­ner ers­ten Wahl hat­te Oba­ma vie­le Ver­spre­chun­gen ge­macht, aber bei sei­ner zwei­ten Wahl zähl­te nur ein Na­me.

Wäh­rend der zwei­ten Präsidentschafts-​Debatte wur­de er ge­fragt, was er ge­gen die stei­gen­den Prei­se ge­tan ha­be. Oba­ma ant­wor­te­te, „Osa­ma Bin La­den ist tot.” Wenn auf Ben­ga­zi an­ge­spro­chen, re­de­te er wie­der von Bin La­den. In der ers­ten De­bat­te brach­te er bin La­den als Ant­wort auf ei­ne Fra­ge über Par­ti­sa­nen­ver­kehrs­in­farkt.[130]

Bei der drit­ten De­bat­te war er so be­trun­ken vom Heldentum-​aus-​zweiter-​Hand, dass er da­mit prahl­te, „ich sag­te, wenn ich Bin La­den im Vi­sier hät­te, dann wür­de ich den Schuss ma­chen.”[131] Oba­ma war al­les, nur nicht die Haupt­rol­le in sei­nem ei­ge­nen ima­gi­nä­ren Action-​Film. Die Wäh­ler wur­den mit dem Ein­druck zu­rück­ge­las­sen, dass er die Exe­ku­ti­on des Ter­ro­ris­ten­füh­rers be­stellt hat­te.

Doch Oba­mas ech­te Plä­ne für Osa­ma wa­ren ei­gent­lich sehr an­ders ge­we­sen. Er hat­te nicht die Ab­sicht, ihn zur De­mon­ta­ge von Al-​Qaida zu be­nut­zen, son­dern um Gu­an­ta­na­mo Bay und die Mi­li­tär­kom­mis­si­ons­ver­fah­ren von Ter­ro­ris­ten zu de­mon­tie­ren.

Wenn Oba­mas Plan ge­lun­gen wä­re, hät­te Osa­mas Ge­fan­gen­nah­me ein To­des­stoss für den Krieg ge­gen den Ter­ror be­deu­tet.

Trotz­dem er den Pa­trio­ten spiel­te in der De­bat­te, hat­te Oba­ma den lin­ken Le­sern von Va­ni­ty Fair die wah­re Ge­schich­te er­zählt. Nach An­ga­ben des Jour­na­lis­ten, der ihn in­ter­view­te, „sah Oba­ma ei­ne Ge­le­gen­heit, die Idee ei­nes Straf­pro­zes­ses, den Ge­ne­ral­staats­an­walt Eric Hol­der für Kha­lid Sheikh Mo­ham­med ge­plant hat­te, wie­der zu be­le­ben.”[132]

Die Ab­ur­tei­lung ei­nes Top-​Terroristen vor ei­nem Zi­vil­ge­richt war zu um­strit­ten ge­we­sen, doch die Fest­nah­me Osa­ma Bin La­dens wä­re ein Public-​Relations-​Coup, der die Pro­tes­te und die Kri­tik weg­ge­schwemmt hät­te.

An­stel­le der Tö­tung Osa­mas war das Ziel, ihn zu­rück­zu­brin­gen und „ihn vor das Bun­des­ge­richt zu brin­gen.”

„Ich wür­de in ei­ner ziem­lich star­ken Po­si­ti­on sein, po­li­tisch hier zu ar­gu­men­tie­ren, dass ein fai­res Ver­fah­ren durch­zu­füh­ren und Rechts­staat­lich­keit zu zei­gen un­se­re bes­te Waf­fe ge­gen Al-​Qaida wä­re,” prahl­te Oba­ma.[133]

Wä­re Osa­ma Bin La­den vor ein zi­vi­les Ge­richt ge­stellt wor­den, wä­re es un­mög­lich ge­wor­den, zu ar­gu­men­tie­ren, dass ir­gend ein ge­rin­ge­rer Ter­ro­rist im Artikel-​III-​System fest­ge­hal­ten wer­den kann. Und das hät­te ei­ne grund­le­gen­de Un­ter­schei­dung zwi­schen Ter­ro­ris­ten und Kri­mi­nel­le de­mon­tiert, die den Krieg ge­gen den Ter­ror de­fi­nier­te und Oba­ma wü­tend mach­te.

