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Es sind nicht Bud­dhis­ten, die in Myan­mar Mos­lems tö­ten, es sind Rohin­gya Mos­lems, die seit 1947 Bud­dhis­ten töten

Ahi­n­a­mo Ku­ra­sa­wa aus To­kyo, 30.10.2016, ReligionMind.com

Es gibt ein gro­ßes Miss­ver­ständ­nis über die Ge­walt in Bur­ma, die so­wohl den Rohingya-​Muslimen als auch den bur­me­si­schen Bud­dhis­ten schwe­re Ver­lus­te zu­ge­fügt hat. Des­halb ist es wich­tig, dass ei­ne fai­re Be­wer­tung die­ser Fra­ge vor­ge­nom­men wird, um Licht in die Grau­zo­nen zu brin­gen und die­je­ni­gen, die kei­ne Ah­nung da­von ha­ben, aufzuklären.

Die Rohin­gyas sind ei­ne mus­li­mi­sche Min­der­heit, die aus Ban­gla­desch ein­ge­wan­dert ist und in Myan­mar lebt. Die Ge­mein­schaft hat sich in­ner­halb kür­zes­ter Zeit oh­ne jeg­li­che Fa­mi­li­en­pla­nung und oh­ne Rück­sicht auf be­grenz­te Res­sour­cen un­ge­zü­gelt ver­mehrt, wo­durch die ein­hei­mi­sche Ge­mein­schaft in der Ge­gend zur Min­der­heit ge­wor­den ist und ih­res ei­ge­nen Lan­des be­raubt wur­de, das durch die wach­sen­de Be­völ­ke­rung der Rohin­gya­ner über­nom­men wurde.

Laut den Rohin­gyans sind sie in­di­ge­nes Volk des Bun­des­staa­tes Rak­hi­ne, wäh­rend die bur­me­si­schen His­to­ri­ker sa­gen, dass sie haupt­säch­lich wäh­rend der Zeit der bri­ti­schen Herr­schaft in Bur­ma und in ge­rin­ge­rem Um­fang nach der bur­me­si­schen Un­ab­hän­gig­keit 1948 und dem Be­frei­ungs­krieg von Ban­gla­desch 1971 aus Ben­ga­len nach Bur­ma ein­ge­wan­dert sind.

Ge­ne­ral Né Win’s Re­gie­rung hat 1982 das bur­me­si­sche Staats­bür­ger­schafts­ge­setz er­las­sen, das den Rohin­gyas die Staats­bür­ger­schaft ver­wei­ger­te und da­mit die Mei­nung der über­wie­gen­den Mehr­heit der Bur­me­sen ho­no­rier­te (96%). Die Ent­schei­dung kam auch als Fol­ge des­sen, dass die Rohin­gyas ge­gen die Re­gie­rung meh­re­re Jahr­zehn­te lang mit der Un­ter­stüt­zung ex­ter­ner Kräf­te, haupt­säch­lich von Se­pa­ra­tis­ten­be­we­gun­gen und ex­tre­mis­ti­schen Grup­pen ein­schließ­lich Al Qai­da, rebellierten.

Der Rohingya-​Aufstand im Wes­ten Myan­mars war ein Auf­stand im nörd­li­chen Bun­des­staat Rak­hi­ne (auch be­kannt als Ara­kan), der von Auf­stän­di­schen der Rohingya-​Minderheitsethnie ge­führt wur­de. Die meis­ten Zu­sam­men­stö­ße er­eig­ne­ten sich im Land­kreis Ma­ung­daw, der an Ban­gla­desch grenzt.

Lo­ka­le Mudschaheddin-​Gruppen re­bel­lier­ten von 1947 bis 1961 ge­gen Re­gie­rungs­trup­pen, um die meist von Rohin­gya be­sie­del­te Mayu-​Halbinsel im nörd­li­chen Bun­des­staat Rak­hi­ne von Myan­mar ab­zu­tren­nen und von Ost-​Pakistan (heu­te Ban­gla­desch) an­nek­tie­ren zu las­sen. En­de der 1950er Jah­re ver­lo­ren sie den größ­ten Teil ih­rer Un­ter­stüt­zung und er­ga­ben sich den Regierungskräften.

