Wer die heutige Pressekonferenz und den unorthodoxen Abgang von Frauke Petry gesehen hat, dürfte im ersten Moment ebenso überrumpelt und ratlos geschaut haben wie ihre sprichwörtlich zurückgelassenen Parteikollegen. „Das war nicht hilfreich“, könnte einer der Gedanken gewesen sein, die sich dem einen oder anderen dabei spontan aufdrängten. Mir ging es so. Was um aller Welt hat sie da geritten?
Skandinavien: Verschiebung in der Immigrationsdebatte
Bruce Bawer, 19.9.2017, Gatestone Institute
- Bis vor kurzem wurde die Vorstellung, dass einige europäische Nachbarschaften „No-Go“ -Zonen seien, von Politikern und Kommentatoren auf beiden Seiten des Atlantiks vehement als Mythos, Lüge, bösartige Verleumdung der Rechten abgetan. Doch selbst während schwedische Beamte die Existenz solcher Zonen im eigenen Land leugneten, kartografierten sie sie heimlich und überwachten die Befreiungsbemühungen der Polizei.
- Die Schwedendemokraten sind auf dem Vormarsch, weil die Wähler endlich das Ausmaß und die Bedeutung des Schadens begreifen, den ihre Eliten ihrem Land zugefügt haben – und die Eliten, sowohl in den Medien als auch in der Regierung, bringen sich auf Linie, um an der Macht zu bleiben.
- In gewisser Weise mögen sich die Winde in Skandinavien drehen, aber es scheint nicht so, als ob Stanghelle und seine Leute im Begriff sind, die ganze Wahrheit über den Islam auszusprechen oder sich für ihre unentschuldbaren Übergriffe gegen diejenigen, die es getan haben, zu entschuldigen.
Ist die 13 eine AfD-Glückszahl?
13 Landesparlamente und 13 Prozent im Bundestag [1], das scheint ein gutes Omen zu sein. Die Zahlen sind um diese Zeit noch nicht in Stein gemeißelt, werden sich aber vermutlich nicht mehr dramatisch ändern. Leute, das ist eine erstklassige Ansage! „Einfach so“ aus dem Stand die solide drittstärkste Kraft zu werden, das muss man erst mal hinbekommen. Meinen herzlichen Glückwunsch dazu!
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
Wie Antisemitismus und Anti-Israelismus überlappen und verflochten sind
Manfred Gerstenfeld, 29.5.2017, Kapitel 1 seines Buches „The War of a Million Cuts – The Struggle Against the Delegitimization of Israel and the Jews, and the Growth of New Anti-Semitism“
mit freundlicher Genehmigung des Autors, aus dem Englischen von Martin Christen
Wenn man über Antisemitismus diskutiert, muss man erst einmal definieren, was ihn charakterisiert. Eine häufig verwendete und klassische Definition ist: „Feindseligkeit gegenüber oder Diskriminierung von Juden als religiöse, ethnische oder soziale Gruppe.“ [1]
Diese Definition war für die beiden klassischen Formen des Antisemitismus geeignet, die religiöse und national-ethnische Varianten. Allerdings passt sie nicht zur neueren, postmodernen Form desselben Hasses, Anti-Israelismus. Mehrere Autoren haben dies vor allem seit Beginn des 21. Jahrhunderts erkannt, da der Antisemitismus in Europa mit einer Intensität ausgebrochen ist, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr zu beobachten war. Diese Autoren haben versucht, den Antisemitismus neu zu definieren und die antiisraelische Kategorie aufzunehmen.
Es geht um mein Existenzrecht
Spürt ihr das, Freunde? Vorfreude liegt in der Luft an diesem milden Samstag-Vorabend der Schicksalswahl. Morgen können wir alle was Schönes in die Urne werfen und — mit etwas Glück — den ersten größeren Meilenstein Richtung 2021 eintüten. Wir holen uns unser Land zurück. Stück für Stück für Stück, genau so, wie sie es uns weggenommen haben. Aber, damit dieser Abend nicht zu entspannt wird, hat sich wohl die ZEIT gedacht, sie scheißt mir einfach noch mal kurzfristig auf den Teppich. Mit einem schönen Artikel namens „Es geht um mein Existenzrecht“. [1] Gut. Um meins auch. Reden wir mal drüber…
Iranischer Armeechef: Wir werden Tel Aviv und Haifa zu Staub verwandeln
Am Vorabend des Treffens von Premierminister Netanyahu mit US-Präsident Donald Trump droht Teheran, Israel „in Blitzesschnelle“ zu zerstören.
Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden marschieren auf einer Parade zum Gedenken an den Jahrestag des Iran-Iraq-Kriegs (1980-88), am 22.9.2011 in Teheran (Foto: REUTERS)
Turnen: Kopfstand mit Frank-Walter.
„Steinmeier beklagt Einschüchterung und Aggression im Wahlkampf“, titelt die Süddeutsche. [1] Irre, denke ich mir so, ich hatte mich schon gefragt, was aus dem Mann geworden ist, ob er noch lebt und überhaupt. Offenbar hat er aber seine wohltuende Abwesenheit genutzt, um mal intensiv über die Zustände in diesem Land nachzudenken und ist dabei zu (für seine Verhältnisse) überraschenden Erkenntnissen gelangt:
„Bei einer Rede im Schloss Bellevue verurteilt Bundespräsident Steinmeier Drohungen und Gewalt gegen Politiker und Journalisten. Er fordert Unzufriedene auf, stattdessen selbst das Wort zu ergreifen. Zugleich ruft er die Gesellschaft dazu auf, nach den Ursachen von Wut und Enttäuschung dieser Menschen zu suchen.“
Islamische Regeln in dänischen Schulen
Judith Bergmann, 18.9.2017, Gatestone Institute
- Die Nord-Vest Privatschule in Kopenhagen wurde von dänischen Behörden bei einem unangekündigten Besuch genauer untersucht, nachdem Unterrichtsmaterialien gefunden wurden, die den Dschihad lobten und junge Menschen zum Dschihad ermutigen. Luqman Pedersen, ein dänischer Konvertit zum Islam, gestand den Behörden ein, dass die Schule eine muslimische Parallelgesellschaft schaffen wolle.
- Zwei ehemalige Lehrerinnen der Schule Nord-Vest beschrieben, wie die Kinder an der Schule über Dänen im Sinne von „sie und wir“ redeten. In einem Poesiewettbewerb der Schule verfassten mehrere Kinder Gedichte, in denen sie den Wunsch äußerten, die Beine und Hände der „Dänischen Schweine“ zusammenzuschlagen und zu brechen.
- „Ich unterrichte Religion, aber ich durfte das Christentum nicht unterrichten. Stattdessen unterrichtete ein besuchender Imam aus dem Irak das Christentum. Ich könnte mir vorstellen, dass einige der Jungen, die ich unterrichtete, möglicherweise radikalisiert worden sind“, sagte eine Lehrerin. Die Lehrerinnen versuchten, Politiker und Behörden auf einige der Probleme, die sie beobachtet hatten, aufmerksam zu machen, aber niemand hörte zu.

Mette Frederiksen, Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Dänemarks, sagt: „Wenn man ein Kind in Dänemark ist, ist es unglaublich wichtig, dass man in der dänischen Kultur und im dänischen Alltagsleben aufwächst… eine unabhängige Schule, die auf dem Islam basiert, ist nicht Teil der Mehrheitskultur in Dänemark…. Ich mag auch nicht die fehlende Gleichheit in den Schulen und diese hasserfüllten Worte gegen unsere jüdischen Minderheiten.“ (Bildquelle: News Oresund/Flickr)
Wie man zu dem wird, was man eigentlich bekämpfen wollte.
Die Überschrift ist, gebe ich zu, nicht perfekt gewählt. Das Wie ist gar nicht die spannende Frage und leicht erklärt: Menschen sind eben so. Erlangen sie (politische) Macht, werden sie ihr um ihrer selbst willen verfallen und sie um jeden Preis behalten wollen. Macht korrumpiert, das ist keine neue Erkenntnis. Nur, was lernen wir daraus? Lernen wir überhaupt etwas daraus? Scheinbar nicht.
Die mit der Macht einhergehende, relative Konsequenzlosigkeit des eigenen Handels ist geeignet, mühelos tausende Jahre von Kultur und Zivilisation innerhalb kürzester Zeit auszulöschen. Und was auch immer die hehren Ziele gewesen sein mögen, die Motivation und Legitimation zur Eroberung dieser Macht waren — sie werden ihr als leere Floskeln dienstbar untergeordnet. Ein abschreckendes, zugleich aktuelles wie zeitloses Beispiel:



