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Pa­läs­ti­nen­si­sche Ara­ber von He­bron be­vor­zu­gen is­rae­li­sche Sou­ve­rä­ni­tät

9.3.2017, He­bron News

FOTO: Ashraf Ja­ba­ri von He­bron (Mit­te) spricht auf der Sou­ve­rä­ni­täts­kon­fe­renz in Je­ru­sa­lem mit Anett Has­kia (links) und Sha­lom Ye­rus­hal­mi (rechts).

Ara­bi­sche Ein­woh­ner von He­bron be­zeug­ten auf ei­ner kürz­li­chen Kon­fe­renz ih­re Un­ter­stüt­zung der is­rae­li­schen Sou­ve­rä­ni­tät über Ju­däa und Sa­ma­ria. Die 4. jähr­li­che Sou­ve­rä­ni­täts­kon­fe­renz, die von Frau­en für Is­ra­els Zu­kunft (Frau­en in Grün) ver­an­stal­tet wur­de, fand im ver­gan­ge­nen Mo­nat in Je­ru­sa­lem mit Mit­glie­dern der Knes­set, ge­wähl­ten Be­am­ten, Jour­na­lis­ten und meh­re­ren tau­send in­ter­es­sier­ten Teil­neh­mern statt.

Die letz­te Po­di­ums­dis­kus­si­on des Abends war viel­leicht die hit­zigs­te. Mo­de­riert von No­am Ar­non, dem lang­jäh­ri­gen Spre­cher der jü­di­schen Ge­mein­de He­bron, mach­ten meh­re­re ara­bi­sche Ver­tre­ter, dar­un­ter Ashraf Ja­ba­ri, ein pro­mi­nen­ter Ge­schäfts­mann und Ge­mein­de­füh­rer in He­bron, mit.

„Nie­mand kann ver­hin­dern, dass der Staat Is­ra­el die Ge­bie­te an­nek­tiert”, ver­kün­de­te Ja­ba­ri dem vor­wie­gend he­brä­isch spre­chen­den is­rae­li­schen Pu­bli­kum auf ara­bisch. Si­mul­ta­ne he­bräi­sche und eng­li­sche Über­set­zun­gen wur­den zur Ver­fü­gung ge­stellt. Er fuhr wei­ter da­mit, dass er die Pa­läs­ti­nen­si­sche Au­to­no­mie­be­hör­de kri­ti­siert we­gen Kor­rup­ti­on, was vie­le PA-​Bewohner seit Jah­ren lei­se ver­merkt ha­ben.

„Wo ist all das Geld, das der Pa­läs­ti­nen­si­schen Au­to­no­mie ge­ge­ben wur­de?” Al­le die­se Dol­lars, die aus Eu­ro­pa ka­men, aus Ame­ri­ka, auch vom Staat Is­ra­el „, frag­te Ja­ba­ri. Er deu­te­te an, dass PA-​Beamte ih­re Ta­schen füll­ten, an­statt Kli­ni­ken und Schu­len zu bau­en.

Statt ein „En­de der Be­set­zung” zu for­dern, oder die BDS-​Kampagne zu pro­mo­ten, sag­te Ja­ba­ri, „wir sind nicht ge­gen Sou­ve­rä­ni­tät. Wir ak­zep­tie­ren, was die is­rae­li­sche Re­gie­rung in Be­zug auf die Sou­ve­rä­ni­tät in den Ter­ri­to­ri­en ak­zep­tiert.”

Er schloss mit ei­nem Auf­ruf, von den Ein­woh­nern zu hö­ren, statt von Po­li­ti­kern. „Be­sucht He­bron und hört euch bei­de Sei­ten an, so­wohl die pa­läs­ti­nen­si­sche als auch die jü­di­sche Sei­te”, sag­te er.

Ja­ba­ri lob­te auch No­am Ar­non, sei­nen Kon­takt in der jü­di­schen Ge­mein­de, den er seit Jah­ren kennt. „No­am kommt zu mir nach Hau­se, nie­mand blo­ckiert sei­nen Weg, manch­mal wer er so­gar zu mei­nem Haus be­glei­tet.”