Der mo­der­ne Rohingya-​Aufstand im Nor­den von Rak­hi­ne be­gann 2001, ob­wohl Shwe Ma­ung, der da­ma­li­ge Ab­ge­ord­ne­te der Rohingya-​Mehrheit, Be­haup­tun­gen zu­rück­wies, dass neue is­la­mis­ti­sche Re­bel­len­grup­pen ent­lang der Gren­ze zu Ban­gla­desch zu ope­rie­ren be­gon­nen hätten.

Der jüngs­te Zwi­schen­fall, über den be­rich­tet wur­de, war im Ok­to­ber 2016, als es an der Gren­ze zwi­schen Myan­mar und Ban­gla­desch zu Zu­sam­men­stö­ßen mit auf­stän­di­schen Rohin­gya kam, die mit aus­län­di­schen Is­la­mis­ten in Ver­bin­dung stan­den, die ver­däch­tigt wur­den, die Tä­ter zu sein.

Al­ler­dings sind Rohin­gyas seit meh­re­ren Ge­ne­ra­tio­nen in Bur­ma und ma­chen fast 4% der Be­völ­ke­rung Myan­mars aus.

An­de­rer­seits lös­te der Vor­fall, bei dem bru­ta­le Ver­ge­wal­ti­gung und Er­mor­dung ei­ner bud­dhis­ti­schen Frau aus Rak­hi­ne durch mus­li­mi­sche Män­ner, ge­folgt von der Er­mor­dung von Rohingya-​Muslimen (als Ver­gel­tung), die kom­mu­na­len Un­ru­hen zwi­schen Rakhine-​Buddhisten und Rohingya-​Muslimen aus. Dies war nicht ge­ra­de ein ein­sei­ti­ges Mas­sa­ker, son­dern ein kom­mu­na­ler Auf­stand mit Op­fern auf bei­den Sei­ten.

Das Pro­blem wur­de schlim­mer, als Rohin­gyas an­fin­gen, auch Mön­che zu tö­ten. Oft durch Ent­haup­tung. Min­des­tens 19 sol­cher Mönchs­mor­de wur­den in­ner­halb we­ni­ger Mo­na­te ge­mel­det, als Mön­che be­gan­nen, sich auf die Sei­te der ein­hei­mi­schen Grup­pen zu stel­len, die ge­gen die Rohin­gyas kämpften.

Nun stellt sich die Fra­ge, die je­der von uns stel­len muss: War­um tö­ten Mus­li­me Chris­ten? War­um tö­ten Mus­li­me Mus­li­me? So ziem­lich über­all auf der Welt. Kei­ner der Bud­dhis­ten, die wir ken­nen, tat/​tut/​will Mus­li­me tö­ten, zu­min­dest nicht aus re­li­giö­sen Grün­den. Aber in Myan­mar fin­den wir ei­ne ge­rin­ge To­le­ranz ge­gen­über der Mis­sio­nie­rung, was be­deu­tet, dass es kein Pro­blem gibt mit ir­gend­ei­ner Re­li­gi­on, die man viel­leicht hat, so­lan­ge man sich dar­an hält und nicht ver­sucht, an­de­re zu be­keh­ren. Die Chris­ten ha­ben ih­re Lek­ti­on vor lan­ger Zeit ge­lernt, ob­wohl sie es wei­ter­hin tun, aber oh­ne ag­gres­siv zu sein, die Hin­dus hat­ten nie sol­che Am­bi­tio­nen, die Bud­dhis­ten ha­ben sich nie dar­auf ein­ge­las­sen, je­doch die Mus­li­me… Nun… Nun… Nun.…

An­de­rer­seits nei­gen die Rohingya-​Gemeinschaften da­zu, sehr kon­ser­va­tiv mit in­ter­re­li­giö­sen Ehen um­zu­ge­hen, in de­nen sie ih­re Frau­en be­stra­fen und manch­mal so­gar tö­ten, wenn sie je­man­den au­ßer­halb der Rohin­gyas hei­ra­ten. Wäh­rend sie be­reit sind, bud­dhis­ti­sche Frau­en zu hei­ra­ten und sie zum Is­lam zu be­keh­ren. Das passt aus of­fen­sicht­li­chen Grün­den ei­ni­gen kon­ser­va­ti­ven Frak­tio­nen der bud­dhis­ti­schen Mehr­heit nicht.

