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20 Ab­len­kungs­tak­ti­ken von hoch ma­ni­pu­la­ti­ven Nar­ziss­ten, So­zio­pa­then und Psy­cho­pa­then, um Dich zum Schwei­gen zu brin­gen

An­mer­kung des Ad­mins: Die­ser Ar­ti­kel ist zwar nicht po­li­tisch, aber für mich trotz­dem psy­cho­lo­gisch hoch in­ter­es­sant. Des­halb brin­ge ich ihn hier.


Shahi­da Ara­bi, 20.6.2016, thoughtcatalog.com

To­xi­sche Men­schen wie bös­ar­ti­ge Nar­ziss­ten, Psy­cho­pa­then und sol­che mit aso­zia­len Zü­gen grei­fen zu mal­ad­ap­ti­vem Ver­hal­ten in Be­zie­hun­gen, die letzt­lich ih­re in­ti­men Part­ner, Fa­mi­li­en­mit­glie­der und Freun­de aus­beu­ten, er­nied­ri­gen und ver­let­zen. Sie ver­wen­den ei­ne Viel­zahl von Ab­len­kungs­tak­ti­ken, die die Rea­li­tät ih­rer Op­fer ver­zer­ren und von ih­rer Ver­ant­wor­tung ab­len­ken. Ob­wohl auch Nicht-​Narzissten die­se Tak­ti­ken ein­set­zen kön­nen, be­nut­zen sie die miss­bräuch­li­chen Nar­ziss­ten in über­mä­ßi­gen Aus­maß in dem Be­mü­hen, der Ver­ant­wor­tung für ih­re Hand­lun­gen zu ent­kom­men.

Hier sind die 20 Ab­len­kungs­tak­ti­ken to­xi­scher Men­schen, um Dich zum Schwei­gen zu brin­gen und Dich ab­zu­wer­ten.

1. Gas­lighting – Rea­li­tät ver­leug­nen

Rea­li­täts­ver­leug­nung ist ei­ne ma­ni­pu­la­ti­ve Tak­tik, die in ver­schie­de­nen Va­ria­tio­nen von drei Phra­sen be­schrie­ben wer­den kann: „Das ist nicht pas­siert”, „Das hast Du Dir nur ein­ge­bil­det” und „Bist du ver­rückt?” Rea­li­täts­ver­leug­nung ist viel­leicht ei­ne der heim­tü­ckischs­ten ma­ni­pu­la­ti­ven Tak­ti­ken da drau­ßen, weil sie so funk­tio­niert, dass sie Dei­nen Sinn für die Rea­li­tät ver­zerrt und un­ter­gräbt; sie frisst Dei­ne Fä­hig­keit, Dir selbst zu ver­trau­en und ver­hin­dert zwangs­läu­fig, dich da­zu be­rech­tigt zu füh­len, ge­gen Miss­brauch und Miss­hand­lung zu pro­tes­tie­ren.

Wenn ein Nar­zisst, So­zio­path oder Psy­cho­path Dei­ne Re­ai­tät ver­leug­net, dann neigst Du viel­leicht selbst da­zu, sie zu ver­leug­nen, als ei­ne Mög­lich­keit, die ko­gni­ti­ve Dis­so­nanz in Ein­klang zu brin­gen, die sonst ent­ste­hen könn­te. Zwei wi­der­sprüch­li­che Über­zeu­gun­gen be­kämp­fen sich: Hat die­se Per­son recht oder kann ich dem ver­trau­en, was ich er­lebt ha­be? Ei­ne ma­ni­pu­la­ti­ve Per­son wird Dich über­zeu­gen, dass das ers­te­re ei­ne un­ver­meid­li­che Wahr­heit ist, wäh­rend letz­te­res ein Zei­chen ei­ner Funk­ti­ons­stö­rung auf Dei­ner Sei­te.

Um Rea­li­täts­ver­leug­nern zu wi­der­ste­hen, ist es wich­tig, sich in der ei­ge­nen Rea­li­tät zu er­den – manch­mal Din­ge zu no­tie­ren, wäh­rend sie ge­sche­hen, sie ei­nem Freund zu er­zäh­len oder Dei­ne Er­fah­rung ei­nem Support-​Netzwerk nach­zu­er­zäh­len kann hel­fen, dem Ver­leug­nungs­ef­fekt ent­ge­gen­zu­wir­ken. Die Macht, ei­ne be­stä­ti­gen­de Ge­mein­schaft zu ha­ben, be­steht dar­in, dass sie Dich von der ver­zerr­ten Rea­li­tät ei­ner bös­ar­ti­gen Per­son weg und Dich zu dei­ner ei­ge­nen in­ne­ren Füh­rung zu­rück­lei­ten kann.

2. Pro­jek­ti­on

Ein si­che­res Zei­chen von To­xi­zi­tät ist, wenn ei­ne Per­son chro­nisch nicht be­reit ist, sei­ne oder ih­re ei­ge­nen Un­zu­läng­lich­kei­ten zu se­hen und al­les in ih­rer Macht Ste­hen­de tut, um zu ver­mei­den, zur Re­chen­schaft ge­zo­gen zu wer­den. Dies wird als Pro­jek­ti­on be­zeich­net. Pro­jek­ti­on ist ein Ab­wehr­me­cha­nis­mus, der da­für be­nutzt wird, Ver­ant­wor­tung und ne­ga­ti­ves Ver­hal­ten und Ei­gen­schaf­ten zu ver­drän­gen, in­dem sie je­mand an­de­rem zu­ge­schrie­ben wer­den. Sie han­delt letzt­lich als Ab­wehr, die Ei­gen­ver­ant­wor­tung und Re­chen­schafts­pflicht ver­mei­det.

Wäh­rend wir al­le in ge­wis­sem Ma­ße uns in Pro­jek­ti­on en­ga­gie­ren, sind die Pro­jek­tio­nen ei­nes Nar­ziss­ten ge­mäss dem kli­ni­schen Ex­per­ten für nar­ziss­ti­sche Per­sön­lich­keit Dr. Martinez-​Lewi, oft psy­cho­lo­gi­scher Miss­brauch. An­statt ih­re ei­ge­nen Feh­ler, Män­gel und Ver­feh­lun­gen an­zu­er­ken­nen, ent­schei­den sich bös­ar­ti­ge Nar­ziss­ten und So­zio­pa­then da­zu, ih­re ei­ge­nen Zü­ge auf ih­re ah­nungs­lo­sen Ver­däch­ti­gen auf ei­ne Art und Wei­se zu ent­lee­ren, die schmerz­haft und über­mä­ßig grau­sam ist. Statt zu­zu­ge­ben, dass Selbst­ver­bes­se­rung an­ge­zeigt sein könn­te, zie­hen sie es vor, dass ih­re Op­fer die Ver­ant­wor­tung für ihr Ver­hal­ten über­neh­men und sich über sich selbst schä­men. Dies ist ei­ne Mög­lich­keit für ei­nen Nar­ziss­ten, sei­ne ei­ge­ne to­xi­sche Scham auf an­de­re zu pro­ji­zie­ren.

Zum Bei­spiel kann ei­ne Per­son, die sich in pa­tho­lo­gi­schen Lü­gen er­geht, kann ih­rem Part­ner flun­kern vor­wer­fen; ein be­dürf­ti­ger Ehe­part­ner könn­te ih­ren Mann als „klam­mernd” be­zeich­nen in ei­nem Ver­such, ihn als den­je­ni­gen dar­zu­stel­len, der ab­hän­gig ist; ein un­höf­li­cher Mit­ar­bei­ter könn­te sei­nen Chef in­ef­fek­tiv nen­nen in dem Be­mü­hen, der Wahr­heit über sei­ne ei­ge­ne Pro­duk­ti­vi­tät zu ent­kom­men.

Nar­zis­sis­ti­sche Miss­brau­cher lie­ben das Schwarz­pe­ter­spiel. Ziel des Spiels: Sie ge­win­nen, Du ver­lierst, und Du oder die Welt im All­ge­mei­nen wird für al­les ver­ant­wort­lich ge­macht, das mit ih­nen nicht stimmt. Auf die­se Wei­se darfst Du ihr fra­gi­les Ego ba­by­sit­ten, wäh­rend Du in ein Meer von Selbst­zwei­feln ge­sto­ßen wirst. Spa­ßig, nicht wahr?

Lö­sung? „Pro­ji­zie­re” nicht Dei­nen ei­ge­nen Sinn für Mit­leid oder Em­pa­thie auf ei­ne to­xi­sche Per­son und mach Dir auch kei­ne der Pro­jek­tio­nen der to­xi­schen Per­son zu ei­gen. Wie der Ma­ni­pu­la­ti­ons­ex­per­te und Au­tor Dr. Ge­or­ge Si­mon (2010) in sei­nem Buch im Schafs­pelz schreibt, hat die Pro­jek­ti­on un­se­res ei­ge­nen Ge­wis­sens und Wer­te­sys­tems auf an­de­re das Po­ten­zi­al, auf wei­te­re Aus­beu­tung zu tref­fen.

Nar­ziss­ten am äu­ßers­ten En­de des Spek­trums ha­ben in der Re­gel kein In­ter­es­se an Selbst­ein­sicht oder dar­an, sich zu än­dern. Es ist wich­tig, Be­zie­hun­gen zu be­en­den und Wech­sel­wir­kun­gen mit to­xi­schen Men­schen so schnell wie mög­lich zu durch­schnei­den, da­mit Du Dich in Dei­ner ei­ge­nen Rea­li­tät zen­trie­ren und Dei­ne ei­ge­ne Iden­ti­tät be­stä­ti­gen kannst. Du musst nicht in der Senk­gru­be von je­mand an­de­res Dys­funk­ti­on le­ben.

3. Un­sin­ni­ge Ge­sprä­che aus der Höl­le

Wenn Du denkst, ei­ne ge­dan­ken­vol­le Dis­kus­si­on mit je­man­dem zu ha­ben, der to­xisch ist, dann be­rei­te dich auf epi­sche Hirn­wi­xe­rei vor, statt auf acht­sa­me Kon­ver­sa­ti­on.

Bös­ar­ti­ge Nar­ziss­ten und So­zio­pa­then be­nut­zen Wort­sa­lat, Re­den im Kreis, ad ho­mi­nem Ar­gu­men­te, Pro­jek­ti­on und Ne­bel­wer­fe­rei, um Dich zu des­ori­en­tie­ren und Dich aus der Bahn zu brin­gen, falls Du je nicht mit ih­nen ein­ver­stan­den sein soll­test oder sie in ir­gend­ei­ner Wei­se in Fra­ge stellst. Sie tun dies, um Dich zu dis­kre­di­tie­ren, zu ver­wir­ren und zu frus­trie­ren, Dich vom Haupt­pro­blem ab­zu­len­ken und Dich schul­dig füh­len zu ma­chen da­für, ein Mensch mit tat­säch­li­chen Ge­dan­ken und Ge­füh­le zu sein, die von ih­ren ei­ge­nen ab­wei­chen. In ih­ren Au­gen bist Du das Pro­blem, wenn Du über­haupt exis­tierst.

Ver­brin­ge bloß zehn Mi­nu­ten da­mit, mit ei­nem to­xi­schen Nar­ziss­ten zu strei­ten, und Du wirst Dich da­bei er­wi­schen, wie Du Dich dar­über wun­derst, wie der Streit über­haupt an­ge­fan­gen hat. Du hast ein­fach nicht mit sei­ner ab­sur­den Be­haup­tung über­ein­ge­stimmt, dass der Him­mel rot ist, und jetzt sind Dei­ne gan­ze Kind­heit, Fa­mi­lie, Freun­de, Kar­rie­re und Lifestyle-​Entscheidungen un­ter Be­schuss ge­kom­men. Das liegt dar­an, dass Dein Wi­der­spruch an sei­nem fal­schen Glau­ben kratz­te, dass er all­mäch­tig und all­wis­send ist, was zu ei­ner nar­ziss­ti­schen Ver­let­zung führ­te.

Ver­giss nicht: to­xi­sche Men­schen strei­ten nicht mit Dir, sie ar­gu­men­tie­ren im We­sent­li­chen mit sich selbst und Du wirst ein­ge­weiht in ih­re lan­gen, er­mü­den­den Mo­no­lo­ge. Sie ge­dei­hen im Dra­ma und le­ben da­für. Je­des Mal, wenn Du ver­suchst, ein Ar­gu­ment ab­zu­lie­fern, das ih­re lä­cher­li­chen Be­haup­tun­gen be­geg­net, gibst Du ih­nen Nach­schub. Fül­le nicht den Vor­rat der Nar­ziss­ten auf – gib Dir viel­mehr selbst die Be­stä­ti­gung, dass ihr miss­bräuch­li­ches Ver­hal­ten das Pro­blem ist, nicht Du. Schnei­de die In­ter­ak­ti­on ab, so­bald sie vor­aus­seh­bar es­ka­liert, und nut­ze Dei­ne En­er­gie statt­des­sen für et­was de­ka­den­te Selbst­für­sor­ge.

4. Pau­scha­le Aus­sa­gen und Ver­all­ge­mei­ne­run­gen

Bös­ar­ti­ge Nar­ziss­ten sind nicht im­mer in­tel­lek­tu­el­le Vor­den­ker – vie­le von ih­nen sind in­tel­lek­tu­ell faul. An­statt sich die Zeit zu neh­men, sorg­fäl­tig auch an­de­re Per­spek­ti­ve zu be­trach­ten, ver­all­ge­mei­nern sie al­les und je­des, was Du sagst, in­dem sie pau­scha­le Aus­sa­gen ma­chen, die die Nu­an­cen in Ih­rem Ar­gu­ment nicht an­er­ken­nen oder die ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven, de­nen Du Re­ve­renz er­wie­sen hast, be­rück­sich­ti­gen. Noch bes­ser wä­re es, war­um auch nicht, Dir ein Eti­kett an­zu­hän­gen, das Dei­ne Per­spek­ti­ve ins­ge­samt ent­lässt?

In grö­ße­ren Maß­stab ent­kräf­ten Ver­all­ge­mei­ne­run­gen und pau­scha­le Aus­sa­gen Er­fah­run­gen, die nicht zu den nicht an­er­kann­ten An­nah­men, Sche­ma­ta und Ste­reo­ty­pen der Ge­sell­schaft pas­sen; sie wer­den auch ver­wen­det, um den Sta­tus quo zu er­hal­ten. Die­se Form der Ab­len­kung über­treibt ei­ne Per­spek­ti­ve bis zu dem Punkt, wo ei­ne Fra­ge der so­zia­len Ge­rech­tig­keit völ­lig ver­dun­kelt wer­den kann. Zum Bei­spiel wer­den Ver­ge­wal­ti­gungs­vor­wür­fe ge­gen gern-​gemochte Fi­gu­ren oft mit der Mah­nung ver­se­hen, dass es auch fal­sche Ver­ge­wal­ti­gungs­vor­wür­fe gibt. Wäh­rend das vor­kommt, sind sie doch sel­ten, und in die­sem Fall wer­den die Hand­lun­gen des ei­nen zum Ver­hal­ten der Mehr­heit er­klärt, wäh­rend der spe­zi­fi­sche Vor­wurf selbst un­adres­siert bleibt.

Die­se all­täg­li­chen Mi­kro­ag­gres­sio­nen er­eig­nen sich auch in to­xi­schen Be­zie­hun­gen. Wenn Du ei­nen nar­ziss­ti­schen Tä­ter dar­auf auf­merk­sam machst, dass sein Ver­hal­ten zum Bei­spiel nicht ak­zep­ta­bel ist, wer­den sie oft pau­scha­le Ver­all­ge­mei­ne­run­gen über Dei­ne Über­emp­find­lich­keit ma­chen oder ei­ne Ver­all­ge­mei­ne­rung ma­chen wie: „Du bist nie zu­frie­den” oder „Du bist im­mer so emp­find­lich,” statt die wirk­li­chen Pro­ble­me an die Hand zu neh­men. Es ist mög­lich, dass Du manch­mal über­emp­find­lich bist, aber es ist auch mög­lich, dass der Tä­ter un­emp­find­lich und grau­sam ist die meis­te Zeit.

Hal­te Dich an dei­ner Wahr­heit fest und wi­der­ste­he es, Aus­sa­gen zu ver­all­ge­mei­nern, in­dem Du er­kennst, dass sie in Tat und Wahr­heit For­men von schwarzen-​weißem, un­lo­gi­schem Den­ken sind. To­xi­sche Men­schen, die pau­scha­le Aus­sa­gen schmie­den, re­prä­sen­tie­ren nicht den vol­len Reich­tum an Er­fah­rung – sie stel­len die be­grenz­te ih­rer ein­zig­ar­ti­gen Er­fah­rung und ih­res auf­ge­bläh­ten Selbst­wert­ge­fühls dar.

5. Be­wusst Dei­ne Ge­dan­ken und Ge­füh­le bis zur Ab­sur­di­tät miss­ver­ste­hen

In den Hän­den ei­nes bös­ar­ti­gen Nar­ziss­ten oder So­zio­pa­then, ver­wan­deln sich Dei­ne un­ter­schied­li­chen Mei­nun­gen, le­gi­ti­men Ge­füh­le und Er­leb­nis­se in Cha­rak­ter­feh­ler und Be­wei­se Dei­ner Ir­ra­tio­na­li­tät.

Nar­ziss­ten we­ben gros­se Ge­schich­ten, um das, was Du tat­säch­lich sagst, neu zu fas­sen, als ei­ne Art und Wei­se, um Dei­ne Mei­nung ab­surd oder ab­scheu­lich aus­se­hen zu las­sen. An­ge­nom­men, Du legst die Tat­sa­che auf den Tisch, dass Du un­glück­lich bist über die Art und Wei­se, wie ein to­xi­scher Freund mit Dir spricht. Als Re­ak­ti­on legt er oder sie Wor­te in dei­nen Mund und sagt: „Ach so, Du bist jetzt al­so per­fekt, was?” Oder „Dann bin ich al­so ein schlech­ter Mensch, nicht wahr?”, wo Du nichts an­de­res ge­tan hast, als Dei­ne Ge­füh­le aus­zu­drü­cken. Dies er­mög­licht ih­nen, Dein Recht zu ent­kräf­ten, Ge­dan­ken und Ge­füh­le über ihr un­an­ge­mes­se­nes Ver­hal­ten zu ha­ben, und flößt Dir ein Ge­fühl der Schuld ein, wenn Du ver­suchst, Gren­zen zu zie­hen.

Dies ist auch ei­ne be­lieb­te Form der Ab­len­kung und ko­gni­ti­ver Ver­zer­rung, die als „Ge­dan­ken­le­sen” be­kannt ist. To­xi­sche Men­schen ge­hen oft da­von aus, dass sie wis­sen, was Du denkst und fühlst. Sie sprin­gen chro­nisch zu Schluss­fol­ge­run­gen auf der Grund­la­ge ih­rer ei­ge­nen Trig­ger, als dass sie ei­nen Schritt zu­rück ma­chen wür­den, um die Si­tua­ti­on acht­sam zu be­wer­ten. Dem­entspre­chend han­deln sie auf der Grund­la­ge ih­rer ei­ge­nen Il­lu­sio­nen und Täu­schun­gen und ge­ben kei­ne Ent­schul­di­gun­gen ab für den Scha­den, den sie in der Fol­ge her­bei­füh­ren. No­to­risch da­für, Dir Wor­te in den Mund zu le­gen, schil­dern sie Dich als je­mand mit ei­ner Ab­sicht oder aus­ge­fal­le­nen Sicht­wei­se, die Du nicht be­sitzt. Sie wer­fen Dir vor, zu den­ken, sie sei­en to­xisch – noch be­vor Sie die Chan­ce hat­ten, sie auf ihr Ver­hal­ten hin­zu­wei­sen – und dies dient auch als ei­ne Form der prä­ven­ti­ven Ver­tei­di­gung.

Ein­fach zu er­klä­ren: „Das ha­be ich nie ge­sagt,” und weg zu ge­hen, falls die Per­son Dich wei­ter­hin für et­was be­schul­digt, et­was ge­tan oder ge­sagt zu ha­ben, was Du nicht ge­tan oder ge­sagt hast, kann hel­fen, die­ser Art von In­ter­ak­ti­on ei­ne fes­te Gren­ze zu set­zen. So­lan­ge die to­xi­sche Per­son von ih­rem ei­ge­nen Ver­hal­ten ab­len­ken oder die Schuld von sich weg­schie­ben kann, ist es ihr ge­lun­gen, Dich zu über­zeu­gen, dass Du es bist, der sich da­für schä­men soll­te, dass Du ihr ir­gend ei­ne Art von rea­lis­ti­schem Feed­back ge­ge­ben hast.

6. Erb­sen­zäh­le­rei und Ver­schie­ben der Ziel­mar­ke

Der Un­ter­schied zwi­schen kon­struk­ti­ver Kri­tik und de­struk­ti­ver Kri­tik ist die An­we­sen­heit ei­nes per­sön­li­chen An­griffs und un­mög­li­chen Stan­dards. Die­se so­ge­nann­ten „Kri­ti­ker” wol­len Dir oft nicht hel­fen, Dich zu ver­bes­sern, son­dern sie wol­len Dich ein­fach nur klein­lich nach un­ten zie­hen und Dich auf je­de Wei­se, die sie kön­nen, zum Sün­den­bock ma­chen. Miss­bräuch­li­che Nar­ziss­ten und So­zio­pa­then ver­wen­den ei­nen lo­gi­schen Irr­tum, der als „Ziel­pfos­ten ver­schie­ben” be­kannt ist, um si­cher­zu­stel­len, dass sie al­len Grund ha­ben, stän­dig mit Dir un­zu­frie­den zu sein. Dies ist, wenn, auch nach­dem Du al­le Be­wei­se der Welt vor­ge­bracht hast, um Dein Ar­gu­ment zu be­stä­ti­gen, oder ei­ne Ak­ti­on er­grif­fen hast, um ih­re Wün­sche zu er­fül­len, sie ei­ne an­de­re Er­war­tung an Dich auf­stel­len oder mehr Be­wei­se ver­lan­gen.

Hast Du ei­ne er­folg­rei­che Kar­rie­re? Der Nar­zisst wird dann da­mit an­fan­gen, war­um Du noch kein Multi-​Millionär bist. Hast Du be­reits ihr Be­dürf­nis er­füllt, über­mä­ßig ver­sorgt zu wer­den? Dann ist es jetzt an der Zeit, zu be­wei­sen, dass Du auch un­ab­hän­gig blei­ben kannst. Ziel­pfos­ten ver­schie­ben sich stän­dig und ste­hen nicht ein­mal un­be­dingt mit­ein­an­der in Be­zie­hung; sie ha­ben kei­nen an­de­ren Zweck au­ßer dass Du um die nar­ziss­ti­sche Ge­neh­mi­gung und Va­li­die­rung wett­ei­ferst.

Durch die Er­hö­hung der Er­war­tun­gen, hö­her und hö­her je­des Mal, oder durch voll­stän­di­gen Aus­tausch der­sel­ben, sind hoch ma­ni­pu­la­ti­ve und to­xi­sche Men­schen in der La­ge, Dir ein durch­drin­gen­des Ge­fühl der Wert­lo­sig­keit zu ver­mit­teln und das Ge­fühl, „nie ganz ge­nug” zu sein. Mit dem Hin­weis auf ei­ne ir­rele­van­te Tat­sa­che oder et­was, das Du falsch ge­macht hast und auf ei­ne Hy­per­fo­cus zu ent­wi­ckeln, len­ken Nar­ziss­ten von Dei­nen Stär­ken ab und brin­gen Dich da­zu, Dich im­mer wie­der auf ir­gend­wel­che Män­gel oder Schwä­chen zu kon­zen­trie­ren. Sie brin­gen Dich da­zu, über ih­re nächs­te Er­war­tung nach­zu­den­ken, die Du zu er­fül­len ha­ben wirst – bis Du Dich schließ­lich hin­ten­über ge­bo­gen hast, im Ver­such, ih­re Wün­sche zu er­fül­len – nur um zu er­ken­nen, dass es die schreck­li­che Art und Wei­se, wie sie dich be­han­deln, nicht ver­än­dert hat.

Lass Dich nicht in Erb­sen­zäh­le­rei und wech­seln­de Ziel­pfos­ten hin­ein­sau­gen – wenn sich je­mand da­für ent­schei­det, ei­nen ir­rele­van­ten Punkt im­mer und im­mer wie­der auf­zu­wär­men, bis an den Punkt, wo sie nicht Dei­ne Ar­beit be­stä­ti­gen, die Du gleis­tet hast, um Dei­nen Punkt zu be­stä­ti­gen, oder um sie zu­frie­den zu stel­len, dann ist ihr Mo­tiv nicht, bes­ser zu ver­ste­hen. Es geht dar­um, wei­ter ein Ge­fühl in Dir her­vor­zu­ru­fen, dass Du Dich stän­dig be­wei­sen musst. Schät­ze und an­er­ken­ne Dich selbst. Wis­se, dass Du ge­nug bist und nicht stän­dig das Ge­fühl brauchst, ir­gend­wie man­gel­haft oder un­wür­dig zu sein.

7. Das The­ma wech­seln, um sich der Re­chen­schafts­pflicht zu ent­zie­hen

Die­se Art Tak­tik nen­ne ich das „Was ist mit mir?”-Syndrom. Es ist ei­ne tat­säch­li­che Ab­schwei­fung vom ei­gent­li­chen The­ma, das die Auf­merk­sam­keit auf ein an­de­res The­ma um­lenkt. Nar­ziss­ten wol­len nicht, dass Du beim The­ma bist, sie für ir­gend et­was zur Ver­ant­wor­tung zu zie­hen, wes­halb sie Dis­kus­sio­nen so um­lei­ten, dass sie pro­fi­tie­ren. Be­schwerst Du Dich über ih­re nach­läs­si­ge Er­zie­hung? Sie wer­den Dich auf ei­nen Feh­ler hin­wei­sen, den Du vor sie­ben Jah­ren be­gan­gen hast. Die­se Art der Um­lei­tung hat kei­ne Gren­zen in Be­zug auf die Zeit oder die fach­li­chen In­hal­te und be­ginnt oft mit ei­nem Satz wie „Was ist mit da­mals, als …”

Auf ei­ner Ma­kro­ebe­ne funk­tio­nie­ren die­se Um­lei­tun­gen so, dass sie Dis­kus­sio­nen ent­glei­sen, die den Sta­tus quo in Fra­ge stel­len. Ei­ne Dis­kus­si­on über Ho­mo­se­xu­el­len­rech­te, zum Bei­spiel kann schnell von je­man­dem ent­gleist wer­den, der ein an­de­res Pro­blem mit so­zia­ler Ge­rech­tig­keit er­wähnt, bloß um die Leu­te vom Haupt­ar­gu­ment ab­zu­len­ken.

Wie Ta­ra Moss, Au­to­rin von Speaking Out: A 21st Cen­tu­ry Hand­book for Wo­men and Girls, fest­stellt, ist Spe­zi­fi­zi­tät nö­tig, um Pro­ble­me zu lö­sen und in ge­eig­ne­ter Wei­se zu be­he­ben – das be­deu­tet nicht, dass die Pro­ble­me, die sonst noch auf­tau­chen, un­wich­tig sind, es be­deu­tet nur, dass die spe­zi­fi­sche Zeit und der spe­zi­fi­sche Ort viel­leicht nicht der bes­te Rah­men ist, um sie zu dis­ku­tie­ren.

Lass Dich nicht ab­len­ken – wenn je­mand Dir ge­gen­über ei­nen Schal­ter um­le­gen will, kannst Du was ich die Me­tho­de „Sprung in der Schall­plat­te” nen­ne, üben und noch­mals die Tat­sa­chen auf­zäh­len, oh­ne auf ih­re Ab­len­kung ein­zu­ge­hen. Le­ne von ih­rer Ab­len­kung ab mit den Wor­ten: „Das ist nicht das, wo­von ich re­de. Lass uns auf das ei­gent­li­che The­ma kon­zen­triert blei­ben.” Wenn sie nicht in­ter­es­siert sind, lass los und ver­brau­che Dei­ne En­er­gie mit et­was kon­struk­ti­ve­rem – wie et­wa kei­ne De­bat­te zu füh­ren mit je­man­dem, der das geis­ti­ge Al­ter ei­nes Klein­kin­des hat.

8. Ver­deck­te und of­fe­ne Dro­hun­gen.

Nar­zis­sis­ti­sche Miss­brau­cher und sons­ti­ge to­xi­sche Men­schen füh­len sich sehr be­droht, wenn ihr über­mä­ßi­ges Ge­fühl der Be­rech­ti­gung, fal­sches Ge­fühl der Über­le­gen­heit und gran­dio­ses Selbst­wert­ge­fühl auf ir­gend­ei­ne Wei­se in Fra­ge ge­stellt wird. Sie sind an­fäl­lig für un­ver­nünf­ti­ge For­de­run­gen an an­de­re – wäh­rend sie Dich da­für be­stra­fen, ih­re un­mög­lich zu er­fül­len­den Er­war­tun­gen nicht er­reicht zu ha­ben.

Statt Un­stim­mig­kei­ten oder Kom­pro­mis­se auf er­wach­se­ne Wei­se an­zu­ge­hen, len­ken sie Dich ab von Dei­nem Recht, Dei­ne ei­ge­ne Iden­ti­tät und Per­spek­ti­ve zu ha­ben, in­dem sie ver­su­chen, die Angst vor den Fol­gen in Dir zu we­cken, wenn Du nicht ein­ver­stan­den bist oder ih­ren For­de­run­gen nicht ent­sprichst. Für sie führt je­de Her­aus­for­de­rung zu ei­nem Ul­ti­ma­tum und „tue dies, sonst wer­de ich das tun” wird zu ih­rem täg­li­chen Man­tra.

