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In neu­em Vi­deo zeigt Fil­me­ma­cher die pa­läs­ti­nen­si­sche Be­we­gungs­frei­heit, die nicht durch is­rae­li­sche Check­points be­hin­dert wird

Rut­hie Blum, 12.1.2017, the algemeiner

Fil­me­ma­cher Ami Ho­ro­witz. Fo­to: Facebook.

Ein in New York an­säs­si­ger Do­ku­men­tar­fil­mer, der für sei­ne um­strit­te­nen Vi­de­os be­kannt ist, er­zähl­te The Al­ge­mei­ner am Mitt­woch, dass er über­rascht war von dem, was sein neu er­schie­ne­ner Video-​Clip „Pa­lesti­ni­an Road Trip!” ent­hüll­te: dass die Vor­wür­fe ge­gen Is­ra­el über die „Stun­den”, die es brau­che für Westbank-​Araber, um von Ort zu Ort zu rei­sen als Fol­ge der is­rae­li­schen Stra­ßen­sper­ren, sehr über­trie­ben sei­en, wenn nicht so­gar völ­lig falsch.

Ami Ho­ro­witz, Pro­du­zent von Dut­zen­den von Fil­men – dar­un­ter “U.N. Me,” “Ha­mas Is Fan­tastic,” “Ber­ke­ley Stu­dents Re­act to ISIS Flag” and “Stock­holm Syn­dro­me” – sag­te, dass der Zweck sei­nes neu­es­ten Pro­jek­tes war, die bei­den „be­un­ru­hi­gen­den und plau­si­blen” Be­haup­tun­gen, dass die Ein­woh­ner der pa­läs­ti­nen­si­schen Au­to­no­mie schwer un­ter den lan­gen War­te­zei­ten an is­rae­li­schen Kon­troll­punk­ten lei­den und ge­de­mü­tigt werden.

„Ich bin jü­disch und mei­ne Mut­ter is­rae­lisch, aber wenn wir sys­te­ma­tisch an­de­re Men­schen un­fair be­han­deln, dann hal­te ich es für mei­ne Pflicht, das zu ent­lar­ven”, sag­te er.

Wäh­rend er an­er­kennt, dass er zu Be­ginn ei­nes Pro­jekts meist ei­ne Theo­rie über ein be­stimm­tes Phä­no­men hat und sei­ne Hy­po­the­sen oft rich­tig sind – „In die­sem Fall war ich echt nicht si­cher, was mich erwartet.”

Ho­ro­witz sag­te: „Ich hat­te das Nar­ra­tiv über die­sen be­son­de­ren As­pekt des pa­läs­ti­nen­si­schen Lei­dens ge­hört – ei­nen, den ich tat­säch­lich ge­glaubt und ak­zep­tiert hat­te – und ich woll­te ihn untersuchen.”

Um das prä­zi­ses­te Bild zu er­hal­ten, sag­te er, mie­te­te er ei­nen pa­läs­ti­nen­si­schen Fah­rer und ein Au­to mit PA-Kennzeichen.

Dar­über hin­aus, so er­klär­te er, wähl­te er ab­sicht­lich ei­ne „nor­ma­le Zeit” – ei­ne Pe­ri­ode re­la­ti­ver Ru­he – „weil es wich­tig war, et­was über das Le­ben der Pa­läs­ti­nen­ser oh­ne er­höh­te Ter­ror­war­nung oder Krieg herauszufinden.”

Die­se Zeit war nach der Ope­ra­ti­on „Pro­tec­tive Edge”, dem Krieg Is­ra­els ge­gen die Ha­mas im Gaza-​Streifen im Som­mer 2014 und vor dem Be­ginn der „einsamer-​Wolf-​Intifada”, die im Sep­tem­ber 2015 begann.

