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Pa­läs­ti­nen­ser ver­su­chen, die Zah­lun­gen an Ter­ro­ris­ten mit is­rae­li­scher So­zi­al­hil­fe zu vergleichen

El­der of Ziyon, 20.6.2017, El­der of Ziyon Blog

Der Druck ist si­cher­lich hoch auf den Pa­läs­ti­nen­sern, die Be­zah­lung von Ge­fan­ge­nen fort­zu­füh­ren – das ist der hei­ligs­te Teil des Pa­läs­ti­nen­si­schen Haus­halts­bud­gets, und der­je­ni­ge, der die letz­ten ein, zwei Mo­na­te un­ter in­ter­na­tio­na­ler Be­ob­ach­tung ge­we­sen ist.

Hassan Abed Rab­bo, Me­di­en­be­ra­ter für die pa­läs­ti­nen­si­schen Ge­fan­ge­nen­an­ge­le­gen­hei­ten, schrieb ei­nen Ar­ti­kel, der je­de An­stren­gung je­der Par­tei ab­lehn­te, das PA-​Budget zu re­du­zie­ren, da­mit sie kei­ne Ter­ro­ris­ten und ih­re Fa­mi­li­en mehr be­zah­len kann. Er sag­te, dass der Wes­ten dar­über in­for­miert wur­de, dass die Än­de­rung der Ge­häl­ter von „Ge­fan­ge­nen und Mär­ty­rern zum Zu­sam­men­bruch der PA füh­ren wür­de, und dass die Leu­te auf den Stra­ßen pro­tes­tie­ren würden.”

Abed Rab­bo ver­tei­digt stand­haft die In­sti­tu­ti­on, Ge­fan­ge­ne als Teil des pa­läs­ti­nen­si­schen Wi­der­stan­des zu be­zah­len. Er en­det da­mit, (wor­über wir uns al­le ei­nig sind), dass er die Pa­läs­ti­nen­ser auf­for­dert, sich zu­sam­men­zu­schlie­ßen und al­ter­na­ti­ve Me­tho­den der Be­zah­lung von Ter­ror­ge­häl­tern zu ent­wi­ckeln, falls der Wes­ten die­se Gel­der abschneidet.

Odeh Bis­ha­rat führt in Haa­retz ein viel bi­zar­re­res Ar­gu­ment an, das die Ge­häl­ter für Ter­ro­ris­ten unterstützt:

Hat Is­ra­el Kin­der­zu­la­gen be­zahllt an die Fa­mi­lie von Yigal Amir, dem Mann, der den Pre­mier­mi­nis­ter Yitz­hak Ra­bin er­mor­de­te? Wird Ehud Ya­tom, der die bei­den Bus 300-​Entführer mit ei­ge­nen Hän­den ge­tö­tet hat, ei­ne Al­ters­ren­te be­kom­men? Be­zahlt der Staat Mos­he Zar, der der Fah­rer für die jü­di­sche U-​Bahn-​Zelle war, die im Jahr 1980 ei­ne Bom­be ge­legt ha­ben, die zur Am­pu­ta­ti­on der Bei­ne des Bür­ger­meis­ters von Nab­lus, Bassam Sha­ka führ­te ei­ne Altersrente?

Das sind nur ein paar Bei­spie­le für Ju­den, die an Ter­ror­ak­ten und dem Tö­ten von Ge­fan­ge­nen be­tei­ligt wa­ren. Es gibt mehr. Die Ant­wor­ten auf die Fra­gen sind na­tür­lich klar; Die­se und an­de­re, die Ter­ror­ak­te be­gan­gen ha­ben, be­kom­men So­zi­al­leis­tun­gen. Und das ist gut so, denn ein ord­nungs­ge­mäß ge­führ­ter Staat un­ter­schei­det zwi­schen Rech­ten und Pflich­ten. Ge­set­zes­bre­cher müs­sen be­straft, aber nicht ih­rer so­zia­len Rech­te be­raubt wer­den, sonst wä­re es ein Dschun­gel hier. Selbst Kri­mi­nel­le ha­ben das Recht, in Wür­de zu le­ben, ganz zu schwei­gen von ih­ren Fa­mi­li­en, die An­spruch auf So­zi­al­leis­tun­gen ha­ben, egal was ih­re Ver­wand­ten ge­tan haben.

US-​Präsident Do­nald Trump ver­letzt die­ses fun­da­men­ta­le Prin­zip. Er be­haup­tet, im Na­hen Os­ten Frie­den er­rei­chen zu wol­len, wäh­rend er gleich­zei­tig for­dert, dass der pa­läs­ti­nen­si­sche Prä­si­dent Mah­mud Ab­bas den Fa­mi­li­en pa­läs­ti­nen­si­scher Ge­fan­ge­nen die Sti­pen­di­en stoppt und da­mit Zehn­tau­sen­de von Men­schen, dar­un­ter auch vie­le Kin­der, zu Ar­mut oder so­gar Hun­ger ver­ur­teilt, was frü­her oder spä­ter ei­nen wei­te­ren Ge­walt­aus­bruch aus­lö­sen wird.

Ja, das war ein ernst­haf­tes Ar­gu­ment in Haa­retz in die­ser Woche.

Bis­ha­rins Ar­gu­men­te sind lä­cher­lich. Wenn die Be­zah­lung von Ge­häl­tern an die­se Ter­ro­ris­ten ein nor­ma­les so­zia­les Wohl­fahrts­pro­gramm wä­re, dann soll­te die PA auch die gleich­wer­ti­gen Be­trä­ge an Men­schen in ih­ren ei­ge­nen Ge­fäng­nis­sen und ih­ren Fa­mi­li­en zahlen.

Aber die PA und die PLO be­zah­len die­se Leu­te nicht, weil sie arm sind, son­dern weil sie Hel­den sind. Bis­ha­rat nennt die Be­zah­lung von Ge­häl­tern an Mör­der ein „Recht”.

Die Pa­läs­ti­nen­ser lie­ben die­ses Ar­gu­ment. Die­ses Ge­la­ber, das nicht zwi­schen nor­ma­len so­zia­len Wohl­fahrts­pro­gram­men und spe­zi­fi­schen Pro­gram­men zur be­wuss­ten Be­zah­lung und Eh­rung von Ter­ro­ris­ten un­trschei­det, wur­de in Ma’an, Al Quds al Ara­bi und an­ders­wo wiederveröffentlicht.

Es ist nicht über­ra­schend, dass Bis­ha­rins Recht­fer­ti­gun­gen zur Un­ter­stüt­zung des Ter­rors teil­wei­se durch den New Is­ra­el Fund un­ter­stützt wer­den.

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