Wenn je­man­des Re­ak­ti­on auf Dei­ne Grenz­set­zung oder Dei­ne ab­wei­chen­de Mei­nung die ist, dass sie Dich mit Dro­hun­gen in Un­ter­wer­fung zwin­gen, ob das ei­ne kaum ver­hüll­te Dro­hung oder ein of­fe­nes Ein­ge­ständ­nis des­sen ist, was sie zu tun ge­den­ken, dann ist dies ei­ne ro­te Fah­ne von je­man­dem, der ei­nen ho­hen Grad der Be­rech­ti­gung ver­spürt und kei­ne Plä­ne hat, Kom­pro­mis­se ein­zu­ge­hen. Nimm Dro­hun­gen ernst und zei­ge dem Nar­ziss­ten, dass Du es ernst meinst; do­ku­men­tie­re Dro­hun­gen und zei­ge sie an, wann im­mer mög­lich und recht­lich durch­setz­bar.

9. Be­schimp­fun­gen

Nar­ziss­ten bla­sen prä­ven­tiv al­les, was sie als Be­dro­hung wahr­neh­men, für ih­re Über­le­gen­heit, über­pro­por­tio­nal in kei­nem Ver­hält­nis auf. In ih­rer Welt kön­nen nur sie im­mer rich­tig lie­gen, und wer es wagt, et­was an­de­res zu sa­gen, schafft ei­ne nar­ziß­ti­sche Krän­kung, die zu nar­ziss­ti­scher Wut führt. Wie Mark Gouls­ton, M. D. klar­stellt, re­sul­tiert nar­ziss­ti­sche Wut nicht aus ei­nem ge­rin­gem Selbst­wert­ge­fühl, son­dern von ei­nem star­ken Ge­fühl des An­spruchs und ei­nem fal­schen Ge­fühl der Über­le­gen­heit.

Die nied­rigs­ten der Nied­ri­gen grei­fen zu­rück auf nar­ziß­ti­sche Wut in Form von Be­schimp­fun­gen, wenn sie sich kei­ne bes­se­re Wei­se aus­den­ken kön­nen, Dei­ne Mei­nung zu ma­ni­pu­lie­ren oder Dei­ne Emo­tio­nen zu mikro-​managen. Be­schimp­fun­gen sind ei­ne schnel­le und ein­fa­che Mög­lich­keit, Dich nie­der­zu­ma­chen, Dich ab­zu­wer­ten und Dei­ne In­tel­li­genz, Aus­se­hen oder Ver­hal­ten zu be­lei­di­gen, wäh­rend sie Dein Recht ent­kräf­ten, ei­ne se­pa­ra­te Per­son mit ei­nem Recht auf Dei­ne ei­ge­ne Per­spek­ti­ve zu sein.

Be­schimp­fun­gen kön­nen auch da­zu be­nutzt wer­den, Dei­ne Über­zeu­gun­gen, An­sich­ten und Ein­sich­ten zu kri­ti­sie­ren. Ei­ne gut re­cher­chier­te Per­spek­ti­ve oder fun­dier­te Mei­nung wird plötz­lich „dumm” oder „idio­tisch” in den Hän­den ei­nes bös­ar­ti­gen Nar­ziss­ten oder So­zio­pa­then, der sich durch sie be­droht fühlt und kei­ne re­spekt­vol­le, über­zeu­gen­de Wi­der­le­gung vor­brin­gen kann. Statt auf Dein Ar­gu­ment, zie­len sie auf Dich als Per­son und ver­su­chen, Dei­ne Glaub­wür­dig­keit und In­tel­li­genz auf je­de er­denk­li­che Wei­se zu un­ter­gra­ben. Es ist wich­tig, je­de In­ter­ak­ti­on zu be­en­den, die aus Be­schimp­fun­gen be­steht, und zu kom­mu­ni­zie­ren, dass Du das nicht to­le­rie­ren wirst. Es nicht ver­in­ner­li­chen: Er­ken­ne, dass sie zu Be­schimp­fun­gen grei­fen, weil ih­nen auf hö­he­ren Ebe­nen die Me­tho­den aus­ge­gan­gen sind.

10. De­struk­ti­ve Kon­di­tio­nie­rung

To­xi­sche Men­schen kon­di­tio­nie­ren Dich dar­auf, Dei­ne Stär­ken, Ta­len­te und glück­li­chen Er­in­ne­run­gen mit Miss­brauch, Frus­tra­ti­on und Re­spekt­lo­sig­keit zu as­so­zi­ie­ren. Sie tun dies, in­dem sie schlei­chend ver­deck­te und of­fe­ne Nie­der­ma­chun­gen ein­brin­gen über die Qua­li­tä­ten und Zü­ge, die sie einst idea­li­sier­ten, oder auch Eu­re Zie­le sa­bo­tie­ren, Fes­te, Fe­ri­en und Fei­er­ta­ge rui­nie­ren. Sie kön­nen Dich so­gar von Dei­nen Freun­den und Dei­ner Fa­mi­lie iso­lie­ren und Dich fi­nan­zi­ell von sich ab­hän­gig ma­chen. Wie Paw­low­sche Hun­de bist Du im Lau­fe der Zeit im We­sent­li­chen „trai­niert” dar­auf, ge­nau vor je­nen Din­gen Angst zu be­kom­men, die frü­her Dein Le­ben er­fül­lend ge­macht ha­ben.

Nar­ziss­ten, So­zio­pa­then, Psy­cho­pa­then und sons­ti­ge to­xi­sche Men­schen tun dies, weil sie die Auf­merk­sam­keit auf sich zu­rück len­ken wol­len und wie Du ih­nen ge­fal­len wirst. Wenn es et­was gibt au­ßer­halb von ih­nen, dass die Kon­trol­le über Dein Le­ben be­dro­hen könn­te, dann su­chen sie es zu zer­stö­ren. Sie müs­sen zu al­len Zei­ten im Mit­tel­punkt der Auf­merk­sam­keit sein. In der Idea­li­sie­rungs­pha­se warst Du einst das Zen­trum der Welt ei­nes Nar­ziss­ten – jetzt wird der Nar­zisst das Zen­trum von Dei­ner.

Nar­ziss­ten sind na­tür­lich auch pa­tho­lo­gisch nei­disch und wol­len nichts zwi­schen sich und ih­ren Ein­fluss auf Dich kom­men las­sen. Dein Glück re­prä­sen­tiert al­les, was sie füh­len, was sie in ih­rem emo­tio­nal fla­chen Le­ben nicht ha­ben kön­nen. Weil schließ­lich, wenn Du er­fährst, dass Du die Wert­schät­zung, den Re­spekt und die Lie­be von an­de­ren Quel­len nebst der to­xi­schen Per­son be­kom­men kannst, was soll Dich da­von ab­hal­ten, sie zu ver­las­sen? Für to­xi­sche Men­schen geht et­was Kon­di­tio­nie­rung den wei­ten Weg, der Dich wie auf Ei­ern ge­hen und dich kurz vor Dei­nen gro­ßen Träu­men stür­zen lässt.

11. Hetz­kam­pa­gnen und Stal­king

Wenn to­xi­sche Ty­pen die Art und Wei­se nicht kon­trol­lie­ren kön­nen, wie Du dich sel­ber siehst, dann be­gin­nen sie zu steu­ern, wie an­de­re Dich se­hen; sie spie­len die Mär­ty­rer, wäh­rend sie Dich als to­xisch eti­ket­tie­ren. Ei­ne Hetz­kam­pa­gne ist ein Prä­ven­tiv­schlag, um Dei­nen Ruf zu sa­bo­tie­ren und Dei­nen Na­men zu ver­leum­den, da­mit Du nicht auf ein Support-​Netzwerk zu­rück­grei­fen kannst, und Dich wo­mög­lich ent­schei­den könn­test, die Be­zie­hun­gen mit die­ser to­xi­schen Per­son zu lö­sen und ab­zu­schnei­den. Sie kön­nen so­gar Dich oder die Men­schen, die Dich ken­nen, stal­ken, als ei­ne Mög­lich­keit, um an­geb­lich die Wahr­heit über dich zu „ver­öf­fent­li­chen”; die­se Ver­öf­fent­li­chung wirkt als ei­ne Mög­lich­keit, ihr ei­ge­nes miss­bräuch­li­ches Ver­hal­ten zu ver­ber­gen, wäh­rend sie es auf Dich pro­ji­zie­ren.

Ei­ni­ge Hetz­kam­pa­gnen kön­nen so­gar zwei Per­so­nen oder zwei Grup­pen ge­gen­ein­an­der ge­ra­ten las­sen. Ein Op­fer in ei­ner ge­walt­tä­ti­gen Be­zie­hung mit ei­nem Nar­ziss­ten weiß oft nicht, was wäh­rend der Be­zie­hung über es ge­sagt wird, aber sie fin­den schließ­lich die Un­wahr­hei­ten her­aus, kurz nach­dem sie aus­ran­giert wor­den sind.

To­xi­sche Men­schen wer­den hin­ter Dei­nem Rü­cken (und vor Dei­nem Ge­sicht) trat­schen, Dich vor Dei­nen Lie­ben oder ih­ren ei­ge­nen Lie­ben ver­leum­den, Ge­schich­ten er­fin­den, die Dich als Ag­gres­sor dar­stel­len, wäh­rend sie das Op­fer spie­len, und be­haup­ten, dass Du die­sel­ben Ver­hal­tens­wei­sen aus­übst, von de­nen sie Angst ha­ben, Du wirst sie der­sel­ben an­kla­gen. Sie wer­den Dich auch me­tho­disch, heim­lich und ab­sicht­lich be­schimp­fen oder miss­han­deln, so dass sie Dei­ne Re­ak­tio­nen als ei­ne Mög­lich­keit nut­zen kön­nen, nach­zu­wei­sen, dass sie die so­ge­nann­ten „Op­fer” des Miss­brauchs sind.

Der bes­te Weg, ei­ne Ver­leum­dungs­kam­pa­gne zu hand­ha­ben, ist, sich Dei­ner Re­ak­tio­nen be­wusst und bei den Tat­sa­chen zu blei­ben. Dies ist be­son­ders re­le­vant für die Hoch-​Konflikt-​Scheidungen von Nar­ziss­ten, die Dei­ne Re­ak­tio­nen auf ih­re Pro­vo­ka­tio­nen ge­gen Dich ver­wen­den. Do­ku­men­tie­re je­de Form von Be­läs­ti­gung, Cyber-​Mobbing oder Stalking-​Vorfällen und sprich mit Dei­nem Nar­ziss­ten, wenn mög­lich, nur über ei­nen An­walt. Viel­leicht möch­test Du recht­li­che Schrit­te er­grei­fen, wenn Du das Ge­fühl hast, dass das Stal­king und die Be­läs­ti­gung au­ßer Kon­trol­le ge­ra­ten; ei­nen An­walt zu fin­den, der in nar­ziss­ti­scher Per­sön­lich­keits­stö­rung sehr ver­siert ist, ist in die­sem Fall ent­schei­dend. Dein Cha­rak­ter und Dei­ne In­te­gri­tät wird für sich selbst spre­chen, wenn die nar­ziss­ti­sche fal­sche Mas­ke zu rut­schen be­ginnt.

12. Lie­bes­bom­bar­die­rung und Ab­wer­tung

To­xic Men­schen füh­ren Dich durch ei­ne Idea­li­sie­rungs­pha­se, bis Du aus­rei­chend an­ge­sprun­gen bist und in­ves­tie­ren in den Be­ginn ei­ner Freund­schaft oder Be­zie­hung mit Dir. Dann be­gin­nen sie, Dich zu ent­wer­ten, wäh­rend sie ge­nau die Din­ge be­lei­di­gen, die sie zu­nächst be­wun­dert ha­ben. Ei­ne wei­te­re Va­ri­an­te ist, wenn ei­ne to­xi­sche Per­son Dich auf ein Po­dest stellt, wäh­rend sie ag­gres­siv je­man­den ab­wer­ten und an­grei­fen, der ihr Ge­fühl der Über­le­gen­heit be­droht.

Nar­cis­sis­ti­sche Miss­brau­cher tun dies die gan­ze Zeit – sie ent­wer­ten ih­ren Ver­flos­se­nen ge­gen­über ih­rem neu­en Part­ner, und schließ­lich be­ginnt der neue Part­ner die glei­che Art von Miß­hand­lung zu er­hal­ten, wie der Ex-​Partner des Nar­ziss­ten. Letzt­lich wird es so sein, dass Du auch auf dem emp­fan­gen­den En­de des glei­chen Miss­brauch sein wirst. Du wirst ei­nes Ta­ges der Ex-​Partner, den sie ge­gen­über ih­rer neue Ver­sor­gungs­quel­le ent­wer­ten. Du weisst es nur noch nicht. Des­halb ist es wich­tig, acht­sam zu blei­ben ge­gen­über der Lie­bes­bom­bar­die­rungs­tech­nik, wann im­mer Du Zeu­ge von Ver­hal­ten wirst, das nicht mit der Saccharin-​Süße zu­sam­men­passt, der sich der Nar­zisst sonst hin­gibt.

Wie Life-​Coach Wen­dy Powell vor­schlägt: Die Din­ge zu ver­lang­sa­men mit Men­schen, die to­xisch sein könn­ten, ist ein gu­ter Weg, um die Lie­bes­bom­bar­die­rungs­tech­nik zu be­kämp­fen. Sei Dir der Tat­sa­che be­wusst, dass die Art, wie je­mand über je­mand an­de­res spricht oder ihn be­han­delt, po­ten­zi­ell in die Art und Wei­se über­setzt wer­den könn­te, wie sie Dich in der Zu­kunft be­han­deln wird.

13. Prä­ven­ti­ve Ver­tei­di­gung

Wenn je­mand die Tat­sa­che be­tont, dass sie ein „net­ter Kerl” ist oder ein Mäd­chen, dem Sie so­fort ver­trau­en soll­ten, oder ih­re Glaub­wür­dig­keit be­tont oh­ne je­de Pro­vo­ka­ti­on da­zu in wel­cher Form auch im­mer, sei vor­sich­tig.

Gif­ti­ge und miss­bräuch­li­chen Men­schen über­schät­zen ih­re Fä­hig­keit, freund­lich und mit­füh­lend zu sein. Sie sa­gen Dir oft, dass Du ih­nen „Ver­trau­en” sollst, oh­ne zu­erst ei­ne so­li­de Grund­la­ge für Ver­trau­en auf­zu­bau­en. Sie kön­nen ein ho­hes Maß an Sym­pa­thie und Em­pa­thie zu Be­ginn Ih­rer Be­zie­hung „vor­füh­ren”, um Dich hin­ters Licht zu füh­ren, nur um spä­ter ih­re fal­sche Mas­ke zu ent­hül­len. Wenn Du ih­re fal­sche Mas­ke in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den wäh­rend der Ab­wer­tungs­pha­se des Miss­brauchs­zy­klus zu rut­schen be­gin­nen siehst, so wird das wah­re Selbst of­fen­bar als er­schre­ckend kalt, ge­fühl­los und ver­ächt­lich.

Wirk­lich net­te Leu­te müs­sen nur sel­ten be­harr­lich ih­re po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten zei­gen – sie strah­len ih­re Wär­me mehr aus, als sie dar­über spre­chen und sie wis­sen, dass die Ta­ten Bän­de mehr als blo­ße Wor­te spre­chen. Sie wis­sen, dass Ver­trau­en und Re­spekt kei­ne Ein­bahn­stra­ße ist, son­dern dass sie Ge­gen­sei­tig­keit er­for­dern, nicht Wie­der­ho­lung.

Um ei­ner prä­emp­ti­ven Ver­tei­di­gung zu be­geg­nen, be­wer­te neu, war­um ei­ne Per­son ih­re gu­ten Ei­gen­schaf­ten be­tont. Ist es, weil sie den­ken, dass Du ih­nen nicht ver­traust, oder weil sie wis­sen, dass Du das nicht tun soll­test? Ver­traue Ta­ten mehr als lee­ren Wor­ten und nimm wahr, wie je­man­des Ta­ten kom­mu­ni­zie­ren, wer sie sind, nicht, wer sie sa­gen, wer sie sind.

14. Tri­an­gu­la­ti­on.

Die Mei­nung, Per­spek­ti­ve oder an­ge­nom­me­ne Be­dro­hung ei­ner an­de­ren Per­son in die Dy­na­mik ei­ner In­ter­ak­ti­on ein­zu­brin­gen ist als „Tri­an­gu­la­ti­on” be­kannt. Oft ver­wen­det, um den Miss­brauch der to­xi­schen Per­son zu va­li­die­ren, wäh­rend die Re­ak­tio­nen des Op­fers ent­kräf­tet wer­dem, kann Tri­an­gu­la­ti­on auch da­zu funk­tio­nie­ren, Drei­ecks­be­zie­hun­gen her­zu­stel­len, die dich aus den An­geln ge­ho­ben und ver­un­si­chert füh­len las­sen.

Bös­ar­ti­ge Nar­ziss­ten lie­ben es, ih­re Part­ner mit Frem­den, Kol­le­gen, Ex-​Partnern, Freun­den und so­gar Fa­mi­li­en­mit­glie­dern zu tri­an­gu­lie­ren, um Ei­fer­sucht und Un­si­cher­heit in Dir her­vor­zu­ru­fen. Sie be­nut­zen auch die Mei­nun­gen an­de­rer, um ih­ren Stand­punkt durch­zu­set­zen.

Dies ist ein Ab­len­kungs­ma­nö­ver, da­zu ge­dacht, Dei­ne Auf­merk­sam­keit von ih­rem miss­bräuch­li­chen Ver­hal­ten ab­zu­len­ken und in ein fal­sches Bild von ih­nen als wün­schens­wer­te, be­gehr­te Per­son um­zu­wan­deln. Es lässt Dich auch Dich selbst in Fra­ge stel­len – wenn Ma­ria mit Tom ein­ver­stan­den ist, be­deu­tet das dann, dass Du dich ge­täuscht ha­ben musst? Die Wahr­heit ist, Nar­ziss­ten lie­ben es, Un­wahr­hei­ten „zu­rück­zu­mel­den” über das, was an­de­re über Dich sa­gen, wenn in der Tat, sie die­je­ni­gen sind, die ge­gen Dich hetz­ten.

Um Tri­an­gu­la­ti­ons­tak­ti­ken zu wi­der­ste­hen, er­ken­ne, dass wen auch im­mer der Nar­zisst mit Dir tri­an­gu­liert, auch durch sei­ne Be­zie­hung mit dem Nar­ziss­ten tri­an­gu­liert wird. Die­se Per­son spielt im We­sent­li­chen mit je­dem. „Tri­an­gu­lie­re” um­ge­kehrt den Nar­ziss­ten, in­dem Du Un­ter­stüt­zung von ei­nem Drit­ten ge­winnst, der nicht un­ter dem nar­ziss­ti­schen Ein­fluss steht – und auch da­durch, dass Du Dei­ne ei­ge­ne Va­li­die­rung suchst.

15. Un­schuld kö­dern und heu­cheln

To­xi­sche Per­so­nen lo­cken Dich in ein fal­sches Ge­fühl der Si­cher­heit, ein­fach um ei­ne Platt­form zu ha­ben, auf der sie ih­re Grau­sam­keit prä­sen­tie­ren kön­nen. Dich in ei­nen hirn­lo­sen, chao­ti­schen Streit hin­ein­zie­hen zu las­sen, kann ziem­lich schnell in ei­nem Show­down es­ka­lie­ren mit je­man­dem, der die Be­deu­tung von Re­spekt nicht kennt. Ei­ne ein­fa­che Mei­nungs­ver­schie­den­heit kann Dich da­zu kö­dern, zu­nächst höf­lich zu re­agie­ren, bis es klar wird, dass die Per­son ein bös­ar­ti­ges Mo­tiv hat, dich her­un­ter­zu­reis­sen.

Mit dem „Kö­der” ei­nes schein­bar harm­lo­sen Kom­men­tars, der ra­tio­nal ver­klei­det da­her­kommt, kön­nen sie dann be­gin­nen, mit Dir zu spie­len. Denk dar­an: nar­ziß­ti­sche Miss­brau­cher ha­ben Dei­ne Un­si­cher­hei­ten ge­lernt, die be­un­ru­hi­gen­de Pa­ro­len, die Dein Ver­trau­en un­ter­bre­chen, und die stö­ren­den The­men, die Dei­ne Wun­den auf­bre­chen las­sen – und sie nut­zen die­ses Wis­sen, um Dich bös­wil­lig zu pro­vo­zie­ren. Nach­dem Du dar­auf her­ein­ge­fal­len bist, Ha­ken und Schim­mer ge­schluckt hast, tre­ten sie zu­rück und fra­gen un­schul­dig, ob Du „okay” bist und re­den da­von, dass Dich gar nicht so auf­wüh­len woll­ten. Die­se fal­sche Un­schuld funk­tio­niert, um Dich un­vor­be­rei­tet zu er­wi­schen und tat­säch­lich zu glau­ben, dass sie wirk­lich nicht die Ab­sicht hat­ten, Dich zu ver­let­zen, bis es so oft ge­schieht, dass Du die Rea­li­tät ih­rer Bos­heit nicht mehr leug­nen kannst.

Es hilft, zu er­ken­nen, wenn Du ge­kö­dert wirst, so dass Du es ver­mei­den kannst, zu re­agie­ren. Pro­vo­ka­ti­ve Aus­sa­gen, Be­schimp­fun­gen, ver­let­zen­de Vor­wür­fe oder un­be­stä­tig­te Ver­all­ge­mei­ne­run­gen, zum Bei­spiel, sind ver­brei­te­te Hetz­tak­ti­ken. Dein Bauch­ge­fühl kann Dir auch sa­gen, wenn Du ge­kö­dert wirst – wenn Du dich „da­ne­ben” fühlst über ei­nen be­stimm­ten Kom­men­tar und dich wei­ter so fühlst, auch wenn er er­klärt wur­de, dann ist das ein Zei­chen, dass Du et­was Ab­stand be­nö­tigst, um die Si­tua­ti­on neu zu be­wer­ten, be­vor Du dich für ei­ne Re­ak­ti­on ent­schei­dest.

16. Gren­zen tes­ten und sau­gen

Nar­ziss­ten, So­zio­pa­then und sons­ti­ge to­xi­schen Men­schen ver­su­chen stän­dig, Dei­ne Gren­zen zu tes­ten, um zu se­hen, wel­che sie über­tre­ten kön­nen. Je mehr Über­tre­tun­gen sie oh­ne Kon­se­quen­zen be­ge­hen kön­nen, des­to wei­ter wer­den sie den Um­schlag schie­ben.

Des­halb er­le­ben Über­le­ben­de von emo­tio­na­lem und phy­si­schem Miss­brauch oft noch schwe­re­re Fäl­le von Miss­brauch je­des Mal, wenn sie zu ih­ren Pei­ni­gern zu­rück­keh­ren.

Miss­brau­cher nei­gen da­zu, ih­re Op­fer wie­der ein­zu­sau­gen mit sü­ßen Ver­spre­chun­gen, ge­fälsch­ter Reue und lee­ren Wor­ten, wie sie sich än­dern wol­len, nur um ih­re Op­fer noch schreck­li­cher zu miss­brau­chen. Im kran­ken Geist des Tä­ters dient die­se Gren­ze­prü­fung als Stra­fe für das sich-​wehren ge­gen den Miss­brauch und auch da­für, wie­der zu­rück­ge­kom­men zu sein. Wenn Nar­ziss­ten ver­su­chen, die emo­tio­na­le Reset-​Taste zu drü­cken, ver­stär­ke Dei­ne Gren­zen noch stär­ker, als ei­nen Rück­zie­her zu ma­chen.

Den­ke dar­an – sehr ma­ni­pu­la­ti­ve Men­schen re­agie­ren nicht auf Em­pa­thie oder Mit­ge­fühl. Sie re­agie­ren auf Kon­se­quen­zen.

17. Ag­gres­si­ve Stös­se, als Wit­ze ver­klei­det.

Heim­li­che Nar­ziss­ten ma­chen ge­nies­sen bos­haf­te Be­mer­kun­gen auf Dei­ne Kos­ten. Die­se wer­den in der Re­gel als „nur ein Wit­ze” ver­klei­det, da­mit sie mit er­schre­cken­den Din­ge da­von­kom­men kön­nen, wäh­rend sie im­mer noch ei­ne un­schul­di­ge, küh­le Hal­tung bei­be­hal­ten. Doch je­des Mal, wenn Du em­pört bist über ei­ne un­sen­si­ble, har­te Be­mer­kung, wird Dir vor­ge­wor­fen, kei­nen Sinn für Hu­mor zu ha­ben. Das ist ei­ne häu­fi­ge bei Be­schip­fun­gen (ver­ba­lem Miss­brauch) ver­wen­de­te Tak­tik.

Das ver­ächt­li­che Grin­sen und der sa­dis­ti­sche Glanz in ih­ren Au­gen ent­larvt es, aber – wie ein Raub­tier, das mit sei­ner Nah­rung spielt, ge­winnt ei­ne to­xi­sche Per­son Ver­gnü­gen dar­aus, Dich zu ver­let­zen und da­mit da­von­kom­men zu kön­nen. Im­mer­hin, es ist doch nur ein Witz, nicht wahr? Falsch. Es ist ein Weg, um Dich ein­zu­ne­beln, da­mit du denkst, dass ihr Miss­brauch nur ein Witz ist – ein Weg, von ih­rer Grau­sam­keit ab­zu­len­ken und auf Dei­ne wahr­ge­nom­me­ne Emp­find­lich­keit um­zu­len­ken. Es ist wich­tig, dass, wenn dies ge­schieht, Du für Dich selbst ein­steht und deut­lich machst, dass Du die­se Art von Ver­hal­ten nicht to­le­rierst.

Ma­ni­pu­la­ti­ve Men­schen auf ih­re ver­deck­ten Ma­nö­ver zu be­haf­ten, kann zu wei­te­ren Ne­bel­pe­tar­den vom Miss­brau­cher füh­ren, aber be­wah­re Dei­ne Hal­tung, dass ihr Ver­hal­ten nicht in Ord­nung ist und be­en­de die In­ter­ak­ti­on so­fort, wenn not­wen­dig.

18. Her­ab­las­sen­der Sar­kas­mus und gön­ner­haf­ter Ton

Her­ab­set­zung und ei­ne Per­son ab­zu­wer­ten ist die Stär­ke ei­ner to­xi­schen Per­son und ihr Ton­fall ist nur ein Werk­zeug in der Werk­zeug­kis­te. Sar­kas­mus kann ei­ne lus­ti­ge Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on sein, wenn bei­de Be­tei­lig­ten mit­ma­chen, aber Nar­ziss­ten ver­wen­den sie chro­nisch als ei­ne Mög­lich­keit, Sie zu ma­ni­pu­lie­ren und ab­zu­wer­ten. Wenn Du in ir­gend­ei­ner Wei­se dar­auf re­agierst, dann musst Du „zu sen­si­bel” sein.

Ver­giss, dass die to­xi­sche Per­son stän­dig Wut­an­fäl­le hat, je­des Mal, wenn ihr gro­ßes schlech­tes Ego mit rea­lis­ti­schem Feed­back kon­fron­tiert ist – das Op­fer ist of­fen­bar der Über­emp­find­li­che. So­lan­ge Du wie ein Kind be­han­delt wirst und stän­dig in Fra­ge ge­stellt wirst, wenn Du Dich aus­drückst, dann wirst Du be­gin­nen, ein Ge­fühl von Hy­per­vor­sich­tig­keit zu ent­wi­ckeln, um Dei­ne Ge­dan­ken und Mei­nun­gen oh­ne Ta­del zu äu­ßern. Die­se Selbst­zen­sur er­mög­licht es dem Tä­ter, we­ni­ger Ar­beit auf­wen­den zu müs­sen, um Dich zum Schwei­gen zu brin­gen, weil Du be­ginnst, Dich sel­ber zum Schwei­gen zu brin­gen.

Je­des Mal, wenn Du ei­nem her­ab­las­sen­den Ver­hal­ten oder Ton­fall be­geg­nest, wei­se fest und be­stimmt dar­auf hin. Du ver­dienst es nicht, her­ab­las­send be­han­delt zu wer­den wie ein Kind – noch soll­test Du je­mals ver­stum­men, um der Er­war­tung von je­mand an­de­res Über­le­gen­heits­kom­plex ge­recht zu wer­den.

19. Be­schä­mung

„Du soll­test dich schä­men” ist ein Lieb­lings­spruch von to­xi­schen Men­schen. Ob­wohl es von je­man­dem be­nutzt wer­den kann, der nicht to­xisch ist, ist das Be­schä­men im Reich des Nar­ziss­ten oder So­zio­pa­then ei­ne wirk­sa­me Me­tho­de, die auf je­des Ver­hal­ten oder Glau­ben zielt, die die Macht ei­ner to­xi­schen Per­son her­aus­for­dern könn­te. Er kann auch ver­wen­det wer­den, um das Selbst­wert­ge­fühl ei­nes Op­fers zu zer­stö­ren und ab­zu­schnei­den: wenn ein Op­fer es wagt, auf et­was stolz zu sein, kann das Op­fer für die­se spe­zi­el­le Ei­gen­schaft, Qua­li­tät oder Leis­tung be­schämft wer­den, um sein Selbst­wert­ge­fühl zu ver­rin­gern und je­den Stolz zu er­sti­cken, den es ha­ben könn­te.