Das ei­gent­li­che Ziel der Ope­ra­ti­on Neptun-​Speer war nicht Bin La­den; es war Gu­an­ta­na­mo Bay.

Als die SE­ALs den Al-​Qaida-​Führer tö­te­ten, sa­bo­tier­ten sie Oba­mas Plan, ihn vor Zi­vil­ge­richt zu brin­gen und die Mi­li­tär­kom­mis­si­ons­ver­fah­ren her­un­ter­zu­fahr­ne. Aber Oba­ma er­hol­te sich von die­sem Rück­schlag, in­dem er Bin La­dens Tod nut­ze, um ei­ne zwei­te Amts­zeit und sei­ner ka­ta­stro­pha­len Aus­sen­po­li­tik po­li­ti­sche Rü­cken­de­ckung zu si­chern.

Am wich­tigs­ten aber war, dass es die Auf­merk­sam­keit vom ei­gent­li­chen Ziel ab­lenk­te, den Ter­ro­ris­ten von Gu­an­ta­na­mo Bay.

Git­mo hat­te da­bei von An­fang an Oba­mas Prio­ri­tät. Wäh­rend sei­ner ers­ten Ta­ge im Amt be­tra­fen drei der ers­ten fünf prä­si­dia­len Ver­ord­nun­gen die is­la­mi­schen Ter­ro­ris­ten, die in Git­mo ein­ge­sperrt wa­ren.[134] Sei­ne drit­te Amts­hand­lung ver­bot Ver­hö­re von Ter­ro­ris­ten, „um die si­che­re, recht­mäs­si­ge und mensch­li­che Be­hand­lung von Per­so­nen, die sich in US-​Gewahrsam be­fin­den, si­cher­zu­stel­len.”[135] Sei­ne vier­te und fünf­te ver­such­te, das Ge­fäng­nis zu schlies­sen und sei­ne Ter­ro­ris­ten frei­zu­las­sen.[136] [137]

Oba­ma brauch­te ei­nen Mo­nat zum Ein­rich­ten des Eco­no­mic Re­co­very Ad­vi­so­ry Board. Es dau­er­te zwei Ta­ge, um ei­ne Sonderinteragentur-​Task-​Force ein­zu­rich­ten, um Gitmo-​Terroristen zu be­frei­en. Sei­ne Prio­ri­tät war nicht die Wirt­schaft, oder so­gar Ho­mo­se­xu­el­len­rech­te, Am­nes­tie und Ab­trei­bung; es war die Un­ter­stüt­zung is­la­mis­ti­scher Ter­ro­ris­ten.

Der Ab­schied von Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Chuck Ha­gel mach­te deut­lich, wel­che ho­he Prio­ri­tät die Be­frei­ung von Gitmo-​Terroristen hat­te für Oba­ma. Der ehe­ma­li­ge Se­na­tor, ein Anti-​Kriegs-​Politiker, tei­le Oba­mas An­sich­ten über Irak und Iran. Aber er war nicht be­reit, ge­fähr­li­che Ter­ro­ris­ten so schnell frei­zu­las­sen, wie Oba­ma woll­te.

Be­am­te des Weis­sen Hau­ses klag­ten, „sei­ne Be­sorg­nis über die Si­cher­heits­ri­si­ken durch die Frei­las­sung von Ge­fan­ge­nen” ha­be Oba­mas Plä­ne für die Schlies­sung von Gu­an­ta­na­mo Bay „durch­kreuzt”. Die na­tio­na­le Si­cher­heits­be­ra­te­rin Su­san Ri­ce war Be­rich­ten zu­fol­ge ver­är­gert, weil Ha­gel die Frei­las­sung nicht über­stür­zen woll­te.[138] Ha­gel gab ge­gen­über CNN zu, dass das Weis­se Haus ihn in der Tat un­ter Druck ge­setzt hat­te, die Frei­las­sung der Ter­ro­ris­ten zu be­schleu­ni­gen.[139]

Das Weis­se Haus hat­te hart für Ha­gel ge­kämpft, aber als er ver­such­te, die Frei­las­sung von ge­fähr­li­chen Ter­ro­ris­ten zu ver­lang­sa­men, wur­de er vor die Tür ge­setzt. Oba­mas höchs­te Prio­ri­tät für sei­nen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter wa­ren nicht die Be­frei­ung von Af­gha­nen und Ira­ker von den Ta­li­ban und ISIS, son­dern die Be­frei­ung ih­rer is­la­mis­ti­schen Ter­ror­ver­bün­de­ten aus Git­mo.

