StartseiteNaher OstenWie Is­ra­el in die Pfan­ne ge­hau­en wird

Kommentare

Wie Is­ra­el in die Pfan­ne ge­hau­en wird — 1 Kommentar

  1. Fro­mer schreibt merk­wür­dig de­fen­siv, er sieht zwar die Ab­sicht von di­ver­sen Ak­ti­vis­ten, die afro­ame­ri­ka­ni­sche und pa­läs­ti­nen­si­sche Sa­che mit­ein­an­der zu ver­zah­nen, doch die Be­tref­fen­den wer­den nicht et­wa scharf kri­ti­siert für die Bil­dung ei­nes sol­chen re­ak­tio­nä­ren Bünd­nis­ses, son­dern es schwingt statt­des­sen im­mer die Hal­tung mit, dass de­ren ei­gent­li­ches An­lie­gen (An­ti­ras­sis­mus) ja sa­kro­sankt ist. 

    Ist es das? Sind al­le auf­ge­führ­ten Bei­spie­le aus neue­rer Zeit wirk­lich so ein­deu­tig trenn­bar in Gut und Schlecht? Bei Be­trach­tung et­li­cher Fäl­le in jüngs­ter Ver­gan­gen­heit ha­be ich im­mer mehr Zwei­fel dar­an. Mir kommt es längst so vor, als wür­de die­ses An­lie­gen nur be­nutzt um be­lie­big de­struk­ti­ve Ag­gres­sio­nen pau­schal zu le­gi­ti­mie­ren und mit den Wei­hen „be­rech­tig­ter Ge­gen­ge­walt“ ver­se­hen zu kön­nen. Im­mer mehr ma­chen es sich in ei­ner Op­fer­rol­le be­quem und be­nut­zen die­se für ganz an­de­re oder gar ent­ge­gen­ge­setz­te Vorhaben. 

    Für mich hat ei­ne Per­son wie An­ge­la Da­vis ih­ren Kre­dit als pro­gres­si­ve Kämp­fe­rin längst auf­ge­braucht. Ro­bert Mu­ga­be kämpft schon seit Jahr­zehn­ten da­für, der Welt zu zei­gen, dass es nicht nur schwar­ze Dik­ta­to­ren son­dern auch schwar­ze Ras­sis­ten gibt. Ja­cob Zu­ma ist da­bei, die Hoff­nung auf ein bes­se­res Süd­afri­ka zu­nich­te zu ma­chen für die Be­frie­di­gung von pro­fa­ner per­sön­li­cher Macht­gier. Die­se Lis­te lässt sich lei­der im­mer mehr verlängern.

    Fro­mer scheint ein Ge­fan­ge­ner der Vor­stel­lung zu sein, die fest­legt, dass Schwar­ze im­mer Op­fer und Wei­ße im­mer Ras­sis­ten sind. Da­bei weiß er doch an­hand des is­rae­li­schen Bei­spiels, dass es ei­nem ganz er­heb­li­chen Teil der Pa­läs­ti­nen­ser mit ih­rer – vom Wes­ten fe­ti­schier­ten – Dau­er­in­sze­nie­rung als „Op­fer“ kei­nes­wegs dar­um geht, ih­re La­ge zu ver­bes­sern, ei­nen ei­ge­nen Staat oder zu­min­dest mehr Au­to­no­mie zu ha­ben. Es geht ih­nen um et­was ganz an­de­res: Um die Ver­nich­tung des is­rae­li­schen Staa­tes. Die­ser lie­be­voll ge­pfleg­ten Vor­stel­lung ord­nen sie of­fen­sicht­lich al­les an­de­re un­ter. Das macht die Sa­che sehr schwie­rig, für Ver­hand­lun­gen, für Zu­ge­ständ­nis­se, für Kom­pro­mis­se und was ei­ni­ger­ma­ßen zi­vi­li­sier­te Ge­mein­we­sen der­glei­chen mehr an Lö­sungs­mit­teln für die Be­he­bung von Kon­flik­ten pa­rat haben. 

    Wer sich mit sol­chen Vor­stel­lun­gen ge­mein macht, wie dies obi­ge Ak­ti­vis­ten tun, darf ru­hig mit et­was grö­be­ren Hand­schu­hen an­ge­fasst werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

css.php