Bös­ar­ti­ge Nar­ziss­ten, So­zio­pa­then und Psy­cho­pa­then ge­nie­ßen es, Dei­ne ei­ge­nen Wun­den ge­gen Dich zu ver­wen­den – wes­halb sie Dich so­gar be­schä­men über Miss­brauch und Un­ge­rech­tig­keit, die Du in Dei­nem Le­bens­weg er­lit­ten hast, als Mög­lich­keit, Dich zu ret­rau­ma­ti­sie­ren. Bist Du Über­le­ben­der ei­nes Kin­des­miss­brauchs? Ein bös­ar­ti­ger Nar­zisst oder So­zio­path wird be­haup­ten, dass Du et­was ge­tan ha­ben musst, um es zu ver­die­nen, oder sie prah­len über ih­re ei­ge­ne glück­li­che Kind­heit als ei­ne Mög­lich­keit, Dich un­zu­läng­lich und un­wür­dig zu füh­len. Gibt es schließ­lich ei­ne bes­se­re Art und Wei­se, Dich zu ver­let­zen, als an der ur­sprüng­li­chen Wun­de zu boh­ren? Als Chir­ur­gen des Wahn­sinns su­chen sie, Wun­den zu ver­schär­fen, nicht zu hel­fen, sie zu hei­len.

Wenn Du den Ver­dacht hast, es mit ei­ner to­xi­schen Per­son zu tun zu ha­ben, ver­mei­de es, Dei­ne Schwä­chen oder Trau­ma­ta zu ent­hül­len. Bis sie Dir ih­ren Cha­rak­ter be­wie­sen ha­ben gibt es kei­nen Grund, In­for­ma­tio­nen of­fen­zu­le­gen, die mög­li­cher­wei­se ge­gen Dich ver­wen­det wer­den könn­ten.

20. Kon­trol­le

Am wich­tigs­ten ist, dass to­xi­sche Miss­brau­cher es lie­ben, die Kon­trol­le auf je­de er­denk­li­che Wei­se zu be­hal­ten. Sie iso­lie­ren Dich, be­hal­ten die Kon­trol­le über Dei­ne Fi­nan­zen und so­zia­len Netz­wer­ke, und mikro-​managen je­de Fa­cet­te Dei­nes Le­bens. Doch der stärks­te Me­cha­nis­mus, den sie für Kon­trol­le über dich ha­ben, ist, mit Dei­nen Ge­füh­len zu spie­len.

Des­halb pro­du­zie­ren miss­bräuch­li­che Nar­ziss­ten und So­zio­pa­then Kon­flikt­si­tua­tio­nen aus der Luft, um Dich asym­me­trisch und un­aus­ge­gli­chen zu hal­ten. Des­halb en­ga­gie­ren sie sich chro­nisch in Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten über un­wich­ti­ge Din­ge und zei­gen Wut über wahr­ge­nom­me­ne Ba­na­li­tä­ten. Des­halb zie­hen sie sich emo­tio­nal zu­rück, nur um Dich neu zu idea­li­sie­ren, so­bald sie be­gin­nen, die Kon­trol­le zu ver­lie­ren. Des­halb schwan­ken sie zwi­schen ih­rem fal­schen Selbst und ih­rem wah­ren Selbst, so dass Du nie ein Ge­fühl der psy­cho­lo­gi­schen Si­cher­heit oder Ge­wiss­heit dar­über, wer Dein Part­ner wirk­lich ist, ent­wi­ckeln kannst.

Je mehr Macht sie über Dei­ne Ge­füh­le ha­ben, des­to we­ni­ger wahr­schein­lich wirst Du Dei­ner ei­ge­nen Rea­li­tät und Wahr­heit über den Miss­brauch ver­trau­en, dem Du un­ter­wor­fen bist. Die Kennt­nis der ma­ni­pu­la­ti­ven Tak­ti­ken und wie sie Dein Selbst­wert­ge­fühl ero­die­ren, kön­nen Dich be­waff­nen mit dem Wis­sen, wes­sen Du dich ge­gen­über siehst und Du kannst zu­min­dest ei­nen Plan ent­wi­ckeln, um die Kon­trol­le über das ei­ge­ne Le­ben wie­der zu er­lan­gen und weg zu kom­men von to­xi­schen Men­schen.

149 Kommentare

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  1. walfried Tschauder

    Ma­ni­pu­la­ti­ons­tech­ni­ken

    1. Shanaya

      Der Ar­ti­kel ent­hält ei­ni­ge gu­te Be­schrei­bun­gen, lei­der ent­hält er kei­ner­lei Hil­fe­stel­lung, was ei­ne Mut­ter tun soll, die ihr Kind und sich vor ei­nem Nar­ziss­ten der ge­fähr­li­chen Sor­te (mas­si­ve psy­chi­sche Ge­walt) schüt­zen will, aber durch das Fa­mi­li­en­ge­richt ge­zwun­gen ist, sich stän­dig aufs Neue sei­nen An­grif­fen aus­zu­set­zen. Insb. Müt­ter, die Ge­walt­op­fer sind, ha­ben am Fa­mi­li­en­ge­richt be­son­ders schlech­te Kar­ten. Nicht sel­ten wer­den selbst klei­ne Kin­der den Tä­tern zu­ge­spro­chen. Aber selbst, wenn ei­ne Mut­ter ihr Kind bei sich be­hal­ten kann bzw. zu­rück­be­kommt, geht der Ter­ror wei­ter und sie hat kei­ne Chan­ce wie u.a. im oben ste­hen­den Ar­ti­kel den Kon­takt ab­zu­be­re­chen, weil sie sonst ihr Kind (wie­der) ver­lie­ren wür­de. Vie­le be­trof­fe­nen Müt­ter ha­ben durch jah­re­lan­ges vor Ge­richt ge­zerrt wer­den, Krebs und an­de­re schlim­me Krank­hei­ten ent­wi­ckelt.
      Hat wer Ide­en, was man in ei­ner sol­chen Sik­tua­ti­on tun soll?

      1. Susanne Schönberg-Sturzlbaum

        Es gibt scha­ma­nisch oder en­er­ge­tisch ar­bei­ten­de The­ra­peu­ten die die­se En­er­gie­ver­bin­dun­gen kap­pen kön­nen.
        Dann soll­te sich das recht rasch än­dern. Die­se Ma­ni­pu­lan­ten ha­ben dann kei­nen Zu­griff mehr auf dein Sys­tem.
        Su­che dir je­man­den der auch Ri­tu­al­ar­beit oder Auf­stel­lungs­ar­beit oder En­er­gie lö­sen an­bie­tet. Lg Su­san­ne

      2. Ich

        Ge­nau das ist Pro­blem. Die Tä­ter sind so ma­ni­pu­la­tiv das fa­mi­li­en­ge­rech­te dar­auf rein­fal­len. Selbst wenn ein­deu­tig ist das der mann Frau­en und Kin­der miss­han­delt schaf­fen sol­che Män­ner es im­mer wie­der den Spieß um­zu­dre­hen.

      3. Hans Kolpak

        Ich brauch­te Jahr­zehn­te, mich aus mei­ner Op­fer­rol­le und aus Fremd­be­stim­mung zu lö­sen. In die­sem Kon­text führt es zu weit, die gan­ze Band­brei­te an Werk­zeu­gen und Ent­schei­dun­gen aus­zu­brei­ten.

        Als An­re­gung ver­wei­se ich auf ei­ne Zu­sam­men­stel­lung von mir am 22. April 2016:
        Jen­ny So­la­ria Postat­ny: Be­freie Dich von der Ma­trix
        http://www.dzig.de/Jenny-Solaria-Postatny-Befreie-Dich-von-der-Matrix

        Da­ne­ben gibt es noch die Such­funk­ti­on, um ge­zielt nach Wor­ten zu su­chen.

      4. Nina Spescha

        Dies be­schreibt ge­nau mei­ne Si­tua­ti­on. Er darf in 3 wö­chent­li­chen The­ra­pie­sit­zun­gen wei­ter ma­chen und die Kin­der re­gel­mä­ßig se­hen. Bei­de Kin­der lei­den und be­nö­ti­gen mitt­ler­wei­le ein gros­ses Psy­cho­lo­gi­sches Netz­werk und trotz­dem wird dem Va­ter das Be­suchs­recht nicht ein­ge­schränkt.

      5. Katrin

        Ich weiß wie es Dir geht. Durch­le­ben ge­nau das Glei­che. Kämp­fe!

      6. micha

        hal­lo
        ha­be das sel­be er­lebt.
        mei­ne toch­ter ist jetzt 3 jah­re und wir ha­ben schon vie­le ge­richts­ver­hand­lun­gen
        viel. schrei­ben wir uns mal

        gruss mi­cha

      7. HP

        Ich ken­ne auch die an­de­re Sei­te, in­dem sich das Ge­richt eher in Rich­tung Kind und Mut­ter ent­schei­det. Als Va­ter se­he ich ei­ni­ge mei­ner Feh­ler ein, aber es war am An­fang sehr hart wenn man sein Kind nicht mehr se­hen kann.

      8. Matthias Rom

        Ein Tipp: aus de Op­fer­rol­le her­aus und den ei­ge­nen An­teil am Kon­flikt er­ken­nen. Die­se De­fi­zi­te dann an­ge­hen. Bei ei­ner al­lein­er­zie­hen­den Mut­ter fra­ge ich mich, wo ist denn hier der Va­ter?

      9. Kathy

        Hal­lo Shana­ya,
        ich bin seit 17 Jah­ren ge­schie­den , nach 5jähriger Um­gangs­pfleg­schaft gab es ein Ver­fah­ren zum Um­gangs­aus­schluss be­fris­tet auf zu­nächst 1 Jahr . Im Rah­men des Gut­ach­tens wur­de mei­nem­Ex­mann ei­ne schwe­re nar­zis­ti­sche Per­sön­lich­keits­stö­rung dia­gon­sti­ziert und ich als Er­zie­hungs­un­fä­hig er­klärt da ich den Kin­dern kei­nen ge­sun­den Kon­takt zum Va­ter ge­wäh­re , denn der Va­ter hat sich glaub­hauft ge­äu­ßert das er mit den gan­zen Vor­wür­fen nichts zu tun hat und die 2 – 3 Ver­feh­lun­gen sei­ner­seits nicht mehr vor­kä­men ( Sach­be­schä­di­gung, Ver­fol­gung, Über­wa­chung Mord­an­schlag ( durch­trenn­te Brems­schläu­che) und auch Be­dro­hung und Sach­be­schä­di­gung mei­ner männ­li­chen Be­kann­ten ) .… Bin dann un­be­kannt ver­zo­gen . Aber es hört nie auf , er er­zählt wei­ter­hin bit­ter­bö­se Lü­gen über uns. Jetzt ist der Äl­tes­te im Stu­di­um aber er bo­kot­tiert seit Sep­te­mer be­nön­tig­te Un­ter­la­gen fürs Ba­fög .. Geh zur Frau­en­be­ra­tungs­stel­le , füh­re Ta­ge­buch über sei­ne Ak­tio­nen , ver­su­che ei­nen Um­gans­pfle­ger zu be­kom­men . geh mit dei­nem Kind zum Psy­cho­lo­gen , Du auch . Brin­ge al­les ( er­folg­los) zur An­zei­ge .Es gibt kein pa­tent­re­zept , nur den ei­ser­nen Wil­len den Kampf nicht auf zu­ge­ben Freun­de und Fa­mi­lie die sich al­les ge­dul­dig auch zum 100.x an­hö­ren . Viel­leicht be­kommst du ei­nen Job der dich min­des­tens 400 – 600 km weit weg bringt ( kein Kin­des­ent­zug) nur tref­fen wer­den er­schwert. ver­zieh un­be­kannt , al­le Ko­ro­spon­dens geht nur noch über dei­nen An­walt eben­so wer­den tref­fen an ei­nem neu­tra­lem Ort weit weg von dei­nem Wohn­ort über den An­walt ge­re­gelt so­fern er dies for­dert . Mei­ner hat dann ” ru­he ge­ge­ben” aber es hört nicht auch – auch wenn ich mich freue (für das po­te­ti­el­le Op­fer) das er of­fen­sicht­lich noch kein neu­es Op­fer hat , wür­de ich mir wün­schen er hät­te eins da­mit er ei­nen an­de­ren Im Vi­sier hat . Ich wün­sche al­les Gu­te und viel Kraft

    2. Anonym

      Mei­ne Mut­ter ist eben­so ein Nar­zisst, ich ha­be es vor 2 Jah­ren in ei­ner The­ra­pie mit ei­nem Tie­fen­psy­cho­lo­gen her­aus­ge­fun­den.
      Mein gan­zes Le­ben bis heu­te be­lügt und ma­ni­pu­liert sie mich zu­sam­men mit mei­ner Schwes­ter. Da­bei geht es ein­fach nur dar­um das ich als *ir­re* (das bil­de ich mir al­les nur ein) da ste­he. Die bei­den gön­nen mir rein nichts, ich kann aber aus Lie­be zu mei­nem Va­ter den Kon­takt nicht be­en­den :/​ ich be­su­che mei­ne Fa­mi­lie, die Gott sei Dank über 500 km weit weg wohnt nur noch sehr sel­ten, es tut mir nicht gut je­des Mal geht es mir schlech­ter als vor­her.
      Es ist schwer aber ich weiß das ich schon al­lei­ne aus dem Grund ei­gent­lich bes­ser fern­blei­be dort.
      Al­les was hier auf der Sei­te steht stimmt und trifft auf mei­ne Mut­ter zu.Danke für den Text.

      1. Christina

        Bal­ly­weg, 22

    3. Lura

      Hal­lo, bin ge­ra­de durch Zu­fall dar­auf ge­sto­ßen. Vor­weg -sehr auf­schluss­rei­cher Ar­ti­kel. Ei­gent­lich hab ich nach Me­tho­den ge­sucht wie Men­schen an­de­re schä­di­gen kön­nen, vor­al­lem durch Ma­ni­pu­la­ti­on durch Wor­te und Scham­ge­fühl. Und auf ge­wis­se Re­ak­tio­nen zu ma­ni­pu­lie­ren oder eben mit Ab­sicht die Wun­den und Ängs­te von je­man­den im­mer wie­der auf­le­ben zu las­sen und in den Dreck zu zie­hen. Die­ser Ar­ti­kel hat mir dar­auf die Ant­wort ge­lie­fert, das ich mir so­was nicht nur einbilde.….ich fra­ge mich ob das in Grup­pen auch so ist? Al­so wenn meh­re­re zu­sam­men ge­gen ei­nen so vor­ge­hen -ist das auch nar­ziss­tisch oder fällt so­was un­ter ein­fa­ches mob­bing und/​oder Aus­gren­zung. ?
      Mfg

    4. Saskia

      Als psy­cho­the­ra­peu­ti­scher Sicht fin­de ich die­sen Ar­ti­kel hoch­pro­ble­ma­tisch. Hier wer­den si­cher­lich schwie­ri­ge Men­schen zu Mons­tern sti­li­siert und die Be­zie­hungs­dy­na­mik völ­lig au­ßer acht ge­las­sen. Es gibt im­mer ei­nen co-​narzissten, so ähn­lich wie den co-​Alkoholiker und es hilft nichts ei­nen Be­zie­hungs­part­ner zu ver­teu­feln.

  2. B. Laurentius-H.

    So wahr! Bei­na­he al­les ha­be ich ge­nau so er­lebt! Ganz viel Ab­stand von sol­chen Per­sön­lich­kei­ten!!!!

    1. Lazuli

      Schö­ner Ar­ti­kel! Ich ha­be es eben­falls ge­nau­so er­lebt. Und das gan­ze 13 Jah­re lang. Ob­wohl ich mich na­tür­lich über­wie­gend schlecht in die­ser On/​Off-​Beziehung fühl­te, dach­te ich selt­sa­mer Wei­se wäh­rend der gan­zen Zeit, ich sei ei­ne star­ke und selbst­be­wuss­te Frau. Erst nach­dem ich wie­der ein­mal eis­kalt ab­ser­viert wur­de, fand ich plötz­lich her­aus, wie sehr ich mich ver­lo­ren hat­te. Zu­fäl­lig las ich et­was über die nar­ziss­ti­sche PS und mir wur­de al­les klar. Auch die Fra­ge an mich selbst, war­um ich mir das al­les so lan­ge ha­be ge­fal­len las­sen. Man wird ein­fach sys­te­ma­tisch klein ge­macht, bis man tat­säch­lich kaum noch da ist. Man fängt an viel zu in­ves­tie­ren und bleibt, weil man schon so viel in­ves­tiert hat. „Mein Nar­zisst” z.B. hat mich auch im­mer lie­bend ger­ne igno­riert. Dies be­son­ders oder ei­gent­lich aus­schließ­lich in Ge­sell­schaft. Ich konn­te ihn an­spre­chen, ihn am Är­mel zie­hen und er re­agier­te nicht auf mich. Hin­ter­her zur Re­de ge­stellt, hat­te ich mir das na­tür­lich al­les ein­ge­bil­det. Ich könn­te zig Din­ge er­zäh­len, die grau­en­haft wa­ren. Der Nar­zisst un­ter­nahm nach mei­ner Ge­ne­sung wie­der ei­ni­ge Ver­su­che, mich ein­zu­wi­ckeln. Ich bin heil­froh, ihn los zu sein und be­dau­re je­de Frau von Her­zen, die auf ihn rein­fällt. Sie kön­nen ja am An­fang durch­aus schil­lernd und in­ter­es­sant sein. Ich könn­te mir vor­stel­len, dass es fast je­den Men­schen tref­fen kann. Viel­leicht spielt noch ein klein we­nig das Al­ter und die Le­bens­er­fah­rung mit. Aber es kann auch je­der an ei­ner De­pres­si­on er­kran­ken, oder? LG!

      1. Fischer

        auch Frau­en kön­nen Frau­en zu ih­ren Ma­rio­net­ten ma­chen!

      2. Marina

        Die­ser Mensch hät­te mich bei­na­he um­ge­bracht. Hat­te so mas­si­ve Herz­be­schwer­den mit Kran­ken­haus­auf­ent­halt und schwe­ren De­pres­sio­nen . Die­se On/​Off Be­zie­hung ging 2 Jah­re bis bei mir ein to­ta­ler Zu­sam­men­bruch kam.
        Man fängt schon am Mor­gen an zu zit­tern und traut sich fast nichts mehr zu sagen-​weil man be­fürch­tet es ist ver­kehrt.
        Da­bei fing al­les ganz lieb an. So­bald die Fal­le zu­schnappt zei­gen sie ihr wah­res Ge­sicht. Je­der Mensch kann sich glück­lich schät­zen, wenn er so­was über­steht. LG

  3. Medi

    ex­cel­lent ver­fasst und auf den Punkt ge­bracht. Dan­ke!!!

    1. Elisabeth Schwabe

      Fül­le nicht den Vor­rat der Nar­ziss­ten auf – gib Dir viel­mehr selbst die Be­stä­ti­gung, dass ihr miss­bräuch­li­ches Ver­hal­ten das Pro­blem ist, nicht Du.
      Dan­ke, herz­li­chen Dank für die­sen Rat!
      Ge­nau so ist es!
      Die­se Teu­fels­brut macht ei­nen sonst ka­putt!

      1. joachim

        Dan­ke !!

      2. Maria

        Zu­nächst ein­mal ein gro­ßes Dan­ke­schön an den Ad­min für den auf­schluss­rei­chen Ar­ti­kel! Für je­den ver­ständ­lich, der kei­nen psy­cho­lo­gi­schen Back­ground hat bzw. sich zum ers­ten mal in­ten­siv mit dem The­ma als „Op­fer” be­schäf­tigt. „Op­fer” se­he ich in mei­nem Fal­le noch zu­rück­hal­tend an, da es „erst” 3 Mo­na­te sind, je­doch in der Zeit hat sich mein see­li­scher Zu­stand mit 28 dank ei­ner Per­son, die ich als „see­li­schen Per­ver­sen” nach Marie-​France Hi­ri­go­y­en zi­tie­re, dras­tisch ver­schlech­tert.

  4. Angelina Singh

    per­fekt al­les selbst er­lebt und nur ei­nen Tip, weg von sol­chen Men­schen und sich die ge­sun­den aus­su­chen.

  5. Suse

    An­zie­hung ge­schieht auf un­be­wuss­ter Ebene…und wenn ich so je­man­den an­zie­he und an­zie­hend fin­de, dann ist mei­ne Psy­cho­dia­gno­se ge­nau­so schwerwiegend…nur wo­an­ders angesiedelt…mir geht es nicht schlecht, weil mein Ge­gen­über Nar­zisst o.ä.ist, son­dern weil ich gro­ße de­pen­den­te Per­sön­lich­keits­an­tei­le ha­be, die mich so ein Ver­hal­ten mei­nes Ge­genu­bers über mich er­ge­hen las­sen.
    Und wenn ich die nicht re­flek­tie­re und the­ra­pie­re, ha­be ich – selbst wenn ich die­sem Men­schen ausweiche- über kurz oder lang je­mand ähn­lich ge­strick­tes an der Ba­cke.

    1. Dorothee

      Das fin­de ich wich­tig dar­an. Wer die Nä­he ei­nes sol­chen Men­schen sucht, hat selbst ei­ne Per­sön­lich­keits­stö­rung. Da­her glau­be ich auch nicht, dass es ge­lin­gen kann, auf die 20 Punk­te mit je­weils ei­ner Gegen-​Taktik zu ant­wor­ten, um sie zu ent­kräf­ten und den Kampf zu ge­win­nen.

      Mir fehlt auch die Per­spek­ti­ve, dass Nar­ziss­ten krank sind. Sie tun das nicht aus Bos­haf­tig­keit, um uns zu schä­di­gen, son­dern aus Not. Sie fin­den kei­nen an­de­ren Weg, ihr Ego zu stär­ken, ih­re Be­dürf­tig­keit zu be­die­nen. Da­her sau­gen sie uns aus. Nicht weil sie uns scha­den wol­len.

      Nur wer ge­nug Selbst­lie­be hat, kann sol­chem Ver­hal­ten wirk­lich be­geg­nen – und zwar dann auch wie­der in Lie­be. Gren­zen zie­hen, dem Nar­ziss­ten sein Ver­hal­ten spie­geln (aber bit­te ge­walt­frei) und ihn fra­gen, wel­che un­er­füll­ten Be­dürf­nis­se da­hin­ter ste­hen. So, glau­be ich, könn­te ei­ne ge­sün­de­re Be­zie­hung aus­se­hen. Ist die ei­ge­ne Be­dürf­tig­keit an der Stel­le aber zu groß, wird es ein Re­pro­du­zie­ren und wei­te­res Ver­stri­cken ge­ben. Dann ist man nicht in der La­ge, sich durch Ge­gen­stra­te­gi­en von der An­gel des Nar­ziss­ten zu be­frei­en.

      1. Virginia

        Wenn Du dei­ne Lek­ti­on mit ei­nem Nar­ziss­ten ein­mal ge­lernt hast, dann, glau­be mir, wirst du sol­che er­ken­nen und sie auf je­den Fall mei­den wie die Pest. Ih­nen mit Lie­be zu be­geg­nen schützt dich nicht, ganz im Ge­gen­teil. Es gibt nur eins: Mei­den !!

        1. mareile

          nein, die lie­be, die man ih­nen ent­ge­gen­bringt, nützt nichts, weil sie da­mit nicht um­ge­hen kön­nen, sie nicht ein­mal er­ken­nen.
          mei­den, kon­takt ab­bre­chen und lö­schen und wie­der zu sich selbst fin­den, das ist das ein­zi­ge, was da­ge­gen hilft.
          man än­dert die­se men­schen nicht.

          1. Mara

            …än­dern kann sich nur die Be­we­gung des Op­fers. Ein Nar­ziss kann sich nicht än­dern, er ist fak­tisch nicht the­ra­pier­bar. Es gibt, bei Ein­sicht­des Nar­ziss­ten, nur die Mög­lich­keit, Ver­hal­tens­the­ra­peu­tisch Vor­schlä­ge an­zu­neh­men. Wer mit ei­nem Nar­ziss­ten zu­sam­men lebt, braucht ein ge­sun­des Selbst­wert­ge­fühl und ins­bes­node­re Selbst­lie­be, ei­nen star­ken Cha­rak­ter und soll­te sei­nen Weg selbst­be­stimmt ge­hen kön­nen. Al­les an­de­re: nehmt Eu­re Füs­se in die Hän­de und lauft so schnell wie mög­lich da­von.

      2. Ellen Ermert

        Ei­nem Nar­ziss­ten, al­so je­man­dem, der psy­chi­sche Ge­walt sys­te­ma­tisch und ge­zielt an­wen­det, ge­walt­frei be­geg­nen? Das ist wie ein Pick­nick mit ei­nem Gift­mör­der. Wer bit­te möch­te ei­nem Se­ri­en­kil­ler ge­walt­frei be­geg­nen? Psy­chi­sche Ge­walt führt oft ge­nug zum Tod oder zu ei­nem zer­stör­ten Le­ben.

        1. Shanaya

          Du bringst es bril­li­ant auf den Punkt, El­len!

        2. Ute Penz

          Lie­be El­len, das hast Du herr­lich tref­fend auf den Punkt ge­bracht mit dem Pick­nick und dem Gift­mör­der! Herz­li­chen Dank, Ute (nach 20 Jah­ren mit ei­nem sich mehr und mehr bös­ar­tig ent­wi­ckeln­den Nar­ziss­ten.)

      3. Andrea

        Sor­ry Do­ro­thee,
        aber das ist schlicht nicht zu­tref­fend. Die­se Part­ner, von de­nen hier die Re­de ist, sich sich sehr wohl be­wußt, was sie da tun. Vie­le Frau­en dach­ten, sie müß­ten nur ge­nug Lie­be ge­ben und ihm spie­geln und könn­ten ihn da­mit hei­len oder da­zu be­we­gen, sich Hil­fe zu ho­len.
        Ver­giß es ein­fach. Teil die­ser Per­sön­lich­keits­stö­rung ist näm­lich, daß je­der, der sie durch­schaut, zum Feind­bild wird, auch ein The­ra­peut oder Psych­ia­ter… ei­ner der Grün­de, war­um ma­li­gne Nar­ziß­ten (und von de­nen ist hier die Re­de) so gut wie nie in The­ra­pie ge­hen… es ge­hört zum Stö­rungs­bild, da­her ist auch die Chan­ce auf ei­ne Ver­än­de­rung ge­ra­de­zu bei NULL… und je­der Ver­such des Part­ners, da et­was dran zu än­dern oder das aus­zu­hal­ten, führt nur un­wei­ger­lich ir­gend­wann zu sei­ner ei­ge­nen Zer­stö­rung, von der er sich lan­ge nicht er­ho­len wird.

        1. Sabine Greulich

          Hal­lo,
          rich­tig.
          Su­che Hil­fe zu die­sem The­ma. Schei­dung läuft. Al­les sehr kom­pli­ziert. Ha­be kei­ne Hil­fe dies­be­züg­lich.
          LG
          Sa­bi­ne

        2. Mimi

          Das kann ich be­stä­ti­gen.. So­bald man sol­che Men­schen auf ein de­struk­ti­ves Ver­hal­ten hin­weist, wit­tern die­se die Ge­fahr auf­zu­flie­gen und be­gin­nen ei­nen mit ei­nem Ar­se­nal aus Un­lo­gik und Ab­len­kungs­ma­nö­vern zu be­kämp­fen. Wenn sie sich da­bei noch be­mü­hen, ge­küns­telt höf­lich zu blei­ben, jagt ei­nem die un­au­then­ti­sche Art kal­te Schau­er über den Rü­cken. Wenn man tat­säch­lich er­war­tet hat ein Ge­spräch auf Au­gen­hö­he zu füh­ren kriegt man ei­nen Kno­ten im Hirn von der Am­bi­va­lenz die­ses Ver­hal­tens. Der äu­ße­re Schein soll höf­lich und re­spekt­voll wir­ken wäh­rend die Wor­te ein­zig den Zweck er­fül­len, zu ver­dre­hen, zu ba­na­li­sie­ren und den Fo­kus vom ei­gent­li­chen The­ma ab­zu­wen­den. Ob ge­walt­frei oder nicht, ei­nen Nar­ziss­ten spie­geln funk­tio­niert nicht weil er den Spieß im­mer um­dre­hen wird. Da­bei dient es ihm wun­der­bar mo­ra­lisch an kei­ne Form von Lo­gik, Re­spekt oder Fair­ness ge­bun­den zu sein was di­rekt mit der ei­gent­li­chen Ab­sicht sei­ner „Kom­mu­ni­ka­ti­on” zu­sam­men­hängt – sich al­les vom Leib zu hal­ten, was ihn in Fra­ge stel­len könn­te. Wenn mei­nem Ex die Ar­gu­men­te aus­gin­gen, sag­te er ein­fach nur „Spie­gel, Spie­gel!” um mir den Wind aus den Se­geln zu neh­men und Ver­wir­rung zu stif­ten an­statt ernst­haft auf Wor­te und Zu­sam­men­hän­ge ein­zu­ge­hen. Auch be­liebt wa­ren pau­scha­le, völ­lig sinn- und zu­sam­men­hangs­lo­se Vor­wür­fe wie „Ich bin ve­gan, du nicht..!” die mit ih­rem pla­ka­ti­ven Cha­rak­ter ei­gent­lich schon wie­der zu of­fen­sicht­lich wa­ren um sie ernst zu neh­men, ih­ren Zweck vom We­sent­li­chen ab­zu­len­ken aber eben trotz­dem er­füll­ten.
          Auch sehr be­liebt bei Nar­ziss­ten ist es, scham­los wun­de Punk­te zu drü­cken und tief zu ver­let­zen bis sie ei­nen rich­tig auf die Pal­me ge­bracht ha­ben um dann mit ei­nem Fun­keln in den Au­gen und un­ter­kühl­tem Grin­sen zu tri­um­phie­ren weil sie nun sa­gen kön­nen, dass sie doch die Ru­he selbst sind, man selbst aus der Fas­sung ge­ra­ten und nicht fä­hig ist zu kom­mu­ni­zie­ren. Dass zu­vor al­le Ver­su­che ei­ner kon­struk­ti­ven Kom­mu­ni­ka­ti­on tak­tisch mit Un­lo­gik und Ver­ne­be­lung aus­ge­he­belt wur­den, wird ein­fach be­lä­chelt oder ver­leug­net. Sol­che und an­de­re sub­ti­le Ma­nö­ver, die nicht rich­tig greif­bar ge­schwei­ge denn kom­mu­ni­zier­bar sind, ma­chen es schwer die La­ge rich­tig ein­zu­schät­zen, auch weil der Nar­zisst ei­nem un­ter­schwel­lig Selbst­zwei­fel ein­pflanzt. Erst wenn man er­lebt, dass sich sol­che Si­tua­tio­nen re­gel­mä­ßig wie­der­ho­len kann man das Mus­ter da­hin­ter er­ken­nen.
          Ich hab es wirk­lich auf al­le nur er­denk­li­che Ar­ten ver­sucht aber für so ein knif­fe­li­ges Macht­spiel, das mit Kom­mu­ni­ka­ti­on im ei­gent­li­chen Sin­ne nichts mehr zu tun hat braucht man weit­aus mehr als Selbst­lie­be und das wä­ren vor al­lem to­ta­le Ab­gren­zung und Gleich­gül­tig­keit be­züg­lich dem Be­dürf­nis ei­ner kon­struk­ti­ven Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Au­gen­hö­he, wel­ches voll­kom­men nor­mal ist weil es das Zu­sam­men­le­ben in ei­nem so­zia­len Ge­fü­ge über­haupt erst mög­luch macht. Ich möch­te ei­nen Men­schen se­hen der sich auf­rich­tig selbst liebt und sich da­für nicht zu scha­de ist..! Das ist mei­ner An­sicht nach ein Wi­der­spruch in sich denn wer sich selbst liebt um­gibt sich ei­gent­lich nicht mit solch ver­nich­ten­der De­struk­ti­vi­tät..

