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In ih­ren ei­ge­nen Wor­ten: Ei­ne er­fun­de­ne pa­läs­ti­nen­si­sche Na­ti­on

Und die Welt kauft ih­nen ih­re rie­si­ge Lü­ge ab.

Zi­va Dahl, 5.5.2016, Ame­ri­can Spec­ta­tor

Mahmoud Ab­bas (World Eco­no­mic Fo­rum /​ flickr-​Creative Com­mons)

Der Vor­sit­zen­de der pa­läs­ti­nen­si­schen Au­to­no­mie­be­hör­de (PA), Mahmoud Ab­bas, will die­ses Jahr da­mit be­gin­nen, Päs­se aus­zu­stel­len für den „Staat Pa­läs­ti­na”. Die er­fun­den „Pa­läs­ti­nen­ser” ha­ben jetzt ein er­fun­de­nes Volk und ei­nen er­fun­de­nen Staat, hän­gen ei­ne er­fun­de­ne Flag­ge auf und tra­gen Päs­se, die die Fin­te be­stä­ti­gen.

Um die Fik­ti­on ei­ner ein­zig­ar­ti­gen pa­läs­ti­nen­si­schen in­di­ge­nen Be­völ­ke­rung zu för­dern, ver­folgt Ab­bas ei­ne ein­fa­che Stra­te­gie, die von Jas­sir Ara­fat be­gon­nen wur­de. Oh­ne Be­rück­sich­ti­gung bi­bli­scher, ar­chäo­lo­gi­scher und an­de­rer gut be­grün­de­ter Tat­sa­chen ha­ben die Ara­ber die Ver­gan­gen­heit neu ge­schrie­ben, um die 3000 Jah­re al­te Ver­bin­dung von Ju­den zum Land Is­ra­el zu leug­nen und die­se durch ein fa­bri­zier­tes „pa­läs­ti­nen­si­sches” Nar­ra­tiv zu ver­drän­gen. Sie ha­ben die Nazi-​Lektion gut ge­lernt – wenn Sie gros­se Lü­gen er­zäh­len und sie oft ge­nug wie­der­ho­len, dann glau­ben Ih­nen die Men­schen am En­de. Sie steh­len den Ju­den ih­re Ge­schich­te und er­ben dann ih­re Hei­mat.

Zur För­de­rung ih­res Ziels, Is­ra­el zu be­sei­ti­gen, por­trä­tiert die PA die mo­der­ne Is­rae­lis als Men­schen, de­nen jeg­li­che Ver­bin­dung zu den al­ten He­brä­ern fehlt.

„Zio­nis­mus ist die Er­fin­dung von Räu­bern, die Pa­läs­ti­na von sei­nen Be­woh­nern ge­stoh­len ha­ben … de­ren Lü­gen von kei­ner­lei ar­chäo­lo­gi­schen Über­res­ten ge­stützt wer­den … Is­ra­el hat kein Recht zu exis­tie­ren … Die Ge­schich­ten von jü­di­schen Pro­phe­ten sind ei­ne kran­ke Er­fin­dung”, be­rich­te­te die PA-​Zeitung Al-​Hayat Al-​Jadida, vor kur­zem. In die­ser amt­li­chen Zei­tung der PA be­merk­te der Ko­lum­nist Omar Hil­mi Al-​Ghoul: „Re­li­giö­se, his­to­ri­sche und so­gar bi­bli­sche Fak­ten leug­nen je­de Ver­bin­dung zwi­schen den Ju­den und Je­ru­sa­lem” oder dem „his­to­ri­schen Pa­läs­ti­na.” Fatah-​Kommissar Na­bil Shaath sag­te im Ja­nu­ar, Is­ra­el sei „ein ko­lo­nia­lis­ti­sches Pro­jekt auf un­se­rem Land.”

Die weit­hin ak­zep­tier­te jü­di­sche Ver­bin­dung nach Pa­läs­ti­na wird vom Al­ten und Neu­en Tes­ta­ment, dem Ko­ran, aka­de­mi­schen Ge­lehr­ten, ar­chäo­lo­gi­schen Be­wei­sen, his­to­ri­schen Auf­zeich­nun­gen und ge­ne­ti­scher Ah­nen­for­schung un­ter­mau­ert. Ju­den ha­ben ei­ne aus­ge­präg­te al­te Spra­che, Kul­tur und Re­li­gi­on, die auf dem Ge­biet un­trenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Es gab im­mer Ju­den in Je­ru­sa­lem, ei­nem Ort, der in der Bi­bel mehr als 400-​mal er­wähnt wird. Der Ko­ran ent­hält kei­nen Hin­weis we­der auf „Pa­läs­ti­nen­ser” noch auf Je­ru­sa­lem.

Das fa­bri­zier­te „pa­läs­ti­nen­si­sche” Nar­ra­tiv be­haup­tet ka­naa­ni­ti­sche Her­kunft. Es gibt we­der ge­nea­lo­gi­sche noch ge­ne­ti­sche Be­wei­se, die Ara­ber mit die­sen Völ­kern ver­bin­den, die vor 2800 Jah­re zu exis­tie­ren auf­ge­hört ha­ben.

Es gibt kei­ne al­ten pa­läs­ti­nen­si­schen ar­chäo­lo­gi­schen Stät­ten, Denk­mä­ler, Li­te­ra­tur, Hel­den oder Mün­zen und kei­ne pa­läs­ti­nen­si­sche Spra­che. Die meis­ten der frisch­ge­ba­cke­nen „Pa­läs­ti­nen­ser” stam­men von Ara­bern ab, die im frü­hen 20. Jahr­hun­dert aus wirt­schaft­li­chen Grün­den in die Re­gi­on ein­ge­wan­dert sind. Ih­re eth­ni­sche Zu­ge­hö­rig­keit tei­len Sie mit ih­ren Her­kunfts­län­dern: Ägyp­ten, Sy­ri­en, Jor­da­ni­en, Li­ba­non und Sau­di­ara­bi­en. Wie der Hamas-​Minister Fa­thi Ham­mad vor kur­zem zu­gab: „Brü­der, die Hälf­te der Pa­läs­ti­nen­ser sind Ägyp­ter und die an­de­re Hälf­te sind Sau­dis.”

