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Frank­reich: Zer­legt sich vor un­se­ren Au­gen

Yves Ma­mou, 7.12.2016, Gatestone In­sti­tu­te

  • Vier Be­am­te sind ver­letzt (zwei übel ver­brannt) wor­den, als rund 15 „Ju­gend­li­che” (mus­li­mi­sche Gang­mit­glie­der) ih­re Au­tos um­zin­gel­ten und Stei­ne und Brand­bom­ben auf sie schleu­der­ten. Die Po­li­zei war ver­är­gert, als der In­nen­mi­nis­ter die An­grei­fer „klei­ne Wil­de” nann­te. Po­li­zei und Op­po­si­ti­ons­po­li­ti­ker ant­wor­te­ten, dass die An­grei­fer nicht „klei­ne Wil­de, son­dern Kri­mi­nel­le sei­en, die die Po­li­zei an­ge­grif­fen hät­ten, um zu tö­ten.”
  • Zwei Schü­ler an ei­ner Be­rufs­schu­le in Ca­lais grif­fen ei­nen Leh­rer an, ei­ner brach den Kie­fer des Leh­rers und meh­re­re Zäh­ne – weil der Leh­rer ei­nen der Schü­ler ge­be­ten hat­te, sich wie­der auf die Ar­beit zu kon­zen­trie­ren.
  • „Dies ist ei­ne War­nung: Die­se jun­gen Leu­te ha­ben die Schu­le nicht zu­fäl­lig an­ge­grif­fen, sie woll­ten die In­sti­tu­ti­on an­grei­fen, den Staat an­grei­fen.” – Yaci­ne, 21, ein Stu­den­tin an der Uni­ver­si­tät von Pa­ris II.
  • Die Un­ru­hen, die vier Näch­te dau­er­ten, bra­chen nach der Ver­haf­tung ei­nes Fah­rers aus, der nicht an­hielt, als er von ei­nem Po­li­zis­ten da­zu auf­ge­for­dert wur­de.
  • Die­se Re­vol­te ei­ner Säu­le der fran­zö­si­schen Ge­sell­schaft, der Po­li­zei, war die größ­te, die sich je­mals im mo­der­nen Frank­reich er­eig­net hat. Den­noch be­rich­te­te prak­tisch kei­nes der Mainstream-​Medien Frank­reichs  über das Er­eig­nis.
  • „Al­les, was staat­li­che In­sti­tu­tio­nen re­prä­sen­tiert (…), wird nun Ge­walt aus­ge­setzt, die im We­sent­li­chen auf es­sen­ti­ell sek­tie­re­ri­schen und manch­mal eth­ni­schen Ex­zes­sen be­ruht, an­ge­trie­ben durch ei­nen un­glaub­li­chen Hass auf un­ser Land. Wir müs­sen blind oder un­be­wusst sein, um uns nicht um den na­tio­na­len Zu­sam­men­halt Sor­gen zu ma­chen.” – Thi­baud de Mont­bri­al, Rechts­an­walt und Ex­per­te für Ter­ro­ris­mus.

Vier Po­li­zei­be­am­te sind kürz­lich ver­letzt (zwei übel ver­brannt) wor­den, als ei­ne Grup­pe von rund 15 „Ju­gend­li­chen” (mus­li­mi­sche Gang­mit­glie­der) im Pa­ri­ser Vor­ort Viry-​Châtillon ih­re Au­tos um­zin­gel­ten und Stei­ne und Brand­bom­ben auf sie schleu­der­ten. (Bild­quel­le: Li­ne Press Video-​Screenshot)

Frank­reich wird im Mai 2017 ei­nen neu­en Prä­si­den­ten wäh­len. Po­li­ti­ker kämp­fen und de­bat­tie­ren be­reits über De­fi­zi­te, Wohl­fahrts­emp­fän­ger, BIP-​Wachstum und so wei­ter, aber sie se­hen aus wie Ma­rio­net­ten, die vom rea­len Land ge­trennt sind.

Was ist heu­te in Frank­reich Rea­li­tät?

Ge­walt. Sie ver­brei­tet sich. Nicht nur Ter­ror­an­schlä­ge; Rei­ne Banden­ge­walt. Sie bringt ein zu­neh­men­des Ge­fühl der Un­si­cher­heit in Kran­ken­häu­sern, an Schu­len, auf der Stra­ße – so­gar in der Po­li­zei. Die Me­di­en wa­gen nicht zu sa­gen, dass die­se Ge­walt vor al­lem von mus­li­mi­schen Ban­den kommt – „Ju­gend­li­che”, wie sie in den fran­zö­si­schen Me­di­en ge­nannt wer­den, um nicht zu be­nen­nen, wer sie sind. Das Kli­ma des Bür­ger­kriegs brei­tet sich je­doch in Po­li­zei, Schu­le, Kran­ken­haus und Po­li­tik sicht­bar aus.

Die Po­li­zei

Der schreck­lichs­te Be­weis für die­ses Ma­lai­se war, als in der Nacht des 17. Ok­to­ber mehr als 500 fran­zö­si­sche Po­li­zei­be­am­te mit Po­li­zei­au­tos und Mo­tor­rä­dern oh­ne Rück­halt der Ge­werk­schaf­ten, oh­ne Ge­neh­mi­gung, auf den Champs Ely­sées in Pa­ris de­mons­trier­ten. Laut der Ta­ges­zei­tung Le Fi­ga­ro sei das In­nen­mi­nis­te­ri­um in Pa­nik ge­ra­ten, „auf­ge­schreckt von ei­nem mög­li­chen Putsch”: Die Po­li­zei blo­ckier­te den Zu­gang zur Ave­nue Ma­ri­gny, die ne­ben dem Prä­si­den­ten­pa­last und mit Blick auf den Place Beauvau ver­läuft.”

Am 18. Ok­to­ber, als Jean-​Marc Fal­co­ne, Ge­ne­ral­di­rek­tor der Na­tio­na­len Po­li­zei, die An­füh­rer des Pro­tests traf, wur­de er von Hun­der­ten von Po­li­zei­be­am­ten um­ringt, die ihn zum Rück­tritt dräng­ten.

Die Haupt­ur­sa­che ih­rer Wut scheint in ers­ter Li­nie die Ge­walt, die oft ge­gen die Po­li­zei ge­rich­tet ist, und Ter­ror­an­schlä­ge. Auf der Ebe­ne des Ter­rors wur­den zwei Po­li­zis­ten in Ma­gnan­vil­le im Ju­ni 2016 von ei­nem mus­li­mi­schen Ex­tre­mis­ten, Laros­si Ab­al­la, er­sto­chen. In die­sem Früh­jahr wur­den mehr als 300 Po­li­zis­ten und Gen­dar­mes von De­mons­tran­ten ver­letzt. Im Mai de­mons­trier­ten Polizei-​Gewerkschaften in den Stra­ßen von Pa­ris, um ge­gen „Anti-​Polizei-​Hass” zu pro­tes­tie­ren.

Die­sen Herbst war der letz­te Aus­lö­ser ein An­griff auf ei­ne Po­li­zei­pa­trouil­le im Pa­ri­ser Vor­ort Viry-​Châtillon. Vier Be­am­te wur­den ver­letzt, als ei­ne Grup­pe von un­ge­fähr 15 „Ju­gend­li­chen” (mus­li­mi­sche Gang­mit­glie­der) ih­re Au­tos in der Stadt um­zin­gel­ten und Stei­ne und Brand­bom­ben auf sie schleu­der­ten. Zwei Po­li­zis­ten wur­den übel ver­brannt; ei­ner muss­te in ein künst­li­ches Ko­ma ver­setzt wer­den. Das glei­che Sze­na­rio fand ei­ni­ge Ta­ge spä­ter statt: ei­ne Po­li­zei­pa­trouil­le wur­de in ei­ner wei­te­ren No-​Go-​Zone im „sen­si­blen” Ge­biet von Val-​Fourré über­fal­len.

Die Po­li­zei wur­de auch von Ber­nard Ca­ze­neuve, dem In­nen­mi­nis­ter, ver­är­gert, der die An­grei­fer „sau­va­ge­ons” („klei­ne Wil­de”) nann­te. Po­li­zei und Op­po­si­ti­ons­po­li­ti­ker ant­wor­te­ten, dass die An­grei­fer nicht „klei­ne Wil­de, son­dern Kri­mi­nel­le sei­en, die die Po­li­zei an­ge­grif­fen hät­ten, um zu tö­ten.”