          Ich se­he es auch so, dass es ei­nen gibt der macht und ei­nen an­de­ren der ma­chen lässt. Al­ler­dings ge­hen die­se Men­schen wie ge­sagt oft sehr sub­til vor und un­ter­wan­dern ih­re Mit­men­schen schlei­chend. Man ist sich lan­ge nicht si­cher, ob das al­les wirk­lich so ist wie es scheint und ist man sich nicht si­cher, bleibt man im Zwei­fel an­statt dem an­de­ren wo­mög­lich Un­recht zu tun. Man be­ginnt über­mä­ßig an sich selbst zu zwei­feln, sie set­zen an ei­ner vor­han­de­nen Un­si­cher­heit an und mert­zen die­se im­mer wei­ter aus um ei­nem ir­gend­wann vor­zu­wer­fen, wie run­ter­ge­kom­men und fra­gil man doch ge­wor­den ist. Das hat aber selbst­ver­ständ­lich nie­mals et­was mit ih­nen selbst zu tun..!

          Ein er­fah­re­ner The­ra­peut sag­te mei­nem Ex et­wa ein Jahr nach­dem ich es schon ver­mu­te­te, er sei ein Nar­zisst. Zu­vor als es nur um die Be­hand­lung sei­ner „De­pres­si­on” ging, hat­te er die­sen The­ra­peu­ten in den Him­mel ge­lobt und lan­ge auf ei­nen Platz dort ge­war­tet. Als der The­ra­peut dann Ta­che­les sprach und ihm die Be­din­gung für die The­ra­pie stell­te, sich vor­ab zu­min­dest teil­sta­tio­när be­han­deln zu las­sen, wur­de er plötz­lich zum Ama­teur, zum 0815 The­ra­peu­ten de­gra­diert und nie wie­der auf­ge­sucht. Jetzt fühlt sich mein Ex sehr wohl bei ei­ner The­ra­peu­tin, die sei­ne be­mit­lei­dens­wer­te De­pres­si­on und die man­geln­de Im­puls­kon­trol­le be­han­delt, nur wird das auf die Dau­er nichts brin­gen wenn die Ur­sa­che nicht be­ar­bei­tet wird. Es wird im­mer ge­sagt als „Laie” kön­ne und dür­fe man so­et­was nicht dia­gnos­ti­zie­ren.. Nur ha­be ich den Ein­druck, dass ein Groß­teil der The­ra­peu­ten mehr Laie sind als ein An­ge­hö­ri­ger ei­nes sol­chen Men­schen. Auch ist es für ei­nen The­ra­peu­ten nicht ein­fach zu durch­schau­en weil der Nar­zisst auch in der The­ra­pie dar­auf be­dacht ist, ein be­stimm­tes Bild von sich ab­zu­ge­ben und mitt­ler­wei­le hin­rei­chend be­kannt ist, dass der The­ra­peut eben­so ma­ni­pu­liert und ge­täuscht wird wie al­le an­de­ren.

          Mit sehr viel Ab­stand kann ich die­se Stö­rung ver­ste­hen und ha­be so­gar Mit­ge­fühl weil mir be­wusst ist, wie schreck­lich es in ei­nem sol­chen Men­schen in­ner­lich aus­se­hen muss, da­mit er die­ses Ver­hal­ten nö­tig hat – es ist wirk­lich ei­ne Not! Ver­ant­wort­lich für des­sen de­mon­tie­ren­den Cha­rak­ter und da­für, sich des­sen be­wusst zu wer­den sind sie aber den­noch. Das Ver­ständ­nis in die­se Stö­rung heilt lei­der nicht die Wun­den, die ein Nar­zisst ei­nem zu­fügt in­dem er vor­han­de­ne Schwä­chen, die je­der Mensch hat, ge­zielt auf­greift. Das ist es schließ­lich, was nicht um­sonst als miss­bräuch­lich be­zeich­net wird..!
          Wenn man je­doch durch prak­ti­sche Selbst­lie­be er­kennt, dass die­ses Ver­hal­ten mit ei­nem per­sön­lich nichts zu tun hat, grenzt man sich ab weil ei­nem be­wusst wird, dass je­der Ver­such zur Kom­mu­ni­ka­ti­on mit die­sem Men­schen rei­ne Kraft- und Zeit­ver­schwen­dung ist.
          Da­her eben­so mein Rat: Völ­li­ge Ab­sti­nenz von sol­chen Men­schen, vor al­lem wenn man da­zu neigt an sich selbst zu zwei­feln. An den ei­ge­nen Schwä­chen soll und darf man in ei­ge­nem In­ter­es­se im­mer ar­bei­ten, man muss sich als füh­len­des We­sen des­halb aber trotz­dem nicht see­li­scher Grau­sam­keit aus­set­zen!

          Ich fin­de den Ar­ti­kel auch an ei­ni­gen Stel­len zu het­ze­risch ver­fasst, al­ler­dings gibt er ei­ne gu­te Über­sicht an­hand der man die ei­ge­ne Si­tua­ti­on als An­ge­hö­ri­ger ei­nes sol­chen Men­schen be­ob­ach­ten und ein­ord­nen kann. Dan­ke da­für..!

      4. Sandra Nabler

        Was die Selbst­lie­be an­geht, magst du recht ha­ben. Men­schen oh­ne gu­tes Selbst­wert­ge­fühl und viel Em­pa­thie­ver­mö­gen sind an­fäl­li­ger auf to­xi­sche Men­schen.

        Tat­sa­che ist, je­der Mensch kann auf ei­nen Nar­ziss­ten her­ein fal­len. Wie vie­le Men­schen sind Hit­ler, Pol Pot und Sta­lin hin­ter­her ge­rannt. Trump, Or­ban, Er­doğan? Wie­vie­le sind dem Fi­nanz­be­trü­ger Ma­d­off auf den Leim ge­kro­chen?

        Es ist ein­fach zu sa­gen, dass das Op­fer die al­lei­ni­ge Schuld dar­an trägt, weil es ge­wis­se Man­kos hat. Auch wenn es so ist, ist der Nar­zisst der Tä­ter der ab­sicht­lich Men­schen zer­stört und dies auch noch ge­niesst.

        Dei­ne Vor­schlag mit ei­nem ma­li­gnen Nar­ziss­ten ei­ne ge­sun­de Be­zie­hung zu füh­ren in­dem man ihn fragt, was ihm fehlt und ihm mehr Lie­be ent­ge­gen bringt ist, ist ein­fach nur na­iv und falsch.

        1. Ich

          Eben das geht bicht. Ge­nau­so we­nig wie ein Op­fer an ei­ner Ver­ge­wal­ti­gung schuld ist! An miss­hand­lung ist man nie sel­ber Schuld.

      5. joachim

        Sehr Gut !!!

    2. Ellen Ermert

      Das hal­te ich für Un­sinn. So­zio­pa­then sind sehr raf­fi­niert, char­mant, sie ver­lo­cken und ver­füh­ren. Au­ßer­dem sind Op­fer­be­schul­di­gun­gen all­ge­mein ver­brei­tet, z.B. bei Ver­ge­wal­ti­gung heißt es auch „Die hat es doch ge­wollt“. Re­emst­ma nennt dies ei­nen „so­zia­len Grund­af­fekt”. Sehr gut fin­de ich den eng­li­schen Ar­ti­kel „vic­tim bla­ming“ auf Wi­ki­pe­dia.

    3. Andrea

      Das stimmt so lei­der gar­nicht.
      Wir ha­ben ge­nug Frau­en in un­se­rem Netz­werk er­lebt, die vor und nach ei­ner sol­chen Be­zie­hung ganz nor­ma­le Part­ner hat­ten.
      Es gibt zwar durch­aus auch Frau­en, die im­mer wie­der an sol­che Ty­pen ge­ra­ten, dies ist aber kei­nes­wegs die Re­gel…
      die­se Frau­en kom­men dann oft aus Fa­mi­li­en­ver­hält­nis­sen, wo sie die­se Mus­ter schon als Kin­der ver­in­ner­licht ha­ben und be­dür­fen in der Tat der the­ra­peu­ti­schen Hil­fe.
      Die­se Tat­sa­che be­rech­tigt trotz­dem nie­man­den, sie so zu be­han­deln und spricht sol­che nar­ziß­ti­schen Tä­ter auch nicht von der Schuld frei, WIE sie sich ver­hal­ten.

      1. Andrea

        @Admin, die­ser Kom­men­tar soll­te ei­gent­lich un­ter der Ant­wort von Su­se ste­hen?

        1. Admin

          Da Su­se meh­re­re Ant­wor­ten be­kom­men hat, muss­te dei­ne Ant­wort „in der Schlan­ge hin­ten­an­ste­hen”. Nicht mal ich kann das Sys­tem über­lis­ten 🙂

    4. Lisa

      Und was, wenn du sel­ber Kind ei­ner nar­ziss­ti­schen Mut­ter­bist?
      Als­Kind hast Du keine­Chan­ce und auch nicht von vor­neh­me­ren ei­nen ei­ge­nen Per­sön­luch­keirs­de­fekt.
      Es ist halt­los und ent­wür­di­gend, über Op­fer miss­bräuch­li­cher Nar­zis­ten der­art pau­schal zu ur­tei­len!.

    5. joachim

      Oh Shit .… 🙁

    6. Antje

      Ja, so ist es

  6. Pina Collins

    Ich ha­be Kin­der, die sol­che Zü­ge ha­ben. Kann man das wohl „ab­erzie­hen”?

    1. Elis

      Tol­ler Ar­ti­kel! Sehr um­fas­send und prä­zi­se. Dan­ke!

    2. Gabi

      Ich ha­be sol­che Kin­der ge­hei­ra­tet. Bei­de Wei­se, die Mut­ter ver­starb als sie un­ter 2 wa­ren. Trau­ma­ta und Erb­mas­se for­men Cha­rak­te­re, eben­so wie Fehl­ver­hal­ten der Um­welt in der früh­kind­li­chen Pha­se. Mei­nes Er­ach­tens ist es nicht mög­lich das „ab­zu­er­zie­hen”. Wir ha­ben uns zwi­schen 18 und 20. Le­bens­jahr von die­sen Kin­dern ver­ab­schie­det, kurz be­vor wir selbst in der Psych­ia­trie ge­lan­det sind. Nach wie vor „ar­bei­ten” aber Omas und Tan­ten an der Ge­schich­te „Ar­me Kin­der” und las­sen sich bis zum Er­bre­chen Ma­ni­pu­lie­ren und ver­su­chen Ein­fluss zu neh­men, weil sie es ja „nur gut” mei­nen.
      Nur im Ab­stand von die­sen Per­sön­lich­kei­ten fin­den mein Mann und ich so­wohl ge­mein­sam als auch je­der für sich En­er­gie und Frie­den.

      1. Margret Schönenberger-Miller

        Kann es sein – das die kom­plet­te Ge­sell­schaft kaum an­de­re Ver­hal­tens­wei­sen zeigt ?
        Sich ge­gen­sei­tig „ an­zu­ma­chen ” ist im Schul-​Alltag zu­min­dest oweit ich zu­rück­den­ken kann – tag­täg­lich üb­lich ge­we­sen – da sich jede/​r selbst als DAS Nonplus- Ul­tra dar­stel­len muss­te .
        Das sind er­lern­te Stra­te­gi­en – kei­ne Cha­rak­ter­zü­ge !
        Wenn hier selbst Er­wach­se­ne nix an­de­res auf­zei­gen und die Kin­der kei­ne an­de­ren „ Lie­bes­mög­lich­kei­ten ken­nen­ler­nen -fin­de ich das er­heb­lich trau­ri­ger als ein zu­sätz­li­cher kon­se­quen­ter Lie­bes­ent­zug .
        WAS ge­nau ler­nen die Kin­der dann aus die­sem Ver­hal­ten ?

        1. Norbert

          Nach­dem ich den Ar­ti­kel ge­le­sen hat­te kam ich zu dem sel­ben Ur­teil. Um mich her­um ver­hal­ten sich sehr, sehr vie­le so. Teil­wei­se nicht der­art ex­trem, aber die An­sät­ze sind vor­han­den.
          Und so den­ke ich nicht, daß das to­xisch zu sein ein „Krank­heits­bild” ist, son­dern ein ge­sell­schaft­li­ches Phä­no­men, wel­ches re­le­vant und zum größ­ten Teil ak­zep­tiert oder zu­min­dest to­le­riert wird.
          Aus mei­ner per­sön­li­che Er­fah­rung als Mann kann ich noch hin­zu­fü­gen, daß ich zwei Frau­en ken­nen­lern­te, ei­na da­von auch wirk­lich nä­her, weil ich mich ver­lieb­te, die die­se Per­sön­lich­keits­merk­ma­le auf­wie­sen, je­doch in der La­ge wa­ren, die­se so ge­schickt ein­zu­set­zen, daß am En­de ICH als der­je­ni­ge mit der to­xi­schen Per­sön­lich­keit da­stand.

          1. Joe

            Dan­ke für die­se Ant­wort!

    3. Mara

      gib ih­nen das, was sie am meis­ten brau­chen: Lie­be und Auf­merk­sam­keit. Ver­su­che Ak­ti­vi­tä­ten ein­zu­pla­nen, die ih­re Kon­di­tio­nen heraufor­dern, lo­be sie für emo­tio­na­le Er­fol­ge und ins­be­son­de­re ho­le Dir Hil­fe von Jugend- und Kin­der­psych­ia­tern. Die Welt braucht kei­nen Nach­wuchs von Nar­ziss­ten!

  7. Skyhigh

    Scha­de, dass du mei­nen Kom­men­tar ge­löscht hast.
    Du pos­test ei­nen Ar­ti­kel über ma­ni­pu­la­ti­ve Men­schen, und merkst nicht, dass du selbst ma­ni­pu­liert bist.
    Aber ich ver­ste­he das, wir al­le müs­sen noch viel ler­nen, um frei zu wer­den.
    Ich wün­sche dir wei­ter­hin viel Er­kennt­nis, und dass du die wah­ren Freun­de er­kennst 🙂

    1. Admin

      Ich ge­neh­mi­ge ganz be­stimmt kei­nen Kom­men­tar mit ei­nem Link auf ei­ne Sei­te aus dem Sci­en­to­lo­gy Hand­buch. Sci­en­to­lo­gy ist ei­ne der ma­ni­pu­la­tivs­ten Pseudo-​Religion über­haupt. Der Ma­ni­pu­la­ti­ons­ver­such geht von Ih­nen aus.

  8. melanie

    ge­nau das ha­be ich mei­ne gan­ze Kind­heit lang er­lebt und spä­ter in zehn Jah­ren Ehe noch ver­stärkt. ein gu­tes Ge­fühl, sol­che Kreis­läu­fe zu durch­bre­chen und zu sich selbst zu ste­hen. Die hun­dert­pro­zen­ti­ge Be­schrei­bung mei­nes ex-Mannes.…habe beim le­sen die­ses Ar­ti­kels laut ge­lacht, dan­ke !

  9. Lothar

    Ei­ne ab­so­lut tref­fen­de Be­schrei­bung, die ein sehr brei­tes Spek­trum nar­zis­ti­scher Per­sön­lich­kei­ten ab­deckt. Be­dan­ke mich für die­se Hil­fe­stel­lung, die ei­ni­ges Licht in das dunk­le Den­ken sol­cher „selt­sa­men Le­be­we­sen” bringt !

  10. Satya Burger

    Ich wu­er­de die­sen wert­vol­len Ar­ti­kel ger­ne mit mei­nem (nur) english spra­chi­gen Part­ner tau­schen. Wie/​wo kann ich die­sen Ar­ti­kel in English le­sen ?

    1. Admin

      Bei die­sem Ar­ti­kel, wie bei al­len Ar­ti­keln auf die­sem Blog, han­delt es sich um die deutsch­spra­chi­ge Über­set­zung ei­nes eng­lisch­spra­chi­gen Ar­ti­kels. Der Link zum Ori­gi­nal ist im­mer die al­ler­ers­te Zei­le mit dem Na­men des Au­tors, dem Da­tum der Erst­ver­öf­fent­li­chung, und der Quel­le. Bit­te an­kli­cken.

      1. DaniS

        Das war mal auf­schluss­reich. Wur­de ge­ra­de selbst von je­man­dem raus­ge­schmis­sen, nach 2 Jah­ren Be­zie­hung. Der Grund war mei­ne fal­sche Mei­nung über Fuß­ball. Nicht ein­mal ei­ne Dis­kus­si­on, schon gar kein Streit, nur ei­ne an­de­re Mei­nung. Ich ha­be mei­ne ei­ge­ne Woh­nung be­hal­ten und da­für be­glück­wün­sche ich mich jetzt. Ich ha­be mei­nen Job und mein ei­ge­nes Geld, da­zu ei­ne sehr star­ke und to­le­ran­te Fa­mi­lie, die im­mer hin­ter mir steht. Ich bin psy­chisch sta­bil und un­ab­hän­gig. Aber das scheint wie be­schrie­ben ge­nau das Pro­blem zu sein. Jetzt nach dem Raus­wurf kom­men na­tür­lich die Ver­su­che, mich wie­der ein­zu­lul­len. Jetzt will er sich mit mei­ner selt­sa­men Per­sön­lich­keits­struk­tur be­schäf­ti­gen und Ver­ständ­nis für mich ge­win­nen. Weil ich ja of­fen­sicht­lich ein Pro­blem ha­be. Man wür­de la­chen, wenn es nicht so trau­rig wä­re, zwei Jah­re sei­nes Le­bens an je­man­den ge­glaubt zu ha­ben, der die gan­ze Zeit ge­stört war, und zwar von ei­ner 32 Jah­re dau­ern­den Ehe, die da­mit en­de­te, dass die Ex­frau ihn ver­leum­de­te, den gan­zen Ort ge­gen ihn auf­hetz­te und nun nach und nach Leu­te kom­men und be­stä­ti­gen, dass sie Lü­gen ver­brei­tet hät­te, um ihn zu iso­lie­ren.
        Kann es auch sein, dass er das Op­fer ei­ner Nar­ziss­tin ist, die ihn so fer­tig ge­macht hat, dass er jetzt ähn­li­che Ver­hal­tens­wei­sen ent­wi­ckelt?

        Ich will ihn kei­nes­falls be­schüt­zen oder sein Ver­hal­ten als rich­tig er­klä­ren. Ich will es ver­ste­hen.
        Ich ha­be den Raus­wurf ak­zep­tiert, den Kon­takt be­en­det, Whatapp blo­ckiert, bei Face­book ge­sperrt ect. Ich woh­ne und ar­bei­te 200 km weit weg. Es ist ok. Ich ha­be mein so­zia­les Netz­werk aus Fa­mi­lie und Freun­den nie auf­ge­ge­ben, aber lang­sam be­gann ich es zu ver­nach­läs­si­gen. Es wur­de wirk­lich Zeit, da raus­zu­kom­men.
        Den­noch wüss­te ich gern, ob man sol­che Ver­hal­tens­wei­sen ir­gend­wann an­nimmt und sich dann ge­nau­so ver­hält. Das macht mir gra­de Angst. Ich möch­te auf kei­nen Fall so wer­den.
        LG Da­niS

  11. NoName

    Dan­ke, 100 % rich­tig…
    Es fehlt mei­ner Mei­nung und Er­fah­rung nach nur ein Punkt:
    Die Per­son über­zeugt dich, dass sie nur dein Bes­tes wol­len und al­le ih­re Hand­lun­gen zu dei­nem ei­ge­nen Schutz und Vor­teil sind, bis man in der ei­ge­nen Mei­nung und Wahr­neh­mung so weit ver­un­si­chert ist, dass man sich nicht mehr in der La­ge fühlt, sich selbst zu Schüt­zen und von der Per­son ab­hän­gig wird.

  12. jb

    Ich ha­be beim Le­sen die­ses Ar­ti­kels mei­ne letz­te Be­zie­hung noch­mals durch­lebt, vie­le scho­ckie­ren­de Er­kennt­nis­se ge­won­nen und vie­le mei­ner Ver­mu­tun­gen be­stä­tigt be­kom­men.
    Ich ha­be trotz die­ser Be­hand­lung noch im­mer Ge­füh­le für die­sen Men­schen, trotz­dem er mich im­mer noch auf al­len mög­li­chen We­gen ver­sucht zu ver­let­zen. Ich hof­fe, die Er­kennt­nis, mit ei­nem nar­zis­ti­schen Men­schen li­iert ge­we­sen zu sein, hilft mir et­was bes­ser da­mit zu­recht zu kom­men. Dan­ke.

  13. Denis Kupferschmidt

    Ist es möglich…das sol­che Leu­te auch die ei­ge­nen El­tern sein können?.…..kommt mir al­les bis auf ein paar Ab­stri­che sehr be­kannt vor. …

    1. Nicht geliebtes Kind

      Jam, es ist lei­der mög­lich. Ich bin un­ter ge­nau sol­chen Be­din­gun­gen auf­ge­wa­chen – es war de Ad­op­tiv­mut­ter, und der Ad­op­tivv­ter hat weg­ge­se­he. Googelst du „Nicht ge­lieb­tes Kind”. 

      Und ja, wie oben je­mand schrieb, sie tun das al­les un­ter dem Deck­man­tel :„Ich ha­be es doch nur gut ge­meint”. 🙁

      Das ver­hal­ten wird oft von Ge­ne­ra­ti­on zu Ge­ne­ra­ti­on wei­ter ge­ge­be. Erst wenn je­mand das er­kennt und durch­bricht, ist Hei­lung und Ver­än­de­rung mög­lich.

      1. Alexa Da Silva

        Ich hat­te sel­ber ei­ne to­xi­sche ad­op­tiv­mut­ter und ei­nen rück­grat­lo­sen ad­op­tiv­va­ter. Bin früh von “zu­hau­se“ aus­ge­zo­gen und ha­be bis heu­te dar­an zu ar­bei­ten. Das Grau­sa­me ist, dass ein Kind die emo­tio­na­le Miss­bil­dung des El­tern­teils nicht er­ken­nen kann und so da­durch ge­prägt wird. Ha­be heu­te ei­ne ei­ge­ne Fa­mi­lie und ei­nen ge­sun­den lie­be­vol­len Mann. Bis heu­te muss ich aber sehr acht­sam sei n, um mich nicht auf to­xi­sche Men­schen “Freun­de“ , ein­zu­las­sen und muss­te selbst Mut­ter wer­den, um den Un­ter­schied zwi­schen Lie­be und dem, was sie emp­fun­den und ver­langt ha­ben muss, zu er­ken­nen. Es er­schreckt mich noch heu­te. Ich ha­be zb fest­ge­stellt, dass sie,die to­xi­sche, nie­mals je ih­re emo­tio­na­le kom­fort­zo­ne ver­las­sen hat und von ei­ner ver­wirr­ten an­spruchs­hal­tung ge­gen die Um­welt durch­drun­gen ist. Und da die Welt ihr “et­was schul­dig ge­blie­ben ist“, muss sie lei­der stän­dig Ben­zin in die oa­sen der an­de­ren gie­ßen. (Me­ta­pho­risch) nun lebt sie ir­gend­wo und ich le­be hier und wenn sie stirbt, dann bin ich noch am Le­ben. Als von ei­ner psy­cho­path­in auf­ge­zo­gen ‚kann ich in ge­wis­sen Si­tua­tio­nen, so leer und grau­sam sein, wie sie. Ich ha­be nur das Glück, die­se s ver­hal­ten ge­gen die, die mei­nen Liebs­ten scha­den wol­len, ge­zielt an­zu­wen­den. Ge­gen die mei­nen, kann ich nur voll lie­be sein. Ich den­ke, dass man so­zio­pa­then nicht ent­ge­gen­kom­men muss. Man soll­te sich abwenden,nicht hin­hö­ren, nicht zu­rück bli­cken und Grä­ben zie­hen. Falls sie versuchen,zu fol­gen, soll­te man sich schar­fe hun­de hal­ten. Das ist der Mensch sei­nem see­len­heil schul­dig

        1. Alexa Da Silva

          Ha­be ir­gend­wo hier ge­le­sen, dass auch “Trau­ma­ta und erb­mas­se “ den Cha­rak­ter for­men. Wie auch im­mer letz­te­res zu ver­ste­hen sein soll. Mir wur­de im­mer er­zählt das es 3070 ste­he. 30% Er­zie­hung und 70% Ge­ne, die den Cha­rak­ter formen.Wie to­xisch und selbst­ge­recht kön­nen Ad­op­tiv­el­tern sich noch aus­drü­cken?

    2. Primel

      Ist möglich.….mein Va­ter hat ei­ne nar­zi­ti­sche Per­sön­lich­keits­stö­rung und mei­ne Kind­heit war die Höl­le.
      Lei­de heu­te noch un­ter den Fol­gen.

  14. Dagmar Rehak

    Es ist ei­gent­lich viel ein­fa­cher:
    Ein einst­mals trau­ma­ti­sier­tes ver­nach­läs­sig­tes Kind ver­sucht sein Trau­ma stän­dig wie­der­zu­be­le­ben, und das ge­lingt durch den ma­ni­pu­la­ti­ven Ein­satz von Schuld­ge­füh­len. Ent­spre­chend der see­li­schen Rei­fe ei­ne Kin­des kön­nen die Kran­ken auch kei­ne Ver­ant­wor­tung über­neh­men, wenn sie ir­gend­wann al­les ka­putt ge­macht ha­ben, son­dern wol­len dann auch noch ge­trös­tet wer­den, denn in sol­chen Pha­sen wer­den sie wie­der zu die­sem einst­mals trau­ma­ti­sier­ten Kind.

    Das Drama-​Dreieck wird auch von ei­gent­lich ge­sun­den Er­wach­se­nen oft miss­braucht. Auch hier wird für den ei­ge­nen Wunsch kei­ne Ver­ant­wor­tung über­nom­men, son­dern je­mand, der nicht für sich selbst spre­chen kann, meis­tens Kin­der oder Tie­re, mit den Wün­schen des Ma­ni­pu­la­ti­ven be­dacht.

    Sie sind to­xisch, aber auch ar­me klei­ne ver­nach­läs­sig­te Kin­der.

    Ich ha­be das 40 Jah­re am le­ben­den Ob­jekt stu­diert.

    1. Gabi

      „Ein einst­mals trau­ma­ti­sier­tes ver­nach­läs­sig­tes Kind ver­sucht sein Trau­ma stän­dig wie­der­zu­be­le­ben, und das ge­lingt durch den ma­ni­pu­la­ti­ven Ein­satz von Schuld­ge­füh­len. ”

      Sehr gut, die­se Sicht­wei­se. Heu­te den­ke ich zu­dem, dass die­se Kin­der zwar auf­wach­sen, aber nicht er­wach­sen wer­den, Rei­fe sich nicht ein­stellt. Sie bei­ben die „un­ver­stan­de­nen Kin­der”.

      Ein Freund sag­te da­mals zu mei­nem Ex-​Mann: Boy, you grow old, but you ne­ver grow up. Das trifft es m.E. auf den Punkt.