Chris­ten und Hin­dus, die zweit- und viert­größ­te Gemschaft nach Be­völ­ke­rungs­zahl, in­te­grie­ren sich trotz vie­ler christ­li­cher Eth­ni­en, die sich ge­gen den bud­dhis­ti­schen Ba­mar en­ga­gie­ren (Ka­chin, Chin, Ka­ren usw.), aber die Strei­tig­kei­ten sind his­to­risch, ter­ri­to­ri­al und res­sour­cen­ba­siert, nie­mals re­li­gi­ös. Auch ist Re­li­gi­ons­be­lei­di­gung, JEDE Re­li­gi­on, aus wel­chem Grund auch im­mer, in Myan­mar il­le­gal und wür­de Sie in­ner­halb von Stun­den ins Ge­fäng­nis brin­gen. Und das wird ak­tiv durch­ge­setzt, wahr­schein­lich aus gu­tem Grund.

Rohin­gyas Mus­li­me wur­den an­fangs als Gäs­te be­grüßt, so His­to­ri­ker. Am An­fang gab es we­nig oder kei­ne Pro­ble­me. Pro­ble­me wie Re­bel­li­on ka­men spä­ter, doch es wur­de ei­ne Ei­ni­gung er­zielt und sie ha­ben an­fang der 60er Jah­re ab­ge­rüs­tet. Ob­wohl es zwi­schen den bei­den Ge­mein­schaf­ten zu klei­ne­ren Kon­flik­ten kam, gab es nichts Erns­tes bis vor et­wa 5 Jah­ren, als Mus­li­me sich in gro­ßer Zahl ver­sam­mel­ten und durch die Stra­ßen lie­fen und die Min­der­heits­ein­hei­mi­schen in ih­rem Ge­biet tö­te­ten. Des­halb be­gan­nen die bur­me­si­schen Bud­dhis­ten mit dem Ge­gen­an­griff auf die Mus­li­me, die ih­re Brü­der und Schwes­tern in Rohingya-​Land tö­te­ten. Das un­ten­ste­hen­de Vi­deo ist selbst­er­klä­rend und zeigt, wie sich Mus­li­me zu Hun­der­ten ver­sam­melt ha­ben, um Minderheits-​Buddhisten im Bun­des­staat Rak­hi­ne anzugreifen.

Da­her ist es von ent­schei­den­der Be­deu­tung, dass man ver­ste­het, dass nicht Bud­dhis­ten Mus­li­me tö­ten, son­dern die Ein­hei­mi­schen re­agie­ren auf die Re­bel­len, die im Bun­des­staat Rak­hi­ne prak­tisch auf ei­ner Völkermord-​Mission sind. Wenn es die Schuld der Bud­dhis­ten wä­re, dann wür­den sie wahr­schein­lich auch Chris­ten an­grei­fen. Zu­min­dest gä­be es ir­gend­ei­ne Form der Dis­kri­mi­nie­rung von Chris­ten, der zweit­größ­ten Re­li­gi­ons­ge­mein­schaft in Bur­ma, die es aber nie ge­ge­ben hat.

Es muss auch dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, dass nie­mand die Un­ru­hen mit Re­li­gi­ons­krieg in Ver­bin­dung brin­gen soll­te. Es ist ein po­li­ti­scher Krieg, in dem Ein­ge­bo­re­ne ver­su­chen, ihr Le­ben vor Re­bel­len zu schüt­zen, die ei­ner ein­ge­wan­der­ten Ge­mein­schaft an­ge­hö­ren. Die nicht nur ver­su­chen, sich mit ver­stö­ren­der Ge­schwin­dig­keit fort­zu­pflan­zen, son­dern auch mit di­rek­ten und in­di­rek­ten Mit­teln ver­su­chen, Ein­ge­bo­re­ne ge­walt­sam zu ih­rem Glau­ben zu be­keh­ren. Um es noch schlim­mer zu ma­chen, för­dern sie Ehen zwi­schen Rohingya-​Männern und Bud­dhis­ten, ha­ben aber Rohingya-​Frauen ver­bo­ten, Bud­dhis­ten zu hei­ra­ten. Es ist ein Auf­ruhr, den die Rohin­gyas be­gon­nen ha­ben, in­dem sie Bud­dhis­ten an­grif­fen und um­ge­kehrt, wie es of­fen­sicht­lich über­all sonst in der Welt zu­trifft. Es sind Rohin­gyas, die Men­schen tö­ten, wäh­rend sie Al­la­hu Ak­bar schrei­en und kein ein­zi­ger Bud­dhist, weil Bud­dhis­ten das Tö­ten nach ih­rer Leh­re nie­mals recht­fer­ti­gen kön­nen. Doch ihr Über­le­ben ist zu ei­ner Prio­ri­tät ge­wor­den, die sie zwingt, sich zu wehren.