Die fünf Taliban-​Kommandeure, die von Oba­ma im Aus­tausch für ei­nen De­ser­teur be­freit wur­den, mach­ten Schlag­zei­len we­gen des Auf­merk­sam­keit er­re­gen­den Fo­to­ter­mins im Weis­sen Haus, aber die Re­gie­rung hat­te in al­ler Stil­le noch ge­fähr­li­che­re Män­ner frei­ge­las­sen. Da­zu ge­hör­ten Mo­ham­med Za­hir, der Ge­ne­ral­se­kre­tär des Taliban-​Nachrichtendienstes, der mit Nu­kle­ar­ma­te­ri­al er­tappt wor­den war, wäh­rend er an­geb­lich in den Vor­be­rei­tun­gen für den Bau ei­ner Atom­bom­be war.[140]

Selbst wäh­rend Ame­ri­ka ver­such­te, ISIS da­von ab­zu­hal­ten, Sy­ri­en und den Irak zu über­neh­men, wur­den Ter­ro­ris­ten der sy­ri­schen Grup­pe frei­ge­las­sen, die vom On­kel des ehe­ma­li­gen Füh­rers der ISIS, da­mals, als sie als Al-​Qaida im Irak be­kannt war, ge­führt wor­den wa­ren. Die be­frei­ten Ter­ro­ris­ten hat­ten Schu­lun­gen in al­lem er­hal­ten, vom Selbst­mord­an­schlag bis zur Ur­kun­den­fäl­schung. Ei­ni­ge hat­ten Ver­bin­dun­gen zu Ter­ror­an­schlä­ge ge­gen Ame­ri­ka­ner und Ame­ri­ka.[141]

Un­ter den Frei­ge­las­se­nen war Mo­ham­med Abis Our­gy, ein Bom­ben­bau­er, der wahr­schein­lich vor der Zeit über den 11. Sep­tem­ber Be­scheid wuss­te.[142]

Min­des­tens zwei der Ter­ro­ris­ten, die Oba­ma frei­liess, hat­ten ge­droht, Prä­si­dent Bush zu er­mor­den.

Adel Al-​Hakeemy, ein mi­li­tä­ri­scher Be­ra­ter von Osa­ma bin La­den, hat­te Ra­che ge­gen Ame­ri­ka an­ge­droht und er­klärt, er wer­de Prä­si­dent Bush tö­ten, wenn er die Chan­ce da­zu be­kom­men wür­de. Mu­ham­mad Ali Hus­sein hat­te Brie­fe an den Kon­gress und das Weis­se Haus ver­schickt mit der War­nung, dass sie „zer­stört, lei­den und ver­lie­ren wer­den.”[143]

Oba­ma for­cier­te die Frei­las­sung von Ter­ro­ris­ten, die als ho­hes Ri­si­ko be­wer­tet wur­den, und die spe­zi­fi­sche Dro­hun­gen ge­gen die Ver­ei­nig­ten Staa­ten ge­macht hat­ten. Er be­stand so­gar selbst auf der Be­frei­ung von Ter­ro­ris­ten aus Kon­flikt­ge­bie­ten wie dem Je­men und Sy­ri­en.

Sei­ne Re­gie­rung hat­te fünf je­me­ni­ti­sche Ter­ro­ris­ten be­freit, wo­bei die Frei­ga­be von vier von ih­nen ins be­nach­bar­te Oman er­folg­te, das als Durch­gangs­ort für die Charlie-​Hebdo-​Angreifer ge­dient hat­te, die un­ter Be­fehl von Al Qai­da im Je­men ope­rier­ten.[144] Un­ter den vie­ren war ein Al-​Qaida-​Veteran des je­me­ni­ti­schen Mi­li­tärs, von dem ver­mu­tet wur­de, dass er als Leib­wäch­ter für Osa­ma bin La­den ge­ar­bei­tet hat­te,[145] so­wie ein Al-​Qaida-​Terrorist, der IED-​Ausbildung er­hal­ten hat­te.[146]

Kei­ne ver­ant­wort­li­che Re­gie­rung wür­de sol­che Ter­ro­ris­ten in der Nä­he ei­ner ak­ti­ven Kriegs­zo­ne frei­las­sen.