      1. Gritt

        Hal­lo al­le zu­sam­men,
        Ist es mög­lich das ein 40 Jah­re al­ter Mann,mein jetzt ex Le­bens­ge­fähr­te nach der vor zwei Jah­ren be­gin­nen­den Affäre,durch ir­gend­ein Schlüs­sel­er­leb­nis sein We­sen so ver­än­dert hat das sein wa­res ich her­vor­ge­bracht hat.er hat als Klein­kind live ge­se­hen wie der Nach­bar sei­ne Frau mit ü.40 Mes­ser Hie­ben um­ge­bracht hat.kann es sein das die­se Art von Per­sön­lich­keits­stö­rung in ihm ge­schlum­mert hat und die­se durch die­se Af­fä­re (schmut­zi­ge) Af­fä­re aus­ge­bro­chen ist?
        Er hat da­vor kei­ner­lei An­zei­chen gehabt.es war so als hat sich ein Schal­ter umgelegt.ein völ­lig an­de­rer Mensch ge­nau wie beschrieben,wirklich ge­nau auf den Punkt.und ich wer­de ihn nicht Los.es ist die Hölle.wir ha­ben 4 Kin­der.
        Ich bin lang­sam echt verzweifelt.denn das was ab­läuft ist wirk­lich wirk­lich krank.
        Dan­ke euch al­len für Antworten,denn ein Au­ßen­ste­hen­der wür­de die­sen Kran­ken sch.… nicht glau­ben.
        Es ist verrückt,wirklich
        Sie sind so ma­ni­pu­la­tiv und char­mant das sie je­den täu­schen
        Bes­te Grü­ße und al­len viel Kraft.
        PS.es hat­te je­mand von Scha­ma­nen gesprochen,würde mich rie­sig über In­fos freu­en.
        Dan­ke sehr

    2. Eva Nitschinger

      so ist es. dan­ke. al­les mit TRAUMA er­klär­bar. Mit­ge­fühl wä­re bes­ser als sich fern­zu­hal­ten.
      Eva

      1. Ellen Ermert

        Nach wie vor ist es sinn­voll und wich­tig, sich die Mü­he zu ma­chen, Tä­ter und Op­fer zu un­ter­schei­den. Das kann zu­nächst ver­wir­rend sein, Tä­ter sind oft die we­sent­lich über­zeu­gen­de­ren Op­fer, wirk­li­che Op­fer da­ge­gen meist sprach­los vor Scham. Aber egal wel­che Form der Ge­walt: Das Op­fer zu be­schul­di­gen, bringt we­der den Ein­zel­nen noch die Ge­mein­schaft wei­ter. (sie­he „vic­tim bla­ming“ auf Wi­ki­pe­dia). Ge­walt, auch psy­chi­sche Ge­walt geht nicht zwangs­läu­fig von bei­den aus.

        1. Ellen Ermert

          Hal­lo Ad­mins,

          die­ser Kom­men­tar be­zieht sich auf Nor­bert: „…Tan­go wird auch im­mer zu zweit ge­tanzt. ” Ist lei­der ver­rutscht, sor­ry.

        2. Jens Hückenberg

          schon­mal was von der de­pen­den­ten Per­sön­lich­keits­stö­rung ge­hört?
          Op­fer ha­ben meis­tens die­se Vor­er­kran­kung… das ist sta­ti­sisch und kli­nisch be­wie­sen… und das ort Op­fer muss man dann lei­der auch strei­chen, man spricht dann von ei­ner Co- Nar­ziss­tin oder ei­ner Co- Psy­cho­path­in auch das ist me­di­zi­nisch be­schrie­ben wor­den z.B. in den Bü­chern von Ot­to Kern­berg oder Ali­ce Mil­ler)

      2. Ellen Ermert

        „al­les mit TRAUMA er­klär­bar. Mit­ge­fühl wä­re bes­ser als sich fern­zu­hal­ten.”
        Mit­ge­fühl scheint mir ver­früht und nicht an­ge­bracht, so­lan­ge ein Tä­ter won­nevoll wei­ter Men­schen zer­stört. Mit­ge­fühl mit den Op­fern wä­re mal ei­ne gu­te Idee. Aber Op­fer von psy­chi­scher Ge­walt blei­ben oft le­bens­lang trau­ma­ti­siert, ein Trau­ma hat na­tür­lich ei­ne so­zia­le Di­men­si­on.
        Op­fer ru­fen viel­fäl­ti­ge Ge­füh­le her­vor: meis­tens eher Miss­trau­en und Ab­nei­gung, Über­druss, Ver­ach­tung und Mit­leid ge­mischt mit Igno­ranz. Nö­tig wä­re eher Em­pa­thie, auch Ob­jek­ti­vi­tät und viel­leicht Em­pö­rung? Im­mer­hin: es kann je­den tref­fen! Und die Wahr­schein­lich­keit steigt, je län­ger man die Tä­ter ge­wäh­ren lässt.

      3. Andrea

        Hal­lo Eva…

        da muß ich wi­der­spre­chen.
        Mit­ge­fühl ist GANZ si­cher die ab­so­lut fal­sche Me­tho­de, das be­stärkt die­se Men­schen nur noch in ih­rer Rol­le als an­geb­li­ches Op­fer.
        Es gibt mitt­ler­wei­le ge­nug Tä­ter­or­ga­ni­sa­tio­nen, die als Ers­tes be­män­geln, daß Tä­ter hier­zu­lan­de im­mer wie­der auf Ver­ständ­nis, Mit­ge­fühl und der­glei­chen sto­ßen, statt sie als das zu be­han­deln, was sie sind: Tä­ter, die mit je­der nur er­denk­li­chen Här­te auch ganz klar als sol­che be­nannt und be­han­delt wer­den müs­sen. An­sons­ten sind die Chan­ce auf ei­ne Ver­än­de­rung gleich NULL, und selbst dann nur ge­ring.
        Er­kun­di­ge dich erst­mal rich­tig über „ma­li­gne Nar­ziß­ten” „Pscho­pa­then” „Part­ner­schafts­ge­walt” „Je­kyll & Hyde-​Syndrom” , be­vor du so­was hier schreibst.
        Aus die­sem „Was ist ihm Schreck­li­ches pas­siert, daß er zu so ei­nem Mons­ter wur­de?” wird näm­lich nur all­zu oft ein „Was ist ihm Schreck­li­ches pas­siert…?”, um der ei­ge­nen Rol­le des Hel­fen­den Rech­nung tra­gen zu kön­nen… oh­ne zu be­mer­ken, daß das nicht hilft, son­dern scha­det… und das schäd­li­che Ver­hal­ten nur be­stärkt…

    3. christiane carradine

      Rich­tig !

  15. Christian Brunner

    Wie­wohl die be­schrie­be­nen Sym­pto­me tat­säch­lich so er­lebt wer­den, fin­de ich die Wort­wahl in die­sem Ar­ti­kel (den ich schon in sei­ner eng­li­schen Ori­gi­nal­fas­sung kann­te) ziem­lich krass.
    Nar­zi­cis­mus ist ei­ne psy­chi­sche Krank­heit, kein ge­wähl­tes Ver­hal­ten der Be­trof­fe­nen. Die ur­sprüng­li­che Ver­fas­se­rin die­ses Tex­tes be­schimpft hier Kran­ke, wie wenn je­mand sa­gen wür­de “Krebs­kran­ke in End­sta­di­um lie­gen nur faul her­um und er­war­ten auch noch, dass man ih­nen hilft.“
    Leu­ten zu hel­fen, die in ei­ner Be­zie­hung mit sol­chen Kran­ken ste­cken, ist ei­ne Sa­che, die Krank­heit aber als Bös­ar­tig­keit dar­zu­stel­len, geht aber zu weit.

    1. ckprecords

      gut ge­sagt … ich fand das auch schon ziem­lich ab­wer­tend und krän­kend ge­gen­über „Nar­ziss­ten so­zio­pa­then und to­xi­schen men­schen” vor al­lem weil das si­cher 100 mal im text vor­kommt – wie bei ei­ner Pro­pa­gan­da Re­de .. biss­chen über­trie­ben .. das ist auf je­den­fall ei­ne weit ver­brei­te­te Krank­heit 😉

      1. Norbert

        Sehr weit ver­brei­tet. Und sie kommt in vie­len Ver­klei­dun­gen da­her.

    2. katharina

      daß das kein ge­wähl­tes ver­hal­ten ist, zu­min­dest zum teil, will ich nicht glau­ben.

      ich er­le­be es im um­gang mit mei­nen el­tern von de­nen ich mich in­zwi­schen zu mei­nem ei­ge­nen schutz wei­test­ge­hend di­stan­ziert ha­be.

      ich weiß ge­nau, daß sie das ver­hal­ten len­ken kön­nen, und je nach si­tua­ti­on an- oder ab­schal­ten kön­nen.

      zb hat mei­ne mut­ter ei­ne zeit lang ein­fach ir­gend­wel­che sa­chen er­zählt, wenn ich mit ihr zb zu zweit in der kü­che saß. wenn ich in grö­ße­rer run­de dar­auf be­zug nahm, hat sie na­tür­lich ge­leug­net, je­mals die­se oder je­nes ge­sagt zu ha­ben. seit­dem ich sie oh­ne viel auf­he­bens dar­auf auf­merk­sam ge­macht ha­be, daß mein te­le­fon ei­ne app hat, mit der ich auf­neh­men kann, und das te­le­fon im­mer of­fen vor mich auf den tisch le­ge, wenn es zu so ei­ner zwei­er si­tua­ti­on kommt, ha­be ich kei­ne an­grif­fe und er­fun­de­nen ge­schich­ten mehr ge­hört.

    3. Norbert

      Dan­ke. Das ist es, was mich an dem The­ma ge­ne­rell stört, nicht nur hier. Au­ßer­dem wird Tan­go auch im­mer zu zweit ge­tanzt. Das Auf­tei­len in rei­ne „Tä­ter und Op­fer” funk­tio­niert nicht.

      1. Kara Oke

        Schein­bar ha­ben Sie noch nie mit sol­chen Men­schen in ih­rem per­sön­li­chen Um­feld zu tun ge­habt. Be­vor man er­kennt, an wen man ge­ra­ten ist, kann der an­ge­rich­te­te Scha­den ir­repa­ra­bel sein. Zu­dem stellt es der Psy­cho­path sehr ge­schickt an, dass das Op­fer un­ter mas­si­ver Ver­wir­rung lei­det.

        1. Mimi

          Das ist wirk­lich ein gro­ßes Pro­blem im Um­gang mit den Nar­ziss­ten.. Die Ver­wir­rung, sub­ti­le An­grif­fe auf das Selbst­ver­trau­en und Ver­dre­hung von Lo­gik bis man sich selbst nicht mehr glaubt. Im Nach­hin­ein den­ke ich aber, dass durch­aus eher Men­schen auf Nar­ziss­ten her­ein­fal­len die selbst ein De­fi­zit ha­ben. Schwä­chen sind zwar kein Frei­fahrt­schein miss­braucht wer­den zu dür­fen, ein an­ge­schla­ge­nes Selbst­wert­ge­fühl oder zu viel Har­mo­nie­stre­ben ma­chen aber eben an­greif­bar. Wenn ich so zu­rück schaue fin­den im­mer nur die Frau­en mei­nen Ex toll, die sich gern blen­den las­sen und auf gut Deutsch je­den Scheiß ein­fach glau­ben, so wie auch ich. Ich war be­reit, ent­ge­gen al­ler Warn­zei­chen lie­ber ei­ner Il­lu­si­on auf­zu­sit­zen, als mir mit schar­fem Ver­stand mal die Rea­li­tät an­zu­schau­en, Wor­te ganz sach­lich mit Ta­ten ab­zu­glei­chen und Kon­se­quen­zen dar­aus zu zie­hen. War­um? Ganz ein­fach, weil ich mich (zu) sehr da­nach seh­ne an­ge­nom­men, ver­stan­den und ge­liebt zu wer­den was mich wi­der­rum viel zu schnell ver­trau­en lässt. Nur wem man ver­traut und sehr nah an sich her­an lässt, hat sol­che Macht über ei­nen..! Ich ha­be mich nun zwar ge­trennt, bin aber noch im­mer nicht au­to­nom ge­nug ein­fach auf mich selbst zu ver­trau­en und mich ab­zu­gren­zen von der er­nied­ri­gen­den Ma­ni­pu­la­ti­on mei­nes Ex. Er woll­te ge­wis­se Din­ge im­pli­zie­ren was trotz sei­ner „nar­ziss­ti­schen Not” si­cher­lich nie­der­träch­tig war, zu­ge­las­sen dass die­se Wor­te mei­nen Ver­stand der­art in­fil­trie­ren, ha­be ich je­doch selbst durch nicht-​handeln, nicht-​abgrenzen. Ich ar­bei­te ste­tig dar­an und wün­sche mir sehr, ei­nes Ta­ges die Stär­ke zu ha­ben mich auf der Ha­cke um­zu­dre­hen wenn ich mer­ke, dass es je­mand nicht gut mit mir meint an­statt ewig dar­über zu grü­beln ob es so ist oder nicht und dar­an zu ver­zwei­feln.
          Das wün­sche ich al­len Be­trof­fe­nen ei­nes sol­chen Miss­brauchs..! Es ist wahr­schein­li­cher, dass es un­ter Mil­li­ar­den von Men­schen je­man­den gibt der das glei­che will wie man selbst als dass der Nar­zisst es je­mals wol­len wird. Viel­leicht soll­ten von sol­chem Miss­brauch Be­trof­fe­ne sich dar­in üben, ih­ren Glau­ben und ih­re Hoff­nung in frucht­ba­ren Bo­den zu in­ves­tie­ren statt in ver­brann­te Er­de…!

    4. Ellen Ermert

      „Nar­ziss­mus ist ei­ne Krank­heit…“ Das im Ar­ti­kel oben be­schrie­be­ne Ver­hal­ten ist ei­ne Form psy­chi­scher Ge­walt, die zu im­mensem Scha­den wie auch zum Tod der Op­fer füh­ren kann. Selt­sam ist im­mer wie­der, dass die Tä­ter so viel Sym­pa­thie und Schutz ge­nie­ßen, im Ge­gen­satz zu den Op­fern. Ist das sinn­voll?

      1. Janny Jung

        Pä­do­phi­le sind auch krank, und trotz­dem lan­den sie ir­gend­wann im Knast weil The­ra­pie nicht wirk­lich hilft. Und ge­nau­so ist es bei nar­zis­ten, sie sind Tä­ter!!!

    5. Andrea

      Hal­lo Chris­ti­an,

      Nar­ziß­mus ist kei­ne psy­chi­sche Krank­heit, son­dern ei­ne Per­sön­lich­keits­stö­rung. Das ist ein gra­vie­ren­der Un­ter­schied.
      Nar­ziß­mus fin­det in un­se­rer Ge­sell­schaft im­mer mehr Ak­zep­tanz, statt ihm ein deut­li­ches Stop-​Schild vor die Na­se zu hal­ten.
      ma­li­gne Nar­ziß­ten wis­sen üb­ri­gens sehr ge­nau, daß sie an­de­re zer­stö­ren. Es ist ih­nen aber egal. Sie wis­sen im Grun­de auch, daß sie sich falsch ver­hal­ten und an­de­ren scha­den, zie­hen aber ein Wei­ter­ma­chen ei­ner ei­ge­nen Be­hand­lung vor…

      Da sie in der Re­gel über­aus in­tel­li­gent sind, kann man durch­aus ver­lan­gen, daß sie sich fach­li­che Hil­fe su­chen, sie zie­hen es aber vor schlicht ei­gen­ver­ant­wort­lich zu ent­schei­den, lie­ber wei­ter an­de­re Men­schen zu schä­di­gen und zu zer­stö­ren… tun sie dies be­wußt und wi­der bes­se­ren Wis­sens? JA! Denn sie kom­men ja über­all da­mit durch oh­ne wirk­lich har­te Kon­se­quen­zen und fin­den im­mer wie­der ge­nug Men­schen, die sie als Op­fer se­hen, sie ent­schul­di­gen und ih­nen so­gar die Ei­gen­ver­ant­wor­tung da­für ab­spre­chen…

      Ei­ner der Haupt­grün­de, war­um sie mei­nen, sich kei­ne fach­li­che Hil­fe ho­len zu müs­sen, ist die Hal­tung der Ge­sell­schaft (u.a. du) die meint, jeg­li­ches Scheiß-​Verhalten ent­schul­di­gen und be­ga­tel­li­sie­ren zu müs­sen, statt es klar zu ver­utei­len und zu be­stra­fen… DAS ist das Haupt­pro­blem… er­kun­di­ge dich mal z.B. bei Täter-​Organisationen wie „Män­ner ge­gen Män­ner­ge­walt”… wie die das se­hen, die kri­ti­sie­ren in al­ler­ers­ter Li­nie näm­lich ge­nau DAS!

      1. Nika

        Völ­lig rich­tig. Sie wis­sen, was sie tun. Und sie könn­ten was än­dern, aber sie ho­len ih­re En­er­gie aus Ih­rer Bös­ar­tig­keit und ver­gif­ten lie­ber wei­ter, als et­was an sich zu tun. Oft ge­ben sie Ih­ren El­tern die Schuld und stel­len sich sel­ber als Op­fer dar. Nur des­halb sind sie so ge­wor­den. Und des­halb müs­sen sie an sich nichts än­dern? Wer wirk­lich Op­fer war, weiß, was das heißt und ist be­reit, was zu än­dern, um nicht an­de­re zum Op­fer zu ma­chen.

    6. Alexa Da Silva

      Viel­leicht wird dies die so­zio­pha­ten, nar­ziss­ten und to­xi­schen Men­schen gar nicht stö­ren. Sie wer­den sich evtl. Nicht mal an­ge­spro­chen füh­len, oder miss­ver­stan­den ‚aber das sind sie ja ge­wöhnt. Falls sich doch wie­der er­kannt wird, gibt es doch Psy­cho­the­ra­peu­ten oder die Le­bens­part­ner zum Re­flek­tie­ren.

    7. Tabea

      Warst du schon in ei­ner Be­zie­hung mit sol­chen Men­schen? Dann weisst du nicht wor­über du re­dest.

    8. Monika Meumann

      Och­gott­chen, die ar­men Tä­ter ! Der ar­me Hit­ler, der ar­me Sta­lin ( Ver­fol­gungs­wahn in spä­te­ren
      Jah­ren, des­halb auch fast al­le Ge­folgs­leu­te um­brin­gen las­sen ), der ar­me Mao – und auf die
      Ge­gen­wart ge­he ich jetzt bes­ser nicht ein. Je­de vor­sätz­li­che oder ma­ni­pu­la­ti­ve Ge­walt (Raub­tie­re ja­gen nicht
      zum Spass bzw nicht aus Macht­grün­den ) weicht qua­sie krank­haft vom Säu­ge­tier­haf­ten ab und
      ist bos­haft (nie­de­res Mo­tiv wie et­wa Hab­gier, eben auch nach Macht ) oder rep­ti­lo­id.
      Dei­ne Ar­gu­men­ta­ti­on ist ge­nau die der Psy­cho­lo­gen mit ih­rer däm­li­chen Mi­lieu­theo­rie, die uns im­mer mehr
      von die­sen zer­stö­re­ri­schen Ele­men­ten in den Ge­sell­schaf­ten ein­brockt.
      -Mei­ne Mut­ter ist Nar­ziss­tin. Sie hat je­den Tag mit mei­nem Bru­der te­le­fo­niert der durch Krank­heit
      ge­schwächt war und auf dem Land in ei­nem klei­nen Häus­chen leb­te. Sie hat mir nicht mit­ge­teilt dass er in­zwi­schen sehr er­krankt war und dass es plötz­lich berg­ab ging. Als sie zwei Ta­ge lang die zu­ge­sag­te
      te­le­fo­ni­sche Rück­mel­dung nicht be­kam, hat sie noch­mal ei­nen Tag ge­war­tet bis die Tür auf­ge­bro­chen
      und mein bru­der tot auf­ge­fun­den wur­de. Und sie hat ge­wusst dass sein Zu­stand sehr kri­tisch war. An­statt
      Reue seit­dem nur ge­häs­si­ge Wor­te und noch am Por­to für die Bei­leids­kar­te spa­ren wol­len. Das war
      Tö­tung durch Un­ter­las­sung. Und dass nach­dem mein Bru­der sich im­mer um sie ge­küm­mert hat
      weil er ihr nar­zis­ti­sches Schei.…..spiel nicht wirk­lich durch­schaut hat.
      Mo­tiv? Er hat­te im­mer Kraft, nun war er er­schöpft, brauch­te sel­ber mal Hil­fe, was soll ich sa­gen, dass
      ganz ma­li­gne Nar­ziss­ten die­je­ni­gen, die ih­rem Vam­pi­ris­mus nicht mehr die­nen, ent­we­der fal­len las­sen,
      oder zur Not ver­nich­ten, ist auch be­kannt.
      Und ich,muss nur wei­nen, über mei­ne ar­me ar­me Mut­ter, der es schon wie­der rich­tig gut geht, wo je­de psy­chisch ge­sun­de Mut­ter zu­sam­men­klappt wenn das Kind stirbt.
      -Da­von, dass ich aus der see­li­schen Not­la­ge her­aus ‚ih­ren At­ta­cken jetzt zum ers­ten Mal bald auch nicht mehr
      ge­wach­sen bin (und sie fährt ih­re Ma­nö­ver ge­gen mich im­mer wei­ter, ob­wohl auch ich ei­ne erns­te
      Dia­gno­se ha­be, was sie ( lei­der ) weiss, brauch ich wohl nicht zu re­den.
      Und da wer­den die­se ma­li­gnen Nar­ziss­ten im­mer noch in Schutz ge­nom­men. Ob­wohl mein Bru­der
      noch le­ben wür­de und die­se Nar­ziss­tin küm­mert sich fröh­lich um ih­ren Al­ters­ru­he­sitz !
      jetzt hat sie be­gon­nen mir den Nef­fen zu ent­frem­den wäh­rend ich durch ih­re Un­ter­schla­gung von Un­ter­la­gen in Nach­lass­re­ge­lun­gen er­schöp­fend ver­strickt bin. So­bald ich al­les, was ich nach­träg­lich im Sin­ne mei­nes Bru­ders für mei­nen klei­nen Nef­fen tun kann, , er­le­digt ha­be, woll­te ich mich von ihr ab­wen­den, Aber sie hat Zeit und Lan­ge­wei­le und ban­do­vert Hin­der­nis­se aus. So zieht es sich hin bis ich auch nicht mehr kann. Und nie­mand hilft. In­zwi­schen ist für mich klar, wer von so­was ge­nug kennt­nis hat, und das ha­ben so­ge­nann­te Freun­de und Be­kann­te„ der macht sich zum Mit­tä­ter. -
      Aus­ser­dem ha­be ich mir dass nicht aus­ge­sucht, es ist nicht ir­gend­ei­ne
      Be­zie­hung oder Af­fäi­re, die­ser As­pekt kommt bei der Theo­rie der Co- Ab­hän­gig­keit de­fi­ni­tiv zu
      kurz. wür­de ich mich jetzt von ihr ab­wen­den, müss­te ich mei­nen Bru­der und sei­ne klei­ne Fa­mi­lie
      ver­ra­ten, weil ich im so­ge­nann­ten ju­ris­ti­schen In­nen­ver­hält­nis gar nicht an die Un­ter­la­gen kä­me.
      Dro­he ich ihr mit An­walt, wird sie die Sa­chen weg­wer­fen oder mich, wie oben be­schrie­ben, so­zi­al verun–
      glimp­fen bzw ve­su­chen mich hand­lungs­un­fä­hig zu ma­chen. usw. Und da ist kein Tat­be­stand den ich
      ir­gend­wie zur An­zei­ge brin­gen könn­te.-
      Wie­viel Leid und eben auch schlei­chen­de Mor­de durch die­se (kran­ken?) Tä­ter ver­übt wer­den, das ist
      un­ge­heu­er­lich. Aber al­le gu­cken zu. Oder be­dau­ern auch noch die Tä­ter. oB­wohl der ma­li­gne Nar­zisst
      kei­ne Ent­schul­di­gung und kei­ne Reue kennt. er macht ein­fach nur im­mer wei­ter.
      -Üb­ri­gens, das Bußeprinzip,dass un­se­rer Recht­spre­chung zu Grun­de liegt , im Un­ter­schied zum
      amei­ka­ni­chen Süh­ne­prin­zip, hat­te mal die Prio­ri­tät, die lAll­ge­mein­heit vor Tä­tern zu schüt­zen, Das
      Straf­mass hing da­von ab, wie­lang ei­ner wohl im Ver­hält­niss zur Tat braucht, um zu be­reu­en, da­mit
      er wie­der auf die All­ge­mein­heit los­ge­las­sen wer­den bzw in­te­griert wer­den kann. Bos­haft oder krank
      oder eben kran­haftk bos­haft, das ist da­bei Ne­ben­sa­che. Un­er­träg­li­che­wei­se gibt es jetzt aber kei­nen
      of­fi­zi­el­len Tat­be­stand da­für dass mein Bru­der starb ( Va­ter vor­her ) und die­se Frau die Fa­mi­lie
      rui­niert hat. Für al­le die mir das obi­ge nicht glau­ben, Mei­ne Schwä­ge­rin be­fand sich zu der Zeit aus
      auch trau­ri­gen Grün­den im Aus­land und wäh­rend der Haus­stan­d­auf­lö­sung woll­te mei­ne Mut­ter al­le
      Sa­chen mei­ner Schwä­ge­rin ein­fach wegwerfen.Sie hat auch et­li­che Sa­chen, die sie sel­ber brau­chen kann,
      mit zu sich ge­nom­men und rückt sie nicht mehr raus. je­der Hin­weis dar­auf das ihr das nicht zu­steht,
      führt zu At­ta­cken ge­gen mich bzw mei­ne Schwä­ge­rin.

      .

  16. Georg Bauer

    Gibt es ver­läss­li­che Er­kennt­nis­se zur Hil­fe, die man ge­zielt an­wen­den kann?

  17. p.

    ja, die wort­wahl fin­de ich auch ziem­lich krass, weil be­wusst in­iti­ier­te bös­ar­tig­keit un­ter­stellt wird. ich fin­de, es wird nicht deut­lich, dass die­se bös­ar­tig­keit ja aus et­was ent­stan­den ist und gleich­zei­tig auch ein­fach nur un­be­wusst vor­lie­gen kann.
    btw: nicht al­le nar­ziss­ten, so­zio­pa­then und psy­cho­pa­then sind ge­ne­rell bös­ar­tig.

    ins­ge­samt find ich den text in­halt­lich teil­wei­se gut und kann fast al­le ge­nann­ten as­pek­te durch mei­ne ei­ge­ne er­fah­rung mit ei­nem nar­ziss­ten be­stä­ti­gen. al­ler­dings hät­te ich mir die wort­wahl wert­frei­er ge­wünscht!

    1. Andrea

      Hal­lo p.
      Die­se Bös­ar­tig­keit IST ja auch be­wußt!
      Erst mal rich­tig er­kun­di­gen. sie­he auch mei­ne an­de­ren Ant­wor­ten hier…
      Schon sehr er­schre­ckend, wie we­nig tat­säch­lich über ma­li­gne Nar­ziß­ten und de­ren Ver­hal­ten be­kannt ist und wie sehr im­mer wie­der ver­sucht wird, die­se Tä­ter zu ent­schul­di­gen…

      Er­schre­ckend…

      1. Sichtweise

        …se­he ich ge­nau­so.
        Das Vor­be­rei­ten auf die Er­nied­ri­gung , psy­chi­sche und emo­tio­na­le Zer­stö­rung wird vor­aus­schau­end ge­plant. Kin­der wer­den ge­zeugt, da­mit es kein Ent­rin­nen gibt.…sondern über Jah­re Ter­ror an die Mut­ter.
        Kin­der zu ha­ben, ist der schwachs­te Punkt ei­ner Mut­ter, der im Fal­le ei­nes An­grif­fes im­mer zu Wun­den führt.

  18. Eva Nitschinger

    Stimmt. Und gut wä­re die­sen trau­ma­ti­schen Men­schen mit Mit­ge­fühl zur Sei­te zu ste­hen, als sie zu mei­den. Eva

  19. B.B.

    Ob man die­se Men­schen krank oder bos­haft nennt, ist ei­ne Fra­ge des per­sön­li­chen Emp­fin­dens bzw. der ei­ge­nen Er­fah­rung. Kei­nes­falls darf ver­ges­sen wer­den, welch ge­wal­ti­gen Scha­den die­se „Kran­ken“ bei ih­ren Mit­men­schen an­rich­ten. Mein Va­ter war ein sol­ches Mons­ter. Ärzt­li­che Hil­fe lehn­te er ent­schie­den ab, weil er na­tür­lich schlau­er als al­le Psych­ia­ter die­ser Welt war.
    Min­der­jäh­ri­ge Kin­der ha­ben kei­ne Chan­ce, sich zu weh­ren. Lei­der war ich da­mals zu blöd, mich ans Ju­gend­amt zu wen­den. Spä­ter stell­te ich fest, dass ich ihm le­dig­lich oh­ne Angst, selbst­be­wusst und en­er­gisch be­geg­nen muss­te. Dann klapp­te er zu­sam­men und prä­sen­tier­te sich in sei­ner gan­zen Er­bärm­lich­keit. Viel­leicht darf ich in die­sem Zu­sam­men­hang auf das Buch „Ach­tung, Energie-​Vampire“ von Do­ro­thee Har­bour hin­wei­sen.
    Ei­ne Fra­ge zum Schluss: Kann es even­tu­ell sein, dass die­ser Men­schen­typ hier und da auf der po­li­ti­schen Ebe­ne zu fin­den ist?

    1. Andrea

      Hal­lo B.B.

      Sehr gu­te Fra­ge 🙂

      Du hast recht, Psy­cho­pa­then (al­so ma­li­gne Nar­ziß­ten sind nicht am häu­figs­ten im Knast zu fin­den, nein, son­dern in Chef­eta­gen, da­zu gibt es so­gar ver­läß­li­che Stu­di­en, die das glas­klar be­le­gen, u.a. von ei­nem Hirn­for­schungs­in­sti­tut aus Deutsch­land…

      sehr gut er­kannt!

      1. B.B.

        Hal­lo An­drea, vie­len Dank! Ob­wohl ich Bü­cher über mei­ne Er­fah­run­gen fül­len könn­te, möch­te ich mich auf ei­ni­ge kur­ze In­for­ma­tio­nen be­schrän­ken: Mein Va­ter war ein er­folg­rei­cher Ge­schäfts­mann und cha­ris­ma­ti­scher La­dy­kil­ler. Als sei­ne Fa­mi­lie, für ihn der ein­zi­ge Halt und Zu­fluchts­ort so­wie die Müll­kip­pe für sei­ne schlech­te Lau­ne, im­mer we­ni­ger In­ter­es­se zeig­te, je­den Abend (sinn­bild­lich!) im Chor „Pa­pa ist der Größ­te“ zu sin­gen, ging es mit sei­ner Ge­sund­heit ra­pi­de berg­ab. Er starb früh.