Ho­ro­witz er­zähl­te, dass er „Hun­der­te von Ki­lo­me­tern kreuz und quer durch die West­bank mehr­mals hin und her” ge­fah­ren sei und da­bei auf kei­ne Schwie­rig­kei­ten ge­stos­sen sei. Er führ­te auch vie­le Ge­sprä­che mit Pa­läs­ti­nen­sern, von de­nen al­le sag­ten, dass die War­te­zeit in der Schlan­ge vor ei­nem Kon­troll­punkt ma­xi­mal 10 Mi­nu­ten daue­re, aus­ser bei star­kem Ver­kehr, und viel­leicht ei­ne Mi­nu­te für die Sol­da­ten dort, um sei­ne Pa­pie­re zu über­prü­fen und ihn wei­ter­fah­ren zu las­sen. Dies, so no­tier­te er, nach dem Hö­ren von Be­rich­ten von „stun­den­lan­gen War­te­zei­ten an is­rae­li­schen Kontrollpunkten.”

Ho­ro­witz sag­te, ob­wohl nicht je­der In­ter­view­te es in den Kurz­film schaff­te, sei­en die, die es ge­schafft hät­ten, aus­rei­chend re­prä­sen­ta­tiv. „Kein ein­zi­ger Pa­läs­ti­nen­ser, mit dem ich sprach, sag­te et­was an­de­res als das, was man im Film sieht”, sag­te er.

Ge­fragt, wie man den Er­geb­nis­sen ei­nes schwer be­ar­bei­te­ten Vi­de­os ver­trau­en kön­ne, sag­te Ho­ro­witz, er wür­de sei­ne be­ruf­li­che Glaub­wür­dig­keit nicht ge­fähr­den, in­dem er ei­nen Clip un­auf­rich­tig schneide.

„Ich ma­che das schon seit Jah­ren und weiß von der Ver­ant­wor­tung auf mei­nen Schul­tern”, sag­te er. „Dar­über hin­aus ist es sehr sel­ten für je­man­den mit mei­nem Pro­fil, Ma­te­ri­al zu ver­dre­hen, oh­ne er­wischt zu wer­den. Bis­her hat nie­mand be­wie­sen, dass ich skru­pel­los ge­we­sen bin.”

Ho­ro­witz sag­te, dass der ak­tu­el­le Fünf-​Minuten-​Clip Teil ei­nes Vi­de­os in vol­ler Län­ge sei, in dem er ei­nen Stand­punkt prä­sen­tiert, von dem er be­haup­tet, dass die meis­ten Men­schen ihn nicht be­ach­ten würden.

„Wäh­rend es ei­ne Hand­voll Check­points in der West­bank gibt, ist ei­ne Per­son in, sa­gen wir, Qal­qi­lya, ih­nen nicht un­ter­wor­fen, wenn sie nicht in ein an­de­res Ge­biet oder nach Is­ra­el reist”, sag­te er. „Is­rae­lis hin­ge­gen wer­den mehr­mals am Tag an Check­points ge­stoppt – am Ein­gang zu je­dem Su­per­markt, Ca­fé, Ein­kaufs­zen­trum, Ki­no, etc. Und wenn es Ter­ror­wel­len oder Alar­me gibt, dau­ert es für sie län­ger, die­se In­spek­tio­nen zu durchlaufen.”

In sei­ner Re­de über den Nah­ost­frie­den am 28. De­zem­ber sag­te US-​Außenminister John Ker­ry, er sei durch „Militär-​Checkpoints [im West­jor­dan­land] hin­durch, die so­gar die all­täg­lichs­ten täg­li­chen Aus­flü­ge zur Ar­beit oder Schu­le zur Tor­tur ma­chen können”.

Schau­en Sie sich das Vi­deo „Pa­lesti­ni­an Road Trip!” hier an:

1 Ping

  1. Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

    […] aus der Schweiz): – Die Ge­fahr des Be­kennt­nis­ses, athe­is­ti­scher Mus­lim zu sein – In neu­em Vi­deo zeigt Fil­me­ma­cher die pa­läs­ti­nen­si­sche Be­we­gungs­frei­heit, die nicht durch is­rae­lisch… – Is­rae­li­sche NGO ver­tritt Fa­mi­li­en, die Twit­ter we­gen Be­güns­ti­gung und Bei­hil­fe zu […]

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