No­am Ar­non füg­te ei­ne per­sön­li­che Ge­schich­te hin­zu, um sei­ne Op­po­si­ti­on ge­gen das Oslo-​Abkommen von 1993 zu mar­kie­ren, das die Pa­läs­ti­nen­si­sche Au­to­no­mie­be­hör­de und das Hebron-​Abkommen von 1997 schuf, das die PA in 80% der Stadt an die Macht brach­te.

„1996 wur­de ich von vie­len De­le­ga­tio­nen aus He­bron an­ge­spro­chen”, sag­te Ar­non und er­in­ner­te sich an die Mo­na­te, die zur Tei­lung der Stadt führ­ten. „Ich traf die Ge­werk­schaft, die In­dus­tri­el­len und ei­ne De­le­ga­ti­on von Scheichs, und sie ba­ten um eins – sie sag­ten, bit­te brin­gen Sie nicht die­ses Un­glück über uns, bit­te brin­gen Sie nicht die Pa­läs­ti­nen­si­sche Au­to­no­mie, sie wuss­ten ge­nau, mit wem sie sich aus­ein­an­der setz­ten … die PA för­dert und ver­lei­tet zu Ter­ro­ris­mus.”

Ar­non fuhr da­mit fort, die nor­ma­le ara­bi­sche Be­völ­ke­rung als Ver­bün­de­te zu be­schrei­ben, die Jas­sir Ara­fats PLO über­las­sen wur­den. Er ver­glich es mit dem Rück­zug aus der süd­li­chen Libanon-​Pufferzone im Jahr 2000, die die christ­li­chen Maroniten-​libanesischen Un­ter­stüt­zer Is­ra­els be­ein­träch­tig­ten. Der li­ba­ne­si­sche Bür­ger­krieg wur­de spä­ter im Pa­nel von Jo­na­than Elk­hou­ry, ei­nem christlich-​arabischen li­ba­ne­si­schen Flücht­ling, der in Is­ra­el lebt, dis­ku­tiert.

Ar­non schloss: „Das sind au­then­ti­sche Füh­rer, nicht im­por­tier­te oder kor­rup­te Po­li­ti­ker. Wir kön­nen die­ses klei­ne Land nicht tei­len und wir wer­den un­se­re Freun­de nicht ver­ra­ten.”

Das Pa­nel zeig­te auch ein Vi­deo von Ar­non in ei­nem sei­ner vie­len Ge­sprä­che mit Scheich Fa­rad al-​Jabari, ei­nem Stammes-​Ältesten aus Gross-​Hebron, der ur­sprüng­lich auf dem Pa­nel auf­tre­ten soll­te. Sheikh Ja­ba­ri drück­te eben­falls Be­sorg­nis aus über die Kor­rup­ti­on der PA und be­klag­te den Ver­lust von is­rae­li­schem Recht und Ord­nung. In an­de­ren Ge­sprä­chen hat er an­ar­chis­ti­sche Agi­ta­to­ren be­klagt, die nach He­bron kom­men, um ge­gen „is­rae­li­sche Be­sat­zung” zu pro­tes­tie­ren, aber in Wirk­lich­keit nur Kon­flik­te für die Ein­hei­mi­schen schaf­fen.

An­de­re Teil­neh­mer des Pa­nels wa­ren Scheich Abu Kha­lil Al-​Tamimi von He­bron, Abu Naim al Ta­ri­fi aus Ra­mal­lah, Anett Has­kia, ei­ne is­rae­li­sche Ara­be­rin aus Ak­ko, die für den Knes­set kan­di­di­ter­te für die jü­di­schen Hei­mat­par­tei, Dr. Ary­eh Eldad, ei­nem ehe­ma­li­gen Knes­set­mit­glied von der Na­tio­na­len Ge­werk­schafts­par­tei und Sha­lom Ye­rus­hal­mi, ei­nem Jour­na­lis­ten von Ma’ariv News, der vor kur­zem per­sön­li­cher Gast von No­am Ar­non in He­bron war.

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