„Die Po­li­zei wird als Be­sat­zungs­macht an­ge­se­hen”, er­klär­te Pa­tri­ce Ri­bei­ro von der Po­li­zei­ge­werk­schaft Syn­er­gie Of­fi­ciers. „Es ist nicht ver­wun­der­lich, dass Ge­walt auf­bricht.”

Am 18. Ok­to­ber star­te­te Le Fi­ga­ro ei­ne Online-​Umfrage mit ei­ner Fra­ge: „Sind Sie mit dem Pro­test von Po­li­zis­ten ein­ver­stan­den?” Neun­zig Pro­zent der 50.000 Be­frag­ten ant­wor­te­ten mit „Ja”.

Seit­dem ha­ben sich die Po­li­zei­de­mons­tra­tio­nen auf an­de­re Städ­te aus­ge­wei­tet. Mehr als ei­nen Mo­nat nach Be­ginn der Un­muts­äus­se­run­gen pro­tes­tier­ten Po­li­zis­ten im­mer noch in je­der Groß­stadt. Am 24. No­vem­ber de­mons­trier­ten zwei­hun­dert Po­li­zis­ten in Pa­ris zwi­schen der Place de la Con­cor­de und dem Arc de Triom­phe, um ih­re „Wut” aus­zu­drü­cken. Po­li­zei in Zi­vil­klei­dung, ei­ni­ge mit oran­ge­far­be­nen Arm­bin­den, ei­ni­ge un­ter ei­nem Schal oder ei­ner Ka­pu­ze ver­steckt, un­ter­stützt von Bür­gern, ver­sam­mel­ten sich am Abend an der Place de la Con­cor­de, be­vor sie die gan­ze Län­ge der Champs Ely­sée bis zum Arc de Triom­phe ent­lang gin­gen, wo sie ei­ne Men­schen­ket­te um das Denk­mal bil­de­ten und La Mar­seil­lai­se (die fran­zö­si­sche Na­tio­nal­hym­ne) san­gen.

Die­se Re­vol­te ei­ner Säu­le der fran­zö­si­schen Ge­sell­schaft, der Po­li­zei, war die größ­te, die je­mals im mo­der­nen Frank­reich ge­sche­hen ist. Den­noch be­rich­te­te prak­tisch kei­nes von Frank­reichs Mainstream-​Medien über das Er­eig­nis.

Schu­len

Tremblay-​en-​France (Seine-​Saint-​Denis bei Pa­ris): Der Schul­lei­ter der Hélène-​Boucher-​Schule wur­de am 17. Ok­to­ber von meh­re­ren Per­so­nen au­ßer­halb der Schu­le an­ge­grif­fen. Ei­ni­ge „Ju­gend­li­che” grif­fen das Ge­bäu­de mit Brand­bom­ben an, und als der Di­rek­tor ver­such­te, die Si­tua­ti­on zu be­ru­hi­gen, re­agier­te ei­ner der „Ju­gend­li­chen” mit Schlä­gen. 50 Un­be­kann­te wa­ren an dem Vor­fall be­tei­ligt. Dies war die drit­te Ge­walt­epi­so­de in der Nach­bar­schaft. Vier Ta­ge zu­vor wur­den zwei Fahr­zeu­ge ab­ge­brannt.

Ei­nen Mo­nat spä­ter führ­te die Ta­ges­zei­tung Le Mon­de ein Tref­fen mit meh­re­ren Stu­den­ten durch. Ziel die­ses Tref­fens war es, die Ur­sa­che der Ge­walt in Trem­blay zu ver­ste­hen. Yaci­ne, 21, Stu­den­tin an der Uni­ver­si­tät von Pa­ris II, sag­te: „Dies ist ei­ne War­nung: Die­se Ju­gend­li­chen ha­ben die Schu­le nicht zu­fäl­lig an­ge­grif­fen, sie woll­ten die In­sti­tu­ti­on an­grei­fen, den Staat an­grei­fen.”

Ar­gen­teu­il (Val d’Oise, Vor­ort von Pa­ris): Ein Leh­rer an der Grund­schu­le Paul Lan­ge­vin wur­de am 17. Ok­to­ber auf der Stra­ße zu­sam­men­ge­schla­gen, als er Kin­der von den Ten­nis­plät­zen ei­nen Ki­lo­me­ter von der Schu­le ent­fernt zu­rück zur Schu­le be­glei­te­te. Als sie hör­ten, wie der Leh­rer sei­ne Stim­me ge­gen­über ei­nem Kind er­hob, hiel­ten zwei jun­ge Män­ner ihr Au­to an, sag­ten dem Leh­rer, er sei ein „Ras­sist” und schlu­gen ihn vor den Kin­dern zu­sam­men. Laut Le Pa­ri­si­en recht­fer­tig­te ei­ner der An­grei­fer sei­ne Hand­lun­gen, in­dem er dem Leh­rer „Ras­sis­mus” vor­warf. „Du bist nicht der Herr,” sag­te der Mann. „Der ein­zi­ge Meis­ter ist Al­lah”.

Co­lo­miers (Tou­lou­se, im Sü­den von Frank­reich). Ein Sport­leh­rer wur­de von ei­nem Schü­ler am 17. Ok­to­ber at­ta­ckiert, als der Leh­rer ver­such­te, den Schü­ler dar­an zu hin­dern, die Schu­le durch ei­nen ver­bo­te­nen Aus­gang zu ver­las­sen.

Ca­lais (Pas-​de-​Calais): Zwei Schü­ler ei­ner Be­rufs­schu­le in Ca­lais grif­fen am 14. Ok­to­ber ei­nen Leh­rer an und bra­chen ihm ge­mäss der Lo­kal­zei­tung Nord-​Littoral den Kie­fer und meh­re­re Zäh­ne. Die Schü­ler grif­fen den Elek­tro­tech­nik­leh­rer an, weil er ei­nen der Schü­ler ge­be­ten hat­te, sich wie­der auf die Ar­beit zu kon­zen­trie­ren.

Saint-​Denis (Sei­ne Saint-​Denis, Vor­ort von Pa­ris): Am 13. Ok­to­ber wur­den ein Schul­lei­ter und sein Stell­ver­tre­ter von ei­nem Be­rufs­schü­ler zu­sam­men­ge­schla­gen, der für ei­ne Ver­spä­tung ge­rügt wor­den war.

Straß­burg: Ein Ma­the­ma­tik­leh­rer wur­de am 17. Ok­to­ber an der Orbelin-​Schule bru­tal an­ge­grif­fen. Der Di­rek­tor der In­sti­tu­ti­on er­klär­te Fran­ce Bleu, dass ein „Ju­gend­li­cher”, der kein Schü­ler an der Schu­le sei, den Leh­rer zu­sam­men­ge­schla­gen ha­be. Es war nicht das ers­te Mal, dass der „Ju­gend­li­che” das Ge­bäu­de be­tre­ten hat­te. Vor­her, als der Leh­rer ihn bat, sei­ne Klas­se zu ver­las­sen, ver­setz­te der „Ju­gend­li­ge” dem Leh­rer meh­re­re Schlä­ge ins Ge­sicht, be­vor er flüch­te­te.

Al­le die­se An­grei­fer wa­ren kei­ne Ter­ro­ris­ten, aber wie is­la­mi­sche Ter­ro­ris­ten woll­ten sie au­gen­schein­lich „die In­sti­tu­ti­on an­grei­fen, den Staat an­grei­fen”.

Spi­tä­ler

Am 16. Ok­to­ber ver­brei­te­ten fünf­zehn Per­so­nen, die ei­nen Pa­ti­en­ten be­glei­te­ten, Ter­ror in der Not­auf­nah­me des Gustave-​Dron-​Hospitals in Tour­coing, laut La Voix du Nord. Ein Arzt wur­de schwer zu­sam­men­ge­schla­gen; Ei­ne an­de­re an den Haa­ren ge­zo­gen. Ärz­te und Kran­ken­schwes­tern sag­ten der Zei­tung, dass sie noch un­ter Schock stün­den. Ei­ne Kran­ken­schwes­ter sag­te:

„Zehn Men­schen er­zwan­gen sich den Zu­tritt zum Herz der Not­auf­nah­me. Die Ärz­te ba­ten sie, den Ort zu ver­las­sen … Als al­les vor­über war, rea­li­sier­te ich, dass die Not­auf­nah­me ver­wüs­tet war, Pa­ti­en­ten ter­ro­ri­siert, Ver­wand­te von Pa­ti­en­ten wein­ten.”