Im Ja­nu­ar er­klär­te die Di­rek­to­rin des islamisch-​christlichen Ra­tes, Han­na Is­sa, dass Je­sus „der ers­te pa­läs­ti­nen­si­sche Mär­ty­rer ist” und der PA-​Vorsitzende Ab­bas nann­te im Jahr 2014 Je­sus „ei­nen pa­läs­ti­nen­si­schen Bo­ten der Lie­be.” In die­sem ab­sur­den Mär­chen war Je­sus ein Pa­läs­ti­nen­ser, der den Is­lam 550 Jah­re vor der Ge­burt Mo­ham­meds pre­dig­te, und nicht als Ju­de, der im al­ten Ju­däa pre­dig­te.

Pa­läs­ti­na war ein Be­griff, der vom Völ­ker­bund für ei­nen Teil des Os­ma­ni­schen Rei­ches, ge­nannt Gross­sy­ri­en, ver­wen­det wor­den war. Der Völ­ker­bund eta­blier­te das bri­ti­sche Man­dat für Pa­läs­ti­na un­ter Ver­wen­dung ei­ner Va­ri­an­te des Na­mens des Rö­mi­schen Reichs für Ju­däa – Sy­ria Pa­la­e­s­ti­na. Von 1922 bis zur Grün­dung des Staa­tes Is­ra­el im Jah­re 1948 wur­de der Be­griff „Pa­läs­ti­nen­ser” be­nutzt, um Ju­den, die in die­ser Re­gi­on leb­ten, zu be­schrei­ben.

Zwi­schen 1948 und 1967, als die „West­bank”, Ga­za und Je­ru­sa­lem un­ter jor­da­ni­scher und ägyp­ti­scher Kon­trol­le wa­ren, gab es we­der ei­nen Ver­such, ein „pa­läs­ti­nen­si­sches” Volk, noch ei­nen „pa­läs­ti­nen­si­schen” Staat zu schaf­fen. Ara­bi­sche Füh­rer re­de­ten von den Pa­läs­ti­nen­sern als „Flücht­lin­ge”, und Ara­ber der Re­gi­on nann­ten sich „Ara­ber in Pa­läs­ti­na.” Die UNO-​Resolution 242, ent­stan­den am En­de des Krie­ges von 1967, er­wähnt kei­ne „Pa­läs­ti­nen­ser.” Erst nach dem Krieg von 1967, so­bald Is­ra­el die­se Ge­bie­te kon­trol­lier­te, hat die Pa­läs­ti­nen­si­sche Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on (PLO) die Idee ei­ner pa­läs­ti­nen­si­schen na­tio­na­len Iden­ti­tät ge­för­dert.

Im Jahr 1977 ar­ti­ku­lier­te Zu­heir Moh­sen, PLO Exe­ku­tiv­rats­mit­glied, die Zie­le der neu­en „Volkstum”-Strategie und sag­te: „Das pa­läs­ti­nen­si­sche Volk exis­tiert nicht … Die Schaf­fung ei­nes pa­läs­ti­nen­si­schen Staa­tes ist nur ein Mit­tel, un­se­ren Kampf ge­gen den Staat Is­ra­el wei­ter­zu­füh­ren .… Es ist nur aus po­li­ti­schen und tak­ti­schen Grün­den, dass wir heu­te über … die Exis­tenz ei­nes aus­ge­präg­ten „pa­läs­ti­nen­si­schen Vol­kes” re­den um den Zio­nis­mus zu be­kämp­fen.”

War­um hat die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft sich so für das fal­sche Nar­ra­tiv der so ge­nann­ten Pa­läs­ti­nen­ser auf Kos­ten der Ju­den be­geis­tert? Das „pa­läs­ti­nen­si­sche Volk” ist zum Aus­hän­ge­schild von Op­fer­tum ge­wor­den, je­der mo­ra­li­schen Ver­ant­wor­tung für ih­re Ent­schei­dun­gen oder Ver­hal­tens­wei­sen ent­bun­den. Die Welt igno­riert ihr ul­ti­ma­ti­ves Ziel – die Zer­stö­rung „der zio­nis­ti­schen En­ti­tät.” Des Wes­tens Schuld über sei­ne ko­lo­nia­le Ver­gan­gen­heit und sein En­ga­ge­ment für Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus, ge­paart mit dem so­wje­ti­schen Stil des An­ti­se­mi­tis­mus, der den Zio­nis­mus als Ras­sis­mus dar­stellt, Is­ra­el als Ter­ror­re­gime mit Nazi-​ähnlicher Un­ter­drü­ckung und Ju­den als die ur­alten Bö­se­wich­te, ha­ben da­zu ge­führt, dass Is­ra­el als neo-​kolonialistisches Pro­jekt stig­ma­ti­siert und nicht als na­tio­na­le Heim­stät­te des jü­di­schen Vol­kes re­spek­tiert wird.

Er­in­nern Sie sich an ei­ne an­de­re Zeit, als ein in­ne­rer Wunsch, ei­ne Grup­pe von Men­schen zu eli­mi­ne­ren, von der Welt er­mög­licht wur­de? Klingt das für Sie ver­traut?

2 Pings

  1. Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

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