Bud­dhis­ten in Bur­ma ha­ben zu­ge­se­hen, wie Rohin­gyas über ein hal­bes Jahr­hun­dert lang oh­ne er­sicht­li­chen Grund Ran­da­le mach­ten, ab­ge­se­hen von ih­rem Wunsch, in Bur­ma ei­ne ei­ge­ne Is­lam­re­gi­on zu schaf­fen mit den Gel­dern, die von ex­tre­mis­ti­schen Or­ga­ni­sa­tio­nen und aus dem Na­hen Os­ten kom­men, zu­sätz­lich zu der Un­ter­stüt­zung, die sie vom be­nach­bar­ten Pa­ki­stan und Ban­gla­desch ha­ben. Es ist ihr letz­ter Aus­weg, für den sie sich ent­schie­den ha­ben, um mit dem of­fen­sicht­li­chen Pro­blem um­zu­ge­hen, das vor ih­nen liegt. Es stell­te sich ein­fach den Bud­dhis­ten die Fra­ge, ob sie be­reit wa­ren, in den Hän­den der mus­li­mi­schen Se­pa­ra­tis­ten zu ster­ben oder ob sie ver­su­chen wür­den, dank en­er­gi­schem Wi­der­stand zu über­le­ben.

6 Kommentare

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  1. schwarzer

    das sel­be spiel wie im ko­so­vo und bald bei uns.….

    1. Elisabeth

      Und im­mer sind in der Be­richt­erstat­tung durch Zei­tun­gen und Fern­se­hen die Mos­lems die „Gu­ten”. Da fragt man sich schon all­mäh­lich „Was geht hier ei­gent­lich vor?”

      1. Marion

        Ge­nau das den­ke ich mir auch im­mer­zu. Auf der gan­zen Welt ist ein Hype um Mos­lems. Warum?

  2. Juli

    Mos­lems sind nicht in­te­grier­bar, son­dern sie wol­len be­herr­schen und da­für ist Ih­nen je­des Mit­tel recht. Sie ge­hen im­mer nach dem sel­ben Mus­ter vor. Wenn Sie die Mehr­heit er­reicht ha­ben, tö­ten sie Un­gläu­bi­ge um die Ober­hand zu ge­win­nen. Und das wird uns auch mal so er­ge­hen in Eu­ro­pa, wenn wir nicht aufpassen.

  3. Günter Schneider

    es ist über­all das Gleiche.….erst fal­len sie in ein Land ein, wenn ihr Be­völ­ke­rungs­an­teil 3 – 4% über­steigt, wer­den sie re­ni­tent, ver­su­chen das Land zu un­ter­wer­fen, im Na­men Al­lahs.… der Is­lam ist ei­ne Pest…eine Seu­che. einKrebsgeschwür.

  4. Justin

    In die­ser Welt ster­ben gan­ze zeit Mus­li­me und dann sind die noch schuld da­für. Ihr habt sie nicht mehr al­le. die Ver­ge­wal­ti­gen die Frau­en schlach­ten klei­ne Kin­der ab und ihr sagt ja die Mus­li­men brin­gen al­le um. Wenn ich mir das so an­se­he was mit den Mus­li­men pas­siert auf die­ser Welt dann den­ke ich mir was wol­len die al­le von den Mus­li­men was ha­ben die ge­tan ? oder möch­te man von ei­ner Wahr­heit flie­hen. Al­le Län­der schau­en nur zu wenn in Frank­reich was klei­nes ge­schieht über­all schwei­ge Mi­nu­te aber die Mus­li­men wer­den nur aus­ge­löscht al­so ich ha­be angst von den Gott den ich bin mir si­cher nach al­len leid kommt frie­den und ich bin mir si­cher das die Mus­li­men sie­gen wer­den denn der Gott sieht al­les was auf die­ser Welt geschieht.

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