Die An­grei­fer stamm­ten aus dem Kreis La Bour­go­gne, ei­nem im we­sent­li­chen von nord­afri­ka­ni­schen Ein­wan­de­rern be­sie­del­ten Ge­biet. Drei Per­so­nen wur­den ver­haf­tet.

Im glei­chen Kreis von La Bour­go­gne gab es am 4. Ok­to­ber Un­ru­hen. Vier­zehn Au­tos wur­den ab­ge­brannt und 12 Per­so­nen ver­haf­tet. Der Auf­stand, der vier Näch­te an­dau­er­te, brach nach der Ver­haf­tung ei­nes Fah­rers aus, der nicht an­hielt, als er von ei­nem Po­li­zis­ten da­zu auf­ge­for­dert wur­de.

Po­li­tik

Am 14. Ok­to­ber ver­such­te Na­di­ne Mo­ra­no, Ab­ge­ord­ne­te der Op­po­si­ti­ons­par­tei Les Ré­pu­bli­cains, phy­sisch ei­nen al­ge­ri­schen Ge­schäfts­mann, Ra­chid Nekkaz, dar­an zu hin­dern, das ört­li­che Fi­nanz­amt von Toul im Os­ten Frank­reichs zu be­tre­ten. Nekkaz ist be­kannt für die Zah­lung von Geld­stra­fen mus­li­mi­scher Frau­en, die ver­haf­tet wur­den, weil sie in der Öf­fent­lich­keit ei­ne Bur­ka tra­gen, was seit Ok­to­ber 2010 ge­setz­lich ver­bo­ten ist. Die Po­li­zei kam, um das Recht von Herrn Nekkaz zu schüt­zen, die Geld­stra­fe zu zah­len. Ei­ne Än­de­rung des Fi­nanz­rechts wird der­zeit dis­ku­tiert, um Prak­ti­ken wie die von Nekkaz, die das Ge­setz um­ge­hen, zu un­ter­bin­den und straf­bar zu ma­chen.

Prä­si­dent François Hol­lan­de steht nach der Ver­öf­fent­li­chung ei­nes Bu­ches mit dem Ti­tel „Ein Prä­si­dent soll­te das nicht sa­gen” („Un pré­si­dent ça né de­v­rait pas dire ça”) un­ter Be­schuss … Dar­in heißt es: „Frank­reich hat ein Pro­blem mit dem Is­lam” und „es gibt zu vie­le Mi­gran­ten in Frank­reich” – Be­mer­kun­gen, von de­nen Hol­lan­de be­haup­tet, er hät­te sie nie ge­macht. Ein wei­te­res Zi­tat in dem Buch, das Hol­lan­de be­strei­tet:

„Wir kön­nen im Kon­text der An­grif­fe nicht wei­ter­hin Mi­gran­ten ha­ben, die oh­ne Kon­trol­le her­kom­men … Die Ab­spal­tung von Ter­ri­to­ri­en (No-​Go-​Zonen)? Wie kön­nen wir ei­ne Tei­lung ver­mei­den? Denn das ist im­mer noch das, was ge­sche­hen wird.”

Prä­si­dent Hol­lan­de ver­bringt sei­ne Zeit da­mit, sich für Din­ge zu ent­schul­di­gen, die er nie ge­sagt hat, die er aber ge­sagt ha­ben soll­te, weil sie wahr sind.

Fran­zo­sen

Fran­zo­sen chi­ne­si­scher Ab­stam­mung: Die Fran­zo­sen chi­ne­si­scher Ab­stam­mung le­ben in den glei­chen Vor­or­ten wie Mus­li­me und wer­den an­ge­grif­fen und be­läs­tigt, bei all­ge­mei­ner Gleich­gül­tig­keit der Po­li­zei.

Wäh­rend Ver­bre­chen ge­gen Ge­mein­schafts­mit­glie­der in die Hö­he ge­schnellt sind, ha­ben et­wa 50.000 eth­ni­sche Chi­ne­sen am 4. Sep­tem­ber in Pa­ris ei­nen Pro­test­marsch in­sze­niert, nach dem töd­li­chen aus­ge­gan­ge­nen Raub an ei­nem chi­ne­si­schen Schnei­der.