    2. bienemaja7579

      Ja Do­nald Trump !

  20. Claudia M.

    Ich fin­de die Wort­wahl über­haupt nicht krass.
    Wer, wie ich, 17 Jah­re mit solch’ ei­nem Men­schen ver­bracht hat, weiss’ wie trau­ma­ti­siert man da­nach ist.
    Hel­fen las­sen wol­len die­se Men­schen sich nicht !
    Hil­fe, ja die- die be­nö­tigt aus Sicht die­ser Leu­te, ja im­mer nur das Ge­gen­über!
    Sich zu lö­sen und neu zu beginnen,kann ein­zig der rich­ti­ge Weg sein.
    Am Bes­ten, wie ich es tat, mir fast 1000km da­zwi­schen!

  21. [ebp+4]

    ich bin ge­nau so ein mensch wie oben be­schrie­ben.
    aber ich kom­me da­mit durch. lus­tig, oder?
    das schö­ne ist, dass mei­ne mit­men­schen das ge­fühl ha­ben, rück­sicht auf mich neh­men zu müs­sen.

    und jetzt mal im ernst, je­der mensch hat sol­che hand­lungs­im­pul­se und cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten an sich, auf die ei­ne oder and­re art und wei­se.

    1. StillAlive

      Vie­len Dank
      für die­sen äu­ßerst er­hel­len­den Kom­men­tar über die wirk­li­che Denk­wei­se hin­ter dem Ver­hal­ten sol­cher Men­schen.
      Mehr als ein „lus­tig”, dass und wie die­se Tak­ti­ken „funk­tio­nie­ren”, man „da­mit durch­kommt”, und sich dar­an er­freut, wenn an­de­re das nicht durch­schau­en, und wei­ter auf de­ren Mit­ge­fühl zu set­zen, pas­siert al­so nicht beim Le­sen der Be­rich­te der Noch-​Opfer ei­ner sol­chen Taktik/​Strategie.

      Da­nach ein biss­chen üb­li­che Schuld­um­kehr „So sind doch al­le” (nur eben nicht so gut dar­in, wes­halb sie dann „ver­lie­ren”) – mehr löst das nicht aus.

      Klar ha­ben al­le Men­schen die ei­ne oder an­de­re Ma­ni­pu­la­ti­ons­tech­nik (mal aus der Kind­heit er­wor­ben – Da­ckel­blick, da­mit die Leh­re­rin nicht wei­ter me­ckert) oder an­ge­le­sen und ein­ge­übt aus ir­gend­wel­chen „Ver­kaufs­se­mi­na­ren”.
      Aber, wenn es un­be­wuss­te Tech­ni­ken sind, und ih­nen das be­wusst wird, ver­su­chen sie, das zu än­dern. Ver­su­chen, ih­re Schwä­chen zu er­ken­nen, wes­halb auch sie an der ei­nen oder an­de­ren Stel­le mei­nen, Ma­ni­pu­la­tio­nen nö­tig zu ha­ben. Wol­len sich stär­ken und dann ler­nen, nicht-​manipulativ an ihr Ziel zu kom­men.
      Oder sie kön­nen swit­chen, Im Ver­kauf z.B die Tech­nik, pri­vat dann of­fen und ehr­lich.
      Je­der hat auch schon mal den Im­puls ge­habt, je­man­den er­mor­den zu wol­len. Al­ler­dings wird nur ein Se­ri­en­mör­der das als „Selbst­le­gi­ti­ma­ti­on” ver­wen­den.
      Die ei­nen ha­ben ab und zu Im­pul­se, für an­de­re ist es das ein­zi­ge, was sie als Lebens- und We­sens­grund­la­ge in sich ha­ben.

      Für dich noch schön, wenn an­de­re füh­len kön­nen und du da­von noch pro­fi­terst. Für dich noch schön, wenn du dir ein­bil­den kannst, auf­grund des „Er­fol­ges” ein­fach nur „bes­ser” zu sein als al­le an­de­ren (die un­ter­stellt ge­nau­so sind, weil nichts an­de­res denk­bar ist).
      In­so­fern ist je­der an­de­re ein Feind. Wer das Ma­ni­pu­la­ti­ons­spiel be­herrscht ist Kon­kur­rent, wer es nicht spielt, der ist der ab­so­lu­te Feind, weil er das Kon­zept, auf dem das ei­ge­ne Le­ben und das Selbst be­ru­hen, grund­sätz­lich in Fra­ge stellt (wer mag das schon und hat den Mut, sich dem „Nichts” zu stel­len und ein neu­es, po­si­ti­ves zu bas­teln)

      Wes­halb in dei­ner Sicht­wei­se auch die Rück­sicht­nah­me an­de­rer nur ein Ma­ni­pu­la­ti­ons­ver­such ist, dich zu et­was zu brin­gen, ge­gen den du dich „nur wehrst”. Und da­bei halt siegst. Oder Schwä­che, die den an­de­ren zum ge­bo­re­nen Op­fer macht.
      Es gibt nur Tä­ter und Op­fer, al­les ist auf den Kampf aus­ge­rich­tet, lie­ber Tä­ter als Op­fer zu sein. Nicht Tä­ter zu sein be­deu­tet au­to­ma­tisch, ein Op­fer zu sein. Ein ewi­ger Kampf.
      Da, wo du die hin­ein­phan­ta­sier­te Ma­ni­pu­la­ti­ons­ab­sicht nicht er­kennst, über­legst du, was an be­son­ders Per­fi­dem da­hin­ter ste­hen könn­te.
      Ein ech­tes „Wir”, ein kampf­frei­es Mit­ein­an­der ist we­der denk­bar noch im ei­ge­nen Emp­fin­den als Ge­fühl er­leb­bar.
      Mit­ge­fühl? Nö, ent­we­der der an­de­re war nicht stark ge­nug oder der hat halt Pech ge­habt.
      Wer je­doch mal (im Al­ten­heim oder nach Krankheit/​Unfall) ge­se­hen hat, wenn die Stra­te­gi­en nicht mehr funk­tio­nie­ren,
      – weil das „Cha­ris­ma” auf­grund der Tat­sa­che, dass vie­le Fä­hig­kei­ten ver­lo­ren geht,
      – wenn dann statt ver­deck­ter Ma­ni­pu­la­ti­on ag­gres­si­ve For­de­run­gen oder auch ex­tre­me Wei­ner­lich­keit, oh­ne jeg­li­che Fä­hig­keit zu Ko­ope­ra­ti­on, um die Si­tua­ti­on zu ver­bes­sern, hoch­kommt
      – wie dann die­je­ni­gen, die sonst im­mer hel­fen, plötz­lich ge­nervt gar kei­ne Lust mehr da­zu ha­ben , ih­rer­seits gar auf Ab­wehr ge­hen,
      der hat wrk­lich Mit­ge­fühl mit so­chen Men­schen.
      Was die Zu­kunft die­ser Men­schen be­trifft (nicht die Ge­gen­wart)
      Sie wer­den mit al­lem kon­fron­tiert und ster­ben ge­nau­so ein­sam wie sie ge­lebt ha­ben. Nur halt nicht so kom­for­ta­bel.

      Die Noch-​Opfer mö­gen ih­re in­ne­ren De­fi­zi­te ha­ben, wes­halb sie sich un­be­wusst an die von ih­nen hin­ein­phan­ta­sier­te „Stär­ke” ei­nes sol­chen Men­schen an­hän­gen.
      Sie mö­gen dar­an lei­den, im Lau­fe ih­res Le­bens dar­an ar­bei­ten. Den schmerz­haf­ten Weg der Selbst­er­kennt­nis und die Mü­hen der Selbst-​Heilung auf sich neh­men, wenn auch mit un­ter­schied­li­chem Er­folg.
      Ein Psy­cho­path oder Nar­zisst hat da viel zu viel Angst da­vor.
      Er wird nur so tun als ob und be­frie­digt re­gis­trie­ren, wie er die The­ra­peu­ten ma­ni­pu­liert.

      Egal ob an­ge­bo­ren (auf­grund be­stimm­ter feh­len­der Be­rei­che im Ge­hirn), oder aus Trau­ma­ta, Vor­bil­dern, oder le­bens­lan­ger „Er­folgs­rou­ti­ne” er­wor­ben – es ist die Angst vor dem Blick in das, was wirk­lich (nicht) in ihm ist, die ihn zwang­haft treibt, die­se Ver­hal­tens­mus­ter und Selbst­le­gi­ti­ma­tio­nen im­mer wei­ter vor­an­zu­trei­ben und aus­zu­bau­en und sich den „Er­folg” schön zu re­den.
      Das ist ja ok. Es gibt je­doch kei­ne Ver­pflich­tung an­de­rer, da mit­zu­spie­len.
      Es wer­den nur im­mer mehr Men­schen, die die­ses Spiel mit ge­zink­ten Kar­ten und ein­sei­tig will­kür­lich in­ter­mit­tie­rend ge­än­der­ten „Re­geln” durch­schau­en – und sie ler­nen, aus die­sem Spiel aus­zu­stei­gen. Ein Spiel, in dem ja we­der Fair­ness, noch ein po­ten­zi­el­ler noch so klei­ner Ge­winn für den an­de­ren vor­ge­se­hen ist.
      Hüt­chen­spiel auf psy­cho­lo­gi­scher Ebe­ne. Mehr steckt nicht da­hin­ter.
      Aber wer’ s lus­tig fin­det und schön, wenn er noch da­bei „Ge­winn” macht.… 

      Wenn man je­doch das Spiel durch­schaut hat, sich nicht mehr mo­ra­lisch dar­über auf­regt, ir­gend­wann be­lus­tigt fest­stellt, dass al­le die­se Men­schen so­gar bis ins Bett hin­ein die glei­chen Wor­te sa­gen und die glei­chen Ver­hal­tens­wei­sen zei­gen, dann ist es ziem­lich lang­wei­lig 🙂
      Viel schö­ner ist es, zu se­hen, wie auch an­de­re es schaf­fen, sich aus ih­rem Noch-​Opfer-​Sein zu be­frei­en.
      Und der Ge­winn be­steht „nur” dar­in, dass es trotz al­ler Un­ter­schie­de in die­ser An­stren­gung ein ech­tes, ge­fühl­tes „wir” gibt. :-))

      Ich wün­sche dir Mut, ha­be Mit­ge­fühl, was die spä­te­re Zu­kunft an­geht und zie­he jetzt wei­ter.

    2. Penthesileia

      Nicht ganz so lus­tig. Aber weist du, ich KÖNNTE auch der­ar­ti­ge Ver­hal­tens­wei­sen an den Tag le­gen und mir ins Fäust­chen lachen,aber ich kanns auch las­sen ge­sun­de Be­zie­hun­gen auf­bau­en, in­dem ich Auf­rich­tig­keit und Em­pa­thie kul­ti­vie­ren. Das ge­fällt mir bes­ser und ist zu emp­feh­len, denn ich emp­fan­ge ehr­li­che Ge­füh­le und muss nicht ewig dar­um ban­gen ei­nes Ta­ges in mei­ner gan­zen Mas­ke­ra­de auf­zu­flie­gen und vor dem selbst­ver­leug­nungs­pu­bli­kum als lä­cher­li­cher Frosch ver­lacht zu wer­den. Denn das zu ver­hin­dern ist doch der Sinn des ge­stör­ten Verhaltens.andre zu ver­krüp­peln, weil man sel­ber ver­krüp­pelt ist.andere zu destabilisieren,weil man sel­ber fra­gil ist .

  22. Gudrun

    Su­per Ar­ti­kel und in vie­len Kom­men­ta­ren fin­de ich mich wie­der. Bei­des muss sein – Ver­ant­wor­tung für sich & re­flek­tie­ren UND das Rich­ti­ge tun für sich, da­mit es ei­nem gut geht. Es ist wich­tig, die Men­schen zu er­ken­nen, mit de­nen man zu tun hat, und das geht Hand in Hand mit der Selbst­er­kennt­nis. Es geht auch nicht dar­um, zu ver­ur­tei­len; man ver­ur­teilt sich ja selbst da­mit, und das Ver­hal­ten ist den Leu­ten oft­mals gar nicht be­wusst! Des­halb – wenn man et­was er­kannt hat – ist es auch gut, an­de­ren den Spie­gel hin­zu­hal­ten, was sie ei­gent­lich mit ei­nem ma­chen! Nur so kann sich et­was än­dern und nur so ha­ben die auch die Chan­ce da­zu. Tun sie es nicht, dann ist los­las­sen und weg­ge­hen tat­säch­lich das Bes­te.
    Heut­zu­ta­ge ist es lei­der ziem­lich schwer, Men­schen zu er­ken­nen, und man wun­dert sich, war­um es ei­nem plötz­lich schlecht geht nach ei­nem Ge­spräch oder Kon­takt… Da kann man sich nur auf sein Herz ver­las­sen und am Bes­ten Gott & Je­sus Chris­tus um Hil­fe bit­ten

  23. Hubert

    Vie­len Dank, ein sehr in­ter­es­san­ter Ar­ti­kel! Ich bin über ei­ne Facebook-​Verlinkung dar­auf ge­sto­ßen.
    Mir hat es sehr viel auf den Punkt ge­nau er­klärt über Ver­hal­tens­wei­sen, die ich zwar oft­mals sehr gut wahr­neh­men kann/​konnte, aber den­noch ei­ni­ge ent­schei­den­de Be­wer­tun­gen dar­über fehl­ten. Die­ser Ar­ti­kel hat die feh­len­den Puz­zle­tei­le wun­der­bar bei­ge­bracht. Dan­ke!

  24. Dimitrios Koukouvinis

    Ich fin­de das sehr in­ter­es­sant be­reits in ei­ner Be­zie­hung wird das ge­ra­de so hin­ge­stellt als ob ich im­mer der je­ni­ge bin der das arsch­loch ist man­che Sa­chen mö­gen stim­men aber das ha­be ich von der an­de­ren Sei­te aus er­lebt
    Ich ha­be die Frau drei mal zu­rück­ge­nom­men und vier mal wur­de ich be­lei­digt er­nied­rigt und be­schimpft ihr ha­be es nie ge­macht aus­ser mich ge­wehrt und zu­rück­ge­schla­gen

  25. Katja

    Kann mir nicht ir­gend­wer hel­fen? Mein Ex der auch ein nar­ziss­ti­scher Psy­cho­path ist, hat es ge­schafft, mich als schwerst psy­cho­lo­gisch er­krankt hin­zu­stel­len, de­nun­zier­te mich als Selbst­mord­ge­fähr­det und ließ mich ein­wei­sen, zog mei­ne Fa­mi­lie auf sei­ne Sei­te, hat mich vor dem Ju­gend­amt ver­leum­det, hat das Sor­ge­recht für die Kin­der be­an­tragt und hat den Le­bens­mit­tel­punkt für die Kin­der be­kom­men (weil ich wäh­rend der Kli­nik­zeit von 4 Mo­na­ten nicht ver­füg­bar war) und jetzt will er mich zu­rück als Haus­tus­si und Ba­by­sit­te­rin, wäh­rend er gleich­zei­tig das al­lei­ni­ge Auf­ent­halts­be­stim­mungs­recht be­an­tragt.
    In der Kli­nik wur­de ich als un­ein­sich­tig ent­las­sen, weil ich kei­ne Be­hand­lung woll­te, weil ich weiß dass ich nicht ver­rückt bin. Da­her wird das Ge­richt für ihn ent­schei­den, so mei­ne An­wäl­tin. Ich weiß ab­so­lut nicht wei­ter.… wenn er mich nicht wei­ter „be­nut­zen” kann, wie er will, ver­lie­re ich mei­ne Kin­der. Er will weit weg um­zie­hen und zie­he ich hin­ter­her, wird er mich als Stal­ke­rin be­zich­ti­gen…
    Bin am En­de… wä­re froh, wenn je­mand ei­nen Rat für mich hät­te Katyez@outlook.de

    1. B.B.

      Hal­lo Kat­ja, dich hat es ja ganz schlimm er­wischt! Aus ei­ge­ner Er­fah­rung kann ich dir eso­te­ri­sche Schutz- und Ab­wehr­me­tho­den emp­feh­len. Auch wenn du die Eso­te­rik für Ho­kus­po­kus hältst, (was ich nicht weiß), so könn­test du viel­leicht mal ei­nen Ver­such ma­chen. Im In­ter­net fin­dest du Bü­cher über „Energie-​Vampire“ und „Psy­chi­schen Selbst­schutz“. An­sons­ten brauchst du ei­ne gu­te ju­ris­ti­sche Be­treu­ung. Viel Glück und Er­folg für dich und dei­ne Kin­der!

      1. DaniS

        Kat­ja, wen­de dich mal an den Wei­ßen Ring. Die hel­fen nicht nur Men­schen mit kör­per­li­chen Miß­hand­lun­gen, son­dern auch mit psy­chi­schen.
        Du bist üb­ri­gens in pro­mi­nen­ter Ge­sell­schaft, Die Mut­ter des bri­ti­schen Prinz­ge­mahls Phil­ipp wur­de von ih­rem Mann ein­ge­wie­sen, jah­re­lang in der Psych­ia­tri­schen drang­sa­liert, von den Kin­dern ent­fernt und das, ob­wohl sie ab­so­lut ge­sund, nur taub ge­bo­ren war. Ihr Mann hat­te Ge­lieb­te, hat das Fa­mi­li­en­ver­mö­gen ver­scher­belt, im Exil die Kin­der im Stich ge­las­sen, so dass sie von deut­schen Ver­wand­ten auf­ge­zo­gen wur­den. Phil­ipps Mut­ter kam ir­gend­wann raus und wur­de ei­ne der wun­der­bars­ten Per­sön­lich­kei­ten des Pla­ne­ten. Sie wur­de Non­ne in Grie­chen­land, grün­de­te ei­ne Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on für Wai­sen und ret­te­te ei­ner jü­di­schen Fa­mi­lie das Le­ben.
        Du brauchst Leu­munds­zeu­gen da­für, dass du dich nicht falsch ver­hal­ten hast.
        Du brauchst ei­nen An­walt, der auf dei­ner Sei­te steht und du brauchst den Wei­ßen Ring. Die sind an­onym, ha­ben Ärz­te und An­wäl­te und hel­fen schnell.
        Wenn du glaubst, dass das Kin­des­wohl durch ihn ge­fähr­det ist, dann musst du das na­tür­lich an­zei­gen.
        Sich ge­gen ei­ne Be­hand­lung zu sträu­ben war aber auf je­den Fall der fal­sche Weg.
        Du musst dei­ne In­te­gri­tät be­wei­sen, dei­nen Cha­rak­ter zei­gen, in­dem du be­reit bist, mit Hilfs­per­so­nen zu­sam­men zu ar­bei­ten. Wenn du dich bo­ckig ve­hälst, dann wird er recht be­hal­ten und wird dich als krank vor­füh­ren.
        Du musst ab so­fort die Rol­le dei­nes Le­bens spielen- Ge­sund, ru­hig, er­wach­sen, klug.
        Du musst bei­wei­sen, dass er un­recht hat, nicht an­ders­rum.

        Such dir Leu­te, die auf dei­ner Sei­te ste­hen. Fin­de dei­ne Kraft wie­der.
        Und vor al­lem lass die Kin­der kom­plett raus. Die­ser gan­ze Schla­mas­sel scha­det ih­nen jetzt schon.
        Erst musst du wie­der auf die Bei­ne und in ein gu­tes Bild kom­men.
        Dann kannst du dich um die Kin­der küm­mern.
        Lang­fris­tig den­ken, jetzt auf gleich läuft bei sol­chen Men­schen gar nichts.

        Viel Glück

        1. christiane carradine

          Hi,
          du be­schreibst das rich­tig gut ‚vie­len Dank !
          Sol­che ge­rad­li­ni­gen Wor­te brauch man manch­mal ein­fach.
          Auch, wenn man selbst sehr ver­nünf­tig ist, tut es in Kri­sen­zei­ten doch gut, es von Drit­ten die es gut mit ei­nem mei­nen
          noch­mal zu hö­ren.

          You ma­de my day ! DANKE !

        2. Kara Oke

          @DanIS
          War­um war es Ih­rer Mei­nung nach für @Katja der fal­sche Weg, sich ge­gen ei­ne Be­hand­lung zu sträu­ben? Mit die­ser Aus­sa­ge leh­nen Sie sich m. E. ziem­lich weit aus dem Fens­ter und un­ter­stel­len @Katja, dass Sie nicht in der La­ge ist, Ih­re Si­tua­ti­on klar zu be­ur­tei­len. (Oder ken­nen Sie @Katja per­sön­lich?) Wer nicht krank ist, braucht kei­ne Be­hand­lung. Punkt.
          Es gab üb­ri­gens mal ei­nen net­ten Ver­such von Psy­cho­lo­gie­stu­den­ten, die sich in die Psych­ia­trie ein­lie­fern lie­ßen um zu tes­ten, ob er­kannt wird, dass sie völ­lig ge­sund sind … Der Schuss ging nach hin­ten los und letzt­end­lich wa­ren al­le froh, dass sie ir­gend­wie wie­der aus dem Schla­mas­sel raus­ge­kom­men sind. Die­se net­te An­ek­do­te er­zähl­te mir schon vor Jah­ren ei­ne Psychologie-​Dozentin.

    2. christiane carradine

      Hal­lo Kat­ja,

      mein Na­me ist Chris­tia­ne Rieck­mann, ich bin 40 Jah­re alt,und mir ist von mei­ner Mut­ter aus­ge­hend das­sel­be passiert.…ich weiß nicht mehr wei­ter.
      Ich ha­be nun ei­nen net­ten Mann ge­fun­den, der be­reit wä­re mit mir ei­ne Zu­kunft auf­zu­bau­en und zwei Mäd­chen zu ad­op­tie­ren,
      nur ich kom­me nicht aus der Psy­chof­al­le raus-​und das schlimms­te ist, mei­ne Mut­ter spielt noch im­mer mit mir.
      Sie sag­te mir of­fen ins Ge­sicht, daß sie mich bis zum 45 Le­bens­jahr hin­durch wei­ter fol­tert, und das ist das mit dem Mann und dem ad­op­tie­ren vor­bei.
      Da ich so ge­fol­tert wur­de, und es ei­ni­ge ma­le fast nicht über­lebt hat­te, ha­be ich Angst.
      Kön­nen wir uns nicht zu­sam­men­tun – um an ei­nem si­che­ren Ort ge­gen un­se­re Pei­ni­ger vor­zu­ge­hen.
      Ich will hier nur noch weg, und kämp­fen für mei­ne Zu­kunft !
      Chris­tia­ne Rieck­mann un­ter: christianecarradine@gmail.com

      1. christiane carradine

        Wow,entschuldige für die Recht­schreib­feh­ler.…..
        ich bin Or­ches­ter­mu­si­ke­rin und ha­be Ma­le­rei stu­diert, und ich bin wirk­lich okay,.……ich bin nur ziem­lich trau­ma­ti­siert und mit­ge­nom­men !
        -Chris­tia­ne

    3. Janny Jung

      Hal­lo Kat­ja, mei­ne Ge­schich­te ist die glei­che wie dei­ne, ich dach­te im­mer nur mir pas­siert so­et­was. Es ist im­mer ein Kampf.

  26. Weselsky Claudia

    Gu­te Tag,
    Der Va­ter mit der Per­sön­lich­keits­sto­erung be­ein­flusst mei­ne jun­ge 18 jäh­ri­ge Toch­ter stark und ver­hin­dert den Um­gang mit der Mut­ter.
    Wo sind die Schwach­pun­ke bei sol­chen Per­sön­lich­lich­keits­sto­erun­gen, der ver­letz­li­che Punkt? Das wür­de mich in­ter­es­sie­ren und was pas­siert danach.….wird es ge­fähr­lich ?

    1. B.B.

      Hal­lo Clau­dia, dei­ne mitt­ler­wei­le voll­jäh­ri­ge Toch­ter muss selbst mer­ken, dass sie ma­ni­pu­liert wird, und selbst Ge­gen­maß­nah­men er­grei­fen. Wür­dest du dich ein­mi­schen, wür­de man dir ver­mut­lich Auf­het­ze­rei vor­wer­fen. Ich mei­ne, sie muss ih­re ei­ge­nen Er­fah­run­gen ma­chen und dar­aus ler­nen. Dir wird das ge­wiss sehr schwer fal­len, doch muss dei­ne Toch­ter ih­ren ei­ge­nen Weg ge­hen.
      Den Schwach­punkt ei­nes sol­chen Men­schen­fin­dest du, wenn du mei­ne bis­he­ri­gen Kom­men­ta­re liest.
      Was ge­nau meinst du mit „ge­fähr­lich“?

    2. Janny Jung

      Das was du ge­schrie­ben hast, hät­te ich schrei­ben kön­nen, der Punkt nach dem du suchst ist bei mei­nem ex mann geld, und ich fra­ge mich eben­falls, ob es ge­fähr­lich wird, wenn ich in die­sem Punkt mei­ne Rech­te ein­for­de­re. Gglg Jen­ny j

  27. u. b.

    hal­lo, dan­ke für den ar­ti­kel .. ge­fällt mir ganz gut! in den ers­ten punk­ten geht es ja be­son­ders um „nar­ziss­ten”, und dann fal­len auch oft die be­zeich­nun­gen „so­zio­phat” und „psy­cho­phat”, wer­den aber nicht in glei­cher wei­se spe­zi­fi­ziert, son­dern ir­gend­wie in den narzissmus-​topf mit rein­ge­wor­fen, wie ich fin­de .. al­so nar­ziss­mus ist mir und wird durch den ar­ti­kel re­la­tiv klar, aber könn­ten Sie für mich noch­mal ty­pi­sche verhaltens- und hand­lungs­mus­ter, die sich kon­kret auf die an­de­ren bei­den be­griff­lich­kei­ten be­zie­hen, nen­nen und aus­dif­fe­ren­zie­ren? dan­ke .. 🙂

  28. Bettina Anna

    Sehr in­ter­es­san­ter Ar­ti­kel.
    Gibt es auch Nar­ziss­ten, die nicht al­le Punk­te er­fül­len? Das Ver­hal­ten mei­nes zu­künf­ti­gen Ex­manns trifft ganz ge­nau bis zum Punkt 7 zu, die an­de­ren Punk­te we­ni­ger bis gar nicht.

  29. Henning Arp

    In­ter­es­san­ter Ar­ti­kel, gibt es den auch in an­de­ren Spra­chen? gern eng­lisch oder fran­zö­sisch

    1. Admin

      Wie ich schon hier ge­ant­wor­tet ha­be ist die ers­te Zei­le mit dem Na­men der Au­to­rin, dem Da­tum, und dem ur­sprüng­li­chen Er­schei­nungs­ort der Link zum Ori­gi­nal auf Eng­lisch. Die­ser Ar­ti­kel hier ist nur die Über­set­zung auf Deutsch.

      1. Sabine Greulich

        Hal­lo Ad­min,
        su­per Ar­ti­kel.
        Wer kann da­zu prak­ti­sche Hil­fe er­tei­len?
        Schei­dung läuft…aber ich ha­be im­mer das Ge­fühl, dass al­les ge­gen mich geht. Ich brau­che drin­gend Un­ter­stüt­zung auf die­sem Ge­biet.
        Wel­che Mög­lich­kei­ten gibt es ?
        Dan­ke.

  30. Arno

    Sehr in­ter­es­san­te Denk­an­stö­ße! Ich hät­te mich über Li­te­ra­tur­emp­feh­lun­gen zur Ver­tie­fung ge­freut! 🙂

  31. Mike

    Dan­ke für die­sen er­hel­len­den Ar­ti­kel. Er kam ge­nau zum rich­ti­gen Zeit­punkt. Zu­erst muss ich be­mer­ken, dass auf­grund der vie­len Kom­men­ta­re hier der Ein­druck er­weckt wird, dass es sich bei die­sen Per­so­nen fast im­mer um Män­ner han­delt. Das stimmt so nicht! Ich konn­te mei­ne Frau (Noch Ehe­frau) in fast je­dem ein­zel­nen Punkt wie­der­erken­nen, was mich an­fangs zu­tiefst er­schüt­tert hat, mir dann aber so vie­le Er­klä­run­gen ge­lie­fert hat, die mir die letz­ten 13 Jah­re ei­ni­ger­ma­ßen be­greif­lich mach­ten! Durch mei­nen Va­ter (sei­nes Zei­chens Arzt!) sind mir in der Kind­heit zahl­rei­che Ver­let­zun­gen, so­wohl psy­chi­scher, aber auch phy­si­scher Na­tur zu­ge­fügt wor­den, was mich wahr­schein­lich auch an­fäl­lig für die­sen Per­sön­lich­keits­typ ge­macht hat. Nun bin ich mit ei­ner The­ra­peu­tin ver­hei­ra­tet, die sich, ge­ra­de jetzt in der Schei­dungs­pha­se im­mer deut­li­cher zu dem sel­ben Ty­pus her­aus­kris­ta­li­siert! Man scheint ja (un­be­wusst) im­mer wie­der nach die­sem Tä­ter­bild zu su­chen.. Nun sit­ze ich in die­ser Si­tua­ti­on, fi­nan­zi­ell ab­hän­gig, emo­tio­nal ab­hän­gig, sie hat mich auch von mei­nem ge­sam­ten so­zia­len Um­feld (Freun­de, Be­kann­te )ge­trennt und durch ihr per­sön­li­ches Um­feld er­setzt. Die Grö­ßen­ord­nung die­ser Ma­ni­pu­la­ti­on konn­te ich erst jetzt, durch die Tren­nung und die da­mit ver­bun­de­nen Kon­se­quen­zen in ih­rer Ge­samt­heit er­ken­nen!
    Da wir nun da­bei sind, auch die fi­nan­zi­el­len An­ge­le­gen­hei­ten zu klä­ren wird deut­lich, wo ih­re wirk­li­chen Prio­ri­tä­ten lie­gen, sie wür­de über Lei­chen ge­hen um ihr Ziel zu er­rei­chen.. sie hat mir so­gar be­stä­tigt (wort­wört­lich!) dass es ihr am liebs­ten wä­re, wenn ich ein­fach tot um­fal­len wür­de, da dies vie­les für sie er­leich­tern wür­de.. So ei­ne Aus­sa­ge lässt mich in Fass­sungs­lo­sig­keit er­star­ren!
    Ich ha­be aber be­reits da­mit an­ge­fan­gen, ihr zu wi­der­spre­chen, mei­ne ei­ge­ne Po­si­ti­on zu ver­tre­ten, oh­ne mich da­bei auf ein emo­tio­nal ge­färb­tes Pro­le­ten­le­vel runter- oder hin­ein­zie­hen zu las­sen. Es ist schon er­staun­lich, wie schnell je­mand, der auf ei­nem Po­dest ganz oben stand, mit ei­nem Schlag in tiefs­te Ebe­nen ab­sa­cken kann! Ich hät­te es nie ge­glaubt, wenn ich es jetzt nicht am ei­ge­nen Lei­be hät­te er­fah­ren müs­sen!
    Seit­dem ich an­ge­fan­gen ha­be an mei­ner Selbst­lie­be zu ar­bei­ten, kom­me ich nun zen­ti­me­ter­wei­se wie­der an die Ober­flä­che, die­ser Ar­ti­kel hat mir auf al­le Fäl­le sehr da­bei ge­hol­fen! Dan­ke noch­mals da­für!