Aber Oba­ma hat­te die Be­frei­ung der Dschi­ha­dis­ten von Git­mo zur höchs­ten Prio­ri­tät ge­macht. Er führ­te sei­ne Plä­ne aus auf Kos­ten un­se­rer na­tio­na­len Si­cher­heit, un­se­rer Ver­bün­de­ten und den Mit­glie­dern sei­ner ei­ge­nen Re­gie­rung.

Selbst sein gröss­ter un­be­ab­sich­tig­ter Tri­umph ge­gen Al-​Qaida, der Tod von Osa­ma Bin La­den, war nichts an­de­res ge­we­sen als ein Ver­such, mehr is­la­mi­sche Ter­ro­ris­ten aus Gu­an­ta­na­mo Bay zu ent­las­sen.

Ei­ne ge­stoh­le­ne Zu­kunft

Je­der Prä­si­dent ist der Hü­ter der Na­ti­on und ih­rer Zu­kunft.

Als Oba­ma vor den Ver­ein­ten Na­tio­nen er­klär­te, dass die Zu­kunft nicht de­nen ge­hö­ren dür­fe, die die is­la­mi­sche Bru­ta­li­tät, Bi­got­te­rie und den Miss­brauch von Frau­en kri­ti­sier­ten, de­fi­nier­te er auch, wem sie ge­hö­ren soll­te. Wenn die Zu­kunft nicht de­nen ge­hö­ren darf, die Mo­ham­med ver­leum­den, wird sie statt­des­sen sei­nen An­hän­gern ge­hö­ren und de­nen, die sei­ne mo­ra­li­sche Au­to­ri­tät ge­nug re­spek­tie­ren, um ihn über Kri­tik in Bild, Vi­deo oder Wort zu stel­len.

Mit die­sen Wor­ten ver­riet Oba­ma Ame­ri­kas Er­be der Frei­heit und kün­dig­te den Dieb­stahl sei­ner Zu­kunft an. Der Ver­rat sei­ner un­hei­li­gen Al­li­anz mit dem Is­lam ver­rät nicht nur die Ame­ri­ka­ner der Ge­gen­wart, son­dern be­raubt auch ih­re Nach­kom­men der Frei­heit, nach ih­rem Ge­wis­sen zu spre­chen, zu schrei­ben und zu glau­ben.

Oba­ma hat das vol­le Ge­wicht der Res­sour­cen der Re­gie­rung hin­ter den Is­lam ge­stellt. Er hat in­län­di­schen Dis­sens ge­gen Is­la­mis­ten wie die Mus­lim­bru­der­schaft un­ter­drückt, wäh­rend er ih­re in­ter­na­tio­na­len Zie­le un­ter­stütz­te.

Und da­durch hat er die aus­län­di­schen und in­län­di­schen Fein­de die­ses Lan­des un­ter­stützt.

Der Prä­si­dent ist mehr als die Sum­me sei­nes Am­tes. Er ist der Mann, der am Meis­ten an die Ver­heis­sung ei­ner ame­ri­ka­ni­schen Zu­kunft glaubt. Sei­ne Re­den spie­geln den Glau­ben, den wir an uns selbst ha­ben.

Oba­ma ist der ers­te Be­woh­ner des Weis­sen Hau­ses, der of­fen den ame­ri­ka­ni­sche Ex­zep­tio­na­lis­mus leug­net. Je­der Prä­si­dent vor ihm hat sich für ei­ne ame­ri­ka­ni­sche Zu­kunft ent­schie­den. Oba­ma wähl­te statt­des­sen ei­ne is­la­mi­sche Zu­kunft.

Es liegt an den Ame­ri­ka­nern, ih­re Zu­kunft zu­rück­zu­for­dern, in­dem sie Oba­mas un­hei­li­ge Al­li­anz be­leuch­ten und bre­chen.

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