Die De­mons­tran­ten, die al­le wei­ße T-​Shirts mit der Auf­schrift „Si­cher­heit für al­le” tru­gen und die fran­zö­si­sche Flag­ge schwenk­ten, ver­sam­mel­ten sich an der Place de la Ré­pu­bli­que. Sie hat­ten die De­mons­tra­ti­on selbst or­ga­ni­siert und wur­den nicht von den tra­di­tio­nel­len „Men­schen­rechts­grup­pen” un­ter­stützt, die es vor­zie­hen, mus­li­mi­schen Mi­gran­ten zu hel­fen.

Öf­fent­li­che Mei­nung: Im Ja­nu­ar 2016 ver­öf­fent­lich­te Ce­vi­pof, ein Think Tank des Pa­ri­ser In­sti­tuts für Po­li­ti­sche Stu­di­en (Sci­en­ces Po), ihr sieb­tes Ba­ro­me­ter des Po­li­ti­schen Ver­trau­ens, ei­ne Um­fra­ge, die jähr­lich ver­öf­fent­licht wird, um die Wer­te der De­mo­kra­tie im Land zu mes­sen und die auf In­ter­views mit 2074 Per­so­nen ba­siert:

  • Wie ist Ih­re der­zei­ti­ger Geis­tes­zu­stand? Lust­lo­sig­keit 31%, Trüb­sinn 29%, Miss­trau­en 28%, Angst: 10%
  • Ver­trau­en Sie der Re­gie­rung? Nicht sehr 58%, gar nicht 32%
  • Ver­trau­en Sie den Ge­setz­ge­bern? Nicht sehr 39%, über­haupt nicht 16 %
  • Ver­trau­en Sie dem Prä­si­den­ten? Nicht sehr 32%; über­haupt nicht 38%
  • Küm­mern sich Po­li­ti­ker um das, was die Leu­te den­ken? Nicht sehr 42%, gar nicht 46%
  • Wie funk­tio­niert die De­mo­kra­tie in Frank­reich? Nicht gut 43%, gar nicht gut 24%
  • Ver­trau­en Sie po­li­ti­schen Par­tei­en? Nicht sehr 47%, gar nicht 40%
  • Ver­trau­en Sie den Me­di­en? Nicht sehr 48% gar nicht 27%
  • Was füh­len Sie über Po­li­tik? Miss­trau­en 39%; Ekel 33%, Lan­ge­wei­le 8%
  • Was den­ken Sie über Po­li­ti­ker? Ent­täu­schung 54%; Ekel 20%
  • Kor­rup­ti­on von Po­li­ti­kern? Ja 76%
  • Zu vie­le Mi­gran­ten? Ja, plus nei­gen da­zu, zu­zu­stim­men 65%
  • Is­lam ist ei­ne Be­dro­hung? Ja, plus nei­gen da­zu, zu­zu­stim­men 58%
  • Stolz, Fran­zo­se zu sein? Ja 79%

Was die­se Um­fra­ge zeigt, ist, dass die Kluft zwi­schen Volk und Po­li­tik noch nie so groß ge­we­sen ist.

Thi­bault de Mont­bri­al, An­walt und Ex­per­te für Ter­ro­ris­mus, er­klär­te am 19. Ok­to­ber Le Fi­ga­ro:

Der Be­griff „Dis­lo­ka­ti­on” der fran­zö­si­schen Ge­sell­schaft er­scheint an­ge­mes­sen. Ge­walt ge­gen Po­li­zei, Kran­ken­häu­ser, An­grif­fe, die sich ge­gen Schu­len und Leh­rer mul­ti­pli­zie­ren … sind An­grif­fe auf Pfei­ler der herr­schen­den Ord­nung. Mit an­de­ren Wor­ten, al­les, was staat­li­che In­sti­tu­tio­nen re­prä­sen­tiert, (…) wird nun Ge­walt aus­ge­setzt, die im We­sent­li­chen auf sek­tie­re­ri­schen und manch­mal eth­ni­schen Ex­zes­sen be­ruht, an­ge­trie­ben durch ei­nen un­glaub­li­chen Hass auf un­ser Land. Wir müss­ten schon blind oder un­be­wusst sein, um uns nicht um den na­tio­na­len Zu­sam­men­halt Sor­gen zu ma­chen.”

Yves Ma­mou, mit Sitz in Frank­reich, ar­bei­te­te zwei Jahr­zehn­te als Jour­na­list für Le Mon­de.


Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone In­sti­tuts.

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