  32. Frei

    Die Nar­zis­tin ist aus ei­nem ganz be­stimm­ten Grund in dein Le­ben ge­tre­ten. Um die Stel­len gna­den­los auf­zu­de­cken, an de­nen du noch selbst ar­bei­ten musst. Ei­nem „ge­sun­den” selbst­lie­ben­den, mün­di­gen Men­schen kann ein Nar­zist nichts an­ha­ben. Di­ie Nar­zis­tin hat ein Ge­spür für „mensch­li­che Schwä­chen”.
    Ar­bei­te an dir selbst, an dei­nem Selbst­be­wusst­sein, dei­ner Selbst­lie­be, dann wird die Nar­zis­tin im­mer mehr aus dei­nem Le­ben ver­schwin­den. Denn dann kann sie nicht mehr En­er­gie aus dir her­aus­sau­gen. Dann bist du nutz­los für sie, ei­ne Ge­fahr so­gar. Und weg ist sie.

  33. lena

    Do­ro­thee, du bist wohl lei­der noch an dem Punkt, an dem dein nar­zisst dich wie­der „ret­ten ” kann u schein­bar soll. Die­se Men­schen krank, aber des­halb trotz­dem schul­dig. Du bist schein­bar lei­der im­mer­noch ma­ni­pu­liert von ihm u nimmst ihn in schutz, frei nach dem Mot­to ” er er­nied­rigt, be­nutzt und miss­han­delt mich, aber ei­gent­lich ist er ein ganz lie­ber und kann ja nichts da­für.” Ich ra­te dir noch mehr über die nps zu le­sen und es vor al­lem zu ver­ste­hen und zu ver­in­ner­li­chen. Es ist letzt­end­lich noch nicht mal re­le­vant, ob ab­sicht­lich oder un­ab­sicht­lich, fakt ist sie sau­gen dich aus, rau­ben dir jeg­li­che selbst­ach­tung, ma­ni­pu­lie­ren dein den­ken und las­sen dich ster­bend lie­gen wäh­rend sie da­bei zu­se­hen. Dei­ne lie­be emp­fan­gen sie nicht, egal wie­viel du gibst! Ge­nau dar­um geht es doch!! Es ist NIEMALS ge­nug was du machst oder nicht machst, sagst oder nicht sagst. Ab­so­lut NICHTS wird ih­re per­son oder die Si­tua­ti­on än­dern. Du kannst nur ver­lie­ren. Al­so gib dei­ne En­er­gie für et­was an­de­res her. Das ein­zi­ge was hilft ist die­se Men­schen zu mei­den!!!

  34. Sabine Greulich

    Möch­te mich hier nur kurz äu­ßern. Der Ar­ti­kel ist die Wi­der­spie­ge­lung mei­ner Ehe…über 30 Jah­re. Aber das weiß ich jetzt erst. Die­ses The­ma , al­so Nar­zis­mus, Psy­cho­ter­ror, Psy­cho­pa­ten und auch Al­ko­ho­lis­mus be­schäf­tigt mich be­reits sehr lan­ge. Die Schei­dung läuft, aber ir­gend­wie ha­be ich im­mer das Ge­fühl, dass al­les ge­gen mich läuft. Ha­be zwei Mal Hil­fe bei Psy­cha­tern ge­sucht und nicht ge­fun­den. Sie ha­ben die An­sät­ze bei mir ge­sucht. Aber das trifft es nicht. Ich su­che und brau­che Hil­fe um ei­ne an­satz­wei­se fai­re Schei­dung zu be­kom­men. Ich könn­te an die­ser Stel­le ei­nen Ro­man schrei­ben, aber das führt zu nichts. Kann mir je­mand hel­fen?
    Ich war­te auf Ant­wort, die Hoff­nung stirbt zu­letzt.
    pedikure.greulich@gmail.com

  35. Suchende

    Grüe­zi an Al­le!

    könnt Ihr mir wei­ter­hel­fen, ich su­che eine(n) Anwältin/​Anwalt, Re­gi­on AG/​BE, wel­che mich un­ter­stützt in Durch­set­zung mei­ner Rech­te, ins­be­son­de­re Ali­men­ten­zah­lung, Sor­ge­recht.
    Die­se An­wäl­tin oder An­walt soll­te un­be­dingt Er­fah­run­gen in Pro­zess­füh­run­gen ha­ben, in de­nen Per­sön­lich­keits­stö­run­gen ei­ne Rol­le spiel­ten und ei­ner Ma­ni­pu­la­ti­on auf al­le Be­tei­lig­ten aus­ge­schlos­sen wer­den könn­te.

    Bes­ten Dank für Eu­re Un­ter­stüt­zung

  36. Hans Trutnau

    To­xi­sche Nar­ziss­ten ha­be ich am ei­ge­nen Lei­be er­fah­ren.
    Un­be­ding­te Emp­feh­lung: Kon­takt ABBRECHEN.

  37. Sioux

    Ich (ei­ne Frau) den­ke auch in ei­ner Be­zie­hung zu ei­ner Frau mit die­ser Stö­rung ge­we­sen zu sein, weiß es aber nicht, es fühlt sich nur so an. Es hat­te wun­der­schön an­ge­fan­gen und ich ha­be bis heu­te Ge­füh­le für sie. Un­se­re Be­zie­hung war nur 8 Mo­na­te lang, aber ich ha­be mich (das weiß ich jetzt) die ge­sam­te Zeit über, al­so ca. ab 1 Mo­nat nach­dem wir zu­sam­men ge­kom­men wa­ren, im­mer wie­der selt­sam ge­fühlt, ir­gend­wie un­si­cher und sie ei­ni­ge Ma­le auch auf ihr Ver­hal­ten an­ge­spro­chen. Sie hat sich vor an­de­ren Leu­ten lus­tig über mich ge­macht, wenn wir al­lein wa­ren, im­mer wie­der un­ter­schwel­lig oder auch of­fen­sicht­lich kri­ti­siert, an­ge­fan­gen vom Aus­se­hen, über Woh­nungs­ein­rich­tung oder mei­ne An­sich­ten, Ein­stel­lun­gen etc. be­tref­fend. Mei­ne Freun­de wur­den ab­ge­wer­tet, aber auch ih­re Freun­de hat sie mir ge­gen­über ab­ge­wer­tet. Es gab Sex aber kei­ne Zärt­lich­kei­ten. Sie war im­mer sehr kon­trol­liert und ich den­ke heu­te, dass sie von ih­rer Stö­rung weiß und ge­le­gent­lich so­gar pro­biert hat, sich zu­rück zu hal­ten „mir zu Lie­be“. Aber ich weiß es nicht, viel­leicht ist auch das Teil des Spiels. Nach dem En­de (was ich aus­ge­spro­chen hat­te, weil ich mein­te ich will nicht mit je­man­dem zu­sam­men sein, der mich nicht will – das war mein Grund­ge­fühl über län­ge­re Zeit in der Be­zie­hung), hat mich je­mand auf den Be­griff Nar­ziss­mus ge­bracht und ich er­ken­ne die­se Be­zie­hung in vie­len Punk­ten wie­der. Auch die­ser Ar­ti­kel – ab­ge­se­hen von phy­si­scher Ge­walt – ist ei­ne gro­ße Stüt­ze im Ver­ste­hen für mich. Emo­tio­nal konn­te ich der gan­zen Sa­che nicht fol­gen, ha­be sehr ge­liebt und woll­te das Le­ben mit ihr ge­nie­ßen und dann be­kommt man im­mer wie­der et­was zwi­schen die Bei­ne ge­wor­fen und fragt sich was das soll. Zwi­schen dem letz­ten schö­nen Abend und Be­zie­hungs­en­de la­gen drei Ta­ge. Wir ha­ben uns auch nach der Be­zie­hung noch­mals ge­trof­fen und auch da hat es kei­ne zwei Mi­nu­ten ge­dau­ert, bis wie­der ei­ne ab­sur­de Ge­schich­te von ihr kam (und ich mich ge­fragt ha­be, kann das wahr sein?). Es war bei uns aus­schließ­lich psy­chisch, aber mir hat das aus­ge­reicht. Jetzt ist die Be­zie­hung vier Mo­na­te her und ich weiß, das nach vorn schau­en der ein­zi­ge Weg ist und auch, dass die­se Er­fah­rung mich in­ner­lich ver­än­dert hat. Das pas­sends­te Zi­tat, was ich da­zu ein­mal ge­le­sen ha­be war: „ vor der Be­zie­hung, hat­te ich die Sil­hou­et­te von Neu­see­land, nach der Be­zie­hung die von Sylt“.

    1. Fee

      An Sioux: Ich ha­be sehr lan­ge nicht ge­wusst, wie ich ark­ti­ku­lie­ren kann, was mir an ei­ner an der Ober­flä­che sehr har­mo­nisch an­mu­ten­den Be­zie­hung ge­fehlt hat. Ich mei­ne jetzt, dass es ein ‚nicht auf Au­gen­hö­he sein’ ge­we­sen sein muss. Das zu the­ma­ti­sie­ren ist sehr schwer, weil sich das Pen­dant die­ses Zu­stands nicht be­wusst ist. Es weiß nicht, was dem An­de­ren fehlt. Spott, auch lei­ser, der nicht als sol­cher ge­se­hen wird bzw. nicht ab­ge­stellt wer­den kann, ist aus mei­ner Sicht ein Aus­druck des­sen, dass sich der An­de­re er­höht. Da­mit hat er/​sie seine/​ihre ei­ge­ne Agen­da. Ei­ne Be­zie­hung kann dann nur asym­me­trisch sein, ein ‚Wir’ stellt sich nicht ein. Spott schafft Di­stanz, Iro­nie ist Grie­chisch und be­deu­tet ‚Ver­stel­lung’. War­um auch im­mer, hier kann oder will sich je­mand nicht preis­ge­ben. Ich kann sehr gut ver­ste­hen, dass man trotz­dem sehr lie­ben kann, be­wun­de­re Dei­nen Mut, Dich aus die­ser Be­zie­hung zu lö­sen, die ‚Selt­sam­kei­ten’ wahr­zu­neh­men und die Kon­se­quen­zen zu zie­hen. Ich bin mit die­sen Ge­füh­len im Bauch sehr, sehr lan­ge un­ter­wegs ge­we­sen. Ich ha­be im­mer ge­glaubt, dass ich zu emp­find­lich bin und zu viel er­war­te und vor al­lem, dass sich was än­dern wird. Für Emp­find­lich­kei­ten gibt es kei­ne ob­jek­ti­ve Mes­sung; es reicht, wenn man die Ein­schlä­ge merkt. Wenn man sie merkt und über­geht, bringt man zum ei­nen sein Kon­to sehr stark ins Mi­nus und zum an­de­ren kann sich nichts än­dern. Ich muss ge­wusst ha­ben, dass sich nichts än­dern kann, ha­be aber – eben­so un­be­wusst – Angst vor den Kon­se­quen­zen ge­habt. Es ist im­mer schlim­mer ge­wor­den. Ich se­he mich nicht als Op­fer, weil ich weiß, dass ich die Tren­nung ge­scheut ha­be. Du hast die NICHT-​Beziehung (Wie­viel Sich-​Beziehen auf den Partner/​die Part­ne­rin gab es denn?) viel­leicht zu ei­nem Zeit­punkt ver­las­sen, zu dem das sehr schmerz­lich wahr und ist. Wä­re es ein­fach ge­we­sen, dann hät­test Du die­se site nicht ge­fun­den und den Ein­trag nicht ver­fasst. Aber gab es ei­ne rea­le Chan­ce und wä­re es nicht im­mer schlim­mer ge­wor­den? Ich kann sehr gut ver­ste­hen, wie un­er­füllt Dei­ne Lie­be ge­blie­ben ist und wie schmerz­haft die Tren­nung sein muss. Es sind ja sehr star­ke Hoff­nun­gen ge­weckt wor­den, das Le­ben ge­mein­sam ge­nie­ßen zu wol­len. Und das ist zu zweit eben ein­fach schö­ner als al­lein. Ich ha­be ge­ra­de auf ei­ner eng­lisch­spra­chi­gen site ge­le­sen, dass man den Me­cha­nis­mus als IDD: Idea­li­ze, Deva­lue, Dis­card be­zeich­net. Viel­leicht hast Du das ‚dis­card’ vemie­den. Und wenn, dann gut so. Ich ha­be es zwei­mal er­lebt und es war ganz schlimm. Die Scham, nicht selbst ge­gan­gen zu sein, ob­wohl ich ‚ab­ge­wi­ckelt’ wur­de (über 8 Jah­re), ist wirk­lich das, was man ‚bren­nend’ nen­nen muss. Es ist ge­ra­de ein Es­say er­schie­nen (Suhr­kamp, Die Selbst­sucht der An­de­ren, Kris­tin Dom­bek; schreibt für den Eco­no­mist). Ich le­se ge­ra­de und bin im­mer noch er­schro­cken dar­über, wie ba­nal das al­les ei­gent­lich ist. Und wie sehr ich mich be­müht ha­be, die­se Ba­na­li­tä­ten zu igno­rie­ren (woll­te wohl nicht kon­ven­tio­nell und spie­ßig sein). Und ich wer­de nicht wie­der igno­rie­ren i. S. ei­ner co­ping stra­te­gy auf Dau­er. Ich drück Dir die Dau­men. Le­ben ge­nie­ßen geht doch viel­leicht auch mit ei­ner Frau, die wirk­lich ein­fach gut zu Dir ist.

  38. Teetasse

    Vie­len Dank für die vie­len nütz­li­chen In­for­ma­tio­nen! Ich ha­be ge­ra­de ei­ne 6-​monatige Be­zie­hung mit so ei­nem Un­tier hin­ter mir und kann jetzt wie­der klar se­hen. Es war ge­nau so, wie über­all be­schrie­ben ist: erst war ich die Al­ler­tolls­te und er hat mir schön nach dem Mund ge­re­det, so dass ich dach­te – wow, wir schwim­men echt auf ei­ner Wel­len­län­ge. Aber schon nach ein paar Wo­chen konn­te ich ihm nichts mehr recht ma­chen; er hat­te ei­ne Rie­sen­lis­te an For­de­run­gen an mich, auf mei­ne Wün­sche wur­de nicht ein­ge­gan­gen. Bei sei­nen Freun­den hat er mich gern „vor­ge­führt”, lei­der ha­be ich mich „zu gut” mit de­nen ver­stan­den und ihm wohl auch die Show ge­stoh­len. Was ich schwer fas­sen konn­te, war sein Neid – auf al­les und je­den, mei­ne Freun­de, mei­ne Fa­mi­lie, mei­ne gu­te Lau­ne (die muss­te mir so­fort ver­dor­ben wer­den) – al­les, was ich gut fand, fand er Sch****. Und dann im­mer so ein ge­häs­si­ges Grin­sen. Auch im Bett ging es nur nach ihm (er sag­te mir selbst „er ist hier der Chef” – ich dach­te, das ist wohl ein Witz). Nä­he ging ir­gend­wann gar nicht mehr, kein Händ­chen­hal­ten, kein Ku­scheln… Was to­tal ko­misch war, dass er so­viel Druck ge­macht hat, al­les muss­te to­tal schnell ge­hen, gleich wur­de ich den El­tern als die neue Freun­din vor­ge­stellt und über­all mit hin­ge­schleppt.
    Das al­les hat mich to­tal ver­wirrt, ich konn­te das über­haupt nicht ein­ord­nen. Mei­ne Alarm­glo­cken gin­gen an, als er wäh­rend ei­nes Streits mich an­herrsch­te, wo denn „mein gan­zes Geld” ge­blie­ben sei, das ich in den letz­ten 10 Jah­ren ver­dient ha­be (mein Le­bens­stil ist eher be­schei­den). WTF?! Tat­säch­lich hat er Schluss ge­macht, um kurz dar­auf zu „be­reu­en”, was für ein „Idi­ot” er ge­we­sen sei. Ich hab ihn nicht zu­rück­ge­nom­men und den Kon­takt ab­ge­bro­chen. Kann ich al­len an­de­ren Be­trof­fe­nen auch nur emp­feh­len, es wird si­cher nicht bes­ser! Für sol­che Leu­te exis­tiert man nur als Ob­jekt, nicht als Per­son.

  39. mein

    Mein Mann hat mich und mei­ne Kin­der seit Jah­ren ver­las­sen, ich möch­te, dass er zu uns kom­men 2016 neue Kom­men­ta­re

  40. Mona

    Hal­lo an al­le Be­trof­fe­nen und Re­spekt – an Die­je­ni­gen, die die Mus­ter durch­bre­chen konn­ten, weil sie er­kannt ha­ben : Ich ir­re mich nicht, da läuft et­was ge­wal­tig schief für mich in der Ge­sell­schaft der be­schrie­be­nen Men­schen­ty­pen.
    Ich schwim­me mich seit ei­nem Jahr lang­sam frei, ler­ne von sol­chen Sei­ten wie die­ser hier – gern im­mer neu da­zu.
    Ich ver­traue wie­der mehr mei­nen In­stink­ten, stei­ge aus – wenn‚s mir nicht mehr be­kommt, was da läuft und ge­stal­te mir
    be­wusst mein Um­feld – is nich groß – aber 2017 bin ich wei­ter of­fen für mich und Neu­es !!
    Das wün­sche ich al­len, die nach mir hier le­sen von Her­zen.
    „Weih­nach­ten ist we­der ei­ne Jah­res­zeit noch ein Zeit­punkt.
    Es ist ein Ge­fühl…
    Frie­den und Wohl­wol­len in sei­nem Her­zen zu tra­gen, barm­her­zig zu sein und Wär­me zu schen­ken, dies ist der wah­re Geist von Weih­nach­ten”

  41. Sioux

    an Fee: es hat sehr lan­ge ge­dau­ert, auf Dei­nen Kom­men­tar zu re­agie­ren. Ich war ir­gend­wie – trotz Tren­nung – noch mit­ten­drin. Erst kurz vor Weih­nach­ten, ha­be ich den Kon­takt voll­kom­men ab­ge­bro­chen und seit ein paar Ta­gen mer­ke ich, dass das die rich­ti­ge – bes­te (!!) Ent­schei­dung war. Bei uns war al­les so ziem­lich, wie Du es be­schrie­ben hast, wie es Dir da­mit ging. Ich ha­be die Ein­schlä­ge ge­merkt, weil ich es an­ders ken­ne. Ich hat­te schon ei­ne Be­zie­hung mit gro­ßen Ge­füh­len und auf Au­gen­hö­he, dar­um weiß ich den Un­ter­schied. Den­noch trennt man sich ja nicht so­fort, wenn die ers­ten klei­nen Be­lei­di­gun­gen oder An­sa­gen kom­men. Man ist ja ge­ra­de da­bei den an­de­ren ken­nen zu ler­nen und denkt sich erst ein­mal nicht viel da­bei, weil man auch nicht glaubt, dass da­hin­ter Ab­sicht steckt (und ich wuss­te vor­her auch nicht, dass es so­was gibt, ha­be nie ge­hört von nar­ziss­ti­schen Men­schen, bzw. was das für den Part­ner be­deu­ten kann). Je­der Mensch ist an­ders. Mitt­ler­wei­le ha­be ich noch ei­ni­ge Din­ge aus un­se­rem Um­feld ge­hört, die es un­mög­lich ma­chen, sie als Bekannte/​ Freun­din in mei­nem Le­ben zu las­sen. Das tut auch weh, man muss eben et­was auf­ge­ben, das man ei­gent­lich nicht auf­ge­ben woll­te. Dei­ne Scham Fee, ich den­ke Du warst eben wohl­wol­lend, hast an das Gu­te ge­glaubt. 8 Jah­re ist ei­ne lan­ge Zeit, aber je­der Mensch und je­de Ge­schich­te, so sehr sie auch ähn­lich sind im Grun­de, ist doch in­di­vi­du­ell. Und an­schei­nend ist es ja ge­ra­de der Trick sol­cher Men­schen, ei­nen im­mer wie­der zu­rück­zu­ho­len, wenn man nicht kon­se­quent Ab­stand hält. Auch mir wä­re es jetzt so er­gan­gen, aber es ist auch ei­ne exis­ten­ti­el­le Ent­schei­dung bei mir. Durch die­sen Kum­mer, wä­re ich be­ruf­lich fast rui­niert wor­den. Dar­um, es soll­te sich nie­mand schä­men. Man hat halt sein Herz auf­ge­macht und ver­traut. In die­ser Si­tua­ti­on ist man am ver­letz­lichs­ten, dar­um ist es ja so ei­ne Aus­nah­me­si­tua­ti­on und dem ra­tio­nal zu be­geg­nen, sehr schwer. Es wird noch ei­ne Wei­le dau­ern, bis ich über­haupt wie­der nach­den­ke, je­man­den in mein Le­ben zu las­sen. Dir drü­cke ich auch die Dau­men!

    1. Outlander

      Hal­lo Mo­na u. hal­lo Sioux
      Ich hof­fe das ihr bei­de Frie­den mit sol­che ge­macht habt.
      Und was fürs rich­ti­ge Herz wo greif­bar ist glück­lich wirst„ ge­fun­den habt.
      Die Hoff­nung gibt uns doch die kraft sich auch wie­der auf was neu­es ein zu las­sen.
      Nach je­den trost­lo­sen wei­ßen Win­ter er­wa­chen Neue Far­ben das Le­ben be­wegt sich rich­tung son­ne. Men­schen sit­zen in Bier­gär­ten la­chen u. sind auf Früh­ling ge­stimmt. Ein neu­er ab­schnitt den wir be­son­ders schät­zen wer­den.
      Gruß Out­lan­der

  42. Jens Hückenberg

    Moin, gu­ter Text.
    Ich bin selbst Nar­zisst.
    wür­de mich freu­en, wenn du bit­te über den ma­li­gnen Nar­ziss­ten schreibst… al­so im­mer vor dem Wort Nar­zisst, das Wort ma­li­gne.…
    Oder lies Ot­to Kern­berg.…
    an­sons­ten hab ich nix zu me­eckern 😉
    Grü­ße

  43. Carolyn

    9 Jah­re jetzt, im­mer wie­der Pha­sen mit un­be­grün­de­tem Krach, ab­sicht­lich her­bei­ge­führ­ten ge­fähr­li­chen Si­tua­tio­nen beim Au­to­fah­ren, Streit im Ur­laub! Ein­fach so, Zer­stö­rung gu­ter Er­leb­nis­se, es macht ihm dann auch nichts aus, wenn Ein­la­dun­gen plat­zen, 9 Jah­re, in de­nen ich das an­ge­neh­me Le­ben fi­nan­zie­re, der Herr Schrift­stel­ler ganz we­nig zum Le­ben bei­ge­tra­gen hat. Ich emo­tio­nal im­mer wie­der aus­glei­che. Vor ei­nem Jahr schon ge­le­sen, „the so­zio­path next door to you”, In­halt ka­piert, dann wie­der ge­zwei­felt, ob er wirk­lich DIESER So­zi­path ist, dann wie­der Zor­nes­aus­brü­che mit­ge­macht, ich im­mer das aus­glei­chen­de, frie­den­lie­ben­de, lie­bes­be­dürf­ti­ge We­sen. Heu­te, jetzt ge­ra­de stel­le ich mir die ei­ne Fra­ge, die mir ei­ne Freun­din ans Herz ge­legt hat: ” Will ich mit die­sem Mann alt wer­den?” Ehr­li­che Ant­wort: so geht es nicht wei­ter. Muss die­se Pha­sen, in de­nen er sich so um mich be­müht hat, die­se krea­ti­ven Hoch­stim­mun­gen weg­ver­ban­nen aus mei­nem Hirn, denn die­se Under-​Dog-​Zeiten sind die Höl­le, und ich bin auch ein je­mand und kein nichts, mit dem man nach Her­zens­lust fuhr­wer­ken kann. .…..
    Tja, und mei­ne Mut­ter ist auch so ein Typ.

  44. Lilian

    Mein Bru­der war auch mit ei­ner sol­chen Frau ver­hei­ra­tet. Nach 2 Jah­ren Schei­dung ist der Haus­stand im­mer noch nicht ge­trennt. Sei stalkt ihn und ver­sucht im­mer mehr Geld her­aus­zu­schla­gen. Sie be­haup­tet, daß er Ne­ben­jobs hat, nur um noch mehr Geld zu kas­sie­ren. Mein Bru­der hat Glück, daß ihn sein Chef noch nicht ge­kün­digt hat. Er ist Zahn­arzt und ver­dient nicht schlecht, aber von dem Geld, was nach den Ab­ga­ben für die Kin­der und sei­ne gut­ver­die­nen­de nar­zis­ti­sche Ehe­frau (sie ist Leh­re­rin – be­am­tet) noch üb­rig bleibt kann er nicht le­ben. Die Ge­rich­te se­hen nicht, wie ge­fähr­lich die­se Frau ist. (sie kommt sym­pa­tisch rü­ber, läßt ih­ren An­walt nicht re­den, son­dern über­nimmt selbst ). Kei­ner kann die­ser Frau Ein­halt ge­bie­ten – Ih­re Kin­der wer­den eben­falls ka­putt ge­macht. Und das Schlimms­te ist, sie kommt über­all so durch, auch vor Ge­richt und kei­ner merkt es.

    1. Outlander

      Hal­lo Li­li­an,
      ich mach­te das lan­ge ge­nug mit bin ein zer­stör­ter Mensch Fi­nan­zi­ell ge­he ich we­gen sol­chen Vam­pi­ren Bach run­ter nichts kann man auf­hal­ten, ist so wie wenns der Jus­tiz Recht wer das es solch Nar­ziss­ten gibt.
      Ih­re Toch­ter hat­te schon früh zum rau­chen an­ge­fan­gen ge­hen im­mer ge­mein­sam zum rau­chen Na­di­ne ist jetzt 18 doch mit 14 stand sie auch schon mit Ih­rer Coo­len Mut­ter in der Kü­che u. rauch­ten. Da­ni­el war der zi­ga­ret­te nie zu ge­neigt u. sie sprach auch noch stolz wie schön das er nicht raucht.
      nicht mal zwei mo­na­te spä­ter fand ich Zi­ga­ret­ten­schach­teln in sei­nem zim­mer
      Wo sie dan bei ih­ren 14Jahre al­ten sohn ei­nes Ta­ges an der Tür klopf­te mit ei­ner Zar­ten stim­me mein­te! Da­ni­el kommst mit ei­ne Rau­chen, wie wenn der pud­ding ge­ra­de ab­ge­kühlt wer.
      Wuss­te ich ich kann hier nicht Län­ger, doch man muss lang­sam sich zu­rück zie­hen. Mach­te ein auf bin Psy­hisch la­bil u. spiel­te ich ver­steh die Welt nicht was pas­siert mit mir? nur so konn­te ich mich ent­zie­hen, da sie sich in ih­rer Macht be­stärkt fühlt, un­an­tast­bar zu sein. Stimmt ja auch da sol­che Re­de­ge­wand­ten To­xi­schen Men­schen im­mer Ge­win­nen du Ver­lierst. Find erst mal nen Rechts­an­walt dan ein Staats­an­walt ge­schwei­ge ein rich­ter der sich aus­kennt.
      Ge­schwei­ge ei­ne part­ne­rin die ei­nem nicht als be­zi­hungs­ge­schä­digt sieht, Liebe-​Ehrlichkeit-​Hoffnung ist für solch per­sho­nen nur die Kunst­stei­ne am Trep­pen­auf­gang.
      Und ich dach­te welch Glück ich doch ha­be fuhr 670km so oft wie ich nur konn­te die A7 rich­tung HH sie tes­ten dich le­sen dich for­schen in dein Le­ben. Wow sie ist so­ooo an mich in­ter­es­siert bin echt baff!! was ich für ei­ne Tol­le Frau ha­be. Sie gab ei­nem das ge­fühl an­ge­kom­men zu sein. Im 7Himmel!! das was ich im Ob­ri­gen Text ge­le­sen ha­be ist wie ein Neh muss­ter mei­nes Le­ben mit To­xi­schen Men­schen.
      Das sitzt erst mal… Es ging jetzt 3 Jah­re da­von 2Jahre To­xisch vor ei­nem Hal­ben Jahr traf ich auf die sei­te hier.. Und es ging nur um eins, nichts an­mer­ken zu las­sen. Stück für stück war ich la­bil mit an­sa­gen ich bin nichts wert, ich sei Dreck mach­te mich ab­wer­tend. Kei­ne Nor­ma­le Frau wür­de solch Show ab­zie­hen wie To­xi­sche Men­schen. Mir Blu­te­te mein Herz so tief­grün­dig fleh­ten sie mich an Bit­te Bit­te tuh dir nichts ich brauch dich kann nicht oh­ne dich. Bil­der wur­den ge­sen­det die eins ein Band für Lie­ben­de war. Wenn ich es nicht mit ei­ge­nen Au­gen ge­se­hen Hät­te wür­de ich zwei­feln was sie ist. Doch ich sah wie ein Dra­ma von Thea­ter­stück sie ins Han­dy Sprach u. in an­de­ren mo­ment ganz nor­mal sich gab. Ich spiel­te das vi­deo von mein Han­dy freun­den vor (zeit­auf­nah­me) dann die Ton­auf­na­me die sie mir zu­ge­sen­det hat. Ich glaub ich muss nichts wei­te­res mehr er­läu­tern. Schreck­lich,..,., Ich weiß das ich nur die mir Vor­ge­spiel­te Lie­be Ver­liebt war. Doch Lie­ben tue ich im­mer noch so tief war es um mich ge­sche­hen. Die zeit ih­res in­ter­es­se an un­se­ren Ge­mein­sam­kei­ten war wirk­lich schön, ein traum. Ich re­de auch von al­täg­lich­kei­ten ur­laub u. bei Ih­ren Freun­den. Das sie To­xisch ist da bin ich mir si­cher.. Kann hier nicht al­les schrei­ben. Es auf Psy­chisch la­bil zu ma­chen be­stärkt ih­ren ziel­geist. So kön­nen die ihr um­feld auch paar whts­apps von mir zei­gen u. sind fein Rauß. Ich hof­fe das ich fein rauß bin u. nichts mehr von ihr kommt.
      Sie be­hielt mein Au­to viel Ma­te­ria­les Plat­ten­spie­ler Ver­stär­ker Bo­xen die gan­zen um­bau­ten im u. am Haus usw. ei­ne un­en­den­de lis­te.. Auch für die kin­der war ich da.,.,kam nie zu den kin­dern durch, sie brau­chen zeit mein­te sie…,nach drei Jah­ren???
      Es soll­te je­der der hier sich an­ge­mel­det hat ein Auf­kle­ber an sei­ne Heck­schei­be mit dem Link hier rein. Wer­bung an maß.„ das so viel Frau­en u. Män­nern dies Leid schon im Frü­hen sta­di­um be­wusst wird, was da auf sie zu kommt.

      1. Genervte Frau

        Ja die spie­len im­mer das ar­me hilf­lo­se Op­fer und sind im Um­feld sehr be­liebt durch ihr Sa­ma­ri­ter Image. Pro­vo­zie­ren ganz ge­konnt und be­wusst. Es gibt zwar im­mer zwei Sei­ten, trotz­dem ist es scha­de für die Kin­der, die in die­sen Nar­ziss­ten­stru­del rein­ge­zo­gen wer­den.
        Mein Tipp:
        Du soll­test Buch füh­ren über Er­eig­nis­se, so­fern es dir noch hilft. Je­de Pro­vo­ka­ti­on, je­des Ge­scheh­nis usw. pro­to­kol­lie­ren mit In­halt, Da­tum, wenn mög­lich un­ge­fäh­re Uhr­zeit, dei­nen An­walt sa­gen, dass es sich ver­mut­lich um ei­ne Nar­ziss­tin han­delt plus „Tagebuch/​Protokoll” dem An­walt für dei­ne Glaub­wür­dig­keit vor­le­gen. Pa­pier ist ge­dul­dig, doch man ver­gisst auch schnell wich­ti­ge De­tails oder ver­liert den Über­blick, des­we­gen No­ti­zen an­fer­ti­gen…

  45. Genervte Frau

    Das We­sent­li­che ist sehr gut auch für Lai­en ver­ständ­lich zu­sam­men­ge­fasst. Ich er­ken­ne al­les wie­der. Ich fand die Bü­cher „Die Mas­ken der Nie­der­tracht” und „ver­gif­te­te Kind­heit” sehr hilf­reich. Ich ha­be die Bü­cher ge­le­sen um ei­ne gift­freie Kinder-​Erziehung zu ge­währ­leis­ten.

    Mein Mann kommt aus ei­nem ma­ni­pu­la­ti­ven El­tern­haus und auch er hat sol­che Ma­ni­pu­la­ti­ons­zü­ge an sich (bei Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten), al­ler­dings er­ken­ne ich es in­zwi­schen und ge­he nicht wei­ter auf der­ar­tig ge­strick­te Sät­ze ein, ich ignoriere/​überhöre sie und Ge­sag­tes kann mich auch nicht mehr tref­fen, ich tra­ge jetzt Schutz­pan­zer.
    Das sich Nar­ziss­muss wie ein ro­ter Fa­den durch die Fa­mi­li­en zieht, kann ich nur be­stä­ti­gen, bei ihm ist es nicht so ex­trem aus­ge­prägt wie bei sei­ner Mut­ter, trotz­dem sind die­se Zü­ge auch bei ihm vor­han­den.

    Hier mei­ne Er­fah­run­gen:

    Der Nar­ziss­muss wird an­fangs per­fekt über­la­gert und kommt erst viel spä­ter zum Vor­schein. Mei­ne Er­fah­rung ist, dass ge­ra­de Frau­en die Meis­ter der Ma­ni­pu­la­tin sind (Um­feld u. ei­ge­ne Er­fah­run­gen). Wenn ihr den Satz hört „ich strei­te mich nie”, dann soll­ten bei euch schon die Alarm­glo­cken an­ge­hen, bei mir tun sie es. Denn wer ma­ni­pu­liert muss auch nicht strei­ten, denn ver­ba­le Ma­ni­pu­la­ti­on sorgt für die Durch­set­zung der ei­ge­nen In­ter­es­sen.

    Bei­spie­le die der Ma­ni­pu­la­tor an­wen­det: Ich mein es doch nur gut, ich bin ja so ent­täuscht, mir ist doch sonst nichts ge­blie­ben au­ßer…, das biss­chen hät­test du mir doch gön­nen kön­nen…, oder es wird auf die Trä­nen­drü­se ge­drückt, amen. 

    Ich kann nur ra­ten das Wei­te zu su­chen, sol­che Men­schen sau­gen ei­nen die Le­bens­en­er­gie aus bis man selbst nicht mehr exis­tiert, ei­nen Nar­ziss­ten der nicht so ex­trem aus­ge­prägt ist, den kann man noch ver­kraf­ten aber mehr von der Sor­te, da kann man bald selbst beim Ner­ven­arzt vor­stel­lig wer­den.

    Al­les Gu­te

  46. Genervte Frau

    Sor­ry, ich weiß das es Nar­ziss­mus heißt, mein Han­dy nicht 😉

  47. Christine

    Beim le­sen des Ar­ti­kels wur­de vie­le Din­ge in kla­re Wor­te ge­fasst, die mir bis­her ge­fehlt hat­ten, um das zu ar­ti­ku­lie­ren, was ich füh­le in mei­ner Be­zie­hung.
    Es war bis­her für mich nie wirk­lich beleg- und greif­bar was da „ab­ging” Und oft zwei­fel ich an mir sel­ber, ob ich zu über­zo­gen, zu über­emp­find­lich re­agie­re, mein man­geln­des Selbst­wert­ge­fühl da mit rein­spielt etc etc.
    Trotz­dem fin­de ich ei­ni­ge Pas­sa­gen in die­sem Ar­ti­kel als zu mas­siv. Ist es wirk­lich ab­so­lu­te Be­rech­nung und Bos­heit des an­de­ren oder ist er nun mal so und kann aus sei­ner Haut nicht raus?

    Auch ha­be ich mich in ei­ni­gen Pas­sa­gen selbst wie­der­erkannt und bin jetzt un­schlüs­sig, ob ich be­reits ein Nar­zisst bin oder die­se Ver­hal­tens­mus­ter „nur” ab und an an­wen­de wie wohl die meis­ten Men­schen. En­gel sind wir be­stimmt al­le nicht und ich ken­ne kaum je­man­den, der nicht ver­sucht den an­de­ren ab und an zu ma­ni­pu­lie­ren.

    Bei mei­nem Part­ner ha­be ich bis­her im­mer ge­sagt, er ist nicht schlecht, er macht es nicht mit Ab­sicht, er ist von sei­ner Mut­ter so er­zo­gen. Ges­tern hat­te ich mal wie­der die Ge­le­gen­heit, bei­de zu­sam­men er­le­ben zu dür­fen – und mit emo­tio­na­lem Ab­stand wur­de mir sehr vie­les sehr deut­lich.

    Ei­gent­lich möch­te ich mich nicht von ihm tren­nen da ich im­mer noch die Hoff­nung ha­be, das er in Wirk­lich­keit so ist, wie er ab und an durch­bli­cken lässt, wie er sein KANN aber dann kommt wie­der das Ge­fühl das er vie­les nur mir zu lie­be macht und nicht, weil es sein in­ne­res Be­dürf­nis (z.B. nach Nä­he) ist.

    Wenn ich et­was ma­che, was ihm nicht ge­fällt re­agiert er auf mich wie ich auf je­man­den re­agie­re, der mich ab­so­lut nervt und den ich über­haupt nicht mag – ich kann ja nur von mei­nen Re­ak­tio­nen aus­ge­hen – und das er­schreckt mich.
    Er er­klär­te es mir so, das er da­bei über sich sel­ber so ge­nervt wä­re und des­halb so re­agie­re ^^

    Wie oben be­reits ge­schrie­ben ent­deck­te ich beim le­sen Ei­ni­ges, was auch auf mich zu­trifft. Sind wir nun zwei Nar­ziss­ten die des­halb kei­nen Weg zu­ein­an­der fin­den??

    In un­se­rem Freun­des­kreis gel­ten wir als das Traum­paar, das so­oo gut zu­ein­an­der paßt. Nur we­ni­gen er­zäh­le ich von den Pro­ble­men, ver­su­che sie in Wor­te zu fas­sen und füh­le mich beim Be­schrei­ben der je­wei­li­gen Si­tua­tio­nen klein­lich, un­fle­xi­bel und mit ge­rin­gem Selbst­wert­ge­fühl.

    Doch mein Bauch­ge­fühl und mein Kopf sind in stän­di­gem Streit. Der Kopf möch­te glau­ben, was er sagt, der Bauch wehrt sich in den je­wei­li­gen Si­tua­tio­nen und ich füh­le mich un­wohl, un­ver­stan­den, zu­rück­ge­setzt, un­ge­liebt.

  48. Grey Ghost

    Ge­nau­so, wie hier be­schrie­ben, je­der Punkt stimmt, ha­be ich es er­lebt und er­le­be es noch im­mer. Hier ist es in Wor­te ge­fasst, die mir so oft fehl­ten. (K)ein per­sön­li­cher Alp­traum. Ich kam der Sa­che auf die Spur, als ich nach den Wor­ten „Lü­gen” „Igno­rie­ren” „Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­wei­ge­rung” im In­ter­net such­te. Das schlim­me ist, dass ich mein Bauch­ge­fühl, wel­ches völ­lig rich­tig war, igno­rier­te, dann hät­te ich dem schon viel eher ein En­de set­zen kön­nen. Die­ser Ab­grund, wer es nicht selbst er­lebt, glaubt es nicht. Nun sind da zwei Kin­der und es scheint, dass wir da­mit wohl für im­mer ver­bun­den blei­ben. Ich kann nur je­dem emp­feh­len, im­mer bei sich zu blei­ben und sich ab­zu­gren­zen. Un­ge­fähr 2010, da wohn­ten wir noch zu­sam­men, sag­te er mir wäh­rend ei­nes Strei­tes: „Ich neh­me Dir al­les.” Da­mals dach­te ich, ok – so da­her ge­sagt, wie es halt so manch­mal ist, NEIN, heu­te weiss ich, es war ernst ge­meint. Ich ken­ne die­sen Men­schen, seit mei­nem 13. Le­bens­jahr und ha­be das Ge­fühl erst jetzt sein wah­res Ge­sicht zu se­hen. Ir­gend­wo ha­be ich ge­le­sen, ich sol­le ver­zei­hen und manch­mal woll­te ich das auch, aber ganz ehr­lich, bei die­ser Di­men­si­on, ist mir das nicht mög­lich. Ich (be)wundere mich selbst, dass ich hier heu­te ste­he, halb­wegs nor­mal, ei­nen gu­ten Job mit net­ten Kol­le­gen, ge­sund, ein er­fül­len­des Hob­by… Der gro­ße Wehr­muts­trop­fen, mei­ne Kin­der (16 und 12), sie sind nicht bei mir. Wir ste­hen im gu­ten Kon­takt und ich hof­fe, sie spü­ren, trotz­dem, wie sehr ich sie lie­be, auch wenn er jeg­li­che Kon­takt­auf­nah­me über­wacht.

    1. Sichtweise

      Hal­lo Grey,

      ich ha­be sehr vie­le Be­rich­te ge­le­sen, in de­nen Nar­ziss­ten es ge­schafft ha­ben, den Müt­tern ih­re Kin­der zu neh­men. Mein Ex­part­ner und ich ha­ben zwei Knöp­fe zu­sam­men, vier und sechs-​jährig. Mir wur­de be­reits an­ge­kün­digt, „mich fer­tig zu ma­chen” und nach­dem vie­le Stra­te­gi­en nicht mehr grei­fen, sind nun die Kin­der dran. Nach­fra­gen sei­ner­seits, mit un­ter­stel­li­gem Ton, ob ich den SEINE Kin­der gut ver­sor­ge, dass ich ihm die Kin­der entreisse…der Kon­text ver­läuft in die­se Rich­tung, der mir et­was Un­be­ha­gen ver­schafft.
      Er hat be­reits die KESB kon­tak­tiert! Wel­chen Weg ge­hen sol­che Nar­ziss­ten, da­mit sie das Haupt­er­zie­hungs­recht über die Kin­der er­hal­ten?

  49. Ingrid E. Patrick

    Das ist ein äu­ßerst in­for­ma­ti­ver Ar­ti­kel, der de­tail­ge­nau be­schreibt, wie Nar­ziss­mus funk­tio­niert. Ich kann dem al­len nur – aus ei­ge­nen Er­fah­run­gen – zu­stim­men. Es kommt mir so vor, dass es ge­ra­de Frau­en sind, die Nar­ziss­mus er­bar­mungs­los be­trei­ben, um ei­nen an­de­ren Men­schen zu zer­stö­ren. Na­tür­lich gibt es auch Män­ner, die zu die­sen Nar­ziss­ten ge­hö­ren. Ich ken­ne die­se Bei­spie­le auch. 

    Für mich gibt es nur ei­nen Weg, um die­sen to­xi­schen Men­schen zu ent­ge­hen: Den Kon­takt kon­se­quent und ri­go­ros ab­zu­bre­chen. Lei­der funk­tio­niert das nur be­grenzt, wenn man ei­ne ge­wis­se Bin­dung zu­ein­an­der hat, auch aus be­ruf­li­chen und/​oder fa­mi­liä­ren Grün­den. Auch nach jah­re­lan­gem Kon­takt­ab­bruch lau­ern die­se Men­schen im Hin­ter­grund und ver­su­chen, die­sen Kon­takt­ab­bruch zu un­ter­lau­fen. Ir­gend­wie er­in­nert mich das an den Aus­spruch: sie kön­nen nicht mit Dir, aber auch nicht oh­ne Dich. Sie sind wie Ze­cken.

    Ich wün­sche al­len, die die glei­chen Er­fah­run­gen ma­chen, viel Kraft und Stär­ke.

  50. Frank

    Nach ei­ner sehr schmerz­li­chen Tren­nung und lan­gen Ge­sprä­chen mit ei­nem Freund, emp­fahl er mir die­sen Ar­ti­kel zu le­sen. Ich den­ke er hat­te da schon ei­nen Ver­dacht und ich muss sa­gen, dass mir sehr vie­le Tak­ti­ken be­kannt vor­kom­men. Mehr und mehr ha­be ich das Ge­fühl, dass mei­ne Ex solch ei­ne to­xi­sche Per­sön­lich­keit ist.

    Wäh­rend der An­fangs­pha­se idia­li­sier­te sie mich und stell­te mich bei ih­ren Freun­den als ih­ren Traum­mann dar, wäh­rend sie in un­ter­schied­li­chen Si­tua­tio­nen ih­ren Ex im­mer stär­ker run­ter­mach­te. Sie fing auch sehr schnell an von ei­ner ge­mein­sa­men Zu­kunft (Ehe, Kin­der, Haus mit Gar­ten) zu re­den und das sie sich ei­ne Welt oh­ne mich nicht vor­stel­len kön­nen. Be­reits nach 1 Jah­re, ver­meint­lich glück­li­cher, Be­zie­hung fin­gen dann die Her­ab­set­zun­gen in ver­schie­dens­ten Ar­ten an. Erst harm­los durch Wit­ze und Sei­ten­hie­be vor Freun­den und Fa­mi­lie, spä­ter dann durch Ab­wer­tung ver­schie­dens­ter Din­ge die sie vor­her so toll fand. Mei­ne per­sön­li­chen Er­fol­ge wur­de im­mer häu­fi­ger nach dem Sche­ma „Toll, wur­de auch mal Zeit!” oder ähn­lich her­ab­ge­wür­digt.
    Es wur­de ver­stärkt zwei­er­lei Maß ge­nom­men. Be­ruf und all­täg­li­che Din­ge wur­den als min­der­wer­ti­ger als ih­re Leis­tun­gen dar­ge­stellt, ob­wohl wir bei­de auf dem sel­ben be­ruf­li­chen Le­vel agier­ten. Ver­feh­lun­gen oder un­an­ge­mes­se­nes Ver­hal­ten ih­rer­seits wur­den ver­leug­ned, ver­dreht oder ich als humorlos/​überempfindlich be­zeich­net. Ta­ten ih­re Freun­de, aber eben ge­nau die­se Din­ge, wur­de von ihr ge­läss­tert oder es als ab­so­lu­tes No-​Go in ei­ner Be­zie­hung be­zeich­net.
    Mei­ne Aus­flü­ge mit Ar­beit­kol­le­gen oder Freun­den, wur­den mit Ei­fer­sucht quit­tiert und mir ein schlech­tes Ge­wis­sen ein­ge­re­det., bis ich kaum noch an­der­wei­ti­ge Ak­ti­vi­tä­ten un­ter­nahm.
    Wenn ich mei­ne Sicht der Din­ge oder mei­ne Ge­füh­le ar­ti­ku­lier­te, wur­den mei­ne Wor­te ver­dreht oder sie stell­te sich als Op­fer dar. Das ging so­weit, dass ich im­mer mehr Angst hat­te et­was zu sa­gen um kei­ne neue, be­las­ten­de Si­tua­ti­on her­vor­zu­ru­fen. Es wa­ren nur noch Lie­bes­be­kun­dun­gen und po­si­ti­ve Ge­sprächs­the­men un­pro­ble­ma­tisch.
    Kurz dar­auf wur­de aus der lie­be­vol­len Fra­ge „Wie war dein Tag?” ein kon­trol­lie­ren­des „Was hast du heu­te so ge­leis­tet?!”. Sie be­gann da­durch zu kon­trol­lie­ren, wo ich war und was ich tat.
    Als sie ih­re Vor­stel­lun­gen wie un­se­re Zu­kunfst bzw. ich mich zu ent­wi­ckeln hab, im­mer häu­fi­ger ver­schob und wel­che ich im­mer we­ni­ger, in der von ihr ge­steck­ten Zeit er­fül­len konn­te, be­gann sie mich und un­se­re Be­zie­hung bei Freun­den und Fa­mi­lie schlecht zu re­den. Dies führ­te dann auch da­zu, dass sie be­leg­ba­re Tat­sa­chen durch Ver­all­ge­mei­ne­run­gen (aus ih­ren Ge­sprä­chen mit Freun­den), Ver­dre­hung und Leug­nung vom Tisch wisch­te. Ver­mehrt stell­te sie mich als Ver­sa­ger dar und wur­de in ih­rer Wort­wahl im­mer ver­let­zen­der. Sie schaff­te es so, dass ich mich für al­les was schief lief bzw. ihr nicht in den Kram pass­te ver­ant­wort­lich fühl­te und al­les dar­an set­ze „es wie­der gut zu ma­chen”.
    Spä­ter war ich so ent­kräf­tet, dass ich Schlaf­stö­run­gen, De­pres­sio­nen und mas­si­ve Ängs­te ent­wi­ckel­te.
    Als ich nicht mehr konn­te und wir wie­der in ei­ner Dis­kus­si­on ver­strickt wa­ren, hielt ich ihr den Spie­gel vor. Als ich ihr wirk­lich lo­gisch und an Tat­sa­chen be­le­gen konn­te, dass sie mir un­be­grün­de­te Vor­wür­fe mach­te, be­en­de­te sie di­rekt die Be­zie­hung.

    Spä­ter er­fuhr ich, dass sie sich be­reits ei­nen Ar­beits­kol­le­gen warm hielt und naht­los wech­sel­te.

  51. Aaragorn

    Was das mit Ab­stand ner­vigs­te ist, ist wenn im ge­hei­men das ge­sam­te (ir­gend­wann gar nicht mehr vor­han­de­nen) Um­feld ma­ni­pu­liert wird. Es ist schon so ner­vig ge­nug wenn kei­ner ei­nem glaubt, wenn man ver­sucht Hil­fe zu ho­len (Po­li­zei, Ju­gend­amt) und es dann so aus­sieht als denkt man sich das al­les nur aus. Und noch ner­vi­ger, wenn man ir­gend­wann fest­stellt, das das ge­sam­te ehe­ma­li­ge Um­feld „um­ge­dreht” wür­de, das mit je­der ein­zel­nen Per­son ge­hei­me Kon­tak­te ge­führt wur­den, nur um die ei­ge­ne voll­stän­di­ge Iso­la­ti­on si­cher­zu­stel­len. Bei Frauen/​ihren Freun­din­nen und ver­mut­lich auf Ar­beit das „er ist so ein Arsch­loch und hat­te zig Af­fä­ren”, bei Män­nern, ehe­mals mei­nen Freun­den „er schlägt mich” + dann noch Bett­ge­schich­te, bei mei­ner Fa­mi­lie auch was auch im­mer. Am En­de steht ich da als wä­re ich der al­ler­letz­te Arsch. Aber wenn ich es wirk­lich wä­re – dann soll sie mich doch ver­dammt noch­mal frei­las­sen! Aber sie tut ja al­les, das kei­ne Lö­sung, wie auch im­mer je funk­tio­niert. Und ja, hart blei­ben, ein­fach ver­schwin­den… Ich kenn die Rat­schlä­ge ja al­le – was meint ihr, wie die Kin­der ent­stan­den sind? Je­des Mal ge­nau dann, wenn ich dach­te, das war es jetzt aber wirk­lich. Nichts ge­gen Kin­der und ist ja schön das sie da sind, aber das grund­sätz­lich al­les völ­lig da­ne­ben läuft wenn ich Ver­su­che das es klappt und das sie nur ge­nau dann schwan­ger wird wenn wir im Prin­zip gar nix mehr mit­ein­an­der zu tun ha­ben… Ist schon selt­sam. Und dann heißt es na­tür­lich „jetzt kannst du mich doch nicht al­lein las­sen”. Das wä­re ja auch al­les noch OK., Wenn nicht vor­her wirk­lich al­les da­ne­ben ge­lau­fen wä­re und ein­fach rein gar nix mit­ein­an­der ge­re­gelt wer­den konn­te. Wenn nicht Lü­ge über Lü­ge auf­ge­flo­gen wä­re und nicht zahl­rei­che Aus­bruch­ver­su­che da ge­we­sen wä­ren (an­de­re Ty­pen).
    Ich wür­de ihr das ja wirk­lich gön­nen, ein Freund, mit dem sie sich ver­steht und fest zu­sam­men­kommt, aber nicht ir­gend­ein be­schiss wo sie z.b. an­geb­lich zu ih­rer Freun­din fährt übers Wo­chen­en­de und in Wirk­lich­keit bei ehe­mals mei­nem Kum­pel war. Und so­was sich im­mer wie­der­holt.
    Aber das ner­vi­ge dar­an ist nicht der Akt, son­dern die vie­len ver­schie­de­nen Ver­sio­nen von Wahr­heit. Je­der kriegt das zu­recht­ge­schnit­ten wor­auf er an­springt. In­klu­si­ve emo­tio­na­ler Ge­fühls­show. Mit heu­len und al­lem, aber um­schalt­bar in Se­kun­den. Da denkt man im ei­nen Mo­ment noch „OK, ich hab wohl wirk­lich nen Feh­ler ge­macht” und zehn Se­kun­den spä­ter wie to­tal aus­ge­tauscht und macht ein run­ter wie nur was. 

    Und das ner­vi­ge dar­an, das ei­ge­ne Um­feld (Fa­mi­lie und co) be­kommt ganz an­de­re Ge­schich­ten auf­ge­tischt. Bis man selbst am En­de nur noch da­steht als hät­te man die Pest. Und durch die voll­kom­me­ne sons­ti­ge Iso­la­ti­on – hat man na­tür­lich auch über­haupt gar kei­ne an­de­re Mög­lich­keit aus der ewi­gen Ne­ga­tiv­hyp­no­se und Ma­ni­pu­la­ti­on noch aus­zu­bre­chen.
    Die qua­si ans Knast­le­ben ge­wöh­nen­ak­tio­nen, sind aber ir­gend­wie auch nicht so toll. Im ech­ten Knast hät­te man we­nigs­tens die Mög­lich­keit wie­der raus zu kom­men – und Leu­te, mit de­nen man sich un­ter­hal­ten kann. 

    Nur ne­ben­bei, na­tür­lich wird mei­ne kom­plet­te online-​Kommunikation über­wacht, wie auch je­des Te­le­fo­nat, das ich füh­re. Wenn ich je­mand Be­su­chen will und An­ru­fe hat sie be­vor ich da bin – wenn die Per­son ei­ne Ge­fahr dar­stel­len könn­te – längst auch schon mit der Per­son te­le­fo­niert und ir­gend­ei­ne Trä­nen­drü­ck­er­sto­ry er­zählt so das ich gleich blöd da­ste­he. (Das, was bei Frau­en funk­tio­niert). So­was wie ei­ne Rea­li­tät scheint ihr voll­kom­men ab­we­gig. Des­halb ist auch die Iso­la­ti­on so wich­tig, sonst kommt es zu dem, was ich als „Rea­li­täts­kurz­schlüs­se” be­zeich­net hab – zwei Leu­ten wer­den kom­plett un­ter­schied­li­che Sto­rys er­zählt und wenn die sich un­ter­hal­ten, dann fliegt es auf. Das teils Jah­re was vor­ge­macht wur­de.
    Ich se­he je­den­falls kei­ne Chan­ce da noch je­mals raus­zu­kom­men und schon gar nicht so­was wie ei­ne e gleich­be­rech­tig­te Fa­mi­lie zu er­schaf­fen, wo je­der sagt was er möch­te und man dann nen ech­ten Kom­pro­miss fin­det.
    Je mehr ich ha­be ir­gend­et­was Ver­su­che um­so mehr wird da­ge­gen ge­tan und um­so wei­ter ste­he ich am En­de vom Ziel ent­fernt.
    Am si­chers­ten scheint sein, man beugt sich dem und ei­nem ist al­les to­tal egal – dann wird es we­nigs­tens nicht be­kämpft.

    Das Pro­blem ist nicht­mal un­be­dingt das zu zweit, rich­tig pro­ble­ma­tisch wird es erst wenn ir­gend­je­mand an­ders da­bei ist – und mich nicht gleich Scheis­se fin­det. Und da reicht es schon, wenn es die Kin­der sind. Wenn je­mand mich nicht für den to­ta­len Arsch hält und sie bes­ser da­ste­hen, dann gibt es Pro­ble­me. Und des­halb ist je­der so­zi­al­kon­takt völ­lig un­mög­lich.
    Gilt üb­ri­gens auch für die Kin­der.
    Al­lein pas­siv vor ir­gend­ei­nem Bild­schirm, das ist die ein­zi­ge sta­bi­le Situation=Situation die nicht zu Streit führt.
    Toll? Ich glau­be nicht. Aber ich kann da nix ma­chen. Wie das Ju­gend­amt da­mals ge­sagt hat, als ich Hil­fe woll­te als mein Sohn mit 9 je­den Tag Stun­den al­lein war und völ­lig ver­einsamt ist : „Kin­der ge­hö­ren zur Mut­ter” und ich soll ge­hen. Da­bei ging es über­haupt nicht um uns, son­dern ei­gent­lich um das Kind – aber hat null in­ter­es­siert.

    Ist auf je­den Fall zum kot­zen al­les und gibt nichts was man dran än­dern kann. Seh ich je­den­falls nicht. Aus­ser ins Aus­land ab­set­zen, so­weit weg wie mög­lich.
    Fakt ist, an al­lem was ewig lan­ge grot­ten­schief läuft und schon Jah­re vor­her von mir al­les ver­sucht wur­de an­zu­spre­chen bzw. Zu än­dern – am En­de Krieg die Schuld da­für doch nur ich in die Schu­he ge­scho­ben.

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    […] mich hier nicht mit frem­den Fe­dern schmü­cken… aber mal ei­ne per­sön­li­che Mei­nung zu die­sem tol­len Ar­ti­kel, der mich per­sön­lich doch sehr viel wei­ter ge­bracht […]

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